Indiana Tribüne, Volume 27, Number 12, Indianapolis, Marion County, 5 September 1903 — Page 3

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Jndiana Tribüne, 5. September 1903. 3

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Reformen Zm Confular-Dienst von der Negierung beschlossen.

Nur Leute von Erfahrung kommen auf wichtige Posten. Noch nichts betreffs des europ. Ce schwaders entschieden. Schah-sekretär hält eine landuirthschastliche Nede. steine neuen Anklagen in der PostUntersuchung. Entsendung von Truppen nach Crip ple Creek. Unthaten zweier Naufbolde bei Warsaw, Ind. Zeitgemäße Aenderung. O y st e r B a y, 4. Sept. Der Präsident hat sich zu einer wichtigen Aenderung bei Ernennungen für den Consulardienfl entschieden. Er besprach die Aenderung heute mit Hilfs-Staats-Sekretär LoomiZ. Seit vielen Jahren war es fast allgemeines Herkommen der Präsidenten, Ernennungen zum Eonsulardienst ohne Bezugnahme auf frühere Erfahrungen der Aspiranten zu machen. Präsident Roosevelt beschloß nach Berathung mit dem Staatssekretär, verschiedenen anderen Eabinetsmitzliedern und Hilfssekretär Loomis künftig zu wichtigen Eonsular-Posten aus Leute zu ernennen, die sich bereits in minder wichtigen Stellungen des Dienstes die nöthige Erfahrung und Schulung angeeignet haben. Der Civildienst im Eonsulatsdienste erfährt durch diese Neuerung keine Ausdehnung und auch die amtliche Zeitdauer der Stellungen wird nicht nothwendig verlängert, aber den HandelsInteressen des Landes kann hierdurch die nöthige Sicherung gewährt werden. Herr Loomis geht morgen auf drei Wochen nach Maine; Ende September verbringt er einige Tage beim deutschen Botschafter Sternburg in The Weirs, N. H. & i e Dardanellen Durch fahrt. Washington, 4. Sept. Der türkische Gesandte fölib Bey istZder Ansicht, daß seine Regierung sich nicht widersetzen würde, falls ein amer. Schiff mit Marinetruppen zum Schutz der amer. Gesandtschaft durch die Dardanellen gesandt würde. Bei dem europ. Geschwader befinden sich zar nur ca.200Mann Marinetrup pen, die indessen zusammen mit den Wachen der Gesandtschaft und den von der türkischen Regierung gestellten wohl jedem Zwischenfalle gewachsen wären. Die Beamten des Staats-Departe ments erklären bezüglich der Pariser Meldung, auswärtige Mächte wollen Schiffe nach türkischen Gewässern senden, daß auch die Ver. Staaten jetzt Schiffe nach türkischen Gewässern schi cken. Die Bezeichnung türkische Ge Wässer" beziehe sich nicht auf Eonstan tinopel; während die ganze Osthälfte i fr P V TT f des Mittelmeeres von KriegsschifftN be deckt sei, sei es doch möglich, daß keines derselben den Durchgang durch die Dardanellen erzwinge. Nach dem Krim Krieg verbot der Pariser Vertrag die Einfahrt in die Dardanellen für Kriegsschiffe ohne Zustimmung der Türkei und diese wiederum muß zuerst die Erlaubniß aller Signatarmächte einholen. 1863 wurde Admiral Farragut zur Einfahrt in die Dardanellen eingeladen; aber die Mächte protestirten. Dann wurde nochmals entschieden, daß kein Kriegsschiff in die Dardanellen einsahren dürfe. Im Kriegsfalle darf übngens die Türkei die Schiffe einer befreundeten Macht einlassen. 1890 weigerte sich die Türkei, den Verträgen gemäß, den Marblehead" oder den Bancroft", amerikanische Kriegsschiffe, in die Dardanellen zu lassen. Kleine Schisse anderer Nationen mit Seeleuten für die Gesandtschaften durften schon in den Bosporus einfahren ; falls America ein solches Fahrzeug mit Wachen schickt, so hätte die Türkei wohl das Recht, die Durchfahrt ohne Befragen der Mächte zu gestatten. Bericht von Leishman. Washington, 4. Sept. Gesondier Leishman theilte heute dem Staats-Department mit, daß einige europäische Mächte Marine - Truppen

in Constantinovel gelandet haben. Falls für die dortigen Amerikaner Lebensgefahr droht, so wird die amerikanische Regierung gleichfalls ein MarineDetachment nach Eonstantinopel entsenden. Diese Truppen würden dem heute in Beirut erwarteten Geschwader entnommen ; jedoch müßte zur

Durchfahrt eines Kriegsschiffes durch die Dardanellen die Zustimmung der Türkei und anderer europäischer Mächte nachgesucht werden. Herr Leishman theilte zugleich mit. daß zum Schutze der amer. Votschaft und des Consulats der dortigen Mannschaft nochl Detektivs beigefügt wurden. Es geschah auf eine Warnung vom Sultan, daß ein Ausstand befürchtet werde. Noch keine Befehle für E 0 t t 0 n. W a s h i n g t o n, 4. Sept. Ueber die Verwendung der beiden Kreuzer, die heute in Beirut anlangten, hat die Regierung noch keine entgiltige Entscheidung getroffen. An Admiral Eotton sind noch keine Befehle entfandt; viel hängt von seinem Berichte über die Verhältnisse in Beirut u. von jenem des amerik. Gesandten betreffs Nothwendigkeit der Schiffe zum Schutze amer. Bürger ab. Pius.Fond.Entschädi. gung. Washington, 4. Sept. Auf Aufforderung des Staats-Departements stellte heute das Schatzamt Checks über $377.000 auf den Namen des Bischofs Riordan, Tiöcese von Calisornien, aus. Die Summe kommt an die Diöcese vom Pius Fond und wurde von Mexico an die diesseitige Regierung bezahlt. SilberfürdiePhiliPpinen. New Vork, 4. Sept. Heute gehen auf den Dampfern Nubia" und Sagami" 10,465,000 Silbermünzen, im Werthe von S1.075.000. nach den Philippinen ab. Die Geldstücke wurden in der Philadelphia Münze in kleine Fässer zu je $2,500 verpackt. Hinsichtlich der Sicherung gegen mög liche Angriffe von Piraten find bksondere Vorkehrungen getroffen. Die Schiffe fahren durch den Suez Canal. Zwei Desperados. W a r s a w , Ind., 4. Sept. Arthur Barth und Iran Baker, mit Revolvern und Messern bewaffnet, verletzten heute einen Knaben George Willard voraussichtlich lebensgefährlich und versuchten die Bewohner von Webster Lake durch Abfeuern von Revolvern einzuschüchtern. Sie wurden verhaftet und es drohte ein Lynchmord, aber Sheriff Smith gelang es, die Gefan genen im Gefängniß in Sicherheit zu bringen. Sekretär Shaw. C o l u m b u s , O., 4. Sept. Schatzamts-Sekretär Shaw kam heute unerwartet hier an, frühstückte mit Gou verneur Nash und dem republikanischen Gouverneurs-Candidatm Herrick und hielt Nachmittags 'eine Rede aus den Fair".Gründen. Der Sekretär ging in seiner Rede auf die Währungsfrage nicht ein, sondern beschränkte sich auf landwirthschaftliche Ausführungen allgemeiner Natur. Er , ärte, daß die Landwirtschaft in ökonomischer Hinsicht mit den übrigen Industrien nicht gleichen Schritt gehal ten habe, und sprach des Längeren über die Erfolge, welche die auf der Farm aufgewachsenen Jungen auf allen Ge bieten des geschäftlichen Lebens wie der gelehrten Berufe erzielen. Nachkomme von Major Andre. St. Joseph, Mo., 4. Septbr. Samuel Jacobs, ein Nachkomme des aus der Revolutionszeit berühmten MajorAndre, ist 82Jahre alt gestorben. Er war Civil-Jngenieur. Ein Opfer des Rest au-rant-Streiks. Chicago. 4. Sept. Aus Reue darüber, daß er gegen seinen Arbeitge ber, bei dem er 25 Jahre lang ange stellt gewesen, an den Streik gegangen war. stürzte sich I. B. Smith aus sei ner im 4. Stockwerke gelegenen Woh nung. Smith war Präsident der Köche-Ge-werkschaft und ein Vierteljahrhundert lang als Küchenchef in einem Restau rant im Geschäftstheile thätig. Vor zwei Monaten ging er bei dem Restau-rant-Ausstande gleichfalls an den Streik und nahm das ganze Küchenpersonal und die Kellner mit sich. Der Streik ging verloren und Smith kam um seine Stellung. ES folgten Tage der Sorge, die seinen Geist getrübt zu haben scheinen.

Nachden Philippinen. Chicago, 4. Septbr. Das 20. Ins. Regt., dessen größter Theil in Fort Sheridan steht, bat Befehl er-

halten, sich auf den Philippinen-Dienst vorzubereiten. Abgang der Truppen am 20. Nov. Betrügerische Beamte. Denver, 4. Sept. , Die Spe-cial-Grand-Jury erhob heute Anklagen gegen den vormaligen Staatsauditor Grouger und seinen Haupt-Clerk Mun ell wegen Unterschlagung bezw. Beihülfe zur Unterschlagung von S8000 Steuergeldcrn. Im Interesse der Forstk U l t U r. L a f a y e t t e, Ind., 4. Septbr. Das Bundes-Forst-Amt hat an der Purdue-Universität eine Station für HolZ'Untersuchungen errichtet. Diese Station soll die Grundlage bilden für einen ausgedehnten Unteruchungsapparat in der Hartholz-Ge-gend des Mississippi Thals. Leiter der Station ist W. R. Hart. Die Edson-Tragödie. New York, 4. Sept. Wie der Herald" mittheilt, hat die protestantische St. Michaels Episcopal . Kirche durch Fälschungen von H. T. Edscn, der kürzlich sich und Frau Pullen um's Leben brachte, über $50.000 verloren. Unlängst wurde ein Sachverständiger berufen, um die von Edson über das Kirchen-Eigenthum geführten Bücher zu untersuchen und die gefürchtete Entdeckung soll Edson's Geist getrübt haben. Truppen nach Cripple E r e e k. Denver, 4. Sept. Der Gouverneur ordnete, nachdem er den Bericht der dorthin entsandten Commission er halten, den Abgang von Truppen nach Cripple Creek an. Seit Donnerstag Nacht wurden keine Ruhestörungen mehr berichtet. äste des Präsidenten. O yster B ay. N. Y., 4. Septbr. Handels-Sekretär Cortelyou war heute der erste Besucher des Präsidenten. Am Frühstück nahmen theil Hilfsstaatssekretär Loomis und Oberst und Frau Lafayette Voung aus Des Moines, Ja. Loomis und cortelyou hatten geschäftliche Angelegenheiten hergeführt. Post-Grand-Jury vertagt. Washington, 4. Sept. Die Bundes-Grand-Jury vertagte sich heute bis Dienstag, ohne den erwarteten Be richt hinsichtlich der Post-Fälle cinzureichen. Es ist nicht sicher, wird aber allge mein erwartet, daß die Jury nach ihrem Wiederzusammentritt Anklagen erhebt. Großer Landankauf. P i k e v i l l e, O., 4. September. 15.000 Acker prächtigen Landes, darunter wertbvolle Kohlen- uud andere Mineralien-Lager am Pond Creek, wurden heute an New Jorker Capita listen verkauft. Flucht. Versuch. Birmingham, Ala., 4. Sept. Im Pratt-Gruben-Gefängniß wurden heute 4 Sträflinge bei einem Fluchtver suche geschossen, darunter 2 tödtlich. Nur einer, der zu 20 Jahren verur theilt ist, entkam. SelbstmordManie. Philadelphia, 4. Sept. Frau Amalie Müller, 45, die schon letzte Woche auf dem Grabe ihrer Toch ter einen Selbstmordversuch gemacht, führte ihr Vorhaben heute aus, indem sie sich in einer Badewanne ertränkte. Wenige Stunden darauf suchte ihr 19-jähriger Sohn auf gleiche Weise den Tod, wurde aber nach verzweifeltem Kampfe mit 2 Polizei-Beamten daran gehindert. Frau Molineux geschie den. New York, 4. Sept. Nach Mittheilung des Anwalts der Frau Roland B. Molineux ist die Thatsache richtig, daß seine Clientin in Süd Da kota eine Scheidung erwirkt hat. Schisssnachrickten. Angekommen: New Nork: ffürst Bismarck" von Hamburg. Havre : La Bretagne" von New York Boulogne: Nvordam" von New Vor für Rotterdam. Liverpool: Commonweant" von Bo ston; Victoria" von New York. Plymouth: Königin Luise" von New York. New York: Barbarossa von Bremen St. Louis" von Southampton Island" von Copenhagen.

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- Vom AL!!a'.:de. ErnLondonerAntiquiä t e n f a m m l e r ist im Besitz einer Schußwaffe, die. wie die Daily Mail berichtet, einst Alexander Selkirk, dem Urbtlde von Daniel Defoe's Robmfon Crusoe, gehört haben soll. Es ist eine gewöhnliche Flinte. Auf einer Seite es hölzernen Schaftes sind die Worte: A. Selkirk, Largo. N. B." eingegraben, auf der andern Seite befindet sich die Inschrift: Anna N. (Königin Anna) 1701": Largo in Nordbritannien war die Vaterstadt Selkirk's. Die Flinte soll demnächst eine letzte Ruhetatte im Britischen Museum m London finden. VeimVaudesSimplonunnels haben sich im Südosten aus der italienischen Seite neue Schwierigleiten eingestellt. An der Front des Tunnels ist eine heiße Quelle von fast 11 Grad Fahrenheit und einer Mächtlgkeit von 30 Gallonen pro Sekunde hervorgetreten. Dadurch wurde die an sich schon sehr hohe Temperatur im Tunnel dermaßen gesteigert, daß an ein Weiterarbeiten in vollem Umfang nicht gedacht werden konnte. Die Unternehmer beabsichtigten nun, umfangreiche Vorkehrungen zu treffen, um die Quelle in Röhren zu fassen und diese abzukühlen. Einstweilen ist die mechanische Bohrung eingestellt woroen. An der völligen Fertigstellung des Tunnels fehlen zur Zeit noch 10,000 Fuß. Ein Aufsehen erregen der Vorfall ereignete sich kürzlich auf dem Bahnhof von Bad Elster. Der Wiener Vicebürgermeister Hofrath Abt, Bezirksrath des 8. Bezirks und Armenrath, mußte in Schutzhaft genommen und an das Amtsgericht in Adorf behufs Beobachtung eingeliefert werden. Abt, ein corpulenter Herr m den fünfziger Jahren, fuhr mit der Droschke nach Franzensbad; plötzlich bei der Geigelmuhle , zweihundert Schritte vom Bahnhof Bad Elster, lenkte der Insasse das Geschirr selbst nach dem Bahnhof ein. Dort bestellte er Champagner und warf mit Weinflaschen, die auf dem Tisch standen, nach den Kronleuchtern im Wartesaal 2. Klasse und demolirte diese sowie viele Fensterscheiben. Den Herren, die ihn verhafteten, versprach er Orden, umarmte und küßte sie. An vaarem Gelde führte Abt 1050 Kronen bei sich. Der in Török-Balent (Ungarn) ansässige Gutsbesitzer Josef Horvath hatte drei bildhübsche Töchter, die 14hrige Elisabeth, die 17iahrige Gisela und die 19iährige Marie. Gifela Horvath hatte sich vor ungefähr zwei Monaten mit einem zungen Mann verlobt, und in einigen Wochen hätte die Trauung stattfinden sollen. Der junge Mann überhäufte Gisela mit Liebesbetheuerungen und sie schenkte den stürmischen Werbungen Gehör. Kurze Zeit darauf sae er ihr den Verlobungsring zurück. Gifela Horvath offenbarte sich den beiden Schwestern und erklärte, sie könne die Schande nicht überleben, sie werde den Tod in der Dol.au suchen. E5 gingen dann alle drei Schwestern zur Donau, banden sich mit Stricken zusammen und stürzten sich in die Fluthen. Später wurden die Leichen der drei Mädchen von Fischern geborgen. Eine eigene Art von Kirche, die sogenannte Schifferkirche, ist m Berlin ganz im Stillen cntstanden. Es ist ein kleiner Schuppen am großen Jnselspeicher an der Fischer brücke, der keine Wände, sondern nur ein Dach hat und so, wie er steht, zur Schisserkirche erhoben worden ist. Während bis dahin ein Geistlicher oder em Candldat die Schiffer auf ihren Kähnen aufsuchte und dort einen Gottesdienst abhielt, versammelt ein Hülfsprediger sie seit einiger Zeit in der mehr als bescheidenen Speicherkirche, in die er sie durch gedruckte Zettel einladen läßt. Jeden Sonntag morgen von 8 bis 9 Uhr bläst ein Musikcorps am Speicherufer drei geistliche Lieder. Dann beginnt der Got tesdienst. Stehend oder auf mitgcbrachten Klappstühlen sitzend, nehmen die Schiffer mit ihren Familien aus den am Ufer liegenden Kähnen daran theil. JnMedgyeshaza wurde der in ganz Ungarn bekannte Millionar Leopold Ujhelyi erschossen. Den Mord beging der Bauernqutsbesitzer Johann Marik. Leopold Ujhelyi, der in Hodmezövasarhely wohnte, war von klemen Anfangen zu seinem Reichthume gelangt, der ihn ebenso bekannt machte wie sein Geiz. Man erzählte sich förmliche Märchen, über diese Eigenschaft des Millionärs. Bei seinen mannigfachen Geschäften nahm er oft zum Gericht Zuflucht und erwies sich in Prozessen als ein unerbittlicher Gegner. Gegen Johann Marik nun führte er schon feit geraumer Zeit ei nen Prozeß und erwirkte die Pfän dung gegen ihn. Marrk erwartete nun seinen Gläubiger, als er zum Wochenmarkte nacö Medgyeshaza ging. Als er des Ujhelyi ansichtig wurde, näherte er sich ihm mit bitten den Worten, flehte ihn an. ihn und seine Familie doch nicht an den Bettel stab zu bringen, erhielt aber eine barsch abweisende Antwort. Schließlich drohte Marik, ganz außer sich, er f jtf.t Tk n sn . roeroe uiyeini eri chicen, auas kdz richt wird die Sache schon entscheiden antwortete ihm Ujhelyi, und wendete sich Zzm Gehen. Da zog Marik einen Revol'i aus der Tasche und gab eine Schuß. der Ujhelyi tödtet

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