Indiana Tribüne, Volume 27, Number 11, Indianapolis, Marion County, 4 September 1903 — Page 6

Indianer Tribüne, September 1903.

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Europäische Nachrichten. Ersah-Lottzrtngen. S t r a ß b u r g. Vor dem Schoffengericht in Vuchsweiler hatten sich der Bierbrauereibesitzer Moritz aus Pfaffenhofen und sein Schwager Greiner .vegen Steuerhinterziehung zu verantworten. Die Anklage ging dahin, datz Moritz durch sogenanntes Anschwänzen mehr Vier herstellte, als er versteuerte. Das Urtheil lautete gegen die beiden Angeklagten auf eine Geldstrafe in Höhe von 52,000 Mark. Gegen das Urtheil wurde Berufung eingelegt. Colmar. Dem Garnisonverwaltungsinspektor Grieve wurde der Kronenorden 4. Klasse verliehen. F o r b a ch. Der Direktor des Gasund Wasserwerks, Frahm, machte seinem Leben durch einen Schuß ins Herz ein Ende. Als Ursache wird angegeben, daß auf Grund eines anonymen Schreibens an das Hauptgeschäft in Bremen eine unvermuthete Revision des hiesigenWerkes vorgenommen wurde, wobei Unregelmäßigkeiten festgestellt worden sein sollen. Memmelshofen. Der frühere Jagdhüter Franz Wagner erschoß nach einem Wortwechsel in der Wirthschaft seinen Schwiergersohn Georg Schaf. 'gtleditcnbitYQ. Schwerin. Der Großherzog von Oldenburg hat das Ehrenkreuz 3. Klasse dem Garderobier des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin, Meier, verliehen. D a m b e ck. Oberinspektor Schnell und Frau feierten das Fest der goldenen Hochzeit im Kreise ihrer zahlrei-

chen Familie. Der Großherzog hatte mit einem huldvollen Schreiben sein Bild übersandt. Dömitz. Beim Baden in der Elbe ertrank der 18jährigeHandlungsgehülfe Otto Vogler aus Lübtheen, im Kaufhause N. Behr Hierselbst in Stellung. Friedland. Bäckerlehrling Hermann Salow, in der Bäckerei von Frau Mayn thätig, ist ertrunken. Der Unglücksfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe der Badeanstalt. Salcw war 20 Jahre alt. Gadebusch. Arbeiter und Vüdner Oldach in Jarmstorf fiel beim Theeren eines Daches auf den gepflasterten Hof und starb nach kurzer Zeit. Lübtheen. Die 61 Jahre alte geisteskranke Arbeiterfrau Stöhlmaeher aus Probst - Jesar wurde auf einem Feldwege von einem jungen Schnitter überfallen, vergewaltigt und, als sie sich vertheidigte, von dem Unhold so arg mißhandelt, daß die Bedauernswerthe, die man blutend am Wege auffand, an den ihr von dem Verbrechen zugefügten schweren Verletzungen gestorben ist. Der Thäter wurde durch die Gendarmerie verhaftet und in das hiesige Amtsgerichtsgefängniß eingeliefert. S t a r g a r d. In der Ortschaft Klein - Hagen ereignete sich ein betrübender Unglücksfall. Der dortige Eigenthümer Steinkopf, ein Veteran aus dem letzten Kriege, war oben in seiner Scheune beschäftigt, glitt auS und fiel so unglücklich mit dem Kopfe auf den auf der Tenne stehenden Wagen, daß er seinen Geist aufgab. W i s m a r. Malermeister Bernhard Göttmann sen. nebst Gemablin beging im Kreise der Kinder und Kindeskinder bei körperlicher und geistiger Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit., Hrdenvurg. Oldenburg. Der Großherzog von Mecklenburg - Schwerin hat dem Vice-Oberstallmeister v.Wenckstern das Großkomthurkreuz des Greifenordens, dem Hofbereiter Zensen das Verdienstkreuz in Silber und dem Stallbedienten Renker, sämmtlich hier, die silberne Medaille verliehen. Von einem Schlaganfall betroffen wurde der weit und breit bekannte Wirth Herr Friedrich Gramberg an der Alexanderstraße. Herr Gramberg wurde kurz nach Mittag von einem Unwohlsein befallen und begab sich zu Bett, wo er bald seinen Geist aufgab. B a n t. Die goldene Hochzeit feierten der Arbeiter Richter und Frau bei voller Gesundheit, umgeben von Kindern und Kindeskindern. Der 75 Jahre alte Gatte stammt aus Norden. Die Frau steht im 74. Jahre. Delmenhorst. Der Veteranenverein betheiligte sich mit 17 Personen an der Feier der goldenen Hochztu seines ältesten Mitgliedes, des früheren Seemanns Schwarting in Gandersee. Westerstede. Fritz Hotes aus Westerstede ist als Protokollführer beim hiesigen Amtsgericht bestellt und verpflichtet worden. Areie Stüdte. Hamburg. Das Jnvalidenheim für Lungenkranke, errichtet von der Landesversicherungsanstalt der Hansastädte bei Großhansdorf auf hamburgifchm Gebiet, wurde in Anwesenheit der Vertreter des Senats der Hansastädte, des Präsidenten Dr. Köhler vom Reichsgesundheitsamt, des Geheimen Regierungsraths Witowski vom Reichsversicherungsamt, des Vorstandes des Ausschusses der Versicherungsanstalt u. s. w. eingeweiht. Opernsänger Goritz vom hiesigen Stadttheater mußte amBahnÜbergänge zuDamerow in Mecklenburg sein Automobil wegen eines heransausenden Zuges, um einen Zusammenstok zu vermeiden, in den Stra-

ßcngraben lenken. Alle fünf Insassen des Automobils wurden verletzt. Goritz verlangt Schadenersatz, da der Bahnübergang entgegen der Vorsehnst, nicht abgesperrt war. Infolge von Selbstentzündung entstand ein Großfeuer in der JutespinnereiWeberei Hamburg-Harburg. die 2000 Arbeiter beschäftigt. Der angerichtete Schaden ist bedeutend, da große Vorräthe vernichtet sind. Die hiesige Feuerwehr leistete Hilfe. Ertrunken ist der 18jährige Malergehlllfe Leiser. der im Kaiser Wilhelm-Hafen mit dem Anstreichen eines Krahnes beschäftigt war. Lübeck. Der Senat bewilligte die von Senator Georg Arnold Behn unter Verzicht auf das Ruhegehalt nachgesuchte Versetzung in den Ruhestand unter Belassung der Ehrenrechte. Behn ward am 17. Juni 1889 als kaufmännisches Mitglied in den Senat gewählt, er ist Seniorchef des Großhandelshauses A. Behn & Sohn hier. Aus Anlaß ihrer goldenen Hochzeit wurden dem Ehepaar Tischlermeister Mühlke zahlreiche Ehrungen zutheil. Der Senat ließ dem Jubelpaar eine Prachtbibel überreichen. . Nun i st es dem wilden Roden st einer ergangen, wie anderen berühmten Leuten auch, er hat sein Denkmal bekommen. In Weinheim, dem schmucken Städtchen an der Bergstraße, wurde ein hübscher Zierbrunnen feierlich enthüllt, auf dem in voller Rüstung und mit Schwert und Lanze bewehrt, die Gestalt des Ritters steht. Es ist nicht der trinkfrohe Rodensteiner, wie er in Scheffels Liedern lebt, den der Durst im Grabe nicht, ruhen läßt und zu mitternächtiger Stunde in die Schänken und in des Pfarrers Weinkeller treibt, der Rock und Kamisol, Schlösfer und Dörfer vertrinkt. Kein Attribut des reichverzierten Monumentes deutet an, daß der Künstler, der es schuf. Architekt Walch aus Mannheim, etwa plante, mit seinem Werke den Heros des Durstes zu verherrlichen oder ihn gar den Söhnen Weinheims als leuchtendes Vorbild vor Augen zu stellen. Wohl aber lassen die Figuren und bildlichen Darstellungen, mit denen der Brunnen geschmückt ist, erkennen, daß er Sagen und Mären, die im romantischen Odenwald ihre Heimath haben, im Volke lebendig erhalten will. In graue Vorzeit weist der Brunnen zurück und erzählt von Wotan, den Nibelungen, von Karl dem Großen und ganz besonders von dem getreuen Ritter Rodenstein, der noch als Geist" für fcfc?: Kaiser gegen die Feinde des Reichs zu Felde zog, aus Dankbarkeit, weil ihm sein Herr die für Zechschulden verpfändete Burg wieder einlöste. Außergewöhnlich günstig, lauten die Ernteberichte aus Oklona. Von Sachverständigen wird die diesjährige Weizenernte des Tcrritoriums auf 40 Millionen Bushels geschätzt, welches der größte Ertrag ist, der dort jemals eingeheimst wurde. Nach einer von einem Sachverständigen ausgestellten Tabelle steht Oklahoma mit einem Durchschnittsertrag von 19 Bushels vom Acre an der Spitze aller Staaten. Hafer ist im Großen und Ganzen etwas leicht, doch steht dafür das Welschkorn nebst Baumwolle, Zuckerrohr und Caffirkorn gut. Infolge der guten Ernten und des billigen Preises, für den das Land dort noch zu haben ist, im Vergleich mit anderen Staaten, rechnen die Eisenbahnen auch in diesem Herbst wieder auf einen großcn Strom von Einwanderern. Professor Smith, der bekannte Staats - Entomologe und Mosquitotödter von New Jersey, ist in seinem Kampfe gegen diese blutdürstigen Viecher auf Widerstand gestoßen und ist jetzt infolge dessen der Meinung, daß die lokalen Sanitätsbehörden unter dem Gesetze in seiner gegenwärtiaen Fassuna kein Reckt bätten. alle Tümpel und Sümpfe für eine Gemeinschaden zu erklären, ebensowenig habe er mit seinen Assistenten ein Recht, das Eigenthum eines Mannes zu betreten, um einen Gemeinschaden auszurotten, wenn der Besitzer dagegen protestire. Ein Farmer in der Nähe von Newark, auf dessen Farm derProfessor eine Mosquito - Brutstätte entdeckte, verbot dem Mosquitojäger das Betreten seiner Farm, erklärend, der Staat verausgabe $10,000 für die Ausrottung der Mosquitos und er müßte schön dumm sein, wenn er seine Mosquitos umbringen lassen würde, ohne seinen Antheil von diesem Gelde zu erhalten.

DerschlechleQein. Richter: Sie geben also zu, bei dem Weinhändler Mischer ein Fäßchen Rlldesheimer gestohlen zu haben?" Angeklagte? (das Gesicht verziehend): Jawohl. . . einmal, und nicht wieder!"

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Seldstmorvstatisttk. Der Versicherungsstatistiker Fr. L. Hoffmann veröffentlicht im New Aorker Spectator" eine Zusammenfiellung der Selbstmorde, welche während des verflossenen Jahres in den fünfzig größten Städten unseres Landes rcrübt wurden. Die Arbeit lehrt, daß die Zahl derer, die vorzeitig im Lebenskämpfe ermüden und des Daseins Bürde abwerfen, wieder im Steigen begriffen ist. In den fünfzig Städten endeten fast 2500 Menschen das Leben mit eigener Hand, also eine Zahl, die der Bevölkerung eines ganz ansehnlichen Landstädtchens gleichkommt. Die Rate stieg im letzten Jahrzehnt fast ununterbrochen. Sie betrug auf je hunderttausend Personen im Jahre 1890 zwölf und im Jahre 1902 siebenzehn. Die ungünstigste Zahl weist St. Louis mit einer Rate von 25,7 auf; Chicago bleibt mit 23,4 aber nicht weit hinter ihm zurück. Die vollständige von Herrn Hofmann zusammengestellte Liste lautet 1503-1901 1302 t j cü I . 2 r:e - c - s lulle. ' a c 0) 5? (1) 5 Et. ouis. Mc 1,3N 25.7 142 23.5

obvken, N. 1 130 2t. 6 22 3V74-Cdic-go. Jll 3,43) 23.4 43U 23.7-i-CaflnnP. (5al 135 22.5 ) 2.ViIkew Wotl 3,W 21.2 4V 21.VMilweukce. ML '.19 20.1 si) 22.91omannati, C .V-ö 15 2.."4Nework. N. 1 4"l 17.9 52 20.04Vrork:?,,. N. 1.6ö) lrt.2 242 l'j.345ioflon, Mss m 15.9 14.1Indianapolis. 225 15.6 2i It." Nrw Crlcanl, La 419 15.5 47 15 8 zeriky nn . j & 10 29 15.4 Qsvkrhill. Mass 4 14 7 1 24.8-L Nkw vaven. t?onn 13!) 142 21 Ri-i-Rochkft. 31. P 214 14.1 20 17.24vr,k. ß 13.5 1 1.5 5Ikvland. 0 42 13.4 71 17.2 Washingion. . C 344 13-2 30 10.4 St. Paul. Mtnn 105 12. 17 10.0 Dsyton. C M 12.3 3 '.. Minnkapolik. Minn 228 12.1 54 25. 4Passaic. N. 25 11.8 2 0.0Pittüdurg, Da..... .1 115 45 13.?4 Loulsvillk. ... 212 11.2 31 14.4-4-vyiiaorlpyla. 11.0 ni Baltimort. Mb 521 10.3 Cl 11.04varsord. (iona 75 10.8 7 8.1 revidtnc,. . 1 1 10.3 1? lO.n Tktroit. Mich 2''? 10.5 7 9.03uffolo, ?i. V 313 9.9 45 12.04Lowkll. Mass 8-5 9.7 8 8.0 ?obi!k. Äla 33 9.2 8 19.9 Nanchcftcr. N. H 48 0.2 4 6.7 Reading. Pa 05 9.1 8 96 Worcester. Sfleff 95 9.0 16 12.G Lawrnnt. Mcss 49 8-S 3 4.5 Cbrlsea, Mass 27 8.4 5 14.2 stikchbua. Mass......... 2i 8.2 1 3.0 Eli,adth, N. 1 3S 8.2 6 10.7 Yamdridk. Ma,s C9 8.2 13 12.5 Lvnn. Mass 42 6.6 4 5.0 Cronnt, N. y 15 6.6 5 SX2 volyvtt, wct) n gj 5 10-44 omkrvillk. Mali....... 31 5.8 3 4.0 Irinton. N. I.. ....... 84 5.1 4 5.1 New Bedford. lieft 20 4.6 S 3.1 ?md,n. R. Z ' 24 3.5 5 6.1 jitrorrn, via)) 'j.7 ., öoa Rivrr. Mass. 25 2.7 6 5.44Zusammkn L0.7CO 16.0 2.452 17.0 Auf die einzelnen Jahre vertheilen sich die Selbstmordfällv in den ge nannten Städten folgendermaßen: ladr. Ocsammtdevölk. Lahl der Rat? auf " runz, der 50 Selbklmord,. 100.0)0 der Städte. Bcvölkra. 1890.. 10,202,017 1,223 12.0 1891.. 10,499,098 1,405 14.0 1892.. 10,805,729 1,409 13.0 183.. 11,102,211 1,764 15.9 1894.. 11,447,848 1,773 15.5 1895.. 11,785,343 1,839 15.0 1890.. 12,131,332 1,934 15.9 1897.. 12,478,410 2,101 17.3 1898.. 12,803,239 2,230 17 3 1699.. 13,233.013 2,121 16.0 1900.. 13,631,180 2,156 15.3 1901.. 14,014,803 2,322 16.6 1902.. 14,456,183 2,452 17.0 ' Die Tabelle zeigt, fofe, abgesehen von dem Rückgänge in den Jahren 1899 und 1900 om stetiges Steigen der Selbstmorde zu verzeichnen war. Herr Hoffmann theilt mit, datz von allen Nationalitäten im Lande die Teutschen und Franzosen die weitaus größte Zahl der Selbstmörder stellen. Er geht leider nicht auf die Ursachen ein, rvelche den Unglücklichen die Lust am Leben verleideten, theilt aber di? Erfahrungen der Gothaer Lebensver-sicherungs-Bank fürDeutschland" wäh rend der Jahre 1829 bis 1878 mit und wirft damit wenigstens auf einen Theil der Beweggründe zum Selbst morde Licht. Diese Erfahrungen sind in der folgenden Tafel niedergelegt: - si - t w Hvh der Versicherung. s f i- c a j3 -X 4 t"(l Unter 3000 Mk. 119.03 111 93.3 3000 000 Mk. 187.54 170 90.7 Ueber 6000 Mk. 84.13 110 130.3 Diese Zahlen lehren, daß bei den Inhabern kleiner Policen die thatsächliche Sterblichkeit binter der erwarte ten zurückblieb, während bei den mit yoizeren dummen versicherten, die wirkliche ZaM der Selbstmorde die rechnungsmäßige Erwartung bei Wei tern übertraf. Das scheint darzuthun, daß nicht wenige Familicnhäuptcr das Wohlergehen der Ihrigen höher als das eigene Dasein schätzen, und dieses opfern, um den ihrer Sorge Anvertrautei die Wohlthat der Ver sicherung zu.ommen m lassen. Diese Annahme scheinen auch die Erfahrungen des Scottish Widows ??und" zu bestätigen. Eine ?.usammenstellung der Todesfälle weist 7 Prozent Selbstmorde von Zöeuten nach. o?e mneryalb oeo cnten abres nacb Abschluß des Vcrsicherunasvcrtraaes Hand an sich legten. Herr Hosmann hat eine Verdienst liche Arbeit geleistet. Es sind sehr ernste aber lehrreiche Zahlen, die er t,r''iM. Sie werden nicht nur in Versicherungskreisen, sondern wohl überall Interesse erwecken, wo man für die großen fragen unserer Zeit ossene Äugen und Berstanomu hat.

Uruer Commandcr-in-Chirs. Vischlüffe der g. Ä. N. in San Francisco Merkwürdige Wandlungen. Außer der Wahl General John C. Vlacks von Chicago zum Commander-in-Chief verdient unter den Beschlüssen, welche die G. A. R. anläßlich ihres jüngsten, 37. Encampments in San Francisco gefaßt hat, noch die Resoluturn besonderer Erwähnung, laut wel-

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Geiteral John C. BlJö. cher der Kongreß um die Annahme einer Bill gebeten wird, durch die alle Veteranen, welche das 62. Lebensjahr erreicht haben, Pension erhalten sollen. Die Wahl Blacks auf den Ehrenposten galt von vornherein als sicher, nachdem Generalleuwant Nelson A. Miles erklärt hatte, er werde Black keine Qppositwn machen. John C. Black, de? 1639 zu Lexington, Miss., geboren ward und das Wabash College in Crawfordsville. Ind., absolvirte, trat bei Ausbruch des Bürgerkneges als Gemeiner m die Unions armee ein und stieg während des Krieges, in dem er zweimal verwundet ward, zum Range eines Obersten und Brigadeaenerals der Freiwilligen auf. kr beendigte nachdem seine Rechtsstu dien und übte in Illinois die AnwaltsPraxis aus. Black war von 1885 bis 1889 Pensionskommissär, von 1893 bis 1895 Mitglied des RepräsentantenHauses und von 1895 bis 1899 Ver. Staaten-Anwalt des nördlichen Di strikts von Illinois. Die G. A. R. hat hinsichtlich ihrer Mitgliederzahl merkwürdige Wandlungen erfahren. Im Jahre 1867 gehörten ihr 240,000 Veteranen an. die sich bis 1879 auf 44,753 verringerten. Im folgenden ahre kamen nahezu 14,000 neue Mitglieder hinzu; 1881 zählte die G. A. Rl 134,000 Angehörige, 1883 215,448, 1890 409.489. Seitdem ist die Mitgliederzahl stetig gefallen. Im Jahre 1902 hatte die G. A. R. 263.745 Angehörige, die sich auf 6711 .Posten vertheilten. tttttt französische ilniforrncn, Fü di Armee bestimmt und den jüngHeu Vrsahrungeu angepaßt. Angeregt durch eine Schrift des französischen Generals de Negrier und noch besonders veranlaßt durch die Ersahrungen m Chma und un Burenkriege setzte der französische Generalstab im porigen Jahre eine aus Offizieren der verschiedenen Waffengattun gen, sowie aus Militärärzten und Intendanturbeamten bestehende Kommis sion ein, die sich mit der ??rage der Neu uniformirung der Armee befassen sollte. Die Kommission hat seit einiger Zeit ihre Arbeiten beendet. Nach ihren Be schlüssen werden unter Anderem die charakteristischen rothen Beinkleider des französischen Heeres vollständig verschwinden. Ebenso werden das Käppi und die leuchtenden Kopfbedeckungen das Zeitliche segnen. Kürassiere, Dragoner. Husaren. Jäger, Spahis, Zuaven, Algierschützen, Artilleristen und Infanteristen, alle werden künftig die Hauptmann und zwei Lenwantö in neuer Uniform. gleiche Bekleidung tragen, nämlich den braunen Burenhut, dessen breite Krempe auf der linken Seite aufgeschlagen ist, um der blau-weiß-rothen Kokarde einen angemessenen Platz zu gewähren, graublauen Wafftnrock und graublaue Tuchhose, ersteren mit schwarzen Corosso-Knöpfen. Alles, was glänzt, verschwindet oder wird gebräunt, und blaugräulich und bleiern wird binnen Kurzem die ehedem so farbenfröhliche und lebendige französische Armee vor Einheimischen und Fremden stehen. Bei einer der letzten Revuen kvnnte man bereits die erste Reform kompagnie in ihren neuen Uniformen bewundern.

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F-reigabe der Waffeneinfuhr nach China. Als der heldenmüthigeKommandant des Iltis". Kapitän Lans, aus vielen Wunden blutend, mit dem Tode ranz. war es sein größter Schmerz, zu sehe, wie Bomben und Granaten aus den Krupp'sch:n Werkstätten sein schönes Schiff zerfetzten und seine Le:: zerrissen .Er sagte nach seiner &:.csung mit bitterer Ironie, daß aus dn pfeifenden Todeszrüßen. eine befremdftch anmutende heimiüte Melodie gellungen bibt. sehnliche Gebauten mögen wohl alle Trupprnführer d'r Fremdmächte in dem chinesischen Sübneseldzuge beschlichen haben, wenn ibre tapferen Offiziere und Mannschaften von dem tückischen mongolischen Feinde mit denselben Geschossen niederlartätscht wurden, die von den großen Waffenfabrilen der zivilisirten ?!ationen" geliefert worden waren. Die öffentliche Meinung empfand es als einen Schlag in das Antlitz d:r Kultur und Menschlichkeit, daß die Regierungen die Ausrüstung der chwesischen Horden mit den besten Hilfsmi:teln der modernen Waffentechnik bis zum letzten Augenblicke ohne Widerspruch geduldet hatten. Der ehrlich: moralische Unwille war so groß und so nachhaltig wirksam, daß in das Friedensprotokoll eine Bestimmung aufgenommen wurde, welche allen Nationen die Einfuhr von Waffen nach China untersagte. Der Schachergeist der Engländer und leider auch mancher Amerikarr störte sich nicht an das Verbot, und bald blühte, namentlich von den Philippinen aus, ein lebhafter Waffenschmuggel nach China. Der chinesischen Regierung konnte ganz selbstverständlich ein Zustand nicht erträglich scheinen, welcher ihr den Bezug von Waffen fast bis zur Unmöglichkeit erschwerte sie kaufte nämlich trotz des Verbots . es dagegen den Rebellsn verhältnißmäßig leicht machte, sich mit allen modernen Vernichtur.zsMitteln auszurüsten. Die Pelinaer Regierung steckte sich deshalb hinter England, und dies nahm mit Freuden die Gelegenheit wahr, sich ohne Kosten gefällig zu erweisen. Bei unserem Gesandten Conger. dessen Gattin die Liebedienerei vor der Kaiserin-Wittwe bekanntermaßen biä zum Ueberdruß treibt, fand die britische Diplomatie leider nur zu willigen Beistand. Und damit ging von London aus das Vohren gegen die weise und nothwendige Maßregel los. Natürlich mußte die Aufhebung des Verbots irgend wie begründet werden, um Gründe" ist die englische Diplomatie aber noch nie verlegen gewesen. Und so wurde denn frischweg behauptet, das Verbot würde von einzelnen Staaten" auf demWg.' des Schmuggels umgangen, es wäre deshalb recht und billig durch Freigäbe der Waffeneinfuhr alle Staaten, beziehungsweise deren Waffenfabrikanten, auf aleichen nuß zu stellen. Thatsächlich wurde die Bestimmung b?i Ablauf ihrer zweijährigen Dauer nicht erneuert, trotzdem heute noch alle jene Gründe gelten, die zum Erlaß des Waffeneinfuhrverbotes leiteten. Uno öie nunmehr erfolgte Aufhebung dcs Verbotes der Waffenausfuhr aus den einzelnen Ländern nach Chi7.a lehrt, daß die Beschränkung endgültig beseitigt ist. China bat. dank dem angelsächsischen Krä??. geist und der Uneinigkeit der Mächt: einen hochbedeutsamen diplomatischen Siea errungen, die Angehörigen der zivi'lisirtcn Heere aber haben, wenn nochmals ein bewaffnetes Einschreiten in China nothwendig werden sollte und die Möglichkeit liegt wabrlich nicht so ferne die Anwartschaft darauf, wieder mit den Vernichtung--Mitteln derselben Kultur" in den Sand aestrcckt ?.u werben, für deren Verbreitung im fernen Ostasien sie ihr Leben einsetzen.

Trr Tod des griechisÄen Scttkcrs. Der auf der Insel Burzi bei Rauplia gefangen gewesene berüchtigte Henker Griechenlands. Bekiaris. de: während seiner blutigen Thätigkeit 105 Personen vom Leben zum Tode beförderte. ist an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Bekiaris stammte aus einem Dorfe bei Argcs und befand sich jetzt zum zweiten Male in der Strafanstalt. Nach Verübung eines Todtschlags hatte er sich für einen bestimmten Zeitraum zur Uebernahme der Pflichten eines Henkers bereit erklärt. Als diese Zeit verstrichen war. kehrte er in seine Heimath Argos zurück, wo er einen Weinschank eröffnete. Aber nur wenige Gäste sprachen bei dem ehemaligen Henker vor, und als ihm einmal einer seiner Gäste zurier: He, Bekiaris, dein Wein ist das Blut der von dir Geköpften!" da tödtete de? frühere Scharfrichter den Verwegenen. Onm iVntfrt STDnT fi;rr er rntr Ü ,: jUlil jJJVVrliWl AftUi VVJV y V4. UUit JUijl, das er Nicht wieder verlassen durfie. Er schlug den Delinquenten mit großer Gelassenheit den Kopf ab. ja. er freute sich auf jede andere Gelegenheit, einen Verbrecher hinzurichten, da er dann auer seinem Gehalt von 200 Drachmen im Monat eine besondere Vergütung von 100 Drachmen erhielt Bekanntlich sind in Griechenland die Henker stets Strafgefangene. Kanarienvögel werden, wi: ein Naturforscher behauptet, arg von Moskitos geplagt, welche die kleinen Sänger in die zarte, zwischen en Zehen vellnoilcye Haut stechen.

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