Indiana Tribüne, Volume 27, Number 11, Indianapolis, Marion County, 4 September 1903 — Page 5

Jndiana Tribüne, l. September 1903.

s

Der Linde Vlütkien waren aufge gangen.

Von Agnes Harder. Es zog ein süßer Duft zum F:nster ein, Daß jäh die Fesseln tiefen Schlafes sprangen Ich war erwacht. Vom Mond ein schwacher Schein Der Linde Blüthen waren aufgegangen! Da standen alle meine Träume auf Und drängten nach den frischerschlossnen Blüthen, Und stiegen cm Im, Mondesstrahl herauf Wer kann zur Sommerszeit die Träume hüten? Die Zweige beben, die ihr Lufthauch streift. Noch einmal schaut dein Auge zu mir nieder. Und deine treue Hand nach meiner greift Was will das Bild? Ich seh dich niemals wieder!

Tcr alte Pandnr.

Llutorisnie Uebersetzung nach dem Ungar! schon des Martin Zöldv von Georg Busse. Vielem hat man Loblieder gesungen. Den Panduren aber sang man keins. Niemand berichtet von ihrem Leben und von ihren Heldenthaten. Als untergeordnete Diener der strafenden Gerechtigkeit vermochten sie nie, sich Popularität zu erwerben. Selbst der Geschichtschreiber verknüpft mit dem Namen den Hinweis auf eine Epoche der Willkür und Unmenschlichkeit. Trotzdem ist es leicht möglich, daß in dieser Pandurenepoche gerade derPandur das verläßlichste Element war. Jedenfalls steht so viel fest, daß hauptsächlich sie es waren, die während langer, stürmvoller Jahrhunderte die schwankende Rechtsordnung stützten und Tag und Nacht das Gewehr im Arme hielten. Für einen Hungerlohn trugen sie ihre Haut zu Markte. Das Komitat konnte ein Kanaan sein: der Pandur bekam von der rinnenden Milch nur die Mölke und vom Honig nichts als das Wachs! Mit dem letzteren mochte er sich den Schnurrbart wichsen, um besser repräsentiren zu können. Denn rePräsentiren mußten sie. Dazu bekamen sie vom löblichen Komitat Goldborten und sonstigen Firlefanz und irennfte bei Wahlen und ähnlichen Anlägen auf dem Marktplatz die Pferde umhertanzen ließen, riefen sie durch ihre bunte, malerische ErscheiNung längstvergangene Heldenzeiten in das Gedächtniß. Zu Hause konnten sie danü Einbrennsuppe essen, wenn sie Mehl hatten; konnten auch Speck dazu schneiden, wenn der Schrank nicht leer war; und auch Wein konnten sie trinken, vorausgesetzt, daß sie ibn kaufen konnien! Selbst dcr Kampf, den sie mit den Verbrechern führten, war ungleich. Der Betyar hatte gewöhnlich ein besseres Pferd und ein besseres Gewehr als der Pandur. Dieser kämpfte für Freiheit, Leben und reiche Beute, und jener schützte um einen elenden Sold die Güier de: Gesellschaft, von deren Genuß er selber ausgeschlossen war. Der alte Daniel Burkus gehörte zu den Panduren, die auf der weiten Ebene zwischen der Körös und der Theiß viel Ehre genossen. Selbst die Betyaren nannten ihn einen guten Kerl. Er war hartnäckig und ausdauernd auf der Menschenjagd, aber niemals unbarmherzig, wenn die BarmHerzigkeit stch mit seiner Pflicht vereinbaren ließ. In seinem sonnengebräunten Gesicht war keine Spur von der Rohheit, die Leuten seines Berufes

so oft eigen ist. Seine dunklen Augen

flößten Vertrauen ein, trotzdem sie tief

unter furchterweckenden, buschigen Brauen hervorsahen, und wenn er im

Wachtzimmer ruhig seine Pfeife

rauchte, kam Niemand so leicht auf den

Gedanken, daß dieser Mann sich drei

ßig Jahre damit beschäftigt hatte, im

Rohr, im Kukurruzseld und auf der Pußta zwischen verlassenen Hütten auf das fürchterlichste Wild, den Verbre-

cher, zu lauern!

Um den behaglich schmauchenden Eorporal standen seine Leute, pfeifend und Konturen und Gewehre putzend. An den Wänden des Wachtlokals hin-

qen Karabiner, Eisenschellen und Ket

ten, während in einer Ecke die berühm-

ten Haselstoae standen. Schlank und

öiegsam standen sie schön in Reih und

Glied und manches hatten sie zu er-

zählen gewußt von der Bestialität der

damaligen Justiz. Es fragte sie aber

keiner.

Mit einemmal wurde es still und die Panduren standen stramm Der Wachtmeister war eingetreten. Seine

Sporen klirrten auf den Steinfliesen.

Er ging direkt auf Daniel Burkus zu. Na. Onkel Dani," sagte er leise.

ihn etwas beiseite nehmend, heute

giebt es eine große Hetze. Ich will sie

Ihm übertragen.

MeinenSie die Kirchweih von KisZarandi?" fragte Burkus. Ach zum Kukuk! Laci Hideg ist zurückgekommen!" Der schwarze, gesteifte Schnurrbart des alten Panduren zuckte heftig und sein Blick flammte drohend auf, all er diesen Namen hörte. Ich kann es kaum glauben, Herr Wacktmeister!-

Und doch ist es so. Die Rebe! ha:

ihn gesehen!"

So, die Rebek!" Er kannte ftran Nebe? als einen

sehr zuverlässigen Spitzel und zwei-

felte nicht langer.

.Sie sollen die Sache aua? diesmal führen. Onkel Dani! Nehmen Sie so

viel Mann, wie Sie gebrauchen kön-

nen!"

Zwei werden aenua sein. Ein gro-

ßes Aufgebot erregt Aufsehen und der

Kerl könnte Wind bekommen.

Machen Sie das. wie Sie wollen!

Aber kriegen müssen Sie ihn, todt oder

lebendig. Seinetwegen bin ich vom

Vizegespan schon gerüffelt worden.

Mein Möglichstes. Herr Wachtmei

ster! Wenn er nicht mit dem Deibel im Bund steht, dann

In Gottes Namen denn! Also

los!"

Der Wachtmeister aing und der

Corporal nahm seinen Karabiner von der Wand und schnallte den Säbel um. Dann winkte er zwei seiner Leute

heran.

Lajczi! Ferko! Flott gesattelt. Wir gehn gegen Tarja. Nehmt die Büchsen!"

Müssen wir wen einbringen?

fragte der eine.

Ja! Wenn es geht!" Wen denn?" Laci Hideg." Wetter noch 'mal!" Der Name brachte die beiden Pan-

duren in Bewegung. In zehn Minu-

ten fasten alle drei im Sattel und trn

flotten Trabe ging es auf die Land-

siraße.

Die Sonne brannte aus den reisen-

den Aehren, der feuchte Dunst des

Ackers schwebte in farblosen Wölkchen i , tf r t . . I l. f. '

oaruoer. ÄUs oen oiiZenoen aravinerläufen tanzten gebrochene Sonnen-

Uranien, Staub wirbelte aus und

legte sich hinter den Reitern schwersillig und träge wieder auf den Weg.

Kein Lüftchen regte sich.

Unterwegs begegneten sie Zigeunern,

Slowaken mit Leinwandwaaren und

Walachen, die mit Holzgeschirren von

Ort zu Ort zogen, doch Burkus erkun-

dlgte sich nicht bei ihnen nach dem Betyaren. Der alte Pandur wußte, daß

diese Leute keinen verrathen. Sie hät-

ten ja auch toll sem müssen, um stch der Rache der Verfolgten für nichts auszusetzen. Was ging sie die Sicherheit des Komitats an. Das Komitat war weder ihr Hemd noch ihr Kra-gen".

Es war schon gegen Mittag, als sie

die Pußta von Tarja erreichten. Bur-

kus sprang vom Pferde und gmg zu

Frau Rebek hinein. Sie wechselt:

nur wenige Worte.

Hast Du ihn gesehn?" Mit meinen eigenen beiden zwei

Augen." ..

Wo, meinst Du. wird er schlasen?" Ich meine im Weidengebüsch von

Szarcsaret. Sein Pferd grast seit

Sonnenaufgang dort."

Und sein Weib." Davon weiß ich nichts. Sie wird

zu Haus sein."

Burkus dankte und gmg zu fernen

Leuten zurück.

Aufgepaßt!" fing er an. Ich gehe

an den unteren Lauf der schwarzen

öros . Ihr beide postlrt Euch an

der Brücke von Csohos. Wir haben seine Spur. Wenn Ihr ihn seht,

schießt erst den Gaul nieder.' Gebt

Acht, daß die eigene Haut ganz bleibt!"

Damit trennten sie sich. Burkus ritt durch das Ackerfeld,

ernster als gewöhnlich. Mit dem verfolgten Betyaren hatte er eine alte

Rechnung zum Abschluß zu bringen. Vor anderthalb Jahren hatte er ihn laufen lassen, weil dessen Vater fein

Taufpathe gewesen war, und hatte da-

durch zum erstenmal in seinem Leben

seine Pflicht verletzt. In der Wahr-

heit Gottes! Es reute ihn. Denn

Laci Hideg hatte eine Woche danach

einen Raubmord an einem Hausirer

begangen. Dieser Mord lastete wie eigenes Verschulden auf seiner Seele. Durch Schafhirten hatte er dem Betyaren sagen lassen: Meide unser Komitat! Sonst ist es aus mit Dir!" Und nun war er doch hier Burkus war mit seinem Plan früh fertig und finstere Entschlossenheit umdüsterte sein Antlitz. Er wollte ihn todten, wo er ihn auch treffen würde! Ich hoffte, daß er ein Mensch wird," brummte er in sich hinein. Seinem Vater zuLebe ließ ich ihm damals einen Mauteweg. Ich dachte mir, vielleicht jetzt ist es aber au. Wenn der alte Pathe nicht noch lebte, brächt' ich ihn an den Galgen verdient hätt' er's. Kein Hund möcht' nach ihm bellen Vielleicht sein Weib? Aber die hat er auch in Schande gebracht Es wird das Beste sein, auch für die Familie .... Bet', Laci, daß Du mir nicht vor die Flinte kommst!" An einem Haidebrunnen hielt er, trank und tränkte sein Pferd. Dann eilte er weiter bis zu einer SchäferHütte, wo er es dem Hirten übergab. Laß es weiden, mein Sohn! Gegen Mitternacht hol' ich es mir!" Nun ging er zu Fuß weiter. Es

ward Sonnenuntergang, ehe er das Weidendickicht erreichte. Gegen zweihundert krumme Stämme bildeten dort, bei. dem Zusammenströmen der Flußläufe, einen kleinen Wald auf der schattenlosen Ebene, der mit üppigen, bunten Sumpfpflanzen durchsetzt war. Da erblickte Burkus das Pferd des Betyaren. Es war nicht angebunden und

! nur durch den um den Fuß geschlunge-

nen Kopfzaum in der freien Bewegung behindert. Hier verkroch er sich hinter einem alten Stamm, so daß er den Gaul im Auge behielt, dessen Besitzer er mit gespanntem Karabiner erwartete. Der schmale Damm der schwarzen Körös zog sich am Rande des Gestrüppes soweit sein Auge nur reichte. Nach seiner Berechnung mußte der berüchtigte Räuber von dorther kommen. Doch wann kommt er? Es ist egal! Er hat Zeit, der Pandur aber auch! Burkus saß auf der Lauer, ruhig und unbeweglich. Je geringer das Licht ward, vesto großer wurden seine Pupillen. Doch seine Ruhe war nicht ganz aufrichtig. In seiner Seele wellte und rieselte es wie die schwarze Körös. In dem weichen Abendfrieden, allein auf der weiten Haide, vor dem träumhaft schwankenden Gestrüpp, kam ihm seine Lage mehr und mehr zum Bewußtsein. Ein Menschenleben würde er auslöschen... Kalt, ruhig, ohne Vergeltung, als .Verkörperung des Gesetzes, des Buchstabens Das ist etwas Großes, etwas Fürchterliches! Nicht, als ob ihm das Scenarium des gewaltsamen Todes nicht schon vertraut gewesen wäre! Er hatte schon manchen zum Schaffott geführt und während der Verfolgung in der Nothmehr auch manchen niedergeschlagen.. Aber diesmal war es etwas anderes! Sein Gewehrlauf lag auf einem Ast und er selbst lauerte hinter der runzligen Rinde des Baumes als Richter und Henker, beides in einer Person. Die Finsterniß wurde dichter. Der schöngeformte Fuchs des Betyaren graste ruhig. Die Stille wurde nur durch dasGelsengesumm und das Auffliegen einiger Wasservögel gestört. Der alte Pandur spann seine Gedanken weiter. Könnte man ihn nur begnadigen! Wenn es nur eine Ursache dazu gäbe! Aber es giebt keine. Da ich ihn hier richte und ihn nicht an den Galgen bringe, selbst das ist ja schon Gnade und Mißbrauch meiner Amtsgewalt! Mehr kann ich nicht für ihn thun! Und doch ein Wink und der dem Tode Geweihte könnte vor Sonnenaufgang im Gebirge von Bihar sein und sich, im thaufrischen Grase, streckend, den jungen Tag ansehen... Aber zum Donnerwetter! es geht doch nicht! Vor Sonnenaufgang wird die Stirn kalt fein und den Thau nicht mehr spüren...." Die Zeit verging faul und langsam. Gegen elf Uhr hob sich der Mond aus den herdenweis ziehenden, blassen Wölkchen. Der Karabinerlauf blinkte in seinem Licht und dann horchte der Pandur jäh auf. Es schien ihm, als ob Rudergeplätscher vom Flusse herübergeklungen hätte und er ahnte, wen der späte Kahn herantrug.

Doch was ist das? Es sind zwei Gestalten, die dort den Damm hinaufsteigen, fest aneinandergeschmiegt. Ein Weib die eine und die andere er, der Gesuchte das Gewehr im Arm und Reiherfedern auf dem Rundhut. Es wird doch nicht seine Frau sein? Wenn sie es wäre " . Der Pandur strengt seineAugen an und eine warme, freudige Hoffnung durchrieselt ihn. Wenn es sein Weib ist, dann thu ich ihm nichts! Weder Gott noch Menschen bin ich solch einen Heidenstreich schuldig, ihn von seinem Weibe wegzuschießen! Aber ist sie es auch? Bald gehn sie, bald stehn sie. Schau! Jetzt umarmen sie sich." Mit einemmal verdüstert stch sein Gesicht. Es ist doch nicht sein Weib die da ist einen Kopf größer und breiter in den Schultern. Es ist eine Naitzin sein Liebchen . . . Nun.Laci, für Dich hat man abgeblasen!..." Das Weib verließ den Damm und

verschwand. Eine Minute später plätscherte es auf's Neue im Fluß. Eine

Weile sah der Betyar dem Kahne nach.

Dann ging er den Weiden zu. Seine beschlagenen Stiefel schlugen stramm auf, die Reiherfedern wiegten sich lustig im Wind und unter der halboffenen, großknöpfigen Weste schimmerte das

weiße Hemd . . . Den Damm hinabstei-

gend, begann er ein fröhliches Volkslied zu pfeifen. Das Pferd witterte

und wieherte ihm mit erhobenem Halse

leise entgegen. . . Da krachte ein Schuß

das Pfeifen verstummte und dumpf aufschlagend fiel Laci Hedig mit dem Gestcht auf den sammetweichen Rasen. Daniel Burkus trat zu dem Ster-

benden.

Hab' ich es Dir nicht sagen lassen, Laci?"

Der Betyar hob den Kopf und nickte. Dann fiel das Haupt wieder zurück.

Ein kurzes Gurgeln und Röcheln L .

oann war es voroei.

Der Pandur hob den Leichnam und lehnte ihn sitzend an einen Baum. Die herrenlos umherschweifenden Hunde sollten ihn nicht anfressen. Ueber seine Hand rollte das warme Blut, aber er sah es nicht einmal. Er löste oen Fuchs, sprang auf und jagte, ihm mit den Sporen die Weichen zerreißend, in

wildem Galopp über die Pußta.

Gegen Sonnenaufgang erreichte er Laci Hideg's Heimathsdorf. Vor einer kleinen strohbedeckten Hütte stieg er ab

und klopfte an das Fenster. He, Lisbeth, steh' auf!"

Wer ist da?" fragte es von, innen. Ich, der alte Burkus. Spann ein

und hol' Deinen Mann!" Wo ist er denn?"

Im Weidendickicht von Szarcsaret. Mag Gott Dich trösten!" Die Stimme des alten Panduren ii I. i 1Y ' 1 t

zineiie, oicueiazi zum cincnmai m 1

nem Le!m, und er sprengte danach

aus dem Dorf binaus. als wenn er

selber von Panduren verfolgt würde.

E

Weibliche Zollhyanen. Ein neuer Grenzschrecken unter

diesem Titel veröffentlicht ein entrüsteter Sohn Albions in einem vielgelesenen Londoner Journal einen Artikel,

in welchem er semem Unmuth über eine Neuerung der Zollbehörde einer bekannten nordfranzösischen Hafenstadt Luft macht. Als er vor Kurzem dort eintraf und sich zur Gepäckrevision in das Zollamt begab, bemerkte er zu

einem Erstaunen ienseit der Gepäck-

tische ein weibliches Wesen in staubigem, schwarzem Kleide. Der Aufforderung gemäß öffnete er seinen Koffer und wollte Gerade einen der Beamten

bitten, seiner Pflicht zu genügen, als

lchwarzaekleidete berbemurzte.

mit langem, knochiaem Arm in die

tiefste Tiefe des Gepäckstücks tauchte

uno emen Stoß Hemden hervorholte, den sie der schärfsten Prüfung unterzog. Dann kamen einige Paare Hosen an die Reihe, und immer von neuem

verrenkten stch die mageren, langen Finger in den Koffer, bis der ae-

sammte Inhalt durchwühlt war und

)iq zum größten Theil außerhalb des Behälters befand. Ehe sich der verblüffte Reisende zur Genüge gefaßt

yatte, um energischen Protest zu erheben, beschäftigte der weibliche 3oll

beamte stch schon mit dem Gepäck eines

andern Herrn, der ebenso erstaunt und

unangenehm berührt zu sein schien.

Jedermann wird es nun sehr begreif-

lich und nur in der Ordnung finden, wenn in den Zollämtern weibliches

Personal angestellt wird, um in die

Mysterien der Damenkoffer einzudrin-

gen. Dustige Chiffonroben, zarte Batistwäsche und all' die vielen Acces-

sorien der weiblichen Toilette können

unter der Berührung rauher Manne?bände gar zu leicht Schaden nehmen. Weshalb aber die Reiseeffekten von

Vertretern des starken Geschlechts dem spähenden Blick weiblicher Aollinsvek-

toren preisgegeben werden müssen, ist

mcyt recyt zu verstehen. Merkwurdtgerweise kümmerte sich die französische

Douaniere nicht im mindestens um

ihre die Grenze passirenden Mitfchwestern, sondern hatte nur Interesse für unverkennbar männliche" Geväck-

stücke, die sie mit rührendem Amtseifer

durchstöberte. ' , v - , Ein seltener Fall von Genesung von einer anscheinend tödtlichen Verletzung ist der des Farmers John Nichols aus Winona, Minn., welcher das Unglück hatte, von einem Heustock in die Zinken einer Heugabel zu fallen. Die Zinken der Gabel drangen ihm in den Unterleib und durchlöcherten die Gedärme an mehreren Stellen. 27 Zoll seiner Gedärme mußten entfernt werden. Nichols war einen Monat im Hospital und ist jetzt wieder zu Hause. Seiner völligen Genesung wird mit Gewißheit entgegengesehen. r- Unsere Kenntniß der Umstände, unter denen der elektrische Strom einen Menschen todten kann, sind doch noch sehr lückenhaft. Im allgemeinen gelten Ströme von etwa 200 Volt für nicht kräftig genug, um einen Menschen zu tödten sind doch die öffentlichen Licht- und Kraftleitungen, die wohl nicht für geradezu lebensgefährlich gelten, in den meisten Städten noch etwas stärker .als 200 Volt; in London aber sind kürzlich

von einem nicht stärkeren Strom sogar zwei Menschen getödtet worden. Dort

kam m emer Vade-Anstalt ein Mensch

an die elektrische Leitung und bekam einen so starken Schlag, daß er laut um Hilfe rief. Während ihm Badediener zu Hilfe kamen, war es ihnen nicht mMich, ihn von der Leitung zu reißen sondern man mußte die Leitung abstellen. Andere Leute, die in benachbarten Zellen badetcn, wollten

sehen, was es gäbe, und indem sie ihre Neugier befriedigen wollten, kamen

auch sie den Leitungen zu nahe und er

hielten ebenfalls elektrische Schläge. Zwei Personen blieben tobT; sie erhieltn den elektrischen Schlag durch die

Hände, während sie im warmen Bade wasser standen.

Auf der Reife der holländischen Königin in der Provinz Limburg hat sich ein hübscher Zwischenfall ereignet. An einem Bahnhöfe, an dem der

Zug hielt, befand stch ein ziemlich be

jahrter Bürgermeister, der trotz des Regens vor dem königlichen Salonwagen stehen blieb. Sein Töchterchen bot der Königin ein Vouquet an, und diese forderte den Bürgermeister auf, einzu-

treten; aber der würdige Mann, der aus Gewohnheit den '.mburgischen

Dialekt sprach, hatte seme Anrede auf geschrieben und wollte sie draußen vor lesen. Vielleicht kam es durch die Auf

regung, aber sein Kneifer wollte nicht auf der Nase halten. Als das Pincenez endlich doch befestigt war, waren

die Gläser so naß, daß der arme Bur

germeister nicht hindurchsehen konnte.

Er putzte sie deshalb ab. Konigin Wll Helmina wollte, um ihm aus der S3er

legenheit zu helfen, das Papier von

ihm annehmen; aber er bestand daraus,

es vorzulesen. Endlich war der Knei-

ser ui Ordnung: der Herr Burgermei

ster wollte anfangen, aber ein neues Unglück: das Papier war inzwischen so naß geworden, daß die Buchstaben

nicht mehr leserlich waren. Die Koni gin hat ihm aber doch für seine bered ten Worte" ihren Dank bezeigt.

senbMn 5 FutzDpZWN.

Cleveland, Cincinnati, Chicago & St Cours Railwa?.

BIG 2?"CXJ2?4.. C le v eland D uificj

New Fort Expreß tägl Muncie & FtWayne Exp p N S k B Lim täglich sä.. Clev & Benton Harbor Exp NSckBLim, tägl 6 s... Union City Acc tägl kknickerbocker Sp täglich d &

Abgang . 4 4055m . 7 0053m . 8 00Nm .11 1093m . 2 5593m . 4 45"?m s 6 25m

y

St. Louiö

"Tlio Worlds:

St LouiS Mail 7 20Bm

outhweftern Lim tgl d & s 11 4523m

St Louiö Lim täglich pds. 3 2591m

Terre Haute K Mat'n Acc.. 5 0091m N ) & St. LouiZ Exp tägl.. 7 05ftm

St Louis Expreß tägl 8....12 05Vrn

Cincinnat

(5in & Louö Nachtezvreß tgl s 3 45Vrn St Louö & Ein Nachtexp tg8 4 30Vrn Cincinnati Exp Sonnt ausg. 7 45Vrn Cincinnati Acc 4 OONrn Cincinnati F Ezpreß, tägl p 2 50?trn

Loms F Expreß 2 50?crn Eine & Wash g Ötg d s & p 6 20Nrn

Union City Accorn tägl .... Elkhart Accorn, nur Sonntgs Fort Wayne & Elk Expreß p Southwestern Ltd tgl äs.. .. St Louis Ltd tgl ä s B H'b'r Expreß p s Union City & Clev Acc New Zork Expreß täglich.... New Jork Ltd tägl s

Division. 2?air Houto" New gor! Expreß täglich 4 St. LouiZ Expreß tägl 8.. . . 7 Mat'nT Haute Acc 10 N I k Boston Lim tsgl pd8 2 St LouiS Mail 5 Knickerbocker Sv täglich s & d 6 i Division. Cincinnati Acc täg'ausg SonlO Chic &St2 Expreß tgdsä: pll Chicago Louö & t Ö Exvreßll White City Spezial p 3 Cinc & 3nd Acc ausg Son.. 6 Cinc JndKStLExpr tg8..11 Chic k Lou Nachtexpreß tg s 11

Äntunzt 9 25Vm 9 25Vm 10 30V 11 30Vrn 3 lONrn 3 lONrn 8 15Nrn 6 45N 11 45Nm

20Vw 40Vm 35Bm 50Nm 35Nrn lOÄrn

25V 40VW 40V 25R 55N 50Nrn 40N

Chicago Division.

Kankakee Accorn 7 OOVrn Cinc Nachxpreß, tägl 8.. .. 3 30Vm Chicago gaft Expreß tgl d p 11 50Vm Kankakee Aceom 10 30B White City Special sd&p, 3 30Rrn Cinc Faft Expreß tägl pd.. 2 40Nrs

LaFayette Accorn 5 15Hrn La Fatzette Accorn 5 OOrn Chicago Nachtexpreß tägl 8.. 12 05Vrn Cinc & Wash F L., d k p.. 6 ION

Mi ch ig a n Division. Benton Harbor Expreß 7 OOVrn Elkhart Accorn nur Sonntacs 9 25Vm

Michigan Mail Expreß p...ll löVrn Elkhart' Expreß 10 30Vm

Elkbart Acc tagttch 4 45Nrn Venton Harbor Expreß p . . . . 3 lONrn Michigan Er'.reß.... 8 15Nra P eo ri a D i vi si o n w e ft l i chZ

Ä?r!a ffrhrffc Mail. .... 7 S5Nm nItim&uS Ar .s.:rte Ctrh tn 2 3ntftm

Western Expreß täglich ? d. .11 50Bm Champaign Accorn 10 35Bra n r rvr (W rw fn a r r . . . ?w

yampa:gn nccom 4 mutn vi cc ajgio special 2 4ortra Peoria Expreß täglich s ....11 öONm Peoria Expreß täglich p & d 6 08N P eo ri a D i visi o n ö st l i ch. ColumbuS Expreß tägl 4 30Vm Lynn Accorn 10 155m Ohio Special tägl dp 3 OONm ColumbuS Expreß tägl dp.. 11 40V Lynn Accorn 6 15Nm ColumbuS Expreß tägl 8 11 40R pittsburgh, Cincinnati, Chicago & St Louis R's. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Eastern Expß täglich 3 3023m Jndianavolis Accorn b s 12 0593m ColumbuS Accorn 7 30Vm Schnellzug täglich s fcd... 6 30$V Fast Expreß täglich 8 d 8 lOVm Limited Mai! täglich 6 40Vn? Bradford Accorn 1 25Nm Nichmond Accorn 8 40Vn, Atlantic Expreß täglich 8&d 3 05Nm St Louis Expr täglich d & g 12 lONrn Däy Expreß täglich ... OONm Bradfsrd Aceom .......... 2 OONm St L äc N F Lim täglich sd 6 50Nm Western Expreß täglich ?. . . . 3 90Nu Nichmond Accorn SOONm Nimmt keine Passagiere tgl- 8:Nm Chicago Division. Louisville k Chic Exp tgl pd 11 3593m Chic & Lou F Expr täglich 8 3 20Vm Lou k Chi F Expr täglich 12 ObVm Chic & Lou Expr täglich p d 3 40Nv Louiöville Division. Chicago äi Louiöv Spl tägl 8 3 40Vm Louisv Sz Madison Acc 10 109? m PiltS k Lou F L tägl s . . . . 7 OOVrn Lou & Chic F L tägl p d.. . . 11 309? m Mad Acc nur Sonnt 7 30Vm Louisville u. Madissn Acc ..6 40Ns. Louisv & Madison Accorn.. 8 05Vm Louisv & Pittsb F L täglich s 6 3SNra Chicagos Leu FL täglich pd 3 55Nm Madison Accomm Sonntags 9 löV Madison Accorn 3 55Nrn Lou & Chi F Expr. täglichg 11.50 Nchi Louisville Accom 6 45Nrn Mad'.son Acc, nur Sonntag. 6:45 Nm vandalia kine. Abgang Ankunft ?!aöt-Expreß, täglich.. ..12 l5Vm New gork ßrjuefc täglich s. . 3 2Wm St Louis llivx täglich s&db (5 50Vrn i Louis Expreß täglich s d 6 SOVm St LouiS Erpreß tägl 7 25Vm Schneller Expreß Mich ... 7 5553m Efsingham Acc, nur Sonntag 7 25nt Terre Haute Efsing Acctäzl 10 25V St Louis Ezpreß tägl d s b 12 löNm Atlanti: Erpreß täglich ä 8 b 2 50tfrn Western Ezpreß täglich ds.. 3 30Nm St Louis Mail & Exo täglich 4 45 T Haute 5- Efsingham Acc ..4 4sNrn TheN 3 Limites täglich sd b 6 3 Mm Terre Haute Accom.Sonntag 7 15NnFast Mail, täglich 8 35Nm

Indianapolis & vincennes R. R. S,airo & Vincen Expr täglich 7 20Vm Spencer u FrenchLickAc, tägl. 9 45Vm Martinsv Accom 12 30Nm VincenneS Expreß täglich.. 10 352? VincenneS Expreß 3 50Nrn Martinsdille Äce, tägl 3 45Nm SpencerkFrenchLick Ac, tägl. 4 45Nm Cairo Expreß täglich 6 löNm

Chicago, Indianapolis & Louisville R'y. (Alonon Abgang Cbie Nigbt Expreß täglich s. .12 5593m Eincinnati Veft täglich g Faß Mail täglich sp 7 0023m Fast Mail täglich s &fct Expreß, täglich p 6.11 5095m Mono Accom, täglich Ehi & Mich City Best d p.. 3 35Nrn Sincinnati VeS täglich d p.. Mono Accom, täglich 4 OONm iake Erie & weftern R. Ä. Abgang Mail und Ezpreß 7 15Vm Indianapolis Expreß täglich T Det & M Er täglich.. 12 20Nm Mail & Expreß Laporte Accom nurSsnntagö.12 20Nm Toledo Ezpreß .... ..... . Evening Expreß 7 2591m

Route.) Akkunst 3 45V 7 505a 10 0093m 4 62NV

Anhtnfl 10 25V .3 25N 10 2bV

Cincinnati, Hamilton & Dayton R. R. Oft. Abgang Ankunft Cincinnati Veft täglich 8&c 4 00Vm Cincinnati Vestibüle täglich e 12 45Vm Fast Mail täglich s 8 05Vm Faft Mail täglich s 6 40 Cincinnati & Det Expr ... .10 40Vm Ein Chi St 2 Ex tgl p. .11 45Vrn Ein . & Dayton Veft. Ezp p 2 45Nm Cincinnati Veft d & p .... 3 26N Cincinnati Best täglich d p 5 OONm Cinc & 3nd Accom 7 24Nm Cm & Detroit Ezpreß täglich 7 02Nm Cin 3nd St 2& Peo Ez tg &cl0 35Nrs Weft. Abgang Ankunft Springsield Mail 8 0093m West Expreß täglich s&c. L 55Vm Chicago Ezpreß 11 5093m Tuöcola Accom 10 20V TuScola Accorn 3 30Nm Cincinnati Expreß 2 40N Weft Ezpreß täglich s & c.lllONm Springsield Mail - 4 50Na Via C., H. k D. Ry. (West) und Roachdsle. Weago Expreß .....ll 50Vm Cincinnati Expreß .. 2 40Nv

S bedeute! Sleepci. .- :.- C

j. - :i v-

!. - . lt

c l

!