Indiana Tribüne, Volume 27, Number 10, Indianapolis, Marion County, 3 September 1903 — Page 6
Judiana Tribüne, S. September ISO.
G
ALS
V V V A A A A A A A A A A V W v v V vy w S Nicht qlklklich! Ä Wer kann fein mit A A y mDyspepsia und fS, 17 A A A A A Kf Sßtagenleiden. vy vy V SJ V vy Wir sind tlrl u nachläsi?g in Behandlung dieser Leiden und wenn wir dagkgrn et toai thun ist es gtrocbnlid) )u spät. Weßbald gebraucht man nicht ein einfaches und sicheres Hikn,t!l A A A Vy Dr. Auirust Ivoenic's yDamburgevA ü! XEtopfen, a vy a vy v y A A A A welche das ganz Syflen, ändern und wohlthuend aus de ZZa$tn lnirke. v S?SSSsSöSSSS Ja, wir verkaufen" GailaiidOefeii und ...Rantces... Möbeln und Tcppiche zu den niedrigsten Preisen. WILLIG'S Möbel-Laden, 141 W. Washington Str. Saar oder Credit. LEOMJÖ 1155 Nord Pennsylvania Straße, Hauplqutticr für Brillen und Operllgläser. ii TRXJim Ä f.VLrrl$ü r0 PW mWAU CP71C l V Vkl2e werde ach oen besten Methoden den Augtn gevaßt. fcuatulifte Uugea werden scherzloZ einzesett. Big 4t Route ...Ercursioncn.. Sonntag, 6. September. Ladrenceburg, Aurora und Zwischenstationcu. x Sxezialzug verläßt Indianapolis um 7.30 Uhr Moraens und verläßt Aurora zur Nückfahrt üm 7.20 Abends. und Zwischenstationen, $1.00 oder weniger für die Rundfahrt Wfahrt von Indianapolis 7.25 Uhr Mor genS ; Rückfahrt von Danville 7 Uhr AbdS. H. M.Bronson,A. 0. P.A.
Rlan).
ö ifs My 'Z Mv & i u2255r MMsMWM ZMz 3 n Kt. ? fjj fevwF W?ÄWW' rT3)
i W
Europäische Nachrichten.
' 'ZIcryern. " München. In einer hiesigen 39a deanstalt erschoß sich der in den dreißiger Jahren stehende Gastwirth und Pächter des Restaurants Königsgarten" an der Vaaderstraie, Joachim Lederer. Er hatte sich ohne Anzeichen don Erregung bom Geschäfte entfernt. Der hier in weiten Kreisen bekannte praktische Zahnarzt Dr. Karl Ludwig Eisenreich. Hofzahnarzt des Prin zen Philipp von Bourbon und Braqanza, feierte das Jubiläum seiner 40jährigen Thätigkeit als Zahnarzt am hiesigen Platze. B a m b e r g. Baron Emil Freiherr Marschall von Ostheim, geboren 16. April 1841 zu Wien, ein hervorragender Sammler. Alterthums- und Geschichtsforscher, ist verschieden. Mit ihm starb der letzte Sprosse seines Geschlecht, dessen Stammoaum bis zum Jahre 1303 zurückreicht. D i n g o l f i n g. Dem Stadtpfarrer und geistlichen Rath Hennemann gingen anläßlich seines 40jährigen Priesterjubiläums aus nah und fern zahlreiche Glückwünsche zu. Magistrat und Gemeindccollegium brachten ihre Gratulationen vor. Donauwörth. Die beiden Söhne des Fabrikarbeiters Franz Gö bel badeten in der Schutter oberhalb der Fabrik Bäumenheim. ivh sie an eine tiefe Stelle kamen und dem Ertrinken nahe waren. Der Vater sprang in den Fluß, um seine Kinder zu retten, sank jedoch unter und ertrank. Die Kinder konnten gerettet werden. H a u s h a m. Die in der Nähe des Hauptschachtes des hiesigen Bergwerks arbeitenden Leute vernahmen einen dumpfen Knall. Kurz darauf sprang ihnen aus dem Schachte ein dichter übelriechender Qualm entgegen. Es stellte sich heraus, daß eine Explosion schlagenderWetter stattgefunden hatte, welcher drei Hauer zum Opfer fielen. Die Namen der Verunglückten, welche sämmtlich verheiratet waren, sind: Hermann Lackner. Joseph Schuster, Vater von zwei Kindern, und Franz Heqerl, Vater von einem Kinde. Lichtenfels. Ztrei Söhne des Kaufmanns Kraus hier geriethen wegen eines geringen Geldbetrages in Streit, der in Thätlichkeiten ausartete. Der eine schlug mit einer Eisenstange derart auf seinen Bruder ein, daß dieser tödtlich verletzt umsank. Die dazwischentretende Mutter der Beiden wurde gleichfalls verletzt. Der verheiratete Stationsgehilfe beim Rangirdienste, Karl Wiedemann, sprang von der Maschine ab und kam unter die Räder zu liegen, so daß et überfahren wurde. Die Wagen gingen über seine Brust weg. Der Tod trat sofort ein. M a i f a ch. Ve! dem Beziehen der neuerbauten Waldr'stauration des Oekonomen Hainzinger in Gernlinden fiel der 40jährige verheirathete Taglöhner Georg Pfaffenzeller von hier,' Vater von sechs Kindern, durch das nur provisorisch mit Brettern verdeckte Stiegenhaus aus einer Höhe von 3,70 Meter aus das Steinpflaster. Dabei zog er sich schwere innere Verletzungen zu, denen er, ohne nochmals zum Bewußtsein gekommen zu sein, erlag. N a n d l st a d t. Während eines Gewitters schlug ein Blitz in eine Schuppe, unter der der Gütler Joseph Reuhauser mit einer von ihm geführten Kuh Zuflucht gesucht hatte. Reuhauser und dieKuh wurden vom Blitze erschlagen. P a s s a u. An einem zum Abbruch bestimmten Stadel in der kleinenKlingerstraße stürzte ein Gewölbe ein und begrub sechs Maurer. Davon wurden drei geborgen, einer mit zerschmettertem Arm, die zwei anderen sind unerheblich verletzt. Die anderen drei konnten nur als Leichen aus dem SchuttHaufen befreit werden. Die Leiche des Maurerlehrlings Hauzenberger wurde erst nach langer, anstrengender Thätigkeit geborgen. Reichenhall. Im Alter von 59 Jahren ist einer der angesehensten und beliebtesten hiesigen Badeärzte, der Hofrath Adam Rapp, gestorben. W i l d f l e ck e n. Auf eigenthümliche Weise hat der im Rufe eines Wilderes stehende 36jährige Schuhmacher Johann Kirchner, sein Leben verloren. Er war mit einem Gewehr in den Wald gegangen; als er einen Mann kommen sah, wollte er dasselbe rasch verbergen, der Kolben schlug aber auf den Boden auf, wobei das Gewehr sich entlud und die zwei Schüsse demKirchner die Brust durchbohrten. Er war sofort todt. Würz bürg. Das Realgymnasium beging das 23jährige Rektoratsjubiläum seines Vorstandes, Oberstudienraths Professor Krück durch einen Festakt in der Aula. V?Urttem0erg. Stuttgart. Dem Kammersänger Dr. Pockh, der mit Rücksicht auf seine Gesundheit um seine Entlassung aus dem Hoftheaterverband nachgesucht hat, wurde das Ritterkreuz 1. Classe des Friedrichsordens verliehen. Verlagsbuchhändler Wilhelm Effenberger erhielt den Titel eines Com mercienraths. Direktor v. Zeller, Vorstand des Statistischen Landesamts, wurde auf seine Bitte von dem Amte eines Commissärs der Centralleitung des Wohlthätigkeitsvereins bei der Wllritembergischen Sparkasse enthoben irnd an seiner Stelle Oberreaierunasrath Falch ei der Central-
leitung" des "Wohlthätigkeitsvereins zum Commissär derselben bei der Württembergischen Sparkasse ernannt. B ö b l i n g e n. Der 65jährige Bauer Balz von dem benachbarten Dagersheim, welcher auf - dem hiesigen Bahnhofe in den von Stuttgart abgehenden Zug einsteigen wollte und zu diesem Zweck die Bahngeleise überschritt, gerieth unter einen von Stuttgart einfahrenden Zug und wurde getödtet. Friedrichshafen. Dem Matrosen Gustav Weber wurde für die mit eigener Lebensgefahr ausgeführte Rettung eines Menschen vom Tod des Ertrinkens die Rettungsmedaille rcrliehen. E ß l i n g e n. Dem Lokomotivsührer Gottli Kohlhaas wurde anläßlich seines Ausscheidens aus dem Dienst die silberne Verdienstmedaille verliehen. G e i s l i n g e n. Grenadier Banalder der 3. Comp. Jnfanterie-Regi-ment 123 wurde oberhalb des Solacher Wehrs aus der Fils gezogen. Er hatte sich noch einen Stein um den Hals gebunden, UM den Tod sicher finden zu können. Das Regiment wurde sofort benachrichtigt. Furcht vor Strafe wegen Urlaubsüberschreitung scheint Vanalder in den Tod getrieben zu haben. Gmünd. Dem Polizeiinspektor Rupert Günter wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand die Verdienstmedaille des Friedrichsordens verliehen. Heilbronn. Die von ihrem Mann getrennt lebende, 26jährige Vremsersehefrau Züricher, bisher m Böckingen wohnhaft, hat sich auf einer Bank hinter dem Schlachthaus erschossen. H e u t i n g s h e i m. Der ledige Karl Seißer wurde bei Raufhändeln auf der Straße erstochen. Der Thäter wurde in der Person des Ludwig Knittel von Worndorf ermittelt und in Haft genommen. L a n g e n a u. Im Stadtpfarrhause, das von Siadtpfarrer Rau bewohnt wird, brach Feuer aus, das den Dachstuhl und die beiden oberen Stockwerke sammt der Einrichtung zerstörte. Neuenburg. Ein seltenes Fest versetzte unsere Stadt und Nachbarschaft in freudige Bewequng, die Feier des hundertjährigen Bestehens der hiesigen Sensenfabrik. Gegründet 1803, hat sich dieses Geschäft, Firma Haueisen u. Sohn, unter den gleichartigen Werken in Deutschland an die erste Stelle emporgeschwungen und beschäftigt zur Zeit gegen 200 Arbeiter. Oberschwandorf. Bei dem 7. Sohn des Fr. Walz hat der König Pathenstelle übernommen und das übliche Geschenk überreichen lassen. P f u l l i n g e n. Elektrizitätswerlbesitzer Nieger verlor ein vierjähriges Söhnlein durch einen Fall in' Wasserrad. Wden. Karlsruhe. Dem BezirkS-As-sistenzarzt Dr. Theodor Battlehner wurde das Ritterkreuz zweiter Klasse mit Eichenlaub des Ordens vom Zäh rinaer Löwen verliehen. Biethingen. Beim Baden in der Bieber unterhalb unseres OrteS ertrank der Dienstknecht Johann Keller von Uttenhoffen. E b e r b a ch. Der 66jährige Dienstknecht und Heirathsvermittler Anton Haag von Selfingen (A. Stockach) erhängte sich im hiesigen Amtsgefängniß, wohin er wegen Betrügereien verbracht worden war. Das Motiv war Furcht vor der zu erwartenden Strafe. F r e i b u r g. Landgerichtspräsiden! Otto Haaß, der seit 1898 hier im Ruhestand lebte, ist im Alter von 72 Jai ren gestorben. F u r t w a n g e n. In einem Anfall geistige: Umnachtung nahm sich der Dienstmann Schmidt durch Erhängen das Leben. Die schwer betroffene Familie wird allgemein bedauert. G ö b r i ch e n. Der 11 Jahre alte Sohn der Frau des Arbeiters Maier zog sich dadurch seinen Tod zu, daß er sich in einer Erdhöhlung zu schaffen machte, die einstürzte, was den Erstickungstod des Maier zur Folge hatte. Kuvpenheim. Der verheirathete 31 Jahre alte Karl Müller vc5unglückte im Zementwerk dadurch, daß er unter eine Scheibe der Transmissionswelle kam. Mannheim. Ein verdienstvoller Schulmann, welcher jahrelang an der Spitze der Höheren Töchterschule gestanden hatte, Hofrath Walleser, ist gestorben. El war 1835 in Sinsheim geboren, hatte in Freiburg und Heidelberg siudirt, war eine Zeitlang als Hauslchrer in Frankreich thätig geWesen und wirkte von 1866 bis 19O2 ununterbrochen an der genannten Anstalt. R e n b r e i s a ch. Beim Baden ertrank der aus Schönwald gebürtige Untcrofficier Leo Silberer. O f f e n b u r g. Kirchenrath Bahr feierte sein 50jähriges Amtsjubiläum in voller geistiger und körperlicher Frische und Rüstigkeit. S ch w e tz i n g e n. Die Ehefrau des Bierbrauers Philipp Ziealer machte ihrem Leben durch Erhängen ein Ende. Untermünsterthal. Der Wagner Leopold Ortlieb hier hat sich auf dem Speicher seiner Behausung im Zustande geistiger Umnachtung erhängt.
Chicr-Chirurgic. Nlückkich Operationen a Tl,iere Gin 4U rurgischer Hunbestall. Die Chirurgie bei Thieren hat in neuerer Zeit bedeutend zugenommen; heute gibt es kaum noch eine Operation an Menschen, die nicht auch an Thieren vorgenommen werden könnte. Hunde mit Glasaugen oder neuen Zähnen, Pferde und Kühe mit künstlichen Leinen sind z. B. in England, wo die Thierchirurgie besonders blüht, keine Seltenheit mehr. Der Thierarzt John Snarry, welcher in Iorkshire einen großen Ruf hatte, war der erste Thier, arzt, welcher einer Kuh ein künstliches Bein gab. Dieses werthvolle Thier hatte ein Bein gebrochen und der Eigen, thümer konnte sich nicht entschließen, die Kuh der Fleischbank zu überliefern. Snarry amputirte das gebrochene Lein und setzte ihm ein hölzernes an, auf welchem sich die Kuh ebenso gut bewe gen konnte, wie auf dem natürlichen Bein, An der thierärztlichen Hoch. schule in England versah man einen alten Hund mit einem neuen Gebiß. Der Hund wurde chloroformirt und von seinem Rachen eine genaue Abbil dung angefertigt. Danach wurde ein Gebiß aus Porzellan, mit Rändern aus Platin und Gold, und ein ganzer Gaumen fabrizirt, dessen sich der Hund so gut bediente, daß er wieder zu Kräf. ten kam, Die Katze 'des Kapitäns Vival von Sunderland hatte eine Hutnadel verschluckt. Der gerufene Tyierarzt machte einen Einschnitt in den Hals der Katze, entdeckte die DamenHutnadel, zog sie heraus und befreite sie von ihren Schmerzen, Eine vornehme Dame in London besitzt einen ganzen .chirurgischen Hundestall.- Einer ihrer Hunde besitzt ein Glasauge, ein anderer ein Aluminiumbein und so fort. Diese T!me zahlte in einem Jahre 4000 Mark an Honorar für Thierärzte. Vekannter ist, daß auch an Löwen und Tigern Zahnoperationen und chirurgische Eingriffe an anderen Gliedern vorgenommen wurden. Ohne Schwierigkeiten kann auch von Laien die Heilung deS gebrochenen Beines eines kleinen Stubcnvogelö vollzogen werden, indem man dasselbe in warmem Wasser wäscht und dann in antiseptische Baumwolle N7ic!elt. Kleine Holzstäbe werden mit Leim an der Baumwolle befestigt und mit einem Faden in der rechten Lge gehalten. Nach 14 Ta gen tvird das Bein in warmes Wasser getaucht, der Verband löst sich ab und der Beinbruch ist geheilt, DeS Luftschiffers Feind. Die beiden britischen Luftschiffer Dr. Knott und Percival Spencer machten unlängst mit einem dritten Passagier einen Aufstieg von 11,700 Fuß. Knott stellte hierbei interessante physiologische Beobachtungen an, über die er sich in einer Unterredung wie folgt vernehmen Ve! gesunden Personen schlägt der Puls viermal für ein Athemholen, und jenes Verhältniß gilt als unabänderlich. Nachdem wir eine Höhe von 11,000 Fuß erreicht hatten, fanden wir, daß ein Pulsschlag auf jeden Athemzug kam. Auch war eine gewisse Schlaffheit der Herzbewegungen bor. Handen, Wir erhielten dann zum Erbrechen reizende Dosen von Gas aus der Mündung des Ballons, indem das Gas wegen des verminderten atmo sphärischen Drucks in der großen Höhe reißend schnell entwich. Ich alaube, daß Erbrechen und der schließliche Tod von Luftschiffern in außergewöhnlichen Höhen auf die Wirkungen von Gas zurückzuführen sind und nicht auf atmosphärische Bedingungen. Niemals, so viel ich weiß, hat eine Postmortem-Un-tersuchung dargethan, daß Jemand in Folge verminderter atmosphärischer Bedingungen starb. Natürlich übt der verringerte Druck gewisse Einflüsse aus, aber ich glaube, der Tod ist in diesen Fällen stets auf Gas zurückzuführen. Jemand mag Schmerzen UU den, aber so lange er nicht bewußtlos ist, ist er nicht willenlos. Wenn ich einen Ballon bauen könnte, von welchem kein Gas auf die Luftschiffer niederginge. könnten wahrscheinlich weit größere Höhen erreicht werden, als der jetzige Rekord von etwa sechs Meilen. In unserem körperlichen Zustand ereignete sich nicht die geringste Aenderung, bis das Gas sich fühlbar machte,Der fürsorgliche Camcrlcngo. Mancher Zeitungsleftr mag sich gefragt haben, wie es zugegangen, daß der neue Träger der Tiara nach der vollzogenen Wahl in gutsitzendem Gewände erscheinen konnte. Nach altem Brauche hatte der päpstliche Hofschneider kurz nach dem Hinscheiden Leo XIII. vom Kardinal-Camerlengo den Auftrag erhalten, drei weiße Gewänder anzufertigen für den neuen Papst, den die Kardinäle erwählen würden. Unter diesen neuen Papstgewändern befindet sich ein großes, ein 'mittelgroßes und ein kleines, damit eines dem Neuerwählten wenigstens einigermaßen passe. Sofort nach der Wahl begab sich denn auch der neue Träger der dreifachen Krone in einen eigens dazu hergerichteten Raum, um die Auswahl unter den drei Kleidern zu treffen. Der Kaiser von Oesterreich soll in seinem Leben nur ein mal, und zwar bei dem Besuche der Pariser Weltausstellung im . Jahre 1867 einen Frack und hohen Hut getragen haben. I n Grönland kommt keine einzige ansteckende Krankheit vor.
Whisky-Export. vroße Ausfuhr nach Hamburg und Oreme geplant. Kentuckyer Whiskybrenner werden Heuer etwa 20,000 Faß Whisky nach Hamburg und Bremen, zwecks Auf. speicherung in dortigen Lagerhäusern, exportiren. Diese Sendung besteht hauptsächlich aus Whisky diesjähriger Produktion und ist der erste größere Export von jungem Whisky, um ihn in europäischen Speichern nachreifen zu lassen. Bisher wurde Whisky nur dann exportirt, wenn man gezwungen war, große Vorräthe, nach Ablauf der Lagerfrist in den Regierungs-Speichern, hinwegzubringen. Ter diesjährige Whisky-Export wird der größte seit dem Jahre 1897 sein. Damals gelangten ungeheure jorräthe aus dem Steuerverschluß in die Vundesspeichern, und weil die Preise gedrückt waren und bei der Ueberproduktion ein weiteres Fallen zu befürchten war, entschlössen sich die Brenner, lieber die Exportkosten als die hohen Inlandsteuern zu tragen. Ganze Schiffsladungen Whisky werden nach Hamburg und. Bremen versandt. Der Export erfolgt hauptsächlich aus dem Grunde, weil die Lagergebühren in Europa niedriger sind. Später soll ein große? Theil deS erportirten Whiskys in Kalifornien und anderen Westlichen Staaten auf den Markt gebracht werden. Die Brenner haben nämlich in Erfahrung gebracht, daß es immer noch billiger ist, Whisky in Bremen und Hamburg lagern zu lassen und dann via Kap Horn nach San Francisco zu verschiffen, als den amerikanischen Bahnen hohe Frachtraten für den Transport von Louisville nach San Francisco zu bezahlen. Laut Bericht des Bundes-Steuerein-nehmerL im Louisviller Distrikt befinden sich zur Zeit 53,083,019 Gallonen Whisky in den dortigen RegierungsSpeichern unter Steuerverschluß.
Niederlege einer englischen Batterie Während einer jüngst abgehaltenen größeren Felddienstübung bei Ablington in England gerieth eine Batterie deZ 3. englischen Armeekorps in ein Getreidefeld und blieb mitten in der hohen Halmfrucht stehen. Das Un glück wollts es, daß Bescher der Frucht gerade des Weges kam und diesen unerfreulichen Anblick genoß. Er gerieth in Zorn und befahl dem KriegsVolk in durchaus unparlamentarischen Ausdrücken, sofort das Feld zu räu. men, Tem Batteriechef versagte fast die Sprache vor Entrüstung und er gab einigen seiner Mannschaften Befehl, den groben Pächter festzunehmen. Der jedoch ergriff in wahrer Berserkerwuth eine Mistgabel und kam den Soldaten so entschlossen entgegen, daß diese, in der Erinnerung an die eifersüchtige Wachsamkeit der englischen Gerichte ge gen Uebergrisft der Militärgewa, Anstand nahmen, zur That zu schreiten. Sie stockten nur einen Augenblick, aber es war gerade der psychologische Moment. Im nächsten ging der wildgewordene Pächter zum Angriff über und die braven Kanoniere traten eilig den Rückzug an. Durch diesen Erfolg zu kühnerer That entflammt, stürzte sich der Pächter nun mit vorgestreckter Mistgabel im Sturmlauf auf den Batteriechef. Auch dieser schwankte einen Augenblick, wandte aber auch, als die Zinken der Gabel schon in ganz bedrohlicher Nähe waren, schleunigst sein Pferd und floh. Dann nahm der Sieger mit seiner Mistgabel den Rest der Batterie auf's Korn und jagte Geschütz auf Geschütz von seinem Acker, so daß er in wenigen Minuten schweißtriefend zwar, aber siegreich, das harterkämpfte Schlachtfeld behauptete. Die Sache wurde vorschriftsmäßig gemeldet, aber der Kriegsminister hatte Phantasie genug, die Folgen zu übersehen, die unvcrmeidlich waren, falls die That und Niederlage der Batterie im Unterhause vor der Öffentlichkeit ausgedroschen worden wäre. So ist den unverzüglich dem grimmigen Farmer Entschädigung geboten und sogar eine amtliche Entschuldigung ausgerichtet worden, Henne als Mörderin. Ein sicherlich seltener tragischer Fall hat sich letzthin im Hause des Straßenwarts I. G. Sauer in Reinerzau im Württembergischen zugetragen. Während die Eltern auf der Wiese mit Heuen sich beschäftigten, war einem zehnjährigen Mädchen 'sein zehn Wochen altes Schwesterchen in Obhut gegeben. Nachdem letzteres in seinem Bettchen eingeschlafen war, machte sich das Mädchen vor dem Hause zu schaffen. Inzwischen flog eine Henne durch das offene Fenster des nieder gelegenen Kreuzstocks in die Wohnstube und setzte sich auf das Gesichtchen des schlafenden Kindes. Als das Mädchen nach kurzer Zeit nach seinem Pflegebefohlenen Schwesterchen sich umschaute, war es erstickt. Die Henne wollte sich offenbar brütend auf das Bettchen fetzen oder ein Ei in dasselbe legen und hat so das Unglück verursacht. Auch ein Literaturfreund. Eine Leipziger Buchhandlung erhielt letzthin folgendes Bestellschreiben: Ich benöthige zur Füllung eines Schränkchens 50 Centimeter französischer Literatur, gebunden, für ein junges Mädchen passend, von denen das einzelne Buch nicht höher als 15 Centimeter sein darf. Der Preis kommt weniger in Frage, Hauptsache ist ricbtiae Größe und schone Einbände,"
Verlangt:
100 Buchhalter, Illustratoren, Bank Clerks, Architekten, Stenographiste Cartonisten, Zeichner Telegraphisten, Pharmacisten. Stellungen sind jeht offen, welche von S1000 bis $200 jährlich eintragen. Sie sind zu einer berechtigt, sobald Sie sich dafür qualisiziren. Wir qualisiziren Sie dafür sehr schnell. Wir verschaffen Ihnen eine lohnende Stellnng Spezieller Sommer-KursNö. Sprechen Sie heute vor. Indianapolis jT BUSINESS UNIVERSin E. T. HEEB, Pfö. 32 N. Penn. St. ...Zerkleinerter... Coke (Crushed Coke) oder 72 Hour Pocahontas (Sott zu 14 Cents per Bnshcl. Probiren Sie diesen Coke. Empire Coal, Coke & Wood Co., Neues Phone 9291. Altes, Main 1150. (Biuci Dcrühmtr. Der unlängst in den Ruhestand gerretene Kommandeur des IG. deutschen (lothringischen) Armeekorps, Graf Häseler, lag Ende der 30er und Anfangs der 60er Jahre in Berlin militärischen Studien ob. Er hatte damals Unter den Linden 5 beim Nathsmaurermeister Bendler eine Wohnung inue. Bendlcr, der als einfacher Maurergeselle nach Berlin gekommen war, hztte durch Bauspekulation ein großes Vermögen erworben und den damaligen Prachtbau Unter den Linden 3 mit herrlichen Gartenanlagen versehen lassen, in denen sich der junge Häseler oft erging. Al? eines Tages eine größere Gesellschaft bei Bendler geladen war, sah inan auch den Grafen Häseler, der dazumal sich schon der Protektion Moltkcs zu erfreuen hatte, im Garten promeniren. Einige Gäste Graf Häseler ging zu? damaligen Zeit etwas gebüclt machten sich über ihn lustig. Bendler. der in solchen Sachcn keinen Spaß verstand, bemerkte wuthschnaubend: Von dem Herrn wird noch die Nachwelt sprc-chen!-Von Ihnen, lieber Bendler, aber auch!" bemerkte sein Schwiegersöhn, der damalige Kommandant von Magdeburg. Beide sollten Recht behalten. Graf Häseler hat als GeneralFeldmarschall die höchste Stufe der mimärischen Laufbahn erklommen. An Bendlers Name erinert aber in Berlin die heutige Bendlersirae, die durch das ehemalige Gartenterrain des einstigen Maurergesellen gelegt wurde. Johnnys Versöhnung. Vor Kurzem erschien in der Londoner Times" mehrmals hintereinander folgende Anzeige: Theurer Johnny! Du hast mir das Herz gebrochen, doch ich muß Dich noch einmal sprechen. Komm morgen Nachmittag nach der Bow Street No. 54; ich werde Dich, vor der Konditorei erwarten. Elly." Am nächsten Tage hatte sich vor der Konditorei ein größeres Publikum angesammelt, das neugierig Johnnys und seiner Elly harrte. Doch vergeblich, denn weder der junge Mann, noch seine Herzallerliebste ließen sich sehen. Dagegen ging so mancher der Leute in den Laden hinein, um sich etwas zu kaufen. Drei Tage bewährte sich der Reklamekniff, dann kam der erfindungsreiche Konditor auf eine neue Idee. Er ließ Johnny und Elly wirklich auftreten, und beide führten vor dem Schaufenster eine rührende Versöhnungsszene auf, die damit endete, daß Johnny in den Laden ging und dem Gegenstand seiner Zuneigung eine Bonbonniere kaufte. Viele Personen folgten den jungen Leuten, und da sie nicht den Laden betreten konnten, ohne etwas zu kaufen, so machte der Konditor auch an diesem Tage ein gutes Geschäft. Gcdankcnsplittcr. Frauen verstehen die Kunst, mit eiueni Nein" zu bewilligen. Es wird oft ein geringes Taleut Zu hohen Ehren komme: Das Leichteste ist ja doch stets Schon obenauf geschwommen. Nur der impouirt der Mege, der ihr fern bleibt. Nicht? impouirt weniger, als impouiren vollen. ' Won seinen schlechten Erfahrungen tti.it au höusiger als von den guten.
