Indiana Tribüne, Volume 27, Number 10, Indianapolis, Marion County, 3 September 1903 — Page 5
Indianer Tribüne, 3.: September 1903.
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von itv Wtvj Ijcrkcc Cunnclbahn. Os?kehrunqn, die th:t ' Katastrophe wie in Varit unmöglich machen. (i. P. Vrr-an, der Vize-Präsident unb HzupigeschZftZleitcr der New 2)or ker Jnter-Borough Rapid Transit Cciupany," wurde neulich kurz nach der Pariser Tunnel-Katastrcphe kefragt, ob in dem Bau der seiner Leitunz anvertrauten Untergrundbahn Vorkehrungen getroffen seien, die den Äcitehr sicherer und ein Unglück, wie es in der französischen Landeshauptsiebt stattgefunden, in New Iork unmöglich machen würden. Ter Beamte erklärte-mit Bestimmtheil, daß eine solche Katastrophe auf der New Iorker Tunnelbahn geradezu unmöglich sein würde. Er wurde darin von dem Chef-Mechaniker W. T. Thompson unterstützt, welcher die Entwürfe und Spezifizirungen der Gesellfchaft hervorbrachte und Strich für Strich auf die Vorzüge und anderen Eigenschaften des New Iorke? Unter-grund-Bahnsysiems hinwies. Den Ausführungen des Mechanikers nach sind die Böden der für den New Yorker Verkehr bestimmten Untergrundwagen aus Ahornholz verfertigt, weil diese Holzart am schwierigsten brennt. Ueber diesem Holzboden befindet sich eine Lage gerollten Feuerfilzes und darüber erst der eigentliche Fußboden, auf dem die Paffagiere gehen. Sämmtliches Fußboden-Holz und die Gestelle der unteren Eisenarbeiten sind mit feuersicherer Farbe angestrichen und unter dem Gesims des Fußbodenrahmens, den ganzen Fußboden bedeckend, ist eine Lage sogenannten Transit-Holzes, j Zoll im Durchmesser, angebracht. Dieses Transit-Holz ist ein speziell für-den Untergrund-Verkehr hergestellter und durch Eintränkung in gewisse chemische Präparate feuerfest gewordener Asbest oder Steinflachs. Ueber den Motoren liegen zur weiteren Sicherheit des Fußbodens starke Stahlplatten. Die Motor- und Kontrolldrähte sind bei einer Kapazität von je-550 Volt einzeln durch mehrere Lagen Asbest isolirt und dann in die an der unteren Fußbodenwand angeschraubten Elek-tro-Asbestleitungen gelegt. Der Rumpf der Wagen ist mit Kupserplatten von 1-32 Zoll Dicke bis an die Fenster hmauf ausgelegt und sämmtliches Holz darin mit einer dicken Schicht AsbestFarbe bestrichen, ehe es gefirnißt wird. Die Jsolirung der Drahtleitungen zur Beleuchtung der Ears wird ebenfalls aus Asbest verfertigt, welcher selbst von einer Hülle biegsamen Metalles umgeben ist. Die Bevölkerung GroZz-BerltnS. Das Statistische Amt der Stadt Terlin hat neuerdings eine Wohnungsund Vevölkerungsaufnahme. der . deut-, schen Reichshauvtstadt nebst 23 Nach-
bargemeinden vorgenommen. Bei dieser Zusammenstellung hat sich ergeben, daß von den circa 2,480,000 Einwohnern (wovon rund 1,300,000 weiblichen Geschlechts sind) nur 2,430,000 im deutschen Reiche geboren wurden, so daß also rund 50,000 Einwohner aus außerdeutschen Staaten stammen, nämlich 22.484 aus Oesterreich-Un-garn, circa 5000 aus Rußland, 1177 aus Italien etc., ferner 562 aus Asien, 272 aus Afrika, 3333 aus Amerika und 126 aus Australien. Neun Einwohner sind überhaupt in keinem Lande, sonderrk auf See geboren. Evangelische Christen zahlt Groß-Ber-lin im Ganzen 2,104,323, andere Protestanten 9552, Katholiken 245,430, Juden 108,044, Dissidenten 8142. Die Zahl der in Handel und Gewerbe selbstthätigen Einwohner beziffert sich auf 923,617, wobei da weibliche Geschlecht wieder bedeutend überwiegt; selbstständig sind davon 74,5-10 männliche und 193.424 weibliche Personen, Dazu kommt noch das Heer derer, die freien Berufsarten angehören (mit rund 152,700). Unter den 47.267 Beruflosen befinden sich 23,170 glückliche, die von ihrem Gelde leben können, 4625 davon sind Rentiers, viermal so viel Rentieren. An reich-angehörigen aktiven Militärperfonen (einschließlich der Militärbeamten etc.) besaß Groß-Berlin über 32,300. Die Zahl der Blinden betrug 1251, die der Taubstummen 1660, 5 leiden an beiden Gebrechen zu gleich. Eine nützliche Maßregel. Die Massenvernichtung kleiner SingVögel und die Einschränkung des Wachtelfanges in Kairo sind neuerdings Gegenstand eingehender Berathungen des egyptischen Ministeriums des Inneren gewesen. Es sind schärfere Bestimmungen namentlich über den Fang der Thiere getroffen worden. Die Wachteln dürfen fortan mit Neen nur in einer Entfernung von mindestens 1000 Aards vom Strande des Meeres gcfangen werden, während bisher die Rehe im Herbst unmittelbar am Strande aufgespannt waren um die Vögel zu fangen, wenn sie von dem Fluge über das Meer ermattet am Strande einfielen. Es läßt sich voraussehen, daß die Maßnahme günstig: Wirkung haben wird. Die Thiere werden bei der Ankunft am egyptischen Gestade muthmaßlich Raum genug haden, um für die Fortsetzung ihres Zuges neue Kräfte sammeln und ihren Weiterflug unter Vermeidung der Netze antreten zu können. Ferner ist der Vogelfang mit Leimruthen und der Transport sowie das Feilhalten der unter dem Namen Beccafigues bekannten kleinen Vögel auf egyptischem Gebiet verboten
Erfundcnc Dhrscigk. pit ein Jüng AeökukapS im Kamps Urti'4 Recht den Sieg erstritt. Zwischen einem Hausbcsitzer in Ha-dcrsdorf-Weidlingau bei Wien und einem dort praktizirenden Arzte waren j Feindseligkeiten entstanden, die bereits zu mehreren Ehrenbeleidigungsprozessen und kürzlich zu einer Verhandlung vor dem dortigen Erkenntnißgerichte führten. Anläßlich einer Uebersiedlung aus dem Hause des Landlords" hatte dieser die Gattin des Arztes des Diebsiahles mehrerer Nägel bezichtigt. Die Beschuldigung erwies sich als vollständig aus der Lift gegriffen und der phantasicvolle Hausbesitzer wurde deshalb zu einer nicht geringen Geldstrafe verurtheilt. In der Verhandlung hatte er behauptet, daß er gelegentlich des Streites dem Arzte eine Ohrfeige versetzt habe. Der Letztere klagte wegen diese? fälschlichen Behauptung des Landlords, der seine Wirthschaften als Zeugin vorführte. Diese bestätigte, daß ihr Herr dem Doktor eine Maulschelle versetzt habe. Mehrere Zeugen hingegen, die der Szene beigewohnt, sagten da3 Gegentheil aus. und da bekannt wurde, daß der Hausbesitzer auch zwei Knaben bewegen wollte, vor Gericht zu bestätigen, daß sie Augenzeugen bei Ertheilung der Ohrfeige gewesen. griff die Staatsanwaltschaft ein und klagte die Wirthschaften wegen falscher Zeugenaussage an. während gegen den Hausbesitzer die' Untersuchung noch anhängig ist. Bei der gerichtlichen Verhandlung blieb die Angeklagte dabei, daß ihr Arbeitgeber, nachdem ihm der Arzt mehrere Schimpfworte an den Kopf geworfen, diesem eine Mauschelle versetzte, so daß ihm der Zwicker herunterfiel. Der Arzt bestritt dies in entschiedener Weift, indem er darauf hinwies, daß er als alter Kouleurstudent und als Arzt eine Ohrfeige doch nicht ruhig hingenommen hätte. Ucbngens habe sich die Szene am hellen Tage vor zahlreichen Zuschauern abgespielt und die falsche Behauptung des Hausbesitzers bezwecke nur, ihn in der Achtung Anderer herabzusetzen und in seiner Existenz zu schädigen. Es bestätigte eine ganze Reihe von Zeugen, die bei dem Streite zugegen gewesen, daß keine Mauschelle gefallen war, und ein Schuljunge berichtetc auch, daß ihm der Hausbesitzer eine Krone (20 Cents) und ein Gabelfrühstück versprochen habe, falls er bestätige, daß der Arzt der Empfänger einer Ohrfeige gewesen sei. Der Gerichtshof erkannte die angeklagte Wirthschafterin der falschen Zeugenaussage schuldig und verurtheilte sie zu drei Monaten schweren Kerkers. Ein Unfall am Nnfallverbütungö. Apparate.
Ein Ingenieur, der vor etlichen Monaten aus seiner russischen Heimath nach Charlottenburg bei Berlin gekommen war, um sich an der dortigen Technischen Hochschule in seinem Fache weiter auszubilden, ist unlängst an einem Apparat für Unfallverhütung verunglückt. Er wollte in der ständigen Ausstellung für Arbeitcr-Wohlfahrt, die in der Fraunhoferstraße zu Charlottenburg ihr Heim hat, unter Anderem auch die in einem besonderen Saale aufgestellten Schutzvorrichtungen zu? Unfallverhütung näher kennen lernen. Eine solche an einem Hebelwert angebrachte Schutzvorrichtung soll selbstthätig durch eine stanzenartige Vorrichtung im Augenblick der Gefahr die dem Mechanismus zu nahe kommende Hand u. f. w. zurückstoßen. Der Ingenieur ließ sich nun diese SchutzVorrichtung erläutern und legte dann seine linke Hand auf die bezeichnete Platte, um die Probe aus '3 Exempel zu machen. Ihm war bedeutet worden, er möge den Rücken seiner Hand in halber Krümmung gegen die Stanze halten. Dies hatte der russische ngenieur, der die deutsche Sprache nicht genügend beherrscht, wohl nicht richtig aufgefaßt; er kam mit den Fingern seiner platt aufliegenden Linken unter die Stanze, die ihm drei Finger völlig zerquetschte Ein AdonlS unter den Thieren. Der Berliner Zoologische Garten hat seit Kurzem in einem Außenkäfig des kleinen Raubthierhauses, gegenüber dem Hühnerkarussell einen Beutelteufel ausgestellt: ein australisches Beutelthier von teuflischer Häßlichkeit. Die vielgestaltige Gruppe der Beutelthiere, die unter den Säugern ein Reich für sich darstellt, das Zerrbilder der Raubthiere, Nager, Wiederkäuer und anderer in sich vereinigt, hat in dem Beutelteufel wohl ihren widerlichsten Vertreter. Womöglich noch stumpfgeistiger als seine Verwandten, besitzt er an einem ausdruckslosen, massigen Bärenköpf einen spärlich mit schwarzen Haaren bedeckten, unverhältnißmäßig kleincn Körper, den die kurzen täppischen Beine ungeschickt fortbewegen. Das mächtige, überaus kräftige Gebiß, mit dem das Thier starke Knochen zertrüm mert, wird bei jeder Gelegenheit in nachdrücklicher Weise zur Abwehr von Störungen verwendet, und als solche faßt der Teufel jeden Versuch auf, namentlich am Tage mit ihm in Verkehr zu treten, denn er flieht das Sonnenlicht und ist ein Kind der Nacht und Finsterniß. Ein Naturforscher hat ausgerechnet, daß, wenn das Wasser des Ozeans je verdampfen sollte, sein Boden mit einer 230 Fuß dicken Schicht Salz bedeckt sein würde.
fluten ZUorgm, Ticrmmm! Eine Nanöoergkl'chichtc, von Noda Uoda. Dispositionsausgabe: 7 Uhr 30 Minuten bei der Kirche von Nowi Mosii" war der letzte Punkt der gestrigen Divisionskommando - Abfertigung gewesen. Schon eine halbe Stunde vorher die Thurmuhr von Nowi Mosti schlug eben neun ward es lebendig um das Kirchlein. Von allen Seiten kamen eifrige Stabsoffiziere und Solche, die es werken wollten, dahergeritten, jeder sichtbar in der Blusentasche die vorgeschriebene Generalstabskarte 1 : 200.000 und heimlich, auf das kleinste Format zusammengefaltet, in der flachen Hand die verbotene Spezialkarte 1:75,000. Bei jeder Windung des yeldweges hieß es. die Karte durch geschickte Drehungen des Handgelenkes oricntiren. Oh. "heut' muß man sehr, sehr aufpassen! Erstens ist der KorpsCommandant da u5.d wird das Manöver nachher besprechen," zweitens kommandirt drüben Prinz Wenzel der Siegreiche, und drittens es ist ein Ceheimniß, das Alle wissen, und darum eben weht die scharfe Luft: drittens wird heute dem Herrn General Tiermann der Kragen gebrochen werden! Daran ist nicht zu zweifeln. Die ganze Anlage der Uebung spricht dafür. Und das Terrain! Die reinste Mäusefalle! Unterhalb von Nowi Mosti fließt die Niera, ergießt sich in den Potok, der Potok wieder in die Cernawoda und alle zusammen in die Donau. Keiner von den Flüssen durchwatbar und die vier Vrückerln wie zum Trotz am Aüsgange je eines Walddefilees! Na, das kann fchön werden! Ueberdies soll der Korpskommandant erst vor vierzehn Tagen gesagt haben: Dieser Tiermann wird alt!" Ha? Verstehen Sie, was das bedeutet: Dieser Tiermann wird alt?" Das heißt doch: Brüder, laßt uns den Tiermann in einen Steuerträger mit Gehrock und Cylinder verwandeln und einer Tarockvartie taglich zwischen fünf und sieben im Kafe Goldener Engel" zu Graz. der Pensionopolis, im alterthümlichen Saale! Als die Häupter des Kriegslagers bei der Kirche von Nowi Mosti versammelt waren, hörte man ein Getrappel im Wald, und es kamen Seine Excellenz der Korpskommandant und Seine Excellenz der Divisionär sammt einer schier unübersehbaren Menge von Beschäftigungslosen auf flinken Rößlein herangeritten. Der Korpskommandant schien süß geschlafen zu haben. Guten Morgen, Tiermann!" sagte er in dem leutseligen Tone, mit dem er vor zwei Jahren den
General v. Felleisen begrüßt hatte denselben Felleisen, der jetzt Vorstand des Schachklubs im Grazer Kafe Thonethof ist. Guten Morgen, Tiermann!" rief Seine Excellenz noch einmal, und dreizehn Stabsoffiziersellenbogen suchten die Fühlung nachbarlicher Rippen. Seine Excellenz ergriff sein herabhängendes Monokle, that einen Schnalzer mit dem Daumen und fing das Glas geschickt mit der Augenbraue auf. So. meine Herren! Ich bitte, nehmm Sie die Karten." Generalmajor Tiermann rührt sich nicht. Ich bitte, nehmen Sie die Karten." wiederholt Seine Excellenz. General Tiermann wendet sich lang fam seinem zugetheilten" Oberleutnant zu und meint, wieder sehr langsam: Sagen Sie einmal, Herr Oberleutnant v. Strategenfels haben Sie zufällig eine Karte bei sich? Ich meine eine Land karte?" Excellenz sind starr. Excellenz kneifen Wange und Nase zu einem einzigen Knollen und schleudern dadurch das Monokle empört über die Achsel. Strategenfels hat zufällig" eine Land karte," und es kann angehen. Disposition für die Uebung am 27. August. Der Feind hält mit überlegenen 5dräften die Linie Bukowitz-Lipo-watz fest. Generalmajor Tiermann mit . . (folgt Ordre de Bataille") hat den Auftrag, den Aufmarsch einer in seinem Rücken herannahenden eigenen Truppenmacht zu ermöglichen, indem er die feindlichen Kräfte durch einen forcirten Marsch bindet." Excellenz haben geendet und krümmen den Mund zu einem halbmondförmigen Lächeln. Der Divisionär schaut sinnend zu Boden, die Stabsoffiziere sich gegenseitig in's Gesicht. Das ist doch stark! In's Deutsche übersetzt bedeutet das: Verbluten Sie gefälligst, Herr Tiermann!" Auch das wäre endlich noch zu ertragen, man kann ja in Schönheit sterben." Aber drüben kommandirt Du weißt doch? Prinz Wenzel der Siegreiche! So oft einer penstonirt werden soll, stellt man ihn dem Prinzen Wenzel zu Machnitz gegenüber. Wenzel der Siegreiche hat noch nie eine Schlacht verloren. Prinz Wenzel ist, mit dem Zoll, stock der Hoheiten gemessen, ein Genie. Man versichert, er hätte es. auch wenn er kein Prinz wäre, fast mühelos zum Oberstleutnant in Lokalanstellung gebracht. Er soll überhaupt nicht nur ein tüchtiger Kavalleriebrigadier, sondern geradezu ein geborener Truppenführer sein. In Hofkreisen nennt man ihn den Prinzen Eugen des 16. Korps. Armer Tiermann! Was wirst Du erleben! Indessen haben die Excellenzen den Feldherrnhügel bezogen, von dem man die schmale Ebene zwischen den Flüssen so prächtig übersehen lernn. Der Korps-
kommandant suct sich einige seh? treffende Bemeikungen für die Besprechung zusammen. Ter Divisionär bohrt seine Sehstrahlen in die Gegend der Brückerln, und die Herren vom Generalstabe schimpfen, auf die Karten gebeugt, leise über ihre Chefs. Auf dem Kircbbofe zu Nowi Mosti aber ueqt tin Scharten eines Hvuunderbaumes General Tiermann, den man schlachten will, und raucht eine Cigarette. Was schau'n S' denn. Strategenfels? Es ist ja ohnehin nix ZU seh'n." Herr Gen'ral. ich melde gehorsamst, ich wollte" ' Ach Unsinn! Was gibt's da zu wollen! Wenn die Kavalleriepatrou?:len rechtzeitig melden werden, kann man etwas machen. Wenn nicht, dann nicht. Da ist ja schon ein Meldereiter! Lesen S' vor." Oberleutnant v. Strategenfels liest: Feindliche Kolonnen von unbestimmter Stärke im Anmärsche von Bukowatz." Geben S' her," sagt der General, nimmt den Zettel und formt mit vieler Kunstfertigkeit ein Schiffchen daraus. Seh'n S' da unten den Bach, Meldereiter ? Ja? So werfen S' den Unsinn hinein und lassen S' ihn schwimmen." Aber " meint der Zugetheilte." Nix aber! Daß der Feind von Bukowatz kommt, das wissen wir. Von wo soll er denn sonst kommen? Aus Siam? Oder von den Nikobaren? ,Von unbestimmter Stärke!' Das könnten ja g'rad so gut die Russen sein! Am End' haben s' mobilisirt und kommen jetzt daher. Aber da trabt ja schon wieder so ein Götterbote. Hoffentlich bringt der was Gescheiteres." Cote 203 nördlich Nowi Mosti. 9 Uhr Vormittags. Eine feindliche Abtheilung, ungefähr in der Stärke eines Bataillons, marschirt auf dem Bergrücken Präzisionsvillement 432. Ich beobachte weiter. Freiherr v. Altburg, Leutnant." Ter Zugetheilte irrt emsig auf der Karte uniher. Herr General, ich melde gehorsamst, die Cote " Was denn?" Die Cote 203 liegt vor unserem linken Flügel dort ist nichts. Nivellement 452 rechts ist vom Feinde besetzt. Der Feind will also offenbar unseren rechten Flügel umfassen." 'Abwarten, Strategenfels! Es kommt Einer." -Der Zugetheilte wartet ab und liest: Wieder rechts Detachement mit Artillerie. Es ist kein Zweifel." ' Na also," spricht der Herr General und wirft die Cigarette weg, gehen wir an die Arbeit. Die Kavalleriemeldüngen lauten alle rechts nicht wahr? Tann schicken S' sofort einen Ordonnynzoffizier zum Obersten Schmidt, er fall da links hinunter in's Thal vorgehen 'geben S' den Weg an! und angreifen." Herr General, ich melde gehorsamst, das ist ja ganz gegen " Wurscht! Thun S', wie ich sag'. Heut' ist ein ungerader Tag; an unge raden Tagen greift man immer links an." , Der Zugetheilte zuckt die Achseln und kritzelt zwei Befehle in den Block. Seh'n S', mein lieber Strategenfels, die Sache ist so: Wenn e,in Kavallerist etwas Feindliches sieht, so weiß er natürlich nicht, wie viel es ist. Da stch'n fünf Manndeln, das Andere is hinterm Busch. Er kann sich denken, es ist eine Patrouille, er kann sich auch denken, es ist ein Bataillon. Meint er, es könnt' aber ein Bataillon sein, und sein eigener Brigadier. Prinz Wenzel der Siegreiche, ist drüben Kommandant, so sagt er sich: Gehst her und meldest lieber eine Patrouille. Wissen thust ohnehin nix, wenigstens bringst 2)' Dein' Brigadier, den Prinzen, nicht in Verlegenheit. Aber da reiten zwei Ulanen. WaS wollen denn die he? .Feindliche Kräfte rechts' Artillerie rechts?' Schicken S' sofort nach links die ganze Reserve."
Es war eindenkwürdigerTag. Schon um zehn Uhr entstand eine eigenthümliche Unruhe auf dem Feldherrnhügel. Ordonnanzen flogen, Adjutanten keuchten, und über Berg und Thal schwebte über das Knattern des Kleingewehrs und Vöh der Geschütze ein befreiendes Signal: Dreimal Habt Acht!" .Rast!" Prinz Wenzel der Siegreiche steckte in de? Sackgasse! Lassen Sie .Berittene zu mir' blasen," befahl erregt der Korpskommandant. Kikiriki! Kikiriki! Kikiriki! schrie de? Regimentshornist der Manöverleitung, ; und hundert Hornisten und Trompeter krähten allerorten nach. Gegen Mittag erst war die Besprechung der beiden Brigadiers zu Ende. Se. Excellenz der Divisionär. auf dem das bewaffnete Auge des Korpschefs fragend ruhte, sagten: Ich habe den Ausführungen der Herren nichts hinzuzufügen." Natürlich sonst hätte er ja Prinz Wenzel den Siegreichen mit Vitriol begießen müssen! Ich schließe mich ebenfalls an," meinte der KorPskommandant, schleuderte sein Monokle mit den Gesichtsmuskeln über die Achsel und nickte einen Abschiedsgruß. Die Excellenzen ritten davon. Guten Moraen. Tiermann!" rief Korpskommandant noch einmal zurück diesmal mit dem Tonfall, den er voriaes Jahr immer für Generalmajor Baron Jendrzejowski gehabt hatte. Dieser Jendrzejowski ist beim letzten Novemberavancement Divisionär ge-worden.
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