Indiana Tribüne, Volume 27, Number 8, Indianapolis, Marion County, 1 September 1903 — Page 6

Jildilttia Tribünc, 1. September 1903.

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Europäische Nachrichten.

Provinz Schreswig'Löolsteln. Schleswig. Beim Baden in der Schlei hat der bei dem Am Holm wohnenden Bäckermeister Paap beschäftigte Bäckermeister Wolff aus Groß-Quern seinen Tod gesunden. A l t o n a. Für die Handelskammerbezirke Altona, Kiel und Flensbürg ist Henry Schmidt Zn Altona als Dispacheur anaestellt und vereidigt. Dem Landgerichtsrath Dr. Birnbäum in Altona ist die erdeteneEntiaisung aus dem Justizdienst ertheilt worden. Apenrade Pastor Nielsen in Apenrade ist zum Hilfsgcistlichen der St. Marien - Gemeinde in Flensburg bestellt worden. (5 l m s h o r n. Der Gerbereibesitzer H. Schnohr wollte das Feuer in der Maschine anzünden. Wahrscheinlich ist er auf den Deckel einer mit Lohsäure gefüllten Grube getreten, der Deckel umgekippt und er kopfüber in die Grube gestürzt, denn seine erwachsene Tochter fand ihn mit den Füßen nach oben in der Lohgrube als Leiche. Haders leben. Das Flensburger Schöffengericht derurtheute den Redakteur Stackerzan in Hadersleren weaen schwerer Beleidiaunz des Nedakteurs Jessen - Flensburg zu 800 Mark Geldbuße. Kiel. Kanzleisekretar a. D. H:mrich Maaß erhielt den Kronenorden 4. Klasse und Amtsgerichtsrath Paulsen den Rothen Adlerorden 4. Klasse. infolge Absturzes aus dem Großmast während einer Schießübung derSchulfregatte Stein" ertrank der Schiffsjunge Hohn auf der Außenföhrde. Neumunster. Der lSjahnge Sohn des hiesigen Schlachtermeisters Hinrich Poß verunglückte dadurch, daß ein durch Motor getriebener Schmirgelstein, an dem er beschäftigt war, zersprang und einzelne Stücke davon ihm die Sckiädeldecke zertrümmerten. Der junge Mann ist gestorben. Wandsbeck. Hier verschied an den Folqen eines Schlaganfalles der Rentier I. H. Bruns, der seit dem 12. Februar 1892 dem StadtverordnetenCollegiuin angehört und seit mehreren Jabren stellvertretender BürgerwortHalter war. Provinz ZiHrclien. Breslau. Ertrunken ist der Schulgasse 22 wohnende Arbeiter Ernst Wilhelm, der auf dem Dampfer Germania" als Aushilfskellner befchäftigt war. Als der Dampfer nach Schluß der Fahrten in der Qhle derankert worden war, stürzte der Arbeiter über Bord. Friedersdorf. Der Hebamme Emilie Grabs ist in Anerkennung ihrer 40jährigen verdienstvollen Berufsthätigkeit von der Kaiserin eine goldene Brosche verliehen worden. Gellendorf. Bon einem Eisenbahnzuge wurde der Malermeister Schulz aus Stroppen überfahren und getödiet. Schulz wollte hier die Rückreise antreten, hatte aber den Zug versäumt und versuchte nun hinter d?r hiesigen Station auf den bereits in Bewegung befindlichen Zug aufzuspringen. 'Dieser Versuch mißglückte aber. Schulz kam zu Fall, gerieth unter die Räder und fand feinen Tod. Klein - Ellgut h. Der 21 Jahre alte Bergmann Hermann Bruschke, Sohn der Stellenauszüglerin Bruschke, wurde vom Blitz erschlagen. Ter junge Mann kehrte mit der Sense auf dem Rücken vom Felde seines Bruders zurück, wo er Klee gemäht hatt: und von wo er des Gewitters wegen nach Hause gegangen wr:. Im Hausflur angekommen, wollte er gerade die Sense weglegen, in deselben Augenblicke kam der Schlaa. der dem jungen Manne an Kops und Rücken entlang fuhr. Raumburg (Queis). Beim Spiel fiel der achtjährige Sohn des Töpfers Strauß in's Wasser. Der Knabe ging sofort unter, und d Vemühungen des alsbald an der linglücksstelle erschienen und iu's Wttsser gegangenen Mühlenbesttzere Kanipfmeyer, den Knaben zu reUen, naren umsonst. R o h n st o ck. Unser allltliebter Superintendcnt Hillberg konnte euf eine 25jährige Amtsthätigkeit als Superintendent des Kreises Bolkenhain zurückblicken. Aus Anlaß dieses Jubiläums veranstalteten die Geistlichen des Kreises ihrem Vorgesetzten eine Feier in Bolkenhain. Zum Angebinde wurde dem Jubelpriester eine große silberne Schale überreicht. T i l l e n d o r f. Auf eine schreckliche Weise ist das 2.jährige Söhnchen des Zimmermann's Girbig zu Tode gekommen. Während das Kind eine kurze Zeit allein in der Stube war, hat es jedenfalls die Streichhölzer in die Hände oekommen und unglücklicherweise seine Kleider in Brand gesetzt. Winzig. Das Schuhmachermeisier Eitelt'scheEhepaa? hier feierte seine diamantene Hochzeit. Die Frau ist über 80 Jahre alt. Provinz "gofcn. Posen. Dem Regierungsassessor Andrae aus Düsseldorf ist die Verwaltung des Landrathsamts im Kreise Posen - Ost, Regierungsbezirk Posen, vertretungsweise übertragen worden. V a r t s ch i n. In Osnabrück ist der Oberregierungsrath August Wegn,r gestorben. Er war 1835 gls

Sohn des Rittergutsbesitzers Wegner auf Zoltowo bei Bartschin geboren. B o m st. Erhängt hat sich der 60jährige Arbeiter Kalasmski aus Wymyslaw. Große Schmerzen infolge von Rheumatismus haben ihn zu der Verzweiflung getrieben Klein - Morin. Dem Altsttzer Friedrich Mutschler ist aus Anlaß der Goldenen Hochzeit die Ehejubiläumsmedaille verliehen worden. Mali nie. Dem Rittme,ister a. D. Jouanne wurde die silberne Gestütsmedaille verlieben. . ö l o r l e n. ' Der Sohn des ÄNstedlers Gebauer aus Reitwülde hatte von seinem Bruder, der hier wohnt, eine große Fuhre Torf gebolt. Als der etwa 16 Jahre alte Gebauer etwa 500 Schritte von dem Gehöfte seines Bruders entfernt war, versuchte er auf den Wagen zu klettern. Dabei stürzte er so unglücklich, daß ihm das Hinterrad über den Kopf hinwegging. Gebaue? war sofort todt. S ch u l i tz. Sein eigenes Kind, ein

Mädchen von sechs Jahren, ubersuqr der Besitzer Leopold Brettin. Er fuhr die Vahnhofstraße herunter, während feine Tochter am Wagen nebenher lief und sich an den Faschinen, die auf den Wagen geladen waren, festhielt. Die Kräfte müssen wohl die Klein: verlassen haben, so daß sie hinfiel und vom Hinterrade überfahren wuide. Das Kind war auf der Stelle todt. S ch r i m m. Dem Maurerpolier August Günther wurde die Rettunasmedaille am Bande verlieben. Vrovinz Sachsen. Magdeburg. Dem Generalsuperintendenten und ersten Dompfarrer D. Vieregge Hierselbst ist der Kronenorden zweiter Klasse und dem Marine - Oberingenieur a. D. Wusterhaus hier der Krone::orden vierter Klasse verliehen worden. Dem Eisenbcchnzugführer a. D. Dreber, dem Eisinbahnschaffner. a. D. Gerber und dem Eisenbahnweichensteller a. D. Fritsch ist das Allgemeine EhrerlZeichen verliehen worden. B e l g e r n. In der Elbe in der Gegend des KasseehausesBusse ertrank der Fischermeister und Kriegs - Veteran Traugott Otto. Er hatte von der Fischzugstelle am Tauschwitzer Ufer zwei Herren nach dem diesseitigen Ufer übergesetzt. Im Begriff, die Rückfahrt anzutreten, ist er über Bord gefallen. H e i l i g e n st a d t. Nach einer fast 5()jährigen Dienstzeit ist Kanzleirath Frömmelt in den Ruhestand getreten. Frömmelt war ein pflichte!friger und tüchtiger Beamter und wurde deshalb allgemein geschätzt. Klein - S ch w e ch t e n. In echt altmärkischer Weise wurde hier die Hochzeit des W. Rahmsdorf gefeiert. An 200 Gäste waren der Einladung gefolgt. Zur standesamtlichen Ehefchließung begab sich das Brautpaar im blumengeschmllckten Wagen mit ei7.er Musikkapelle und zehn Vorreitern nach Eichstedt, der Geburtsstätte des Afrikaforschers Nachtigall. Quedlinburg. Der 16 Jahre alte Schriftsetzerlehrling Hermann Schobelt erschoß sich mit einem Nevolver in seiner elterlichen Wohnung. Schobelt hatte einem Kameraden aus Muthwillen die Hose. zerschnitten und griff nun aus Furcht vor Strafe zur Waffe. Von den zwei Schüssen, welche der jugendliche Selbstmörder auf sich abgab, wurden Hals und Magengegend so schwer verletzt, daß der Tod in kurzer Zeit eintrat. Staßfurt. In der chemischen Fabrik von Schippau & Co. Hierselbst ist der Arbeiter Andreas Mainzer von einem Treibriemen erfaßt, herumgeschleudert und zerquetscht worden; der Oberkörper hing in der Transmission, während die abgerissenen Beine herabgefallen waren. S t r e h s o w. Gutsarbeiter Dahme kam mit einer Holzfuhre aus dem Walde, um nach dem Gutshofe zu sahren. Äurch einen Ruck des Wagens wurde er aus seinem Sitz vor die Räder geschleudert; das Vorderrad des schwer beladenen Fuhrwerkes ging ihm über den Kopf und zerquetschte diesen vollständig. Der Unglückliche war sofort todt. Torgau. Vor dem hiesigen Schwurgericht standen der Brauer Arnold Reschke und dessen Ehefrau Ernestine, geb. Krüger, aus Schlieben unter der Anklage, am 3. März d. I. zu Schlieben gemeinschaftlich den Handarbeite? Müller vorsätzlich getödtet zu haben. Beide Angeklagten wurden wegen Todtschlags und versuchten Mordes zu je 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Zeitz. Der 13jährige Schulknabe Schilde. Sohn eines hiesigen Formers. badete mit mehreren Schulkameraden in der Elster und sprang, als einer der badenden Knaben in Gefahr gerieth, zu ertrinken, hinterdrein, um seinen Kameraden zu retten. Der brave Knabe mußte jedoch seine muthigeThat mit dem Tode büßen. Der Retter ertrank, während der Gefährdete unversehrt aus dem Flusse gezogen werden konnte. ArsVinz (jbctttttotjcr. H a n n o v e r. Die etwa 28. Jahre alte Luise Brunnschön wurde von einem Zuhälter durch mehrere Messerstiche getödtet. Der Vorfall hat sich auf der Schillerstraße gegenüber der alten Hannover'schen Bank abgespielt. Der Thäter wurde alsbald verhaftet. Es ist der Schlosser Adolf Schrader aus Celle. Aus Anlaß des vollende-

ten 25jährigen Bestehens der hiesigen

Firma Brecky & Miehe fand in den , Räumen der Odd Fellow - Loge eine Jubiläumsfeier statt. Vorher wurde dem Chef der Firma durch den Prokuristen Paul Linke unter feierlicher Anspräche eine kostbare Vronzefigur und eine photographische Aufrahme des gesammtm Geschäftspersonals überreicht. D ü s h o r n. Zwei junge Leute, Blöde und Kappenberg, vergnügten sich beim unerlaubten Vogelschießen. Der längere Zeit kränklich gewesene, aber auf der Besserung sich befindliche 17jährige D. Helberg benutzte seinen ersten Spaziergang, um beim Schießen zuzusehen, das ihm zum Verhängniß werden sollte. Als er nämlich in die Nähe der Schützen kam, steckten diese ihre Gewehr schnell in eine DornenHecke, um zu verbergen, daß sie es waren, welche hier schössen. Doch der junge Helberg fand das Gewehr, faßte es am Lauf und beim Hinausziehen desselben hakte der Abzug fest, ein Schuß krachte und die Kugel drang dem jungen Manne in die Brust. Er starb sofort. K a l e f e l d. Auf traurige Weise um's Leben gekommen ist der 10jährige Sohn des Dreschmaschinenüesttzers Otte, der auf der Dorfsiraße aus eigenem Verschulden von dem schweren Wagen des Besitzers Schütte ausGandersheim überfahren wurde, und zwar so sehr, daß der Kopf total zermalmt war und der Tod sofort eintrat. Munden. Aus Anlaß der goldenen Hochzeit des Ehepaares, Wundarztes Friedrich Andree und Frau, geb. Utermöhlen, hat der Kaiser diesem Paare die Ehejubiläumsmedaille verliehen. Die Ueberreichung erfolgte durch Pastor Meyer mit entsprechender Ansprache im engeren häuslichen Kreise. N i e n b u r g. Die alte Weserbrllcke wird nunmehr von der Bildfläche verschwinden, da seitens der hiesigenWasserbauinspektion die Verdingung des Abbruches, auszuführen vom 1. September bis 30. November, bereits ausgeschrieben ist. Mit der Brücke verschwindet wieder ein Zeichen der so reichen historischen Vergangenheit unserer Stadt. P e i n e. Das hiesige Walzwerk beschloß, nach Krupp'schem Muster eine Bibliothek für seine Arbeiter einzurichten. Es ist vorerst eine Anschaffung von etwa 10.000 Bänden in Aussicht genommen. S ch o n i n g e n. Der Knecht der Göpel'schen Oekonomie, HeinrichMay, war im Begriff, einen beladenen Möbelwagen zu transportiren. Er hatte sich auf eins derPferde gesetzt, als diese vlötzlich wild wurden und in rasendem Tempo mit dem Wagen dahinsausten. Hierbei fiel May vom Pferde und kam so unglücklich unter den Wagen zu liegen, daß die Räder ihm über den Kopf fuhren, wodurch der Tod auf der Stelle eintrat. Des Weges kommende Passanten hielten die Pferde auf. Die Beamten des Bundesgeheimdienstes haben ein neues gefälschtes Eindollar - Silbercertifikat entdeckt. Die allgemeine Erscheinung der Note ist vorzüglich und sehr dazu geeignet, selbst sehr vorsichtige Leute irre zu führen. Sie bildet eine Nachahmung der Serie des Jahres 1891, Check - Buchstabe D. mit der Unterschrift des Registrators Tillman und dem Hendricks - Portrait und ist anscheinend von Platten gedruckt, welche auf photo-chemischem Wege hergestellt sind. Die bisher zum Vorschein gekommenen Exemplare trugen sämmtlich die Nummern 7.019.384. DiezwischenStillwater, Minn., und Lake Elmo wohnenden Farmer wurden unlängst von einem Fremden um eine beträchtliche Summe Geldes beschwindelt. Derselbe verkaufte den Farmern ein Pulver, welches, mit Wasser vermischt, 24 Stunden stehen mußte, ehe es gebraucht werden konnte. Es sollte, wie er angab, die Fliegen von Pferden und sonstigem Vieh abhalten. Natürlicherweise verkaufte er eine Unmasse davon. Nach einer Untersuchung deö Pulvers stellte es sich heraus, daß es ein Gemisch von Sand und Sägespähnen war. Der Gauner hat. wie es scheint, dem ganzen westlichen Theil des County einen Besuch abgestattet. Ein Bürger von Qconomovoc, Wis., William W. Minckle, der in bescheidenen Verhältnissen lebt, erhielt die Mittheilung, daß er und seine Verwandten, die in Amerika leben, als Erben eines Nachlasses zum Betrage von Z29,000,000 betrachtet werden. Es verstarb in Holland ein Verwandter der Familie, welch letztere bereits Anfangs des vergangenen Jahrhunderts nach Amerika auswanderte und deren Nachkommen in verschiedenen Gegenden der Vereinigten Staaten jetzt ansässig sind. Es wird wohl jedenfalls eines hartnäckigen Kampfes in den holländischen Gerichten bedürfen, um einen Theil der Erbschaft für die Familienmitglieder in Amerika zu sichern. iLrfleocyverfucye. Du. Elise. der Pudding scheint Dir aber nicht besonders gerathen zu sein!" ,Wart' es doch ab; dies ist ja nur ein Entwurf!" In der Gerichtsschrei d e r e i. Bauer (der ein Protokoll unterschreiben soll): Für mei Weib muß i die drei Kreuzel au machen die kann nit schreib'.

A u Z d t in R e i ch t d t x Mitte kommt eine erfreuliche Kunde. Die Reisernte, die soeben begonnen hat, verspricht diesmal, nach zwei Mißernten. sehr gut zu werden. Damit würde auch der Hungersnoth in der NachbarProvinz Kwangsi ein Ende bereitet ; es ist dort so weit gekommen, daß die Bewohner ihre Kinder und sogar- ihre Weiber verkauften; die letzteren erzielten etwa 30 50 Dollars pro Kopf; auch hat man Menschenfleisch verzehrt, das aus den Leichnamen von hinaerichteten Verbrechern geschnitten würde. Trotz der strengenBestimmungen, die das in den 90er Iahren in Norwegen in Kraft getretene Vranntweingesetz brachte, gibt es in Christiania noch immer eine Masse Leute, die über den Durst trinken. Im Jahre 1902 wurden wegen Trunkenheit nicht weniger als 13,474 Personen festgenommen und ungefähr ebenso viele zu Geldstrafen verurtheilt. Unter den auf der Polizeiwache eingelieferten Betrunkenen befanden sich 1210 Frauen. Immerhin zeigt sich gegen die vorhergehenden Jahre eine bedeutende Abnahme, denn im Jahre 1899 wurden etwas über 22.000 Betrunkene verhaftet. Im Rechenschaftsbericht der Polizei wird die Abnahme der Trunkenheit u. a. damit begründet, daß dem Absatz von Politur- und denaturirtem Spiritus Schwierigkeiten in den Weg gelegt wurden, was darauf schließen läßt, daß manche Trinker im Gebrauch von Genußmitteln nicht sehr wählerisch sind. Die Einwohner der griechischen Stadt Krawassora wurden neulich Nachts durch ein donnerartiges Getöse geweckt. Die erschreckten Leute eilten hinaus auf die Straße. Vor dem Friedensgericht schlug ihnen der Geruch von verbrannten Kleidern entgegen, und bald bot sich ihnen ein entsetzliches Bild; sie fanden den völlig zerrissenen Leichnam des Friedensrichters Loulas. Dieser hatte mit ei-

nem Mädchen Namens Jrini ein Liebesverhaltniß unterhalten, das er aber lösen wollte, um sich mit einer anderen Schönen von Krawassora zu verheirathen. Jrini beschloß, furchtbare Räch: zu nehmen. Sie legte eine DynamitPatrone unter das Kopfkissen des Loulas, als dieser in einer heißen Nacht sein Bett auf dem Balkon seines Hauses aufgeschlagen hatte. Mit der Pa trone war eine Zündschnur in Verbindung gebracht worden, die vom Balkon bis zur Straße hinabhing, von einem Freund der Jrini in Brand ge steckt wurde und die Explosion hervorrief. Der Richter hatte in tiefem Schlaf gelegen, da ihm vor Ausführung der Mordthat Betäubungsmittel im Wein gereicht worden waren. D i e schwierige Frage der Versorgung der italienischen Provinz Apulien mitTrinkwasser geht jetzt nach langwierigen Verhandlungen ihrer Lösung entgegen. Durch ein Scsetz ist die Mitwirkung des Staates und der betheiligten Provinzen gesichert. Die Finanzwelt hat dem großen Werke lebhaftes Jntersse entgegengebracht, und die italienische Regierung ist verständig! worden, daß die aröten Unternehmer öffentlicher Arbeiten, besonders solche für Wasserleitungen sich an der Submission, die am 1. Januar 1904 in Rom im Ministerium der öffentlichen Arbeiten stattfinden soll, betheiligen werden. Die Kosten sind auf 136 Millionen Lire angesetzt, die Arbeiten sollen in zehn .Jahren vollendet sein. Die Conzession für die Ausnutzung des Aquädukts wird 90 Jahre ertheilt. Uebrigens erfahren die öffentlichen Arbeiten in Italien jetzt auch anderweite große Förderung; so ist durch ein jüngst erlassenes Gesetz der Bau mehrerexer Eisenbahnen angeordnet worden, darunter der einer direkten Linie zwischen Rom und Neapel, wenn möglich mit elektrischem Betriebe. Für viele andere öffentliche Unternehmungen sind ebenfalls die Vorarbeiten eingeleitet. In 'einer der letzten Nächte zogen' die Fischer von Leba mit etwa 40 Booten bei vollständiger Windstille auf die Ostfee zum Flunderfang aus. Nachdem sie vier Meilen weit mit ihren Fahrzeugen gekommen waren, wurden sie von einem heftigen Südwinde überrascht, der ihnen nicht nur den Fang, sondern auch die Rückkehr in den. Hafen unmöglich machte. Morgens sah man am Strande von Leba die Frauen und kleinen Kinder sowie die Väter und Mütter der Fischer wehklagend und besorgt auss Meer blicken, um etwas von den Fahrzeugen zu entdecken. Hin und her liesen die Angehörigen am Strande, bald aus den Dünen, bald unten amWasser, stets ihren Blick nach dem Horizont gerichtet, um dort ein Zeichen zu erspähen, welches ihnen die Hoffnung verkünden sollte, daß das Meer sich beruhigen würde. Endlich hauchten die Masten der ersten vier Boote auf. Im Sturme eilten Frauen und Kinder nach Hause, um Eßwaaren und Getränke und trockene Kleider herbeizuschaffen. Man hatte inzwischen mit Sicherheit angenommen, daß sich die Fischer als einzige Rettung in stillem Gottvertrauen in ihren Booten von den schaumspritzenden Wellen beliebig an's Land treiben lassen würden. GegenAbend kam dann die Nachricht. daß" die Fischer glücklich anderthalb Meilen von Leba auf den Strand gekommen waren. Jubelnd wurden die Männer empfangen, von Weib und Kind herzlich begrüßt sie waten wieder einmal dem Tode entronnen.

Tie Zndusirie-Ausstellung in Japan.

Die Engländer des Ostens, wie man die Japaner mit Recht nennt, haben in Osaka ihre 5. internationale Industrie - Ausstellung eröffnet, die eine interessante Revue über die Jndustrie des Landes gibt. Wie in Kiot) und Tokio, wo die früheren Ausstellungen stattgefunden haben, staunt man wieder, was dieses Volk in den letzten dreißig Jahren geleistet hat. Ein besonders gutes Bild von der LeistungsFähigkeit Japans geben die Abtheilungen für Manufakturwaaren, für Ma-Industrie-Ausstellung in Osaka (Japan). schinen, für Elektrizität und für Schiffbau. Die Japaner scheinen sich der Erzeugnisse aller Länder bemächtigt zu haben und machen alles nach, vom Likör bis zum Vycicle. Nur eine Abtheilung wird von den Ausländern, die die Ausstellung besichtigt haben, einstimmig getadelt. Es ist dies die Gemäldeausstellung. Viele japanische Künstler haben versucht, ihren eigenen Stil aufzugeben und sich französischen Einflüssen zu unterwerfen. Das Resultat ist ein Gemisch, eine Malerei, nicht japanisch und nicht französisch, die dem Kunstfreund Grauen einflößt. Zerstreut. Nichter: .. .Also deshalb griffen Sie zum Messer, weil Ihnen der Zeuge seinen Teller mit Hühnersuppe in's Gesicht geschleudert hatte? Essen Sie nicht gerne Hühnersuppe?" Macht der Gewohnheit. Schauspieler (der, ohne Sommerengagement, im Büffet einer Gastwirthschaft beim Gläserwaschen hilft): Herr Wirth, so, nun bitt' ich um mein Spül-Honorar! Dienstwillig. Wirth: Hast Du den Herrn auf No. 33 um Fünf geweckt? Hausknecht: Der war net zum Derwecken, da hab i halt den auf 39 aufg'weckt, damit i's Möglichste thun'. Ein Pedant. Chef (zum Commis): Ordnen Sie die Briefe nach dem Alphabet und derbrennen Sie sie dann ich brauche sie nicht mehr!" Aber Emil, De wirst toch nicht ksen wollen de Leitung in Deinem Schlafzimmer, wo mer doch, haben t' besonderes Lesezimmer!!"

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