Indiana Tribüne, Volume 27, Number 8, Indianapolis, Marion County, 1 September 1903 — Page 5
Jndiana Tribüne, 1. September 1903
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"5 ,, jwjl w ; (Schluß.) Stumm nickte sie vor sich hin, als fände sie nicht Kraft, weite? in ihn zu dringen. Im nächsten Augenblick hatte er sie umfaßt und wild an sich gedrüät. Leb' wchl. Rosi! Vielleicht seh' ich Dich noch einmal, bevor ich reise," sagte :r. Au3 seinem Ton hörte sie. daß er ihr nimmer nahe kommen werde. Gehst denn, kannst denn gehen?" fragte sie mit zuckendem Mund. a fühlte sie seine Lippen auf ihrer Wange, und dann rann ein heißer Tropfen aus ihre Hand. Zercmz micü nimmer, ick) bab' Dick) ja so furchtbar lieb!" hörte sie ihn sagen. Tann stand er an der Thür und griff nach der Klinke. Vinzcnz, geh' nicht!" schrie die Rosi auf. Aber schon schlug die Thüre hart Zn's Schloß. Er war gegangen. Mitten in der Stube stand das Mädchen und lauschte, ob er zurückkommen werde. Ihr feines Gesicht war schrecklich bleich, und die Augen standen groß und feucht darin. Da kam ein Schritt über den Haubflur und näherte sich der Thür. Es war die Bäuerin. Sie schra! zusammen, als sie das Mädchen gewahrte, das noch immer stand und langsam die Hände ineinander vcrschlang, wie um sich auszukämpfen. WaS hast?" fragte die Mutter, vor ihr ftehenb leibend. Der Vinzenz," saqte leise die Rosi. ..Waöistitdem? Er will fort für immer!" Mit grausame? Macht kam der Frau der Verdacht zurück, der sie seit Tagen peinigte; dem Vinzenz galt er nicht! Sie ließ auch die Angst nicht aufkommen in sich; sie wußte nur. daß der Schirner-Vinzenz nicht fort durfte, und s i e mußte ihn halten! Das Wie" würde sich finden müssen. Die Rosi lehnte sich an ihre Schult:r; der Mutter Arm hielt sie fest. Was mag's sein, Müetti? er muß doch etwas gethan haben, daß er flieht! O mein Gott, hat er denn etwas Schlechtes thun können?" Sei still, Rosi! Der Vinzenz hat nichts gethan, das weiß ich! Er soll auch nicht fort! Ich rede schon mit ihm!" Die ganze Kraft und Entschlossenheit der Frau lag in ihrer Stimme, und das jung? Ding an ihrer Seite wußte, daß darauf zu bauen war. Gelt, Müetti, Du hilfst?" sagte sie, halb getröstet. Stumm nickte die Andere. Dann gingen die Beiden an ihre Arbeit. Als die Bäuerin eine kleine Weile später ging, im Stall nach dem Rechten zu sehen, sah sie den Schirner-Vinzenz im Hut und mit einer brennenden Laterne aus dem Hause treten. Wohfri willst denn noch?" fragte sie, eine seltsame Unruhe in seinem Gesicht lesend. Er blickte auf zu ihr wie ein Ertappter. Er hatte auch sie zu vermeiden gehofft. Dann erklärte er hastig, daß der Vater seit dem Morgen aus sei im Holz und noch immer nicht zurückzekommen sei. Er müsse hinauf ihn zu suchen, da er sonst immer beim Zunachten zu Hause sei. Wo ist er denn hin?" fragte sie. In die Bristen." war die Antwort. Und öiö dort hinauf willst noch?" Ich muß!" So nimm ein paar mit im Dorf!" Jch fürcht' mich nicht," meinte er schroff. Da griff, sie nach seiner Hand und zwang ihn, ihr in's Auge zu sehen. Denk' an die Rosi, Vinzenz." sagte sie in festem Tone, dem er sich unbewußt beugte. Leife sagte er: Gut, ich will den Sternwirth um zwei Knechte bitten!" Dann eilte er fort. Die Bäuerin sah ihm nach, und ein sündiger Wunsch war in ihrer Seele: er möchte eir&n Todten bringen. Her? Gott im Himmel, vergib!" stämmeltc sie. als sie sich daraus ertappte. Dann trat sie in y Haus zurück. . Es war ein selben Freitag Morgen. Ueber den -vom Regen weichen Wald:' Pfad schritt der alte Schirner.nach den Bristen Er trug sein Beil über der Schulter, und es schien, als steige der Alte mühsamer als sonst bergan. Was ihn herauftrieb, das wußte er selder kaum. Sicher war die zu verrichtende Arbeit nicht so unaufschiebbar. als daß der Hölzer sich nicht einen besseren Tag hätte aussuchen können. Aber zum erstenmal in seinem Leben war der Schirner-Josep von eine? Unruhe gepeinigt, daß es ihn zu Hause nicht litt Der Vinzenz wollte fort, das brachte)hn mehr auf. als er wollte merken lajzen; und je nähe: der Tag der Abieise für den Ersteren kam, dest? häufiger sann der Alte darüber. Der Waldganz in dem strömenden Regen sollte ihm die Grillen vertreiben. Die aber wichen nicht so leicht. Von den L?umen fielen arone Trcvfen auf den
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,, Novelle von Ernst 3aQn .-. struppigen, unbedeckten Kopf des Gebirglers. Seine Kleider waren schwer vom Regen. Das achtete er nicht; aber es klang ihm etwas in den Ohren, das ihn peinigte. Am Montag geht Dein Bub' fort, und Du siehst ihn nimmer Dein Lebtag!" Das Raunen wurde er nicht los. Und weiter stieg er durch den Wald, bis er die Bristen erreickt hatte. Ein Stück des Waldes hoch oben über dem Dorfe trug diesen Namen, und die jähe Felswand, die mitten im Wald eine Lücke schuf, hieß die Bristenfluh. Ob dieser in furchtbarer Steilheit abfallenden Felsmauer führte ein Zi?genpsad nach dem Waldeigen des Schirner-Jofep. Nach diesem wollte dT Alte, eine abgestandene Tanne zu schlagen. Eben jetzt erreichte er die Lichtung nahe der Wand. Ein paar Schritte mußten ihn an sein Ziel bringen. Aufathmend blieb er stehen und drückte sich den verwitterten Filzhut, den er in der Hand getragen hatte, in's nasse Haar. Dann schaute er mit halb' scheuen, halb finsteren Blicken um sich. Schwere Nebel trieben sich an den Bergen hin. in grauen Fetzen hingen sie über triefenden Tannen und lagerten sich hoch über seinem Kopf am starr aufstrebenden Fels. Auch an der gegenüberlieaenden Wand fehlten sie nicht; oorl trieo ein 5irpzug vas graue ux wölk westwärts gegen den Mittagsstock. Für einen Augenblick ragte die weiße Spitze des letzteren aus dem Nebel hervor; fahl gespenstisch leuchtete sie derüber. Ter Alte brachte den Blick nicht von ihr. Ein Schauder überrann ihn. Da faßte ihn helle Wuth. Verfluchter Berg!" schäumte er auf. Dann zwang er sich und schritt nach der Fluh. Behutsam, mit altgewohnterSicherheit. setzte er den Fuß auf d2s .c;;e Gras des schwindelnden, nur Fuße Raum gewährenden Psa- ;. Nun hatte er die Mitte erreicht .:::d maß mit den Blicken die letzten Schritte zum Ziel. Auf einmal zwang es ihm die Augen nach der weißen Schncespitze drüben. Eine grausige Furcht kam in sein Furchengesicht. Ein unmerkliches Straucheln jetzt, ein Ringen um das Gleichgewicht die hagere Gestalt schlägt nach außen dann ein kurzes, gurgelndes Aeckzen. und der Schirner-Josep fällt, schlägt nieder an der steilen Wand und verschwindet in der Tiefe. Ein Ton bricht in die Stille wie von klingendem Eisen. Die Axt mag unten auf den Stein geschlagen haben. Dann ist alles still. Der Regen nur schauert aus den Nebeln, und drüben jagt der Wind verhüllende Schwaden um das fahe Schneehaupt des Mittagsstockes. Die Nackt hindurch hatte der Vinzenz mit den Knechten nach dem Vater gesucht im Gehölz. Ueber den ZiegenPfad an der Bristenfluh hatten sie sich nicht gewagt; aber vor der Fluh hatte der junge Bauer gestanden, und wenn er da hinunter wär'." war ihm Plötzlich ein Fragen gekommen. Als der Tag hereinbrach und der Regen einem heißen Sonnengruße wich, suchten sie am Fuße der Fluh. Da fanden sie ihn. Und noch war Leben in dem zähen Körper. Auf zwei jungen Tannen, die sie durch Aeste , verbanden, trugen sie ihn heim. Der Schirner-Josep ist verunglückt! Das ging wie ein Lauffeuer durch's Dorf. Der Bahre war trotz der frühen Morgenstunde ein Theil der Dorfjugend gefolgt, und ein Menschenknäuel umstand jetzt des Sterbenden Hütte, um womöglich Näheres über den Unfall zu erfahren. Daß es mit ihm zum Sterden gina, das war eben jetzt unter der Meng,' bekannt geworden, da die alte Magd der beiden Schirner hmausgerannt war, den Pfarrer zu holen, da mit der dem Schwerverletzten die letzte Oelung reiche. Eine schwarzgekleidete, hochgewachsene Frau bahnte sich eben einen Weg durch die Menichengrupve. Der Mat telibäuerin machten sie willig Platz, und ohne ein Wort verschwand die Frau im Hause des Schirner. In der engen Schlafstube, wo der Schirner-Josep lag. herrschte eine schwere, beängstigende Luft. Wohl ge bettet ruhte der Verunglückte; der Binzenz hielt allein die Wache bei ihm. Er legte von Zeit zu Zeit nasse Tücher auf den fiebernden Kopf des Kranken; die Hand des rauhen Mannes war weich, da er den Vater pflegte, der ihm doch wenig Gutes gethan. Ein Stöhnen rana sich aus Schirners Brust. Der Vinzenz beugte sich über ihn. um zu kuschen, was er be gehre. Da stand die Mättelibäuerin in der Thür. Hoch aufgerichtet, aber zum Erschrecken bleich stand sie da und sagte rn hartem, unbeugsamem Tone: Ich bin 'kommen, Dir zu helfen, Vinzenz! Der machte eine Bewegung, als weise er sie fort; aber sie kehrte sich nicht daran. Die Tücher nahm sie ihm aus der Hand und wechselte sie auf der Stirn des Daliegenden. ' Derweil waren ihre Lippen zusammmgepreßt. verbissen fast. Wie eine Richterin stand sie am Bett.Der Schirner wurde unruhig. Seine hxZher cefAlofienen Auaen ofinefm fiifi
weit, und plötzlich richtete er staz valb auf. auf den rechten, unverletzten Arm sich stützend. Bist da. Frau?" sagte er keuchend
und stierte die Bäuerin an. Sie sah. daß er sie kannte. Ein Zug wie von Angst flog über ihr Gesicht. Dann sagte sie hastig: 's geht zu End' Vinzenz! Sieh, daß der Pfarre? kommt rasch Die Trine holt ihn," gab er zur Antwort, und wieder frug sein Blick: Was thust Du hier? Aber er kannte sie nicht! Geh!" herrschte sie ihn an. Such' ihn Du, wenn ihn die Trine nicht find't. oder soll der Vater sonst " Schon verschwand der Vmzenz in der Thür. Da kniete die Frau nieder am Bett wie befreit. Wenn jetzt nur eine Viertelstunde ibr blieb! Ter Sckirner-Josep redete noch immer wirr durcheinander. Plötzlich ward er still. Die Frau sprach. Die Worte hatten einen metallenen Klang. öast mir etwas zu sagen, SchirnerSepp?" Ein scheuer Blick unter den buschigen Brauen hervor traf sie. Tann brachte der Sterbende mit letzter Kraft fernen Mund an ihr Ohr. Ich hab s gethan, Frau, raunte er hinein, heiser, scbrecklich. Sie wußte, was er meinte. Sie war darauf vorbereitet. Und doch traf es sie wie ein Schlag. Aber sie zwang sich auf. Erschöpft war er in die Kissen zurückgesunken, und nun neigte sie sich zu ihm, nah, ganz nah. ' Schirncr-Sepp, wenn D' gut machen willst hier in Deiner letzten Stund', schweig! Keiner darf's wissen, daZ, was D' mir gesagt hast, hörst keiner!" Noch einmal fand der Schirner zum Reden Kra-ft. Der Vinzenz die Rosi?" fragte er stockend. Er hatte sie begriffen, ehe sie ihr za. das ist's," ausgesprochen hatte. Und da! mit tastender Hand hatte er, ehe sie es hindern konnte, ehe sie nur wußte, was er that, den Verband weggerissen und die blutverkrustete Wunde geöffnet. Was thust?" schrie die Bäuerin aus und mit zitternden Fingern preßte sie das Tuch aus das quellende Blut. Aber es half nicht mehr! Verzeih'!" kam es fast unhorbar noch an ihr Ohr. Dann huschte ein aschfahler Schein über Schirners Gesicht. Lang aus streckte er sich, und die Bäuerin hatte seine Reden nimmer zu fürchten! In dem Augenblick trat der Vinzenz mit dem Pfarrer und seinem Meßdiener ein. Am Bett stand die Frau und fuhr sacht über die Lider des Todten, daß sie sich schlössen. Ihr kommt zu spat,Hochwurdlger, sagte sie ruhig und klar. Ist er todt?" fragte der Vinzenz. Eine wilde Furcht stand ihm in's Gesicht geschrieben. Die Bauerm nickte. Gerade ihm hätte die letzte Beichte werden sollen!" sagte düster der Geistllche. Da richtete sich die Frau am Bett zu ihrer vollen Höhe auf. Er hat in i r gebeichtet. Hochwür diger! Und ich sprech' ihn frei von der Schuld, die man ihm im Dorf aufburdet!" So hat er's nicht gethan, was man von ihm sagt?" fragte langsam der Geistliche, und sein Blick ruhte auf der Frau. Die zuckte nicht. Nein!" sagte sie fest. Dann laßt uns . beten für .ihn." murmelte der Pfarrer und kniete am Bett. Da ging ein Schluchzen durch den Raum, ein halb unterdrückter Schrei. Ter Vinzenz legte seine Hände an die Holzwand und schlug sein Gesicht hinein und weinte. Sein mächtiger Körper zitterte unter dem gewaltigen Ausbruch seines Schmerzes. Schmerz? Der Pfarrer mochte es dafür halten. Eine im Zimmer wußte, daß es Erlösung war von fürchterlicher Angst. Und schweigend ging die Bauerin aus der Stube. ', Die Menschen hatten fiü verlaufen. als die Mättelibäuerin nach ihrem
Hauje zuruclfcyritt. Die Nosi stand am Fenster und schaute brennenden Blickes auf die Straße. Da die Mutter sie sah, zuckte sie zusammen, als hätte die Herabschauende sie auf bösem Sinnen ertappt. Fast müde stieg sie die Treppe hinauf; aber als sie die Thür zur Wohnung öffnete, war sie stark und gefaßt. Der 'Schirner-Josep ist todt." sagte sie im Eintreten. Die Rosi stand vor ihr. Die Bäuerin sah. daß sie geweint fiatte. Sie schaute dem Mädchen in'ö Gesicht mit einem Blick, in welchem grenzenlose Liebe mit strengem Forschen sich paarte. Rosi," sagte sie mit fast finsterem Ernst. Bist g'iß. daß dem Vinzenz treu sein kannst mag kommen, was will!" Du weißt es ja. Müetti!" Es klang cherauf aüs der Seele des Mädchens, und ihre Augen leuchteten fast schwärmerisch in die dunkeln der Mutter. Gut denn, er bleibt bei Dir!" Er bleibt? - Er geht nicht fort! O mein Gott, ich dank' Dir!" Ein Schluchzen ging durch den Raum. Die Rosi hielt die Hände gefaltet und rang umsonst mit den Thränen. in welchen die Angst ihres Herzenö sich löste. Das Auge der . Bäuerin ruhte auf ihr. .Er bat fortaewollt. weil man seinem
Vater Schlechtes nacbaesaat bat im
Torf und er geglaubt hat, er dürf' Dir mcyt mehr nahe kommen! Das war wieder in so furcktbarem Ernst gesprochen, daß die Rost aufmerkam wurde. Was haben sie denn geredet?" Sie haben aesaat. der Schirner habe Dir den Vater getödtet!" Laut und barsch klang das m's Zimmer. , Jesus Maria!" stöhnte die Rosi auf. Und wieder redete die Frau: ftö aber. Deine Mutter, saae: es ist nicht wahr! Und ick) aebe Dick, dem Vinzenz! Denk' dran, mag kommen, was will. ich. Seine Mutter sage: 's ist nicht wahr, daß der Schirner mir den Mann getödtet hat und Dir den Vater!" Oart wie klinaendes Eilen hatte auck jetzt ihre Stimme getönt. Dann hatte vie Bäuerin das Zimmer verladen. Droben in ibrem Scklafnmmer schallte ihr schwerer Tritt. Dort in der öcammer stand das Weib vor einem an der Wand hängenden Kruzifix. Mein Heiland," stammelte sie in mächtig aufwallender Leidenschaft, Du weißt, daß ich mein Maitli nicht hab' können zu Grund gehen lassen, 2tt weißt, ich hab' den Lug auf mich genommen. daü ick den zwei iunaen Mensehen etwas Gutes thu', und Du magst mir verzeihen, mein Heiland!" Und wahrend die Manellbauerm betete, richtete die Rost unten in der Stube sich auf an der Mutter Worten. Das ich.. Deine Mutter sage: 's ist man wavr flslna inr tn Txn 5mr?n und löschte alle Änast in ibrer Brust. Dasür hieltenZukunftsträume Einzug, .oldene, an Sonnenfäden hängende, die ich weiter spannen bis in den Himmel, :en Himmel menschlichen Glückes! v Ueber ein Jahr war Hochzeit in !Frutten, die stillste und doch frohesie seit langem im Dorf. Der SchirnerVinzenz heirathete die Rosi-Epp! Als an jenem Tage, da der Vater ihm gestorben war, die Worte der Mättelibäuerin die entsetzliche Angst von seiner Seele genommen hatten und er dann allein war mit dem Todten, da war er vor dem Sterbebette niedergesunken, und ein weiches, wehmüthiges Gefühl, wie es den rauhen Sohn der Berge wohl noch niemals bewegt hatte, war über ihn gekommen. Leise, in scheuer Zärtlichkeit hatte er die erkaltete Hand des Vaters gestreichelt, und seine Lippen hatten sich geöffnet zu einem heißen Dankgebct. Dann war er hinübergegangen zur Rosi. um ihr zu fagen, daß er bleiben, daß er sie nimmer verlassen würde. Und tiefbewegt, mit einem seltsamen Leuchten in dem strengen Gesicht, hatte die Bäuerin die Hände drr beiden zusammengelegt. Ter Lug, jttn..sie auf sich, genommen um des Eilückes ihres Kindes willen, er quälte sie nicht. - m .Zahlreiche Vertreterin nen des zarten Geschlechts in Baltimore haben in den letzten Tagen von auswärts Zuschriften erhalten, in roellchen sie von dem Beginn eines von den Frauen des Landes geführten Kreuzzuges gegen die Cigaretten in Kenntniß gesetzt und um ihre Beihülfe zur Ausrottung der Giftnudeln", resp, zur Verhinderung des Verkaufs derselben an Minderjährige ersucht werden. Der Kreuzzug soll in Form von sogenannten Kettenbriefen geführt werden. Die Empfängerinnen von Briefen werden gebeten, ihre Namen, die zu einer Riesenpetition an den Congreß verwandt werden sollen, an die U. S. Moral Society in Pbiladelphia zu senden und gleichzeitig vier weitere Briefe gleichen Inhalts, wie der erhaltenen und mit demselben Ersuchen an vier Freundinnen weiter zu senden. Mit dieser riesigen Kettenpetition hofft man schließlich fast jede Frau im Lande zu erreichen und für die Anti - Cigaretten - Bewegung zu interessiren. Aus A r a d in Ungarn wird berichtet: Der Gemeindeftkrctär Andreas Varga hatte gegen zehn Frauen eine Ehrenbeleidigungsklage eingebracht, weil ihn diefe Damen gezwungen hatten, ein unfreiwilligesBad in einem Bache zu nehmen. Der Vorfall spielte sich anläßlich der Sozialistenrevolte in Seprös ab. Die zehn Frauen sahen in Varga einen nicht heftig genug zu bekämpfenden politischen Gegner und gelegentlich einer Auseinandersetzung empfahlen sie ihm, sein erhitztes Gesicht durch ein Bad abzukühlen. Gleich darauf packten sie auch schon den Gemeindesekretär und setzten ihn in den Bach. wo . ihm das Wasser bis zum Halse ging. Sie überwachten eine Zeitlang das Ufer, damit Varga das Bad nicht allzufrüh verlasse.. Das Bezirksgericht in Arad verurtheilte die zehn energifchenFrauen wegen Ehrenbeleidigung zu je dreißig Kronen Geldstrafe. Der Kläger erachtete dies als eine zu geringe Sühne und meldete gegen das Strafausmaß die Berufung an. Der Appellfenat des Arader Gerichtshofes fand, daß die Handlungsweise der zehn Frauen als Ehrenbeleidigung überhaupt zu milde qualifizirt sei. und daß dasVorgehen der Frauen den Thatbestand des Verbrechens der Einschränkung der persönlichen Freiheit begründe; derGerichtshof faßte 'daher den Beschluß, die Akten zur Einleitung der StrafamtsHandlung gegen die zehn Frauen wegen dieses Verbrechens an den Untersuchungsrichter zu leiten. So kann die Sache für die resoluten Damen nach ein schlimmes Ende nehmen.
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