Indiana Tribüne, Volume 27, Number 8, Indianapolis, Marion County, 1 September 1903 — Page 3

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VII. zum Besuche beim Kaiser von Oesterreich. Russisch - Japanisches Eiw vernehmen nahe am Abschlufz. Grosze Verstärkungen für die mace donischen Insurgenten. Sultan soll plötzlich kriegslustig gestimmt sein. Toller Mullah bekommt seine Was, fen auS England. Castro's Cchandregiment gegen Aus' länder. Tie Bewezunsz auf dem Isthmus von Panama. Ocsterreich'llngarn. Edward in Wien. Wien. 31. Aug. König Edward traf heute, enthusiastisch begrüßt, aus Marienbad ein. Tie Stadt war reich geschmückt, vom Bahnhof bis zur Hofbürg waren Triumphbogen, an denen österreichische und britische Fahnen flat terten, errichtet. Der König wurde vom Kaiser in britischer Dragoner-Uniform und verschiedenen Erzherzögen am Bahnhof empfangen. Der König trug die Uniform eines österr. Hussarcn-Obersten. Durch eine riesige Menschenmenge fuhren die beiden Fürsten in einem Sechsspänner nach der Hofburg. In der Hofburg wurde der König von den Erzherzoginnen, dem auswärtigen Minister Goluchowski, den österr. und ungarischen Premiers u. A. be grüßt. Abends fand in der Hosburg ein Staats-Diner statt, bei dem der Kaiser den Toast auf den König ausbrachte. Tie Freundschaft zwischen den beiden Ländern sei um fo fester, weil keine politischen Gegensätze Wolken aufthürmen können. Ter König ernannte am Schlüsse seiner Antwort Franz Josef zum britischen Feldmarschall. Der Kaiser zeigte sich tief bewegt, erhob und verneigte sich und drückte des Königs Hand. Groszbritannien. Rußland und Japan. London, 31. Aug. Ueber die Vorschläge, im fernen Osten durch Anerkennung der gegenseitigen Rechte Rußlands und Japans einen moäus vivendi herbeizuführen, drückte sich heute der hiesige japanische Gesandte, Baron Hayashi, hoffnungsvoll aus. Er sehe keinen Grund zu Streitigkeiten, weder in Corea noch in der Mandschurei. Rußland habe den Vereinigten Staaten versprochen, im Oktober die Mandschurei zu räumen, und es sei kein Zweifel, daß es demgemäß handeln werde. Die übrigen Mitglieder der japanischen Gesandtschaft drückten ihr Bedauern über den Rücktritt des russischen Finanzmiaisters aus. Die Japaner betrachten das als einen Sieg der russischen Kriegspartei und befürchten von der Entfernung Witte's eine Verschleppung der Verbandlungen im fernen Osten. Nach dem Petersbdrger'Correspondenten des Daily Telegraph" machen die russisch-japanischen Verhandlungen Fortschritte und es ist kein Zweifel, daß sie bald zu einem befriedigenden Resultate führen. A l a s k a G r e n z - E o m Mission. London, 31. Aug. Der LordOberrichter, britisches Mitglied der Alaska ' Grenz - Commission, sowie Botschafter Choate statteten heute Elihu Root Besuche ab. Wie verlautet, soll Henry White von der, amerikanischen Botschaft als Secrctär der Commission fungiren. Niederlande. Venezuela-Schiedsgericht. I m H a a g. 31. Aug. Der inter nationale Schiedshof hält morgen eine, übrigens nur formelle, Sitzung ab und vertagt sich dann auf unbestimmte Zeit bis zur Ernennung der noch fehlenden Schiedsrichter durch den Zaren. Türkei. Die Kriegsgefahr. Sofia, 31. Aug. In amtlichen wie in Revolutionskreisen ist man der Ansicht, daß ein bulgarisch türkischer Krieg fast nur noch durch ein Wunder verhindert werden kann. Es wird nicht erwartet, daß eine der beiden Regierun

gen eine formelle Kriegserklärung macht, sondern daß einfach die obwaltenden Verhältnisse den Krieg aufzwingen. Ohne Zweifel hat eine große Zahl Insurgenten jüngst die Grenze überschritten. In Nord Macedonien kann es jeden Tag zu heftigeren Ausbrüchen kommen. Die Autonomie" veröffentlicht ein Telegramm aus Constantinopel, nach welchem der Sultan, unter dem Einflusse der Rathschläge Deutschland's, nunmehr einem Krieg gegen Bulgarien zuneige. Die hiesigen Türken allerdings sind optimistisch gesinnt. Ter bulgarische Agent in Uskub meldet, daß türkische Truppen, die zur Besetzung kleiner Städte in jenem Vilayet entsandt waren, den ganzen Weg entlang barbarisch gehaust haben. Die Bauern wurden ausgeraubt und geprügelt, die Weiber geschändet und die christliche Bevölkerung einer jeden denkbaren Schandthat preisgegeben, während die Lokalbehörden anscheinend hilflos zusahen. Bis 6 Uhr Abends war Fürst Ferdinand noch nicht hier angekommen. Die Hofbeamten erklären, sie seien nicht über seine Reise unterrichtet. Salonichi. 31. August. Die Türken haben Kliffara, Albanien, ohne Widerstand eingenommen. Eine Anzahl bulgarischer Dörfer in der Umgebung wurden eingeäschert. General-Jnspektor Hilmi Pascha sandte kürzlich eine Commission aus 5 Christen und 5 Mohamedanern an die Insurgenten mit einem Amnestie-Ange-bot unter der Bedingung, daß sie vor dem großen, morgigen Feste anläßlich der Krönung des Sultans die Waffen niederlegen. Der Aufstand ist allgemein ausgebreitet, von Caza und Venidje, 25 Meilen von Salonichi und dehnt sich nach Ghergyli und Tikhvesh, 65 Meilen von Salonichi aus. Ter Revolutionsführer Sarasoff ist in der Gegend von Salonichi angelangt, um die Operationen in jenem Distrikt zu leiten. Am 29. August verkauften einige tülkische Offiziere 15 Kisten mit Mar-tini-Gewehren, sowie Munition an Bulgaren. Die Streitkräfte der Ins u r g e n t e n. Sofia, 30. Aug. Nach Angabe der hiesigen macedonischen Führer haben 2(00 Bulgaren in den letzten 10 Tagen die Grenze überschritten und sich mit den Insurgenten vereinigt. Wie

der Präsident des mac. Comites, General Zontehoff, berichtet, soll die Ge sammtstärke der Insurgenten jetzt 12,000 bis 15.000 Mann betragen. Tie Proklamation einer GeneralInsurrektion wird diese Woche erwartet. Heimtückische Berichte. Sofia, 31. Aug. In Urumku, Bulgarien, sind 900 Flüchtlinge aus Malkotirnovo und den angrenzenden Dörfern angelangt. Sie behaupten, die türkische Garnison habe auf den bulgarischen Hafen Malkotirnovo gefeuert, um den Eindruck zu erwecken. es sei eine Rovolution im Gange. Der Präsident verlangte von den bulgarischen Notabeln die Unterzeich nung einer Erklärung, daß die Jnsurgenten die Angreifer seien. Die No tablen lehnten ab. Der erste unter ihnen, der sich geweigert hatte, wurde am nächsten Tage gehängt. Zu den Insurgenten. Belgrad, 31. Aug. 200 wohl bewaffnete Freiwillige, darunter 4 Osfiziere. gingen Nachts nach Mace donien ab. Belgier für die Gen d a r m e r i e. Brüssel, 31. August. Wie verlautet, hat stch Belgien, unter dem Drucke von Oesterreich und Rußland, bereit erklärt, 4 Ofsiziere für die mace donische Gendarmerie zu ernennen. Afrika. Schurkische Lieferanten. Aden, Arabien, 31. Aug. Nach weislich hat die Haupt-Gewehr- und Munitionslieferungen für die Truppen des tollen Mullah im Samoli-Land eine Londoner Firma besorgt. Diese Firma hat seit Beginn der Operationen große Menge Munition für das Lee Metford Gewehr und eine entsprechende Anzahl von Lee Metsord und Gras Gewehren nach Jibutil und Harrar über Manchester und Marseille ent-sandt.

Teutschland. Berlin. 31. Aug. Tie für heute angesagte Herbst-Parade der Berliner Garnison siel aus. Der Kaiser ließ in Folge des Regens die 30,000 Mann Truppen, die bereits auf dem Paradefelde standen, nach ihren Casernen zurückkehren. Abends wird mitgetheilt, daß die Parade morgen stattfindet. Offizier als Fälscher. Berlin, 31. Aug. Derbairische Rittmeister v. Horn, der nach VerÜbung ausgedehnter Fälschungen nach Italien geflohen war, ist in Tarent vrrhaftet und hierher zur Processirung überführt worden. Sein Name ist bereits aus der Rangliste gestrichen.

Vor seiner Flucht schrieb Horn an einen Vorgesetzten, er werde Selbstmord begehen. Vom Kronprinzen. Berlin, 31. Aug. Kronprinz Friedrich Wilhelm weilte kürzlich auf dem Gute des Prinzen Heinrich im Kreise Barnim zu Besuch. Er leitete hierbei den Kampf gegen einen Brand, wobei wegen Untauglichwerden der modernen eine Feuerspritze aus dem Jahre 1792 benutzt werden mußte. Der Kronprinz erstieg bei einer brennenden Scheune eine Leiter unter beträchtlicher persönlicher Gefahr. Barkhausen Berlin, 13. Aug. Dr. Barkhausen, der Präsident der Evangelizen Synode von Preußen, ist gestorben. Venezuela. Gewaltthaten gegen Ausländer. W i l l e m st a d, Insel Cnracao, 31. Aug. Schweres Unrecht haben die fremden Bewohner im Innern Venezuela's zu erdulden. Jeder Ausländer, der gemäß dem kürzlichen Prototoll Ansprüche gegen Venezuela geltend zu machen wagt, hat die Rache der Lokal-Behörden zu gewärtigen. Bei Coro lehnte ein Gericht ab, das Zeug, niß von 5 Italienern anzunehmen. Als diese darauf bestanden, warf man 3 davon in's Gefängniß. Zwei machten einen Fluchtversuch, wobei einer erschossen wurde. Die venez. Regierung läugnet dieses Vorkommniß nicht, ergreift aber keinerlei Schritte, um Wiederholungen zu vermeiden. Briefe an Ausländer von der italienischen und anderen Gesandt schaften, worin sie zur Einsendung ihrer Ansprüche aufgefordert wurden, ließ man auf der Post beschlagnahmen, um rechtzeitigeszEintreffen der Ansprüche in Caracas zu vereiteln. Cumara, Vz., 31. Aug. Gestern wurde hier auf der Straße ein Galgen errichtet, an dem ein Ausländer in Effigie gehängt wurde. Die Bevölkerung schlug mit Stöcken auf die Figur los unter den Rufen : Tod den Fremden!" In Cuidad Bolivar wurden neulich 2 der ersten Kaufleute, der Franzose Palazzi und der Deutsche Sprick, auf Besehl Castros verhastet, weil sie sich weigerten, ihre bereits von den Revolutionären erhobenenen Steuern nochmals zu bezahlen. Auch noch viele andere Personen kamen unter gleicher Beschuldigung in Haft. Ter Protest des deutschen und französischen Gesandten hatte sofortige Freilassung ihrer Landsleute zur Folge. General Nolando und 200 bei Ciudad Bolivar gefangene Rebellen-Offi-ziere sind in Maracisbo angelangt. Sie wurden in der Festung San Carlos in Eisen gelegt. Colombia. Die Jsthmus-Bewegunng. New York, 31. Aug. Nach einer Depesche der Times" aus Panama gewinnt in Folge der Verwerfung des Canal-Vertrags die revolutionäre Gesinnung auf dem Isthmus an Au5dehnung. Nur energisches Vorgehen der Regierung würde einen Ausbruch verhindern und es sei zweifelhaft, ob ein solches Vorgehen möglich sei. Der einzige Offizier, auf den sich die Regierung ver. laffen könne, sei General Huretas, Commandant in Fort Chuiriqui und der thatsächliche Befehlshaber aller Truppen in und um Panama. Ob der Kriegssekretär Cobos, der kürzlich seinen Abschied, der nicht ange nommcn wurde, einreichte, in seiner ge genwärtigen Stimmung sich als ein Damm gegen die Revolution erweisen werde, müsse als fraglich gelten.

Die Flotte ist großenteils mit Amerikanern oder amerikanisch gesinnten Engländern bemannt und eine Reihe von Batterien stebt unter Leitung von Männern, die offe.l eine revolutionäre Bewegung begünstigen. Die fremden Bewohner sind Alle, nffen oder geheim. Freunde der Revolutionspartei. Bankiers und Kaufleute sehen seit Jahren in der Vollendung des Canales durch Amerika die Rettung aus dem Elend in Folge des dreijährigen Bürgerkrieges. Es wird ganz offen erklärt, daß sie mit williger Hand zu jeder Bewegung, die den Isthmus von der Herrschaft der Bozotaer Behörden be freit, beisteuern würden. Spanien. Kein Kriegsschiff ging unter. Wien, 31. Aug. Die gestrige Meldung aus Cadiz. das österreichische Kriegsschiff ZZenter" (nicht Sherla) sei untergegangen, rührt von dem Umstände her, daß eines der Schiffsboote scheiterte. Tie Mannschaft wurde gerettet.

Eine Tigerhochzcit. Löwen, Tiger, Leoparden, Bären u. s. w. leben unter gewöhnlichen Umständen allein, da sie sich start genug fühlen, auf eigene Faust ihren Lebensunterhalt zu erwerben, und dem Grundsatze huldigen: der Starke ist am mächtigsten allein. Eine Ausnähme pflegt aber auch bei diesen Thicren Gott Amor zu bewirken, denn zur Paarungszeit steht man nicht selten eine Anzahl Männchen vereint den Spuren eines Weibchens erröthend folgen". Daß ein Zusammentreffen mit einem ganzen Nudel solcher Bestien selbst bei dem muthigsten Jäger Entsetzen hervorruft, liegt auf der Hand. Martenson erzählt von einem solchen Vorkommniß, bei dem es sich um vier Tiger handelte. Im Chingan - Gebirge des Amurgebiets genießt den Ruhm eines unerschrockenen Tigerjägers besonders der Bauer Lewka Schestopalow. Er hatte bis zum Jahre 1893 bereits elf Tiger erlegt und seine Berdanflinte traf stcher. Nur bei einem Vorfall, pflegte er zu erzählen, wandelte mich etwas wie Furcht an. Ich war in einem Vorfrühjahr auf Kolbenhirsche ausgezogen und hatte mich bereits etwa 35 Werst weit von der Chingan - Ansiedlung in die Teigawildniß suchend und pirschend entfernt, ohne etwas zu finden. An einem Abhang machte ich in einer kleinen Senkung unter einer Ceder endlich Rast, entzündete ein kleines Feuer, hängte über dasselbe mein mit Schnee gefülltes Kesselchen und begann meine Pfeife mit Tabak zu Hopfen. Mein Gewehr hatte ich an den Baum gelehnt. Wie ich umherbuae, sehe lch plötzlich etwa funfhundert Gänge vor mir eine Tigerin, die zu Thale zieht, während ihr drei männliche Tiger wie Cavaliere folgen, von denen bald der eine, bald der andere bei der Schönen zudringlich wird, um von letzterer durch Fauchen und nicht mißzuverstehendes Abwinken mit dem Kopfe zurückgewiesen zu werden. Mit einem Worte: ich war ungeladen auf eine Tigerhochzeit gerathen. Wie wenig ich auch sonst furchtsam bin, diesmal aber fiel mir doch der Tabaksbcutel aus der Hand und ich sagte mir: Es ist schlimm, Lewka, das wird was Böses setzen." Dennoch griff ich nach meinem Gewehr, nahm in die linke Hand sieben Patronen und dachte: am Ende kann ich ihrer zwei oder drei strecken, bevor sie mich zerreißcn. Und bei diesem Gedanken fühlte ich so etwas von Furcht oder Grauen. Ich spannte mein Gewehr und stellte mich hinter den Baum, wo sich gerade zum Glück ein Aestchen in richtiger Höhe zum Auflegen vorfand. DaS Herz zuckt zwar in mir, aber meine Hände sin d ruhig, wie das so meine Gewohnheit ist. Ich sehe nun, daß die Tigerin den Thalgrund erreicht hat und sich jetzt, gefolgt von ihren Freiern, seitwärts wendet, weil sie vielleicht mein Feuerchen nicht bemerkt hat. So verschwand allmählich dieser höllische Brautzug mir aus den Augen; ich athmete tief auf, verharrte noch eine halbe Stunde in meiner Stellung, goß dann das kochende Wasser aus dem Kesselchen und entfernte mich schleunigst. Beim Lesen solcher Berichte kann man sich nur freuen, daß die Natur gerade den gefährlichsten Bestien den socialen Trieb, womit der Mensch so Großes geschaffen hat, versagte. Denn es ist einleuchtend, daß jede Anslldlung von Urmenschen durch ein Rudel von Löwen oderTigern vernichtet werden könnte. Dann wären die Bestien Herren der Erde geworden, während sie heute von dem schwachen Menschen, der stets mit seinenMitmenschen zu gegenseitiger Hilfe vereinigt blieb, langsam aber sicher ausgerottet werden. F X n a 1 e. Haben Sie schon gehört? Kamerad Prittwitz hat endlich seinem wechselvollen Dasein ein Ende gemacht." Um Gotteswillen, was sagen Sie da?" Na ja hat die Tochter seines Hauptgläubigers ge-beirathet."

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