Indiana Tribüne, Volume 27, Number 7, Indianapolis, Marion County, 31 August 1903 — Page 6

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Provinz Vrandenvurg. Berlin. Der 53 Jahre alte Werkführer Paul Schnell aus der Zwinglistraße beging Selbstmord. Infolge von Lungenblutungen konnte er nicht arbeiten. Seine Ehefrau verließ die Häuslichkeit und fand, als sie zurückkehrte, ihren Mann mit einer Schußwunde in der rechten Schläft am Ofen erhängt vor. Mit Blausäure vergiftete sich der 35jährige Dr. cbem. Nikolaus Schwan aus der Steglitzerstraße 40. Seit einiger Zeit lebte er hier, vorher war er in einer Fabrik in Frankfurt a. M. thätig. Er lebte in der Einbildung, daß er in Bezug auf seinen Geisteszustand erblich belastet sei. Verfehlte Spekulationcn und schlechter Geschäftsgang haben dem 57jährigen Großdestillateur Verthold Friedländer den Revolver in die Hand gedrückt. Er war früher Inhaber einer Eonditorei und betrieb zuletzt seit zwei Jahren in Gemeinschaft mit dem Destillateur Heinrich Schulz in der Sebastianstr. 8 eine Großdestillation. Das neue Kaiser-Friedrich-Museum ist mit einer Inschrift versehen worden. Sie lautet: Kaiser Wilhelm II. dem Andenken Kaiser Friedrichs" und ist an der Südseite des im Acußeren jetzt vollendeten Bauwerks in großen lateinifchen Buchstaben angebracht worden. Bor der 9. Strafkammer des Landgerichts I fand der Proceß gegen den ehemaligen Tresorverwalter der Tarmstädter Bank. Neßler, wegen Unterschlaaung von über 800,000 Mark. Fälschunq von Depotbüchern und Aufnahmescheinen statt. Der Angeklagte, der sich schuldig bekannte, . M w rr r. wurde zu suns Jayren oerangnin verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte fünf Jahre Zuchthaus beantragt. Das 50jährige Geschäftsjubiläum beciing Kaufmann Ewald Stempel in Firma C. E. Stempel, Colonialwaaren, Kleine Präsidentenstraße 3, während das bekannteHcrrenausstattungsgeschäft von Louis Grünbaum, Rosenthalerstraße 2 und die Drogenhandlung von F. P. Lehmann. Frankfurter Allee 49, nunmehr 25 Jahre bestehen. Einen qualvollen Tod erlitt der 19jährige Schlosser Erich Loose aus der Blüch:rstraße 35 durch das Abspringen von einem fahrenden Straßenbahnwagen. Er fiel dabei an der Ecke der Bärwaldstraße und der Gneisenaustraße auf die eiserne Einfassung der Anlagen und erlitt so schwere Darmzerreißungen, daß er daran nach qualvollen Leiden imKrankenhause am Urban starb. Adlershof. Eigenthümer und Drucker Albert Noack, Hackenbergstraße 30, feierte mit seiner Gattin Auguste, geb. Albrecht, das Fest der silbernen Hochzeit, gleichzeitig blickte die Jubelbraut auf eine 20jährige Thätigkeit als Hebamme zurück. B e e l l tz. Ein alter Schutze ist der hier ansässige Webermeister Spielmann. Er lst 89 Jahre alt, und beging bei dem diesjährigen Schützenfest fem 60jahnges Schützen - Jubiläum. Er war zwei Mal Schützenkcnia, elf Mal Ritter und fünf Mal Vogelkönig. G l i e n i ck e. Hier befand sich eine Abtheilung der Rixdorfer Feriencolome. Beim Baden m Herzberger See gerieth die 13jährige Charlotte Birlicht, Tochter eines Berliner CigarrenHändlers, Ziethenstraße 82 wohnhaft, in eine Untiefe und ertrank. Die Leiche ist geborgen worden. Die beklagenswerthen Eltern haben erst vor einiger Zeit einen 10jährigen Sohn verloren. K ö p e n i ck. Das 25jährige Amtsjubiläum feierten die Schiedsmann des 5. Stadtbezirks, Färbemeister Wilhelm Stieler, und der Schiedsmanns - Stellvertreter desselben Vezirks, Kaufmann Max Doell. Lands berga. Vom Blitz getödtet wurde der Arbeiter Schulz in Lippehue. der mit zwei anderen Arbeitern in einer Windmühle Schutz suchen wollte. Die beiden anderen Arbeiter wurden stark betäubt. Mehrow. In der Scheune des Gastwirths Volle brach ein Vrand aus, der bei der reichhaltigen Nahrung, die er an den Futtervorräthen fand, mit so rasender Geschwindigkeit um sich griff, daß es leider nicht gelang, einen Dachdecker, der in der Scheune schlief, zu retten. Rixdorf. Das 25jährige Stiftungsfest der hiesigen freiwilligen Feuerwehr wurde festlich begangen. Seitens der Berliner Feuerwehr war eine Abtheilung Mannschaften abbeordert. die die Feuerwache in der Erkstraße bezog um bei etwa vorkommenden Bränden die Collegen zu vertreten. Spandau. Ein tödtlicher Unfall ereignete sich hier in derSchwimmanstalt des Pionierbataillons No. 3. Vor den Augen mehrer Soldaten verschwand der Pionier Langler im Wasser und kam nicht wieder zum Vorschein. Nach einiger Zeit wurde seine Leiche gefunden. Er war einem Schlaganfall erlegen. Frovinz HstpreuFcn. Königsberg. Kaufmann Bienso feierte mit seiner Gattin das Fest der diamantenen Hochzeit. Der Jubi lar war langjähriger Stadtverordneter. General - Landscyaftsrath Negenborn ist im 72. Lebensjahr auf seinem früheren Gute Schäferei (Neu

Häuser) gestorben. Erhängt hat sich

im Beelfluß vor dem Brandenburger 2hor die in Ponarth wohnhafte Arbeiterfrau Feddermann. Braunsberg. Kaufmann Moses Jacoby, welcher seit vielen Iahren Stadtverordneter ist, feierte sein 50mbriaes Büraeriubiläum. Maaiftra: und Stadtverordnete überreichten ihm eine Glückwunschadresse. Eichen. Es brannte die Abbaubesitzung des Her?? Klischewski nieder. Der Vater des K., der krank im Bette lag. konnte nicht mehr gerettet werden und verbrannte. Grüneberg. Gutsbesitzer Denzer hat seinem Leben dadurch ein Ende bereitet, daß er in einen Wassertümpel auf seinem Gute ging, sich dort stark erkältete und sofort danach in seiner Stube an einem Herzschlage starb. Hanshagen. Besitzer Onednau wollte Häcksel schneiden; zu diesem Zweck spannte er zwei Pserde vor das Roßwerk. Als er mit dem Ansträngen des zweiten Pferdes beschäftigt war, schlug dieses plötzlich aus und traf den Onednau so unglücklich an den Unterleib, daß er seinen Verletzungen erlegen ist. I n st e r b u r g. Sein 50jähriges Dienstjubiläum feierte der erste Staatsanwalt beim hiesigen Landgericht, Herr Geh. Justizrath Hecht. Mohrungen. Amtsgerichtsrath Auaer in Mohrungen ist nachTil sit versetzt. Nastenburg. Schachtmeister Stinka aus Venditten, welcher bei der Südbahn beschäftigt war, übernachtete in einem Eisenbahnwagen auf dem hiesizen Bahnhofe. Als er darin bemerkt wurde, sprang er aus dem Wagen und lief gegen eine ihm entgegenfahrende Lokomotive. Ihm wurden beide Beine unterhalb des Kniees abgefahren.

und er starb nach seiner Einluferunz in das Krankenbaus. Provinz Wcstpreuycn. D a n z i g. Der schon 6 Mal wegen Körperverletzung vorbestrafte Arbeiter Ernst Vradtke, auf Niedere Sergen wohnhaft, bedrohte seine Ehefrau in brutaler Weise und brachte ihr schließlich einen Messerstich in den rechten Arm bei. Der Referendar Dr. jur. Max Kahane ist zum Gerichtsassessor ernannt worden. In geistiger Um nachtung hat der bet der EisenbahnVerkehrsinspektion in Danzig beschäftig' Viella Hand an sich gelegt und sich erschossen. E l b i n g. Der zwölfjährige Schüler Elfert war beim Einfahren des Heus behilflich und lag oben auf dem Fuder. Als der Wagen in die Scheune fuhr, stieß der Stiel der neben dem Knaben liegenden Heugabel an einen Balken. Das spitze Eisen drang dem Knaben tief in die Brust, so daß der Tod nach einigen Stunden eintrat. I a st r o w. In der Nacht brach auf dem Grundstück des Gastwirthes Heese in Patzewo bei Jastrow Feuer aus. Das Feuer griff so schnell um sich, daß die Nachbargebäude nicht mehr gerettet werden konnten. Sämmtliche Gebäude des H. wurden ein Raub der Flammen. Marienburg. Ein sehr bedauerlicher Unfall ereilte die 18jährige Tochter Paula des Glasermeisters Herrn Saß hier. Die junge Dame stieß aus Unvorsichtigkeit mit der heißen Brennscheere sich in das linke Auge und verletzte dasselbe derartig, daß sofort ärztliche Hülfe gesucht werden mußte. Marienwerder. Oberregierungsrath Dr. Lewald ist von der Regierung zu Breslau zum Vertreter des Regierungspräsidenten in Marienwerder ernannt worden. S a a l f e l d. Der hiesige Bürgermeiste? Lublewski, welcher über 25 Jahre die Geschicke unseres Städtchens geleitet hat, ist nach kurzer Krankheit gestorben. Provinz Sommern. Stettin. Bei dem vor dem hiesigen Gericht abgehaltenen Gerichtssekretär - Examen bestanden GerichtsAssistent Gempf aus Greifswald, Justiz - Anwärter Voelskow aus Dramburg. Altenwalde. Der Blitz zündete die Scheune des Gemeinde - BorsteHers Radloff an und diese brannte nebst dem Stallgcbäude und derScheune des Nachbarn Stielow mit Inhalt nieder. F ü r st e n f l a g g e. Die Arbeiter frau Pommtsch, welche gemeinsam mit ihrem Manne Gras mähte, wurde von der Sense ihres Mannes so unglücklich getroffen, daß eine Hauptader zerschnitten wurde und die Frau sich verblutete. Goldbeck. Mühlenpächter Haß beging Selbstmord durch Erhängen. G r e i f f e n h a g e n. Die 35 Jahre alte Lehrerwittwe Emilie Roscnfeldt, geb. Kuchenbecker, wurde in ihrer Wohnung auf einem Stuhle mit einer Schußwunde imHerzen todt aufgefunden. Vor der Leiche am Boden lag ein Revolver mit einer abgeschossenen Patrone und in unmittelbarer Nähe auf einem Tische 6 Patronen, Putzlappen und Putzpomade. Bei dem ganzlichen Fehlen irgend welcher Gründe für einen Selbstmord ist nur anzunehmen, daß die Verstorbene die Waffe hat reinigen wollen und eine versehentlich im Laufe zurückgebliebene Patrone das Unglück herbeigeführt hat. Meilen. Arbeiter Krause auZ Daber ist im hiesigen Torfmoor er-trunken.

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D Z e Bewohner von Würzbürg befinden sich in größter Aufregung und Erbitterung über Verbrechen, die dort wahrscheinlich schon seit Jahren auf einem Friedhof verübt worden sind und jetzt zur Kenntniß der Behörden gelangten. Es ergab sich, daß auf dem Kirchhof Diebe zurNachtzeit zahlreiche Zinksärge geöffnet, die Leichen herausgenommen und wieder im Grabe geborgen, die Särge aber an Alteisenhändler verkauft hatten. Der Magistrat von Wllrzburg führte die ersten Erhebungen in der Sache und hat die Akten bereits der Staatsanwaltschaft übermittelt. Ein Leichenwärter ist vom Dienst suspendirt, ein Würzburger Händler wird der Hehlerei beschuldigt. Noch mehrere andere Personen sollen in die Angelcgenheit verwickelt sein. W i e d i e S t r a ß b. Z t g." meldet, fand unlängst in Lützelstein eine Trauung statt; der nicht mehr im Vlüthcnalter stehende Bräutigam zählte 75. die Braut dagegen 30 Lenze. Das Brautpaar hatte nämlich erfayrcn, daß die jungen Burschen ihm zu Ehren" bei der Hochzeit schießen wollten, ja, es sollte sogar ein Feuerwerk abgebrannt werden. Diese zu große Ehrenbezeigung gefiel jedoch den Glücklichen" nicht, darum beschlossen sie, den Burschen ein Schnippchen zu schlagen. Der Bräutigam begab sich, mit einer Schürze angethan und mit Säge und Hobel versehen, auf das Bürgermeisteramt; einige Minuten später kam die Braut mi: einem Wassereimer an den Brunnen vor dem Bürgermeisteramt. Dort ließ sie den Eimer stehen und begab sich auf's Bureau, wo alsbald die Trauung stattfand. Einige Tage später fand die kirchliche Trauung auf ähnliche Weise statt, aber um 6 Uhr Morgens. Ueber ein gemüthliches Kriegsgericht wird aus Frankreich gemeldet : Der Commandeur Rcger Perrot, Escadrons-Ches im 31. Dra-goner-Regiment zu Epernay, fühlte sich im Avancement nicht genügend berücksichtigt. Deshalb schrieb er an General Percin, den Cabinetschef des Kriegsministers, einen von Beleidigungen strotzenden anonymen Brief, in dem er den General noch obendrein mit dem Tode bedrohte. Die Schriftsachverständigen erklärten übereinstimmend Perrot als den Urheber des Briefes und er wurde wegen T odesdrohungen gegenüber einem Vorgesetzten in Anklagezustand versetzt. Vier Monate hindurch verlegte sich der Commandant auf's Leugnen; bei der Verhandlung vor dem Kriegsgerichte in Chalons-sur-Marne machte er aber ein melodramatisches Geständniß. Er wurde darauf für schuldig befunden, jedoch mit mildernden Umständen, und das Kriegsgericht verurtheilte ihn zu einem Francs Geldstrafe! Ein Denkmal Georgs v. Frundsberg wurde kürzlich in dem jetzt zu Bayern gehörigen schwäbischen Städtchen Mindelheim enthüllt. Es ist ein Werk des Bildhauers I. Bradl in München. Frundsberg, der berühmte deutsche Landsknechtführer, war 1473 in Mindelheim geboren, dessen Burg und Herrschaft sein Vater käuflich erworben hatte. Ueber Frundsbergs Kriegsthaten unter den Kaisern Max und Karl V. hat aus Anlaß der Denkmalscnthüllung die bayrische Presse in den letzten Tagen ausführliche Schilderungen gebracht. Den größten Ruhm erntete bekanntlich der ebenso tapfere wie edle und gemüthvolle Kriegsmann durch die Schlacht von Pavia, wo es ihm vergönnt war, die von den Schweizern erlernte Kriegskunst auch siegreich gegen die schweizerischen Söldner des Königs Franz I. von Frankreich zu bethätigen. Obwohl Frundsberg selbst Katholik blieb, hat er doch zu Luther in freundschaftlichen Beziehungen gestanden und auch seinen Sohn in Wittenberg studiren lassen. Frundsberg starb 1528. erst 55jährig, zu Mindelheim, wo er in der Pfarrkirche beigesetzt wurde. Ueber ein trauriges Borkommniß bei einem rumänischen Regiment wird aus Bukarest folgendes mitgetheilt: Nach der Parade, welche nach Beendigung der Wasserweihe am 6. Januar a. St. von König Carol abqenommen wurde, erschien in diesem Jahre bei der Rückfahrt des Königs am Wagen des Monarchen ein Soldat, welcher ausrief, der König möge ihn von den Martern befreien, die er von seinen Vorgesetzten in Crajova zu erdulden habe. Der König hörte den Soldaten ruhig an und versprach, die Sache zu untersuchen. Der Soldat wurde hierauf nachCrajova zurückgebracht und dort zunächst wegen des Beschreitens eines unvorschriftsmäßigen Instanzenweges bestraft. Gleichzeitig aber wurde eine Untersuchung der vorgcbrachtenBeschwerden eingelcitet, über deren Ergebniß jedoch nichts verlautete, dagegen wurde nach mehreren Monaten in Bukarest bekannt, daß der Soldat erneuten Mißhandlungen ausgesetzt werde, und zwar besonders wegen seiner Beschwerde beim König. Jetzt ist nun aus Crajova die Nachricht eingetroffen, daß der Soldat mit einem Mannlicher-Gewehr seinen Sergeanten getödtet und seinen Hauptmann lebensgefährlich verletzt habe, worauf er sich vom zweiten Stock der Kaserne in den Hof hinabstürzte und mit zerschmettertem Kopfe todt liegen blieb.

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In Deutschland kann man von einer ganzen Bewegung zur Errichtung von Aismarck Säulen sprechen. Die Anregung dazu gab im Jahre 1893 eine Studentenschaftsversammlung in Hamburg. Damals wurde beschlossen, überall ,em Sinnbild der Einheit Deutschlands, das gleiche Zeichen erstehen zu lassen, in ragender Größe, aber einfach und prunklos, auf massivem Unterbau eine schlichte Säule,nur mit dem Wappen und Wahlspruch ds eisernen Kanzlers geschmückt. Keinen Namen soll der gewaltige Stein tragen, aber jedes Kind wird ihn dem Fremden deuten können: eine Bisjyri'sfiig -j jj ssj? Die Bismarck - Säule bei Friedrichsruh. marck - Säule!" Bisher zählt man über siebzig solcher Säulen, vsn deren Pfannen an der Spitze am Sterbetage Bismarck's mächtige Flammen in die Nacht leuchten. Bis Ende 1903 werden nach Mittheilungen des Bismarck" Bundes 96 Bismarck - Thürme und -Säulen .fertiggestellt sein; 55 weitere sind geplant. Diese Zahl der BismarckDenkmäler, außer den Säulen, wird demnächst 174 betragen. Drei der neuesten Bismarck-Säulen sind in unseren Bildern wiedergegeben. Die erste wurde vor wenigen Wochen im Sachsenwalde bei Friedrichsruh eingeweiht und zu ihrem Bau hat die fzesammte deutsche Studentenschaft beigetragen. Seit dem Sonnenwendtage besitzt auch die Stadt Köln ein steinernes Mal der Erinnerung an jene große DieBismarcksäuleinKöln. Zeit, die das Deutsche. Reich so glänzvoll wiedererstehen ließ. Den Grundgedanken einer Feuersäule wahrend, weicht das Kölner Denkmal durch seine ebenso gewaltigen wie eigenartigen Formen, durch seine architektonische Gliederung, namentlich aber durch die bildnerisch hervortretende, hünenhafte Bismarck - Gestalt wesentlich von allen ähnlichen, dem Andenken des großen Kanzlers errichteten Steindenkmälern ab. Auf mächtigem Unterbau ragt der aus Grauwacke und Basaltlava ausgeführte Thurm 90 Fuß hoch empor. Die Vorderseite zeigt, völlig mit dem Mauerwerk verwachsen, die Kolossalstgur Vismarcks in der Gestalt des ste:nernen Roland. Die gepanzerten Fäuste halten das Reichsschild mit derKaiserkrone, während sich die wuchtigen X A 7t Der BiLmarck - Thurm auf dem Peterskopf bei Dü r k h e i m a H. Füße der 50 Fuß hohen Roland-Figur im Felsgestein verlieren. Auf einer der höchsten Spitzen des Haardtgebirges, dem 1700 Fuß hohen P:terskopf bei Dürkheim, wurde am 5. Juli der weit ins Land fchauende Pfälzer Bismarck - Thurm eingeweiht. Auf mächtigen Felsen erhebt sich der Thurm in terrassenförmigem Aufbau zu einer Höhe von 135 Fuß. . An der Westseite des Unterbaus, der Rheinebene zugewandt, ist das aus der Galvanoplastischen Kunstanstalt in Geislinaen bervoraeaanaene Bismarck N,liek

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angebracht, das den Eisernen Kanzler

in seiner vollen Kraft und impcnuen denPersönlichkeit naturgetreu darstellt; 16 Fuß über dem Unterbau befindet sich die mit vierundzwanzigBrüstungsplatten versehene zweite Ausstchtster rasse, die den Glanzpunkt des Baues bildet. Darüber raat der eiaentliche Thurmbau aus. Gucklöcher mit Brüstungsplatten gewähren die dritte und oberste Fernsicht. Nene Tichter-Tenkmale. Große und kleine Städte Teutschlands wetteifern gegenwärtig miteinander, um den Einigern Deutschlands und den Leuchten deutschen Geisteslebens Standbilder zu errichten. Ja, so weit geht die Borlube unserer Epoche für die Wiedererweckung großer Män ner IN Marmor und Bronze, daß selbst ausländische Dickter, die in Deutschland populär sind, Denkmäler erhalten. Während in Leipzig das Standbild des jungen Goethe enthüllt wurde, feiert Weimar die Jnauquration eines Shakespearedenkmals. Beide Werke fuhren wir unseren Lesern in Abbildüngen vor. Das Leipziger Monument, eine Schöpfung von Karl Seffner, schließt sich in dcrAuffassung der neueDas Goethe - Denkmal in Leipzig. sten Kunstmode an. welche hinsichili der Goethe - Darstellungen Platz gegriffen hat. Man ist es müde geworden, den großer Weimarer als Olympier und Dichtergreis vorzuführen. Die Straßburger Goethedenkmal-Conkur-renz, welche von einem so glücklichen Erfolge begleitet war. hat den Typus des jungen Goethe in den Vordergrund gerückt. Und nun haben wir mit einem Schlage einen Jung-Goethe von Eberlein für Rom und einen StudentenGoethe in Leipzig. . Seffner hat seine Aufgabe im monumentaler Schlichtheit gelöst. Der hübsch umrissenen Figur haftet kein Zug von Affektirtheit an; nur über die Aehnlichkit der Gesichtsjvj ui ' i& . -1 ,. . :mx ;iv-r.-4t uVis f; V"- -....? .T:.j.v-i "Ay-Sr ... ..'. wXü'i 1 1 Vs..Ta", v i r'i?- -i - 'r-i-' Ai2 i -sTL V",""! Äi'' i I": l ' y Sfe1 tfU. r.'C?ilv33 ,-i0, WWM fci; Tyfr DasShakespeare-Denkmal für Weimar. züge, insbesondere über die Zuspitzung des Profils könnte gestritten werden. Die Berechtigung eines Shakespearedenkmals in Deutschland wird wohl kein Gebildeter in Abrede stellen. Hat doch das deutscheVolk den ShakespeareKultus mit der Verehrung Goethes und Schillers seit langem verbunden und dem englischen Dramatiker ein geistiges Ehrenbürgerreckt ertheilt. Das Lessingsche Werk weicht gänzlich von der Schablone ab. Statt der bekannten steif und anspruchsvoll dastehenden Figur sehen wir einen von hohem geistigen Leben erfüllten Menschen, einen interessanten und fesselnden Künstler, welcher mit einer Manuskriptrolle, in der einen, mit einer Rose in der anderen Hand lässig und fein lächelend dasitzt, als ob er eben der Probe eines seiner Dramen beiwohnte. Entwed Hausherr: . . . hat man soviel und Verdruß! . Herr Schnipperl, nie ein Haus mein's ab!" er oder. O, mit den Häusern Unannehmlichkeiten . . Ich rathe Ihnen, kaufen Sie sich nur oder kaufen mir

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