Indiana Tribüne, Volume 27, Number 6, Indianapolis, Marion County, 29 August 1903 — Page 4
Jndiana Tribüne, 29. August 1903.
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ndiana Tribüne. HtrauSgeatben von der utenderg Indianapolis, Ind.
harr? O. Thudium Präsident. GeschaftSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. toi'.ered at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Neue Burenbewegung in Xxawävaal Aus London vird der Vosstschen Zeitung" berichtet: Nur auffällig dürf. t!ge Nachrichten, d. b. blos durch DrahtMeldung aus Pretoria, sind über die große Massenversammlung in Heidel berg (Transvaal) in die englische Presse gedrungen. ES wird daher von Nutzen sein, aus den neuen Riesenspalten der mit der letzten Post eingetroffenen Volksstem" einige bedeutsame That fachen hervorzuheben. Die Londoner Blätter schweigen sich darüber sonderbar aus. . General Botha, bisher der gemäßigsie unter den Burenführern, sprach in seiner ersten Anrede seinen Dank für die ihm von Offizieren der früheren südafrikanischen Republik im Namen vieler anderer Bürger überreichten Ehrenzuschrist in Worten aus, die, was die Zukunft betrifft, nicht Zuversichtlicher hätte klingen können. Vor allem aber, sagte er, gebühre der Dank den Frauen des Volkes. Mit ihnen der glichen, sind wir nichts. Sie sind es stets gewesen, die uns den nöthigen Muth gaben. Wo die Bürger 4000 der Ihrigen für die Sache dahingaben, haben die Frauen 20,000 aus ihren Reihen geopfert, die jetzt in den Gräbern als Schlachtopfern ruhen . . . Mehr als je sind die Frauen der Bronn der Ermuthigung und der Hoffnung für das Afrikanderthum geworden." Tann fuhr der Redner so fort: In der Vergangenheit hat sich das BurenVolk einen großen Namen erworben, viel Ehre für sich verdient: und auch die Zukunft erwartet viel von diesem Volke. Arm ist es wohl geworden und tief erschöpft; aber es besitzt eine rühm reiche Vergangenheit; und ein edles Volk bleibt es; dieS !Land gehörte uns zu und war unser nach allem Rechte auf der Welt (dit land behoorde ons toe, was hat onze naar alle recht van de wereld)." Die Worte wurden mit zujauchzendem Beifalle aufgenommen. Unsere Nachkommenschaft" rief General Botha aus, erwartet von uns, daß wir dies Land bewahren als ein schö nes. herrliches Land. Mein StandPunkt ist stets gewesen und wird allezeit sein: Für das Volk, und mit dem Volke! Später ergriff der Redner wiederum zu längerer Ansprache das Wort. Es wird behauptet", sagte er, die frühere Regierung habe mehrere Millionen Pfund des Staatsgeldes der Re publik in Europa verborgen. Ich wünsche ehrlich die Versicherung zu ertheilen, daß diese Beschuldigung aller Wahrheit blos und bar ist, daß sie nichks anderes ist, als eine Lüge." Herr Ehamberlain habe kein Recht gehabt, bei seinem Besuche in Transvaal diese Sache wieder zur Sprache zu bringen. Als die Burenführer in Europa waren, boten General de la Ney, Präsident Burger und ich (Botha) Herrn Ehamberlain an, alles, was in ihren Kräften stehe, zu thun, um Gold dieser Art, wenn es vorHanden, aufzuspüren und eS den Wittwen, Waisen und dienstunfähig gewordenen Kämpfern zuzuwenden. Aber wir waren damals zu , der Ueberzeugung gelangt, daß d'e Beschuldigung grundlos war, und es stand Herrn Ehamberlain nicht mehr zu, die Frage abermals aufzuwerfen. AlS ich meine Waffen niederlegte, hörte wohl meine Stellung als Oberbefehlshaber auf; doch in Europa habe ich mich mit den genannten Führern verbunden, um die Angelegenheit zu erforschen. Den darauf be züglichen, in meinem Besitz befindlichen Briefwechsel werde ich sobald wie möglich veröffentlichen, damit man sehen kann, wie es steht." Entschieden äußerte sich General Qotha für Straffreiheit der sog. Kap-Em-pörer, scharf gegen den Versuch der englischen Behörden, die holländische Volkssprache als eine fremde Sprache zu behandeln. (Wij menen, dat men noch geen recht heeft. onze wal als een freemde toal te behandeln.) Gegen die Einsührung von Chinesen zu
Bergwerksarbeiten und gegen die Be lastung von Transvaal mit der Kriegsschuld sprach der Redner zündende Worte. In den betreffenden Beschlüssen der Versammlung wurde jedesmal verlangt : Diese Fragen sollten nicht von oben herab durch die englische Regierung entschieden werden, sondern erst dann zum Austrage kommen, wenn die, Bevölkerung wieder Einrichtungen der Selbstregie rung (zelfregering) erhalten habe. Bei der Versammlung war Fräulein Hobhouse gegenwärtig, die sich um die in den sogenannten Sammel'Lagern eingesparten, nothleidenden Frauen und Kinder der Burenkämpfer verdient gemacht und zur Erleichterung ihres Loofes, allen Angriffen zum Trotze, Erkleckliches beigetragen hat. Unter Ueberreichung eine .' Blumenstraußes wurde ihr durch wiederholte warme Ansprachen die gebührende Ehrung zutheil. Hätten wir", sagte Dr. Louw, nicht Frl. Hobhouse während des KriegeS als Stütze gehabt, so lägen heute wohl noch viele Tausende mehr von unseren lieben Frauen im Grabe".
Wenn ein Mann wie Kreisanwalt Folk von St. Louis die Untersuchung gegen die Washingtoner Budler zu führen hätte, dann wäre die Hoffnung berechtigt, daß auch die größten Spitzbuden belangt würden. Wenn unsere spottlustige Kollegin einen durchaus würdigen Vorgang wie das Sen.Fairbanks gebrachte Ständchen lächerlich zu machen versucht, so beweist dies ganz einfach, daß ihre ernstgehaltenen Artikel nur Verzerrungen verdecken sollen. Der Sun" mag der deutsche Sänger lächerlich erscheinen. weil sie nie helle" genug war, um ihn zu verstehen. Wir glauben, die liebe Gelbe" hat in ein Wespennest gestochen. Einem deutschen Missionsblatte zusolge, dem Christlichen Orient", soll Persien am Vorabend sehr bedeutsamer Ereignisse stehen. Die Leiter der per-sich-muhamedanischen Kirche haben dem Schah eröffnet, sie würden eine Revolution anzetteln, falls er das Land nicht von den fremden religiösen und politischen Einflüssen reinige. Unter den Fremden sind die Briten und Russen gemeint, da man den Deutschen in Persien keine politischen Ansichten zutraut und das deutsche Reich überhaupt infolge der freundschaftlichen Beziehungen zur Türkei derzeit außerordentliche Sympathien durch die ganze Welt des Islam genießt. In London wird man diese Kunde mit Freuden vernehmen. Bei dem verschwiegenen, aber erbitterten Kampfe um die Vorherrschaft in Persien hat Rußland, wie bei dem gesammten oiplomatischen Ringen mit England, gesiegt und seine Absicht, aus dem Lande einen sog. Pusserstaat" gleich Afghanistan zu machen, ist der Verwirklichung bedenklich nähergerückt. Ein religiöser Ausstand in Persien könnte die Ausführung auf lange zurückwerfen. Schließlich freilich wird trotzalledem auch das Land des Königs der Könige" vom asiatischen Reiche des Zaren verschlungen. Von Seiten des Sekretärs vom Departement des Innern wird über die Land Schwindeleien im IndianerTerritorium eine gründliche" Untersuchung in Aussicht gestellt. Ohne die Ehrlichkeit seiner Absichten in Frage ziehen zu wollen, muß es doch Befremden erregen, daß dieser Eifer erst jetzt auftritt. Daß derartige Zustände im Territorium herrschten, konnte dem Departement seit lange schon kaum mehr verborgen sein. Diese Geflogenheit leitender Bundesbeamter, beim Auftauchen neuer Corruptionsfälle strengste Untersuchung zu versprechen, kann durch die Art, wie es geschieht, das Volk nur mißtrauisch machen. Anstatt der endlosen, bandwurmartigen Auseinandersetzungen über das geplante Vorgehen gegen die Schuldigen wäre eine knappe und klare Darstellung des Sachverhalts bedeutend mehr angezeigt. ES ist ja traurig genug, daß eS überHaupt nöthig ist, etwas an sich so Selbstverständliches, wie das Ein. schreiten gegen betrügerische Beamte gewissermaßen mit Eid- und Treuschwur dem Publikum geloben zu müssen. Aber wenn schon, dann kurz und die Schreibwuth bis zur Herbeiführung positiver Resultate vertagen. Das beschämende Mißverhältniß zwischen den Bergen von Aktenstücken, die da Postamt bearbeiten ließ und den lächerlich winzigen Resultaten der ganzen Untersuchung sollte für diesmal eine Lehre bilden.
Zum Besten Sermann Ritzel's. Heute Einlieferung aller Sammellisten und Subscriptionen erbeten.
Bis am Mittwoch Abend waren in der Expedition dss. Blattes' im Ganzen $26.95 an Donationen für den verunglückten Knaben Hermann Ritzel eingelaufen. Dazu kamen am Donnerstag S8.00, sodaß bis gestern Morgen $34.95 (nicht $37.95, wie der Druckfehlerteufel es erscheinen ließ) eingezahlt worden waren. Dazu kamen gestern noch folgende Contributionen: M. M. 81; W. K. 50c; macht zusammen 36.45. Da heute die Sammel Liste in unserer Expedition geschlossen werden soll, werden alle Herren, welche noch besondere Listen in Umlauf gesetzt haden, dringend ersucht, dieselben bis heute Abend in der Central-Sammel-stelle, der Expedition dieser Zeitung, einzuliefern, damit am Sonntag darüber verrechnet und die Listen veröffentlicht'werden können. Die Vorbereitungen für das Wohlthätig keitö - SkatTurnier, das morgen Nachmittag in der Halle des Unabhängigen Turnvereins stattfinden wird, find nahezu vollendet und stellen einen sehr genußreichen Nachmittag in Aussicht, zumal die Betheiligung eine sehr zahlreiche werden wird. Gilt es doch erstlich, das edle Skatspiel in den Dienst der Wohlthätigkeit, der Nächstenliebe, zu stellen und das Angenehme mit dem Guten zu verbinden, zweitens aber einen der zahlreichen für das Turnier ausgesetzten prachtvollen Preise zn gewinnen, wodurch man sich und den Seinen obendrein noch eine Freude bereiten kann. Die Liste dieser Preise ist gestern durch die folgenden vermehrt worden: Leo Strauß & Eo. seidener Re' genschirm. John Wimmer Thermometer. Leo Lando Thermometer. Mooney r Müller Drug Eo. Eigarren. . ... I ' Schnull & Co. Cigarren. Gebrüder Bertermann prächtige Zierpflanze. .' Alle Skatspieler der Stadt, mögen sie Clubs oder Verbänden angehören oder nicht, sind herzlichst zur BethÄli gung eingeladen. Eine besondere schriftliche Einladung ist nicht nothwendig. Grundeigenthums Übertragungen. Orange S. Runnels an Margaret lc. Miller, Lots 5 und 6, Marlette Park. S1.800. Geo. Graves an Chas. W. Vridger, Lot 75, Douglas Park. 83,000. Robert C. Light an Edgar Watts, Lot 149, Light'S Sugar Grove Add. $2,500. Maggy Lyle an Elizabeth Mollenkoff, Theil Sec. 18, Tshp. 16, R. 5. $3.000. John A. E. Haught an Owen M. Mothershead, Theil von Lot 5, Duncan's Add. $3,500. Will H. Latta an Carl Hunt, Lots 3 bis 7, Latta's 1. N. Meridian Str. Add. $3,500. Derselbe an Denselben, Lot 22, dieselbe Add. $1,000. Derselbe an Denselben, Lot 24, dieselbe Add. $1,000. Cora A. Scott an Sarah I. Heaton, Lot 83, Myer's2. Add. $1.600. Geo. W. Criswell an Matthem Porter, Theil Lot 6, Block 2, Blake & Ray's Subd., Außenlots 12 und 13. $1,500. Wm. W. Christ an Elizabeth C. M..Adams. Theil von Lot 2, Block 1, Harris' Subd. von Außenlot 157. $1,000. Chs. T. Bayer an Mary Whitc, Lot 8, Block 2, Wiley & Martin's Northwestern Add. 82,000. Katherine B. Jennings an Myrtle M. Faulder, Lot 34. Clark und Osgood's 1. Add., West Indianapolis. $1.500. Myrtle M. Faulder an Central Trust Co., dasselbe. $1.00 Katherine B. Jennings an Chas. A. Bradburn, Lot 75, dasselbe. ' $1.275. W o r m S. Hier ist ein nationalliberaler Arbeiterverein gegründet worden. Er soll der Abwehr der immer anmaßender auftretenden Sozialdemokratie" dienen und den Kernpunkt einer großen anti-sozialdemokratischen Arbeiterpartei bilden. Verschiedene Blätter bemerken dazu lakonisch, die Aussichten für dies Ziel seien allerdings nur schwache. -
l5rel! Biums Erinnerungen an einen vissigen ttr.tikcr. Luftig rric immer sind die Geschicht tcn aus rcrgangcncn Sage, die Er ncft Blum in bcrn neuesten Kapitel seines Journal d'un Vaudnillist?" zum Besten giebt. Der Held dieser Geschichten ist Jules Jairin, der einst weit und breit gefürchtete Kritikeund Theaterplauerer deö Journal des Tcbats", der in diesen Tagen die hundertste Wiederkehr seines Geburt?tags hätte feiern können, wa? einigen Getreuen des verstorbene Meisters Veranlassung gab, in Evreur eine Heine Zentnarfcier" zu veranstalten. Tak Jules Janin bei Lebzeiten sehr beliebt gewesen wäre, kann beim be sten Willen nicht behauptet werden. Er schwang in seinen Tbeatcrberich. tcn das kritische Richtschwert mit wil' dem Grimme, sprach von allen mög lichen Dingen, - von Politik, Unter rocken, neuen Gichtmitteln, ja, manchmal sogar von dem aufgeführten Ttü cke wie ein witziger Tichter bemer te und verriß die Schaffenden" so, dafe kein gutes Haar an ihnen blieb. Die Tickfter zahlten es ihm aber oft zehnfach heim, und Offenbachs Librettisten HektorCremieux und Ludovic Halevy machten sich eines Sage aus Rache das Vergnügen, ans einem sehr geschwollen" beschriebe nen Feuilleton Janins einen Phrasensaften Sat; herauszuschneiden und ihn in einem ihrer Libretti als Couplet, tert zn verwenden. Man kann diesen Tert noch heute in Orpheus in der Unterwelt" von Pluto singen hören, und als jüngst, bei einer Reprise" der berühmten Operette, Erncst Vlum den greisen Halevy fragte, ob die betref. sende Stelle wirklich von Jules Ja nin sei, antwortete der Dichter freund lich: Ja, und das ist wahrscheinlich alles was von ibm bleiben wird!" Ueber sein eigenes Rencontre mit Jules .anin berichtet Vlum flgmderma fecn: Als Sari die Direktion der Te lassements Comiqneö" auf dem Von levard du Temple übernahm, und ich die Ehre batte, diese Direktion mit ei nein Ausstattungsstücke einzuweihen, das, Gott sei Dank! es giebt eine Gerechtigkeit auf Erden glatt durch, siel, sagte der Direktor zu nur: Wenn Sie nur zwei Ieilen von Jules Janin in seinem Montagsfeuillcton haben könnten, wäre der Erfolg Ihres Stil ckes gesichert." Die werde ich ha. ben!" erwiderte ich mit dem schonen Mithe der Jugend. Und ich ging wirklich zwei oder drei Tage vor der ersten Aufführung keck und dreist zu dem großen Kritiker, den ich nicht kannte. Ich klopfte an. und ein Dienstmädchen oder ein Diener genau weiß ich's nicht mehr öffnete mir. Herr Janin zu sprechen?" fragte ich. Das kommt darauf un," wurde mir geantwortet, wie ist 7chr wertber Name?" Hier ist meine 5iarte." Und würdevoll über richte ich meine Visitenkarte. Zwei Minuten später erschien sie oder .r wieder und sagte: Herr Janitt ist ausgegangen!" Ach!" erwiderte ich, und wann kommt er wieder?" Wenn der Herr ausgeht, sagt er nie, wann er wiederkommt." Schön," erwiderte ich, ich komme wieder!" Und ich hatte wirklich den Muth, wiederzukommen. Diesmal ober war ich so klug, auf meine Karte zu schreiben, der sehr glücklich und Herrn JulesJanin sehr dankbar wäre, wenn er ihm einen Augenblick Audienz gewähren wollte." Das Dieustmäd chen es war doch ein Tienstmäd. chen brachte mir eine bessere Ant wort: Wenn c$ sich um Theatersadjcn handelt, empfängt der Herr iC' den Nachmittag." Es handelt sich l'm Tbeatersachen, und ich werde heute. Nachmittag wiederkommen!" Ich kam wieder, und Jules Janin empfing mich in einem sehr schönen Arbeits zimmer; den Fus; hatte er auf einem Schemel, da er schon an der Gicht litt. Durchaus nicht amüsant, als Vittstel ler bei einem Kritiker zu erscheinen, der die Gicht hat! Ich trug ihm mei nen Fall vor, und der Aristarch crwi derte, indem er ein Gesicht schnitt, dajz mir der kalte Angstschweiß auf die Stirn trat: TelassementsComiques", wo ist denn das?" Am Boulevard du Temple." Etwas weit von hier, der Boulevard du Temple. Na, schadet nichts, will hingehen, wenn meine Gicht es mir gestattet." Ich wollte voll Rührung danken, aber der große Kritiker ließ mir nicht die Zeit dazu; er klingelte und ließ mich hin. 2usbegleitcn. Triumphierend kehrte ich ins Theater zurück und sagte zu Sari: Ich habe Janin besucht, wir werden die zwei Zeilen haben!" Sehr gut," erwiderte er. vorausgesetzt, daß er nicht wieder lateinifch schreibt, wie gewöhnlich. Mein Piibli' sinn würde das nicht verstehen." Der i-erühmte Kritiker hielt Wort. Er 'chloß sein Montagsfeuillcton mit den Worten: Ich hätte noch gern von ei nem kleinen Stück gesprochen, das weit, weit draußen auf einer kleinen ühne gespielt wurde; aber es scheint lereits todt zu sein. Reauiescat in -nee!" Da war das verwünschte La 'ein!
Großes Aufsehen erregt die Verhaftung der in Krakau studirenden Tochter des weithin bekannten Bankiers Mamroth in Kalisch. Die junge Dame passirte die Grenze, um die Eltern zu besuchen; hierbei wurde ihr ein nihilistisches Werk abgenom m:n. Bei einer alsdann stattgehabten Haussuchung im Elternhause fand sich eine weitere Anzahl solcher Bücher vor, 'cdas'. die B:rhaftunq bewirkt wurde.
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Gute und baldige Besserung ! Bezüglich des Zustandes der Frau Julius Keller, über deren Unfall gestern kurz berichtet worden ist, erklärte Dr. Theo. Wagner gestern Abend, daß eine kleine Besserung zu verzeichnen ist. Frau Keller erwachte nämlich wieder holt aus der Betäubung, in welcher sie durch die erlittene Gehirnerschütterung versetzt worden ist. Doch vermochte sie sich noch nicht irgendwelcher Einzel heilen ihres Unfall:, d. h. des Sturzes von der Straßenbahn - Ear. zu ent sinnen. Abgesehen von der Gehirnerschütte rung hat Frau Keller eine klaffende Wunde am Hinterkopfe davongetragen, doch alaubt Dr. Wagner nicht, daß damit ein Schädelbruch verbunden ist, und hofft er auf ihre baldige WiederHerstellung. Diesen Wunsch hegen auch die zahlreichen Freunde und Bekannten der Familie und der liebenswürdigen Dame selbst. Immortellen. In Pccan, Jll., im Heime seiner jüngsten Tochter, wo er seinen LebenSabend in Glück und Frieden beschloß, ist am Mittwoch Herr Theobald L i e tz, vor Jahren einer unserer angesehensten deutschen Mitbürger, im hoben Alter lvon 85 Jahren sanft und friedlich in's Jenseits hinübergeschlummert. Sein hier ansässiger Sohn, Herr Armin Lietz, der bekannte Architect, ist nach Ehicago gereist, um von dort aus die Leiche des Vaters nach Milwaukee zu überführen, wo derselbe zuletzt wohn haft und thätig gewesen war und wo er zur letzten Ruhe hienieden gebettet werden wird. Herr Lietz, der aus Preußen stammte. war ein hochgebildeter und talentvoller Mann und ein Portrait-Maler, ein Künstler, ersten Ranges. Seine Gattin war eine ebenso fein gebildete Dame und das Lietz'iche Heim in Jndianapolis war demzufolge viele Jahre lang der Sammelpunkt des gebildeten DeutschthumS der Stadt. Vor etwa 18 Jahren verzog Herr Lietz von hier nach Milwaukee, woselbst er wiederum Diele Jahre thätig war und sich zahlreiche und getreue Freunde erwarb, ' die mit den hiesigen den Schmerz der Hinterbliebenen über seinen Tod theilen. Bundschuh. Der Bundschuh" beschloß in seiner gestern -Abend abgehaltenen Tagung, am Sonntag, 6. September, einen Ausflug nach mit Waldfest in Thiesing'Z Hof zu veranstalten. Die Jungbauern werden mit den Frauen und Fräuleins per MartinSville-Jnterurban-Linie um 8 Uhr Morgens von hier abfahren, die seßhaften Bauern und bewährten Brü der werden aber per Leiterwagen zum Feste im Grünen ziehen. Freunde sind eingeladen. Gottlieb.Leukhardt, .Die gemüthliche Ecke." Ecke Noble und Market Str
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