Indiana Tribüne, Volume 27, Number 5, Indianapolis, Marion County, 28 August 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 28. August 1903

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Europ. Geschwader von dem Präsidenten nach Beirut beordert.

Wettfahrt um den Pokal diesmal ohne Ergebnis. Abgeordneter Fowler als Besucher in Sagamore Hill. Sekretär Hitcheock verspricht gründ' liche Untersuchung. Trust-Frage vor dem amerikan. An walts'Tag. Beschwerden gegen den Capitän eines franz. Tampfers. Europ. Geschwader nach Beirut. O y st e r Ä a y. N. Y., 27. Aug. Präsident Roosevelt erließ heute Abend Befehle, daß das europäische Geschwader unter Admiral Cotton's Commando unverzüglich nach Beirut, Syrien, zu fahren habe, um die Forderungen der Ver. Staaten an die Türkei anläßlich der Ermordung von Vice-Consul Ma gelssen zu unterstützen. Die erste Kunde von dem Morde hatte der Präsident durch einen Vertreter der Assoc. Presse erhalten. Ter Präsident hatte seit mehreren Tagen die Vorgänge in der Türkei genau verfolgt und zu diesem Zwecke auf morgen eine Eonfercnz mit Sekretär Hay arrangirt. Herr Hay ist jetzt nach Oyster Bay unterwegs. Washington, 28. Aug. Ter Hilfs-Marine-Sekretär sandte um 12 Uhr 15 Nachts eine Tcpesche an Eotton in Nizza, welche ihm sofortige Abfahrt nach dem nächsten Hafen von Beirut befiehlt. Das Geschwader, aus Broottyn", San Francisco" und Machias" bestehend, fährt zusammen. Fowler beim Präsidenten. Oyster Bay, N. Y., 27. Aug. Der Präsident besprach heute mit seinen Besuchern vornehmlich die bevorstehende FinanzGesetzgebung und die Postamt?-Untersuchung. Am Frühstück nahmen Theil: Abg. Fowler, New Jersey; Hilfs-General-Anwalt Reynolds und Ehas. W. Robb, Generalanwalt sür's Postamt; Eugene Hay, MinneapoliZ; Ansley Wilcor. Bnffalo U. A. Fowler war nach Sagamore Hill gebeten worden, da der Präsident über die Finanz-Gesetzgebung die Ansichten der Abgeordneten wie der Senator? zu hören wünschte. Herr Fowler gehörte der WährungsCommission des letzten Hauses an. Die Herren ReynoldZ und Robb unterbreiteten dem Präsidenten die jüngsten Ergebnisse der PostämtZ'Untersuchung. Tie Vorbereitungen für die Prozessirung der angeklagten Personen machen Fortschritte. Ter Präsident interessirt sich namentlich für den Prozeß des früherm Ehefs der GehaltsAbtheilung Beavers. Wettfahrt eingestellt. New Z)o?k, 27. August. Tie heutige Wettfahrt um den Amerika Becher mußte wegen Ablaufs der Zeitgrenze von 5 Stunden 30 Minuten eingestellt werden, ebenso wie letzten Donnerstag. Die Reliane" war weniger als eine Drittelmeile vom Endpunkte entfernt, während Shamrock" volle zwei Meilen hinter dem Bertheidiger zurückgeblieben war. Wenn nun auch ofsiciell heute kein Rennen stattfand, so war die Niederlage für das fordernde Boot doch so vernichtend, daß die letzten Hoffnungen der Freunde de? Bootes zerronnen sind. Der Sieg der Re liance" war in jeder Hinsicht noch ent schieden als am Samstag. Nächste Wettfahrt am Samstag. H i t ch c o ck's Versprechen. Washington, 26. Aug. Sekretär Hitchcock vom Departement des Innern kündigte heute an, er werde eine gründliche Untersuchung der Unregelmäßigkeiten im Jndianer.Ter ritorium anstellen lassen. Die Ankündigung bildet die Antwort auf eine Aufforderung der DavisCommission. In Urlaub. Washington, 27. August. Hilfs-Sekretär Armstrong vom Schatz amt ist heute Abend nach Chicago ge reist, wo sich ihm Hilfs-Schatzmeister Hamilton Fisch und Collector Strana han zu einem Monatsausfluge nach der

Anmalts-Convention. Hot SV rings, Va., 27. Aug. In der heutigm Sitzung der Amer. Bar Association di-cutirte Walter S. Logan aus New Z)ork die Trust-Frage. Sie müsse von den Anwälten erledigt werden; andernfalls werde es durch die Demazogtn geschehen. Das Comite für Handelsrecht sei einstimmig der Ueberzeugung, daß den industriellen Combinationen ein Hemmschuh angelegt werden müsse. Trotz lebhafter Opposition gegen das Hineintragen politischer Fragen in die Versammlug, wurde der Comite-Bericht eingehend discutirt. Glücklich verlaufen. P i t t s b u r g , 27. Aug. Ein Teil des Barnum & Bailey CircusZugs, fast durchweg aus Schlafwagen für Angestellte bestehend, stieß heute in Wildwood, Pa., mit einem Frachtzug zusammen, wobei ein Wagen des Circuszugs beschädigt, jedoch Niemand verletzt wurde. Populisten. Des M o i n e s. Ja., 27. Aug. Die populistische Staats Convention stellte als Candidaten für Gouverneur

L. H. Weller, Nashua, für Vice-Gouv. S. T. Harvey von hier auf. Tie Platform bestätigt die Omaha Platorm von 1892. Angeblich in französische Dien st e gepreßt. New York, 27. Aug. Ein 16jähriger Junge Namens Hugh Thompon, 'der seiner Angabe nach mit Gewalt auf der französischen Barke Marechal de Gontant" festgehalten worden war, wurde hzute von dem Hafen - Collector Stranahan befreit. Das franz. Schiff wird so lange zu rückgehalten, bis entschieden ist, ob sein Capitän sich eines seine Verhaftung rechtfertigenden Gesetzesverstoßes schuldig gemacht hat. Der Knabe erklärte dann später, er sei nicht gezwungen, sondern mit Zustimmung seines Vaters auf das Boot gegangen, habe dasselbe aber für einen Küstenfahrer und nicht für einen Asienfahrer gehalten. Im Verlaufe des Tages fanden verschiedene Conferenzen zwischen dem Collektor, dein franZ. Vice-Consul u. A. statt. Der Colleltor kündigte später an, daß er keine Vollmacht zur Zurück Haltung des Schiffes besitze. Der ZollBeamte, der zur Bewachung des franz. Schiffs entsandt war, wurde daher durch ein Zoll-Boot zurückgeholt und dem franz. Schisse freie Abfahrt gestattet. Den Knaben Thompson nahmen seine Eltern nach Hause. WetterSchaden. K a n f a s City, 27. Aug. Durch schwere Regengüsse sind der Kansas und Missouri Fluß plötzlich zu ungewöhnlicher Höhe gestiegen und die Folgen mögen schwer sein. Der Kansas stieg heute hier 3 Fuß in 10 Stunden und ist noch immer im raschen Steigen begriffen. Auch alle übrigen Ströme steigen rapid. Burlington, Ja., 27. Aug. Durch heftige Regengüsse in der Nacht und des Morgens ist die ganze Gegend überfluthet und die Flusse sind über ihre Ufer getreten. Zahlreiche kleine Brücken sind zerstört. CouncilBluffs, Ja., 27. Aug. Aus Corning werden verschiedene Ertrinkungsfälle gemeldet. Tie Geleise der Burlington Bahn sind schwer mitgenommen. Marshalltown, Jo., 27. August. Ein furchtbarer Sturm rich tete nördlich von hier in den Counties Jasper und Poweshiek großen Scha den an. Bon den Manövern. Portland, Me.. 27. August Die Operationen von gestern Nacht bii zum Morgen wurden allein von den Kreuzern und Torpebootzerstörern aus geführt. Kurz nach Tagesanbruch zog sich die Flotte nach dem Rendezvous Platze Harpwell zurück. Portland, Me., 27. August. Admiral Barker's Flotte hat den lange erwarteten Angriff gemacht. Wie man annimmt, wurden (theoretisch) alle Schiffe, 17 im Ganzen, kampfunfähig gemacht, bevor sie einen Schuß abge feuert hatten. Vormittags hatte die Flotte einen großen Erfolg aufzuweisen durch die Einnahme von Long Island, die als wichtiger galt als die Zerstörung der 17 Schiffe. Von den großen Schiffen

Nach Sing-Sing. New York. 27. August. Sa-

muel Parts, der weaen Erpressung verurteilte Arbeiterdelegat , würd? heute nach Sing-Sing überführt. Ertrunken. S t o r i n g t o n, Conn., 27. Aug. Ter Metropolitan Dampfer H. M. Whitney aus New York, nach Boston bestimmt, brachte den Schooner John Boot in der Nähe von New Haven in Folge eines Zusammenstoßes zum Sinken. Capitän und ein Matrose des Boot sind gerettet, 5 andere Matrosen und ein Passagier ertrunken. Versöhnungs . Behörde. New York, 27. Aug. Die Ver-söhnungs-Behörde für da HartkohlenGebiet hielt heute ihre dritte Sitzung ab; es standen Fragen, bei denen keine Zeugen-Bernehmungen nöthig waren. zur Entscheidung. Nächste Woche versammeln sich die Mitglieder in Pottsville. Adreß-Buch-Schwindler. L o u i s v i l l e , Ky., 27. Aug. Joseph W. Geist wurde wegen Schwindeleien mit Adreßbüchern, die sich über das ganze Land erstrecken und durch die Bankiers, Kaufleute etc. über 81.000,000 verloren haben sollen, verhaftet. Er gab sich als Vertreter der National Gazetteer in N. ?). und Chicago aus und bewog Kaufleute zu Anzeigen in einem nationalen Geschäfts-Adreßbuch, wobei er die ihm gegebenen Aufträge fälschte. 4000 Smiths. New York, 27. Aug. Ueber 4 )00 Smiths hatten sich zur heutigen Jahreszusammenkunft der Familie mith inPeapack, N.J., eingefunden. Da5 Alter variirte von wenigen Woch?n bis zu 80 Jahren. Der Gründer der Familie in New Jersey, John Schmidt, soll 1743 aus Holland gekommen sein und auf einer Farm bei Peapack gelebt haben. AufdemWegezuM itchell. Kansas City, 27. Aug. Das Comite der Grubenbesitzer, das mit Jodn Mitchell, dem Präsidenten des Grubenarbeiter-Verbandes, zur Vermeidung eines Streiks in Missouri conferiren soll, ist nach Chicago abgereist. Morgen sindet daselbst wahrjcheinlich eine Besprechung mit Mitchell statt. i Kurze Depeschen. 27. August. Ll u S l a n d. Rom. Der Ausbruch des Vesuv nimmt langsam ab. Die Schnelligkeit des Lavastroms ist verringert. Paris. Prof. B. D. Woodward von der Columbia Universität wurde in der amer. Kirche mit Eladys Van Buren Piver,jder californischen Sängerin, vermählt. H a v a n a. Der Capitän des Küflendompfers, der den amerikanischen Schooner Cole" ungerechtfertigter Weise mit Beschlag belegte, wurde vom Amte suspendirt. Inland. C l e v e l a n d. Senator Hanna's Zustand, der in den letzten Tagen erkrankt war, hat sich bedeutend gebessert. M e m p h i s , Tenn. Unvollständige Berichte über die Primärwahlen in Mississippi kündigen die GouverneursNomination von I. K. Vardaman an. Georgetown, Ky. Im Vrozesse Powers nahmen die Plaidoyers den ganzen Tag in Anspruch. Später hielt Powers noch Nachts eine 2stündige Vertheidigungsrede. Schiffsnachriüten. Angekommen': Havre: La Savoie" von New Z)ork. New York: Carpathia" von Liverpool. New York: Phocnicia" von Hamburg. Glasgow: Carthagenian" von Phila delphia. Liverpool : Haverford" von Phila delphia; Majestic" von New York. Abgefahren : New York: Augusta Victoria" nach Hamburg ; "La Bretagne" nach Havre ; Königin Louise" nach Bremen. Glasgow: Sarmatian" nach Boston. Queenstown: Germanic" von Liver Pool nach New Vork. Queenstown: Belgenland" nach Phi ladelphia. Liverpool: Mayflower" nach Boston:

Der Zrl?l'.zflrcik. Der Sch:elhcfn:r .Mrth und der Grabir.ge: Toni sind Nachbarn. Und weil sie Nachbarn fizS, kann Keiner den Andern leiden. Allweil gibt's kleine Reibereien und Schiebereien und Zänkercien hinüber und herüber. Aber mit ler Zeit wird ihnen das zu wenig. Was bedeutendes möcht' ein Jeder einmal mit dem Andern auszukochen haben, um vor der ganzen Gemeind' beweisen zu können, daß doch e r der Gescheidter' wär' und dem Andern um Heistadellä7.g' über. So ist's auf einmal zum Grenzstreit gekommen zwischen ihnen. Fast zur gleichen Zeit behauptet der Wirth, auf der Hauserwies' müßt' der Grenzstein ein paar Schritt' weiter in den Gra-

binzer Grund hinein, und de? Toni sagt 's Gegentheil. Das gibt Klag' und Widertlag'. und auf den 16. Mai steht die Tagfahrt an zur Lokalaugen-schem-Einnahme. Am Vierzehnten treibt's den Wirth den ganzen Tag herum ohne Ruh' und Freud'. Wie cr's nur macht, daß der Grabinger verliert und die Kosten zahlen muß? Denn 's Zahlen von den Kosten ärgert den Bauern am Meisten beim ganzen Prozeß, 's Bierpantschen. sonst sein höchstes Vergnügen, macht ihm heut' keinen Spaß. Er schimpft die Wirthin, beutelt den Kegelbuben und wirft cien Handwerksburschen hinaus sein Humor wird nicht besser. Sogar dem .Herrn Pfarrer und dem Herrn Bürgermeister schenkt er miseraöel ein aber Alles hebt seine Stimmung nicht. Da, wie der letzte Gast fort ist, um Mitternacht schleicht er hinaus auf's Feld. Er weiß jetzt, was geschehen muß. Den Grenzstein grabt er heraus ganz gespenstisch schaut er aus bei de? Nacht, der dicke Wirth, wie er scharrt und schnauft und schwitzt und schleppt ihn hinüber ein paar Ellen weit in den Grabinger Grund, kratzt Alles wieder gut zu und macht sich dann fidel und lustig auf den Heimweg. Denn jetzt kann's nimmer fehlen jetzt hat er, was er braucht jetzt verliert,der Grabinger den Prozeß, zahlt alle Kosten und giftet sich halb todt d'rüber vor Aerger. Schmunzelnd kriecht der Wirth in's Nest, deckt sich mit seinem guten Gewissen zu und schläft den Schlaf des Gerechten. Ter Grabinger hat nicht so fest geschlafen die Nacht. Im Gegentheil: Hinüber wälzt er sich und herüber und sinnirt und stöhnt und murmelt und erfindet und verwirft und spinnt weiter. Hollah, da auf einmal hat er's! S o mutz der Wirth verspielen und e r gewinnen. Der Tag graut schon da schleicht der Toni 'naus aus die Wies' und grabt den Grenzstein aus. Ganz zusammenziehen thut den langen, dürren Mann das Gewicht aber er bringt ihn doch ein paar Ellen weit in den Schielhofner Grund hinein, macht Alles wieder sauber, geht heim und lacht Jetzt schlaf' nur, Wirth dumwer. und träum' Dir was Schönes zusamm hast schon verspielt auch!" Um zehn Uhr 'rum kommt die Gericht kommission angefahren fcer Herr Landrichtr, der Aktuar, die zwei Advokaten, der Geometer und sein Gehilf'. Man nimmt zuerst ein kleines Frühstückerl. Dann geht's auf's Feld hinaus voraus die Kommisston hinterdrein schleichen von zwei Seiten her. so recht heimtückisch, die Parteien, und Jeder freut sich, wie der Andere hineinfallen wird. Der Geometer mißt, und mißt wieder, nimmt die Plan' heraus und fangt von vorn' zum Messen an. Dann zeigt er's dem Herrn Landrichter. Der schaut und schaut und lacht der gemüthlich' Herr, daß ihm's Wasser in die Augen kommt. Aber die Advokaten lachen nicht. Tie schimpfen und schreien und disputiren und arbeiten auf den Geometer ein. Ter jedoch hat haarscharf gemessen und mit dem Plan stimmt's auch, und der Herr Landrichter ist auch seiner Meinung und der Aktuar und der Gehils' und da werden schließlich die Advokaten stiller und brummen blos mehr und zucken mit den Schultern und schnupfen, und der Herr Landrichter ruft den zwei Parteien zu. die alleweil ein Bißl weiter weg geblieben sind und auf jedes Wort gelauert, aber doch nichts Rechtes verstanden haben. He, geht's einmal her, Ihr Zwei!" sagt der Herr Landrichter; und wie sie sich jetzt so schief daherschieben und die Hauben 'runterthun, schmunzelt er und redet sie an Ein paar rechte Tappschädel seid Ihr doch alle Zwei! Für was streitet Ihr denn? Um Kaisers Bart wieder einmal nicht wahr? Blos damit prozessirt ist! Hat ja Keiner Recht: Ganz auf dem richtig?n Fleck steht er der Grenzstein ausgemessen ist's, auf den Tupfen stimmt's also vergleicht und versöhnt Euch und aus ist's!" Js ja net mögli'!" murmelt ein Jeder. Aber heimlich denkt sich der Eine wie der Andere: Die hab' ich schön über's Ohr g1)aun! Auf dem richtigen Fleck? Zum Lachen! Hab' ja I ch den Grenzstein g'ruckt! Könnt' mir d'rum einfallen, daß ich mich vergleich'! Muß ja zuletzt doch der Ander' verspielen!" Und weil sich ein Jeder, so benkt, vergleichen sie sich nicht und geben nicht nach, um Alles in der Welt nicht, und der &txx Landrichter bat sieb die Luna'

und Leber herau-icden l'j-.2t:: und de? Geometer auch, und d!e gu:en Wort' von den Advckten hären auch nichts genutzt. Na ja." hat der Herr Landrichter am Schluß gemeint. Ihr werdet's schon seh'n alle Zwei; wenn 's Urtheil kommt, wirds Eucb schon reu'n!" Dös glaub' i' net!" hat aber Jeder zu sich selber gesagt. I' muß ja doch g'winnen z' guter Letzt i' hab' ja den Stein g'ruckt!" Bald d'rauf kommt 's Urtheil: Die Klag' vom Wirth wird abgewiesen und die Widerklag' vom Grabinger auch, weil de? Stein auf de? richtigen Grenz' steht, und Jede? muß die Hälft' von den Gerichtskosten zahlen und seinen Advokaten ganz Eine schöne Rechnung das! Ganz auseinander wa?en sie alle Zwei, und geschimpft und geflucht haben s'. Jede? hat sich ja eingebildet, e r hätt' Recht, weil er von dem Ande?'n seine? T?opfe?ei nichts g'wußt hat, und sagen hat doch Keiner was dürfen. Sakra, sakra." haben sie gewettert alle Zwei vor sich hin. so schö' hab' i' 'n fürig'ruckt' n Stoa' aber bei die G'richter hilft Alles nir heutzutag' kriagt der Bauer koa' Recht mehr g'rad' nur zahl'n derfst' allerweil!" P?ozessi?t haben sie abe? nimmer miteinander.

in ihm, uiuiii. !l Die Stammtisch - Gesellschaft im schwarzen Hund" plagte heute wieder der Teufel. Während es gestern de? Assesso? Meye? wa?. den die lustigen Herren zur Zielscheibe ihres oft recht beißenden Witzes gemacht hatten, .tta? es heute der kleine Rentier Bierhuber, der eine Fülle, allerdings nicht böse gemeinter Spötteleien über sich ergehen lap.en mußte. Bierhubers Pantoffelheldenthum wurde in genannte? sche?zhafte? Weise erörtert. Jeder der Herren illusirirte dasselbe durch auf Wahrheit" beruhende Geschichtchen so drastisch, daß Leute, die Herrn Bierhuber mit seinem feisten Korpus nicht kannten, ihn mit Leichtigkeit für einen Menschen kalten konnten, der durch die liebevolle Behandlung seine? Gattin allmälig zum Ehekrüppel geworden ist. Nicht einmal zum Besitz des Hausschlüssels hat es unser Freund Sie?huber bis jetzt gebracht." Mit diesen Wo?ten setzte ein Herr Müller allen Erzählungen die Krone auf. Herr Bierhuber hatte bis dahin geschwiegen. Erst auf den Angriff des Herrn Müller hin ergriff er das Wort: Meine Herren! Alles was Ihnen soeben über mein angebliches Pantoffelheldenthum erzählt wurde, erkläre ich hiermit für erlogen. Ich bin nicht in der Lage, aegen alle diese ausgesprochenen Verdächtigungen Entlastungsbeweise vorzubringen, kann Ihnen aber nur das Eine versichern, daß Sie sich betreffs des Hausschlüssels sehr im Irrthum befinden; ein Wort an meine Frau und ich bin morgen im Besitz disselben." Beweisen!- rief Alles. Herr Bierhuber erklärte, daß er den Beweis nur nach einer abgeschlossenen Wette antreten wolle; und zwar so, daß er, falls er bis morgen Abend nicht im Besitz des Hausschlüssels sei. den Preis der Wette erlegen mußte, andernfalls sollten die Herren die Kosten tragen. Man erklärte sich mit dem Vorschlage Bierhubers einverstanden, und die Höhe der Wette wurde auf zehn Flaschen Rüdesheimer festgesetzt, schen Rüdesheimer festgesetzt. Am nächsten Abend erschien Bierhuber pünktlich am Stammtisch und wies lächelnd den anwesenden Herren den Hausschlüssel vor. Man zweifelte, man staunte, ja man verdächtigte ihn sogar, daß es nicht der Hausschlüssel zu seinem Hause wäre. Erst auf einen feierlichen 6fc Bierhubers hin glaubte man ihm und bestellte, sich für besiegt erklärend, die zehn Flaschen Rüdesheimer. Bald that der Wein seine Wirkung, und die Stimmung am Stammtisch wurde eine urfidele. Da gegen dreiviertel Zehn erhob sich plötzlich Bierhuber, um aufzubrechen. Allgemeines Erstaunen. Er hätte doch den Hausschlüssel," hieß es! Bierhuber lächelte verschmitzt. Natürlich habe ich den Hausschlüssel," sagte er, aber ich muß ihn meiner Frau vor Hausschluß abliefern." Von der Pnlzta! ifct eS Madcl aus der Seit Kcrcin (bitte) alle Ääzt'.ing. Kaine aber mög mich bei Näherer Betrachtung! Sicht MSN Pferdl ..szepen" (schön) viel Auf der Pußta laufen, Aber kaineS trogt mich mehr Kann mir kaineS kaufen. JsteniiL((?ott). kann Fiedel zwar r Mau in C;arda kzeereu. Aber ach, da mujz mon ja Irgend rooS verzehren. Wain, den gibt'S ja auch genug, Ober jai! Tie Lumpens Wollen edlen Magyar.Mensch Kamen Schluck mehr pumpen. Paprika, der roochst zwar wild, Doch selbst Ungarmogen Kann allein blos Paprika Nicht ainmol vcrtrogen. Ungarlsnd. wie wait is eö Hatt mit dir gekommen. Wo selbst echtem Pußtashn Alles iS genommen. Frait mich Leben gar nicht, o Alles iS verloren, JZfür Arbait NaZyar.MenZch Niemals r.icht geboren. k

Pacific-Küste anschließen.

nahm keines Theil.

Parisian" nach Montreal.