Indiana Tribüne, Volume 27, Number 2, Indianapolis, Marion County, 25 August 1903 — Page 6

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Jndiana Tribüne, 23. August 1903.

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Europäische Nachrichten. Frovinz Scyresien. V r e s l a u. Dem Cardmal Fürstbischof Dr. Kopp wurde das Großkreu des Rothen Adlerordens verliehen. Der Privatdocent für Psychiatrie an der ylestgen Universttat, Professor Dr. Karl Bonhoeffer, ist als Nochfolger des bisherigen Direktors der stadtlichen Krankenanstalt, autzerordentlichen Professors für Psychiatrie. Geh. Medizmalraths Dr. Franz Meschede nach Königsberg berufen worden. In den wohlverdienten Ruhestand trat im Alter von 90 Iahren der Geistliche Rath, Jubilarpriester, erster Subkustos und Domvrkar an der hiesigen Kathedrale, Ernst Bystry, der zu den ältesten Geistlichen Schlesiens gehört. Der aus dem Amte Geschiedene erfreut sich noch seltener Körper- und Geistesfrische. Glelwltz. Ein entsetzllwer Unglücksfall spielte sich im einem Hause der Reuenweltstraße ab. Die Frau des Modelltischlers Jansch hatte ih rem Manne das Mittagbrrd getragen und während dieser Zeit den ZJahre alten Sohn allein in der Wohnung zurückgelassen. Das Fenster stand offen. Das Ktnd kletterte hinaus, verlor das Gleichgewicht und fiel herunter. Vor der Wohnung befindet sich ein kleiner Garten, der von einem Stacketenzaun eingefaßt wird. Das Kind fiel auf diesen Zaun und durch eines der sehr scharfen Eisen wurde das Kind tm wahren Sinne des Wortes am Leibe aufgespießt. Das Kind ist gestorben. G o r l x fc. In der hieuaen Maschinenbauanstalt Aktien - Gesellschaft wurde der 18iährige Sattler Schnötzel beim Auflegen eines Treibriemens von diesem getroffen und derartig schwer verletzt, daß er .iuf dem Transport nach dem Krankenhause verstarb. G o s l a w x fe. Das 4rnhnge Kind des Ziegeleibesitzers Nowak verunglückte dadurch, daß dasselbe während des Spielens in eine fünf Meter tiefe, mit Wasser angefüllte Lehmgrube fiel, welche gegen die Wohnunq mit einem Stackettenzaun abgesperrt ist. L x t a n x fe. Arbeiter Teppich aus Greibnitz ließ sich hier von einem Eifenbahnzuge überfahren. Der Tod war auf der Stelle eingetreten. Ueber das Motiv zu dieser traurigen That ist noch nichts bekannt. Der Kaiser bewilligte für den Bau der kiesigen Kaiser - Friedrich Gedächtnißkirche ein Gnadengeschenk von 50.000 Mark, der Oberkirchenrath sagte eine Beihilfe von 10,000 Mark zu. L l s s a. Die Frau des Stellmachers Kern wollte Speise und Trank auf's Feld schaffen. Bor sich her schob sie mit der einen Hand den Kinderwagen, in dem das 7 Monate alte Mädchen lag, sowie am Fußende des Wagens ein Gefäß mit heißem Kaffee verwahrt war. Da Frau Kern noch Geräthe zu tragen hatt?, konnte sie den Wagen nur mit einer Hand transportiren. ?lnfolae Unebenkeiten am Feldrande stürzte der Wagen Plötzlich um und der heiße Kaffee lief dem armen Kinde auf Unterleib und Beine. Das Kind war so verbrüht, daß es starb. S a g a n. Der frühere Handschuhmacher Franz Menzel, der neben körperlichen Leiden m letzter Zeit auch Spuren von Geistesstörung zeigte, sprang in die Bober und ertrank; er hatte vorher bereits versucht, sich mit einem Messer die Pulsadern zu durchschneiden. Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Frovinz "2?ofcn. C o t o n. Bei dem Wirth Nowakowski brach Feuer aus und verbreitete sich mit Windeseile über das ganze Dorf. Das Gehöft des Nowakowski liegt am Nordende des Dorfes und bei dem ziemlich heftigen Winde war das Feuer bald an der entgegengesetzten Seite des Dorfes. Die linke Seite der Ortschaft ist bis auf einzelne WohnHäuser gänzlich niedergebrannt. Karolina. Ueber unsere Gemeinde zog ein schweres Gewitter, wobei der 78 Jahre alte, noch sehr rüstige Altsitzer Bengsch durch einenBlitzschlag getödtet wurde; zwei ihn begleitende Enkelkinder kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Durch einen anderen Schlag entzündete sich die Scheune des Eigenthümers Modrow. welche nebst den vorhandenen, nicht versicherten Futtervorräthen ein Raub der Flammen wurde.. L o ch o w o. Mühlenbesitzer Vorweg hat seine Mühle angezündet und sich darauf erschossen. Vorweg, der stark verschuldet war, schien schon längere Zeit nicht geistig normal. Seine Frau mißhandelte und bedrohte er wiederholt. Marienth'al. In der Warthe ertrank der Schiffseigenthümer Otto Werk. Rawitfch. Kreisthierarzt Karl Frick von hier und seine Gattin Auguste, geboreneSauer, feierten das Fest der goldcnen Hochzeit. Der Jubelbräutigam ist 73, die Jubelbraut 70 Jahre alt. Rüden. Beim Baden im Wilzer See ertrank der 10jährige Sohn des Fleischermeisters Krause. S ch n e i d e m ü h l. In der Küddow ertrank der 18jährige Sohn Hermann des Mühlenbesttzers Kierstein von hier. Der junge Mensch versah die Drewitz'sche Mühle und begab sich an das Wehr, um zu angeln. Er wurde von Krämpfen befallen und stürzte vom Wehr in die Küddow.

Sendzink o. Der auf dem Rit

tergute Wilkowo beschäftigte Arbeiter Krolik fuhr Dung aus der hiesigen Ortschaft auf die Gutsfeldmark. Hierbei fiel Krolik beim Ueberschreiten einer Vertiefung vom Kastenwagen und so unglücklich vor diesen, daß zwei Räder des schweren Wagens über feinen Kopf gingen und die Schädeldecke zertrümmerten. Der Tod trat sofort ein. Frsvinz Sachsen. Magdeburg. Hütten - Direktor Adolf Quenselt hier beging dasJubiläum seiner 40jährigen Dienstthätigkeit am Friedrich Krupp Grusonwerk. Dem Mitgliede des hiesigen städtischen Orchesters Heinrich Voß, der nach 40jähriger Dienstzeit in den Ruhestand versetzt ist, ist das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden. In der Maschinen- und Dampfkessel - Armaturen - Fabrik von Schäffer & Vudenberg, G. m. b. H., fand das seltene Fest eines goldenen Dienstjubiläums statt. Der Jubilar, Schlosser Julius Brederick, steht im 80. Lebensjahre und verrichtet noch jetzt seine Arbeit in voller Gesundheit und Rüstigkeit. Burg. Schneidermeister Udo Niederich und Frau feierten ihre goldene Hochzeit. Das greise Ebevaar wurde in seiner Wohnung durch Oberpfarrer Kunze eingesegnet, der gleichzeitig die vom Kaiser verliehene Ehejubiläumsmedaille überreichte. D e l i tz s ch. Die beiden hiesigen Schuhmacher Friedrich Brenndecke und Ludwig Wittig feierten ihr goldenes Meisterjubiläum. Der Vorstand der Schuhmacherinnung überbrachte jedem ein Ehrengeschenk. Dommitzsch. In Abwesenheit der Einwohner entstand auf unbekannte Weife im Hause des Maurers Friedemann ein Feuer, dem das ganze Gebäude zum Opfer fiel. G e n t h i n. Der Schiffer Wilhelm Henning von hier hatte beim Segelwerfen in der Vorderstyte" bei Hagen das Unglück, bei dem herrschenden Stu7-m über Bord zu fallen. Da gerade ein Dampfer die Stelle passtrte, war jede Hilfeleistung unmöglich. Die Leiche des Verunglückten wurden später mittels Kahns an der Hagenbrücke gelandet. Eine kranke Frau und fünf Kinder beweinen den Verlust ihres Ernährers. Hettstedt. Berginvalide Nordt aus Vurgörner würd: beim Besteigen der elektrischen Bahn von einem vorüberfahrenden Wagen umgeworfen. Dabei trug er eine kleine Wunde am Kopfe und eine Quetschung der Schulter davon. Durch die eintretende Geschwulst bekam er einen Ershckungsansall. Im KnappschaftSkrankenhause mußte man ihm die Kehle öffnen. Dabei zeigte es sich, daß der Mann auch an einem Kropfgeschwulst litt. Er erholte sich nicht wieder und starb an Erstickung. Provinz Kannover. Hannover. Dem Verwaltung?gerichtsdirektor Geheimen Regierungsrath Peterssen wurde der Kronenorden 2. Klasse verliehen. Das 25jährige Mietherjubiläum begingen der Dekateur Paul Schur, Schmiedestraße 33, und der Eisenbahn - Maler Ernst Weber im Hause des Kaufmanns Rieffenbera. Baknkofstrae 13. Das Jubiläum 25jähriger Dienstthätigke?t feierte die Wärterin Christine Warmbold auf dem Kirchröder Thurm. Von ihrem Dienstherrn, dessen Vorgänger und den Gästen des Restaurants wurde die Jubilarin durch Geschenke und Glückwünsche erfreut. C e l l e. Am 21. Februar d. I. brannte es an der Rundenstraße 10 Hierselbst. Mit eigener Lebensgefahr rettete der hiesige Infanterie - Leutnant Clllver damals einen Mann aus den Flammen. Für diese That hat ihm der Kaiser jetzt die Rettungsmedaille am Bande verliehen. G ö t t i n g e n. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich hier in der Leinestraße. Als ein aus leeren Kohlenwagen bestehender Zug auf einem Anschlußgeleise zur Gertethalbahn die aenannte Straße passirte, gerieth der 8jährige Sohn des Arbeiters Meier, wacher auf der Straße gespielt hatte, unter die Räder, wodurch ihm ein Arm abgefahren wurde. Der bedauernswerthe Knabe ist m der chirurgischen Klinik seinen Verletzungen erlegen. Goslar. In Lautenthal fand die Frau Kämmerer von hier auf dem Wege nach Hahnenklce die Leiche ihres 25 Jahre alten Sohnes. Da die Leiche Spuren, eines vorausgegangenen Kampfes auswies, nimmt man an, daß es sich um einen Todtschlag handelt. Man vermuthet, daß die kürzlich erfolgte plötzliche Flucht eines jungen Mannes aus Lautenthal mit diesem Todesfall vielleicht in Zusammenhang steht. Die gerichtliche Untersuchung ist sofort eingeleitet worden. Kleefeld. Landbriefträge: Müller badete gelegentlich seines Be stellganges in dem Teiche hinter der Tapetenfabrik an dem Wege von liier nach Älttsburg, wobei er ertrank. Da Müller als em tüchtiger Schwimmer bekannt war, so ist anzunehmen, daß er emen Herzschlag bekommen hat. Müller, der den Cbinafeldzug mitge macht hat, stand bei seinen Kameraoen in hohem Ansehen und galt als ein tüchtiger, zuverlässiger Beamter. L i n g e n. Die beiden erwachsenen Söhne der Wittwe' Johann Räckers (21 und 24 Jahre alt) sind beim Ba den in der Ems ertrunken. Die Lei chen wurden bislang nicht gefunden. Volvriehausen. Tödtlich ber unalückt ist der auf hiesigem Braun

kohlenwerke beschäftigte Arbeiter Pe

ters. Derselbe wcrr mit verschiedenen Collcgen dabei beschäftigt, einen Gerüstebau der nach Delliehausen führenven Äraytsellbayn zu repanren, als plötzlich zwei große Bretter von oben herabfielen, von denen eines ihm in's (Äenick fiel, wahrend das andere ihm das Gesicht zerschmetterte. Peters, der verheirathet und Vater von 6 kleinen Kindern ist, war bald darauf seinen Verletzungen erlegen. Zfrovinz ZSestsare. Münster. Graf FürstenberaStammheim hat die etwa 50,000 Bände zählende Bibliothek seines in Mülheim am Rhein gelegenen Schlosr.3 "i . n i. ... je viumiuiciiii uci t;icige umverutäts - Bibliothek auf 50 Jahre leihweise überlassen. Die Bibliothek gehört zum Majorat und kann daher weder verschenkt noch veräußert werden. Arnsberg. Dem Kreisboten a. D. Klemens Hockelmann wurde das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens verliehen. Avenwedde. Der 19jähriae Sohn des Kolons H. Wullengerd hierselbst suchte in einer großen, vk'll Wasser siehenden Niederung nicht weit vom Hofe Wasserrosen, die dort massenhaft wachsen und von Bielefelder Gärtnern zur Binderei theuer bezahlt werden. Als er nicht heimkehrte, sah man nach. und zwei Nachbarn holten Mit eigener Lebensgefahr seine Leiche aus einer tiefen Grube, in die er unversehens gerathen war. Dortmund. Unter Vergiftungserscheinungen starb plötzlich der Berginvalide Heinrich Coors, nachdem er sogenannten Brustthee getrunken. Die Staatsanwaltschaft hat die Lelcyenossnung zur Feststellung derTodesursache angeordnet. Gelsenkirchen. Dem Eisenbahnlademeister a. D. Peter Heß wurde das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. Hagen. Der im November v. I. vom hiesigen Schwurgerichte zum Tode verurtheilte Fabrikarbeiter C. Stein aus Hohenlimbura ist zu lebenslanglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. Stein hatte den Ackerknecht Thormaelen, von dem er glaubte, daß er intime Beziehungen zu seiner (Stein's) Ehefrau gehabt habe, aus Eifersucht erstochen. Hohenlimburg. Dem Fabrikanten Fritz Giese wurde die Rettungsmedaille am Bande verliehen. Saat. Den Eheleuten Kaspar Diedr. Dickhage wurde aus Anlaß ihrer diamantenen Hochzeit vom Kaiser die Ehejubiläumsmedaille verliehen. T h ü l e. Bei Verbreiterung deZ Erlenbaches, der durch das Dorf fließt, wollte der Wirth Grundmeier dahier beim Ausroden der alten Weidenstämme behilflich sein. Ein wieder zurückkommender Stamm traf ihn aber derart an den Hin'erkopf, daß er nebst einem Arbeiter nicht nur in's Wasser geschleudert wurde, sondern auch eine Gehirnerschütterung davon trug, o:e nach weniger Zeit seinen Tod herbeiführte. An seiner Bahre trauern sechs noch unmündige Kinder und Frau. Vkvölkerungöavnahme in England Der Rückgang der Geburtsziffer in England war dieser Tage Gegenstand einer Debatte im englischenOberhause. Der Bischof von Ripon erklärte, innerhalb 18 Jahren würde der natürliche Volkszuwachs vollständig zum Stillstand kommen, wenn der Rückgang in den Familien so rasch fortschreite, wie es gegenwärtig der Fall sei. Der Procentsatz an Geburten sei so vermindert worden, daß heutzutage dadurch bereits 1,100.000 Kinder weniger vorHanden seien, als nach dem früheren Procentsatz vorhanden sein müßten. London allein habe im Jahre 1902 einen Rückgang der Kinderzahl um 26, 000 Köpfe zu verzeichnen gehabt. Zerstreut. Was gab'3 gestern bei Kommerzienraths?" Junge . m ms r-r v x-- - Gänse. . . '!Uö, geyen tote, icy meine, was es zu essen gab?" Naiv. Baron: Heute muß ich auf's Gericht, weil ein betrunkener Student auf der Straße em Madchen geküßt hat!" Fräulein: Ach, gewiß als. . . Sachverständiger?" Beim Geschütz-Exerzi-ren. Artillerie - General: Mein Sohn, was würden Sie wohl machen, wenn Ihnen der Richtbaum abgeschossen würde? Rekrut Bombke: Herr General, der geht nicht kaput! Artillerie - General: Na, nehmen wir also an, er ist thatsächlich zerschossen und unbrauchbar geworden? Rekrut Bombke (ganz überzeugt): Herr General, der geht nicht kaput, der ist aus Eisen i UnschuldvomStrande. Fischer (zu seiner Tochter): Siehst, Marieken, die Dame is 'ne Schauspielerin. die is alle Jahre hier, jedenfalls wejen die schöne Luft bei uns." Ach ich, Vater, des is mch an d:m, wejen schöne Luft is die nich hier; die riecht all:ine schon so sehr wunderschone. Zu ängstlich. Freundin: .,Also, verheirathet bist Du; wie ist das gekommen?" Kochm: Wie das so kommt: ich habe fünftausend Mark in der Lotterie gewonnen, und em hal bes Jahr darauf hatte ich auch einen Mann!" Freundin (bedenklich): Du, wenn sie Dir den nur Nicht wie der abnehmen. ... Das. Spielen in fremden Lotterien ist verboten!"

in Grokstadtvild trübster Für-

vnng bildete den Hintergrund einer VerHandlung, die vor der Strafkammer des Berliner Landgerichts I stattfand. Aus der Untersuchungshaft wurde der 26-jährie Kaufmann Martin Manase vorgeführt, welcher der Wechselfalschungen in Gesammthöhe von über Z0.000 M. beschuldigt war. Der Angeklagte ist der einzige Sohn eines früheen reichen Kaufmannes der Konsekionsbranche in Würzburq.' Eine gere gelte Thätigkeit hat er nie gehabt, und ebenso wenig je etwas vordient. Als der Vater im Jahre 1900 starb, zogen Mutter und Sohn nach Berlin, wo sie im Hotel Bauer Unter den Linden Wohnung nahmen. Der Angeklagte gerieth bald in die Gesellschaft von Leuten, welche, anscheinend ohne Arbett, die Freuden der Großstadt nach allen Richtungen hin 'durchkosteten. Er war ein steter Besucher der Rennvlätze, und betheüigte sich mit großen Betragen an den Wetten. Die Mittel, welche rem Angeklagten von seiner Mutter zur Verfügung gestellt wurden, reickten für diese Lebensweise bei Weitem nicht aus. worauf seine Freunde inn bereitwilligst mit Darlehen unterstützten. Wie der Angeklagte behauptete, war es besonders ein älterer Herr Namens Aron, der ihm Geld vorschoß. Dann brauchte der Angeklagte aber eine größere Summe, um semen Verpfuchtungen nachzukommen. Aron habe sich bereit erklärt, einen Wechsel des Angeklagten in Höhe von 4000 Mark unterzubringen. Der Angeklagte müsse sich aber in Höhe von 30.000 Mark in einer Lebensrersicherungs - Gesellschaft einkaufen. Manasse war dazu bereit. Als er dann Aron den Wechsel übergab. erklärte dieser, daß er noch des Giros eines anderen, sicheren Mannes bedürfe. Der Angeklagte erwiderte, daß er nicht wisse, an wen er sich wenden solle. Aron wies ihn darauf hin, daß er ja fo viele gute Freunde habe, u. A. würde der Hotelbesitzer Bauer ihm gewiß gern die Gefälligkeit erweisen. Nach einiger Zeit brachte der Angeklagte den Wechsel, der jetzt mit Bauers Giro versehen war. zurück. Aron zog sich -von den 4000 Mark 000 Mark Commission und 350 Mark als erste Prämie für die Lebensversicherung ab. sodaß der Angeklagte anstatt 4000 nur 3050 Mark erhielt. Er hatte den Namen Bauers gefälscht, weil Aron ihm beim Wohle seiner Frau und sei nes Kindes geschworen habe, er werde den Wechsel nicht aus der Hand geben. Bald habe der Angeklagte einen zweiten Wechsel über 0000 Mark ausstellen müssen, wieder mit einem gefälschten Giro. Diese beiden Wechsel wurden von der Mutter des Angeklagten eingelöst. Der Kredit des letzteren wurde dadurch erheblich erhöht, und von allen selten wurde ihm Geld gegen Wechsel angeboten. Der Angeklagte fälschte bald den Namen des einen, bald den eines anderen Bekannten. Er mußte kolossale Opfer bringen, indem er kaum die Hälfte der Wechselsummen erhalten hatte. Aron hatte ihn emmal zu einem Juwelenhändler gewiesen, der bereit sei. ihm für 15.000 Mark Brillanten gegen Wechsel zu verkaufen. Der Angeklagte gina auf das Geschäft ein. Er ließ die Brillanten von einem Sachvcrständigen tariren, der den Werth auf höchstens 9000 Mark angab. Der Pfandleiher Löwenberg hat 'die Brillanten auch nur mit 5000 Mark beliehen. Mit diesem Gelde ging der Angeklagte nach Paris, es seiner Mutter überlassend, die gefälschten Wechsel einzulösen. Die Gläubiger wurden aber unangenehm überrascht, als die Dame sich rundweg weigerte, die Wechsel einzulösen, selbst wenn sie von ihrem Sohne gefälscht seien. Sie hat es vorgezogen. Berlin bald darauf zu verlassen. Der Angeklagte wurde verhaftet. Auf Grund seines Geständnisscs beantragte der Staatsanwalt gegen ihn eine Gefängn'rßstrafe von drei Jahren und vierjährigen Ehrverlust. Der Vertheidiger führte aus. daß der Angeklagte vas Opfer einer verkehrten Erziehung, eines grenzendsen Leichtsinnes geworden, und dazu noch in die schlechtesten Hände gefallen sei, in die er gerathen konnte. Zwkisellos hätten sowohl Aron wie dessen Schlepper gewußt, daß die Wechsel gefälscht waren, und deshalb um so mehr darauf gerechnet, daß die Mutter s.e einlösen würde. Eine ganze Gesellschaft von Wucherern habe den Leichtsinn des Angeklagten in der unverantwörtlichsten Weise ausgebeutet. Dies müsse bei der Strafabmessung in Berücksichtigung gezogen werden. Der Gerichtshof rrc sen Ausführungen des Vertheidigers bei und beließ es bei ner Gefangnißstrafe von einem Jah'e und sechs Monaten. Ein geistreicher Scherz des verstorbenen Papstes kennzeichnet die Beziehungen des Vatikans zu der französischen Regierung sehr nett. Herr Nisard. der französische Gesandte beim Vatikan, ist ein wenig taub, und es ist bekannt, daß auch der Papst nicht gut hörte. Einst sagte nun Leo XIII. zu einem Diplomaten, der ihn nach dem Erfolge einer diplomatischen Mission Nisard's fragte: Kennen .Sie die Komödie Die beiden Tauben?" Nisard und ich. wir führen sie auf . . . Er versteht nicht gut. was ich sage, und ich böre nicht, was er antwortet . . . Da? erleichtert unser herzliches Einverneh. men außerordentlich!" Der Raubmörder Gre'.lmann erhängte sich im Gefängniß zu Dresden.

Sonnmschcin als Wcckcr. Wcckappara. der mittelst Vcstrahluug durch die Tonne läuft. Der Landwirth, der Gärtner, der Forstmann und der Ausflügler, die auf gutes Wetter warten, und am Morgen, ztnn die Sonne lacht, sofort aufzustehen wünschen, werden einen Weckapparat willkommen heißen, der nur durch die auf ihn fallenden Sonnenstrahlen in Thätigkeit gesetzt wird. Eine Welle trägt, , strahlenförmig im Umkreise und senkrecht aufsitzend, eine Anzahl Stifte, die je einen flachen Quecksilberbehälter tragen. Jeder dieser Behälter besitzt einen rohrartigen Ansatz, mit dem er den zugehörigen Stift zwar dicht aber doch so leicht umschließt, daß er sich auf ihm hin und her verschieben kann. Spiralfedern ziehen die Quecksilberbehälter an die Welle heran und verhindern, daß letztere von den Stiften herunterfallen Ein innen geschwärztes Gehäuse umgibt die Behälter zum größten Theil und läßt blos einen Spalt offen, durch den immer nur zwei der Behälter für die Bestrahlung durch die Sonne freiliegen. Aus diesen Angaben läßt sich bereits die Wirksamkeit des Apparats entnehmen. Durch den Einfluß der Wärmestrahlen der Sonne beginnt das Quecksilber in den getroffenen Behältern sich auszudehnen. Diese verschieben sich daher, mittelst ihrer rohrartigen Ansätze auf den Stiften gleitend, nach außen und führen dadurch eine Verlegung des Schwerpunktes im Apparate herbei. Die Folge ist, daß sich die Welle so weit dreht, daß die beiden bestrahlten Behälter in das Gehäuse zurückgehen und dort sich langsam abkühlen, worauf sie durch die Federn wieder an die Welle herangezogen werden. Diese geringe Drehung der Welle wird .in bekannter Weise benutzt, um eine Alarmvorrichtung, ein elektrisches Läutewerk oder eine durch Gewicht oder Feder betriebene Glocke zum önen zu bringen. Reicht aber die Drehung noch nicht aus. um die gewünschten Effekte hervorzubringen, dann führt die Bestrahlung der zwei folgenden Quecksilberbechälter eine weitere Drehung der Welle herbei und setzt dadurch das Rasselwerk von Neuem in Thätigkeit. So ist also die Sonne die eigentliche Weckcrin gewesen. Verminderung dcö BicrkonsurnS in Deutschland. Der Verbrauch von Bier in der deutschen Reichshauptstadt, welcher in den letzten Jahren des verflossenen JahrHunderts durchschnittlich 209 Liter auf den Kopf der Bevölkerung betragen hatte, ist im vergangenen Jahre plötzlich bis auf 144 Liter hinabgesunken. Für das ganze Teutsche Reich ist fchon seit 1901 ein verminderter Verbrauch von Bier -festgestellt worden. Natürlich übte die enorme Verringerung des Konsums auch auf die Produktion der Verliner Bierbrauereien eine schädigende Wirkung aus: zum ersten Male seit zehn Jahren ist die Viererzeugung zurückgegangen, und zwar von 4.206.038 auf 3,964.257, also um 241.781 Hektoliter. Die Haupteinbuße haben von den insgesammt 115 Brauereien die 84 obergähriges Vier produzirenden erlitten, ein Beweis dafür, daß namentlich die kühle Witterung aus den Absatz hemmend gewirtr hat. Trotz dieses Ergebnisses steht immerhin Berlin mit einer Jahresbiererzeugung von circa 4.000,000 Hektoliter nach wie vor an erster Stelle im deutschen Reich. Ter Rückschlag des sinkenden Bierkonsums in Berlin auf die einheimische Produktion würde noch erheblicher gewesen sein, wenn die Berliner Brauereien es nicht verstanden hätten, ihren Absatz nach außerhalb zu steigern und innerhalb der Reichshauptstadt selbst das fremde Bier zu verdrängen. Die Biereinfuhr nach Berlin, die noch immer zu mehr als zwei Dritteln aus dem Königreich Bayern stammt, ist nämlich im Jahre 1902 auf 507,842, das heißt um 85,091 Hektoliter zurückgegangen. Verschwindende Hallig. Die eine Hälfte der dem Untergang verfallenden Hallig Habe! (die Halligen sind kleine Eilande im schleswig-rol-steinschen Wattenmeer) ist unlängst von der Wyker Gerichtsstelle im Wege der Zwangsversteigerung verkauft worden. Der Besitzer der anderen Hälfte dieser Hallig, der frühere Kapitän Mein':. Nommensen, der mit seiner Familie allein die ganze Hallig bewohnt, hat nun den übrigen Theil der Hallig nebst einem baufälligen Häuschen für den Preis von 230 Mark erworben. Nach dem Grundbuche soll die ganze Hallig etwa 40 Hektar (1 Hektar gleich 2.47 amerikanische Acker) groß sein, in Wirklichkeit beträgt die noch vorhandene, vom Meere noch nicht verschlungene Grasfläche nur noch etwa 25 Hektar. Der neue Käufer erklärt, daß der scheinbar sehr niedrige Kaufpreis immerhin hoch genug sei, da er damit rechnen müsse, daß die ganze Hallig in 10 bis 15 Jahren verschwunden sein werde und er dann gezwungen sei, sich eine andere Wohnstätte zu suchen; es sei denn, daß die königliche Regierung auch bei dieser Hallig Schutz- und Anschlickungsbauten vornehmen lasse, die sich bei den übrigen Halligen, wie Oland. Langeneß und Hamburger Hallig so gut bewährt haben. Im westlichen Mittelm t c i c fand Kapitän Spratt die größte Tiefe zwischen Sizilien. Sar-

dinim und Afrika. Sie beläuft sich aui e:roa iu,tuu MN.