Indiana Tribüne, Volume 27, Number 1, Indianapolis, Marion County, 24 August 1903 — Page 4

Jttdmna Tribüne, 24. August 1903.

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Zndiana Tribünc HerauZzigebkn von der utnberg S. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium t t t t Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone 2s. -ärere i at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Das NeichStags-Prastdium. Berlin, in August. In einem Artikel hat Bernstein zur Vertretung seines Standpunkte in der Präsidentenfrage auch gewisse histori sche Erinnerungen wachgerufen. Diese Hinweise haben jetzt die von Bernstein vielleicht nicht erwartete Wirkung, daß von den bürgerlichen Blättern, die bis her einige Neigung gezeigt hatten, den sozialdemokratischen Anspruch auf einen Vicepräsidentensitz anzuerkennen, verschiedene nunmehr sich zurückziehen. Am deutlichsten zeigt sich dies in einer Aeußerung, die durch einen Theil der Centrumspresse geht. Da ist zu lesen: Auch der Abg. Bernstein ist in der Presse auf die Präsidialfrage zurückgc kommen, um seinen Standpunkt ge gen die Angriffe Bebel's zu vertheidi gen. In der Breslauer Volksmacht" giebt er zunächst einige geschichtliche Erinnerungen. Der Besuch Roland's im 'Schlosse Ludwigs habe nicht be deutet, daß die Revolution sich vor dem König, sondern daß dieser sich vor der Revolution verbeugte. Bernstein fühlt sich veranlaßt, ausdrücklich zu er. klären, daß ihm bei seinen Aussührun gen in der Sozialistischen Monatsschrift" diese Parallele vorgeschwebt habe, denn, wenn wir in Deutschland auch keine Revolution hätten, so stehe doch auf jeden Fall die letzte Reichs tagswahl an demonstrativer Wucht der Wahl zur gesetzgebenden Versammlung 1792 wenig nach. Der Abg. Bernstein beleuchtet hiermit seine Forderung von einer ganz anderen Seite, als er eS bisher gethan hat. Bisher hat Bernstein die Audienz beim Kaiser als eine Pflicht für die Sozialdemokratie bezeichnet, der sie sich, wenn anders sie in das Präsidium ein treten wolle, nicht entziehen könne, jetzt legt er ihr den Charakter einer Demon stration gegen den deutschen Kaiser bei. Wir halten daS vom sozialdemokrati schen taktischen Standpunkt aus für sehr ungeschickt, denn wenn die Sozial demokratie in der Theilnahme an der Kaiseraudienz eine Verbeugung" des deutschen Kaisers vor der Sozialdemokratie erblickt ' wissen will, so kann eö keinem Zweifel unterliegen, daß die Mehrheitsparteien im Reichstag nicht gesonnen sein werden, die Sozialdemo kratie durch die Einräumung einer Stellung im Präsidium die Hand dazu zu bieten. Die Sozialdemokratie hat dadurch unsere? Erachtens ihre Position in der Präsidialfrage wesentlich verschlechtert. Wenn die Sozialdemokratie offen er klärt, daß eZ sich um eine Verbeugung des Kaisers vor der Sozialdemokratie handle, so braucht sie sich nicht zu wun dern, wenn die Frage, welche in der Kreuzzeitung" aufgeworfen wird, ob der Kaiser überhaupt bereit sein werde, ein Präsidium zu empfangen, in wel chem ein Sozialdemokrat vorhanden fei, an maßgebender Stelle vraktische Bedeutung erhält. Die bürgerlichen Mit glieder des! Präsidiums dürften wohl nicht die Lust verspüren, an einer Ak iion der Sozialdemokratie gegen den Kaiser theilzunehmen, wie auch auf der anderen Seite die Medrheitsparteien nichts die Neizunz empfinden werden, ihren Präsidenten zur Befriedigung der sozialdemokratischen Demonstration ge genüber dem Kaiser der Gefahr einer Ablehnung der Audienz auszusetzen." Aehnliche Ausführungen finden sich in der Täglichen Rundschau" und in der National'Zeitung". Ex.Präsident Cleveland spricht sich in einem Briefe an die World" voll Enthusiasmus" über daS Pulitzer'fche Projekt, eine Journalisten-Schule zu gründen, aus. Er erblickt in dem Er folg des Unternehmens in letzter Linie das Verschwinden der Revolver-Presse oder der Gelben Journale", so daß die Presse ihrem Berufe Lehrer der Moral und Beförderer" der Civilisa iion" zu sein, in höherem Maße als jetzt entsprechen könne. Ob Herr Pulitzer, der Vater der Gelben", nicht ausdrucksvoll lächelt, wenn er das ihm gespendete Lob liest ?

In Washington ist man unanae nehm überrascht von der Abnahme der Binnensteuern, deren Erträge im letzten Monat um 8111,291 geringer waren, als diejenigen im Monat Juli des vorigen Jahres. Die Einnahmen stell ten sich wie folgt: Spiritussen $11, 917,203, Zünahme 5328.390; Tabak S3.801.629, Zunahme $372.597; ge gohrene Getränke S6.005.688, Ab. nähme S61, 523; Oleomargarine 8107, 509, Abnahme $36,787; verfälschte Butter $9569, Zunahme $1485; Verschiedenes $188,222, Abnahme $729,870. Das Oleomargarin-Gesetz hat die Fabrikation der Ochsenbutter in

vielen Gegenden vollständig brach gelegt. Die Enthüllung" Thcrese Humberts über die sagenhaften Crawfords steht an Genialität dem großartigen Schwindel selbst nicht nach. Wie genau Therese ihre Pappenheimer kennt! Die Heremziehung einer der dunkelsten Episoden deö 70-er Krieges, Bazaine's verrätherische Eapitulation, in den Proceß, wirft ein ganz neueS Moment in diesen, da? die Frage der Schuld der Humberts in den Hintergrund drängt. Die Geschworenen haben das Märchen, daß einer der Crawford's mit Regnier. dem Unterhändler zwischen Bismarck und Bazaine. iden tisch sei, micht geglaubt. Aber die Verurtheilung der Humbert's wird nichts daran ändern, daß der Fall Regnier" noch lange das Hauptinteresse des Publikums beanfprucht und vielleicht gar der großen Therese Gelegenheit bietet, sich in einer vaterlandsrettendcn Person zu zeigen. Die Absicht, den Proceß auf's politische Gebiet hinüberzuspielen, wird ihr voraussichtlich gelingen. VieleClubs in L afayette. L a f a y e t t e. Seitdem das Nicholson Gesetz hier in strenger Weise durchgeführt wird, sind zahlreiche Clubs entstanden, in deren Räumen es na türlich an Erfrischungen nicht fehlt. Die neuesten Clubs sind : Der Zig zag" Club, der Twilight" Club, der Sunset" Club und der Kullux" Club. Grundeigenthums Nedertragungen. Wm C. White an John R. Harper, Theil Section 12, Range 4, Lawrence Township. $10,255.50. Indianapolis Land and Jmprove ment Co. an Charles M. Ryder, Lots 363, 367, 363, 3. Section. West Park Add. $1,215. Martha I. Worman an Arthur D. Grow, Lot 1, Bennett'S Subd, Theil von Morris Add. $1.000. Frank I. Arms an HazelT. Small' Wood, Lot 20, Square 13, North In dianapolis. $5,000. Peter Spitzfaden an Ella Spaul ding, Theil von 2nt 20, Fletcher's Subd. Theil von Außenlot 91. $2,200. Wm. Fox an Melissa B. Haag, Lot 5, Fatout'S Subd. Theil von Außen lot 14, westlich vom White River. $1,. 200. Jas. W. Kinnick an Dolphia A Huffer, Lot 35, Hogshire u. A., Pleasant Run Add. $1,553. Martin L. Morris an John R. Coffman, Lot 3, McKernan's Sub., O. L.,23, $3000. Thomas B. O'Connell an Arthur V. Brown, Lot 17, Eancaster's Bel. mont Ave. Add. $2.500, William D. Haines an Roy M. Roß, Lot 25, Block 4, Nord Jndiana poliö. $1,500. Frederick B. Comstock an Wm. M. Kerr. Lot 24, Block 14, Lincoln Park. $4,000. K'e l"nV'N a t uTa l 5 s a t i o n ohne englisch. Richter Clifford D. Gregory in Albany. N. I., verweigerte neulich 43 Ausländern die Naturalisation. weil sie nicht im Stande waren, die' ihnen gestellten Fragen in englischer Sprache zu beantworten. Er erklärte bezüglich der Angelegenheit: Ich werde keine Person naturalisiren, welche der englischen Sprache nicht genügend mächtig ist. um sich darin verständlich zu machen. Ich werde sie veranlassen, Fragen bezüglich ihres Lebensalters, ihres Geburtsortes, der Zeit ihrer Ankunft in den Ver. Staaten und andere Fragen, welche ich für wesentlich für einen guten Bürger halte, zu beantworten, und wenn sie dies nicht in befriedigender Weise thun tonnen, so werde ich mich weigern, ihnen die erforderlichen Papiere aus stellen zu lassen. Wenn ein Mann in den Ver. Staaten fünf Jahre lang weilt und außer Stande ist. unsere Sprache zu sprechen, so ist er meines Erachtens nicht geeignet, als Bürger aufgenommen zu werden, und ich werde entsprechend handeln."

Nachrichten aus Jndiana. Ein Veteran schwer verw u n d e t. Marion. David E. Pierce, ein Insasse der Soldatenheimath, wurde am Samstag Abend in einer fast nur von Farbigen frequentirten Spelunke von dem Farbigen Lumber" Williams und dem Veteranen Frank Kennedy, mit welchem er in Streit gerathen war, so übel zugerichtet, daß er schwerlich mit dem Leben davonkommen wird. Kennedy versetzte ihm mit einem Knüppel einen wuchtigen Schlag auf den Kopf und Williams brachte ihm mit seinem Taschenmesser mehrere tiese Schnittwunden bei. Hieraus entfloh er. Pierce wurde nach dem Hospital des Heims gebracht, wo sein Zustand als sehr bedenklich bezeichnet wurde. Kennedy wurde im Laufe der Nacht unter der Anklage des Mordangriffs verhastet. Ein Faustkampf ver hindert. Hartford City. Zwischen Joe Sherrer von Patterson, N. I., und Jack Monroe von Detroit sollte am Samstag Abend in einem Lokale an der Südseite ein Faustkampf statt sinden. Die Polizei erschien jedoch auf der Bildfläche und verhaftete Sherrer. Monroe und sein Manager hatten sich mittlerweile unter Mitnahme der an der Casse eingenommenen Gelder im Betrage von 5100 verduftet. Feuerswüthen. Paroli. Die Schneide- und Mahlmühlen der Hardinsburg Millinz Spoke & Lumber Co. von Harbinsbürg wurde am Samstag durch Feuer total zerstört. Der Schaden beläuft sich aus $6000. R i ch m o n d. Die große Scheune auf Gilbert Lyon'S Farm wurde am Samstag ein Raub der Flammen. Der Schaden beläuft sich auf $3000. Massenverwalter ernannt.. Fort Wayne. Fred Snüder von Angola, welcher Hülfs-Secrerär des Staatssenats war, ist zum MassenVerwalter für die National Mill, Wa ter & Light Co." von Angola ernannt worden. ii Die Passiva der Kinney-Bank vor: Angola sind auf $143.883.51 und die Activa auf $291.467.22 festgestellt worden. Die Darlehen belaufen sich auf $167.862.07. W a b a s h. Charles S. Haas 'ig zum Massenverwalter für die infol vente Wabash Bridge & Jron Co." ernannt worden. Die Verbindlichkei ten derselben sollen sich auf $279,000 belaufen. Evansville soll ein Eisen-bahn-Centrum werden. Evansville. Wenn alle die Bahnlinien, Eisenbahnen sowie electri sche Linien, über deren Pläne, nach Evansville ihre Linien zu erbauen, in letzter Zeit Berichte eingelaufen sind, diese ihre Pläne wirklich zur Ausfüh rung bringen, so wird Evansville eines der HaupteisenbahN'Centren in diesem Theile des Landes werden. Das neueste Bahnproject, dessen Ausführung übrigens durchaus nicht in so weitem Felde liegen soll, ist der Bau einer Verbindungslinie eines der größ-

ten Bahnsysteme des Ostens, der Penn sylvania Bahn, nach Evansville. ES ist nie ein Geheimniß gewesen, daß die Pennsylvania Bahn lüsterne Augen auf die E. & T. H. geworfen hat und des halb ist es immerhin plausibel, daß die große Bahn-Gesellschaft, seit ihr die E. & T. H. durch das FriscoSystem weg geschnappt wurde, sich nach einem neuen Wege umsieht.Z um Verbindung mit dem Süden über unsere Stadt herzu stellen und gleichzeitig der Concurrenz der übrigen Linien die Stirne bieten zu können. Wie man wissen will, hat die Pennsylvania Bahn-Gesellschast schon längst im Geheimen das Terrain von Evansville recognosciren lassen, um eine Ge legenheit zu sinden, den gewünschten Eingang zu gewinnen. Ob man den geplanten Bau der sogenannten Indianapolis Südbahn mit dem Vorhaben der Pennsylvania in Verbindung bringen kann, ist ungewiß, obgleich man auch darüber allerlei munkeln hört. Bis jetzt kommt die Pennsylvania bis nach Vincenneö an Evansville heran, da sie die Controlle über die Indianapolis und VincenneS Bahn ausübt und eS dürfte wohl am nächsten liegen, daß die Bahn diese Linie nach Evansville verlängern lassen will.

Der jüngste GlobeTroier" der Welt ist der Sohn des französischen Beamten Philippe de Vilmorin: er ist jetzt erst wenige Wochen alt und trotzdem hat das Baby bereits Japan. Rußland, Deutschland und Frankreich durchreist. Er ist im Reiche des Mikado geboren, wohin sich sein Vater und seine Mutter begeben hatten, nachdem der erstere einen wichtigen Auftrag von seiner Regierung für die Ausstellung von Hanoi erledigt hatte. In den Armen seiner japani schen Amme hat er die 20tägige Reise auf der transsibirischen Eisenbahn sehr gut überstanden, wobei nur in Moskau und Petersburg Ruhepausen ge macht wurden. Die Reise von Peking nach Paris ist also, wie man sieht, wirklich ein Kinderspiel" geworden. Die Stadt Antwerpen soll endlich ein großes flämisches Opernhaus erhalten, über dessenGründung schon seit einigen Jahren in der Presse lebhafte Erörterungen gepflogen wurden. Der Magistrat hat soeben für $110,000 die Centralhallen gekauft, um auf diesem Grundstück ein flämisches Opernhaus zu bauen. Die Ärveuen werden (önde vtejes Jayres beginnen und 1905 beendet werden. Das neue Theater wird 120 Fuß Faade haben bei 185 Fuß Tiefe. Der Saal wird ungefähr 1600 Plätze enthalten. Die Bühne wird größer als die des Theatre de la Monnaie" in Brüssel sein. Es sollen besondere Sicherheitsmaßregeln getroffen werden: das ganze Theater entlang werden 18 Fuß breite Gallerien laufen, die bei 10 Fuß breiten Wandelgängen eine reichliche Bewegungsfreiheit gestatten. In der englischen Marine gehört ein steifer Grog zu den täglichen Nationen der Mannschaft, und man war bisher der Ansicht, daß auch die Offiziere einem guten Trunke nicht abhold seien. Daß es aber unter letzteren einige gibt, die dem Alkohol abgeschworen haben, beweist eine Eingabe an König Edward, in der ein Offizier um eine Kabinettsorder darüber nachsuchte, daß der König es nicht für nothwendig halte, daß beim Trinkspruch auf Se. Majestät in Wein Vescheid gegeben werden müsse. Der Sekretär des Königs hat jetzt erwidert, der König wolle den Lords der Admiralität nicht vorgreifen und einen Befehl erlassen. Er würde sich aber freuen, wenn privatim verbreitet würde, seiner Ansicht nach geschehe seiner Ehre kein Abbruch, 'wenn der Königstoast in Wasser statt in Wein getrunken werde. Ein peinlicher Vorfall. der sich auf der kleinen schwedischen Station Vännäs während der dortigen AnwesenheitKönig Oskars von Schweden und Norwegen anläßlich der Einweihung der neuen Ofotenbahn abspielte, wird nachträglich bekannt. Der König hatte gerade im Bahnhofsrestaurant zu Vännäs das Diner eingenommen und war auf den Perron hinausgetreten, als ein Arbeiter sich ihm näherte. Der Mann rief: Guten Tag. geliebter König!" Mit seiner gewöhnlichen Freundlichkeit wandte der König sich um und erwiderte den Gruß. Da der Arbeiter aber zudringlicher wurde, versuchten die Eisenbahnbeamten. ihn zu entfernen. Nun wurde aber der Mann, welcher betrunken war, rasend und begann Schmährufe auszustoßen. Um dem peinlichen Auftritt ein Ende zu machen, gab der König sofort den Befehl zur Abfahrt seines Zuges. In der Soe st er Glasfabrik follen nach vorangegangenem Streite drei Arbeiter versucht haben, den Arbeiter Menkemeyer durch den Kchlentrichter in die Feuerung zu werfen. Der Mann wehrte sich nach Kräften, er würde aber doch unterlegen sein.wenn ihm nicht andere Perfönen zu'Hilfe gekommen wären. Am folgenden Tage sind die drei Glasmacher nach Holland durchgegangen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft, die Anklage wegen versuchten Todschlags erhob, erfolgte die Auslieferung zweier Arbeiter; dem Dritten war es gelungen. auf ein nach Mexiko fahrendes Schiff zu kommen. Gegen die beiden ersteren wurde vor dem Schwurgericht in Dortmund verhandelt. Es ergab sich, daß der Hauptthäter der Entflohene war; ein Arbeiter wurde freigesprochen, da ihm eine direkte Betheiligung nicht nachgewiesen werden konnte, der andere kam mit einem Jahre Gefängniß davon. Der Kösener Corps-studenten-Congreß hat nach dem jetzt vorliegenden officiellen Bericht bezüglich der Pistolenduellsrage eine Refolution gefaßt, daß Realinjurien, besonders solche, die in Trunkenheit oder Erregung gefallen sind, an sich nicht immer Grund zu Pistolenforderungen sind. Die Bestimmung, daß die Ehrengerichte möglichst mit alten Herren und älteren Semestern zu besetzen sind, wurde erneut eingeschärft. Der Conzreß beschloß ferner, die corpsstudentische Sammlung im Germanischen Museum in Nürnberg zu nterstützen. Pfingsten 1905 feiert der Kösener Veröand das 50jährige Stiftungsfest; zur dauernden Erinnerung wird eine Festschrift hergestellt werden, um deren Herausgabe der Gesammtausschuß des Verbandes alter Corpsstudenten gebeten werden soll. Eine Besprechung über den Trinkzwang führte zü der Resolution, daß übermäßiges Trinken zu vermeiden sei; indeß wurde von mehreren Rednern hervorgehoben, daß ein Zwang heutltage kaum mehr vor-komme.

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focrben es ihrem Interesse sinden Photographien in meinem Atelier, 1U2 Süd Illinois Str., anfertigen zu lassen.

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w nl fö & Wäsche abgeholt und abgeliefert. Die Cholera nimmt in Syrien wieder stark zu. Am 15. Juli wurden in Damaskus amtlich neunzehn Fälle angezeigt und in Hama in den letzten Tagen dreißig bis vierzig Todesfälle. Die letzteren erreichen jedoch erwiesenermaßen eine viel höhere Zahl, vieleTodte werden nämlich heimlich in der Nacht begraben. Trotzdem läßt der Gesundheitsrath des Wilajets die Herkünfte aus Damaskus und Hama nur drei Tage lang beobachten, was im Laz'areth Mrejatt durchzumachen ist, statt, wie dies in solchenFällen vorgeschrieben ist, fünf Tage. Eine weitere Ausdehnung der Cholera gegen die Meeresküste ist zu befürchten. Es wurde daher mittels Jrade angeordnet, Hama unter Sperre zu stellen. D i e G l o ck e n der Gedächtnißkirche in Speyer haben am 23. Juli zum ersten Male ihre Stimmen über die alte Kaiserstadt Speyer erklingen lassen. Das Geläute besteht aus fünf Glocken. Kaiserglocke, Ton F, Gewicht 9150 Kilogramm; Gustav AdolfGlocke, Ton As, Gewicht 4660 Kilogramm; Luther -' Glocke, Ton l Gewicht 3298 Kilogramm; Bayernglocke, Ton Gewicht 2260 Kilogramm; Arbeiterglocke, Ton Es, Gewicht 1262 Kilogramm. Der Glockenstuhl hat eine Höhe von 15 Metern; die Glocken sind so geordnet, daß in der Mitte des ersten Stocks die Kaiserglocke hängt, darüber ist der Raum in zwei Theile getheilt, in dem nebeneinander die Gustav Adolf- und die Luther - Glocke hängen, darüber die Bayern- und die Arbeiter - Glocke. Wie es heißt, ist das Geläute wundervoll gelungen. DieRuineRheinfels ist kürzlich theilweise eingestürzt. Das Schloß, welches auf einem Felsen über St. Goar liegt und sich seit 60 Jahren im Besitz der preußischen Königsfamilie befindet, hat eine interessante Vergangenheit. Einst war Burg Rheinfels eine starke Feste am Rhein. Im Jahre 1245 vom Grafen Viether III. von Katzenelnbogen erbaut, fiel Rheinfels zwei Jahrhunderte später an die Landgrafen von Hessen. Im Dezember 1692 von den Franzosen unter Tallard eingeschlossen, leistete die Festung unter dem hessischen General von Görz so tapferen Widerstand, daß die Belagerer am 1. Januar 1693 abziehen mußten. Dagegen wurde sie 1794 von General Rasius den Franzosen übergeben, kam im Frieden von Basel an Frankreich und wurde 1797 geschleift. Nachdem Rheinfels 1815 den preußischen Rheinlanden einverleibt worden war, kaufte im Jahre 1843 der Prinz von Preußen, der spätere Kaiser Wilhelm I., das Schloß. Zur Einschränkung des Wachtelfanges und der Massenvernichtung kleiner Singvögel überhaupt, hat das ägyptische Ministerium des Innern neue Bestimmungen erlassen. Die Wachteln dürfen fortan mit Netzen nur in einer Entfernung von mindestens 3500 Fuß vom Strande des Meeres gefangen werden, während bisher die Netze im Herbst unmittelbar am Strande aufgespannt waren, um die Vögel zu fangen, wenn sie von dem Fluge über das Meer ermattet am Strande hinfielen. Es läßt sich voraussehen, daß diese Maßnahme eine günstige Wirkung haben wird. Die Thiere werden bei der Ankunft am ägyptischen Gestade muthmalich Raum genug haben, um für die Fort setzung ihres Zuges neue Kräfte sammein und ihren Weitermarsch unter Vermeidung der Netze antreten zu können. Ferner ist der Vogelfang mit Leimruthen und das Feilhalten der unter dem Namen Beccafigues" bekannten kleinen Vögel auf ägyptischem Gebiet überhaupt verboten. Xr Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow".

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rrnnnn uj Uli Deutscher Photograph No. 142 Süd Illinois Straff onntags offen Telephon (Neu) 4143 Alt (Main) 3463 u liAll VI Telephon: Main 1769. Frenzel No. 1 W. Washington Ztt (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schisssscheine nach und von Europa. An und verkauf ausländischen ' Geldes. 2icht was man verdient, sondern was man erspart, führt zum Reichthum. ...Die.. ln6iana Trust Company nimmt Depositen an von $1.00 aufwar die zu jeder Zeit gemacht werden können. ES bedarf weder eineS bestimmten Betrags nnch eine bestimmte'Zeit zu deponinn. s,iet Jndiana Trust Gebäude. . Ecke Wash. Str. und Virginia Rve. Capital $1,000,000 Snrplnö 150,000 ...Samstag Nachmittag geschloffen... i ' Etablirt 1863, nimmt . jederzeit Zngage ments entgegen. Irgendwelche Orchester Musik und irgend eine Anzahl von Musikern wird geliefert. Neue Ausstattung und neue Uniformen. R. A. Miller, Director. Henry Sprengpfeil, Geschäftsführer, 301 Kentucky Ave. AlteS Tel., braun, 1802. Deutsche Buchhandlung. Tarl Bingpank, .4LIrglnILve..5. sPembroke rcade.) Furnaces, Eisen- und Blcch-Arbeiteo, Joseph Gardner, 3741 Kentucky Avenu Telephon 322. Milchkannen, Oelbehälter und Aschendehälter auf Bestellung gemacht. Pennsylvania Bahn-Picnic. Am Samstag veranstaltete die Penn sylvania Bahn am Lale Maxinkuckee ein Picnic für 800 und mehr ihrer An. gestellten, d. h. derjenigen westlich von ColumbuS. Für Unterhaltungen aller Art und beste .Bewirthung der EisenbahN'Angestellten hatte die Compagnie reichlich vorgesorgt.

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