Indiana Tribüne, Volume 27, Number 1, Indianapolis, Marion County, 24 August 1903 — Page 3

Jndiana Tribüne, 2. August 1903

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Mission Der russischen Kriegsschiffe in der Türkei beendet.

Geschwaderauf derNückfaHrt nach dem Hafen Scbastopol. Sultan gibt Versprechungen in Hülle und Fülle. Zionisten in Basel zum Congrek versammelt. Eindruck von Salisburtis Hingang in Frankreich. Blutige Unterdrückung russischer Streik-Unruhen. - Hiobs-Botschasten von westindischen Inseln. Türkei. Geschwader zurückberufen. St. Petersburg, 23. August. Das russische Schwarze Meer Geschwader, das am 19. Aug. in Jniada, Oestliebe Europäische Türkei, ankam, um Rußland's Forderungen anläßlich der Ermordung des Consuls Rostkowski in Monastir zu unterstützen, ist nach seinem Ausgangspunkt Sabastopol zurückberufen worden. Der Rückberufung ging eine Mittheilung der Pforte voraus, daß der Sultan befohlen habe, sämmtliche For derungen Rußland's zu bewilligen. Schlimmes Zeichen. Bukarest, Rumänien, 23. Aug. Die bulgarischen und griechischen Un terthanen, die in Rumänien wohnen, sind von ihren beiderseitigen Regierungen zu sofortiger Rückkehr aufgefordert r0tben' um üt bie Mobilmachung oereii zu iein. Türkei. Die Pforte hatte es eilig. Eonstantinopel, 23. Aug. Die Annahme-Antwort der Pforte auf Rußlands Forderungen wurde zwölf dlnnn ne inv1 liahtviratm'mii An. I viuuutu nujy int lAiuititiuyuuy uugeliefert eine Raschheit, die geradezu unerhört in der Geschichte der türkischen Tlpl0Matle dasteht. Der Minister des Auswärtigen. Tewsik Pascha, und Raum Pascha spra chen sodann beim russiichen Botschafter vor uno ouien um JUllluzleuuilg vev . V -1 O JlJt.; - S..a ruinscken Kesckmaders aus türkttcken ra . . . w A ,,lM, lveWäNern Unter der BegrUndUNg, datz ftillC Anwesenheit die Insurgenten .,. er rr.uthige Nach Einkauf einer günstigen Antwort au Petersbura telearaphllte Botschafter Zinovieff den Rückzucks Befehl an Admiral Krieger, dem Eom mandeur des Geschwaders in Jniadi. Gerüchtweise verlautet, der Sultan habe den deutschen Kaiser um seine Fürsprache hinsichtlich der Zurück Ziehung des Geschwaders gebeten. Im Mldiz Kiosk fand gestern ein außerordentlicher Ministerrath statt, um über die Lage im Innern und hierdurch nothwendig werdende militärisch "b'iuu ju ciui.. Am Freitag hatte der Sultan den Rath des französischen Botschafters nachgesucht. Nachrichten aus Adrianopel stellen die Lage in jenem Billayet als Panik artig dar. An verschiedenen Punkten zwischen Adrianopel und Kik-Kilis?, 35 Meilen nordöstlich, haben die Insurgenten die telegraphische Verbindung zerstört und eine Reihe griechischer und mohamme dänischer Dörfer niedergebrannt. In die Umgebung von Adrianopel sind Truppen entsandt. Abfahrt des Geschwaders. Constantinopel, 23. August. Das russische Geschwader ist aus türki schen Gewässern abgefahren. Rußland's Forderungen. St. Petersburg, 23. August. Die Depesche des Botschafters ZinvoI nieff. worin angekündigt wird, daß sich der Sultan allen Forderungen sügt, besagt, daß dle Psorte nachte hende Schritte ergriffen hat. Außer der Hinrichtung der Mörder Kostkowskis und der Bestrafung lhrer Mitschuldigen werden solche Ossiziere die achtungsverletzende Aeußerungen über den Conwl mackten. aus dem . I n rr m - r. v. CV f . ni enuan.cn. 'jeaeg oen Personen die auf den Wagen des Consuls schos w. wird sorafältia gesucht. Alle Be I ' " " omten. 24 im Gann. deren Namen 1 Mll ungunsilgen ommeniaren uoerge I , ? r, i 11 1.

den worden, werden ihrer Posten ent hoben und den Gerichten Überliefert. Alle Privatpersonen, die aus der gleichen Liste verschiedenartiger Vergehen beschuldigt sind, werden ebenso be handelt. Ismail Hatt Pascha, Polizeichef in Palanka, Provinz Uskub, wird wieder in sein Amt eingesetzt. Hussain Hilmi, der General-Jnspektor von Macedonien, erhält einen Verweis. Die Chefs der Gendarmerie und der Polizei in Salonichi werden durch andere Personen ersetzt. Verschiedene fremdländische Offizier erhalten Ernennungen bei der Gendarmerie. Schließlich haben alle Mi' litär- und Civil-Behörden die gemessensten Befehle erhalten, Maßnahmen für Ruhe und Ordnung zu treffen. Aus Brüssel kommt die Meldung, die Pforte habe Belgien ersucht, vier Offiziere für die türkische Gendarmerie zu ernennen. Zahlreiche Dörfer in Flammen. Sofia, 23. Aug. Aus dem östlichen Adrianopel kommen Berichte von weiteren Kämpfen, welche meist zu Gunsten der Revolutionäre ausgefallen zu sein scheinen. Viele Dörfer sind eingeäschert und die Bewohner haben sich über die bulgarische Grenze geflüchtet. Nach einem langen Kampfe bei Stoiboro besiegten die Insurgenten eine türkische Abtheilung, die 20 Todte und Verwundete

verlor. In Chanagasko bei Surovinovo ollen die Insurgenten ein ganzes türisches Regiment vernichtet haben. In Bulankzera bei Ternovo haben 75 Revolutionäre ein türkisches Battaion geschlagen. Die Dörfer Andermis und Enrik bei Basilika sind niedergebrannt worden. Die Türken haben das Kloster von Constantine bei Lofengrad, wo sich 50 Insurgenten verschanzt hatten, zerstört. Die Dörfer Bakdgik, Konakara, Evren, ngisco und Brusheva sind alle eingeäschert. Das große Dorf Drumbegle bei Loscngrad wurde durch Bashi-Bazouks eingeäschert. Auch die Dörfer Buch mit 300 Häusern und Rakoro, 200 Häuser, dem Vilayet Monastir, sind durch türische Truppen eingeäschert. 200 Frauen und Kinder von dort betteln jetzt in den Straßen von Monastir. In Monastir hat die türkische Regierung einen peclal-GerlMyot zur Processiruug der gefangenen Jnsurgenten gebildet. Der Gerichtshof be steht aus einem türkischen Präsidenten, drei anderen Türken, zwei Griechen und einem Albanesen. Schweiz. Zionisten-Congreß. Basel, 23. August. Der sechste Zionisten-Congreß wurde heute hier unter Vorsitz des Dr. Theodor Herz aus Wien eröffnet. Unter den 500 Dele gaten au? allen Theilen der Welt, dar unter auch aus den Vereinigten Staa ten und Canada, die der Erönnuna beiwohnten, befanden sich Mar Noroau, Sir Francis Montesiore und Israel Zangwill, der Novellist. Dr. Hertzel kündigte an, daß Großbritannien den Zionisten ein großes Gebiet in Ostafrika zur Colonisation angeboten habe. Die Juden hätten dort selbständige Reaieruna -unter britischer Souveränität. Ueber die Annahme wird der Congreß entschei den. Großbritannien. DieTrauer umSalisbury. London, 23. Aug. Das Hof Journal bringt heute Abend König Edward's Kundgebung anläßlich des Todes von Marquis Salisbury, aus Marienbad, Sonntag, datirt. Es ist darin gesagt, daß der König mit tiefem Bedauern den Hingang eines so großen Staatsmannes erfahren habe, dessen unschätzbare Dienste für die Monarchie und das Land für immer dem Gedächt niß seiner Landsleute eingegraben sein werden. In Hatsield House gehen zahlreiche Beileids-Depeschen ein, darunter von der Königin von Portugal und Präsi dent Loubet. Fast in allen Kirchen des Ver. Königreichs wurde heute des verstorbe nen Staatsmannes gedacht. Das Dor Hatsield sah viele Besucher. Die Dorfkirche war Morgens ge drängt voll; unter den Andächtigen be fanden sich Ministerpräsident Balfour, Lord und Gräsin Eelbourne sowie die Familienglieder. Eindruck in Frankreich. P a r l s, zö. Aug. Der Tod von

Lord Salisbnry hat hier beträchtlichen Eindruck gemacht. Wenn auch der verstorbene Staatsmann von der politischen Bühne zurückgetreten war, so herrscht doch hier der Eindruck, daß sein Verschwinden zu einer Stärkung der Stellung des Colonialsekretärs Chamberlain führt. Und von diesem Umstände erwartet man keine Förderung für die Freundschaft beider Länder. Die Fähigkeit, Klugheit und Mäßigung des ehemaligen Ministerpräsidenten werden offen anerkannt, wenn man sich auch an einige seiner sarkastischen Aeußerungen erinnert. Man giebt zu, daß er zwar energisch für Großbritanniens Interessen eintrat, zugleich jedoch stets bestrebt war, einen Bruch mit Frankreich zu vermeiden. Unter einem andern Staatsmann wäre der Fashoda Zwischenfall weit gefährlicher verlaufen. Nuszlaud. Blutige Streik. Unruhen. St. P e t e r s b u r g, 23. Aug.

Ein Gesetz, wodurch Streiks für gesetzmäßig erklärt werden, ist in Vorbereitung. In Ekaterinoslav begann am 20. Aug. ein Generalstreik. Die zur Wiederherstellung der Ruhe entbotenen Truppen wurden feindlich aufgenommen, sie trieben aber die Menge chließlich nach Abfeuerung einiger Schüsse au-einander. Am nächsten Tage war der Straßenbahn- und Bahndienst unterbunden; es kamen eine Zeitungen heraus und die Fabrien waren von Truppen umringt. Tausende von Streikern versammelen sich auf dem Marktplatz und es kam zu einem Zusammenstoß mit dem Mi itär. 11 Streiker kamen um's Leben, 12 wurden verwundet. Vor Abend war der Straßenbahndienst wieder im Gange und auch theilweise der Betrieb der Werkstätten. Die Regierung hat seither angekündigt, daß morgen überall an den Bahnen und in den Fabriken die Arbeit wieder aufgenommen wird. Zum chutze der Arbeiter vor den Streikern md besondere Maßnahmen getroffen. Westindien. Orkan auf den CaymanInseln. Kingston, Jam., 23. Aug. Ein heute eingelaufener Schooner meldet, daß die Cayman-Jnseln am 11. Aug. von einem Orkan verwüstet worden. Viele Häuser sind zerstört und einige aus dem Hafen auf die hohe See ge trtebene Schiffe verschollen. Man be fürchtet schwere Verluste an Menschenleben. Alle Bäume- und Ernte-Aus sichten sind zerstört und eine Hungers noth drohend. Bei der Hauptinsel er litten 7 Schooner Schiffbruch.' Die Cayman Inseln, Großbritan nien gehörig und Jamaica zugetheilt. bestehen aus Grand Cayman, Little Cayman, Cayman Brae mit einer Ge sammt-Bevölkerung von 4,322. Hawaii. Berechtigte Wünsche. H o n o l u l u, 23. Aug. Gouver neur Dole hat beschlossen, die von der letzten Legislatur bewilligte Anleihe von S2.000.000 flüssig zu machen. Sie wird wahrscheinlich völlig von den hiesigen Banken übernommen. Die hiesige Handelskammer hat Hawaii's Congreß - Vertreter ersucht. Hafen-Verbesserungen für Honolulu durchzusetzen. Auch soll er dafür sor gen, daß eine Leuchtthurm-Station hierher kommt und daß Honolulu zu einem Anlaushafen für die Truppen nach und von den Philippinen gemacht wird. Auch verlangen sie, daß da Territorium seine Zoll-Einnahmen be halten darf. Auch hier Lynch. Drohungen. Honolulu, 23. August. Der Mischling E. M. Jones erschoß heute seine Frau und verletzte deren Mutter tödtlich. Seine Frau entstammte einer angesehenen weißen Familie. Es sind Lynch-Drohungen ausge stoßen. Italien. Sanatorium für Schwindsüchtige. . Rom, 23. Aug. Pietro Cartoni, eiu bekannter Großgrundbesitzer, ha zum Andenken an seine zwei einzigen Söhne, die an Tuberculose starben, S200,000 zur Errichtung eine Sana toriums für Schwindsüchtige in Rom gestiftet. Der Vesuv. Neapel, 23. Aug. Beim Vesuv wurden gestern Nacht verschiedene Ex plosionen gehört und Steine bis zu ei

ner Höhe von 600 Fuß wurden über den Cratlr geschleudert.

Auch ein leichtes Erdbeben wurde gleichzeitig gespürt. Der Lavastrom geht wieder in der Richtung nach Pompeil. Heute Abend ist der Ausbruch im Abnehmen. DerBischofvon Cebu. R o m, 23. August. Die BischofsWeihe des Bischofs Th. C. Hendrick von Cebu, Philippinen, aus Rochester, N. V-, wurde heute durch Cardinal Satolli in der Kirche der Franziskaner Missions-Nonnen vollzogen. Die Scene war sehr malerisch; als einer der Assistenten SatolliS bei der Feier lungirte Erzbischof Harty, Metropolitan der Philipp. Inseln. Die Studenten des Ämer. Colleges waren von ihrer Villa in Gandolfo gekommen, um bei den Ceremonien zu assistiren. Cardinal Satolli gab später ein Diner zu Ehren Bischofs Hendrick's, an dem Erzbischof Harty u. A. theilnahmen. Harty fährt am 29. Aug. nach New Jork ab. BischofHendrick geht nach einerAudienz bei Pius X. nach Irland, um sich daelbst Nonnen und Mönche für Lehr zwecke in seiner Diöcese Cebu auszu uchen. Frankreich. Nach der Verurtheilung. Paris, 23. Aug. Der Ausgang des Humbert-Proceises hat ein allge meines Gesühl der Erleichterung aebracht. Viele Leute, besonders in den unteren Classen, befürchteten, daß durch geheime Einflüsse ein Freispruch zu Stande komme. Das lebhafte Interesse an dem Processe erhellt aus der Thatsache, daß die Zeitungspressen nicht rasch genug Ex-tra-Ausgaben herzustellen vermochten. Die Zeitungen waren sofort vergriffen und in die Außenbezirke von Paris kam kein Blatt vor spät Abends, wo dann die drei- und vierfache Höhe des regelmäßigen Preises willig gezahlt wurde. Trotz der hochmüthigen Haltung bei Entgegennahme des Urtheils brach Frau Humbert gestern Nacht nach ihrer Ankunft im Conciergerie . Gefängnisse zusammen. Sie verfiel in lange Schrei krämpfe. Die Männer, wenn auch nie dergedrückt, bewahrten eine bessere Hültung. Maitre Lobori, ihr Anwalt, be suchte Frau Humbert heute früh und fand sie noch immer krank; jedoch blieb sie fest . bei den Betheuerungen ihrer Unschuld und bezeichnete das Urtheil als gehässig. Zweifellos appellirt sie gleich ihrem Manne an den Cassations Hof auf Grund technischer Verstöße. Falls der Appell Ersolg hat, so werden ne nochmals vor einem anderen Assisen Hose, möglicherweise in Ver sailles, processirt. Emil und Romain Daurignac wer den nicht appelliren, da mit Einrechnung der Untersuchungshaft ihr Strastermin vor Eröffnung der zweiten Verhand lung voraussichtlich schon abgelaufen wäre. Die Vertheidiger sind über den Aus gang des Processes stark enttäuscht. Maitre Labori lehnte ein Jnter view ab. Teutschland. Admiral Thomsen. Berlin, 23. Aug. Der Chef der Marinestation der Nordsee in Wil helmshaven, Admiral Thomsen, hat seinen Abschied eingereicht. Als sein Nachfolger wird Vice-Admiral Bende mann genannt. Er hat zur Zeit kein Kommando, sondern steht zur Dis Position. Typhus bei Metz. Berlin, 23. Aug. In Gorze bei Metz sind neun Personen am Ty phus erkrankt. Da Metz sein Wasser aus der Gegend von Gorze erhält. herrscht einige B.'sorgniß wegen Weiter Verbreitung der Krankheit. Schiffsnachrichten. Angekommen. Liverpool: Cedric" und Etruria" von New Jork via Queenstown. Neapel: Cambroman" von Boston via den Azoren nach Genua. New Vork: Cymric" von Liverpool und Queenstown; La Bretagne" von Havre; Oscar II." von Copenhagen, Christiania und Chri stiansand. Abgefahren: Bolozne: Potsdam" nach New York. Queenstown: Lucania" nach New York. Southampton : Barbarossa" nach New York.

Philippinen. Fort der Moros ge n o m m e n.

Manila. 23. Aug. Die amcrikanischen Truppen hirben das Fort des Datto von Binag-Binang genommen. Der Kampf um dasselbe dauerte einen halben Tag. Monatelang war versucht worden. die Angreifer des Sergeanten Painter durch friedliche Mittel zur Unterwerung zu bringen und die gestohlenen Gewehre zurückverlangen. Das Geecht fand in einem Sumpfe statt und an manchen Plätzen standen die Ame rikaner bis zur Brust im Wasser. Zu Beginn des Kampfes stürzte ein Moro auf Major Bullard vom 23. Jnfante-rie-Regiment los und zerfetzte ihm mit einem Dolche den Hut auf dem Kopfe. Bevor er einen zweiten Stich führen onnte, wurde er von Corpora! Doyle erschossen. Base-Ball. American-Association. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt:. St. Paul, 23. Aug. St. Paul 02 0 1 0 0 0 0 03 Indianapolis . .01102000 010 Milwaukee, 23. Aug. Milwaukce... .000000000- 0 Columbus 00000002 02 Minneapolis, 23. Aug. Minneapolis ..30000000 03 Louisville 10010003 510 Kansas City, 23. Aug. Erstes Spiel. Kansas City. ..0 0202052 11 Toledo 0 00 8 0 0000 8 Zweites Spiel. Kansas City 1 5 0 0 6 Toledo 0004 15 Germanischer Männcrstotk. Als unter Neros Herrschaft die römischen Streifzüge in's Land der Eermanen längere Zeit unterblieben, kamen die Friesen unter ihren Häuptlingen Verritus und Malovix mit ihrem ganzen Troß an's Ufer des Rheins und besetzten hier weite Ländereien, die unbewohnt und für die römischen Soldaten vorbehalten waren. Sie schlugen ihre Hütten auf. beackerten die Felder und bauten das Land an, als wenn es ihr väterliches Erötheil wäre. Da trat ihnen der kaiserliche Legat entgegen und drohte mit Gewaltmaßregeln, wenn sie sich nicht in ihre alten Gebiete zurückziehen oder vom Kaiser die Erlaubniß erbitten sollten, die neuen Wohnsitze t halten zu dürfen. So reisten die beiden Häuptlinge im Jahre 58 n. Chr. nach Rom. Sie mußten lange auf die erbetene Audienz warten, weil Nero mit anderen Dingn beschäftigt war. Um sie zu zerstreuen, führte man sie umher und zeigte ihnen die Sehcnswürdigkeiten der prächtigen Stadt. So brachte man sie auch in das Theater des Pompejus, das nach den Mittheilungen deS Plinius 40.000Menschen fassen konnte. Sie saßen in der Abtheilung, die für das gemeine Volk bestimmt war und schienen an dem Schauspiel, das sie nicht verstanden, kein besonderes Gefallen zu finden. Dagegen erkundigten sie sich nach der Ordnung der Sitzreihen, nach der Unterscheidung der verschiedenen Stände, nach den Plätzen der Ritter und der Senatoren. Da fielen ihnen fremdartig gekleidete Männer auf, die unter den Senatoren faßen. Sie fragten sogleich, wer diese Männer seien, und erhielten zur Antwort, solche Ehre würden den Gesandten der Völker zu Theil, die durch Tapferkeit und Freundschaft mit den Römern über die anderen hervorragten. Da riefen sie laut, kein Sterblicher thue es in Waffen und Treue den Germanen zuvor, stiegen eilends von ihren Sitzen hinab und setzten sich mitten unter den Senatoren nieder. Das Volk aber erblickte in ihrem Verhalten einen Zug stolzer Gesinnung und edlen Wetteifers und nahm ihr eigenmächtiges Vorgehen gut auf. Auch Nero war nicht aufgebracht; er schenkte beiden Häuptlingen das römische Vürgerrecht, verlangte aber, daß die Friesen das Land räumen sollten. Später ließ er sie mit Gewalt daraus vertreiben. Liniere Jugend. In st itutsvor steherin (zu einem Fräulein, das etwas recht ungeschickt gemacht hat, erregt): Hö ren Sie, Fräulein. Sie sind ein Kalb!Jnstitutsfraulein: Danke für Ihre mütterliche ZurechtWeisung!" Net n tgen der Mi l ch g e - f ä ß e. Zu diesem Zweck eignet sich nichts besser, als kochendes Wasser und Soda. Nach dem Ausspülen und Scheuern setze man die Gefäße auf eine besondere Bank an eine Mauer, so daß Sonne und Wind sie gut austrocknen können. Der Schutzmann Scholz rn Mülhausen im Elsaß erschoß sich in einem Kornfeld. Er stand im Verdacht, während des Dienstes einen Einbruch im Kreisdirektionsgebäude derübt zu haben.