Indiana Tribüne, Volume 26, Number 310, Indianapolis, Marion County, 22 August 1903 — Page 5

Indianer Tribüne, 22. August 1903.

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Hm!5, Hus und Mld T . . . . ...... f Halsgeschwüre werden durch das wiederholte langsame Verschlucken von Quittenkernschleim mit Honig am besten geheilt neöen fleißigen warmen Umschlägen. Durchgeschnittene Cit r o n e n halten sich wochenlang, wenn man dieselben mit der angeschnittenen Seite auf ein halb mit Essig angefülltes kleines Töpfchen legt. Kellerfchneäen zu vertreiben. Man bestreiche Holzstückchen mit Theer und lege dieselben an die von dem Ungeziefer besuchtesten Stellen, worauf die Schnecken in Kürze verschwinden werden. Wollene Kleider, besonders solche auZ stumpfen Stoffen, soll man nicht bügeli.. da sie dadurch leicht glänzend werden, dagegen werden sie wie neu und alle Falten gehen heraus, wenn man sie im Keller frei aufhängt. Kitt für gesprungene E t s e n g e f ä ß e. Eisenfeilspäne und Thon werden zu gleichen Theilen innig zusammengemischt und mit Leinöl bis zur Scilbenkonsistenz verrieben. Tieser Kitt wird mit etwas Leinöl aufgetragen und ist nach einigen Wochen so fest geworden, daß die Gesäße wieder benutzt werden können. Kattune zu waschen, ohne daß sie in der Farbe im Geringsten nachlajsen. In einen mit Wasser gefüllten Kessel thut man etwa den vierten Theil Weienkleie und läßt fünf Minuten lang kochen. Ist das Wasser wieder erkaltet, so wäscht man die Zeuge ohne Seife oder Lauge darin und spült sie zuletzt in kaltem Wasser aus.

Ein für Hausthiere ungefährliches Mittel gegen Schwaben- oder Russenkäfer ist eint Mischung von Roggen- oder Weizenmehl mit Alabastergips. Dieselbe wird von den Käfern gerne gefressen, wirkt aber tödtlich, weil der durch die Körpcrfeuchtigkeit erhärtende Gips nicht mehr aus den Terdauungsorganen austreten kann. Hachis-Suppe. Uebrig gebliebenes Fleisch wird fein gehakt, mit kleingeschnittenen Zwiebeln, Petersilie und zwei Kochlöffeln Mehl in Butter gedünstet, mit drei Quart heißer Fleischbrühe aufgefüllt und einmal aufgekocht, wonach man die Suppe mit zwei Eidottern abzieht und über gerösteten Semmelwürfeln aufgibt. Goldkäferlack. Mit diesem Lack lassen sich abgenutzte Eisen- und Holzgegenstände sehr schön auffrischen. Eisengegenstände werden vorher etwas erwärmt, ehe man sie mit dem Lack bestreicht, da sonst anstatt Bronze eine grüne Farbe entsteht. Den Goldkäferlack trägt man mittelst eines feinen Lackirpinsels auf. Gegenstände, welche mit Wasser gereinigt werden müssen, eignen sich weniger zum Lackiren. Trockenheit der Halsorgane. Leidet man durch vieles Sprechen an Trockenheit der Halsorgane, so gieße man, nachdem man die Zähne gebürstet, einen halben Eßlöffel reinen guten Branntwein in ein halbes Glas voll Wasser und gurgle hiermit mehrere Minuten. Dieses wiederhole man etwa alle 3 4 Tage. Dieses Mittel hat denen, die nach 6 Vstündigem lautem Sprechen eine große Abspannung und Trockenheit in der Kehle spürten, ausgezeichnete Diensie geleistet. Kartoffel-Schr.ee. Mehlige Kartoffeln werden geschält, gewaschen, mit Wasser und etwas Salz zugesetzt und langsam ziemlich weich gekocht; dann gießt man das Wasser ab und läßt die Kartoffeln noch so lange im Ofen stehen, bis sie in Stücke zerfallen. Man reibt sie nun durch ein Drahtsieb in eine gewärmte Schüssel, so daß sie eine ganz leichte, flockige Masse bilden, berührt sie nicht weiter, sondern bringt sie sogleich zu Tisch; als Beigäbe zu Braten und allerlei Saucengerichten sind sie vortrefflich. Fische rasch abzuschupp e n. Das nachfolgende Verfahren soll es möglich machen, in wenigen Minuten jeden Schuppenfisch mit einem gewöhnlichen Küchenmesser rein zu schuppen, ohne die Haut des Fisches zu verletzen. Es besteht darin, daß der Fisch durch Trennen des Rückenmarkes vom Gehirn durch einen Stich hinter die Kiemendecke getödtet, dann -mit einem Tuche abgerieben und so von allem Schleim befreit wird. Darauf taucht man ihn zwei bis fünf Sekunden in heißes, beinahe kochendes Wasser. Das Abschuppen ist dann durch Abreiben mit einem Tuche in einer bis zwei Minuten geschehen. i A p f e l r e i s. Ein viertel Pfund a Reis in Milch und Zucker weichkochen; $ ein Pfund säuerlicher Aepfe! schälen und in feine Schnitten schneiden; eine Email- oder irdene Form wird gut mit 2' Lutter ausgestrichen und mit Weckmehl sp ausgestäubt; dann gibt man auf den be; Boden eine Lage Aepfel mit Sultani,,,nen und Zucker, darüber Reis und so

Jort, bis die Form gefüllt, respektive Jtös und Aepfel aufgebraucht sind. Obenauf gibt man Stückchen frische Äutter und ein Glas Weißwein. In rnittelheißer Röhre läßt man den Apfelxt?3 so lange backen, bis der Wein voll verlumpst ist und servirt in der Form, die man mit Papier oder einer Sertxdii umwindet.

Halb g o t h a i s ch, halb preußisch. Zwischen Suhl und Mehlis im Thüringischen ezistirt ein merkwürdiges Gasthaus. DaZ Haus ist theilweise auf preußischem, theilweise auf gothaischem Gebiete errichtet. In der preußischen Gaststube besteht polizeiliche? Anmeldezwang, im gothaischen Zimmer nicht. Diesen Umstand haben sich die Sozialdemokraten bei der letzten Rcichstagswahl zu Nutze gemacht. Genagelte Schuhe sein Tod. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich jüngst auf der Gewerkschaft Deutscher Kaiser" in Bruckhausen bei Duisburg in der Rheinprovinz. Ein an einem elektrischen Krahnen beschäftigter Arbeiter kam mit einem genagelten Schuh der. Leitung zu nahe, wobei er vom Strome erfaßt und sofort getödtet wurde. MandelmilchfürKranke. Ein viertel Pfuid geschälte Mandeln werden mit etwas Wasser feingestoßen, mit einem Quart Wasser vermischt, dann durch ein sauberes Tuch, welches vorher in heißem Wasser gelegen hat (weil die Mandelmilch leicht dann einen Geschmack annimmt) stark durchgepreßt und mit Zucker versüßt. Sie hält sich, mit Ausnahme von heißen Sommertagen, in einer Flasche an einem kühlen Orte in kaltes Wasser gestellt, bis zum dritten Tage. Auch kann man sechs bis acht bittere Mandeln nehmen. Verstopfung der Kinder. Man gewöhne kleine Kinder nicht an Cben von Abführmitteln. Man ist sonst genöthigt, die Gabe immer zu vergrößern, wenn man den gewünschten Erfolg haben will. Erreicht man mit einem Seifenzäpfchen nicht den Zweck, so gebe man täglich ein Kaltwasserklystier, dem man eine Prise Salz zufügen kann. Hiermit und mit etwas Geduld erreicht man stets das Ziel. Das Masstren oder regelmäßige Reiben und Kneten des Unterleibs ist auch hier zu empfehlen. Helfen diese einfachen Mittel nicht bei einer hartnäckigen Verstopfung, so gebe man ein Klystier von reinem Glyzerin, wozu nur wenige Gramm nothwendig sind. Ergänzung abgestorben e r Bäume. Wenn an den Standort eines abgestorbenen Obstbaumes ein junger gepflanzt werden soll, so müssen die Wurzelreste des alten Baumes vollständig entfernt werden. Die Baumgrübe wird sodann tiefer und breiter gemacht als gewöhnlich und mit anderer Erde gefüllt. Ebenso ist mit den Obstarten zu wechseln. Wenn ganze Vaumgärten neu angepflanzt werden sollen, so ist es sehr gut, wenn man sie einige Jahre lang unter den Pflug nimmt. Bei der Neubepflanzung kommen nun die Bäume an solche Stellen zu stehen,. wo bisher keine Bäume gestanden haben. In jedem Falle mische man unter die Erde, die unten in das Pflanzloch kommt, einige Hände voll Kalk. Durch diesen werden zunächst die in der Erde etwa vorhandenen Krankheitssioffe zerstört und dann auch der Holzwuchs und die Tragfähizkeit der neu gepflanzten Bäume bedeutend gefördert. Um die Wurzelkrankheit bei Topfpflanzen festzustellen, muß die betrefsende Pflanze ausgetopft werden, ohne den Wurzelballen zu zerreißen; dies geschieht, indem man die flache Unke Hand auf den Topfrand hält, die Pflanze umgekehrt und mit dem Topfe auf einen harten Gegenstand klopf:. So kann man sehen, ob die Wurzeln noch ihre natürliche Farbe und Frische habenoder ob sie in Folge übermäßiger Näjje. auch durch Begießen mit zu kaltem Wasser faul geworden oder ob sie durch Einwirkung starker Sonnenstrahlen auf den Tppf verbrannt, oder durch Nachlässigkeit im Gießen vertrocknet sind. Veilchen im Winter. Es gibt im Winter nichts Lieblicheres als blühende und duftende Veilchen am Fenster. Um sich diesen Genuß zu verschaffen, bepflanze man eine Anzahl Töpfe mit Veilchen oder lasse sich solche aus einer Gärtnerei kommen. Die Töpfe werden dann im Herbst im Garten eingegraben, wenn Kälte eintritt, mit Laub bedeckt und dann im Winter am Fenster eines Wohnzimmers aufgestellt. Das Blühen beginnt schon nach kurzer Zeit, und wenn man die Pflanzen nicht auf einmal, sondern nach und nach in's Zimmer bringt, so kann man sich den ganzen Winter hindurch an blühenden Veilchen erfreuen. Moos an jungen Ob stbäumen wirkt sehr schädlich auf letztere ein. Alten Bäumen schadet es, ausgenommen, daß es Ungeziefer beherbergt, weniger. Man nimmt die obere Erde bis auf die Wurzeln weg und schüttet guten Boden auf, aber nur so hoch, daß die Wurzeln höchstens einige Zoll davon bedeckt sind. Bei stehender Nässe kann man auch in einer Entfernung von dem Baum, bis wohin die Wurzeln nicht reichen, im Umkreis einen schmalen Graben ziehen und denselben mit kleinen Steinen oder altem Mauerkalk ausfüllen.

Bei Neumark im Vogt lande erfaßte der SchnellzugLcipzig Hof an einem Straßenübergangc ein Fuhrwerk, dessen Kutscher getödtet wurde. Der Schlagbaumwärter, der vergessen hatte, die Schranke zu schlicßen. ertränkte sich aus Verzweifluno über das durch ibn versch,:ldete Unglück in einem nahen Teich?

Etwas über Pius X. Die Konjekturalpolitiker der letzten Wochen haben in ihrer Mehrheit Unrecht bekommen, denn statt der in die erste Linie gestellten Kandidaten Rampolla, Eotti, Vannutelli und Oreglia, welche die meiste Aussicht auf das Pontifikat haben sollten, hat ein mehr im Hintergrund gebliebener Kandidat die Tiara errungen. So aanz unerwartet war freilich dieser 'Rusganz nicht, und meyr als tut Kenner der Verhältnisse hat schon vor Monden Kardinal Sarto als künftigen Papst prophezeit. War doch der Kardinal der von Leo dem Dreizehnten selbst als Nachfolger gewünschte Würdenträger. Im April vorigen Jahres sagte Papst Leo im Gespräch mit Pater Pcrosi, dem bekannten Komponisten und Dirigenten, unter Bezugnahme auf Kardinal Sarto: Halte ihn sehr werth, Perosi, denn er wird in frir Zukunft sehr viel für Dich thun können. Wir glauben fest, daß er unser Nachfolger sein wird." Der neue Papst war seit vielen Iahrcn als eine? der bedeutendsten Kanzelredner der katholischen Kirche bekannt. Allgemein wird seine große Gelehrsamkeit. sein administratives und organisatorisches Talent gepriesen. Er gilt als Freund und Beschützer der schönen Künste, als Mann, der sich nicht selbst überschätzt und der, was er einmal angefangen, mit Festigkeit und Beharrlichkeit durchführt. Geboren am 2. Juni 1835 zu Riese in der venetischen Diözese Treviso, als der Sohn eines einfachen Bauern, hat Giuseppe Sarto seine Erziehung auf demSalesianer-Seminar in Cottolengo genossen, wo er durch den Ernst und den Eifer, womit er seinen Studien oblag, der Liebling seiner Lehrer wurde. Er war erst 23 Jahre alt, als er zum Priester in Castelfranco konsekrirt wurde. Neun Jahre lang wirkte er als Koadjutor des Gemeindepfarrers von Tombolo, wurde 1867 zum Pfarrer in Salzano, 1875 zum Kanzler der Diözefe Treviso ernannt und stieg dort bis zum Generalvikar. Im November 1884 wurde er zum Bischof von Mantua erhoben. Als dann durch, den Tod des Kardinals Agostini der Patriarchenstuhl von Venedia erlediat wurde, ernannte Leo

... - Iwm i Der Vatikan. , der Dreizehnte am 15. Juni 1893 Saito zum Erzbischof und Patriarchen von Venedig. Drei Tage vorher war Sarto zum Kardinal mit dem Titel von S. Vernardo alle Terme erhoben worden. Seine staatliche Bestätigung als Patriarch der Dogenstadt war eines der nach jahrelangen Kontroversen erfolgten Zugeständnisse der Regierung, durch die unter Crispi eine Art von Vatikan!scher Sanktionirung der italienischen Interessen in der Asrikakolonie belohnt wurde. In Venedig hat er ein äußerst einfaches und zurückgezogenes Leben geführt. Doch verstand er es. bei großen kirchlichen Feierlichkeiten mit eindrucksvoller Würde seines Amtes zu walten. Die Friktion zwischen Kirche und Staat, welche die Lage in Rom so schwierig gestaltet, ist in Venedig kaum bemerkbar. Die städtischen Behörden nehmen an religiösen Prozessionen Theil, und in jeder Beziehung herrscht ein gutes Einvernehmen vor, dank dem segensreichen Einfluß, welchen Sarto auszuüben verstanden hat. Er zeichnete sich von Anfang an als gründlicher Reformet aus. Er unterdrückte alle Mißbräuche, stellte die Würde des Klerus wieder her und verschaffte der Kirche von Neuem Achtung. Daß er ein energischer und sehr selbstständiger Charakter ist, bewies er im April 1836 als Wilhelm der Zweite den König Humbert in Venedig besuchte. Die afrikanische Politik Jtaliens war soeben in furchtbarer Weise Vorzimnier zu den inneren Gemächern. zusammengebrochen, das Land stand unter -dem Eindruck der Katastrophe von Adua. Man hatte dem Patriarchen von Rom aus den Wink gegeben, den Aufenthalt des Usurpators" zu ignoriren, doch der Priester, der bereits den Hut des Kardinals' trug, achtete auf diesen Wink nicht, er stattete zum Entsetzen, aller intransigenten Kreise

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ver römischen Hierarchie dem König von Italien einen Besuch ab, dadurch dokumentirend, daß auch unter dem Priesterrock ein Herz schlage für das Unglück des Landes. Es war eine Demonstration zugleich des edelsten Patriotismus und des reinsten Mitgefühls. Der neue Papst war eins von acht Kindern, zwei Brüdern und sechs Schwestern. Pius der Zehnte ist der zehnte Papst. der aus dem Gebiet des Patriarchats von Venedig kommt; zu diesen gehört auch Venedikt der Zwölfte, ter auch aus der Diözese Treviso kam,' .und der, ein seltsames Zusammentreffen,' genau am selben Tag, vor 599 Jähren erwählt wurde.

2 er Mann mit ven vielen Namen. Einer der schlauesten Bankdlebe, wel. che die internationale Kriminalistik kennt, macht in Brüssel dem Untersuchungsrichter vielKopfzerbrechen. Im Im April d. I. bemächtigte sich vor einem Schalter der Brüsseler Nationalbank ein Gauner der Tasche eincs Kassenbeamten, welche 250,000 Franken enthielt, und ergriff die Flucht. Er streute zahlreiche 1000-Frankenschcine aus, um auf diese Weise die nacheilenden Verfolger zu beschäftigen. Aber als er die Außcnthür eines langen Korridors gewandt erreicht hatte, schloßen sich plötzlich in der ganzen Bank alle Thüren automatisch, und der Dieb war gefangen. -Er behauptete damals.' ein aus London gebürtiger Buchmacher namens George Vrown zu sein. Man fand jedoch bald heraus, daß dieser Name fingiert war. Seitdem kämpfen Untersuchungsrichter und Gefangener mit wahren Jndianerlisten, der eine, um den gewitzten Menschen zu überführen, der andere, um den ersteren immcr mehr irre zu leiten. Anderthalb Stunden währte es, bis es dem Photographen gelang, ein annähernd richtig:'Bild des eine unglaubliche Mimik cntwickelnden Verbrechers herzustellen. Dank diesem Konterfei und dem Bertillon'schen Messungsverfahren hat man jetzt wenigstens konstatiren können, daß dieser an:eb!icheBrown identisch ist mit John Scott, geboren am 14. Oktober 1858 in London und bestraft 1891 in Paris wegen Diebstahls, ferne? mit Walter Bowers, ebenfalls in Londzn geboren am 8. Februar 1855 und rer urtheilt wegen Tcschendiebstahls in Hamburg 1895. drittens mit dem William Henri Barnes ebendaher, geboren 1854 und bestraft in Paris und in Poissy. beide Male im Jahre 1902. Nach Mittheilung desJdentifizierungsamtes in Chicago vermuthet man dort in dem Brüsseler interessanten Gcfangenen einen William Miller, der 1881 in New Orleans verhaftet wurde wcg:n eines Dicbsiahls von 750 Pfd.Sterl. in der dortigen Volksbank. 1886 wurde erdort als William Morrisson zusammen mit einem Charles Allen festgenommen. ebenfalls wegen eines bedeutenden Dubstahls in einem Bankinstitut. 1889 versuchte er nochmals in New Orleans die United States Expreß Company um 100.000 Dollars zu erleichtern; er entkam später aus dem Gefängniß. William Miller wurde sodann 1890 in London wegen Diebstahles zu 18 Monaten vcrur'theilt. und dieser Miller muß sich schließlich in Deutschland in einen H. A. Bauwers verwandelt haben, welcher wegen Einbruchs fünf Jahre Gefängniß erhielt. Die von dem Gauner in Paris dreimal. in Chicago und Brüssel je einmal aufgenommenen Bilder lassen fast keinen Zweifel mehr, daß Vrown, Scott. Bowcrs, Miller. Morrisson. Barnes, Bauwers eine und dieselbe Person ist. Wie diese Person aber in Wirklichkeit heißt, möchte der .Brüsseler Untersuchungsrichter gar zu gern wissen, ö Eine ganze Familie durch Un glücköfälle actödtct. In Unker-Kortvelyes sind in der Familie des Lehrers Alois Lenk durch die Unachtsamkeit seines Sohneö in folge einer merkwürdigen Komplika tion vonUnglückofällen vier Mensches, Eltern und Binder, um's Leben gekommen. Der Lehrer Lenk fuhr mit seiner Gattin zur Bezirkslehrerkonfercnz in den Nachbarort Hidas. Der ljährige Sohn Tcsidcr und die 16 jährige Tochter Margarete blieben mit zwei Dienstmädchen zu Hause. Der Knabe fand ein altes verrostetes Gewehr und sah im Laufe einen verrosteten Gegenstand stecken, den er entfernen wollte. Da ihm dies nicht gelang, stieß er schließlich mit einer Eiscnstange vorn in den Gewehrlauf, wobei die Schwester den Schaft des Gewehres biclt. Durch d?n Stoß er plodirte Plötzlich die im Gewehr steck ende Patrone, das Gewehr barst, und die umherfliegenden Stücke tödteten auf der Stelle die beiden Geschwister, während die im Zimmer befindlichen Dienstmädchen tödtliche Verletzungen erlitten. Das Vorgefallene würd? durch Voten den verreisten Eltern mit getheilt, die sofort ihren Wagen zur Rückfahrt bestiegen und den Kutscher zur höchsten Eile trieben. Unterwegs begegnete ihnen ein Schwerfuhrwerk, an das sie beim Ausweichen mit sol cher Wucht anfuhren, daß der eigene Wagen umkippte. Fer Lehrer und feine Frau wurden unter den Lastwa gen geschleudert und überfahren. Die Frau war auf der Stelle todt, der Mann starb, während er auf seinem Wagen nach Hause transportirt wur de. Auch an dem Aufkommen der beiden Dienstmädchen zweifeln die Aerzte.

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