Indiana Tribüne, Volume 26, Number 308, Indianapolis, Marion County, 20 August 1903 — Page 5
Jndimm Tribüne, 20. Ananst 1903.
Angepumpt. Humoreske von H. Abt. Leer die Kaffeekanne, leer der Bierkrug, leer die Cognakflasche und leerer noa), öde und leer wie die Erde am ersten Schöpfungstacze, sein Hirn. Nichts darinnen, nichts, das grauenvollste Nirwana, starrende Finsterniß, in der kein winzigstes Phosphorfünkchen aufblitzen wollte, so viel er auch schon versucht, in die träge Eehirnsubstanz die nöthige Erregung zu bringen. Schwarzer Ziaffee, eine Doppelmaß Echtes, eine Viertelflasche Cognac und das Resultat stumpfe, hoffnungslose Verzweiflung, womit er, die Fäuste an die Schläfen gepreßt, niederstarrt auf das leere, weiße Vlatt auf seinem Schreibtisch. Und dann die Faust auf das unschuldsweiße Papier niedersausen läßt Ja mußte er denn überhaupt? Kein Mensch muß müssen, und er, Fritz Hennink, canil. ehem., müßte ? Mußte dichten, wenn ihm das nun mal absolut nicht lag? Gott bewahre, er mußte nicht! SttU uer hatte es von ihm verlangt, auch sie nicht sie! Nur die goldig flimmernden Augen hatte sie so aufgeschlagen und mit so einem Tone gesagt: Ach, ein Dichter, das ist doch das Herrlichste von allem! Und selber angedichtet zu werden himmlisch! Aber um mich hat das noch keiner gekonnt." Und er es ihr versprochen behüte Nur eine großartige Armbewegung hatte er gemacht und feurig gerufen: D es wird's schon einer können!" Aber daß er der eine sein würd, das hatte er ihr nicht zugesagt. Der fade Kerl, der Federfuchser, der Uebermensch, der sie schon seit einiger Zeit beäugte, der konnt's ja eines Tages sein, vielleicht hatte sie an den überHaupt gedacht und morgen Abend auf dem Balle da konnt' der ja in allen Ober- und Untertönen seinen Hymnus auf sie loslassen, während er Himmelbombenschockmillionen nein doch nein! er mußte ja nicht! Da legte eine Hand sich schwer auf seine Schulter. Mensch, bist du des Teufels? Was treibst du denn?" Und Fritz Hennink hob das Haupt, schaute seinen Leibfuchs mit rollenden Augen an und sprach: Ich dichte." Du dichtest!" Das Füchslein prallte zurück, beugte sich dann mit wilder Gier wieder vor, sah auf dem Schreibtisch das unbeschriebene Blatt und stieß einen Pfiff aus. Aha du dichtest unter erschwerenden Umständen es ginge wohl, aber es geht nicht." Fuchs!" donnerte Fritz Hennink den Schnöden an. Und dann verächtlich: Kannst du etwa Gedichte schreiben?" Der Fuchs blies die Backen auf. Wenn's weiter nichts ist!" Fritz lachte wild. Den Schmarren möcht ich sehn, den du zusammenschmierst." Möchtest du. Großer?" blinzelte schlau das Füchslein zu ihm empor. Na, wenn dir ein Gefallen damit geschieht Was soll's denn sein? Liebnatürlich viel Liebe Sehnsuchtsqualen blonde Locken, blaue Augen " Braune!" konnte Fritz Hennin! dazwischen und schlug aufgebracht, daß er sich verschnappt, auf den Tisch. Aber der Fuchs hatte sich an den Schreibtisch gesetzt und tunkte seelens-, ruhig die Feder ein. Braune also auch günstig. Und nun sei so gut und verhalt' dich mal zwei Minuten piano " Schon in seine Worte hinein hatte er sich das Papier zurecht gerückt und zu schreiben begonnen. Fritz Hennink stand verblüfft. Nanu, das wäre doch dieser Dreikäsehoch, dieses Wickelkind, der würde sich doch nicht nur so aus dem Aermel schütteln, warum er vergeblich alle vierzehn Nothhelfer angerufen hatte? Ueber des Füchsleins geneigtes Haupt beugte er sich vor und spähte auf das Papier. Vier Zeilen schon und sie reimten sich! Reimten sich ganz ordentlich und purer Blödsinn schien's auch nicht mal zu sein. Und das schrieb der nun gerade nur so hin, während er Tiefgebeugt denNacken, trat Fritz Hennink vom Schreibtisck zurück. Da sprang der Fuchs empor und schwenkte das beschriebene Blatt durch die Luft. So, das hätten wir! Nu mach mal die Schallluken auf!" Und voll Pathos begann er das vollendete Gedicht zu lesen. Na, waZ fagste nu dazu, Fritze?" Hm" machte. der so ganz blödsinnig scheint's ja nicht zu sein." Nee", grinste der Fuchs von einem Ohr bis ans andere, blödsinnig is das nich. da kannste Gift drauf neh-
men." Und auf ein Knie sich nieder-
lanend, reichte er dem anderen oas Blatt emvor.
Hier Großer es sei dein. In
Fällen der Noth zur beliebigen Nutznie-
tzuna."
Frik Hennink wehrte ab mit einer
Gebärde, als babe der- Leibhaftige so-
eben nach seiner Seele die Krallen aus-
gestreckt. Was war denn das für em ganz niederträchtig schofeler Gedank?, der ihn da durchzuckt? Se.in Mach daß du raus kommst, Fuchs" klang wie ein Apage, satanas"
Aber der Versucher hatte die Gestalt gewechselt und fuhr fort, ihn zu
bedrängen. Zwei braune Augen,
m denen sonnenfunken tanzten, und ein paar Lippen, wie eine Nosenknospe geschwellt, lachten ihn an. Er stöhnte tief. Serous Fritze", sagte der Fuchs,
die Thürklinke in der Hand ich ent-
jcyweoe. Und von der Schwelle hatte der an-
dere ihn plötzlich wieder zurückgeris-
sen. Du was du da geschrieben hast du das früher schon oder jetzt eben erst " Wie eine Telegraphenstangc hob der Fuchs den Arm zum Schwur empor Ich Hab's in dieser Stunde niederg:schrieben und nicht eine Zeile davon je zuvor." Und" Fritzens Stimme ward
raunend niemand weiß, daß es von
dir gemacht lst, und Niemand weiß, das es von mir gemacht ist und niemals wird meinMund das einem sagen. Ich lasse dir zum
ewigen Eigenthum, was ich geschrieben. Lebewohl. Ein andermal pump ich dich dafür an."
Ein andermal pump ich dich da-
für an " Pumpen sich was pum
pen, wenn man selber zufällig mal bei Kasse war da da lag doch keine Gemeinheit drin, sich was zu pumpen. In Fritz Hennink ging es rund um, wie ein Mühlrad, und der das Rad drehte, immer wirbelnder, sinnverwirrender, der Versucher, der hatte goldbraune Augen und rothlockende Lipden. Und Fritz Hennink setzte sich von neuem an seinen Schreibtisch nieder, nahm die Feder zur Hand und pumpte sich was. Der Ball am nächsten Abend hatte begonnen, und vorFräulein Lulu Tan-
ner machte Fritz Hennink seine tiefste
Verbeugung. Mein gnädigstes Fräulein, Sie hatten die große Güte, mir diesen ersten Walzer zuzusagen." Sie schaute mit ihrem holdseligsten Lächeln zu ihm empor. Gewiß, Herr Hennink. Aber zuerst muß ich Ihnen danken für das herrliche Gedicht, das Sie mir geschickt haben." Fritz Hennink schluckte ein paarmal und klemmte seinen Chapeau claque fester unter den Arm. Gnädiges Fräulein sind allzu gütig allzu nachsichtig aber wirklich, ich muß bitten, diesem Elaborat keine tiefere Bedeutung " Schelmisch unterbrach sie ihn: ), Sie können ganz ruhig sein, ich nehme Ihr Gedicht nur vom poetischenStandPunkt und lege ihm sonst gar keine Bedeutung bei." Nun wehrte tz erschrocken ab. Nein, nein, so meint' ich's nicht im Gegentheil, die allertiefste, aufrichtigste Bedeutung nur der mangelhafte, höchst mangelhafte Ausdruck " Mangelhaft " Es klang ordentlich entrüstet. Aber ich bitte Sie, es ist ja geradezu klassiscb vollendet, Ihr Sonett." Er machte große Augen. SoneN? Ach so. Sonett haha so nett klassisch haha! Und darf ich nun bitten, daß wir den so netten Walzer " Voll Hingebung ließ sie sich von seinem, ihr entgegengeb?genen Arm umschlingen. Ja, jetzt wollen wir tanzen. Ueber Ihr Gedicht reden wir nachher noch weiter." Und sie redete weiter davon. Was er auch versuchte, ein anderes UnterHaltungsthema anzuschlagen, immer wieder kam sie darauf zurück, und ihre Bewunderung, ihr Entzücken, daß er ein Dichter sei, solch ein Dichter! konnte sich kaum Genüae thun. Immer beredter sprachen zu ihm ihre Blicke, und in Fritzens Seele begannen Höllenqualen zu wühlen. All diese himmische Huld, die ihn zum jeligsten der Menschen hätte machen können, ihr Lächeln, ihre innigen Blicke, das galt ja in Wahrheit gar nicht ihm! Der, den sie meinte, war ein ganz-an-derer, er aber, der von ihr nahm, was jenem anderen zukam, er war nichts weiter, als ein erbärmlicher Schwindler, ein Betrüger und ein Dieb. Und das ihr eingestehen, zerknirscht und reuig, ihr süßes Lächeln sich verwandeln sehen in eisige Kälte und schnöde Verachtung und dann vielleicht auf ihren Wunsch den Fuchs ihr schicken, daß der als rechtmäßiger Eigenthümer einkassirte, was ihre Bewunderung für ihn bereit hielt Himmel und Hölle nein! Jetzt durch! Und er biß die Zähne zusammen und ließ es über sich ergehen, daß sie ihn einen Dichter von Gottesgnaden nannte und meinte nur so leichthin darauf: -Na ja können muß man's eben, dann ist die Geschichte weiter nicht schwer." Anbetend fast lächelte Fräulein Lulu ihn an. Ach ja können muß man's." Sie hatte ihm erlaubt, daß er sie zu Tische führte, und wie vor ihnen der Sekt in den Gläsern perlte, da ist in ihm des Gewissens mahnende Stirn me vom seligen Wonnerausch völlig
uoerlauor. vleaztmalg oder unrecytmäßig, es gilt ihm gleich. Die Stunde nützen, den Augenblick erfassen, dem Muthigen gehört das Glück! Küh blitzen seine Augen auf, er hebt sein Glas, beugt sich ihr zu, will raunend flüstern.
Da l-at auch sie ihr Glas erhoben und mit dem Schaum die rosigen Lippen netzend, taucht sie in seinen Blick den ihren und lispelt:
Dem Dichter." Er thut ihr nicht Bescheid. Er
spricht nicht aus, was noch eben von seinen glühenden Lippen ihr entgegen-
drängte. Als ein Verwandelter sitzt er
jählings da. bleich sein Gesicht, fmster
der starre Blick, und wie erlöst springt
er von der Tafel empor, als jetzt das
Zeichen zum Aufbruch gegeben wird.
Sie scheint sem verändertes Wesen nicht zu bemerken und nimmt lächelnd
leinen Arm, den er ihr bietet, um sie m
den Saal zurück zu führen.
Acer er n:mmt einen Umweq durch
die Seitenräume und da in Stille und Einsamkeit bleibt er vor ihr stehen und spricht:
Mein Fräulein, ich muß Ihnen ein
Geständnis; machen, mit dem ich wohl
auch zugleich auf ewig mein Glück vernichte. Ich bin nicht der, den Sie
in mir sehen, alles, was Sie mir heute
an Huld gezeigt, war unverdient ich
habe Sie schmählich hinterganoen.
2(tm gnadiges Fräulein das iät
dicht, welches ich Ihnen unter meinem
Namen übersandte habe ich rnchi gedichtet."
Er schwelgt und sein Nacken beugt
sich, als warte er des Todesstreiches,
der nun fallen wird. Und der Streich fällt. Hellklingenden Tones sagt Lulu
Tanner:
Das hab' ich längst gewußt." Das Sie gewußt!" Stammelnd, schwindelnd . steht er
da. Sie aber hat aus dem rosa Pom-
padour, der m langer Schleife an ihrem Arme hing, ein zierliches Buch hervorgezogen und hält es aufgcschla-
gen Fntz Hennink unter die Augen. Und starrend schaut er und liest. Liest in glänzendem Druck, auf feinstem Velinpapier sein sein Gedicht. Nur ein dumpser Laut kommt aus seiner Kehle. Das was ist
das."
Und Fräulein Lulu klappt das
Buch zusammen und kehrt voll Gra-
zie ihm die Elnbanddecke zu, von der s
m goldenen Lettern ihm entgegenstrahlt.: Petrarcas Sonette an Laura." Fritz Hennink steht eine Sekunde wie versteinert. Dann macht er plötzlich. ein blutdürstiger Tiger, eine sprungartige Bewegung dem Ausgang zu. Der Lump der Fuchs den bring ich um!" Aber mit einem Lachen, wie Sil berglöcklein, hält Fräulein Lulu ihn zurück. Muß denn das gleich sein? Wo's doch jetzt hier so amüsant ist." Fritz Hennink hat sich gefaßt. Angesichts dieser unglaublichen Niederlage kehrt seine Mannhaftigkeit zurück, und sich tief vor Fräulein Lulu Tanner neigend, spricht er: Sie haben selbstverständlich zu befehlen, mein Fräulein, denn ick sehe vollkommen ein, daß ich kein Recht ha be, Ihnen diesen amüsanten Augenblick" zu verkürzen." Spitzbübisch blinzelt sie ihn an. O, ich amüsire mich ja schon den ganzen Abend." Und , da sie sieht, wie sein Gesicht sich röthet und feine Lippen sich aufeinander Pressen, sagt sie: Strafe muß sein! Denn sich so mir nichts, dir nichts den Petrarca anzupumpen, das ist doch gar zu toll." Etwas in ihrem Tone, ihrem Ausdruck sinkt hinein in Fritzens wunde Seele, wie linder Balsam. Anpumpen das liebvertrauliche, gemüthliche Wort wenn es möglich wäre, wenn sie es so auffassen könnte so, von diesem erhabenen Standpunkt mildlächelnden Humors. Hoffnung hebt zitternd wieder die Flügel empor. Fräulein Lulu, wär's denn möglich könnten Sie mir verzeiken mich nicht verachten, daß ich " Daß Sie kein Dichter sind?" fällt sie ein. Lieber Gott, das habe ich ja doch nie von Ihnen verlangt." Das haben Sie nie von mir verlangt!" Jubelnd fast wiederholt er es. Und von dem, den Sie einmal mit Ihrer Liebe beglücken werden, würden Sie's denn von dem verlangen?" Von dem?" Schelmisch nachdenklich bewegt sie das Köpfchen. Das hab' ich mir noch nicht überlegt." Aber Sie werden sich's überlegen, Fräulein Lulu wir beide werden's überlegen heute Abend noch!" Sie gibt keine direkte Antwort, aber sie läßt es geschehen, daß er ihren Arm fest unter den seinen zieht und wie ein Triumphator mit ihr hineinschreitet in den Saal. Maliziös. Denken Sie sich nur. Herr Müller: seit gestern bin ich glücklicher Ehenumn!" So, so! Zu Hause auch?" "I B e i m H e i r a t h s v e r m i t U
ler. Kunde: Sagen &t emmai, diese Dame möchte ich schon hcirathen, die Sie mir eben vorgestellt haben." Glaub's, aber die wird nicht abgegen das Ut. nämlich ein. . . Muster!" Klassisch. Dienstmädchen (an tlncr Thür horchend, hinter welcher sich ihreHerrschaft streitet): Zwar weiß ich viel, doch möcht' ich Alles wisscn!" Ihr erster Gedanke.Denke Dir nur, Hulda ist schon dreimal verlobt gewesen." Da beneide ich sie um ihre Ansichtskartensamm-lung!"
Zlcbcrschmcmmungcn in Australien.
Hunderte von Tchafe,, im schwarzen BoSkn
rerkuu?en. Die furchtbaren Ueberschwcmmungen, von denen Amerika, Deutschland
und England in der letzen Zeit heimge-
lucht wurden, haben einen Miiarbeiter
eines englischen Blaues veranlaßt, eine
Schilderung derartiger Naturereignisse in Australien zu geden, wo sie mit besonderer Gewalt und Häufigkeit auftreten. Ich weiß zwar." schreibt er, daß man allgemein glaubt, unsere
Antipoden wüßten wenig vom Wasser,
aber das ist ein Irrthum; Australien ist nicht das Land der Dürre und des StaubeS, wie manche Schriftsteller es schildern, zu Zeiten müssen die ,Buschmänner' den Gefahren von übergetre tenen Flüssen trotzen, während in an-
deren Jahreszeiten Feuersnoth und
Wassermang:! das Leben säst werthlos machen. Als ich einmal als Bursche auf einer Viehzüchtern an dem Ufer des Murray arbeitete, fischte ich an einem Sommerabend von einer Schauke aus nach Murrayfischen. Es war ein schrecklich heißer Tag gewesen, und die Wollen hingen wie feste Erdwälle tief herunter. Der Fluß war niedrig, das Wasser stand viele Fuß unter dem Ufcrrand, und auf den angrenzenden Ebenen weideten Tausende von Schafen. Plötzlich rief mir ein Schwarzer, der auch in der Viehzüchtern beschäftigt war, zu, ich folle an's Ufer kommen. Ich achtete nicht darauf; aber nach einer Weile warf er die Kleider ab, schwamm zu mir und bat mich, an's Ufer zu kommen. ,Allmälig kommt der große Bursche Sturm und ertränkt alle Schafe,' fagte er. Ich glaubte ihm nicht, aber nach der Landung sah ich, daß alle Neger ihre Lager weit weg vom Fluß auf höheren Boden brachten. Und nach einer Stunde war das Unweiter da, mit Hagel, Regen, Donner und Blitz. Das Wasser kam in einer wahren Sintfluth herab. Die ViehZüchter galoppirten an beiden Seiten des Ufers entlang, spornten ihre gedrungcnen Pferde an und handhabten mit verzweifelter Eile ihre langen, schweren Peitschen; die Pferde und die Rinder wurden in wahnsinniger Eile zusammengetrieben, und überall jagten die Schäfer mit ihren Hunden die Schafe in's Innere. Aber schneller als die Schäfer und Viehzüchter war der Sturm; der Fluß kam wie wild dahergebraust, und endlos strömte ihm 'das Wasser von den Hügeln und aus den Gießbachbetten zu. Nach einer Stunle stand die Fluth bis an die Ufer, , nach einer zweiten war es übergetreten und verbreitete sich weit über die Ebenen. Es riß die Schafe wie Strohbündel fort und wirbelte sie umher. Es hob Pferde und Rinder hoch, warf sie wie euballen umher und ertränkte oder erstickte sie trotz ihrer Kraft und ihres Widerstands So fiel die Nacht herab. Am Morgen hatte man einen noch traurigeren Anblick als die ertränkten , Rinder und kämpfenden Pferde. In dem niedrigen Lande dicht bei dem Gehöft waren Hunderte von Schafen bis zum Bauch in den schwarzen verrätherischen Boden versunken, der auch für die Menschen nun ein g:fährlicher Boden geworden war. Es war ein grausamer Anblick, bi: in dem Sumpf festgehaltenen Schafe zubeobachten, die nur jämmerlich blöken konnten, da die Beine in der saugenden Erde festgehalten wurden. Als der Tag vorruckte, kamen die Krähen zu Tausenden. Sie kreisten eine Weile um die blökenden, hilflosen Schafe, ließen sich dann auf ihren Köpfen nieder, pickten den hilflosen Thieren die Augen aus und ließen sie blökend, blind und gefesselt zurück, und wir konnten, obgleich wir das alles beobachteten, den elenden Geschöpfen nicht einmal einen schnellen Tod geben." ParkettfustbLdcn. Die Maßregeln zum Schutze der Parkettfußböden gegen aufstelgende Feuchtigkeit, die besonders den Räumen des Erdgeschosses droht, stoßen auf Schwierigkeiten. Der gewöhnlich untergclegte Blindboden hält die Feuchtigkeit nicht ab, sondern nimmt sie auf und leitet sie weiter. Dann werfen sich
die einzelnen Parkettstäbchen, die sogenannten Riemen, und nehmen auch durch das aufgesogene Wasser Schaden. Setzt man aber den Parkettfußboden auf eine Asphaltschicht mit untergebettcter Cementlage, dann bleilt der Fußbodm hart und kalt. Dazu tritt noch ein anderer Mangel. In der heißen Jahreszeit, in der Nähe von Oefen oder bei schwerer Belastung erweicht die Asphaltmasse, die Riemen sinken in sie ein, der Fußboden wird uneben, und aus den Fugen quillt Asphaltmasse hervor. Zur Beseitigung dieser Mißstände versieht man die ein. zelnen Riemen auf der Unterseite mit Füßen, die unten fchmidenartig zugeschärft sind, und drückt sie mit letzteren, nachdem man auf die erhärtete Betonunterläge die flüssige Asphaltschicht
aufgebracht hat. so fest auf, daß die Füße die Asphaltma'e durchdringen und auf der Cementschicht aufstehen. Damit ist dem Uebel abgeholfen. Die Füße sind aus Holz oder Metall gefertigt und so lang, daß zwischen Niemen und Asphaltschicht ein Luftraum übrig bleibt. Dadurch wird ein elastischer, gut isolirter, warmer Fußboden geschaffen. Guatemala hat die höchste Sterblichkeitszahl von allen Landern der Erde, nämlich 41 auf das Jahr und 1000 Lebende berechnet.
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