Indiana Tribüne, Volume 26, Number 308, Indianapolis, Marion County, 20 August 1903 — Page 3
Jndiana Tribüne, 2. August 1903.
3
u
ösmM Halle. 37 und 39 Süd DelawareGtr. Der beliebtefte und beftansgestattete Tauzsaal in der Stadt. Hauptquartier für alle deut scheu Vereine. Elud, vod VersaukmlungSzim mtt zu mäßige Preise zu vermiethe.
V. 3E. OSB, HßtTtÜjÜBltt tL Dennis J. 0'Brien's Sample Noom 150 Kentucky Avenue. eueZ Tklkphon 1631. Lunch von 9 Uhr Vorm. bis 1 Uhr Nachm. 301 West Washington Str Verkäufer deS berühmten Quinine :: Whisky Das beste Mittel gegen Malaria und Erkältung. Saloon und Restaurant. Offen Xa und flftftt. ?i? mer UlSON. o Nord Noble Ar, eueS Telephon 2001. Etwas Neues. SCfim i e,fn, WTT muss ii JKmfiTt ajjt wavttt ajw .it uvkxq v. i zeö GaZ gebrauchen, mit Vorauszahlung?, Metern zu versehen, ohne ein Deposit zu vcr. langen. äiJtr neuen tue ervmoung mu cw SaupUeiwngShre her. ebenso setzen u?ir einen Meter cmf und liefern daS Gas für einen Do!. kar er Tausend. Die einzige Berechnung die cir machen, ist für die Verbmdunzsröhre von der GrundeigenthumZgrenze bis nur Stelle deö Meters. Wir garantlren daß dieselben Zufries w " dqeUgeöen. ?! lvreÄe in der Ofs für ner inyeitm vor. INDIANAPOLIS GAS 60. Sroke nuöwayl von n Aller Vüifm&t" TlU JLrlWlil 9 Ns. 449 Ost Washington Str. ricKt Televhon 2525. Zerkleinerter... ... Coke (Crushed Coke) ober o . . n ufi a tr. v...." 211 1 A. sCflltä ?T 91lislft Q viv-.. y W ß VProblrcn Sie diesen Coke. tilipire üOai, UOKe & WOOa UO., Goal, Goke & Wood Co., in.i .niu I n i Neues Phone 9291. Altes, Main 1150. 00 V 1 coovrc ZV. miUlti, ...Dlzchdöer... TXt, iini NZ?8Z,Smer. Dämer von y,wj ' ' ' . ,. w r it. mmu und iIFonlt. a?inÄri - - - Wi-.-301 Wett Marvland Str. ... Rdweftl. Ze don Senate ve. und taryland Str -- C 4- 1 -W lil. ü. ü.. OULDlIUü Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin undRectum Rrankheiten. Offfce : 155 Ost Market Stt. Tel. 941
Jacob
Wm sv
St08
Ä L & UMf rtf i - 9 t gu itzif H) äm iC "
Osftce-Ttuaden:9bi,ioubrBm.:,bi,4UhrN!auS Dibra ein, das sie aus Furcht vor
(Zitomc
Zon Blut wieder auf macedon. Boden vergossen. Pforte stellt Wicderherstellung der Ordnung in Ausstcht. Pläne bezüglich einer curop. Flot tcndemonstration. Kriegs-Gcrüchte im Osten und jap. Regierung. Labori's Plaidoyer für die HumbertFamilie. Castro in Berlin diesmal milde beurtheilt. Empfang des französischen Aotschaf tcrs beim Papst. Türkei. Furchtbare Metzelei. Sofia. 19. Aug. Berichten aus Monastir zufolge sind daselbst 200 Frauen aus dem bulgar. Torfe Pla kovo angelangt. Sie überreichten dem russischen und österr. Consul sowie dem General-Jnspeltor Hilmi Pascha Petitionen, in denen angeführt ist. daß ihr Torf eingeäschert und die gesammte männliche Bevölkerung massacrirt wurde. 15 Dörfer im Distrikt Omrida und 3 im Distrikt Resin sind zerstört. In der Nähe von Kojie, Vilayet Uskub, kämpften 70 Insurgenten einen vollen Taa mit türkischen Truppen. Neun Insurgenten fielen. Am folgenden Tage kamen Baschi-Bozouks in das Dorf und machten alle Einwohner nieder. Bei Betarsko lam es zu heftigen Gefechten. Pforte geängstigt. C o n st a n t i n o p e l, 19. Aug. k russische Geschwader wird heute Nachmittag erwartet; es geht in der Bay von Miadia, zwischen Burgas und der Dardanellcn-Einfahrt. 80 Meilen i , , cm von letzterer entfernt, vor Anker. Die bisheriae Äleichailtiakei herige Äleichgiltigkeit türi:tx 01 f. -l . :r cn.r : r. IQ) eumier am vssener qouiniB Platz gemacht. Die Pforte fürchtet ' rtrver1,rt ' q?Mfrx" weltergehenöe Forderungen Nußland v. f . ... . , . SchllMMsÜrdenSultan. 5Uri?. 19. 3Im. WrntP ... . .. , . ... rungsireien veriautei gerne, oan. cer Entsendung eines russischen Geschwaders nach türkischen Gewässern baldigst eine gemeinsame Flotten-Aktion der Mächte - folgen mag. Es sind Verhandlungen bezüglich einer gemeinsamen Demonstration vor Salonichi zwischen den Mächten im Gange. Wahrscheinlich würden hieran alle Mächte, die Interessen in der Türkei haben, theilnehmen, Deutschland vielleicht ausgenommen, das nicht zu ernsthaften Maßnahmen gegen die Türkei geneigt ist. Macedonier ermuthigt. Eonstantlnopel, 19. Aug. Die russischen Forderungen an die Tür kei, auf Grund des Eonful-Mords in Monastir, wurden gestern formell im Palast eingereicht. Trotz der Warnung Rußland'S an die bulgarische Regie rung, wirö nacy allgemeiner . ueber zeugung die russische Flottendemonstra tion ln türkischen Gewäern von den Macedoniern als erster Schritt in der Richtung einer Intervention zu ihren Gunsten aufgefaßt werden Als eine der schwersten lefabren in 1 der gegenwärtigen Balkan . Krisis gilt bie Insubordination der türkischen Truppen in Macedonien. Der Man gel an Disciplin unter den Truppen ist bemerkenswertb. So verlangte ein von uskub nach I fYI ri rf" c rt-i w w i'conslliir geyenoes neglinenl, oa oer Zug in salonichi 12 Stunden, anstatt tpr FrtfirhTrtnmflt'tnetT TirtTften rtnfjftTt? I WHIUtUpiWtt 4t.Wfc., M..V, demm ric&bte Soldaten in der Stadt amüsiren konnten. Die Offiziere muß itn firf fi'Mrr Auch die Ermordung von bulg.m schen Bahn-Arbeitern in der Nähe zon 17, ..s. .t u:f Ttiv.h c,. u.iuüj iuui ujt jciuvviii ujin . towaalbn bea nam. ailt als .in I " " " Änlichen dikftr Jn,ubrdintin. Die Bolfchaster der Mächte haben aoermals oie ernne AUfmerliamrett oer Y i n p P l w I s!?rtvt XrtitC .f?4 S ctr ffl?t7.M v,. ynuu, p "ii"' mord in Salonichi zu befürchten steht, I Ullü 3uul "p ÜCt uuaujuiiiijc . v. r x i. . v o, X ! rr.... sulate und Unterthanen energische Schutz-Vorkehrungen gefordert. Albanesen haben das Kloster der Hg Jungfrau in der Rähe von Kitchero in Asche gelegt. In Uskub treffen serbische Flüchtlinge
Ermordung verließen. Dis Albanesen jenes Distrikts habcn eine Anzahl dulgarischer Dörfer niedergebrannt. Italic n'sGeschwaderkommt auch. London, 19. Aug. Der hiesige italienische Botschafter erhielt eine Depesche, nach welcher ein italienisches Geschwader nach türkischen Gewässern beordert ist. Einen allgemeinen Weltbrand halten die Diplomaten hier durch die Balkanläge nicht für wahrscheinlich. Die Lage im fernen Osten gilt als ebenso drohend. Bulgarien'S Armee. Rom, 14. Aug' Privat Nachrichten zufolge hat Bulgarien jetzt eine Armee mobil gemacht, da über 70,000 Truppen im Fürstenthum unter Waffen stehen. Bei einer Wiener Firma hat Bulgarien für sofort 15 Millionen Patronen bestellt. Revolutionäre geschlagen. Salonichi, 19. Angust. . In Kaitan griff gestern eine Bande Revolutionäre eine türkische Truppenabtheilung an. 30 Rebellen fielen, die übrigen wurden verfolgt. Eine Botschaft des Metropolitans von Salonichi bestätigt die Kunde, daß die türkischen Truppen bei der Einnahme von Krushevo die Einwohner furchtbar mißhandelten. Türkische Versprechungen.
Rom, 19. Aug. Der türkische Botschafter in Eonstantinopel telegraphirt dem auswärtigen Amt, die Pforte habe erklärt, es werde bald wieder Ordnung in Macedonien herrschen und für ausreichenden Schutz aller auswärtigen Eonsuln daselbst sei bereits gesorgt. Großbritannien. Friedliche Darstellung. L o n d o n, 10. Aug. Nach einer Neuigkeitsagentur erklärte der japaische Gesandte lraf Hayoshi. daß er wie eine Regierung alle Kriegsgerüchte bezüglich Rußland's und Japan's als haltlos bezeichnen. Beide suchen den Weg der Versöhnung. Krieg würde einer der Mächte Vortheil bringen. Japan lasse keine Schiffe in England bauen und habe sein Heer nicht vergrößert. kllna. Angriff von Banditen. St. Petersburg, 19. August. Eine Depesche aus Port Arthur meldet, daß eingeborene Banditen jüngst ein Dynamit Magazin nahe der Mandschurischen Grenz-Station angerissen und es in die Luft sprengen wollten. 20 Banditen wurden von Kossaken gefangen; die meisten entkamen. Der Kwangsi.Aufstand. New York, 1?. Aug. Wie eine Pekinger Depesche der Times meldet, sandten die Vangtse Vice-Könige auf Verlangen des Vice-Königs Shen kürzlich eine beträchtliche Streitmacht ab, um bei der Wiederherstellung der Ordnung in Kwangsi zu helfen. Die Verwaltung Shen s zeichnet sich durch Thätigkeit und Gründlichkeit aus. Viele unfähige und unehrenhafte Beamte werden entfernt. Nachrichten aus guter Quelle zeigen, daß den Unruhen keine anti-dynastifche Bewegung zu Grunde lag. sondern der Umstand, daß unter Marschall Su's Verwaltung viele Truppen keinen Sold erhielten. Frankreich. Labor i'SPlaidoyer. Pari s, 19. August. Maitre Labori eröffnete heute sein Plaidoyer für die HumbertS. Er wies darauf hin. daß Frau Humbert nicht behauptet habe, sie wolle ihr Geheimniß für sich behalten; sondern sie habe offen erklärt, sie besitze ein Geheimniß, das sie in vollem Umfang zu enthüllen beabsich nge. ic ?aoe lyren Anwalt m S z r z . v ? r. rv , Vertrauen gezogen und ihm die Gründe erzählt, inwiefern sie an die Existenz der Erawford'fchen Millionen glaube. Sie habe ihn jedoch nicht gebeten, die Wahr heit der Thatsachen festzustellen und er sei daher nicht in der Lage, eine Ga rantie für ihre Erklärungen zu über nehmen. Er fühle aber, daß sie durch aus in der Lage sei, ihre eigenen Ent hüllungen zu machen. Labori setzte hierauf auseinander. die Staatsanwaltschaft habe nicht zu fragen wo sind die Erawfords- und wo siud die Millionen", sondern es fei Sache der Strafverfolgung nachzu weisen, daß die Erawfords und die Millionen nicht existirten. Die An klage gehe von der irrigen Ansicht aus, daß es Aufgabe der HumbertS sei, ihre
Unschuld zu beweisen'
Die Haager Schiedsrichter. Paris. 19. Aug. Wayne MacVeagh. Anwalt der Ver. Staaten in dem Venezuela Schiedsfall. der hier den Zusammentritt des Schiedsgerichts im Haag abwartet, erhielt Bestätigung der Washingtoner Nachricht, daß der Zar den russischen Justizminister Muravieff, den Schweizer Gesandten in Paris Dr. Lardy und Prof. Matzen aus Eopenhagen, sämmtlich dem internationalen Schiedsgericht angehörig, zu Schiedsrichtern in dem Falle der drei BlockadeMächte gegen Venezuela ernannt hat. Die Ernennungen sind den energischen Anstrengungen des Botschafters Ehoate im Vereine mit Mac Veagh zu danken, um Deutschland, England und Italien zu bewegen, Rußland um Ernennung der Schiedsrichter zu ersuchen. Es war, da die Mächte noch keine Schritte gethan hatten, wahrscheinlich, daß die Angelegenheit nicht am 1. September zur Verhandlung kommen könnte. MacVeagh geht mit Richter Penfield und Bowen, die sich ihm anschließen, von hier aus nach dem Haag. Italien. Empfang des franz. Bot-
s ch a f t e r s. Rom. 19. Aug. Der Papst empfing heute Cardinal Martinclli in PrivatAudienz und befragte ihn über amerikanische Angelegenheiten. Er erklärte. sein näherer Umgang mit Eardinal Gibbons hätte ihm vielen Nutzen gewährt. Nachher empfing der Papst den fran zösischen Botschafter, dem die Ehren eines Souverains zu Theil wurden. Der Botschafter beglückwünschte den Papst zu seiner Erwählung im Namen der französischen Regierung und des Präsidenten Loubet. Deutschland. Castro gilt als unschuldig. Berlin, 19. Aug. Die Beamten des auswärtigen Amtes sind der Ansicht, daß die Verhaftung deutscher und anderer Kaufleute in Ciudad Bolivar, Venezuela, voraussichtlich von der Ortsverwaltung ausging und daß den Präsidenten Castro keine Schuld trifft. Die Verhaftung erfolgte, weil di: Kaufleute das Verlangen Castro's ablehnten. Steuern, die sie der früheren Jnsurgen-ten-!tteglcrung gezahlt, nochmals zu leisten. Man zweifelt nicht, daß Castro die Gefangenen freiläßt, sobald er über den Sachverhalt aufgeklärt wird. W i n d h e i m steigt. Berlin, 19. Aug. Freiherr v. Windheim, den der Kaiser soeben zu einem Verwaltungsposten in Schlesien ernannt hat, war ein Studiengenosse des Kaiser an der Bonner Universität. Die Freundschaft Beider ist seitdem unverändert. Am Hofe weiß man, daß Windheim für einen hohen Platz in der Regierung bestimmt ist, und die jetzige Ernennung gilt nur als Vorstufe zu seinem Eintritts in's Cabinet. Windheim war nach anfangs unbedeutenderen Stellungen Polizeipräsident in Frankfurt a. M. und Berlin. Großer Vergnügungs Dampfer. Berlin, 19. Aug. Die Ham-burg-Amerika-Linie hat mit der Schiffsbaufirma Blohm & Voß, Hamburg, einen Contract abgeschlossen für den Bau eines großen Dampfers, der im Sommer für Ausflüge und im Winter zu Orientfahrten benutzt wird. Das Schiff soll Räumlichkeiten für mehr als 1500 Passagiere erhalten. Frau v. Waldersee nach America. Berlin, 19. Aug. Gräfin Waldersee, früher Frln. Lee aus New York, fährt moigm auf dem Dampfer Moltke" der Hamburger Linie nach America. Feldmarschall Waldersee halten seine Amtspflichten ab, seine Gemahlin, wie er so lange gehofft, begleiten zu können. Er war niemals in America. LeichtsinnigesDuell. Berlin, 19. August. In einem Pistolenduell zu Allenstein mit Leutnant Klauenflugel wurde gestern Leutnant Kayser, 73. Feld Artill.'Regt., voraussichtlich tödtlich verletzt. Das Duell war die Folge eines ScherzeS bei einem Hauptmann Fiege im Casino gegebenen Abschieds-Souper. Ptomaln. Vergiftung. Wasbinaton. 19. Aua. 50 Insassen des Arbeits-Heims sind, wie man annimmt an Ptomain-Vergif-tung, heftig erkrankt, jedoch jetzt außer
Gefahr.
Kurze Dcpeschen. 19. August. Ausland. Paris. Hilfsstaats-Sckretär Pierce ist angelangt. Er macht eine Tour, um die amer. Consulate zu inspiciren. Inland. Branmont, Tex. Die Citizens National Bank wurde von Bank-Exa-minator Logan geschlossen. N e w V o r k. In Brooklyn wurde der Polizeibeamte Buchtet von einer Bande Raufbolde durch Stiche tödtlich verletzt. Washington. Die Leiche des in Schottland verunglückten GeneralConsuls Long zu Cairo ist angekommen. Beerdigung morgen. S alt Lake. Utah. C. F. Lewis, ein Artillerist in Fort Douglas, wurde gestern erschossen. Als der That verdächtig ist ein Mann von der gleichen Batterie verhaftet. Rockland, Me. Die Kriegsschiffe des nordatlant. Geschwaders, die an den Manövern bei Portland theilnehmen, trafen vor Owlshead, an der Einfahrt zu diesem Hafen, aus Oyster Bay ein.
Schisssnachrickten. Angekommen: New Vork: Patricia" von Hamburg; Lombardia" von Neapel. Oueenstown: Jvernia" von Boston. Philadelphia: Switzerland" von Antwerpen. New Vork: Oceanic" von Liverpool. London: Menome" von New Jork. Abgefahren: New York: St. Louis" nach Southampton; Ryndam" nach Rotterdam; Majestic" nach Liverpool. Oueenstown: Carpathia" nach New York. Antwerpen: Rhynland" nach Philadelphia. Southampton: Kaiser Wilhelm der Große" nach New York. Liverpool; Teutonic" nach New Vork; Westernland" nach Philadelphia. Cberboura: Kaiser Wilhelm der Große" nach New York. Base-Ball. A m e r i c a n A s s o c i a t i o u. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Minneapolis, 19. Aug. Minneapolis ..00000000 00 Indianapolis ..00000010 0 1 Milwaukee, 19. Aug. Milwaukee....000020 02 1 5 Toledo 2 0000020 04 Kansas City, 19. Aug. Kansas City ..2 01 10030 7 Columbus ....10010000 02 St. Paul, 19. Aug. St. Paul 0 1 000002 3 Louisville 00000000 1 1 National-Liga. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: Brooklyn, 19. Aug. Erstes Spiel. Brooklyn 1 2000003 G Chicago 1 01 0 0 0 0 0 02 Zweites Spiel. Brooklyn 0 0 104000 05 Chicago 05 1 0 00000 6 Boston, 19. Aug. Erstes Spiel. Boston 000000000 0 Cincinnat: ....1 0020000 3 G Zweites Spiel. Boston 100 1 00 02 4 Cincinnati ....01002000 03 Kleiderpreis nach M a ß. Beim Konvent der Union Made Garment Makers' Association, welcher jüngst in Chicago abgehalten worden, wurde der Beschluß gefaßt, die Preise der Kleidungsstücke nach ihrer Größe zu berechnen. Ein Mann von 130 Pfund wird danach für einen Anzug etwa nur -$10 zahlen, für welchen eine Persönlichkeit von 250 Pfund Gewicht bei Wahl desselben Stosses und derselben Zuthaten '$15 erlegen muß. Beraubung eines Mill i o n ä r s. Der Klondike-Millionär Thom. S. Lippy wurde unlängst in Seattle. Wash., als er spät Abends aus der Kirche zurückkehrte, in feiner Wohnung von zwei Einbrechern überfallen, welche ihn durch Schläge auf den Kopf mit schweren Revolvern nahezu betäubten und ihn dann an einen Treppenpfosten festbanden. Ein Dienstmädchen wurde ebenfalls gefesseit. Die Räuber erbeuteten zwei goldene Uhren und $14 alles Geld, welches sich zur Zeit im Hause befand. Lippys Verletzungen sind bedenklich.
Wcstprcnsiilchc cchcr.
Ein Atssor, der einem Hauptmann zu im Ponire weisz. In einer westpreußischen Garnisonsiadt bildete kürzlich folgendes verbürgtes Geschichtchen das Tagesgespräch: In dem Offizierskasino verkehren auch Civilpersonen, Bekannte und Freunde de? Offiziere. Zu diesen Civilpersonen gehört Assessor Z. Eines Abends war der Herr Assessor wieder im Kasino: neben ihm saß Hauptmann ?). Der Herr Assessor trank ein Gläschen nach dem anderen und verspürte schließlich den Wunsch nach einem Lokalwechsel, denn er hatte mit einigen Freunden eme Kneiperei verabredet. Der Assessor, ein Riese von Gestalt und Körperbau, erhob sich und rief: Herr Sergeant (der Verwalter des Kasinos), was habe ich zu zahlen?" Der Herr Sergeant begab sich zum Schanktisch, wo die ver, schiedenen Vormerkungen gewissenhaft gemacht werden.kam zurück und sagte: Der Herr Assessor haben 46 Schnitt Bier getrunken." Der Assessor zahlte und verabschiedete sich, um in die andere Kneipe zu gehen. Kaum hatte er die Thür hinter sich zugemacht, da sprang der Hauptmann erregt auf. Herr Sergeant, wie können Sie sich unterstehen, dem Herrn Aijenor so viel Geld abzunehmen? Ich werde Sie dafür zur Rechenschaft ziehen?" - Entschuldigen Herr Hauptmann,, der Herr Alenor haben so viel Vier getrunken." Das ist unmöglich; ich werde die Sache untersuchen." Der Herr Hauptmann ertheilte den Befehl, ihn sofort rufen zu lassen, wenn der Herr Assessor wieder im Kasino erscheinen würde. Das geschah nach drei Tagen. Der Hauptmann nahm seinen Platz neben dem Assessor. Jedesmal, wenn der Assessor ein neues Glas Bier bikam, machte der Hauptmann in verstohlener Weise einen Strich auf seine Manschette. Der Assessor hatte das übliche Plauderstündchen abgesessen. Wieder rief er: Herr-Sergeant, was habe ich zu zahlen?" Prompt erfolgte die Antwort Der Herr Assessor haben 53 Schnitt Vier getrunken." Als der Assessor das Feld geräumt hatte, nahm der Hauptmann die bemalte Manschette zur Hand und zählte. Er zählte zum zweitenmal, und dann setzte er sich den Kneifer auf die Nase und zählte zum dritten Male. Nun stand der Hauptmann auf, ging auf den Sergeanten zu, reichte ihm die Hand und sagte: Herr Sergeant, ich habe Ihnen neulich unrecht gethan; was ich damals gesagt habe, nehme ich hiermit zurück. Zu meiner Entschuldigung muß ich allerdings bemerken, daß mir ein Mann, der so viel saufen kann, noch nicht vorgekommen ist." Zur Stkucrung des Mädchmhandlls. Errichtung eineS neuen Departements im Berliner Polizeiwesen. Vei der Kriminalpolizei in der deutschen Reichshauptstadt ist neuerdings eine Centralpolizeistelle zur Bekämpfung des internationalen MädchenHandels errichtet worden. Solche vstellen werden auf eine Anregung Frankreichs, wo die Kongresse stattfinden, über die ganze civilistrte Welt verbreitet werden. Das Komite zur Bekämpfung des internationalen Mädchenhandels in Teutschland hatte früher nur dann mit der Polizei Fühlung, wenn ein Einschreiten nothwendig lourde. Sämmtliche Angelegenheiten, die innerhalb des preußischen Staates mit dem internationalen Mädchenhandel irgendwie in Verbindung gebracht werden können, müssen sofort der Centralstelle gemeldet werden. Von hier werden behufs weiterer Nachforschungen oder zum Zwecke anderer Maßnahmen die Beamten unmittelbar an Ort und Stelle geschickt. Das Berliner Polizeipräsidium ist, wie auch die übrigen in Frage kommenden Behörden, bei den künftigen Kongressen mit Sitz und Stimme vertreten. Vezüglich der Heranziehung der übrigen deutschen Staaten sind Verhandlungen im Gange. Das Kontingent der Mädchen, die in Argentinien, der Türkei und anderswo in den Handel kamen, wurde zum größten Theil aus Galizien, Ungarn, überhaupt aus Oesterreich bezogen. Teutsche Mädchen haben sich nach dem Ergebniß der Festste!lungen nur in sehr geringer Zahl verhandeln lassen. Starb, während sie betete. Vor einem Stuhle knicend, den Rosenkranz zum Gebete in der Hand, wurde unlängst die 52jährige Frau Margaret Laughlin in Chicago von ihrem Gatten in der Wohnung todt aufgefunden. .Als Laughlin des Morgens seine Wohnung verließ, hatte er seine Gattin gesund und munter zurückgelassen. Er war daher vor Schrecken beinah starr, als er sie bei seiner Rückkehr regungslos vor dem Stuhle knieen sah. Anfänglich glaubte er, daß sie, in Andacht versunken, seine Anwesenheit nicht wahrgenommen habe. Allein er sollte sich bald überzeugen, daß ihr Gebet längst beendet war. Frau Laughlin neigte zu epileptischen Anfällen und es wird daher angenommen, daß sie einem solchen erlag. Gewitter smd in Iowa haufiger als sonstwo auf der Erde. Im Durchschnitt kommt eins auf jeden vierten Tag. Doch auch Sumatra Hai deren noch 86 und Rio de Janeiro 51 im Jahre.
