Indiana Tribüne, Volume 26, Number 307, Indianapolis, Marion County, 19 August 1903 — Page 6
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Europaische Nachrichten.
SacOlen. Dresden. Die bekannte hiesige Firma Unger & Hoffmann, Trockenplattenfabrik, ReiKigerstraße, beging ihr 25jähriges Bestehen. Nunmehr sind 25 Jahre verflossen, daß Paulinus Andorf Inhaber des bekannten Hutmagazins in Firma Hermann Haugk Nachfolger, Pragerstraße 37, ist. Dem Jubilar wurde vom ): pheus", dessen eifriges Mitglied : ist, ein Ständchen gebrackt. Im Laufe des Jubiläums - Tages trafen Glückwünsche, Telegramme und kostbare Vlumenspenden, sowie sonstige Anae binde ein. In Werdam verschied d:r Grovindustriellc Otto Ullrich von hier im Alter von 77 Jahren, der es von ttemsien Anfängen heraus zum Besitzer einer der bedeutendsten Buckstinwebereien aebracht bat. zi ii e. Die zayrlge Wcyuymccyerehefrau Sellach stürzte sich in einem Anfall von Schwermuth mit ihren beiden Kindern von 5 und 3 Jahren in einen Fabrikteich. Sie wurden alle drei schnell herausgezogen; die Frau und das jüngere Kind wurden in'Z Leben zurückgerufen, während das fünfjährige Kind bereits todt war. V außen. Der WirthschaftHilfe Oswald aus Obersteina hatte in der Nacht des 4. Mai die Scheune des Wirthschaftsbesitzers Hartmann in Rammenau angezündet, wodurch diese und auch das Gehöft des WebersKluge eingeäschert und ein Schaden von 5100 Mark angerichtet wurde. Wegen Brandstiftung wurde Oswald vom hiesigen Schwurgericht zu 3 Jahren 6 Monaten ÄucktbauS brurMi. Hunds hü bei. In der Neidhardtsthaler Papierfabrik erschoß sich der Schnitzer Hausstein. Jägersgrün. Aus verschmäh!er Liebe versuchte hier der etwa 20jährige Otto Tröger aus Beerhaide seine frühere Geliebte zu erschießen, nachdem er sie vor längerer Zeit durch mehrere Messerstiche schwer verletzt hatte, und erschoß sich selbst. K l e i n d e h s a. In einem Dickicht hier wurde der seit einiger Zeit verschwundene 31 Jahre alte Maure: Hennig erhängt aufgesunden. . Leipzig. Dr. Neusch, Redakteur der socialdemokratischen Leipziger Volkszeitung", wurde vom Landgericht hie? wegen Majestätsbeleidigung zu vier Monaten Festung verurtheilt. Die Beleidigung wurde in einem Artikel über den Einzug des Königs Georg in Dresden am 25. März gesunden.. Tödtlich verunglückt ist der Buchdruckereibesitzer Baumann. Er wollte im Geschirr nach Hause fahren, an der Ecke der Elisabeth Allee und Eduardstraße in Eutritzsch scheute das Pferd, der Wagen prallte an einen Baum, wodurch Vaumann an eine Mauer geschleudert wu"de. Meer ane. Der hiesige PolizeiWachtmeister Nietzsche! fuhr nach Klingenthal und entleibte sich daselbst. Vor Ausführung seiner That schrieb der Bedauernswerthe noch eine Anzahl Abschiedsbriefe. P l a u e n. Anläßlich des Besuchs des Königs Veorg stiftete die hiesige Stadtverwaltung 100,000 Mark für die Errichtung eines Volksbades. Dem Postsekretär Bräcklein wurde das Ritterkreuz 2. Klasse des Albrechtsordens verliehen. R o ß w e i n. Durch Selbstentzündung entstand im Dachraum des zum Jönitz'schen Dampfsägewerk gehörigen Wohnhauses Feuer, welches das Gebäude vollständig zerstörte. Seifhennersdorf. Beim Baden im großen Teiche hier ertrank der Expedient Schumann aus Neugersdorf. Wer bau. Feuermann Friedrich Markert feierte mit seiner Ehefrau die goldene Hochzeit. Kcslen-Zrrlnstadt. D a r m st a d t. Dem Katasteringenieur Karl' Weinerth wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Ritterkreuz 2. Classe des Verdienstordens Philipps des Großwüthigen verliehen. Der in weiteren Kreisen bekannte und beliebte Wirth zur Schloßbierhalle, Joh. Trautmann, beging mit seiner Frau das Fest der silbernen Hochzeit. Büdesheim. Sein silbernes Arbeits-Jubiläum beging Vitus Johann Eckert von Her bei der Firma Friedr. Vogt, Speditions- und Agenturgeschäft in Bingen. D i e b u r g. Dem Katastergeometer Martin Faul wurde'beim Uebertritt in den Ruhestand das Ritterkreuz 2. Classe des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. E g e l s b a ch. Dem Schullehrer GeorgVötcher wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. Friedberg. Das Fest der goldenen Hochzeit feierte Rendant Z. P. Weigel und seine Ehefrau. Weigel steht im 80. Lebersjahre. G r o ß-U m st a d t. Der hiesige Turnverein feierte unter Betheiligung zahlreicher auswärtiger Vereine sein 25iäbriaes Stiftunasfest. 0 o I z V) t i rn. In der Hosraue der Wittwe Georg Grieb II. brach ein Brand aus, welcher bei der herrschenden Dürre von der Scheuer aus rasch um sich griff. Da wegen der Trockenheit auch Wassermangel eingetreten war, entstand Großfeuer, dem 10. Scheunen und 3 Hofraiten mit Nebenaebäuden zum Opfer fielen.
' L i ch. Sein 50jähriges Dienstjubiläum feierte Lehrer und Organist Jäger. Zahlreiche Freunde und Collegen und Vertreter der Stadt nahmen an der Feier theil. Der Jubilar wurde reich beschenkt. Mainz. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Rheinschiffahrt beging die Feier seines 25jährigen Besiehens. Aus diesem Anlaß veranstaltete der Verein eine Festfahrt auf dem Rhein von hier nach Boppard. S e l i g e n st a d t. Hier brach Feuer aus, das große Ausdehnung gewann. Neun Wohnhäuser, dreizehn Scheunen und mehrere andere Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Der Schaden ist bedeutend; die Entstehung des Brandes unbekannt. Treis - Horloff. Der Ge meinde-Hebamme Benigna Bley wurde die silberne Medaille des Ludwigs-Or-dens verliehen. Bayern. München. Der Rath Karl Weigel, Zahlmeister der Staats - Schuldentilgungshauptkasse, ein pflichtgetreuer Beamter, blickte auf eine 50jährige Thätigkeit im Staatsdienste zurück; er begiebt sich in den wohlverdienten Ruhestand. Für besondere Verdienste um das Samariter- und Rettungswesen wurde der hiesigen Freiwilligen Rettungsgesellschaft und ihrem ersten Vorsitzenden, Obermedizinalrath Professor Dr. von Angerer, vom Deutschen Samariter - Bund die Esmarch Medaille verliehen. Professor Karl Mangold aus Altomünster, Kirchenvorstand an der hiessgen St. Anna - Damenstiftskirche, feierte sein 25jähriges Priesterjubiläum. Der Direktor der München - Da chauer - Aktiengesellschaft für Maschinenpapiersabrikation Aloys Fleischmann feierte sein vierzigstes Dienstjähr in diesem Etablissement. Augsburg. Die goldene Hochfeierten der Steuerrath a. D. Joh. Bapt. Sturm und seine Gattin Karolina, qeö. Schricker. Der Jubilar war von 1874 bis 1893 Kreisobergeometer bei der Regierung von Schwaben und Neuburg, worauf ihm nach erfolgter Pensionirung der Titel und Rang eines Steuerraths verliehen wurde. Eltersdorf. Die 73jährige Gerberswittwe Ditzler aus Litzendorf fiel von einem Vorortszuge im hiesigen Bahnhof herab, da sie vor dem Stillstehen den Zug verlassen wollte. Sie wurde überfahren und war sofort todt. F r e i s i n g. Das hiesige humanistische Gymnasium feierte das 70. Geburtsfest und zugleich das 25jährige Jubiläum des Oberstudienraths Chr. Höger als Rektor der genannten Anstalt. Jffeldorf. Die Eltern des Pfarrers Nenning feierten unter zahlreicher Theilnahme die goldene Hochzeit. Kitschendorf. Der 20jährige Dienstknecht Joseph Schrötz badete in dem Ortsweiher, wobei er an einer tiefen Stelle untersank. Der gleichfalls badende Dienstknecht Joh. Schramm wollte zu Hilfe eilen, sank jedoch ebenfalls in die Tiefe. WUrttemvcrg. Stuttgart. Schreiner Wilh. Schüder, im Geschäft bei Frau Wittwe Kleinle, Kernerstraße 33 hier, feierte sein 25jähriges Geschäftsjubiläum. Aus diesem Anlaß wurde er von seiner Prinzipalin und seinen Collegen beschenkt. Uhrmacher Gutekunst ist von seinem Amt als Stadtuhrmacher zurückgetreten. Er hat dieses mühsame und verantwortungsvolle Amt 37 Jahre lang verwaltet. B a l t r i n g e n. Wohn- und Oekomiegebäude des Konrad Kirsner sind abgebrannt. Die Bewohner konnten knapp das Leben retten. B i b e r a ch. Landwirth Xavier Jehle wurde in schwer verletztem Zustände, bewußtlos auf der Scheunentenne liegend, aufgefunden. Er starb in kurzer Zeit, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Vermuthlich handelt es sich um ein Verbrechen. Als der That verdächtig wurde der Korbmacher Seb. Seger von Zunsweier verhaftet. B u ch a u. Auf dem Dache des Josef Menz'schen Wohnhauses waren Maurer beschäftigt. Infolge BruchZ einer Latte stürzte Maurermeister A. Strehm von hier vom First des Daches durch die ganze Scheunenhöhe auf die Tenne nieder und ist feinen schweren Verletzungen erlegen. D e i ß l i n g e n. Das große Wohn- und Oekonomiegebäude des Bauern Thomas Rottweiler wurde durch Feuer zerstört. Der Schaden ist' bedeutend. E h in gen. Der 16 Jahre alte Sohn des Cementarbeiters Moll spielte mit einem Revolver. Dieser entlud sich, und ein neunjähriger Bruder sank, in den Kop getroffen, todt nieder. Frohnstetten. Der in den 30er Jahren stehende, verheirathete Ebinger Bote Pfaff wurde auf freiem Felde vom Blitze erschlagen, als er eben Schutz unter einem Busch suchen wollte. Waden. Karlsruhe. Bürgermeister Krämer beging feinen 70. Geburtstag. Der Jubilar erfreut sich hier allgemeiner Beliebtheit. A l t d o r f. Hier schlug der Blitz in die Scheune de Joseph Anton Bauer und zündete. Da ein großer Heuvorratt) vorhanden, griffen die Flammen rasch um sich und in kurzer Zeit waren zwei Wohnhäuser und zwei (Zfoeumn einaeä'sckert.
23 r ii h I. Von einem Backsteinfuhr, werk der Merkel'schen Ziegelei wurde das drei Jahre alte Kind des Fabrikarbeiters Tremmel überfahren. Ein Hinterrad ging dem unglücklichenKind über den Kopf, wodurch dasselbe deran verletzt wurde. Daß oer 2od augenblicklich eintrat. T u r l a ch. Der 28 Jahre alte verheirathete Maurer Wehrle von hier verübte Selbstmord, indem er sich im Verghäusener Wald erhängte. Wehrle, der in gutenVerhältnissen lebte, scheint die That in einem Zustande geistiger Störung begangen zu haben. Emmendingen. Der 28'ährige Dienstknecht Gottlieb Bührer wurde durch den Hufschlag eines Pferdes schwer verletzt und verstarb im Hospital. F r e i b u r g. Major von Knobelsdorfs, Gatte der berühmten Schriftstellerrn Nataly von Eschstruth, derstarb in einer hiesigen Klinik. Grunholz. Das Wohnhaus des Zieglcrs und LandwirtheZTheJdor Maier brannte bis auf den Grund nieder. Die meisten Fahrnisse und das Vieh konnten gerettet werden. Die Entstehungsursache ist nicht aufgeklärt. Kehl. Frifeurgehilfe Theuring von Neudorf, der die Wittwe Lina Möhrle wegen Zurückweisung seiner Liebesanträge mit Messerstichen schwer verletzte und bei der Verhaftung einen Selbstmordversuch mittels Revolver machte, hat sich der irdischen Gerechtigkeit entzogen, indem er sich in der Klinik, wo er internirt war, auf dem Abort erhängte. Mannheim. In dem Vorort Neckarau überfiel der Gastwirth Bühler im Keller seines Hauses die Frau des Hausherrn, die Schmiedes Schwinghammer, und brachte ihr drei lebensaefäbrlicke Dolckistickie bei. 3wi-
sehen beiden Familien herrschten seit' längerer Zeit Zwistigkeiten. Der Thäler wurde verhaftet. -oDie k l e i n st e I n 1 e l des Deutschen Reiches, die Hallig Habel, ist dem Untergang geweiht. Vor einigen Jahren umfaßte dasEiland noch 40 Hektar (100 Acres), jetzt ist es bis auf 25 Hektar vom Meere verschlunaen. Capitän Nommensen, der kürzlich für $60 die halbe Insel erwarb die andere Hälfte gehört ihm seit Iahren und dessen Familie die einzigen Bewohner stellt, hat berechnet, daß in 10 bis 15 Jahren Habel vollständig ein Opfer der nie rastenden Nordsee geworden sein wird. Die Bedeutung der Halligen liegt nicht im Werthe des Grund und Bodens, sondern in dem Schutze, den sie dem Festlande gewähren. Es ist der Wall, der bei Sturmfluthen den Anprall des Meeres gegen die schleswigsche Küste abschwächt. DiedeutschenAdmiralitätsinseln im Bismarck - Archipel sind abermals der Schauplatz einer Blutthat der Eingeborenen gewesen. Einer Privatnachricht aus Matupi zufolge wurde der Engländer Howard nebst seiner ganzen Schiffsmannschaft auf seinem Fahrzeuge beim TauschHandel von Eingeborenen der Admiralitätsinseln ermordet. Die Eingebocenen erbeuteten Gewehre und Patronen und ließen das Schiff dann auf Grund laufen. Die Eingeborenen des Bismarck - Archipels, die angeblich noch Menschenfresserei treiben, haben schon mehrfach weiße Händler oder Reisende meuchlerisch ermordet. Voraussichtlich wird nun eine neue Strafexpedition erfolgen müssen. Einen lustigen Anblick genossen kürzlich die Passanten einer Straße in Maplewood, N. I., nämlich ein Automobil von einem Pferde gezogen. Das Fahrzeug war plötzlich manövrirunfähig geworden, und alle Bemühungen, den Schaden zu kuriren, blieben erfolglos. Der Besitzer desselben verlor keine unnütze Zeit, sondern holte zum allgemeinen Gaudium des Publikums unter dem Sitz ein regelrechtes Pferdegeschirr hervor und rief dann 5aut: Charlie, bring das Pferd herüber!" Charlie ging eine kurze Strecke zurück, wo ein Pferd im Schatten eines Baumes angebunden war, und brachte es herüber. Herr Adam E. Dawson, von Morristown, erklärte den Umstehenden, während der Gaul vor den rothen Dämon" gespannt wurde, daß er vorsichtshalber immer ein Pferd folgen ließe, so daß er in wenigen Minuten durchs Land weitertraben könnte, wenn die Maschinerie seines Wagens in Unordnung gerathen sollte. In Paris a u s g e p l u ndert wurde dieser Tage ein Professor der Universität Ozford. Bei dem Besuch eines Bureaus machte er die Be.nntschaft eines anderen Engländers. Dieser erbot sich, den Professor auf einer Reise nach der Schweiz zu begleiten, und.dieser nahm wunderlicherweise das Anerbieten sofort mit Dank an. Eines Morgens löste der Professor nun in einer englischen Bank in der Avenue de l'Opera in Gegenwart seines neuen Bekannten cinenCheck von 1250Francs ein. Die beiden Herren besuchen darauf ein Caf6 auf der Place de la Republique, wo sich ihnen noch zwei andere Engländer zugesellten. Plötzlich wurde der Professor, nachdem er etwas von der bestellten Erfrischung zu sich genommen hatte, ohnnmchtig. Als er wieder zu sich kam, waren seine Begleiter und mit ihnen seine Banknoten verschwunden. Man nimmt an, daß die Diebe dem Professor ein Betäubungsmittel in das Getränk geschüttet hat-ten.
ie Ausgrabungen bei Abusir.
Die Beherrscher des alten Aegyptens aben es zu allen Zeiten wohl verstanden, sich würdige Plätze für ihre Gräber auszuwählen. Ein jeder, der die Gräber der Könige des neuen Reichs" (um 1400 v. Chr.) in Theben besucht hat, wird mit dem unauslöschlichen Eidr.nck zurückgekommen sein, daß es nur wenige Stellen in Aegypten, und vielleicht ?vf der Welt, gibt, die so wie diese geeignet sind, die irdischen Reste von Königen zu bergen. Wer aus dem Leben und dem Lärm der damaligen Hauptstadt, aus dem hundertthorigen Theben", das auf der Ostseite lag, zu dcn Kö'nigsgräbern wollte, hatte über den Nil zu setzen, dann auf der Weststite die Todtenstadt zu durchschreiten, Igsr-ih. es5w'. . ,,--i. .A ;i5j' -AÄK -te PfrlFi S ; &...;? v. NNKK Jr'Tvv - Das Zeltlager bei den Pyramide n von Abusir. bis er ein einsames Wüstenthal betrat, das sich in mehreren Windungen über eine halbe Stunde weit in das Gebirge hineinzieht. Dieses Thal mit seinen steilen Felswänden und in seiner trostlosen und doch gewaltigen Oede predigt eindringlich die Majestät des Todes. Kein Werk von MenschenHand könnte würdiger auf die Gräb:r vorbereiten, die im letzten Ende des Thals dicht nebeneinander in langen Gängen tief in den Felsen hineingetriö ben sind. In ganz anderer Art und doch nicht minder eindrucksvoll wirken durch ihre Lage die Gräber der Könige, die tausend Jahre vorher, zur Zeit des alten Reichs" (um 2500) Aegypten beherrschten, und im uraltenMemphis Hof hielten. Sie haben sich den Rand des Hochlandes, das das langgestreckte Aegypten einfaßt, für ihre Grabbauten auserwählt. Hier, auf dem westlichen Ufer, haben sie sich ihre Pyramiden errichtet. Auf der etwa 60 Meilen lan Sarg eines Semiten NamensAbham. gen Strecke, über die sie zerstreut sind, hat MM mehr als siebzig dieser stolzen Königsgräber gezählt. Vergegenwärtigen wir uns Lage, Aussehen und Geschichte eines solchen Königsgrabes an dem, was die Ausgrabungen derDeutschcn Orientgesellschaft im letzten Winter zum größten Theil freigelegt haben. Es liegt nicht weit von Kairo bei dem heutigen Dorfe Abusir. Da ist zuerst das eigentliche Grab des Königs. Es ist ein berghoher Bau don der größten nur denkbaren Einfachheit: ein schmucklose Pyramide aus blendend weißem, glattem Kalkstein, nur der untere Rand und vielleicht auch die Spitze aus rosenrothem Granit. Und dieser Koloß, dessen Form Wucht und. Feinheit aufs glücklichste vereinigt, birgt in seinem Innern nur einen schmalen, von Norden her schräg abwärtsführenden Gang, tben breit genug, um einen Sarg hinunter gleiten zu lassen. Der Gang mündet in die kleine Grabkammer, in der in einem mächtigen sieinerenen Sarge der Leib des Königs ruht. Die äußere Mündung des Ganges ist nach SÄWÄs vJ,-L. rsv Kopf des Granit-Löwen (jetzt im Museum zu Kairo.) der Beisetzung durch Verkleidung mit Steinplatten unsichtbar gemacht. Aber in Einem ist doch auch der todte König nicht ganz unabhängig von der Welt. Zu seinem Leben nach dem Tode bedarf er, darin dem ärmsten seiner Unterthanen gleich, der Nahrung, du in Gestalt von wirklichen Speisen und Getränken dargebracht und ihm auf magische Weise, durch Recitiren von Wunschformeln übermittelt wird, Dielen Zwecken, dient eine große Tempel-
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anläge, die sich unmtttelvar an d:e feite der Pyramide anschließt. Hier steht dicht an der Pyramide der große, granitene Grabstein des Königs und vor ihm die Opfertafel, auf der die Speisen niedergelegt werden. Ein vrächtiaer. von Säulengängen umgebener Hos und die Schatz- und Speicherräume schließen sich an. Ein langer, aus Quadern gemauerter Aufweg vermittelt den Verkehr mit der imThale liegenden Stadt. Auch für den Aufweg und den Tempel ist das Hauptmaterial der schöne, weiße Kalkstein. Zum Pflaster und für den Sockel der Mauern ist vielfach schwarzer Basalt genommen, und di? Säulen des Hofes sind aus rotbem Granit. Die Architekturformen sind schon ganz dieselben, die wir aus späteren Bauten kennen, und deren einfache großen Linien man eigentlich recht nur in der äghdtischen Landschaft würdign und schätzen lernt. Statuen des Sko mgs vollenden den Schmuck des Tempels und im Hintergrund des SäulenHofes steht ein mächtiger Löwe wie ein starker Wächter des Heiligthums. Ein ägyptischer König des alten Reichs ruht nicht ganz einsam auf seiner Höhe. Wie in der Stadt der Lebenden die Paläste seiner hohen Be-
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s m M m Z4 Mß.MMM mmmjji jIfcyjf Granit - Familiengruppe. amten rings um den Königspalast liegen, so ragt auch sein Grab aus einer kleinen Stadt von flachen, recht cckigen Bauten, die zu förmlichen Straßen geordnet sind, empor. Es sind die Gräber seiner Getreuen. Auch diese Bau--ten enthalten tief unten in der Erde ei ue schmucklose Grabkammer und zu ebener Erde einen Opfer- und Gebeträum, dessen Wände mit Darstellungen aus dem Leben geschmückt sind. Die Statuen der Verstorbenen fehlen auch hier nicht, und wenn es auch nicht immer glänzende Kunstwerke waren, die man hier mit begrub, so spricht doch fast immer die Wahrhaftigkeit, mit der die Künstler gearbeitet haben, auch noch zu uns. Tle größte Kanone der Welt ist die auf der großen Sandbank am Eingang der Bai von New ?)ork, Sandy - Hook, welche dort den eigentlichen Zugang zu den Vereinigten Staaten vertheidigt. Sie wurde voriges Jahr mit großem Bemühen und auch nach manchem Fehlschlag perEisenbahn und per Schiff auf diese natürliche Vertheidigungsbarre von New ?)ork geschafft und liegt jetzt dort wie ein wachsames, das Vaterland vertheidigendes UngeHeuer. Im Staatsarsenal von Water? V flU Witm faasE22SP' r' ttTvJWTr'" ' ' t-5"--fr-5Z o-rrsr - DregrößteKanonederWeli im Lastkrahne. vliet wurde die Riesenkanone gegossen, und für den Eisenbahntransport mußte eine besondere Lowry gebaut werden, da die Eisenbahnverwaltung jede Beförderung auf gewöhnlichen Wagen verweigerte. Besonders schwierig gestaltete sich die Umladung von d:r Lowry aufsSchiff und später die Landung des Monstrums. Unsere Abbildung giebt von der Größe des Geschützes einen Begriff. Ein Weinkenner. A es. vkf iir r yyt ? Nun, waS halten Sie von diesem Moselwein?" .üm!. . . Mebr Mosel, w Wem!"
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