Indiana Tribüne, Volume 26, Number 304, Indianapolis, Marion County, 15 August 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten.
Frovinz Wrndcnburg. Berlin. Die drei Kaufmannslehrlinge Walter Kotelmann aus der Schwedterstraße 230. Münde und Sittner waren auf der Oberspree mit einem Boot an einen Dampfer angefahren und umgeschlagen. Die letzten beiden wurden gerettet, Kotelmann ertrank. Seine Leiche wurde von der Dampferschraube völlig zerfleischt. Gericktssekretär August Edert beging sein Löjähriges Jubiläum als erster Vorsitzender des Vereins ehemaliger 60er zu Berlin. Eine ofifzielle Feier fand in den Concordia - Festsälen, Andreasstraße 64. statt. In dem Geschäftshause der Gebrüder Simon in der Klosterstraße wurde der Handlungsgehilfe Johannes Lankow beim Verlassen des Fahrstuhls im vierten Stock zwischen Fahrstuhl und dem Fußboden gequetscht und auf der Stelle getödtet. Steuermann Franz Blauschke fiel in der Nähe der Aachenbachbrücke von seinem Kahn in die Spree und ertrank. Postschaffner Franz Claus. Brunnenstraße 106. beging sein 30jähriges Dienstjubiläum. Der noch rüstige 58jährige Jubilar ist fast ausschließlich auf der hiesigen Hauptpost beschäftigt gewesen und hat sich durch seine Pflichttreue die Achtung seiner Vorgesetzten und Collegen erworben. Durch den Hufschlag eines Pferdes wurde der 58jährige Etallmann Gottlieb Lieske aus. der Wriezenerstraße 4 tödtlich verletzt. Aus Furcht vor der Abgangsprüfung hat sich der 20 Jahre alte Oberprimaner Ernst Schrör. der Sohn eines Turnwarts aus der Jmmanuelkirchstraße, erschossen. B a s d o r f. Vor etwa 20 Iahren verschwand auf unerklärliche Weise der Gastwirth Freyhof. Alle Nachforschungen nach ihm waren vergeblich und es knüpften sich an sein Verschwurden allerlei Gerüchte. Jetzt ist bei Straßenbauarbeiten auf dem Gelände in der Nähe der damaligen Gastwirthschaft eine männliche Leiche aufgefunden worden, die in der Erde eingescharrt und von Brettern sorgfältig umgeben war. Man will mit einiger Sicherheit behaupten können, daß sie die des verschwundenen Gastwirthes ist. Freienwalde a. O. Im hiesigen Gerichtsgefängniß hat sich der Ziegeleiarbeiter Rudolf Hemmerling aus Neuenhagen erhängt. Dieser Selbstmord steht in ursächlichem Zusammenhange mit dem Streik der Ziegelarbciter im Frühling dieses Jahres. Frankfurt a. O. Die goldene Hochzeit feierte der Steuereinnehmer a. D. Julius Weber mit seiner Gattin Marie, geb. K'öpnick. hier. Der Bräutigam steht im 76.. die Braut im 73. Lebensjahre. Landsberg a. d. W. Maurer Marzusch wurde von der elektrischen Straßenbahn überfahren und so schwer verletzt, daß ihm das rechte Bein abgenommen werden mußte; bei der Amputation ist er gestorben. Bei einer Kahnfahrt stürzte der 7jährige Knabe Galling in die Warthe und ertrank. S ch i l d o w. Ein trauriges Richtefest fand hier statt. Durch das Herabfallen eines Balkens wurden zwei Arbeiter schwer, sechs andere leicht verletzt. In Schildow wird em Wirthshaus mit Tanzsaal aufgeführt, der bis zum Richten fertig ist. Durch den herabfallenden Balken trug der 48jährige Arbeiter Ferdinand Puhle aus Mühlenbeck einen Schädelbruch, der 32jährige Zimmermann Rumpf aus Zehlendorf Knochenbrüche davon; beide wurden einem Berliner KrankenHaus zugeführt. Die leichter Verletzten erhielten Nothverbände und verblieben in ihren Wohnungen. S p a n d a u. Um einen Spazierstock ist der Pensionär Schobel zu Tode gekommen. Der alte Herr stand auf dem Vorderperron eines StraßenbahnWagens, als ihm sein Spazierstock entfiel. Um diesen wieder zu erlangen, sprang er von dem m voller Fahrt befindlichen Wagen ab und stürzte zur Erde, wobei er so schwere Verletzungen davontrug, daß er bald darauf starb. Provinz Hstpreuyerr. Königsberg. Generallandschaftsrath Negenborn ist im 72. Lebensjahre auf seinem früheren Gute Schäferei (Neuhäuser) gestorben. Negenborn war hier geboren und hat das Gut Schäferei über 26 Jahre bewirthschaftet. Braunsberg. Der hiesige Landwirthschaftliche Verein feierte das Fest seines 25jährigen Bestehens durch ein Festmahl. Von den Gründern gehören dem Verein jetzt noch acht Herren an. ! G o l d a p. Der hiesige Handwerkerverein beging das Fest seines 25jährigen Bestehens durch einen Commers, der durch Liedervorträge des Männergesangvereins verschönt wurde, und durch einen Festakt, bei dem die neue Fahne geweiht wurde. Hanshagen. Besitzer Quednau wollte Häcksel schneiden; zu diesem Zweck spannte er zwei Pferde vor das Roßwerk.' Als er mit dem Ansträngen des zweiten Pferdes beschäftigt war, schlug dieses plötzlich aus und traf Quadnau so unglücklich an den Unterleib, daß er seinen Verletzungen erlegen ist. Quednau hinterläßt eine Wittwe mit vier Kindern. H u n t e n b e r g. Verunglückt ist die lOiäbriae Tochter des Jnstmanns
jciiicn uuuuiuj, min ic lii einen i2)ra beu stürzte und das Genick brach. Die Eltern fanden das Kind bereits todt vor. Mühlhaufen. Der Frau Kaufmann Schemionek fiel eine brennende Petroleumlampe aus der Hand, woraus die Lampe explovlrle. rau Schemionek stand alsbald in Flammen und erlitt so schwere Brandwunden, daß sie bald darauf starb. O r t e l s b u r g. Dem aus dem Amte scheidenden Bürgermeister Seehusen ist der Rothe Adlerorden vierter Klasse verliehen worden. R o t h f l i e ß. Der irrsinnige Arbeiter Flakowski aus Wengoien. der in eine Anstalt nach Kortau gebracht werden sollte, warf sich hier vor einen Eisenbahnzug und wurde getödtet. S ch ö n w i e s e. Hier sind zwei Jnsthäuser, zwei Scheunen und zwei Ställe durch Feuer zerstört worden. Das achtjährige Kind des Käthners Ogozewalla erlitt so schwere Brandwunden, daß es auf dem Transport nach dem Krankenhause in Neidenburg starb. Provinz Wkestprcßen. D a n z i g. Eine schwere Blutthat verübten die jugendlichen Maurer Hugo Schasranski und Paul Genrich, indem sie dem Arbeiter Otto Gottschalk, mit welchem sie in Streit geriethen. sieben gefährliche Messerstiche versetzten, von denen einer in die linke Brustseite drang und den Gottschalk schwer verletzte. Dieser wurde, nachdem ihm im nahen Garnisonlazareth ein Nothverband angelegt war, nach dem Stadtlazareth gebracht, wo die Aerzte keine Hoffnung auf Erhaltung des Lebens geben konnten. Bildschön. Zwischen Wrotzlawken und Kulmsee wurde der Arbeiter Emil Trenkel aus Bildschön vom Zuge überfahren und getödtet. Ob Unfall oder Selbstmord vorliegt, steht noch nicht fest. Kroj anke. Ein schwerer Unglücksfall hat sich in Strusendorf ereignet. Zwei Fleischer aus Schneidemühl begaben sich auf das Gehöft des Gutsbesitzers Giese, um Vieh zu kaufen, während ihr Fuhrwerk auf der Straße blieb. Durch irgend einen Umstand wurden die Pferde scheu und wandten plötzlich mit dem Wagen in entaeaenaesekter Richtuna. um. 5km salopp eilten fie die AnYöYe vor vem Giese'schen Hause an die Höhe, so daß die auf der Höhe stehende 80jährige Mutter des Giese den galoppirenden Pferden nicht aus dem Wege zu gehen vermochte. Die Deichsel ging der Bedauernswerthen gegen den Leib und brachte ihr schwere Verletzungen bei, denen sie erlag. P o l ch a u. Den Altsitzer Dsttlaff'schen Eheleuten ist zur Feier ihrer goldenen Hochzeit ein kaiserliches Geschenk von 30 Mark bewilligt worden.
V yj. V I r?A u f , Preußisch - Friedland. Beim Baden im Stadtsee ertrank der Postassistent Otto WSerzeck. S ch i d l i tz. Fuhrhalter Nuch gerieth, als er auf dem Radaunedamm sein eigenes Gespann lenkte, zwischen dieses und ein anderes Gefährt und wurde todtgequetscht. Stark Hütte. Den Burand'schen Eheleuten ist aus Anlaß ihrer goldenen Hochzeit ein kaiserliches Geschenk von 30 Mark ausgehändigt worden. Z o p p o t. Rektor Fahnke feiertr sein 255ihriges Dienstjubiläum an der hiesigen Gemeindeschule. Ihm zu Ehren fand eine Schulfeier in der Aula und später ein Festcommers statt, zu welchem die städtischen Behörden sowie zahlreiche Vereine erschienen waren. 'Arsvinz "gfomrncro. Stettin. Der Knabe Otto Golz. Sohn des Arbeiters Golz. fiel beim Stadtbauhof in die Parnitz und ertrank. Militärinvalide Franz Tews wurde als Leiche in seiner Woknung Sternbergstraße 5 aufgefunden. Er hatte sich erschossen. Tews war 35 Jahre alt und unverheirathet. A l t d a m m. Ein geborener Alt dammer. der kürzlich in Berlin verstorbene Oberstleutnant a. D. Holder Egger, hat unsere Stadt, bezw. die hiesige Armen- und Krankenverwaltung, zur Haupterbin seiner eträchtlichen Hinterlassenschaft testamentarisch eingesetzt. B a l e n t h i n. Der drei Jahre ant Sohn des ÄaneryosSlefttzers ulius Dollase stieg in Abwesenheit der Eltern auf den Hausboden, stürzte herab und erlitt einen Schädelbruch, an dessen Folgen der Kleine bald darauf starb. Brendemühl. Im Bache badete der 13jährige Sohn Reinhard des Kutschers Johann Böttcher mit zwei gleich alten Knaben zusammen, die nicht schwimmen konnten, als er plötzlich, obwohl des Schwimmens kundig, versank und ertrank. Er hatte Krämpfe im Wasser bekommen. G a h l k o w. Der Kuhflltterer Wodrich wurde von einem Bullen, der, als sehr störrisch bekannt, auf der Weide im Tüder ging, derart gestoßen, daß er an den Verletzungen starb. Wodrich diente bereits 30 Jahre auf dem Gute. G olln o w. In seiner Wohnung erschoß sich der Bierfahrer Buth. Eheliche Zwistigkeiten sollen die Veranlassung zu dem Selbstmorde gewesen sein. Köslin. In der Kösliner Straße stürzte ein vom Felde zurückEhrender Heuwagen um, auf dem sich der 48jährige Ackerbürger Heinrich Otto sowie dessen Sohn und Knecht
befanden. Während die beiden lekte-
ren mit dem Schreck davonkamen, wurde Otto gegen einen Prellstein geschleudert, daß er erhebliche Verletzungen erlitt, deren Folgen er erlag. Der so jäh aus dem Leben Geschiedene hinterläßt eine Wittwe und vier unversorgte Kinder. R u m m e l s b u r g. Der etwa zweijährige Sohn des Pächters Hermann Kuchenbecker aus dem Abbau hielt sich mit seinem Bruder und einem Nachbarkinde in der Nähe des Backofens auf, in dem Brot gebacken wurde. Hierbei kam der Knabe den aus dem Backofen bereits herausgenommenen glühenden Kohlen zu nahe, seine Kleider geriethen in Brand, und er wurde so schwer verletzt, daß er starb. Der zehn Jahre alte Sohn des Taglöhners Raschle aus Wustrow erhielt aus Unvorsichtigkeit von der Wränge der Häckselmaschine einen so unglücklichen Hieb an den Kopf, daß er bald darauf starb. Stargard. Bierkutscher Ziegenhagen wurde auf der Chaussee von seinem eigenen Wagen überfahren und so schwer verletzt, daß er bald nach seiner Beförderuna in die Stadt starb. Eine Mammuth-Erpedition. Die Mitte April 1901 von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg ausgesandte Expedition zur Bergung eines Mammuthkadavers an die Beresowka, ein kleines rechtes Nebenflüßchen der Kolyma in Nordostsibirien, war noch vor Ablauf eines Jahres mit den so werthvollen Ueberresten dieses vorsündsluthlichen Pachydermen glücklich in St. Petersbürg wieder angelangt. Im Zoologischen Museum der Kaiserlichen Akademie ist jetzt das Mammuth zur Aufstellung gelangt; wie Abbildung 1 zeiat, ließen die kolossalen Hautüberreaus ae stov fte Mammuth in der Lage, in der es in der Erde gefunden wurde. sie. die über 25 Pud (1 Pud gleich 33 Pfund) wogen, eine Rekonstruktion des ganzen Kadavers zu. Es fehlten an diesem riesigen Dickhäuter nur ein Theil der Rückenkopfhaut und derRüssel, die größtentheils von wilden Thieren abgefressen worden waren. Erstere Theile waren leicht zu rekonstruiren. während der Rüssel nicht vollständig ergänzt wurde, weil man über die Endbildung desselben bis jetzt noch im Unklaren ist. Da an den verschiedensten Körpertheilen auch reichliche Behaarung gefunden wurde, konnte ein anschauliches Bild von dem dichten Pelz des Mammuths gegeben werden. Man beDasMammuthskelett. greift, daß das Thier mit solch eine? Bekleidung recht wohl die größte Kälte zu ertragen vermochte. Das Mammuth, das nach geologischer Schätzung über 20,000 Jahre in der Erde eingefroren gelegen hat. wurde in der Lage ausgestopft, in der es gefunden wurdz, und selbst der Untergrund wurde g nau so hergestellt, daß man sieht, wie die mühselige Ausgrabung vor sich gegangen ist. Reichliche Erdmassen, von Ort und Stelle mitgebracht, konnten zur theilweisen Bedeckung des Untergrundes verwendet werden. Das Skelett wurde stehend aufgestellt. Es fehlten daran nur einige MÄM kmw- - rnn m R UnterkieferdesMammuths m i t Z u n g e. Rippen, der Atlas und der rechteStoßzahn. Der Schwanz ist bedeutend kürzer als bei dem Elefanten; er zahlt nur zweiundzwanzig Wirbel, während der des Elefanten dreißig und darüber ent hält. Die Behaarung des Schwanzes, die ziemlich vollständig erhalten im Eise eingefroren lag. ist über 20 Zoll lang, buschig und von schwarzer Farbe. Die Seitenanckt des Mammuths läßt darauf schließen, daß das Thier durch einen Sturz in die Tiefe einen plötzlichen Tod fand; auch verschiedene Knochenbrüche weisen auf den Absturz hin. Jedenfalls hat der Koloß noch eine letzte Anstrengung gemacht, um sich aufzurichten.
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Vom Jnlande. Wie man aus Tacoma,
Wash., meldet, treffen Russen, welche über billige Arbeitskräfte verfugen und in keiner Weise beschränkt sind, Vorbereitungen, die Lachsfischerei in groß artigem Maßstabe an der Küste von Alaska, in denen Lachs in Blechbüchsen eingelegt wird, eine scharfe Concurrenz verursachen wird. Die betrefsenden russischen Etablissements werden an der Pankura- und der Barankrow - Bucht an der sibirischen Küste errichtet werden, wo die Fische zahlreicher und fetter sind, als an der Küste von Alaska. Die russische Gesellschaft kann Lachs zu einem Preise einlegen, mit welchem die Amerikaner nicht concurriren können. Arbeit kostet 30 Cents den Tag. Ueber den schaurigen Selbstmord einer Frau wird aus Grand Forks. N. D., berichtet: Frau Ragna Cleve, die Gattin eines vier Meilen von dort wohnenden Farmers, brockte sich um, indem sie sich ein großes Fleischermesser in den Unterleib stieß. Nachdem sie dies gethan hatte, ging sie nach einer ungefähr eine halbe Meile vom Hause entfernten Schlucht, zog sich nackt aus und watete in den Bach auf dem Boden der Rinne. Spät Abends wurde sie dort todt von ihren Verwandten aufgefunden. Die Ver-. storbene hatte schon mehrere Male Anzeichen von Geistesstörung gezeigt. Sie war an jenem unheilvollen Tage in der Obhut ihres Vaters gelassen und benutzte dessen temporäre Abwesenheit, um ihre That auszuführen. Ihre Mutter starb in einer Irrenanstalt. Der Capitän Jantzen von dem Lloyd - Dampfer Köln" rettete auf der Reise von Bremen nach Baltimore die Besatzung der schiffbrüchigen englischen Barke Margareth Mitchell" aus Glasgow unter schwierigen Umständen in amerikanischen Gewässern. In Anerkennung dieser Hülfeleistung ist ihm jetzt von der englischen Regierung ein werthvoller silberner Tafelaufsatz verehrt worden. Außerdem erhielten der zweite Offizier Witteköpf, der das Rettungsboot führte, eine goldene Medaille und ein Doppelfernglas, der dritteOffizier Brünings, der sich ebenfalls an dem Rettungswerk betheiligte, eine silberne Medaille, und die zur Besatzung des Rettungsbootes gehörenden sechs Leute der Mannschaft des Dampfers je eine silberne Medaille, sowie jeder ein Geldgeschenk von 15 Dollars. Ein Gewitter hatre kürzlich in New Jork einen Unfall im Gefolge, der das ganze System der Union Railway Co. zum Stillstande brachte, und da er sich gerade während der Rush" - Stunden ereignete, wurden Tausende von Bewohnern des Vronx dadurch höchst unangenehm aufgehalten. Ein Blitzstrahl hatte nämlich den Haupt-Leitungsdraht getroffen und dadurch im Maschinenhause Schaden angerichtet, den es eine ganze Stunde nahm zu repariren. Von 5 bis 6 Uhr standen in Folge dessen alle Straßen-bahn-und Hochbahnwagen still, und namentlich hatten die Passagiere in den offenen Wagen viel zu leiden. Aber auch in den Hochbahnwagen waren die Passagiere nicht viel besser ab, denn alle Fenster mußten des Regens wegen geschlossen werden, die Wagen waren außerdem gepackt voll und in Folge dessen herrschte eine solch fürchterliche Schwüle, daß mehrere Frauen in Ohnmacht fielen. Ein riesiger, 144 Fuß l a nger, 78 Fuß breiter und 45 Fuß hoher Senkkasten, welcher die Grundlage des Manhattan Piers an der neuen Brücke gerade oberhalb der Brooklyner Brücke bilden soll, wurde kürzlich durch fünf Schlepper den East River hinuntergeschleppt. Es waren jedoch nicht genügend Schlepper vorhanden, um den Riesencaisson zu controlliren, und als man ihn am Fuße von Pike Str. zwischen zwei Piers verankern wollte, brach er los und trieb mit großer Geschwindigkeit den Fluß hinab. Sofort machten sich die Schlepper an die Verfolgung und er gelang ihnen nach längerer Jagd, den Caisson gegenüber der Futon - Fähre nach dem Brooklyner Ufer einzufangen, worauf sie ihn zurückschleppten und vertäuten. Dieselben Schwierigkeiten ereigneten sich, als der Senkkasten für den Brooklyner Pier, der inzwischen versenkt worden ist, nach dem Ankerplatze gegenüber von Pist Str. geschleppt wurde. DemBorough-Präsident Swanstrom in Vrooklyn. wurde kürzlich ein an den Bürgermeister von Brooklyn" adressirter Brief aus Rüppur bei Karlsruhe in Baden zugestellt, den eine Frau Louise Reinhard in ihrer Herzensangst geschrieben hatte. Sie bittet, man möchte ihren Mann, Wilhelm Reinhard, ausfindig machen, der sie vor 11 Jahren mit ihrem Kind im Stich ließ, nach Amerika auswanderte und angeblich nach Brooklyn ging oder auch irgendwohin gen Westen. Ihr Gatte habe ihr niemals Geld gechickt. Zwar habe er ihr öfters gechrieben, sie solle nach Amerika kommen, da er aber kein Geld mitgeschickt, habe sie seinen Wünschen nicht nachkommen können. Frau Reinhard theilte dem Herrn Bürgermeister" mit, ihr wäre weniger daran gelegen, ihren Wilhelm wiederzubekommen, da, wie sie befürchtet, er inzwischen eine Andere geheirathet hat, sie möchte aber Geld von ihm haben. Herr Swanström hat das Schreiben der Polizei übergeben, damit diese versucht, den Katten ausfindig ZU macken.
Wohldaser st eKind, welches in diesem Lande nach dem neuen Papste genannt werden wird, ist das Söhnchen von Herrn und Frau Arthur S. Picklng in Bloomsield, N. I. Herr Picking ist geborener Engländer, und aehört der protestantischen Episkopalkirche an, doch da 'sein erster Sprößling am Tage der Erwählunz des neuen Papstes das Licht der Welt erblickte, entschloß er sich, denselben Arthur Sarto Picking zu nennen. Das neue Springfieldgewchr für unsere Armee, das seinen Namen von der Gewehrfabrik zu Springfield in Massachusetts hat, wird als die beste Waffe der Welt gepriesen. Die bisher in unserem Heer gebrauchten Krag-Jörgensen - Gewehre sollen die reinen Spielzeuge aegcn die neuen Springfield Army Rifles" fein. Das Gewicht der neuen Waffe ist geringer, die Durchschlagskraft und Tragkraft sind größer, so daß noch auf die Entfernung von fünf Meilen die Wirkung des Geschosses tödtlich sein soll. Wegen des Ortsnamens Most wurden zwei Böhmen auf Ellis Island als vermeintliche Anarchisten festgehalten. Vanitschek Havelka, ein Landmann, nnd Karl Szladek, ein Journalist aus Böhmen, kamen auf dem Dampfer Umbria" in New York an. Sie führen zusammen ungefähr 400 bei sich; da sie aber das Unglück haben, aus dem Orte Most in Böhmen. der nach einem böhmischen Wort so heißt, zu stammen, wurden sie als Verbündete von Johannes Most angesehen und als vermuthliche Anarchisten vorerst festgehalten. Ein Indianer hat es einem Mädchen in Hcnderson. Ky., angethan, und dies hatte zur Folge, daß das Mädchen, Rebecca Hawkins mit Namen, ihre beiden Brüder George und Edward verhaften ließ. Während der vor etlichen Wochen abgehaltenen Fair" befand sich im Deutschen Dorfe" ein Indianer", Paul Mayes. In den verlebte sich das Mädchen, und er that desgleichen. Die Brüder Hawkins waren über die Sache jedoch nicht erbaut, und das Mädchen erwirkte zu ihrer Sicherheit die Haftbefehle. Sie erklärte, sie werde mit dem Indianer" durch Dick und Dünn gehen. Eine Indianerin mit dem schönen Namen Lucy Muck-apecwak-kenzah, die in Hastings in Minnesota wohnt, bezieht vierteljährlich $36 Pension, weil ihr verstorbener indianischer Gatte der Union während des Bürgerkrieges als Kundschafter Dienste geleistet hat. Sie beschwor, daß sie nach dem Tode ihres Gatten nicht wieder geheirathet hat und daß ihr Gatte ihr den langen Namen gab. Es befindet sich auf der Pensionsliste eine ganze Anzahl Indianer und Wittwen von Indianern. Eine rothhäutige Pensionärin von der Pine Ridge Agentur in Süd-Dakota führt den Namen White Horse Woman". Vor e i n i g e n T a g e n be g a b sich Sheriff Duncan von Oconto, Wis., nach Tigertoa und verhaftete Prof. E. Williams, Eigenthümer einer Uncle Tom Cabin" - Gesellschaft, unter der Anklage, zwei Söhne, Michael und David, der Frau Jos. Löwe in Suring entführt zu haben. Milliams bewies den Beamten jedoch, daß ihn nicht die geringste Schuld treffe dafür, daß sich die Knaben der Truppe angeschlossen hätten, worauf er sofort wieder freigelassen wurde. Die Knaden schlössen sich der Truppe in Suring an und folgten derselben bis nach Black Creek. wo sie die Arbeit einstellten. Seither hat man nichts mehr von ihnen gehört. Die Knaben sind 14 und 15 Jahre alt. DasHerzauf dem rechten Fleck hat ein italienischer Knabe in New York. Antonio Dimie mit Namen. dessen Erfüllung seiner Sohnespflichten gegenüber der todtkranken Mutter im Polizeigericht zur Kenntniß kam. Antonio, der Zeitungen verkauft, war von einem Polizisten verhaftet worden, weil er in der Nachbarschast um die Borough-Halle herum zu viel Lärm gemacht hatte. Ein Agent der Kinderschutz - Gesellschaft trat für den kleinen Straßenaraber mit beredten Worten ein. Er berichtete, daß er die Familie seit Jahren kenne, und daß der kleine Antonio ein ehrenhafter fleißiger kleiner Kerl sei. Antonio habe nicht immer Zeitungen verkauft. , Er sei früher einer der fleißigsten und besten Schüler in der Schule gewesen. Vor einem Jahre wurde die Mutter, bei welcher er und sein jüngeres Schwesterchen wohnten, schwer krank. Sie litt an der Schwindsucht. Das wenig ersparte Geld ging bald dahin, und dann zeigte sich die ehrenhafte Gesinnung des Jungen. Er trat in die Reihen der kleinen Zeiiungsverkäufer - Brigade und wurde einer der fleißigsten.. Er verdiente durch sein Geschäft ungefähr $25 den Monat, wovon er Mutter und Schwester ernährte und einen Theil auf die Bank legte, um das Reisegeld für die Mutter zu sparen, die den sehnlichsten Wunsch hegte, nach ihrem Geburtsort in Italien zurückzukehren, um dort zu genesen. Bald war die benöthigte Summe zusammengespart, und die Mutter fuhr vor einigen Monaten nach ihrer Heimath zurück. Bis zu ihrem vor kurzer Zeit erfolgten Tode schickte der kleine Antonio ihr jeden Monat Z15 hinaus. Jetzt ernäbrt er sich und seine Schwester. Mit Ruhrung hörte der Richter die Erzählung von dem kleinen Antonio und entließ 1 Vt -1l L
