Indiana Tribüne, Volume 26, Number 304, Indianapolis, Marion County, 15 August 1903 — Page 5

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Die Linde. Ru3 einet kleinen Stadt. Von CarlVuffe. . . . Saß heut', ohne den Tag zu ht denken, auf meinem Amtssessel, hatte auch mancherlei schon dekretirt, da erhub sich ein rechtes Getöse unten, als kämen sie aus Dörfern und Flecken zu Markte. Aber die Stimmen waren zu hell; merkte bald, daß es unserer guten Stadt Nachwuchs sei, der also johlte. Und mit einem Mal fühlt' ich ein Rucken im Herzen. Wußte, daß nun für einen die Stunde geschlagen, den ich lieb gehabt. Die blanken Aezte gehen an die Linde. Ein großes Ereigniß für eine kleine Stadt; ein größeres für mich. Bin armer Leute Kind und hab' einst barfuß auf den Aesten gesessen. Nur Bienen, Blüthen und Vögel kamen mir nahe. Blickte wohl auch in des Bürgermeisters Zimmer hinein, bis der Gestrenge das Fenster öffnete und drohend sagte: Hängst Du schon wieder in den Zweigen. Jung? Wer zu viel auf Bäume kle:tert, den hängt man später noch höher." Schätze, er meinte den Galgen damit. Bin aber am Galgen vorbeigewischt und sitze nun selber auf des Gestrengen Stuhl. Sie wollten einen Studirten zum Bürgermeister und nahmen das Stadtkind. Da konnt' ich nun mit Muße in die Linde sehen. War aber genirlich, wenn die Jungens d'rin herumturnten und ihr Schaukeln selbst die äußersten Zweige erschütterte, daß sie an's Fenster klopften. Ließ ich ein Gewitter niedergehen, war mir immer, als wettere ich gegen mich selbst und meine jungen Jahre. Der Baum aber lachte still. Er ist mit der Zeit ein großes Verkehrshindermß geworden; manche meinen auch, er sei mürbe und zu nichts mehr werth; verdunkelt zu dritt die Zimmer, die auf denMarkt schauen sollen und doch nur in seine Krone sehen. Es ist nothwendig, daß er gefällt, und es ist gut. Er hat Zeit gehabt, denn vor bald hundert Jahren schon sollt' die Axt ihn morden. Das ist eine kuriose Geschichte, und wo der Baum jetzt fällt, mag sie hier notirt sein als. ein buntes Blättchen in der Chronik. So es einen meiner Amts Nachfolger ärgert, kann er es herausreißen. Vor bald hundert Jahren also stand dieser Baum schon stolz und prächtig vor dem Rathhaus. Wo sind die Blüthen, die er damals trug? Wo die Augen, die sie ansahen? Regierte zu jener Zeit Herr Tobias Zürfinger als Bürgermeister, der beschrieben wird als altes Männchen mit doppelter Nase. Und wenn der Stadtsekretarius zur Unterschrift ein Akten'stück vorlegte, hieß es schon damals: Herr Bürgermeister haben das ganze Zimmer von dem nichtsnutzigen Baume verschattet." Aber es riecht gut," erwiderte Tobias Zürfinger. Darauf bin ich ja doppelt angewiesen." So durfte der Baum grünen, blühen und die Aeste strecken nach Herzenslust. An Markttagen saßen die Bauernweiber in seinem Schatten, und jeden Mittwoch und Sonnabend fuhr Goddel Hinrichsen an der Linde vor. Es war alles schwerer Schlag: Pferde, Mann, Wagen. Die Krippe führte Goddel gleich mit. Er stellte sie vor die Gäule, schüttete Hafer hinein, holte vom Brunnen zwei Eimer' Wasser. War das Gespann so besorgt, dann ließ er sich selbst im Wirthshaus ein schäumend Glas geben. Blieb aber nicht in der Gaststube sitzen. Ihm war's draußen unter der Linde lieber. Er saß im Schatten, trank das kühle schöne Vier, schnitt Brot und Wurst ab, und wenn er nachher die Pfeife in den Mund nahm, hätt' er mit keinem König getauscht. Selbst der Bürgermeister Tobias Zürfinger verschmähte nicht, vom Fenster aus ein Schwätzchen mit ihm zu machen, und sah wohlgefällig herab auf den schweren, festen Mann, die runden Gäule, den goldenen Hafer. Die Geldkatze hatte der Fuhrherr um den Leib geschnallt; sie war gut gespickt. Denn er war ein wohhabender Mann, scheute sich aber trotzdem vor keiner Arbeit. Da geschah es, daß Tobias Zürfinger die Augen schloß und das Regiment der Stadt in andere Hände kam. Das waren die Hände des ehrenwerthen Herrn Michael Kluge, und sie hatten einen festen ZUgelgriff. Der Herr Stadtsekretarius merkte es mit dem ganzen Bureau. Als er nach alter Gewohnheit die submisseste Bemcrkung machte, daß der nichtsnutzige Baum dem Herrn Burgemeister das Zimmer verschatte, bekam er die Antwort: Habe solches schon selber bemerkt. Und da Magistrats Licht braucht, wird die Linde abgehauen." Darob erschrak der Stadtschreiber nicht schlecht, denn er redete die Worte nur aus Gewohnheit und war allen Neuerungen abhold. Sein Vorgesetzter jedoch legte gleich in der nächsten Sitzung den Gemeinderäthen sein Vorhaben dar, wußte auch mannigfachen sich erhebenden Widerspruch zu besiegen, also daß die Tage der gerade jetzt blühenden Linde gezählt schienen. Einer der Wohlweisen aber hatte noch einen besseren Gedanken. Was, sagte er, solle sich Magistrats mit dem Fällen befassen! Das kostete Geld, außerdem könne es ein Unglück geben, wofür dann die Stadt haftpflichtig sei er schlage also vor, zum Nutzen tadtsäckels den Baum meistbie-

icno zu vernelgern. Wann ginge alles auf die Kappe des Käufers. Da erscholl großer Beifall, so daß auch Magistratus nicht umhin konnte, sich dem Vorschlage anzuschließen. Tags darauf schritt der StadtWachtmeister mit der großen Glocke i der Hand durch den ganzen Ort. Gerad' saß Goddel Hmrichsen beim Frühstück unter der Linde. Wenn er saß. saß er. Vielleicht wär' alles anders gekommen.wcnn derWind von der anderen Seite geblasen hätte! Aber er blies richtig, und deshalb konnt' der Fuhrhcrr gut hören, was für eine wichtige Bekanntmachung da ausgeklingelt ward. Blieb ihm der Bissen im Munde stecken. Düwü ook!" wetterte er. Wat snakt he da vör dumm Tüg?" Aber er blieb dabei: Magistratus thut allen Bürgern kund uno zu wissen, daß durch Beschluß des Gemein derathes die auf der südlichen Seite des Marktplatzes. vor dem Rathhaus stehende Linde am nächsten Sonnabend, des Vormittags zehn Uhr, öffentlich und mePbietend,' gegen gleich baare Bezahlung, versteigert werden sollte. Goddel Hinrichsen tastete nach der Geldkatze und hob den Kopf. Ueber ihm wölbte die Linde, der das Todesurtheil gesprochen war, ihr breites Astwerk. Ueber und über war sie mit den gelblichen Blüthen besät, so daß, wenn man von Weitem kam, sie mehr gelb als grün wirkte. Hundert Jahre mochte sie hier schon stehen, gleichsam ein Wahrzeichen des Marktes. Es hatte manch' Fuhrwerk in ihrem Schutze geruht; den heißen Gäulen hatte sie Schatten gespendet; bei Regen und Sonnengluth hatte ihr blankes Dach die armen Marktweiber geschirmt. Und seit zwanzig Jahren ungefähr hielt er selber, Goddel Hinrichsen, hier Rast. Er schüttelte nur den Kopf. Es kam selten vor, daß er die Pfeife nach dem Frühstück zum zweitenmal stopftHeute that er's. Und streckte die Na, wieder in die Höhe. Man sah beinah, wie in. jedem Augenblick starke Duftwellen, die fast zu schwer für die Luft waren, sich nach allen Seiten ergoßen, ineinanderschlugen, alles durchdrangen. Der mächtige Stamm trug sein unzählbar Blühen wie ein rauchend, zum Himmel gestreckte Opfer. Und die emsigen Bienen, die ununterbrochen ein- und ausströmten, schienen gar benommen und trunken zu sein von der überreichen Fülle; sie tauchten gleichsam wahllos an irgend einer Stelle unter wie in einem unendlichen und seligen Meere, gewiß, überall den gleichen Reichthum zu finden. Und auch ihr ununterbrochenes Summen, das keinen Augenblick aussetzte, klang heller, wie die von einem großen, aber leisen Chor getragene Oberstimme, der Schlag und das Zwitschern eines Vogels. Ool Hänse," das rechte Stangenpferd, drehte sich um. Die Krippe war längst leer. Da machte sich Goddel Hinrichsen zum Weiterfahren fertag. Der Zimmermann konnt' das Holz der Linde nicht brauchen, aber der Tischler besah sich den Baum so genau, als müßt' er jeden Zoll, den er hergeben konnte, berechnen. Bei der Versteigerung, zu der sich nur ein halbes Dutzend Leute einfand, that er das erste Gebot. Da kam ein schwerer Schritt durch den Flur. Zum zweiten!" sagte der

Stadtwachtmeister. Immer noch 'n halben Thaler mehr!" sprach Goddel Hinrichsen, eh' er die Thür hinter sich zudrückte. Sein war der schwere Schritt.' Dann erst nickte er: Morgen, die Härrens!" Tischler Kord verzog das Gesicht. Ihr kommt fünf Minuten zu früh, Gevatter. Aber schön den Thaler mach' ich voll. Schlagt zu. Wachtmeister!" Und zum ..." Immer noch 'n halben Thaler mehr!" sprach Goddel. War ein possirlicher Wettkampf. Der Herr Sekretarius rief den Kämmerer, der Kämmerer den Bürgermei-

ster. Tischler Kord war ein Dickkopf

wie die Tischler alle. Er stand nicht ab; er machte den halben Thaler God-

del Hinrichsen's immer von Neuem voll, aber immer von Neuem legte der

Fuhrherr einen halben d'raus. Magistratus strahte. War ein unvermuthet glücklicher Handel mit dem Baum. Säße man hier nicht von Amts wegen, wär's eine Lust, die beiden Kampfhähne noch höher zu treiben. Jed' Ding hat aber einmal ein Ende. Der Wachtmeister war schon heiser da drückte sich Tischler Kord. Und zum dritten!" Hew ick ihn doch!" sagte Goddel Hinrichsen. Bedächtig band er die schwere Geldkatze los und zählte auf: Thaler neben Thaler. Jeder wurde mit Nachdruck auf den Tisch gelegt. Als er fertig war, auch noch einmal die ganze Summe überzählt hatte, holte er ein Papier aus der Tasche, machte die Finger naß und entfaltete es. Damit alles seine Richtigkeit ha: . . . 's ist nur die Quittung, Herr Vurgemeister." Selbst ausgeschrieben mit großen Buchstaben. Er füllte nur schnell noch die Summe aus. Nun war's richtig. Magistratus bescheinigte, daß der Fuhrherr Gotthold Hinrichsen die vor dem Rathhaus siehende Linde in gerechter und ordnungsgemäß verlau-.

fener Auktion zu dem baar bezahlten Preise von so und f; ci:l Thalern für sich erworben habe. Druckte Michael Klug: n:ben seine Unterschrift das Sigillum. Womit es in meinem Zimmer hell wird, Herr Kämmerer," sprach er vergnüglich. Und nicht weniger in der Kassa, Herr Burgemeister." Denn die Silberihaler blitzten. Am vergnügtesten über den Handel war aber doch Goddel Hinrichsen. Er brach von seinem Baume zwei blühende Aestchen und steckte sie in's Gesckirr. der Pferde: Hü, ool Hans' ick hew ihn Düwel ook!" Und der Baum schickte seine stärkste Dustwelle nieder, über die Pferderücken zu seinem neuen Herrn und Besitzer. Im Zimmer Michael Kluge's jedoch ward es nicht heller. Eine Woche verging. zwei, drei ... wo blieb die Axt? Im Regiment der Stadt gab es Kopfschütteln erst, dann Zorn. Bis der Bürgermeister ein Schreiben an den

wohlgeborenen Fuhrherrn Gotthold Hinrichsen aufsetzte, darin ihm kundgethan ward, daß er nunmehr den auf ver Auktion gekauften Baum möge fällen lassen und in Besitz nehmen. Neue Mode, dachte der Fuhrmann. So Tobias Zürfinger noch lebte, hätt' er mir's durch's Fenster gesagt. Aber als er das nächste Mal unter seiner Linde rastete, stieg er die Stufen empor: Was man von ihm denn wolle? Nichts weiter, als was im amtlichen Schreiben stünde! Wann er denn endlich den Baun-, wolle schlagen lassen? Das Fen.ier war offen. Der Baum sah herein und hörte zu. Und damit er die Antwort deutlich ver stünde, sprach Goddel Hinrichsen langsam und laut: Ja, Herr Bürgemeister, das werden wir beide woll nich mehr erleben." Magistratus war sprachlos. Es sei nicht angebracht, hier Späße zu macheu. Würde sich auch Niemand er-

lauben, am wenigsten nn einfacher Fuhrmann. Aber die Linde gehöre ihm. Gekaust sei gekaust. Stand' nichts in seinem Schein, daß er eine Verpflichtung übernehme. Ob er von Sinnen sei? Weshalb man denn den Baum verkauft habe? Das, erwiderte Goddel Hinrichsen, sei Sache des hochweisen Raths. Er aber hätte blanke Thaler gezahlt, könne also mit seinem Eigenthum machen, was er wolle. Und sintemalen er die Linde brauche, weil er darunter raste und die Pferde im Schatten stehen müßten, bleibe der Baum stehen, wo er stehe. Punktum! Zog die rechte Hand einen dicken Strich durch die Luft. Das hieß: Fertig! Magistratus kochte vor Zorn. Der Fall mußte der nächsten Sitzung vorgelegt werden. Vorher jedoch verbreitete sich das Gerücht davon in der Stadt. Und da es viele Bürger gab, die den Z'igelgriff Michael Kluge's zu fest fanden, auch den Baum, auf den sie als Junge geklettert waren und der gleichsam als Wahrzeichen des Marktes erschien, nicht missen wollten, so gab es auch viele vergnügte Gesichter. Nur einer hohen Obrigkeit, die den Schaden hatte, lief der Spott nach, und wo sich einer vom Nathhaus in den Dörfern und Flecken ringsum blicken ließ, ward er auch gefragt, ob nicht noch mehr Bäume zu verkaufen wären. . Wurmte den Bürgermeister so, daß er quittegelb ward vor Aerger. Aber der Gecminderath beschloß, den FuhrHerrn anzugehen, ob er in Güte von dem Kauf abstehen wollte.' Kamen jedoch an den Unrechten. Hab' nicht auf Umtausch gekauft." So mußte denn geklagt werden. Goddel legte vor Gericht seine Gründe dar. Hielt auch dem Richter seinen Schein vor die Augen. Er sei kein Tischler, sondern em Fuhrmann. Diesem jedoch nütze kein gefällter Baum, sondern ein stehender. Käme dazu, daß er davon ernten wolle. Von den Doktores halte er nicht viel, aber Lindenblllthen als Thee sei gut für alle Schäden des Leibes. Der Richter hatte ein kupfrig Näschen, schätze: vom Lindenblüthenthee kam das nicht. Steckte es tief in die

Akten, denn es war ein ernsthafter Streit, und das Ansehen der Justitia hätt' kein Lachen geduldet. Der Schluß war, daß Magistratus abgewiesen ward. Goddel Hinrichsen war nichts anzuhaben. Er stand auf seinem Schein, unter den Michael Kluge selbst das Sigillum gedruckt. Und er ließ wirklich Lindenblüthen zum Thee pflücken. So gingen die Jahre. Ool Häns' starb zuerst; der Burgemeister" ward grau und ging auch hin. Ich hab's gesagt, dachte Goddel Hinrichsen, der Baum überlebt uns beide. Setzte sich dann auch bald zur Ruhe und zog in die Stadt zu seiner Linde. Es war ein schwer Stück Arbeit für den Tod, mit dem schweren Manne fertig zu werden. . Seine Tochter, ein starkes Frauenzimmer wie alle aus dem Geschlecht Hinrichsen, heirathete am Markt den Kaufmann Höhne. Ihr Sohn nahm eine Steigemüller zum Weibe. Wieder Jahre und Jahre ... neue Blüthen, neue Menschen. Was ist noch da von Goddel Hinrichsen? Aber die Linde sieht noch, eine Leiier lehnt daran. Kommt ein Jung' dazu . . . einer, dem der Bürgermeister oft den Galgen prophezeit. Sieht die

Leiter, sieh! auf den Baum. - Was für

em ogei nngt da? Das ist das Urenkelkind von Goddel ... sechs ?labr. Sckwarze

Strümpfe baumeln vom Ast. Mehr

steyt man mcht. Braucht nicht gesagt zu werden, daß der Jung' die Leiter wegnahm, daß V. cn 1 k, , i

vci ovgei oyne tfiugei gar wulyig oben schimpfte und beulte. Steckte

auch ein rothes Zünglein fast bis zur

Wurzel heraus, als bemeldeter Bengel

unten lachte.

War sein erstes Scharmützel mit

Zveronlca Höhne. Aber was weiter

geichay und das nunmehr selbme Vero

nica als welche gleichfalls groß und

viono und stark ist wie die Hmnchsens seit Lanaem sein ebelick Weib

ist, geht keinen an und gehört nicht in

viejer ehrbaren Stadt Chronlka. Höre auch schon die ersten Axtscbläge schallen, die der Linde an's Leben

gehen. Bald also wird sein, was schon Qerr Michael Kluae aewllnsckt:

Licht und Helle in diesem Zimmer.

vermeine jedoch, daß auch eme große Leere sein wird, und hab' mein Weib gebeten, wenn der Baum fällt, am Fenster zu stehen. Können uns dann herüber und hinüber grüßen! Fragte sie mich: ob es dann nicht mehr leer sein würde. Woraus man sieht, daß selbst eine Burgemeisters Weib einen fürwitzigen Schnabel gegen die Obrigkeit hat. Finis darunter! Und nun, Baum fall' zu!

H i.U

u, Dtt -:;t: Arzr (zur Frau, deren Mann bei einer schrecklichen Eisenbahnkatastrophe die

Sprache verloren hat): Ja, möglicherweise könnte ein abermaligem großer Schreck ihm die Sprache wieder zurückgeben!" Frau: Wie wär's, Herr Doctor, wenn ich mir eine recht theure Toilette bestellte und ihm die Rechnung vräsentiren lieke?" Eine Frau in I n d i a n a hat ihren Mann auf Scheidung verklagt, weil er sie fortdauernd auf dem Lande hält, wo sie ihre schönen Kleider nicht sehen lassen kann. Allerdinas, eine raffinirte Grausamkeit von Seiten des Mannes, erst seiner besseren Hälste die , schönen Gewänder zu kaufen und sie dann von aller Welt abzuschließen. Der erste weißeMann, welcher das Josemite - Thal in Californien entdeckte, ist kürzlich in Minona, Minn., in der Person von Dr. Lafayette H. Bunnell, 80 Jahre alt, ge-

storben. Dr. Bunnell war ein Veteran'

des mexikanischen Krieges, des Jndianerkrieges in Californien im Jahre 1851, und als Arzt des 36. Wisconsin Infanterie - Regiments machte er den Bürgerkrieg mit. Er schrieb zwei Bü.cher: Die Entdeckung des YosemiteThales" und Geschichte Winona's und ihrer Umgebung". Dr. Bunnell sprach mehrere Sprachen der Indianer und seit mehreren Jahren war er der Historiker für die Winona County Old Settlers' Association. Im Kirchhof Großflinbeck bei Kiel kam neulich Morgens eine kleine Gesellschaft junger Herren

angeradelt und machte vor demWirths-

Haus Zur Linde halt, um sich an einem Glase Vier und einem Schinkenbutterbrot für die Weiterfahrt zu stär-

ken. Der Wirth, zugleich der Bäcker

des Ortes, wurde, als er eme frische Runde brachte, eingeladen, ein Glas mitzutranken, und er hatte nichts dagegen einzuwenden. In seinem weißen, mehlbedeckten Arbeitsanzug setzte er sich als Gast seiner Gäste an den runden Tisch unter der breitkroniqen Linde

und nahm an der Unterhaltung, die sich

um dies und das drehte, lebhaften Antheil. Zur Begleichung der Zeche, die vier Mark und einige Pfennige betrug, wurde dem dicken Lindenwirth, einem würdigen Vertreter des Nährstandes, ein Zehnmarkstück eingehändigt und auf die Annahme des überschüssigen Geldes dankend verzichtet. Als der Wirth, hierdurch stutzig geworden, einen der Gäste fragte, wer die Herren seien, erhielt er zur Antwort: Prinz Adalbert von Preußen und einige seier Kameraden." Na, hoffentlich hat's dem hohen. Herrn beim LindenWirth gefallen", meinte dieser.

Nach der Hochzeit.

I i iöps ilM rajfö lll

Junge Frau: . . . Und nun noch ein's möcht' ich Dir sagen: Da wir als Mann und Frau Alles gemeinsam haben müssen, so bitt' ich Dich, von heute ab auch meine Ansichten zu theilen. . .!" Die Haupt jacye. Ja? würde das Mädchen nicht heirothen; 's ist eine giftige Kröte." .Aber auch eine mitaiftiae!"

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