Indiana Tribüne, Volume 26, Number 303, Indianapolis, Marion County, 14 August 1903 — Page 5
Indianer Tribüne, VL. Auaust 190.
:"VVI
?HllU3, HlZf mid Kuld H Kapcrn-Savce. Misch: einen Eßlöffel voll Mehl und die dippelie Quantität Butter gut; füge tochcdeZ Wasser bei. bis es dick wird. Thue ein hartgekochtes, feingehackies Ei bei, sowie einen Eßlöffel voll Kapern. i i c r a la tnpc. Man macht eine helle Mehlschwitze, fügt zu derselben einige kleingeschnittene Zwiebeln und ettas Butter und mischt ein wenig Auflösung von Lieoigs Fleischextrakt darunter. Sobald die Zwiebeln gar sind, bringt man in die Sauce in Scheiben geschnittene harte Eier, fügt Pfefser, Salz, gehaüie Petersilie und ein n?enig Weinessig hinzu, läßt d'e Eier in der Sauce warm werden und seroirt das Gericht. Gegen den nervösen Kopfschmerz bei Frauen, der gewöhnlich Morgens auftritt, wenn sie sich am Abend vorher in rauchigen Zimmern bei Abendunterhaltungen etc. aufgehalten haben oder eine unruhige Nacht hatt:n, empfiehlt sich die AbWaschung der unteren Rückenpartien mit frischem Brunnenwasser und nachherigem starken Frottiren mit einem groben Handtuch. Die Prozedur muß in einer halben Stunde wiederholt werden. Aus Seifenresten ein neues Stück zu bereiten. Man thut die Stückchen in ein Quart Wasser, läßt sie in einem Topf am Feuer zergehen und etwas aufsieden. Hierbei darf jedoch die Seife r ich! überlaufen. Damit sich die Seife vom Wasser abscheidet, thut man eine Hand voll Kochsalz dazu. Hierauf läßt man das Ganze erkalten und nimmt dann die obere abgeschiedene Seifenschicht ab, schneidet sie in beliebig große Stück: und läßt sie trocknen Eisenblech zu reinigen. daß es wie neu wird. Ist ein Gefäß von Eisenblech lange auf dem Feuer gebraucht, so verwandelt sich seine weiße Farbe in eine schwarze. Um es zu reinigen, mische man Holzasche mit gewöhnlichem Oele, so daß es eine Art Br?i bildet. Mit diesem bedeckt man nun das Gefäß und reibt es sodann mit einem wollenen Lappen ab. Es wird hierdurch wie neu. Sollte die schwarze Fc rbe nicht sogleich verschwinden, so wiederhole man dieses Versahren. Geschmorte Kalbss ch n i e l. Sechs Personen. Änderthalb Stunden. Zwei und ein halbes Pfund Kalbflei'sch werden in Scheiben geschnitten und in etwas leicht angebräunte Butter gelegt. Dazu fügt man eine mittelgroße, sein geschnittene Zwiebel, Salz und etwas Citronenschale, sowie eine Obertasse dünne Brühe oder auch nur Waer und 'läßt das Fleisch auf gelindem Feuer langsam weichdünsten. Stäubt dann etwas Mehl darüber, gießt eme knappe Obertasse Vollmilch dazu, läßt diese mit dem Ganzen gehörig verkochen, schmeckt nach Salz etc. ab, kräftigt das Gericht mit fünf bis sechs Tropfen Maggis Wü?ze und gibt es mit Salzkarioffeln oder Makkaroni zu Tisch. Nhabarber-Suppe (für sechs Personen). Anderthalb Pfund Rhabarber. 1 Pfund Zucker, 1 Quart Wasser, zwei Eßlöffel Kartoffelmehl oder Maiz:na, ein Stückchen Zimmt und etwas Citronenschale. Nachdem man die Rhabarber-Stengel. und dicken Blattrippen geschält, sauber geputzt und möglichst schnell kalt gewaschen hat, schneidet man sie in Würfel und stellt sie mit dem Zucker und Wasser, Zimmt und Citronenschale auf's Feuer. Wenn das Fruchtfleisch ziemlich zerkocht ist, gießt man die Flüssigkeit durch einen Porzellandurchschlag, bringt sie nochmals über's Feuer und thut das kalt angequirlte Mehl rran, um alles nochmals auflohen zu lassen. Dann wird die Suppe fält gestellt und mit Zwic-back-oder Biskuitbrocken servirt. Trächtigen Kühen muy außer einer gutenund zweckentsprechenden Ernährung auch eine sorgsame Pflege zu Tbeil werden. Vor allen Dinc-en sind sie möglichst schonend und sanft zu behandeln; alles Stoßen und Schlagen ist zu vermeiden. Man sorge für reine, gesunde Luft und eine enisprechende Temperatur in den Ställen. Der Stand der trächtigen Kühe muß genügend breit, nicht zu kurz und auch nicht zu abschüssig sein. Man sorge ferner für ein weiches, trockenes und bequemes Lager und vermeide sorgfältig jede Zugluft in den Ställen, damit die Thiere sich nicht erkälten. Die Pflege der Haut darf bei den trächtigen Kühen nicht vernachlässigt werden, doch ist 'hierbei mit möglichster Schonung zu verfahren; besonders vorsichtig sei man beim Gebrauch des Striegels, damit den Thieren keine unnöthigen Schmerzen bereitet werden. Eine mäßige Bewegung, besonders auf der Weide, ist den tragenden Kühen sehr zuträalicb. doch muß alles starke Treiden ode? -Jagen derselben unterbleiben. Häufig wud auch empfohlen, die trächtigen Kühe einige Tage vor dem Kalben nur mäßig zu füttern. Diese Diät soll erfahruna-aemaß eme gute Boroeuge gegen das Milch- odee-Kalöefieber sein. Die Verfütterung von cm f -f- - 1 - ii( a 1 3 i e i rn e n an & aj iu c i u c ist für dieselben nicht besonders geeiznet. Diese Fütterung bedingt leicht Erschlaffung der Verdauungsorgane
nh aVüi Fleisch und Speck von min
derwerthigc? Güte Die Fütterung von Malz leimen bei den Kühen hat schon zum Verkalken geführt. Die Kälber lckommen Durchfall und stcrben leicht. Es muß bei der Malzkeimfütterung die größte Vorsicht auseübt werden. Man k-Viz ?v von einer uieu zur ancercT in lai.ern üiy.iiier einweichen. Die Malzkeimfütterung führt zur Lecksucht, wenn nicht im be treffenden Stalle genügend Kochsalz und pbophorsaurer Kalk Verwendung findet.' Bei Zuchtthieren sollte man sie roenig anwenden. Magere Kühe, die nicht zur Zucht benutzt werten sollen, kann man wohl barni; futtern. Diese bezahlen durch den reichlichen Milchertrag die Malzkeime und können dann als fette Schlachtthiere verkauft werden. Der K n o ch e n b r ü ch i g k c i t kann vorgebeugt werden nur durch zweckmäßige Fütterung. Beschränkung der Kartoffel- und Rübenfütterung. Verabreichung genügender V?engen eines guten Rauhfutters, ferner von Schrot, Leinkuchen, Hülsenfrüchten, namentlich aber von Fleischfuttermehl, dem sowieso hinreichende Mengen von Phosphortalium und Kochsalz zugesetzt sind, trockenes Lager, trockene unb gute Einstreu und luftige Stallunaen sind hier von wesentlicher Bedeutunq. Beschränken des Melkens ist ebenfalls
geboten. Weinberge, die sich schlich; rentiren oder wegen Verheerungen durch die Reblaus nicht mehr mit Re ben bepflanzt werden können, würden bald wieder einen guten Ertrag brin gen, wenn sie mit Pfirsich, Aprikosen, den besseren Tafelsorten von Birnen und Aepfeln angepflanzt würden. Der Halbhockstamm wäre die geeignetste Form und durch Zwischenpflanzungen von Stachel-, Johannis- und Himbeeren könnte die Rentabilität des Bodens noch gesteigert werden. Eine trächtige Sau darf kurz vor der Geburt nur mit leicht verbaulichen und nicht mastigem Futter aefüttert werden, weil dann auch die Milch nicht zu fett ist. Eerstenschrot mit Milch und Grünfutter, sowie Holzkohlen als Beigabe oder gekochte Kartoffeln, gekochte Rüben, etwas Kleie in Milch und hat man kein Grünfutte?, so angeörühteZ, geschnittenes Kleeheu ur.b böchstens geröstete Gerste und etwss Leinsamenschleim. G u t ist es, wenn der Taubenschlag mehr als einen Ausslug hat; es kommt vor, daß streitsüchtige Tauben den Ausgang besetzen und anderen den Aus oder Eingang verwehren. Der Essig. Der Essig besteht aus Essigsäure und Wasser und bildet sich aus wässerigen, geistigen Flüssigleiten unter dem Einfluß der atmosphärischen Luft und Warme. Man unterscheidet im Handel Bier-, Wein-, Frucht-, Honig-, Speise- und Holzrssig. Der reinste Essig ist der Weinund der aus Branntwein bereitete, vor ausgesetzt, daß diese? fuselfrei ist; b:r Essig ist um so ben er, je stärker er ist, je mehr Essigsäure er enthält. Ist er durch Destillation von allen fremden Stoffen getrennt und gereinigt wor den, so heiß! er Essigsäure, auch Essigsprit genannt, welcher überaus scharf, flüchtig und durchdringend ist. Einen guten Fruchtessig kann man sich leicht selbst bereiten. Man stampft das zum Essig bestimmte Obst wie Birnen, Pflaumen, Aepfel, einige Weinbeeren etc. so klein als möglich, thut es in ein Faß, gießt kochendes Wasser darüber sauf 25 Pfund Obst ungefähr fünf Gallonen Wasser) und laßt das Faß an einem warmen Orte ruhig stehen. Wenn das Obst nach sechs bis acht Tagen in Gährung gerathen ist, so deii man die fslüsssakeit durch ein reines Tuch in ein andeei? Faß. t tin Pint Bierhefe und ein Stück schwarzes Brod hinzu, bedeckt das Faß mit einem passenden Deckel, bindet eine roollene Decke darülcr und stellt es an einen warmen Ort, wo es unberührt 4 Wochen stehen muß. Nach dieser Zeit Vi Cwsljf nfiIl !- iv7 0 ll4l llij4v ,4i vi"vl v..t .1 Essig umgewandelt, der nun auf trockene m.b gut gesäuberte Flaschen abgezogen wird. Der Holzessig, we!chcr als eines der kräftigsten fäulnißwidrigen Mittel gilt, wird durch Destillation aus Holz gewonnen. In seinem ursprünglichen Zustande hat er die Farbe des weißen Weines, einen scharf fauren, etwas zusammenziehenden Geschmack und einen brenzlichen Geruck. Läßt man denselben acht bis -.ehn Tage ruhig stehen, so setzt sich ein schwärzlicher Theer ab. und die Säure hat die Eigenschaft, thierische Stoffe vor Fäulntß zu bewahren und ihnen einen eigenartig rauchigen Geschmack zu geben. Zum Einmachen verwende mm nur guten Weinessig; guier Essig muß farblos cttx gelb gefärbt sein, hell, angenehm sauer, nicht trüb? ode: bitterlich .sein. Seh? zu empfehlen ist es. Essig vor dem Gebrauche stets abzukochen. Man gießt ihn in einen irdenen Topf, läßt ihn. gut zugedeckt, einige Minuten tüchtig kochen und füllt ihn erkaltet wieder in die Essigflasche. Essig fördert die Verdauung, wirkt aber, in größeren Mengen genossen, Wn. Die Bibeln, welche ihnen die Missionäre geben, benutzen in vielen Theilen Chinas die Eingeborenen zur Verfertigung von billigen Schuhsohlen. Die Erde würde sich, von der Sonne aus gesehen, wie ein hellleuchtender Stern ausnehmen, vom nächsten Fixstern dagegen wäre dieselbe unsicht-bar.
GclZänonik in lcklcr 5'ckunoe.
dramatisier Moment bei Ser Hinrickitung eine (SattenmörSerS. Der im Gefängniß zu Chelmsford in England wegen Ermordung seiner Frau inhaftirte ehemalige Soldat Dougal war zum Tode rerurtheilt wo? den, yatie aber bis zum letzten Augenblick immer noch geglaubt, daß er wegen mangelnder Beweise doch no-ch freigesprochen werden würde. Erst die Mittheilung. daß der Minister des Innern nicht an seine Begnadigung denke, machte ihm seine Lage vollständig klar. Die letzte Nacht schlief er ziemlich gut, abgesehen davon, daß er im Schlafe einigemal? stöhnte. Um 6 Uhr Morgens wurde er geweckt und hatte dann nach dem Frühstück eine cinstündige Untcrredung mit dem Gcfängnißgcisilichen. Ehe der Gefangene zum G:lgen geführt wurde, reichte ihm einer der Gefängnißwärter eine Zinnflasche mit Branntwein, aus der er einen langen Zug that. Dougal richtete sich dann, wahrscheinlich in Erinnerung an seine militärische Vergangenheit, hoch auf und ging mit festem Schritt auf das Schafott zu. Vor dem Gefangenen schritt der Geistliche, der die Sterbegebete verlas. Als der Henke? dem Verurtheilten die weiße Kapuze überzog, die das verzerrte Gesichl eines Eehängten verhüten soll, beugte sich plötzlich der Gefängnißgeistliche weit vor und rief mit schriller Stimme: Dougal. bist Du schuldig oder unschuldig?" Todtenstille folgte dieser Frage. Noch einmal ertönt es fast ängstlich von ben Lippen des Geistlichen: Schuldig oder nichtschuldig?" Da bewegt sich das verhüllte Haupt des dem Tode verfalleneu Mannes nach der Richtung des Fragenden hin, und klar und deutlich ertönt die mit fester Stimme gegebene Antwort" Schuldig!" In der nachsten Sekunde hatte der Mörder Dougal sein: Schuld gesühnt. Unfall kirn militärischen Brückenbau. Gin Pionier.Zsizier, der Heldenmut:; an den Tag leg. Von Tieckow an der Havel aus bauten letzthin unter Leitung eines Pionierofiziers die Brandenburger Kürassiere eine provisorische Brücke nach dem jenseitigen Ufer bei Fohrde, über die alsdann Abtheilungen des Regiments in kurzen .Abständen hinweggingen. Die Brücke ruhte am Ufer auf schnell eingerammten Pfählen, während in b:r Nähe der Havel eine Anzahl Fischersahne zusammengekoppelt und darüber Bretter gelegt waren. Bei dem Uebergang der Kürassiere erwiesen sich die Kähne als zu schwach für die Neitermassen, legten sich zur Seite und füllten sich mit Wasser, wodurch etwa 20 Kürassiere mit ihren Pferden in die Havel stürzten. Die Havel ist an jener Stelle sehr tief, so daß die Soldaten mit ihren Pferden in Lebensgefahr schwebten, zumal die Thiere wild um sich schlugen und die Kürassiere sich von ihnen nicht befreien konnten. Es entstand im Waffe? ein .wilder Knäuel und große Vrewirrung. Die Soldaten riefen laut um Hilfe, die ihnen nur spärlich dargebracht werden konnte, weil keine überflüssigen Kähne zur Stelle waren. Der die Uebung leitende Pnonieroffizier zeigte großen Muth; er stürzte sich, voll bekleidet, wohl zwölfmal in'S Wasser und rettete so viel Mann und Pferde er nur zu retten vermochte. Inzwischen hatten auch die vorübcrfahrenden oder in der Nähe weilenden Schiffer ihre Handkähne losgelost und eilten zur Hilfe herbei, so daß nur ein Pferd ertrank. Drei Kürassire hatten aber schwere und viele andere leichte Verletzungen erlittn, da ihnen die wildgewordenen Pferde die Beine zerschlagen hatten. Kaiserin Emily. vmily Arowu, die Uattin )c Selbsthcer, scherS von üorea. Seit dem im Jahre 1882 zwischen Korea und den Ver. Staaten gcschlossenen Vertrage ist amerikanischer Einfluß im Eremiten-Neich" im Wachsen gewesen. Die Kulturlorbeeren Japans haben die Nachbarnaiion nicht schlafen lassen, Amerikaner meistens standen seit Mitte der 0cr Jahre an der Spitze deö koreanischen Ministeriums, elektrische Straßenbahnen sind dort im Betriebe und vor nicht langer Zeit ist die erste von Amerikanern erbaute Eisenbahn dem Verkehr übergeben worden. Nunmehr ist auch eine Amerikanerin die Kaiserin von Korea geworden, ein Fall, der bislang einzig in seiner Art da steht. Emily Brown, die jugendlich schone Tochter eines schlichten presbyterianischen Missionärs aus Wisconsin, der als einer der ersten protestantischen Missior5äre nach Söul gesandt worden, hatte sich, mit einer schönen Stimme und seltenem Sprachtalent begabt, als Sängerin in der Missionskapelle und als Dolmetscherin zwischen den Missionsbeamten und den Staatsbeamten hervorgethan. Man berichtete dem Kaiser von der außergewöhnlichen Schönheit der eben erblühten Jungfrau und der Herrscher befahl ihr, in seinen Harem einzutreten, was sie mit Entrüsiung zurückwies. Als sie zwei Jahre später jedoch sich zur Uebersiedclung in den kaiserlichen Haushalt entschloß, wurde ihr der Titel Erste Favoritin" mit dem Zugcsiändniß verliehen, daß der Kaiser sie zu seiner Gemahlin machen würde, sobald er frei sei, zu heirathen, und daß, falls sie ihm einen Sohn geben würde, dieser der Thronerbe sein würde. '
Am 40. Jahrestage der Thronbesteigung Fi höngs, des Kaisers von Korea, wurde nun Emily Brown zur Kaiserin von Korea gekrönt und ihr aus mehrjähriger Verbindung mit )i höng entsprossener Sohn zum Thronerben des Reiches enlärt. Die Einladung des Kaisers an auswärtige Mächte, sich bei dieser Feie? , vertreten zu lassen, wurde blos von den Ver. Staaten. England und Japan angenommen. Erstere waren durch den Gesandten Allen. Konsul Paddak und einen Militär-Attache vertreten. Zwei andere Amerikaner. Mr. Brown, Chef des koreanischen Zollamts, und Mr. Sands, kaiserlicher Regierungsrath von Korea, hatten bei dem feierlichen Akte Stühle nächst dem Throne der Kaiserin, ihrer Landsmännin, erhalten, und die 300 Amerikaner, die Söul bewohuen, wohnten als Ehrenwache der Feier bei. Bei dem späteren Umzug durch die Stadt waren sämmtliche Straßen und Häuser Söuls festlich geschmückt. Die Eingeborenen hatten auf Befehl des Bürgermeisters ihre Häuser schließen und selbst auf der Schwelle der Eingangsthür mit neuem Besen in der Hand als Zeichen der Unterwürfigkeit knicen müssen, während die aus vielen Tausenden reich gekleideter Personen bestehende Prozession vorbeizog. Ihre Majestäten wurden in zwei geschlossenen goldgezierten Sänften getragen, vor denen ein riesiger violetter Fächer und ein rother Schirm emporgehalten wurden, als Zeichen, daß der Kaiser sich entschlossen habe. Macht und Ehren mit seiner klugen Gemahlin zu theilen. Fünf reich behangene Rosse edelster Rasse, deren gestickte Sättel kostbare Kunstwerke waren, wurden zwischen den beiden Sänften geführt. Das mittclste Pferd trug das Kaiserbanner, einen fliegenden Drachen, 14 Fuß im Geviert messend. Unter dem Einfluß der ebenso schönen wie ehrgeizigen amerikanischen Throngenossin des Selbstherrschers stehen dem koreanischen Reiche vermuthlich bedeutende Umwälzungen bevor. Jedenfalls haben die engeren
LandZleute der weißen Kaiserin gute Aussichten, in Zukunft noch größeren Einfluß wie bisher am Hofe von Söul zu gewinnen. Zv ach klaffen in einer Fortbtlduugsschule. ' In der gewerbreichen Stadt Elberfeld wurde jüngst eine obligatorische geweröliche und kaufmännische Fortbildungsschule mit rund 1000 Schülern in 33 Klassen eröffnet. Die Schule wird drei Jahrgänge umfassen; 1904 wird der zloeite und' 1905 der dritte Jahrgang eingerichtet. Die Schüler sind nach dem erwählten Beruf zu Fackklassen vereinigt. Neben Einberufsklassen sind Gewerbegruppenklassen und Klassen für ungelernte Arbeiter eingerichtet. Die Zahl der Unterrichtsstunden betragt wöchentlich 2 mal 2, mit Zeichnen 2 mal 3 Stunden, die in der Regel von 5 bis 8 Uhr gegeben werden. Der Deutschunterricht erhält vorwiegend gewerbekundlich-n Lehrinhalt. In der kaufmännischen Fortbildungsschule soll in 6 Wochenstunven Unterricht in der Handelskorrespondenz und Kontorarbeiten, in Handelslehre und kaufmännischer ReoSskunde, in kaufmännischem Rechnen, in Buchführung und in Handelsgeographie und Waarenkunde ertheilt werden. Stetige Zunahme der Einfuhr kost barer Steine. In der Produktion von Edelsteinen stehen die Ver. Staaten noch weit hinter dem Bedarf zurück, wenn man in diesem Falle richtiger Weise von Bedarf reden kann, da es sich durchaus um einen Lurus handelt. Die Gesammtproduktion von Edelgesiein hierzulande wahrend des Jahres 1902 repräsentirte nur einen Werth von $318, 300, während der Werth der in demselben Zeitraum importirten Edelsteine auf $25,412,776 angegeben ist. Die Einfuhr kostbarer. Steine ist in stetig:? Zunahme begriffen. Das verflossene Jahr weist eine solche von mehr als 500.000 auf. und seit 1886 hat sich die Einfuhr von Edelsteinen verzwölffacht. Die Hauptsächlichsie Bezugsquelle von Diamanten ist Südafrika, wo die De Beers Minen unerschöpflich scheinen. Die größte Quantität Diamanten, die je zu einer Zeit an einem Platz Zusammengehäuft wurde, war im Juli 1900 in dieser Diamantengrube produzirt worden. -Die Direktoren wünschten festzustellen, welchen Geldwerth ein Kubikmeter von Diamanten repräsentire. Es ward so lange gegraben, bis man diese Quantität zusammenhatte, was innerhalb einer verhältnißmäßig kurzen Frist gelang. Man füllte das erwähnte Maß mit Diamanten aller Größen, gerade wie sie aus den Gruben gewonnen waren, und stellte fest, daß der Haufen ein Gewicht von 11.976.000 Karat hatte und einen Geldwerth von $75.650,000 präsentirte. Amerikanische B e r gk r a x l e r. Bundesrichter WickerSham hat unlängst mit mehreren Begleitern den Mount McKinley in Alaska, den höchsten Berg Amerikas.erfolgreich bestiegen. Die kühnen Bergsteiger stießen bei dem Erklimmen des Bergriesen auf einen ungeheuren Gletscher von 400 Fuß Dicke. Ein bisher noch unbekannter Fluß in der Nähe des Berges ward nach dem Anführer der Expedition Wickersham benannt. Ein große? Berg nahe dem Mount McKinley erhielt den Ramen Deborah. zu Ehren der Gattin des Bundesrichters.
isenbAbn
leneland, Cincinnati, Chicago & St. (ouis Nailwa?.
Bia 3POTT2.. Cleveland D Vision
Abgang New Jork Expreß tägl 4 40Vm Muncie & FtWayne Czp p. 7 00Vm R S & 33 Lim täglich s d. . . 8 00Nm Clev fc Benton Harbor Exp.11 10Vm N F B Lim, tägl 6s.... 2 55Vm Union City Acc tägl 4 4rn Knickerbocker Sp täglich d&s 6 25jArn St. Louii 'Tb. Worlda St Louis Mail 7 20Bm Southtvestern Lim tgl d 6z s 11 45Vm St Louis Lim täglich pds. 3 25Nm Tcrre Haute ck Mat'n Ace.. ö 00Nm R 3 & St. LouiS Exp tägl.. 7 05Nm St Louis Expreß tägl ....12 0öBm Cincinnat Ein k LouS Nachtervreß tgl g 3 45Vm St Lous & Cin Nachtexp tg g 4 30Vm Cincinnati Ezp Sonnt ausg. 7 45Vm Cincinnati Acc 4 OONrn Cincinnati F Expreß, tägl p 2 ö0Nm Louis F Expreß 2 50Nrn Cinc & Wash F Ltg 6sckp 6 20Nm Chicago
Kankakee Accom 7 0055m Cinc Nachließ, tägl s.... 3 30V Chicago Fast Expreß tgl d p 11 öOVm Kankakee Äccom 10 30Bm White City Special sd&p, 3 30Nm Cinc Fast Expreß tägl pd.. 2 40Nw LaFayette Accom 5 ILNm La Fayette Accom 5 OOta Chicago Nachtexpreß tägl s.. 12 05Vm Cinc & Wash gß., d&p.. 6 ION Mi chigan Division. Benton Harbor Expreß 7 OOVm Elkhart Accom nur SonntagS 9 25B Michigan Mail Expreß p...H1vVm Elkhart Expreß 10 30Vm Elkhart Acc täglich 4 45Nrn Benton Harbor Expreß p 3 lONrn Michigan E?',::b 8 15N Peoria D i vi s i on w e st l i A Peoria Expreß &MiI 7 2öVm Colurnbuö & inc Exp tgl s 3 30Vm Western Expreß täglich p d..ll SOBm Champaign Accom 10 35Bm Champaign Accom 4 lONm N J k Ohio Special 2 4Nm Peoria Expreß täglich s 11 50Nrn Peoria Expreß täglich p&d 6 68N P e o ri a D i visi o n ö k li ch. Columbus Expreß tägl 4 30Vm Lynn Accom 10 ISDra Ohio Special tägl dp 3 OONrn Columbus Expreß tägl dp. .11 4033 Lynn Accom 6 16Nm Columbus Expreß tägl 8....H 40Nrn pittsburgh, Cincinnati, Chicago & 5t Louis R'y. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Eastern Expreß täglich 3 30Vrn 3ndianavolis Accom d g .... 12 05Bm Columbus Accom 7 30Vm Schnellzug täglich's fcd... 6 30?rp ftast Expreß täglich g d 8 lOVm Limited Mai! täglich 6 40Bru Bradford Accom 1 25Nrn Richmond Accom. 8 40Bu Atlantic Expreß täglich s & d 3 05Nrn St Louis Expr täglich d & 1 12 ION Day Expreß täglich r OONrn Bradfsrd Accom 2 OONrn St L K N S Lim täglich a d 6 LONm Western Expreß täglich s.. .. 3 LONo Richmond Accom 8 OONm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 30N Chicago Division. Louisville 6? Chic Exp tgl p ä 11 35Bm Chic & Lou F Expr täglich s 3 20?m Lou 8c Chi F Expr täglich s 12 OdVm Chic & Lou Expr täglich p d 3 40Nv
Lou Chicago .K Louiöv Spl tägl s Pittö äiLou F Ltägls.... Mad Acc nur Sonnt Louisv & Madison Accom.. Chicago fe Leu F L täglich p d Madison Accom Louisville Accom iSville Madison Acc, nur Sonntag. Abgang Nacbt-Expreß, täglich s 12 l5Vm St Louis tfirn täglich 8 & d b 6 öOVm St LsuiS Expreß tägl 7 26Vm Efsingham Acc, nur Sonntag 7 252 rn St Louis Expreß tägl d s K 12 ILNm Western Expreß täglich d s, . 3 30Nm T Haute & Efsingham Ace ..4 4bNm
Terre Haute Accom.Sonntag 7 lbvin Fast Mail, täglich 8 35Nm Indianapolis & vincennes R. R. Cairo & Vincen Expr täglich 7 20Vm Spencer u FrenchLickAc, tägl. 9 4öm Martinsv Accom 12 30Nm Vincennes Expreß täglich.. 10 362? VincenneS Expreß 3 60Nm Martinsville Acc, tägl 3 46Nra SpencerkFrenchLickAe, tägl. 4 45Nm Cairo Expreß täglicö 6 16N Chicago, Indianapolis & iomsvilie R'y. (Monon Route.) Abgang UrJunt Chic Night Expreß täglich 8 . . 12 6523m Cincinnati Best täglich 8.... 3 45V Fast Mail täglich 8 p 7 OOVm Fast Mail täglich 8 7 60Äm Chi Expreß, täglich .... p d . 11 60Vm Monon Accom, täglich 10 OOVru Chi & Mich City Best d p.. 3 36Nm Cincinnati Best täglich d p.. 4 62N Mono Accom, täglich 4 OONrn (ale (Lrie & weftern R. R. Abgang Ankunfl Mail und Expreß 7 16Vm Indianapolis Expreß täglich 10 26Vm T Det & M Ex täglich.. 12 20Nrn Mail & Expreß 3 25Nm Laporte Accom nurSsnntagS.12 20Nm Toledo Expreß 10 255 Evening Expreß 7 25Nrn Cincinnati, Hamilton & Dayton R. R. Oft. Abgang Anknnf, Cincinnati Best täglich s & c 4 OOVm Cincinnati Vestibüle täglich 12 45Bm Fast Mail täglich 8 8 05Vm Fast Mail täglich 8 6 4093k Cincinnati & Det Expr ... .10 40Vm Cin Chi & St 8 Ex tgl p. .11 45Vro Cin . & Dayton Veft. Exp p 2 45Nm Cincinnati Best d & p .. .. 3 25Nn Cincinnati Best täglich d p 6 00Nm Eine K, 3nd Accom 7 24Nm Cm d Detroit Expreß täglich 7 02Nm Cin 3nd St LZ: Peo Ex tg 8sc10 35NrWest. Abgang Ankunji Springsield Mail 8 OOVm West Expreß täglich s&c. 8 65Vm Chicago Expreß .....11 60Vm Tuöcola Accom ..10 30V Tuöcola Accom 3 30Nm Cincinnati Expreß 2 40N West Expreß täglich 8 & c.lllONrn Springsield Mail 4 50Nm Via C., H. & D. Ny. (West) und Roachdale. Chicago Expreß ..11 60Vm Cincinnati Expreß 2 40Nrr
S bkdtUtlAe:p. P. P tlor C-. C Cbair
Futzspwn.
Äntusfl 9 2SB 9 25V m 10 Z0ÄM 11 20Vm 3 10Nm 5 10Nm 8 16Nm 6 46NM 11 46Nm Union City Accom tägl Elkhart Accom, nur Sonntgs Fort Wayne & Elk Exvreß p Southweftern Ltd tgl äs.. .. St Louis Ltd tgl ä s B H'b'r Expreß p s Union Eity & Clev Ace New Jork Hzpreß täglich.... New Jork Ltd tägl s Division. Fair Honte 9t New Aork Expreß täglich .. 4 20Bm St. LouiS Expreß tägl s 7 40Am Mat'n k T Haute Ace 10 35Bm N 9 & Boston Lim tsgl p cl s 2 SNm St Louis Mail 5 35ÄV Knickerbocker Sv täglich a & d 6 10&m i Division. Cincinnati Acc täg?ausg Sonl0 25Vu Chic &St2 Expreß tgdgH pll 40Vm Chicago LouS & St L Erpreßll 405 White City Spezial p 3 25Nr Cinc & 3nd Acc ausg Son.. 6 55Rrn Cinc 3nd & St Ö Expr tgs..11 50Rm Chic k Lou Nachtexpreß tg s 11 40N Division. Division.
3 40Vm Louisv & Madison Acc 10 lOBrn 7 OOVm Lou & Chic F L tägl p b....H30Vm 7 30Vm Louisville u. Madison Ace . .ö 40Nu. 8 06Vm LouiSv & Pittsb g L täglich s 6 35N 3 55Nrn Madison Accomm SonntagS 9 15Vm 3 65Nm Lou & ChiF Expr. täglich ll.öO Rchi 6 45Nm 6:45 Nm vandalia (ine.
Ankunft New Sork Expreß täglich 8. . 3 2VVm St Louis Expreß täglich s d 6 6(,Vm Schneller Erpreß täglich ... 7 55Vm Terre Haute Efsing Acc tägl 10 25Vm Atlantic Exvreb täglich d 8 b 2 50ökm St Louiö Mail & Exp täglich 4 45N The NA Limites täglich sd b 6 30Nm Ctr. D. Dtnla? Cr. B -Brffet Cir.
