Indiana Tribüne, Volume 26, Number 302, Indianapolis, Marion County, 13 August 1903 — Page 5

Indianer Tribüne, 13. August 1903.

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"Das Erlebnis K 4 o o o einer 'flacht o Erzählung von Fclix Jtörmann 070VC70707C700VOTOT070707C (Schluß.) Der Leutnant wollt? reden, danken, aber sei?.? Erschütterung war zu groß, es faxn nur zu einem unzusannienhängenden Stainn-.cln, das der alte Mann liebenswürdig und rasch abschnitt. Gcfion gut, ich will Ihnen gern alles glauben, was Sie mir jetzt da sagen wollen. Ich kann mir das garz gut vorstellen, daß es sehr schön ist, gleitet zu werden, wenn man es gar nicht n:ehr erwarten durfte. Leider ereignet sich dieser Fall im Allgemeinen selten man muß es sich für gewöhnlich gefallen lassen, nicht nur seine, Thaten Quszuführen. sondern auch ihre Folgen zu tragen. Adieu, junge? Freund seien Sie vernünftig und glücklich, und lassen Sie das Spiel, Sie sind nicht kalt genug dazu." Ein freundliches Grinsen auf den hageren Zügen wandte sich der alte Mann ab und verschwand mit langsamen Schritten in eine? dunklen Seitengasse. Nadianski starrte ihm nach wie einer himmlischen Erscheinung. Er wäre ihm gern zu Füßen gestürzt, er hätte ihm gern die Hände geküßt, aber er war wie gelähmt. Als sich der Sturm seines Innern etwas beruhigt hatte, besah er sich beim Schein der trüben Straßenlaterne das Geld, das er, zerknittert von seinem Weinkrampf. zwischen den Händen hielt. So war es wirklich wahr, keine Fiebertäuschung, keine trügerische Einbildung, die sich lösen mußte; er zählte wenn man zählen kann, ist man doch bei Verstand er zählt: noch einmal, es waren viertausend Gulden. Er .war gerettet, wirtlich gerettet, von einem fremden Menschen, den er nie vorher gesehen oder wenigstens nicht beachtet hatte. Einen Augenblick hatte er den Gedanken. es ist vielleicht eine Falle, in die n mich gelockt hat, aber dann wies er den Gedanken zurück was kann ihm der fremde Mann Böses wollen, was könnte er mit ihm vorhaben! Es war einfach ein guter Mensch, dem er leid that. Vielleicht war der alte Mann als junger Mensch in einer ähnlichen Situation gewesen und hatte sich die Empfindunz lebendig erhalten. Mit raschem Griff raffte er die Tschapka vom Boden auf, stülpte sie auf's Ohr. nachdem er das Geld noch in der Brusttasche sicher verwahrt hatte und mit wiegenden Schritten eilte er -von dannen, in den leise grauenden Morgen hinein. Ein Blick auf die Uhr belehrte ihn, daß er noch eine volle Stunde Zeit hatte, um sich hinstrecken zu können. Endlich war es aber doch Zeit, nach Hause zu gehen. Sein Bursche war schon auf und bereitete ihm das Frühstück. Aber das gewöhnliche Frühstück war ihm viel zu wenig. Er mußte Eier haben und Pasuto und Honig. Er hatte einen Hunger, als ob er wochenlang nichts gegessen hätte. Mit mahlenden Kinnbacken noch steckte er zwölfhundert Gulden, den Spielverlust, den er schuldig war, in ein Kouvert und wies den Burschen an, die Kameraden aufzusuchen, die seine Rückkehr oder die Katastrophe erwarten mußten, dann begab er sich hinunter zu seinen Leuten, musterte noch Menschen und Pferde, fand alles in bester Ordnung, schwang sich in den Sattel und trabte mit seinen Ulanen beim Käserncnthor hinaus. An tat Porta Benezia erwarteten ihn die Kaiserjäger, die sich ihm anschlössen. Und gleichmäßig erklangen bald darauf auf der weißen Landstraße, die noch im kühlen Morgenschatten schlief. Marschschritt und 'ferdegetrappel, das sich in der Richtung auf San Girolamo weiter und weiter verlor. - Leutnant Nadianski, die Karte am Sattel, dicht gefolgt vom Trompeter, hielt die Spitze und hing im Sattel elegant und bequem, der geborene Reiter, eine Freude für jeden, der ihn sah. Und Gewiensbisse spürte er gar keine, aber schon gar keine, nur eine kleine Nachdenklichkeit lag wie ein dunkles Wölkchen am fernsten untersten Rand seines Horizonts. Was die Kamcraden sagen würden! Ob der alte Mann wobl reinen Mund halten würde? Einen Moment lang wurde er sehr ernst, er mußte an den Oberleutnant denken, wenn der den Zusammenhang der Dinge erriethe. L!adianskis hübsches Gesicht bekam einen brutalen Ausdruck. Jetzt lebte er einmal und wollte leben wenn er vielleicht auch, sich selbst gegenüber kaum eingestanden und ängstlich umgangen, ein unsicheres Gefühl hatte die Andern hatten ihn nach wie vor für voll zu nehmen. Sein Gesicht verzerrte sich bis zum cynischen Trotz: er hatte gespielt gut, verspielt auch gut; wer konnte ihm beweisen, daß er nicht das Recht gehabt hatte, zu spielen! War er nicht mit den Worten aufgestanden, daß er nach Hause gehe, frische Münze zu holen? Freilich, der alte Mann hatte den Zusammenhang errathen, aber der hatte ihn schlapp gesehen, der konnte errathen, die Kameraden jedoch übrigenserrathen soll jeder, was er will, ao:r sagen, sagen wird es keiner, und

wenn es einer wagen sollte, der Oderleutnant vielleicht wenn er nur den Schatten einer Verdächtigung, einer Anspielung empfinden sollte seine Faust umklammerte den Säbelgriff: er wird kämpfen um sein Leben und um seine Ehre. Auf einmal begann er zu lachen; er kam sich ganz dumm vor mit seinen Wahngedanken, ganz übertrieben und komisch, er war doch sonst nicht so bedenklich, er hatte eine Dummheit gemacht, die Dummheit war ausgeglichen worden, und jetzt ezistirte sie einfach nicht mehr. Radianski drückte seinem Gaul die Kniee in die Rippen und flog fröhlich in kurzem Galopp seinen Leuten voraus. Er wollte ein gutes Gewissen haben, um jeden Preis! Indessen sich der Zug mit seinem Führer dem Ort der Bestimmung näherte, gerieth Mantua in eine beispiellose Aufregung. Ein Gerücht flatterte auf, erst unbestimmt und ungläubig aufgenommen, schließlich immer bestimmter austretend, bis es sich als Thatsache erwies. Der greise Podesta Veronas hatte sich beim ersten Morgengrauen erschossen. nachdem er, wie es sich herausstellte, die ganze Nacht noch im Kafe auf der Piazza verbracht hatte. Im Verlauf des Tages wurden auch die Gründe bekannt, die den alten Mann, der so viele Würden und Aemter cuf seinem Haupt vereinigt hatte, zu dieser That bewogen hatten. Ein Brief, dem Kommandanten Mantuas zugedacht, gab die erwünschten Aufklärungcn, die wie ein Blitzschlag wirkten. Kein Mensch hatte den alten Po-

desta, der als einsamer Junggeselle lebte, wirklich gekannt und durchschaut. Er war anders gewesen, ganz anders, als seine Mitbürger meinten, die ihn als ihresgleichen geschätzt und angesprochen hatten.. Der alte Podesta hatte die Zwangsanleihe, die die Militärbehörde in den nächsten Tagen bei der Stadt machen loollte, gefürchtet. Es wäre bei dieser Gelegenheit offenbar geworden, daß er das Vertrauen seiner Stadt seit Iahren getäuscht hatte und in den siädtischen Kassen Unsummen fehlten, die er für sich verbraucht hatte. Der Podesta erklärte weiter, daß er zu alt und. zu bequem sei, um in letzter Stunde zu flüchten; was aber den Tod anbelangt, so zöge er vor, sich selbst zu tödten, anstatt standrechtlich justifizirt zu werden. AlsRadianski am spätenNachmittag von seiner Requisition zurückkam, erfuhr er den Tod des Podesta. Er fiel ohnmächtig zusammen, als ihm zu Bewußtsein kam, wem er seine Rettung zu verdanken hatte. Eine unendliche Fülle von Gedanken und Entschlüssen durchkreuzte in den nächsten Tagen das Gehirn des jungen Mannes. Er wußte nicht, ob er zu leren oder zu sierben hatte. Er wollte seinem Oberst bekennen und die Entscheidung ihm anheimstellen. Schließlich schien es ihm aber doch als das Angemenenste. einstweilen weiterzuleben, weil er sich sagen mußte, daß in den schweren Tagen, die der Armee bevorstanden, jeder, auch der unbedeutendste Subalternoffizier, von Werth und Bedeutung werden konnte. Er beschloß die Entscheidung über sein Schicksal bis zur Beendigung des Feldzuges aufzuschieben. Wenige Tage nach diesem Vorfall wurden die Ulanen zum Hauptquartier berufen und durch Dragoner ersetzt. Auf diese Weise kam der Leutnant Radianski zur aktiven Theilnahme an den Gefechten bei Mortera und zeichnete sich so sehr aus, daß ihn der Marschall zum Oberleutnant beförderte und er seiner Kaltblütigkeit wegen dem Generalstab als Adjutant zugetheilt wurde. Aber er war nicht mehr der Gleiche wie vorher. Sein Gesicht war gelb und mager geworden, jede Freudigkeit war von ihn: gewichen. Er lebte und arbeitete wie eine Maschine, that seine Pflicht und mehr als seine Pflicht, aber scheinbar ohne jede innere Antheilnähme. In Momenten der Ruhe brütete er apathisch vor sich hin. Auf seinen eigenen Wunsch wurde er jedoch wieder zur Schwadron zurückversetzt, weil er die Thätigkeit als Adjutant als seinem Wesen nicht entsprechend fand. Er vertrug eine Existenz nicht, die verhältnißmäßig mühelos, ihn nur selten wirklich energisch in Anspruch nahm. Er wollte nicht so viel Zeit für sich und seine Gedanken übrig behalten. Der Feldzug 'dieses Jahres entschied sich im Herbst vor den Thoren Mailands zu Gunsten der Armee. Radianski betheiligte sich an der Verfolgung des bereits geschlagenen Feindes. Er war wieder einmal seinen Ulanen weit vorausgeritten, als er sich plötzlich mitten in einem deformirten Karree piemontesischer Schützen sah, als einziges und willkommenes Ziel für zahllose Kugeln. Er fiel zu Tode getroffen. Es gewinnt beinah den Anschein, als ob er nicht ohne Absicht sich so isolirt hatte wie wenn er trotz seiner glänzenden Position nach außen, unmittelbar vor dem Rittmeister stehend, sich dennoch nicht würdig genug erachtete, den siegreichen Einzug des Marschalls in das wiedereroberte Mailand mitzumachen. Ein angefangener Brief an seinen jüngeren Bruder, der damals noch zu Neustadt in der Theresianischen Militärakademie stand, deutet wenigstens entfernt darauf hin. Er beklagte , in diesen Zeilen mit beweglichen Worten, kein Privatvermögen zu besitzen, das ihm ermöglichen würde, einen Schaden endlich autzumachen, der ihn seelisch be-

drücke obwohl ihn'selbst nur' indirekt ein Verschulden träfe und kein Gericht der Welt ihn verurtheilen könne, als sein eigenes Gefühl, das im letzten Jahr krankhaft geweigert, ihm über kurz ode? lang sein Schicksal bereiten werde. Hais Drachcnltatton. ZilUn& der Hamburger Seewarte a hocdge legener stelle errichtet. In der Nähe des hochgelegenen Ortes Groß-Borstel hat die 'deutsche Seewarte in Hamburg unlängst eine neue Trachenstation eingerichtet. Die alte provisorische Station in Eimsbüttel wurde dahin überführt. Durch Beschaffung weiterer Apparate ist die Statwn jetzt vergrößert. Leiter der Station, auf welcher an drei Tagen in der Woche gearbeitet wird, ist Professor Dr. Köppen von der Seewarte, dem in Dr. Berlewitz ein Assistent beigegeben ist. Die Station ist mit einem Benzinmotor ausgerüstet, der das Aufsteigen und Einziehen der großen Drachen desorgt. Zur Verwendung gelangen nur Hargrave- (Kasten-) Drachen, die sich durch besonders große Stabilität auszeichnen. Zum Halten der Drachen wird Stahldraht in einer von oben nach unten zunehmenden Stärke (0.6. 0.7, 0.8 Millimeter) verwendet, von dem 1000 Meter 3 4 Kilogramm wiegen. Bei hohem Aufsteigen des Hauptdraches werden wegen der steigenden Schwere des Dahtes Tragedrachen verwendet. Der Hauptdrachcn trägt in seinem Inneren das registrirende Instrument, welches die Kurven des Luftdrucks, der Temperatur, der relativen Feuchtigkeit und der Windgeschwindigkeit aufzeichnet. , Auf der alten provisorischen Station erzielte man Höhen bis 2600 Meter, wobei der Drache bereits oft in den Wolken verschwindet. Am 16. April gerieth der Drachen der provisorischen Station sogar in ein Gewitter, das einen Blitz in den Draht des Drachens entsandte, so daß der Drachen weit entfloh. Mit der neuen Station gedenkt man Höhen von 6000 Meter zu erreichen. (yine MajcstätSbcleidigung. Die Japaner haben, ohne zu wollen, ein ausgezeichnetes Mittel gefunden, um die Fälschung ihrer sehr gesuchten alten Marken zu verhindern. Sie haben in jede der vor 1372 liegenden Emissionen ein symbolisches Ehrysanthemum mit 16 Blumenblättern gesetzt. Die japanischen Künstler, die sehr geschickt in Nachahmungen sind, haben alle Serien alter Marken vorzüglich hergestellt, ihren Ehrysanihemen aber sorgfältig 14, 15 oder 17 Blumenblätter gegeben. Bei Blumen mit 16 laufen sie nämlich Gefahr, daß sie sich den Bauch aufschlitzen lassen müssen, und das vermeidet auch der eifrigste Fälscher lieber. ,Jn Japan steht nämlich die Todesstrafe auf Nachahmung des kaiserlichen Symbols, aber nur das Chrysanthemum mit 16 Blumenblättern ist die kaiserliche Blume, das Sinnbild des japanischen Staates. Die japanischen Nachahmer hüten sie also davor, und man kennt kein , einziges Beispiel dieses Verbrechens. D'e wenigen japanischen" Fälschunacu mit der offiziellen Anzahl Blumenblatter sind in Eurova beraestellt.

Scllcne Gcistcsgegcnwart. Im kritische Nomcnt ergriff ein Feuerwehr, k"tschcr daö Rechte. Der New Iorker Feuerwehrmann Michael Martin, Fuhrmann des Schlauchwagens einer Spritzenkompagnie, legte dieser Tage eine beinahe unglaubliche Geistesgegenwart an den Tag. Auf dem Wege zu einem Feuer lenkte er seine feurigen Pferde in voller Karriere eine Straße entlang, als er an eine Kreuzung gelangte, wo ein kleines jähriges Mädchen mit anderen Kindern spielte. Als die letzteren die Pferde herangaloppiren sahen, flüchteten sie eiligst auf das Trottoir. und nur die Fünfjährige blieb wie gelähmt mitten auf der Straße stehen. Entsetzt schrieen die Leute auf beiden Seiten der Straße auf, und Niemand wagte es, der Kleinen beizuspringen, da die Pferde nur noch 20 Schritte von der Aermsten entfernt waren. Der brave Nosselenker Martin sah die Gefahr des Kindes, war aber nicht im Stande, die Pferde zum Halten zu bringen. Er , sah ein, daß die Räder des schweren Schlauchwagens, wenn er nur ein wenig rechts oder links abbog, über den Körper des Mädchens fahren würden. Da faßte er einen verzweifelten Entschluß. Ohne auch nur um einen Zoll von seiner Bahn abzuweichen, jagir r geradenwegs auf die Kleine los. Hunderte standen wie erstarrt auf den Trottoirs und schlössen unwillkürlich die Augen, denn im nächsten Augenblick mußte das Kind unter den Rädern zermalmt werden. Aus einem Fenster ertönte ein grausiger Schrei des Entsetzens. Die Mutter hatte die Gefahr ihres Kindes gesehen. Im nächsten Moment aber streifte die Deichsel den Kopf des Mädchens; die Kleine fiel zu Boden und der Wagen donnerte über sie hinweg. Sie hatte außer einer leichten Wunde am Kopfe keine Verletzungen erlitten. Kondcrbar-. Gast: Fnm Wirthin, was ist denn das mit dem Honig, der ist ja ganz ungenießbar?" W i r t h i n : Warum net gar, und i hab' no extra an Insektenpulver oben drauf rumg'streut, daß mer dös Ungeziefer n'ö! dran atat

3-5- .. '----?- rnTy I ! jl 5 -- , Inland -X-H-K-i-H' ! ! : M-H-K' Negerin erlitt den H ä n g e t o d. In South McAlcester, Ind. Terr., wurde vor Kurzem Dora Wright. die ein sieben Jahre altes Mädchen zu Tod geprügelt hatte, gehängt. Es war die erste Frauensperson, die in dieser Gegend hingerichtet wurde. Sie und das todtgeprügelte Kind waren Farbige. Ein Engel schützte ihn. Der fünfjährige Jakob Lindeke in St. Paul stürzte letzthin von einer 30 Fuß hohen Leiter und kam mit einer Wunde an der rechtenWange davon. DerKnabe hatte zugesehen, wie ein Haus mit einem neuen Schindeldache versehen wurde. Als die Arbeiter fortgegangen waren, stieg-er die Leiter hinauf, verlor das Gleichgewicht und stürzte hinab. Neue Dnamitfabrik. Washburn in Wisconsin wird demnächst eine große Dynamitfabrik erhalten. Es sollen 300 oder 400 Personen Anstellung- erhalten. Die Fabrik, hinter welcher Kapitalisten aus Milwaukce stehen, sott eine der größten der Welt werden. Die Stadt Washburn und die ganze Umgegend sind im Aufblühen begriffen. Viele Einwanderer wenden sich dieser Gegend zu. Friscos Landmarke abgebrannt. Das Eastle" auf Telegraph Hill in San Francisco ist neulich abgebrannt, und zwar glaubt man, daß, diese Landmarke der Stadt durch ein paar Knaben, die mit Streichhölzern spielten, zerstört worden ist. Das ..Castle" wurde vor 23 Jahren von Adolf Sutro erbaut, welcher dasselbe als Aussichtsthurm plante, doch gerieth der Platz bald durch einen schweren Kabelwagen-Unfall in Mißkredit und wurde zuletzt als Wirthschaft betrieben, ohne jedoch gute Geschäfte zu machen. D r e i u n d v ie r z i g Jahre unter Wasser. Ein Taucher stieg dieser Tage in das Wrack des Dampfers Hungarian" hinab, welcher vor 43 Jahren mit allen Leuten an Bord auf den Untiefen des Cape Sable, N. S., unterging. Der Hintersteven und die beiden Seiten des Dampfers stehen noch und auch der Schaft ist noch in seiner richtigen Lage. Ter Taucher konnte auch bemerken, daß einzelne Theile der Ladung noch erhalten zu sein scheinen. Der Rumpf des Schiffes war verhältnißmäßig fri von Seethieren und Seepflanzen, und man wird jetzt den Versuch machen, eirn Theil der Ladung zu heben. .Kreuzte 3 30 Mal den Oz e a n. Der Chefingenieur des Hamburger Hapag-Dampfers Pretotia;" Theo.- Heinzen, hat seit Kurzem 100 Reisen m seiner Eigenschaft als Obermaschinist hinter sich. Im Ganzen machte der Jubilar, der seit dem 20. März 1871 der Hamburger Limangehört und somit der älteste Angestellte derselben unter dem Maschinenpersonal ist, 165 Ozeanreisen, das hrißl, er kreuzte den Ozean 330 Mal. Heinzen wurde am 2. März 1851 in Altona geboren. Am 13. März 1882 wurde er-zum Ober-Maschinisten' befördert und führte in dieser Stellung folgende Schiffe: Allemania," Polaria," Gothm," Rugia," Canada," Persia," eine Reise auf der Augusta Victoria" nach dem Nord Kap, Brasilia" und Pretoria." Geistesgegenwart eines P r i e st e rs. Rev. James Timmins, Rektor der katholischen St. Michaelskirche in Ehester, Pa., machte, als er dieser Tage die Seelenmesse für den verstorbenen Papst Leo XIIl! celebrirte, plötzlich die Entdeckung, daß die auf dem Altar stehenden brennenden Kerzen die Trauerdrapcrie in Brand gesteckt hatten. Ohne seinen Gesang zu unterbrechen, winkte der Priester, der seine Geistesgegenwart auch nicht einen Augenblick verlor, einen Ministranten herbei und deutete demselben durch Zeichen an. die Flammen zu ersticken. Der Messediener, Patrick Brannan, entledigte sich so rasch und unauffällig, als es nur ging, feines Rockes, warf denselben auf die brennende Altardekoration und erstickte die Flammen. Die Kirche war zur Zei mit Andächtigen dicht gefüllt, und eine Panik wäre unausbleiblich gewcser., hätte Rev. Timmins sich nicht de.Situation gewachsen gezeigt. Resolute Tante. Der 17jährige Karl Palmer von 'Mankato, Nttnn., begegnete kürzlich in St. Paul der um ein Jahr jüngererc Ella Burgeß von Bethany, Mo., die früher in erstgenanntem Ort bei ihren Eltern gewohnt, auf der Straße. Sie hatten sich damals wie Kinder gern'gehabi, nun loderte die alte Flamme auf und das Pärchen beschloß, .gleich den Bund für's Leben zu schließe. Da sie die Zustimmung der Eltern nicht erlangen konnten, wurde der Plan entworfen, daß Schön-Ella unter dem Vorwand, eine Tante in Minneapolis zu U suchen, dorthin sich begäbe und das Paar sich dort treffen folle. Es geschah auch so. doch die Tante Hatte-Ver-dacht geschöpft, denn als das Pärchen im Courthouse sich den Heirathserlaubnißschein holen wollte, hatte die Tante dem Clerk telephonirt, den Schein zu verweigern. Ebenso erging es ihne.i im Courthouse zu St. Paul, wohin b'it resolute Tante ebenfalls telephonirt hatte. So wird das Pärchen sich wohl ncch'eine Zeitlang gedulden müssen.

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