Indiana Tribüne, Volume 26, Number 300, Indianapolis, Marion County, 11 August 1903 — Page 5

Jndwna Tribüne, ,11. August 1903.

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mm .t K H. mm mm m LK KK XX XX linmat xx xx s rechten xx xx . Von Luise XX A XX 4 'f'A fe fc 34 fett tt tttt tttt (Schluß.) Ich bin zu spät gekommen." Wie ein Automat sagte er daZ Wort, das ihm seit zwei Stunden im Hirn brannte. Er wußte kaum, daß e: es sagte. Die es hörten, brachen in ein unbändiges Gelächter aus. Sie schrieen, sie brüllten. All wieder 'mal! Svensen is zu spät gekommen! Hurrah!" Svensen sah sie an, ganz ruhig, ganz geduldig. Sein Schmerz war zu groß, um ..dem Aerger über ihren Spott Raum zu lassen, Ja, da über lacht Ihr nu. Ihr wißt nich, wie das is, zu spät! immers zu spät! Ich' hab' kein ausverschämten Wünsche, Gott bewahr', nee! Aber ein büschen was, was mich freut oder meintswegen auch gar nix, was mich freut, nix aus der Welt! Aber das, was ich gern möcht', immers vor Au gen, immers vor der Hand! Un denn zu spät zu spät, so wie ich zufaff das is zu slimm! Das is zu un zu slimm!" .Das is Dein eigen Schuld, Sven sen." Meinst? Nee. Hamburger, nee! Mein Schuld is das nich, das is 'n Schicksal. Oder is vielleicht' das auch mein Schuld, daß ich zu spät geboren bin? Un das bin ich. Fünf Deerns haben wir zu Haus gehabt un Vater hat bannig um 'n Jungen .gestöhnt. Un denn, wie ich kam, da lag er all lang auf 'n Grund der See. Mein Mutter abers hat mir das immers nachgetragen, daß ich nich fixer gewesen bin Gott vergeb's ihr! Sie würd' bald gans unbehilflich un kindisch un die Teerns konnten nix für ihr thun. Wie ich abers endlich so weit kam ich hatt' mich's sauer drum werden lassen da durft' ich ihr das Sarg kaufen un ein eifern Kreuz - auf 'n Kirchhof in Kappeln, un das war allens, un war nich mein Schuld, Hamburger, daß es nich mehr sein konnt'. Un auf die Art ging mich das nu weiter. Was mein Onkel un Meister war, der Smied, hatt' noch ein Geswisterkind in seiner Lehr', un weil ihn kein eigene Kinners 'rumliefen, wollt' er ein von uns in sein Smiede setzen. Es sollt' abers der sein, der ihn an fixesten un. solidesten ein Pflug arbeiten würd'. Na. Hinrichsen smiedeie denn gleich drauf los, das ging hast? nich gesehn ein gansen jämmerlichen Postüür von ein Pfl.lg. Ich abers bedenk' mich das erst von wegen dem richtigen Material un Verhältnissen un was dazu gehört un denn geh' ich bei. Onkel bat nachmalen für mein Arbeit in Kiel auf der Ausstellung die ehrende Anerkennung bekommn. Abers naturl:az m 'n ui konnt' icy 10 'n Stück nich 'herstellen. Un so kriegt' mein Geswisterkind die Smiede, weil daß er 'n büschen eher fertig würd' mit sein Sudelkram. Ich abers, möcht' nu aar kein Amboß mehr sehn un kam nach 'n Kanal un war mich allens egal. Abers der Mensch kommt von sein Dummheit nich los. Wenn er's auch vor Augen sieht, dan ihn allens kon tr'är acht. Er patscht immer wieder zu. Das war nu so 'n Dcern wenn mich das bei die geglückt wär', denn mem' ich wohl, ich hatt's gleich Mit Gleich aerechnet mit meine andre Schick salswendungen un hätt' mir einmal gefreut, daß ich auf der Welt bin. Abers nu war das ja auch wieder zu spät! Nich, daß sie mir nich leiden mag; man blos ich kam zu fpät zu spät! 3U spat! Die Männer lachten nicht mehr, Unter den Ueberzug von Rohheit, den ein hartes Leben um ihr Gemüth hatte wachsen lassen, drang die schlichte Klage des unglücklichen Mannes und erweckte ihr Mitgefühl. Der Berliner legte ganz väterlich dem Betrübten die Hand auf die Schulter. .Weeßte, Kamerad, da mußt Du Dir jar nischt aus machen. Das Leben ist sozusagen 'ne Art Wippe. Wuppdich auf! Wuppdich ab! jeht et. Ais letzt hast Du die untere Seite oe- . r t i . " , vorzugi, aoer pay Äaziung, zanz inon liÄ schnellste ruf .Nee," versicherte Svensen verstockt. Jch bleib' immers unten sitzen. 3q versuch' das nu auch gar nich mehr." .Nu, nu beschwichtigte der Hamburger. und der rothhaarige Lehrbub aab auch seinen 2ro t prucy. .Da solln doch 'ne Million mehr Deerns als Burschen exisiiren. Svensen, unter so viele wird gewiß eine Dir leiden mögen." Svensen hatte die Hände über dem Knie verscklunaen. Er drückte sie in seinem Kummer so fest ineinander, daß die Gelenke knackten und die Wurzeln der braunen ??inaer weiß wurden, Eine Weile sagte er gar nichts. Die Andern schwieaen auck, Sie waren gekommen, um zu lachen; es war ihnen aber mcht mebr lustig zu Muth. .Wissen möcht' ich blos, wozu so ein wie ich auf der Welt is," murmelte end liü Svensen. .Nee." verwies der Hamburger, .das mußt so 'n Nenntier fragen, das den f. Cyfc- ryy titr Ifrnt sZ fftTtf lUUltit ivvitvt f

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mm m.K mm LK mm mm mm .K mm KK F AH Geschichte von der UordKante Wcstkirch , ira '8 fett K (4 fett Koupongs 'runterjchneiven. ii'un ich. wir sind bei un bau n den Kanal. Das is em großen Ding! Un wenn jedereiner da auch man ein Spierchen beitragt dazu gehören wir! .Ja." stimmten die Andern lc, da?u C!f!!5ren wir alle Mann. Un das is nix Kleines, . Svcnftn. )a kannst tüchtig stolz aus fern. Aber Svensen schüttelte den Kops ungetröstct. Er war nicht stolz. Was kümmerte ihn der Kanal? Was kummerte ihn die Menschheit? Was künftige Jahrhunderte? Sein persönliches Mißgeschick lastete unerträglich aus ihm. .Einmal in mein Leben man möcht ich zur rechten Zeit kommen," murmelte er in die Ferne starrend. .Aber ich seh' schcn, da wird nix aus. Ich bin nich zu rechter Zeit in die Welt 'reinkommen, ich werd' maz zur rechten Zeit aus ihr 'rauögehen. Un zwischen beides zu spat! Jmmerlos zu spat: D:e Arbeiter wußten nun nichts Tröstliches mehr zu sagen, sie wandten sich zum Gehen. .Kommst mit. Srensen? Wir wollen einen auf die Lampe gießen. Das Grillenfangen laß man nach. Da is noch kein' fett von geworden." Aber Svensen wiederholte: .Nee. nee. Laßt mir man zufrieden." Tie Schritte der Männer verhallten. es ward ganz still auf dem Schleusengründ. Nur in der Ferne schrappten und prusteten die Bagger. Die Sonne, die sich zum Untergang neigte, zog ihre Strahlen aus der Tiefe des Abgrunds zurück. Nur hoch über dem einsam Grübelnden, am Rand der Böschung. zitterte noch unaufhaltsam aufwärts steigend ihr Schein. Svensen stand auf. Die Brust ward ihm eng in der dämmerigen Klamm. Ten Küstensohn packte die Sehnsucht nach dem wehenden Seewind, dem weiten Himmel. Schwerfällig stampfte er die Leitern hinauf und über das Sandplateau zum Strand. Da lag sie vor ihm, die weite, tief blaue Kiele? Föhrde, ein kleines Meer für sich, umkränzt von Buchenwäldern, von Villen, von blühenden Ortschaften. Das freundliche Helkcndorf drüben! Laboe. versteckt in seinen Gebüschen und Bäumen! Weiße Segel glitten über die glitzernden ultramarinblaucn Wellen, flinke Vergnügungsdampfer von Küste zu Küste. Frachtkahne kro chen wie schwerfällige Käfer über die gläserne Fläche hin bis zu dem Leuchtthurm, der einsam vor der Citadelle von Fnedrichsort. mitten in den Was fern stehend, die Wacht vor dem Hafen hält, wie eine kolossale Säule seine Einfahrt theilend m ein Doppelthor, durch das der Verkehr hinausfluthet in's offene Meer, hinein in den Schutz des Hafens. Weiter nach Kiel zu leuchteten hie und da der tteifce Numpf, die gelben Schornsteine eines mächtigen Panzers auf. Und über all dies Wogen und Treiben, über die weißen Segel und die duntlen Scgel, die Kronen der stämmigen Buchen, über die tanzenden Wellen und die hellen Landhäuser am Ufer goß die sinkende Sonne ihren rothgelben Glast und Schimmer, daß wie bei einer Festillumination Licht aus allen Gegenstanden hervorzubrechen schien, eine Ausstrahlung gleich sam der inneren, unbändigen Lebens freude und Lebenslust. Nicht gut ist's für den Leidvollen an solchem Abend auf solch gesegnete Ufer zu blicken. Jeder Lichtreflex, der das Bild farbiger, .lachender gestaltete, bohrte sich als siechender Schmerz in Svensens gramumdusterte Seele. Dumm is die Sonne." dachte er dumpf. Da glänzt sie nu auf meine Uhrkette, ich glaube gar in meine Auqens un was hab' ich doch mit ihr 31 schaffen? Wär' ich todt un triebe da auf dem Wasser, sie würde mir roth anmalen, gerade so wie das Stück Holz, das drüben swimmt. Dabei überkam ihn mit jähem Er schrecken, mit unheimlich gewalt'ger Lockung die Vorstellung, daß es.sczön sem müiie. empfindungslos zu trenen wie das Stück Holz dort, die Wärme der Sonne nicht mehr zu fühlen und nich! den zusammenziehenden Schmerz in der Brust. Wie oft füllte er sie noch auf- und untergehen sehen, aus und unter'.' Immer dasselbe Spiel. Ein langweiliges Spiel, wenn weder Aus noch Untergang etwas andres bring als eine pompöse Schaustellung von Licht! Und immer dasselbe, Tag für Tag. bis er ein alter Mann war. der vor seinem Stift ode? Spittcl fröstelnd ihren letzten Strahlen entgegenkroch das gewöhnliche Ende eines alleinr i r i - j. steyenoen Viroeuers eruagiiaj nur wenn für seine Kümmerlichkeit sroy g nossene Jugend im Voraus entschädig hat. .Wenn ich jetzt aradaus ging." dacht er, .immerzu aradaus, , übe? dem blauen Tang weg, hin nach den schönen rothen Sonnensweis aus das Wajjer da wo nu der große Dampfer fährt denn war' ich moraen gansen in Nun braucht' meine Karre nich länger zu ,cü:eben. mü von Ausübe? Voianzk

zrrr Zeit

mir anschreien zu lassen, braucht' kein

Sttasgroschens mehr zu zaylen, .n?eu ich zu spät komm'." Und mechanisch ging er weiter und weiter, bis das Wasser seine Füße netzte. .Weinen würd' da Niemand um." überlegte er. .Blos daß es Gottes, Wille vielleicht mch is. denn sonst hätt' er letzten Montag wohl mir von das Gerüste abstürzen lassen un nich den Sachsen. Kann sein aber auch, er hat da nix gegen, es is nu dem richtigen Augenblick, blos ich verpass' ihn wieder mit mein dummes Besinnen. &x fand aber doch, daß Besinnen rn solchem Fall räthlicher sei, wandte sich dem Lande zu und klomm das hohe Ufer hinauf. Dort warf er sich in das üppige Kraut von Weidenröschen. Veroniken und Brombeeren, das den Rand der Böschung überwucherte und versuchte Ordnung m seine schwersal ligen Gedankenreihen zu bringen. Aber matt von Arbeit und Fasten versank er in eine Art von Lethargie. Er sah die Sonnenreflexe auf dem Wasser langsam erbleichen, in Dämmerung und Duft .die waldige Küste drüben .verschwimmen. Er fühlte den Thau herabsinken auf sein unbedecktes Haupt und seine heiße Stirn kühlen. Müd' lag er, reglos, mit einem stumpfen Wohlbehagen die Schönheit der Welt in sich eintrinkend, aus der er bald wegscheiden würde. Sie war für Menschen. die zu rechter Zeit kamen, wie die Sonne es that, und die Fluth. Abend und Morgen, Sommer und Winter. Seinesqleichen verdarben nur ihr Gleichmaß. Kein Wunder, daß ein Mädchen, das schon und froh war wie ein Sommerrag, ihn nicht mochte. Ja.' er würde gehen. Inzwischen lag er still schauend, eingebettet in das blühende Kraut, fast so wunschlos, gedankenlos befriedigt wie die Pflanzen um ihn her. Eingeschlafen war der brennende Schmerz in seinem Herzen. Der Friede der Natur hatte ihn eingelullt und die Nähe des Todes. Soll der dem Leben fluchen, der von ihm Abschied nimmt? Abschiednehmende segnen! Aber es eilte .ihm nicht, zu gehen. Er dachte an seine Jugend, an seine Mutter; er dachte an Doris. Wer war ihm bei ihr zuvorgekommen? Der Italiener, der wie ihr Schatten ihr folgte? Der? Ja, sicher, der war's. Der Gedanke verursachte ihm Pein. Er hielt Peretti nicht für einen guten Menschen. Aber was thun, wenn Doris ihn liebte? Liebe fällt wie der Thau wahllos auf die Rose und auf die Nes sel. Die Zeit verstrich, der Vollmond, der. aus der Sonne Scheiden wartend, am Himmelsrand gehangen hatte, begann in Silberlicht zu leuchten. Eine breite Silberbrücke zog er über die unruhig hüpfenden Wellen, eine Straße des Lichts, auf der ein Müder eingehen konnt: zur Ruh'. Die Boote hatten' den Hafen gesucht, die Schiffe warfen die Anker aus. die Möven schliefen. Ruhe auf dem Meer, Ruhe auf dem Land. Friedlich schimmerten die Lichter von Holtenau herüber, die Lichter aus den Arbeiterbaracken. Wie eine Burgruine ragte der noch unfertige Kanalleucht thurm am Strand auf, die dem Mond zugekehrte Seite gebadet in flimmerndem Glast. .Unheimlich schwarze Schatten gähnten wie Abgründe auf zwischen seinen Stützpfeilern, im Inneren feiner Mauern., Und nirgends em Mensch! und nirgends ein lebendiges Wesen! Doch! Das Herz des Einsamen that einen jähen Schlag. Wie mit einem Ruck riß es ihn empor aus der Kräuterwildniß. Er kannte den wiegenden Gang, er kannte das Haar, flimmernd im Mondlicht unter dem weißen Häubchen. Ja, sie war den Weg von Friedrichsort herabgekommen, sie, fein Glück und feine Qual! Auf den Leuchtthurm schritt sie zu aber nicht allein. Jemand war bei ihr. Der Italiener? Nein! Die unverdorbe nen Augen des Enkels einer langen Reihe von Schiffern sahen scharf wie die eines Seeadlers, unbeirrt durch Mondflimmer und Entfernung. Sie erkannten den Mann an des Mädchens Seite, den Landsmann und Kamera den Lorensen. Und in seinem Schmerz dünkte es den Verschmähten schon fast Gluck, daß es der Italiener mcht war. Wie fest sie sich aneinanderschmieg-ten,-wie heiß sie sich küßten im Schutz der mondbeglänzten Mauer! Das silberhelle Lachen des Mädchens klang durch das Zirpen der Grillen im Gras zu Svensen herüber und machte die alten Wunden wieder bluten. Unruhe packte ihn. Was schaute er auf die Glücklichen? Für ihn war's Zeit, zur Ruh' zu gehen. Da stockte jäh sein Fuß. Sein Herz, das schon still zu werden begann im herüberwehenden Frieden des Grabes, schlug plötzlich wie ein Hammer. Er sah ctwas außer dem in sich versunkenen Paar, etwas, das jene nicht sehen konnten: der schwarze Schatten auf. der Rückseite, der Thur'mmauer war lebenbig! Er bewegte sich. Formlos rührte er sich, aber etwas funkelte, glitzerte in ihm Dem einsamen Mann lief es eiskalt über den Rücken, hatte der Nachtthau ihn erkaltet, der seit Stunden auf ihn niedersank? Aufgeregt begann er vor wärts zu schreiten, . vorwärts! nicht zum Meer, landeinwärts mit weiten Schritten, geräuschlos, behutsam, auf daß die Glucklichen ihn mcht wahrten und nicht das Unbekannte, das auf der anderen Seite lauerte, behutsam und doch in Hast! Vorwärts, vorwärts im Wettlauf mit der lautlos rinnenden Zeit; getrieben von einer entsetzlichen Fürcht, der Geißel seines Lebens: nicht

ZU spät m kommen! 'o nur dies eine

Mal micht zu spät kommen! ; Äthemlos erreichte er das Gemäuer. Er mußte sich daran halten, sich erholen vom raschen Lauf. An den Pfeiler gedrückt, horchte er, spähte er vor sich. YMttr sick Mit anaebaltenem Atbem. Nur das Gekose der Liebenden, fern von Holtenau das Schlagen einer Uhr. der weiße Strand, das alikernde Meer. Ader jetzt rieselten Sandkörner, zeyi kroch's hram, wand sich's schlanaen. gleich durch das Dunkel. ' .Halt Du!" Ein Zischen wie von , einer Natter, kaum, hörbar, aber eine Wuth ohne Grenzen sprach daraus. Ein jähes Aufbäumen, ttn geschmeidiges Gleiten: W-Weg!" Umsonst. Svensens Faust hielt eisern, was sie, packte. Sie zwang de Schatten, standzuhalten; sie zernte, sie schleifte ihn hinaus in das grelle Licht, das die Schatten hassen. Und wie eine Vision sah svensen in diesem Licht ein braunes Antlitz, zwei schwarze Augen. glühend in HaH wie eines, Teufels Augen, das Amulett sah er blitzen auf der nackten Brust des Italieners Peretti in seiner freien rechten Hand aber blitzte noch etwas anderes in stechendem Glanz rojt-z ein besonders heller Mondscheinflex Er hascht danach da fährt es ihm zischend in die Brust, ein Blitz, kein milder Mondstrahl. t Seine Kniee biegen sich jäh in bleierne'r Schwere. Seine Finger lockern wi derwillig ihren Griff. Wahr' Dich. Lor.enfen!" Hat er die Worte noch hervorgebracht? War's nur ein Schrei? Durch den Schleier, der vor seine Augen 'niedersinkt, sieht er den Schatten durch 'das Mondlicht jagen in weiten Sätzen dem Strand zu, dem Weg nach Friedrichsort, fort! fort! Der Tod sitzt ihm auf den Fersen und hetzt den Verlorenen über das Land. Und dann sieht er in ein geliebtes Gesicht, das sich über ihn neigt in Staunen, in banger Sorge, silbernes Haar flimmert vor seinen Augen. Vor seinen Ohren aber braust's' wie stürmgepeitschte Brandung. Schwach nur und wie aus weiter Ferne vernimmt der zu Boden Gesunkene Lorensens Stimme durch das Tosen, der fragt, der forscht. Einen einzigen Namen erhaschier: Peretti?" und er nickt. Er kann nicht sprechen, er ist zu müd'. Die Ruhe kommt, die tiefe Ruh . Da weckt ihn noch einmal der gelle Mchrei des Mädchens, das das Blut 1 1 , V K - flf enioeai yai, oas in unausyaiijamem Strom unter seinem linken Arm hervorquillt. -'Lorensen hat sich über ihn gebeugt, versucht , ihn aufzurichten, zerrt und reißt an ihm m semer Angst. Svensen! Gott bewahr' mich! Hat er Dir gestochen? Lauf fix nach 'n 'Doktor, Doris! Könim," Kamerad, das kann doch nich slimm sem. .'Nee. sagt Svensen, dem auf einmal wieder ganz klar und licht im Kopf wird, und hält Doris am Kleiderrock fest, slimm is das gar nich. Abers gib Dich man kem Muh'. Aus Mefiers verstehn sich die Italieners. Das sitzt. Und er faßt die Hände, die sich ausstrecken, um ihm zu helfen,, die des Mannes, die des Mädchens, und drückt beide fest ineinander. - 'Gott segne Dich, mein Deern! Das is aut so gans gut wie es is Der Mann preßt die Fäuste vor seine naß gewordenen Augen. Er hat einen Blick auf die Wunde geworfen; er versucht keine Hilfe mehr. Schluchzen schüttelt das Madchen. Svensen aber richtet den Oberkörper auf. Seine Augen schauen hell und groß in das Licht des Mondes. Einmal in mein Leben bin ich doch zur rechten Zeit gekommen," sagt er laut und feierlich. Nu is' gut, Gott im Himmel, ich dank' Dir. Und wieder braust die sturmgcpeitschte Brandung in seinem Ohr. Der Mond wird zur Sonne, zum wild durch den Himmel rollenden Feuerrad. Jäh erlischt sem (vlanz. Auch tue randunq schweigt. Dunkel, Stille, sven sens Hand streckt sich, zitternd aus Nach welchem, Ziel? Sie sinkt herab. Stumm lieat das Meer, stumm liegt das Land. Erschüttert beugen zwei Menschen sich über emm Todten., emen Mühseligen, der die glücklichen Tage. die ihnen noch winken, erkauft hat mit seinem Leben. - Er aber liegt stolz befriedigt auf dem blutgetränkten Sand, ein Sieger, wenngleich ohne Denkmal und Lorbeerkranz. Denn sterbend hat er sein Schicksal überwunden, die Schwäche an der sein Leben krankte. Auf den lächelnden Lippen schwebt fort und fort das Wort des Triumphs: Einmal zur rechten Ztit" A m geeignet st en zur Produktion besten Fleisches sind junge 2 bis 3jährige Ochsen mastfahiger Rassen, die fettge grast, haben. Jene Thiere, welche schlechte Futterverwerther - sind und langsam zunehmen, möge man bald ausmerzen, da sie die Mast unnothig verthcuern. Ueberall aber werden ja die betreffende Oertlichkeit und die Wirthschaftsverhältnisse, das Maß der Mästung bedingen. ; Wo letztere auf der Weide geschieht, bleibt es immer, angebracht, die Thiere so fettals möglich werden zu lassen, well hier die Futter kosten und jedweder sonstige Auswand in keinem Verhältniß zum Mehrwerth des ganz fetten Thieres' gegen den Werth des halb fetten stehen. Manche Gegenden lohnen ja auch nur die Er zielung hochfetten Viehes ' ;"

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