Indiana Tribüne, Volume 26, Number 299, Indianapolis, Marion County, 10 August 1903 — Page 5
Indianer Tribüne, 1. August 190.
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(Fortsetzung.) ane Ärvett war dies Siemauswm den. besonders mit leerem Magen; Lorensen empfand's. Oefter als sonst seine Art war, griff er zur Schluckflai'cZ.e. Jch mein', die da später 'mal mit Schiffens durchfahren, werden sich nich vermuthen sein, was für'n Schinderei so ein einzigster Stein ein Menschen doch macht. Oha! Warm is's! Sluck haöcn, Svensen?" Mit einer Karre voll Bauschutt kam Svensen auf dem schmalen Gerüstweg daher, den Kopf mit dem braunen Haarschopf über der Stirn traumverloren gesenkt. Er antwortete nicht. He, Svensen!" Ja, die Sonn' scheint ein büschen warm. Macht nir." Ob Tu Sluc! willst, frägt Lorenscn," sagte ein langer, sehniger Mann, den sie den Hamburger nannten. Seinen Eigennamen hatte der Kanal ihm abgestreift wie vielen Andern. Wie denn?" Der Hamburger wies auf die Flasche. Snaps? Nee, ich nich! Heut nick." Er schob vorüber, keuchend, schwerfällig, versonnen. Ab und zu hielt er einen Augenblick an, athmete laut und sah in die Tiefe, die wie der Schlund einer ungeheuren Cisterne ihm entgegengähnte. Tann löste er die rechte Hand von dem Griff der Schiebkarre, bewegte sie abwägend in der Luft und murmelte Unhörbares. Svensen! Dunderkiel noch ein! Wird das nu bald?" schrie ein Aufscher vom andern Ufer herüber, wo der Schuttwagen bespannt auf die letzte Schiebkarre wartete Ter wird auch alle Tage dösiger," brummte der Hamburger, dem Kämeraden nachsehend. Ein rothhaariger Junge mit offenem Hemde, der wie ein bleicher Affe an einer der Leitern herumturnte, schrie: Oha! Svensen hat 'ne Poussage." Darüber brüllten die Arbeiter vor Lachen. Einer wehrte, noch sich schüttelnd vor Vergnügen: Grashopper! Laß Tu alle Leute zufrieden." Nee," v-rtheidigte sich der Junge, der Danziger, der mit. in sein Bett schläft, sagt, Svensen bürstet alle Sonnabend sein Hut un denn hat er ein ,Nathgeber für Liebende' unter sein Kopfkissen liegen." Neuer Jubel brach los. Der Hamburger schlug sich die weiten vor Lachen. Bist'n Baas, Jung! Bist'n Baas!" Und He? Was?" sagte ein Verliner verlorenes Kind und puffte seinen Nachbar in die Rippen, den Svensen, den koofen . wir uns bei't Vespern. Er muß uns det Mächen nennen. Denn jehn wir für ihr: auf die Freite." Aber Lorensen, der an die starre Gestalt im Kanalschilf dachte, war nicht behaglich bei dieser .Aussicht. Er spuckte rasch in die Hände und ergriff das Tau des Flaschenzuges. O-ha ! Up!" In diesem Augenblick fuhr das Rad einer Schiebkarre dem Arbeiter so ungeschickt gegen die Kniekehle, daß er taumelte und um ein Haar rückwärts in den Abgrund gestürzt wäre. Schafskopp!" schalt er, sich mühsam haltend. Kannst nich Dein Augens aufknöpfen?" Da scharte er herumfahrend in Perettis Bronzegesicht und verstummte in peinlichem Schreck. Doris Reden gingen ihm durch den Kopf. War der Stoß Absicht gewesen? Ter Hamburger und der Berliner überhäuften den Italiener mit Vorwürfen. Er sah sie gar nicht an. Fest richteten seine brennenden Augen sich auf Lorensen. Warum läuft das Kerl mir in Weg? Eh? Es soll Platz machen! Platz! Platz!" Tessentwegen bringt man doch keinen Menschen um," verwiesen die Ar beiter. Carambo! betheuerte Peretti. Hab' wir Menschen umgebracht an der Arenstraß', die wir gesprengt hab' in die' glatte Fels am See der vier Waldstädt' Wir, Italiener! wir! Oft, an ein Tag wir waren zweihundert. Andern Morgen nur hundertneunzig. Wo sind die Andern? Oh im See, bei die Fischen und ein Messer mitten im Herzen Nix hat gefragt Polizei, . Gericht, niente ! nie ! Mensch was is das? Ich hab' Mensch gesehn von Patrone zerfetzt verhungert am Weg erfroren auf Berg bleibt immer genug Menschen! Ich muß schieben meine Zahl Karren! Mensch, Klotz, Stein was is aus Weg! Oder geh zu Teufel!" Nachdem er diese Worte mit wild rollenden Augen hervorgesprudelt hatte, wandte er den ihn mit gehobenen Fäusten bedrohenden deutschen Arbeitern den Rücken und steuerte seine Schiebkarre weiter über den schmalen Brettersteg hoch in den Lüften. Das is'n Vieh!" sagte der Hamhurc.tr.
Die Knochen sollt' man der Kanaille zu Brei schlagen," eiferte der Berliner. Lorensen sagte nichts. Vor seinen weit offen in's Leere starrenden Augen zog die Vision einer ungeheuren Gefahr vorüber.
Aber eiliq, daß die leere Karre auf
den schwanken Brettern rumpelte und hüpfte, schnaufend und prustend platzie vom andern Ende der Schleuse Sven-
sen in die Gruppe der Entrüsteten.
Nämlich ich wollt' Dir festhalten,
Lr-rensen. damit daß Du nich abstürz-
ix. Ärerö nu iö das woll nich meyr nöthig?" Wie er dastand mit der über die Stirn hängenden Haarflocke, in den gutherzigen, verträumten Augen Verblüffung und etwas wie Bedauern, daß der, den er zu retten kam, schon ohne ihn wieder sicher auf den Füßen stand, löste sich die schwüle Spannung des Zorns in all diesen Männern in herzhaftem Lachen. Du hättst Dir ein büschen besser 'ran halten müssen," meinte Lorensen. Und der rothhaarige Bengel auf der Leiter schrie: Lorensen is doch kein Uhl, daß er in der Luft hängen bleibt, bis Du 'ranpaddeln wirst." Es is wahr, ich komm' ein büschen spät." gab Svensen zerknirscht zu. Taö thust Du immer, Svensen." "iz. bst3 tdu' ick oft." Immer, Svensen!" Es is wahr. Ich weiß nich. wie es zugeht. Aber ich hoff' doch, daß ich einmal in mein Leben noch zur rechten Zeit komm'. Ja, das hoff' ich." Tenn mußt aber viel forscher zu-
packen, Svensen."
Ja. das soll woll sein." Besonders bei die Deerns." Thu' ich. Hamburger. Ja. das thu' ich." Ohne langes Besinnen." Nee, ich besinn' mich nu wirklich auch nich 'n büschen mehr!" Er sah ordentlich unternehmend aus. Seine Augen blickten ganz wach. Svensen! Donnerwetter!" scholl die stimme des Aufsehers. Und wie eine wild geworden: Schildkröte bürstete Svensen über das Gerüst. Er kam schon wieder viel zu spät. ' Vei't Vespern muß er uns sein: Poussag? beichten," entschied der Verliner.' Kinders, das gibt' nen Hauptjur!" Aber zur Vesperzeit war svensen nirgends auf dem Bau zu finden. Sobald die Uhr zum Schlage aushob. hatte er sich aus dem Kanalbett geschlichen, hastig kreuzte er das sandige Plateau und ließ sich über den alten Kanal setzen. Bei der Ueberfahrt wusch er sich sorglich Hände und Gesicht, knüpfte sein Halstuch neu und fragte den erstaunten Fährjungen: Sitzt das nu woll so 'n büschen akkurat und reputirlich?" Den Hut schlug er am Bootsrand rein von Kalk und Staub und so schritt er den Sandweg hinauf nach Holtenau, unterwegs sich immer wie
derholend: Ich beiirni' mich nu nich mehr nee! Immer forsch zupacken! Forsch zupacken! Das muß sein! Ja. das is so." Er öli:b nicht stehen aus Angst, daß er dann umkehren würde. Athemlos. wie gejagt langte er unter den drei Buchen am Schleusenkrug an. Sein Herz klopfte wie ein Hammer; ihm war ganz wunderlich zu Muth. Doris kam. schlug mit der Schürze die Blätter und den Staub der Landstraße vom Tisch und erkundigte sich: Was soll's heut sein, Herr Svensen?" Er sah sie an, ein feuchter Schimwer trat in das tiefe Blau seiner Augen, das Herz wurde ihm unheimlich aroß in der Brust.' Toris-" Was denn, Herr Svensen?" Toris!" Er bracht's nicht über die Lippen. Ein Glas Vier trän:' ich wcll." Jc-.woll. Herr Svensen. Ein gansen frischen Faß hat mein Kaptän angestochen." Svensen trank. Vielleicht saß der Muth im Glas, in dem braunen Saft. der solch übermüthigen Schaum entwickelte. Toris!" Was 's gefällig. Herr Svensen?" Geh nich weg. Wenn mich das smeckcn soll, denn muß ich Dein Gesicht sehen." Abers, Herr Svensen " Ich möcht' Dir nämlich was fragen." Es is man, ich hab' kein' Zeit; ich soll nach Friedrichsort." So so das is abers schade. Ja, das is schade." Was wollten Sie denn fragen, Herr Svensen?" Ich Bring mir noch 'n Glas Bier." . Als sie es vor ihn hinstellte, fragte er: Was denkst von mich. Doris?" Von Sie, Herr Svensen?" .Ja, ja." Nu, hier sagen sie alle, daß Sie ' Cn $TTr& ftrtV "
Das bün ich, Doris! Das bün ich wkrklich! Süh. es is mich ja nich an mein Wieg' gesungen, daß ich noch 'mal beim Kanal schuften sollt! Nee! Ich bin ein Fischersohn aus Kappeln. Mein Vater hat ein Ewer gehabt un ein fefae Dacht, da is er mit nach Fischens gesegelt. Einmal is er nich wiedergekommcn un sein Schiff auch nich. Un da bin ich geboren. Abers meiner Mutter saß das im Gemüth un sie möcht mir nich. Das is slimm, Doris, wenn ein kein Mutter hat, die ihm leiden mag un gut zu ihm is. Sie sagen, ich bin ein kleinen, stillen, traurigen Jung' gewesen. Das is so. S was hängt nach. Vater sein Brud' nahm mich nachmals hin un ich mußt' Smied lernen. Ich kann das auch gans gut. Ich hätt' Smied auf ein adliges Gut werden sollen. Da hätt' ich gewiß nix auszustehn gehabt. Abers denn konnt' ich das doch nich." Sie konnten nich, Herr Svensen?" Das is swer zu sagen. Süh, Do ris, dort in Sonnschein blüht allens, Blumen un Kraut, nich wahr? Un Senn da dicht bei an, wo der Schatten von das Haus hinfällt, da blüht gar nix. Die Menschens brauchen auch Sonnenschein. Ich hatt' kein Vertrauen. Un wo hätt' ich dem auch her haben sollen? Un wer kein Vertrauen hat, der greift nich fix zu, un wenn ein nich fix zugreift, denn kommt da nix nach, ja " Er hatte den Kopf auf den Ellenbogen gestützt, in schwermüthige Gedanken verloren. Doris wandte sich zum Gehen. Da hielt er sie durch eine Bewegung zurück. Doris, weifet noch, wie ich Dir zuerst getroffen hab'?" Ja, Herr Svensen, Sie kamen aus das Schiff un wollten nach 'n Ingenieur Morungen, abers so 'n dämelichen Jung gab Sie verkehrten Bescheid." Ich stieg aus das Schiff mit zwei swere Koffers, ja. Abers dämlich war der Jung nich 'n büschen. Er wollt' mir man blos foppen wie alle Menschens. Da kamst Du un wehrtest ihn das UN nahmst mich die Kistens ab un brachtst 'n Stuhl und sahst mich ehrlich un freundlich an. Un da sühst! da hatt' ich mein Sonnschein." Herr Svensen, das war doch so wenig " Nee, nee, wenig nich! Du hast nie über mir gelacht. Du weißt nich, was das is für ein Menschen, über den alle lachen, alle! Alle immer los! Doris" Er faßte ihre Hand Ich hab' nich Vater, nich Mutter, kein Geschwisters, kein Haus. Abers wenn ich Dich anseh', denn is mich zu Muth, als hätt' ich all das wieder. Un wenn Du mir heirathen wollft, denn kriegt' ich's wirklich mit ein Slag zurück. Denn könnt' ich mir auch 'n Smiede fuchen. Wahrhaftig! Hungern sollst nich bei mir. Nur das Vertrauen hat gefehlt. Süh, Doris, ich un wenn Du nu denn so hätt' ich Vertrauen " Liebe? Herr Svensen" Er fuhr fort, er war im Zuge. Es hat mich viel Müh' gekostet. Dich das zü sagen ja." Er trocknete sich die Stirn. Aber es ließ mich kein Ruh', nich bei Tag un nich Nachts. Es mußt' raus. So lieb wie Dich hab' ich noch nix auf der Welt gehabt! Lach nich! Lach nich über mich!" Es war ein Schrei. Er klammerte sich an sie wie ein Ertrinkender. Lach blos nich!" Wie könnt' ich denn lachen? Es is doch so ehrenvoll, was Sie mir bieten " Abers Du willst nich?" Seine Augen starrten mit Todesangst auf in ihr rosiges Schelmengesicht. Ich würd' stolz sein, Ihre Frau zu werden, Herr Svensen, wirklich wahr! Un jedes Mädchen würd' das, jedes. Her? Svensen!" Abers Du willst nich?" wiederholte er, roth im Gesicht vor Beschämung und Schmerz. Es is man blos Sie kommen zu spat, Herr Svensen." .Zu spät?" Wie vor einem Gespenst fuhr er zurück vor diesem Wort. Ich hatt' mein Herz all lang weggeschenkt, ehe ich Ihnen zu sehen kriegt, Herr Svensen " Zu spät!-" Nehmen Sie's blos nich für ungut. Nee, Herr Svensen, wie konnt' ich denn auch denken! Es is mich aufrichtig leid, Herr Svensen! Wirk-lich!-." Er stand auf seinen Füßen, er setzte den Hut auf, zupfte hastig an der Weste, an dem sorglich geknüpften Tuch. Unwillkürlich rückte er feinen äußeren Menschen zurecht, weil ver innere ihm von dem Sturz aus himmelhoher Hoffnung gänzlich zerrüttet war. Ja ja denn so nu ja. Ich es war woll recht ausverfchämt. Guten Abend auch." Doris lief ihm nach, legte die Hand auf seine Schulter. Fast zärtlich war die Bewegung. Sein Schmerz ging ihr wirklich nah. Lieber, lieber Herr Svensen! Tragen Sie mich das nich nach. Sie werden gewiß jjhr Glück anderswo finden, un wenn ich Sie dazu behilflich sein kann, denn Ihr Andenken werd' ich zeitlebens in Ehren halten" Er wehrte mit Hand und Blick. .Laß man! Laß mir man." Die Stimme war ihm heiser und unsicher. Er riß sich los, er trottete zur Schleuse- zurück, zur Arbeit, die längst ohne ihn begonnen hatte. Seine Ordnunasstrafen beliefen sich schon so
hoch, daß er einigemal das Mittagessen würde überschlagen müssen, um zahlen zu können. Ihm war's egal. Er hatte ein Gefühl, als brauchte er überhaupt nie mehr zu essen. Gedanlenabwesend schob er seine Karre. Um Sechs stieg er nicht hinauf zur Baracke. Im tiefsten Grund der Schleuse verkroch er sich. Hinter einem mächtigen Granitblock hockte er sich nieder auf einen Haufen Gerümpel und grübelte. t Aber der Berliner hatte den wunderlichen Kauz nicht aus den Augen gelassen. Er winkte dem Hamburger, Lorensen, dem Schweden, dem rothhaarigen Lehrbuben. Ein ganzer Troß machte sich auf den Weg. Ihre Augen funkelten in der Erwartung einer besonderen Ergötzlichkeit; auf den Zehen schlichen sie wie Raubkatzen an ihr Opfer heran. Hallo. Svensen! Nu kuck ein! Bist Du das? Auf wen lauerst denn da unten auf 'n Grunde?" Svensen sah scheu, erschrocken auf. Laßt mir doch." -Lant ibn." rietb der Berliner ermtyaft. Seht Ihr nich. daß Svenicn sich 'n Mächen herbestellt hat?" Svensen rührte sich nicht. Nu, warum denn woll nich?" fragte ein Andrer. Svensen is en ansehnlichen Menschen un dem richtigen Alter hat er ja nu woll auch." Svensen, hörst das? Fritz Hinrichsen sagt, Du hast 'ne Poussage! In den Fall mußt uns einen ausgeben." Ja. Svensen muß uns ein' ausgeben!" schrieen alle. Nee, nee," murmelte Svensen. Geht man zu Ich hab' kein' mehr." Kein' mehr? Nich mehr, Svensen? Warum denn nich mehr? Das mußt uns erzäblen." (Schluß folgt.)
(Jrotzartiges DiedeSlager. In einem Pariser Privathotel de? rue re Londres," dessen ciethertn, eine achtzigjährige Frau Fillieuje, seit dreiundzwanzig Jahren mit lyrec Tochter, die vielleicht nicht ihre Tochter ist, und einer Bekannten, Frau Man, einem Antiquilätcngcschäjt in ver tu; Tailbout" vorstand, wurde, wie tu reits telegraphisch kurz gemeldet worden ist, der italienische Anarchist Parmeggiani vorhast. Er soll nch un.ec verschiedenen Namen wie in Frankreich.
so auch in England und Beigien herumgetrieben haben, ein Kamcrad Ravachols, Pinis und anderer berüchtigter Anarchisten gewesen unv vr . mgen Jahren als ein Stammgast der Anarchistenkneipe im Pariser Börsenviertel aus Frankreich ausgewiesen worden sein. Unter seinen Landsleuten und Gesinnungsgenossen soll Parmcggiani, den sie gewöhnlich den Schuster" nannten, für einen Spitzel der französischen Geheimpolizei gcgolten haben. Es hat den Anschein, als sei er nicht sowohl als Anarchist, denn als Dieb, der es zu toll trieb, fcstgenommen worden. In dem Hause der Frauen, die. ihn seit einigen Wochen verbargen, und von denen eine, die Marsy, ihn für ihren Bruder ausgab. wurden mehrere Säle mit einer Fülle von Kunstgegenständen jeder Art, hauptsächlich aber älteren Ursprungs, gefunden, deren Werth auf wenigstens drei Millionen geschätzt wird. Auch eine Tiara war darunter, deren Ruchomowski sich nicht zu schämen brauchte. Die meisten Gegenstände, die zum Theil in großen Kisten wohl verwahrt sind, sollen vc Diebstählen in Kirchen und Museen herrühren. Um darüber Gewißheit zu. schaffen, will man eine Ausstellung veranstalten, wo die Kostbarkeiten vom Publikum besichtigt werden können, und zugleich wird ein Inventar aufgenommen, das den Borständen befohlener Museen, Kirchen und Privatleuten auf Verlangen mitgetheilt werden soll. Die Entdeck?'nz Parmeggianis wurde durch den Diebstabl seltener Wandtapeten aus der Kathedrale in Tours herbeigeführt, die vor etwa drei Wochen in einem Vorstecke der rue Leibnitz" in Paris aufgestöbert werden konnten. Die Fillicuse. die zweifellos die Heblerschaft auf großem ?iuß? betrieben, bezablien in der ..rue de Londres" eine Mietb von 40.000 ftr., in der rue Tailbout" m'n?en nur eine bescheidene von 3300 Fr.
Zur E r z i e l u n g besserer S ch i e ß r e s u l t a t e in der englischen Flotte beabsichtigt ein Parlamentsmitglied den Antrag zu stellen, daß das Verbleiben im Kommando von den Schießresultaten abhängig gemacht werden soll. Schlechtbelohnter Samariterdienst. Edward Morrissen in St. Louis stand kürzlich auf ver hinteren Plattform eines Straßenbahnwagens, als er bemerkte, daß ein in der Nähe stehender Mann plötzlichunwohl wurde'. Er wollte demselben unter die Arme greifen, doch zog der Mann plötzlich ein Messer, und Morrissey hatte Mühe, dem Stoße auszuweichen. Der Kondukteur wies den Unbekannten von der Car, doch sprang derselbe auf die Car zurück und wollte eben den Angriff erneuern, als ibn Morissey von der Car hinabstieß. Als die Car in der Nähe einer Polizeistation angelangt war, wollte Morrissey auf dieser von dem Vorfalle Anzeige erstatten und wurde prompt für verhaftet erklärt. Der Kondukteur erklärte jedoch den Vorfall, und Morrissey wurde freigelassen.
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