Indiana Tribüne, Volume 26, Number 294, Indianapolis, Marion County, 4 August 1903 — Page 6
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Europäische Nachrichten. z?rsVinz Sachsen. Magdeburg. Die älteste hiesiae Buchhandluna. die Creuk'scke
Buchhandlung auf dem Breitenwege in dem alten Hause zum Güldenen Weinfaß", blickt auf ihr 125jähriges Bestehen zurück. Sie wurde 1778 von Johann Adam Creuk. dessen Grabstein noch jetzt an der Ostseite der Ulrichstirche erhalten ist, als zweite Buchhandlung hier gegründet. Börsenmakler Bohse ist nach Unterschlagung von 8000 Mark in Wertpapieren adfloben: es werden ihm auck noch andere betrügerische Handlungen zur Last gelegt. Beim Baden in der Elbe ertrank der 16jährige Lehrling P. Eitzel. Tesqleichen fand der 13 Jahre alte W. Äogelmann beim Baden seinen Tod durch Ertrinken. Musketier Rieke vom 66. Jnf.-Negt. ließ sich aus Furcht vor Strafe vom Zuge überfahren und wurde getödtet. B r e h n a. Zum Nachfolger des verstorbenen langjährigen Bürgermeisters O. öioppel wurde der vlsyerlge Stadtkämmerer und Sparkassenrendant P. Gerhardt von den Stadtverordneten und vom Magistrate auf 12 Jahre gewählt. D i n a e l st ä d t. Einer der verdienstvollsten und geachtetsten Bürger hiesiger Stadt, der Rathmann und Stadtälte te Karl Nelz. ist gestorben. Er war 52 Jahre lang in den verschiedenen städtischen Ehrenämtern thätig und war lanae Jahre Kreistagsmitalied. E i s l e b e n. Auf dem Hohenthalschachte wurde durch niedergehendes Gestein der Bergmann Johann Waldheim getodtet; er hinterlaßt eme Frau und zwei kleine Kinder. G o l l m a. Durch einen vienayngen Jungen, der mit Streichhölzern spielte, wurde der große Diemen des Gutsbesitzers Werner in Brand gesteckt. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Kalbe. Als der Postbote Hagen von seinem Vestellaana nach außerhalb zur festgesetzten Zeit nicht hierher zurückgekehrt war, setzte sich der PostVerwalter Alb auf's Rad. um nach dessen Verbleib zu forschen. Er fand den Bedauernswerthen in der Vlabt des Bahnhofes in einem tiefen Wiesengraben ertrunken vor. Hagen hinterläßt eine Wittwe mit zwei Töchtern. Müblhausen. Beim Baden an verbotener Stelle im Wehrtümpel ertrank der seit kurzem in emer qxt siaen Maschinenfabrik descha tigte Schlossergeselle Rüdiger aus Sadisdorf bei Schmledeberg. rovtnz LscrrrnoVer. Hannover. Ein seltenes JubZläum beging der Hof - Uhrmacher Karl Ihnen, Ernst-Augustftraße 8, eine m Fachkreise u. bei seinen vielen Freunden und Bekannten beliebte Persönlichkeit. Ihnen eröffnete vor 40 Jahren sein Geschäft in den jetzigen Räumen. Der Brauereibeamte Wilhelm Steffen, ein 26jähriger junger Mann, saß mit Bekannten in einem Restaurant, als der Drechsler Hasselbrink, ein vorbestrafter Mensch, sich in das Gespräch mischte. Steffan verbat sich die Aufdringlichkeit und erregte dadurch den Haß des gewaltthätigen Menschen, der ihm beim Verlassen des Lokales auflauerte und ihm einen tiefen Messerstich in den Unterleib beibrachte. Obwohl man den Schwerverletzten sofort im Krankenhause in ärztliche Behandlung nahm, ist Steffan doch seinen Verletzungen erlegen. Der Thäter ist verhaftet. Bernshausen. Auf dem Gehöft des Landwirths Bock brach Feuer aus. Bald standen die sämmtlichen Gebäulichkeiten in Flammen und brannten sammt allen darin befindlichen Vorräthen nieder. Es wird mit Bestimmtheit Brandstiftung vermuthet. E e l l e. Nach 26jähriger Zuchthausstrafe begnadigt ist der frühere Oekonom Rudolf Thias aus Rolle. Thias hatte während eines Kuraufenthalts auf der Insel Borkum den Buchhandlunasvolontär Schulz, mit dem er befreundet war, in der Nacht vom 3. zum 4. September 1876 nach einem vorhergegangenen Zechgelage in den Dünen von Borkum mit einem Steinhammer erschlagen und seines Geldes beraubt. Emden. Weichensteller Brinkmann gerieth beim Rangiren eines Güterzuges am Zungenkai so Unglücklich mit dem Kopf zwischen die Puffer, daß er sofort todt war; er hinterläßt eine Frau und vier Kinder. Frovinz Wcstfarcn. M ü n st e r. Der bisherige außerordentliche Professor für christliche Gesellschastslehre in der theologischen Fakultät der hiesigen Universität. Reichstagsabgeordnete Dr. Franz Hitze, ist zum ordentlichen Professor ernannt worden. A l t e n a. Eolonialwaarenhändler Neuhaus von hier wurde in der Lenne todt aufgefunden. Eine unheilbare Krankheit sowie der eingehetene Eoncurs Haben den Mann in den Tod getrieben. Eine Wittwe und 6 Kinder beweinen das unselige Ende ihres Ernährers. B e d ii in. Aus Anlaß des 50ja rigen Bestehens der hiesigen Kalkfirma H. Schlenkhoff, sowie des 25jährigen Dienstjubiläums eines ihrer Angestell ten. des Brennmeisters Bernh. Grotegut von hier, veranstaltete die Firma im Gasthofe Koberg eine Jubelfeier.
Bochum. Aus Anläv seines 70. Geburtstags hat der Gewerke Heinr. Grllnberg der Stadt 30.000 Mark als Geschenk überwiesen. Brauereibesitzer Ludwig Scharpenseel hat der Stadt 10.000Mark geschenkt. Berge. In der hiesigen Bauersckiaft wurde der Sobn des Kötters umelmg aus dem Z?elde als Leiche aefunden. Neben derselben lag ein Gewehr. Humeling war binausgegangen. um Tauben zu schießen. Durch unvorsichtia.es Hantiren mit der Schußwaffe mu letztere sich entladen und den Zungen Man:? aetödiet baben. Dortmund. Auf dem Eisenwerk Union" athmete der Hochofenarbeite? Gmirck giftige Gase ein. Ehe ihm Hülfe gebracht werden konnte, war er todt. oeinprovinz. Köln. Schiffer Johann Küpper? transportirte auf einer Handkarre in der Reparaturschmiede der Gebrüder Neumann ein eisernes Fllnfstück Küp pers, der zwischen den Karrenbäumen ging, stolperte auf dem Hofe der Schmiede und kam zu Fall; hierbei bracb einer der Karrenbäume und das Eisenstück rutschte von der Karre und fiel auf Küppers, der dadurch schwere Verletzungen erlitt, an denen er bald nach Einlieferung in's Hospital verstarb. Aachen. Geheimer Eommerzien rath Kirdorf hat für die Zwecke des Vaterländischen FrauenvereinZ eine Summe von 30.000 Mark gestiftet, wovon 5000 Mark für die Krippe des Vereins Verwendung finden sollen. An seiner Wohnung in der Wespienstrafte erhängte sich der etwa 60jährige Friseur Eontzen. Barmen. Vom Schwungrade erfaßt und in der Versenkung zu Tode gequetscht wurde der Heizer Wilhelm Wittmann in der Fabrik von Fr. Moll, Albertstraße, als er damit beschäftigt war, das Rad zu ölen. Wittmann war Ende der dreißiger Jahre und verheirathet. Düsfeldorf. Dem Lehrer Emil Hammelrath wurde der Adler der In haber des Hausordens von Hohenzol lern verliehen. Die älteste Zeitung diesiger Stadt, die gegen 1780 gegründete Düsseldorfer Zeitung", stellte ihr Erscheinen ein. Das Blatt war Organ der hiesigen liberalen Mittelparteien. G o ch. Oekonom Franken von hier stürzte in der Nähe seines Hofes auf dem Rückwege vom Rennen in Eleve mit seinem Pferde; er brach das Genick und war sofort todt. K r e f e l d. Am 18. Juni 1888 ist bei Kevelar der Jagdaufseher Hoenselaer erschossen aufgefunden worden, ohne daß es bisher gelang, den Mör der zu entdecken. Jetzt hat es sich herausgestellt, daß Hoenselaer von ertappten Wilddieben, den Brüdern Janse, getödtet wurde. Der eigentliche Thäter Anton Jansen ist bereits todt. Jakob Jansen wurde in Haft genom knen. Provinz Acssc'?rnssau. Kassel. Der auf Wilhelmshöhe verstorbene Rentier Stöckenius stiftete unserer Stadt ein Legat von 120.000 Mark zur Errichtung eines zweiten Volksbades. Husar Klingler, welcher Bursche beim Rittmeister FreiHerrn v. Berlepsch war, kam von einem Spaziergang nach Hause und klagte über starkes Kopfweh, Uebelkeit u, s. w. Um frische Luft zu genießen, ist er später auf den Balkon hinaus getreten, bekam dort einen Schwindelanfall und stürzte aus der Höhe des zweitenStockWerkes zur Erde, so daß er einen Schädelbruch erlitt und starb. B e b r a. Im Alter von fast 79 Jahren verschied hier der Bürgermeister a. D. Sopp. Derselbe ist über 40 Jahre in der Gemeindeverwaltung thätig gewesen. E s ch w e g e. Fuhrwerksbesitzer Sandmann wollte vom SpeicherStroh herunterholen und hatte dabei das Unglück, aus 8 Meter Höhe herabzustürzen. Er schlug mit dem Kopfe auf der hartenTenne auf, so daß ihm derSchädel zerschmettert wurde. Kurz darauf gab er seinen Geist auf. G e i s e n h e i m. Ein echtes Rheingaufest fand in den hiesigen Kellereien der Firma Gebr. Hoehl statt. Der Senior dieses Hauses feierte das Fest seines 50jährigen Jubiläums und um ihn vereinten sich weite Kreise des Rbeinaaus. um in echter rbeiniscber Fröhlichkeit den Tag zu begehen. Auch aus vielen Städten Deutschlands, wo die Weinmarken der Firma bekannt und beliebt sind, liefen Glückwünsche und Adressen ein. H ü n f e l d. Bürgermeister Beutling wurde in gemeinschaftlicher Sitzung des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung auf 12 Jahre zum Bürgermeister hiesiger Stadt wie-dergewäblt.
Protest- Gast (der eine tev kleine Portion erhält, entrüstet): Aber Kellner, ist das denn hier ein Restaurant, oder eine Entfettungskuranstau?; D e v o tlMeyer, wissen Sie vielleicht, ob Rasol" das neue Heil, mittel für Schnupfen gut ist?" Nein, Her: Rath aber ich könnte mir ja zur Probe 'mal einenSchnupfen holen!" Ablehnung. Rund (Nachts im Bett): Du. es hat an's Fenster geklopft!" Spund: Schon gut, eö war ein Vogel! Schlafen wir nur weiter Geldbrieftauben gibt's ja noch Nicht!"
Mik Halierlalk's Züireibc'ricf. 233.
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Geöhrter Mister Editor! Ich hen die Selma unner dem Schwiege! der Versiegenheit andertraut, daß aus meine Wetting nicks wer'n deht aus differente Riesens un hen sie gleich gesagt, se sollt's for Guttpeß Sehks unner i)ren Hut behalte. Wisse Se, ich hen den Weg gesickert: Es is kein schöner Schapp for mich, alle Welt enEcksplennehschen zu gewwe un ennihau gleich ich auch nit iwwer feie Sach zu tahke. Wann ich's die Selma sage,' dann sin ich schuhr, daß es in e koppele Däg die ganze Taun weiß. Ich hen mich blos in Regard zu die koppele Däg geirrt. Am nächste Morgen Hot's schon die ganzeTaungewißt. Wer mich gesehn Hot, der Hot entweder e Fehs gemacht, als wann er sarrie for mich fiehle deht un an Schort Nohtiß e Stickelche greine könnt iwwer mei hartes Glück, oder sei Fehs Hot geguckt, als wann er sich freie deht wie en DeibHenker. Das Ding Hot mich auch gefuchst un ich hen schon mein Meind uffgemacht gehabt, e Mäßmietung einzuberufe un dann von die Plättform mein ganze Trubel zu enaunze. Awwer do is ebbes gehäppend, was mich Widder inteierle von meine Jntenschen abgebracht Hot. Wie ich zu den Mister Mehr in seine Office komme sin, do Hot er gesagt, Meik, Hot er gesagt, ich muß Dich emol sehn. Ich hen do qrad ewe zwei Briefe kriegt, der eine is von meine Dochter in Vluffburg, wo sagt, daß se den Schentelmann, wo an sie gekahlt Hot, unner alle Zirkumstenzes emol sehn mißt, un for den Riesen deht se mit den vier Uhr Trehn hierher komme. Der annere Brief is von den Liebhaber von meine junge Dochter, wo schreiwe duht, daß er sein Weg nit klier sehn deht, wie er sein Ingehtschment uffhalte könnt. Er hätt all sein Präppertie verlöre un ennihau deht er nit viel um's Heirathe gewwe. Du siehst, Meik, daß Du jetzt zwei Tschehnses Host, in meine Fämillie zu komme. Ich stn schuhr, daß mei Goldkind Dich nemme duht, bikahs Du bist en keinder diesenter Feller; off Kohrs wann Du die alte Schachtel priefehre duhst, dann bist Du auch willkomme. Jetzt denk emol driwwer nach, was Du am beste gleichst un mach's korz, bekahs die Alte kommt in e kurze Zeit dann mußt Du die Sach mit Dich gesettelt hen. Well, Mister Edithor, do sin ich in e beese Ficks gewese. For mei Reppetehschen zu sehfe, hen ich den eine odder den annere Weg Heirathe müsse. Am beste hätt ich off Kohrs die junge Miß Mehr gegliche, awwer es is mich doch e wenig arig schennierlich gewese, zu se zu gehn un se noch emol zu frage, ob se nit so gut sein un mich plies heirathe wollt. Well, ich hen zu den Mister Mehr gesagt, daß ich mich die Sach emol iwwerdenke wollt und daß ich ihn dann wisse losse deht. Ich sin dann fort un hen in die größte Hurrie e paar Drinks gehabt un dann sin ich, denke Se emol, was e Gahl, deireckt in den Mister Mehr sein Haus! Ich hen nach die Frailein Mehr gefragt. Ich hen eckspecktet, daß se mehbie arig traurig fiehle deht, bikahs ihr Breitigam is se durch die Lappe gange; ich hen gedenkt, se deht greine, daß se die Tiehrs so dick wie Pienotts iwwer ihr Bäckelcher errunner laufe dehte, awwer ich sin mißtehke gewefe. Wie se mich gesehn Hot, do Hot se alliwwer geschmeilt un Hot Händs mit mich geschehkt un Hot gesagt: Haudiduh, mei dier Mister Habersack. Ich hen gesagt: Miß Mehr, ich fiehle arig sarrie. daß Jhne so ebbes gehäppend is un ich denke, Jhne Jhrn Breitigam is ennihau en ganz meschanter Mensch. Juhbett er is, Hot se gesagt, awwer ich will Jhne nur sage, ich gewwe gar nicks drum, ich hen ennihau-nit viel vor ihn gekehrt un ich denke, ich kann einige Zeit en annere Mann kriege, wo ich auch gleiche duhn. Wie se das gesagt Hot. do Hot se mich angeguckt, daß ich gefiehlt hen wie Schnee, wann die Sonn recht heiß druff scheine duht. Ich hen en Schmeil von mich gewwe, der is von eim Ohr bis zum annere gange un in mein Jnseit hen ich zu mich gesagt, wann die Miß Mehr nur e ganz klein wenig kämmen Horssenz Hot. dann muß se sehn, daß ich en ganz verdollter Fühl sin. Ich hen gewißt, daß ich jetzt ebbes hen sage müsse un do hen ich gesagt: Ich wißt Jhne schon so en Mann, wo einige Zeit rettig wär. Do Hot se Widder geschmeilt un sagt: Ich bette Jhne einiges, ich weiß, wer der Schentelmann is; Soll ich Jhne sein Name nenne? No, Miß Mehr, warte Se liewer noch e Minnit, das kommt all zu sotten. Gasch, ich hen so happig gefiehlt wie in mei ganzes Lewe noch nit, ich hatt in einem fort lache könne un dann hätt ich auch Widder fortlaufe möge uu mich in den Saluhn rujcke un ein Kacktebl nack den annere
drinke. Es war e gutes Ding, daß ich noch rechtzeitig meine Senzes Widder triegt hen. Jetzt odder nie, hen ich gedenkt, jetzt werd die Sach gesettelt. Ich sin von mein Stuhl uffgestiege, sin zu die Miß Mehr gange un hen se emol en kleine Pusch in ihre Spehrripps gewwe. Do Hot se gegickelt un Hot gesagt, Plies dont. Jetzt hen ich mich e Herz gefaßt. Freilein Mehr, hen ich gesagt, was is e Juhs. daß ich noch viele Monkiescheins mache. Ich hen mich die Sach lang genug iwwergedenkt un for den Riesen " Do Hot die Dohrbell gerunge un e halwe Seckend später is die Parlordohr uff gerisse worde un herein kam die alte Wittib von Bluffburg. Ich sin fascht geborstet for Mädneß un wie se e Biehlein for mich gemacht Hot un mich um den Hals Hot falle wolle, do hen ich e böse Eckspreschen gejuhst un sin so schnell wie der Dickens fortgelaufe. Sehn Se. Mister Edithor, das is mei Lock! Ich denke, jetzt is Widder alles speult, awwer dann lese Se nor die Pehpersch, bikahs dann könne Se schuhr genug lese, daß ich e schreckliches Kreim kammittet und die alte Lehdie gekillt hen. In mein nächste Brief erfahre Se mehr. Mit beste RiegahrdS, JubS Trulie, Meik Habersack. SSkweier un Sheriff von Apple Ja Holie Tcrrer Kauntie.
Aö dem Reiche des Trugs. Ein angesehener Irrenarzt hat in dem Journal für die Wissenschaft des Geistes (Journal of mental Science) einige merkwürdige Beobachtungen über die krankhaften Sinnestäuschungen gesammelt, die man allgemein mit der Bezeichnung der Hallucinationen belegt, und zwar im besonderen über solche des Gehörs. Wer jemals in einem Zustande besonders heftiger Nervcnaufregung ' Gehörstäuschungen gehabt hat, wird mit einer Empfindung des Grausens daran urückdenken. Schon anhaltendes Klingen und Summen in den Ohren, wie es namentlich bei Schwerhörigen oft als böse Zugabe ihres Leidens vorkommt, kann den Menschen entsetzlich quälen, aber geradezu gefährlich werden die Hallucinationen, wenn ste sich bis zur Wahrnehmung von gesprochenen Lauten steigern. Alsdann können sie bald zum Wahnsinn führen. Dr. Normann berichtet von einem jungen Manne, der sieben Jahre in Indien gedient und dreimal den Son nenstich, außerdem auch Malaria gehabt hatte. Er litt dermaßen an Gehörstäuschungen, daß er dem Irrenhause übergeben werden mußte. Es war ihm fast dauernd, als ob er von Gespenstern verfolgt werden würde, die zu ihm sprach? und Fragen an ihn richteten. Er klagte, daß diese Geister", deren Stimmen er hörte, durch ?in System der Telegraphie jeden Gedanken in seinem Kopfe zu lesen ver-möchten.--Er war darüber gan irre geworden und von dem Wahn besessen, daß seine Verfolger eine unbezwingliche Macht über ihn ausübten. Er rechnete sie einerHypnotischen Frauenschule" zu und glaubte, daß er schon in der Jugend von ihnen hypnotisirt worden wäre. Weil er sich dauernd von diesen unheimlichen Gesellen begleitet wähnte, so daß er z. B. auch keinen Brief lesen könnte, ohne .daß sie ihm dabei über die Schulter sähen, so stellten sich bei ihm auch bald Hallucinationen anderer Sinne ein, namentlich des Auges, so daß er in einem Holzspan oder in einem Glasscherben allerHand sonderbare Dinge und Vorgänge sah. Aber auch Geruch und Tastsinn waren gestört, und der Kranke wurde überhaupt von dem Bewußtsein beherrscht, unter einem räthselhaften fremden Einflüsse zu stehen, wobei Ideen von Hypnotismus, drahtlose Telegraphie und Gedankenlesen mitspielten. Das ging so weit, daß er meinte, die Gespenster regierten auch seine Zunge und seine Hand, so daß er nichts anderes sprechen und schreiben könnte, als was sie ihm eingäben. Ein anderer Patient, eine 60jährige Frau, hatte die Täuschung von zwei Stimmen in ihrem Kopf, die mit einander zu sprechen schienen, wovon die einen den Tonfall der eigenen Stimme der Kranken hatte, während die andere eine ihr fremde Ausdrucksweise gebrauchte. Eine andere Frau in mittleren Jahren, die außerdem an dem Wahn litt, ihr Körper trocknete allmählich aus und hätte bereits seine inneren Organe verloren, hörte gelegentlich schöne Stimmen, wie von Engeln, die aus ihrer eigenen Brust zu kommen schienen. Namentlich kamen sie immer, wenn sie betete. Während die Kranke sprach, schienen die heiligen Stimmen durch ihren Mund zu sprechen, aber der Ton war nicht der ihrer eigenen Stimme, sondern sie konnte mehrere von der ihren verschiedene Stimmen unterscheiden. So mögen derartige Erkrankungen wohl zuweilen auch angenehme überirdische Empfindungen hervorrufen, aber leider überwiegt ihre quälende Natur in den weitaus meisten Fällen. Gemüthlich. .Das, was Sie kochen, Pepi, schmeckt mir nicht recht!" Aber. Madam', ich bin doch erst drei Tage bei Ihnen im Dienst!" Nach und nach werden Sie sich schon d'ran gewöhnen!" , .
Beim Wildprethandler.
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Jäger: Welchen Hasen soll ich denn nur nehmen?" Händler: Nehmen Sie doch beid?." Jäger: Beide?. . . Mann! Wer soll denn das glauben?" m Q DieneueOrthogravhie. Professorin: Mein Liebling, warum weinst Du? Wer hat Dir etwas ge than?" Karlchen (schluchzend): Papa hat mich so sehr gehauen weil er in seinem neuen Buche so viel Fehler hat und die hab' ich bloß 'n bißchen corrigiren wollen." Scharfblick. Reitstallbesitzer (zu Herrn Jsidor Veilchenfeld): Die Sporen, Herr, werden Ihnen nicht viel nützen, außer, wir bringen sie an den Fußspitzen an." Auf dem Heimweg. Hausfrau: Ich habe Sie doch vorhin in's Wirthshaus geschickt; wird mein Mann bald kommen?" Dienstmädchen: O ja, gnädige Frau, er sitzt schon ganz vorn am Eingang!" Boshaft. wMaü A;Viir' rTi- ' " , , w Sehen Sie, Herr Professor, immer, wönn ich Klavier spiele, unterbricht und stört mich mein Kleiner! Der ist gewiß recht unmusikalisch?!" Oder sehr musikalisch!" - DieEommercienrathsTochter. Die reiche Spende für die Nothleidenden macht dem mitleidigen Herzen Ihres Herrn , Vater alle Ehre, gnädigstes Fräulein!" Ja, wissen Sie, mein Papa ist grundsätzlich nie unter zehntausend Mark mitleidig." Verfehltes Experiment. Wirth: Jetzt hab' ich die Katz', damit sie wildpretartig schmeckt, mit dem Hasen gebraten, und nun behaupten die Gäst', die den Hasen bekommen, er schmecke genau wie eine Katz'!" Abgevrüyt. Frau: Jcy habe neulich ausgerechnet, daß Du mir für das Geld, das Dich Deine Eigarren monatlich kosten, gerade einen neuen Hut kaufen könntest." Mann: .Nun, da siehst Du doch einmal, vaZ so ein Hut kostet!"
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