Indiana Tribüne, Volume 26, Number 294, Indianapolis, Marion County, 4 August 1903 — Page 5
Jttdiema Tribüne, ä. August 1993,
Aus den Gerichtshöfen.
VI tut Scheidungsklagen. Lizzie I. Tansley wünsch von ihrem Gatten John mit welchem sie sich vor vielen Jahren vermählte, geschieden zu werden. Er soll dem Trunke ergeben sein und nicht für ihren Unterhalt ge sorgt haben. Mathilde Duval kann über ihre Ehe mit ihrem Gatten Nathan ebenfalls keine Loblieder anstimmen. Das Paar vermählte sich im Februar 1830. Drei Jahre später verließ er sie und kehrt? erst nach 10 Jahren zurück. Sie war so gutmüthig, ihn wieder bei sich auf zunehmen, welches sie jedoch bitter U reuen sollte, den er war arbeitsscheu und ließ sich von ihr nnterhalten. Ne benbei behandelte er sie noch in bruta? ler Weise. Aus diesen Gründen reichte sie eine Scheidungsklage gegen ihn ein. EineVersicherungS Gesell, s ch a f t verklagt. Ernest L. Pratter, Verwalter des Nachlasses der vor einiger Zeit verstordenen Della South verklagte die Prudential LebenZversicherungs-Gesell-schaft auf Zahlung von $150. Die Verblichene war bei derselben versichert gewesen, es war ihm jedoch bis jetzt noch nicht gelungen, die Versicherungssumme zu erhalten. 850,000 Bürgschaft. Frau Josephine Ward, Verwalterin des Nachlasses ihres verblichenen Gat ten Boswell Ward stellte gestern Bürg, schaft von 550,000. Im Polizeigericht wurde der Neger Ben Howarth von Haughville wegen Friedensstörung, Schlägerei und Tragens verborgener Waffen zu einer Gesammt-Geldstrafe von S75 verdonnert; Joe Orloff, ein Landsmann seiniges, mit welchem er sich gebalgt hatte, kam mit Sl und Kosten davon. Der Fall des Milchcrei . Besitzers Louis Pace, welcher von Gesundheits. Beamten angeklagt ist, seinen Stall in unreinlichem Zustande gehalten zu haben, wurde auf den 5. August ver schoben. Der Fall des Farbigen Gordon Donaldson, welcher durch sein rüdes und profanes Benehmen im Union-Bahn Hof am Sonntag nahezu einen Aufruhr veranlaßt hatte, wird am Donnerstag zur Verhandlung gelangen. Wegen brutaler Behandlung eines alten Mannes, Namens Ad. Klein, hatte der jugendliche Harry Lynch S5 und Kosten zu zahlen. keck's Circus eröffnet. Ein zahlreiches Publikum wohnte gestern Abend der Eröffnung von Heck's Eircus, welcher auf den West Washington Str. Schaugründen auf. geschlagen ist, bei, und dasselbe war mit dem, was ihm geboten wurde, sehr zufrieden. . Eine Attraction wechselt in dem EircuS mit der anderen ab. Trapez, und Seilkünstler; Bostocks wilde Thiere Arena, enthaltend Madame Pianka und eine Gruppe von Lömen; Anoldo und seine Leoparden, Pumas und Ja. guars; Capt. Le Poye mit seinen dres. firten Bären und dänischen Doggen und Mlle. de Boro, die Schlangen königin; Pros. Woodford's Hunde, Pony und Affen-Circus; der Palast der lebenden Kunst; die Straße von Eairo; bewegliche Bilder; Eongreß von Tänzerinnen, welche alle Nationaltänze aufführen; das Deutsche Dorf" mit sechs Vaudevills Acten, das Ferris Rad und noch vieles Andere mehr. An jedem Tage sinden zwei Vor stellungen statt. Ein gnadiger Blitzstrahl. Während des Gewittersturmes letzte Nacht fuhr kurz vor 11 Uhr ein Blitzstrahl in das Dach von Robt. Schnell's Wohnhaus, No. 1921 ' Lambert Str., West Indianapolis, doch wurde kein erheblicher Schaden angerichtet. Nur etliche Dach-Platten gingen in die Brüche. S1.25-Cincinnati u. zurück-91.25 via C. H. & D. Eisenbahn. S o n n t a g , den 9. August. Zwei spezielle Schnellzüge. Der erste fährt um 6:30 Morgens ab und fährt ohne Aufenthalt durch. Der zweite fährt um 7:15 Uhr Morgens ad und hält nur in Rufhville, Connersville und Hamilton an ; Retourfahrt von Cincinnati um 6:20 Uhr Abends.
Schneeglöckchen. Von Amely Joffe-Honrath. Die Sonne sandte warme Strahlen, und der blaue Himmel schien zu lächeln vor Freude, daß er den Menschen nun bald den Frühling bringen werde. Schneeglöckchen, Fritz, siehst du, nun muß es Frühling werden!" rief eine junge Frau ihrem Gatten zu, den sie an diesem gelinden Märzmorgen ein Stückchen auf seinem Ge schäftswege begleiten wollte. ' . Fritz warf einen Blick in das buntschimmernde Blumenfenster hinein, in welchem neben Azaleen, Hyazinthen u. s. w. eine große Menge jener zarten weißen Frühlingsboten zu sehen war. Soll ich dir welche kaufen, Liebchen? fragte er. die kleine, reizende Frau mit den lachenden Kinderaugen an seiner Seite. Ach ja-, erwiderte sie lebhaft, aber nicht hier, wir kommen ja nachher am Wochenmartt vorbei, da finden wir noch mehr und billigere." Da tauchten plötzlich andere Bil der längst vergangene, vor seiner Seele auf. Warum auch wünschte sich seine Frau mit einem Male Schneeglöckchen? Gewiß es war natürlich, alle Welt liebte und wünschte sie sich in dieser , Vorfrühlingszeit ihm freilich erschienen sie immer noch un zertrenntlich von jenem schönen, leichtsinnigen Mädchen, dessen Lieblinge sie einst gewesen. Er dachte daran, wie er als fröhlicher, junger Bursch mit ihr, der kleinen Verkäuferin, den ersten Maskenball besucht. Sie als Schneeglöckchen! Es war Februar und die Frühlingsblumen noch sehr theuer, da hatte er all sein bißchen Geld zusammengeworfen, um ihr ihren Wunsch erfüllen zu können. Er sieht sie noch vor sich, das hellgrüne Kleidchen über und über mit zarten Schneeglöckchen bestreut, und die offenen, braunlockigen Haare, denen die weißen Blüthen so entzückend standen. In einem Bazar hatte er sie kennen gelernt, ganz zufällig als er dort etwas für seine Mutter kaufen wollte. Er glaubte, ihre ganze 2ieb, ihr ganzes Vertrauen zu besitzen. Als er ihr, so gut es seine Mittel erlaubten, ein wenig das Leben gezeigt hatte, fing sie an, ihm Sorgen zu machen. Sie, die bis dahin so still, so dankbar gelächelt für jede Freude, für jeden Sonnenstrahl, den er in ihr dürftiges Heim trug. Und jetzt in dieser Zeit gerade war's sechs, auch sieben Jahren mochten darüber vergangen sein, als er damals zu ihr geeilt war, sie abholen wollte zum Theater mit einem Schneeglöckchenstrauß. Auf dem Corridor, auf welchen man ihn stehen gelassen hatte, hörte er eine gedämpfte, aber brutal klingende Stimme: Da ist er ja schon wieder, wann schaffst du dir den vom Halse? Was soll der Baron denken, der gleich kommen muß! " Und am ganzen Körper zitternd, hörte er weiter.: Aber Mädel, sei doch nicht so dumm die La FranceRosen, die er dir heut Vormittag schickte, sind mindestens 20 Mark werth, und der Brillantring na, der läßt sich überhaupt nicht taxiren!" Er spannte die ganze Kraft seiner Nerven an. um noch mehr zu erhirchen, und er hörte. . . Mutter". . . durch die Stimme klang es wie verhaltenes Weinen, ich habe ihn so lieb . . . so lieb gehabt. . . ach!. . . aber. . . du . . . hast . . . recht . . .ins Geschäft gehe ich jetzt ja doch nicht mehr. . . der Anfang ist gemacht..." Mit seiner Beherrschung war es dann zu Ende. Er wollte nich: mehr daran denken, wie schön, wie jung, wie verführerisch sie war; mit seinem Fuße stieß er die angelehnte Thür auf: Tilde!" sagte er nur aber in seinem Ton mußte etwas Gebietendes gelegen haben die Schamröthe stieg dem Mädchen in die Wangen, aufschluchzend fiel sie zur Ero nieder und umklammerte seine Knie, sie entriß ihm die weißen Blumen und drückte sie an die Lippen. ..Fritz, rette du mich noch ist Zeit sieh. . . meine Mutter!" Sie wies mit ziittrnder, anklagender Hand auf die alte, verworfen aussehende Frau. Ja", sagte diese achselzuckend, wenn Sie ihr heirathen wollen, dann ist das was anderes, aber sonst wir sind man arme Leute und diese Tochter von die hängt unsere ganze Zukunft ab!" Fritz hatte sich einen Augenblick besonnen. . . er fühlte instinktiv, daß hier nichts mehr zu retten war, daß dies tragisches Großstadtschicksal seinen Lauf gehen würde wie die vielen, vielen anderen. Mögest du wenigstens nicht ganz untergehen!". . . hatte er ihr zugerufen und war dann, ihres flehenden.jammernden Blickes nicht mehr achtend, hinausgeeilt. Was mochte nun kius ihr geworden sein? Was gäbe er darum, dies zu erfahren! Ah sie war ja so schön, so jung, so schlank und geschmeidig sie würde schon ihr Glück gemacht haben ein Wunder, daß er sie noch nie in der Loge eines Theaters oder sonst irgendwo getroffen. Freilich er selbst batte die Stätten des Luxus nicht oft aufsuchen können er lebte in auskömmlichen, aber bescheidenen Verhältnissen, und zudem besaß er seit ein paar Monaten ein junges Frauchen, das ihn jetzt so fragend, fast traurig von der Seite anblickte., Ach, Evchen", sagte er verwirrt.
mir ist eben so manÄerlei durch den Kopf gegangen!" Das dachte ich mir", sagte sie, du warst ja auch so still so, als ob ich gar nicht neben dir ging!" Und dabei sind wir so glücklich, nictt. ata Meme. w ' Sie ickte lächelnd zu ihm empor, und er rief: Aber da, da ist ja der Markt, und nun nun sollst du auch dein: Schneeglöckchen haben!" Die Sonne schien schon ganz srühlingswarm auf das frohgeschäftige Markttreiben herab. Fritz trat an den erstenB lumenstand beran. Er greift eine Menqe der kleinen, beweglichen Blüthenbündel zusammen und sieht sich nach der Verkäuferin um. Ein kleiner, zerlumpter Junge hockt am Voden. Se is man nur de Milch wärmen jegangen muß jleich wieder ran sind!" sagte die Gemüsefrau nebenan, nach der Gewünschten ausspährend. Es schien so, als gönne sie ihrer Nachbarin den Verdienst. Da kam ein blasses Weib, den damPfenden Milchtopf in der Hand, hastig herbeigelaufen. Eben will Fritz ihr die ausgesuchten Schneeglöckchen zeigen, als er, zusammenfahrend, ein wenn auch grausam verändertes, doch unvergessenes Gesicht erkennt. Auf die hohlen Wangen, in die geister-, haft großen, dunklen Augen hatten Laster und Elend ihre Spuren gezeichnet. Ein Zittern lief durch ihre schmächtige, hagere Gestalt; denn auch sie glaubte, ihn zu erkennen, obgleich er größer, stattlicher und fast noch hübscher geworden in all den Jahren. Meine Frau möchte diese Schneeglöckchen haben!" stößt er, sich beHerrschend, hervor. Ein bitteres Lächeln, irrt um ihre welken Lippen, als sie sich bückt, um geschäftsmäßig die Sträußchen zu zählen. Eine Mark!" bittet sie dann mit heiserer, klangloser Stimme. Fritz wirft einen Thaler auf den roh zusammengefügten Holztisch und zieht Eva, welche die Frühlingsblumen beglückt an sich preßt, schnell fort von dem Platze. Er sieht nicht mehr, wie sich das blasse, krankhaft schmale Gesicht hinter ihm verzerrt, er hört nicht, daß ein jäher, furchtbarer Hustenanfall die todtkranke Brust martert. Sie. die er noch vor wenigen Augenblicken mit dem ganzen Reiz ihrer Jugend im Geist vor sich gesehen, war ihm plötzlich wie ein Gespenst erschienen. Unwillkürlich zog er den Arm seiner Zungen, blühenden Frau fester durch den seinen. Ein kleines Schulmädchen blieb vor ihnen stehen und sagte mit verlangenden Blicken: Ach. die schönen, saönen Schneeglöckchen!" , Willst du welche?" fragte Eva. . : Ach ja!" erwiderte die Kleine. Ich komme nämlich zu spät zur Schule und da wenn ich meiner Lehrerin sin paar Blümchen brächte. . ." Gib ihr alle Liebchen!" oat der Mann. Alle?" wiederholte die junge Frau fast vorwurfsvoll. Du würdest mich sehr glücklich damit machen!" beharrte er. Glückstrahlend lief einen Augenblick später das kleine Mädchen mit seinem Reichthum davon. Du bist heute so seltsam, Fritz!" sagte sie, und eine Thräne lief dieWangen herab.Nun gehst du nach Hause, mein Herz", sagte er ausweichend, und wenn ich zum Mittagessen heim komme . . . dann erzähle ich dir eine kleine, sehr ernsteGeschichte. . . du sollst alles wissen!. . . Ich bringe dir auch. . . Schneeglöckchen mit. . . andere, schönere!" Sie sah ihn mit ihren zärtlichen blauen Augen lächelnd an. . . Und wie er ihr rosiges, aufleuchtendes Gesichtchen sah, da war es ihm, als müte er ihr ein Unrecht abbitten. Plötzlich aber küßte er sie, der fremden Menschen auf der Straße nicht achtend, auf die frischen, rothen Livpen, und ein unbeschreibliches Glücksempfinde? stieg ihm heiß vom Herzen auf. B e"schwerdenüber A u 8 schreitungen von Milizsoldaten werden aus dem Camp Douglas in Wisconsin laut. Von einem Civilisten Namens Frank Enders wurde dem Generadjutanten berichtet, daß, als er Abends in Gesellschaft einer, jungen Dame in der Nähe der Zelte war, er ergriffen und in einer Decke einigemal? in die Luft empor geworfen wurde. Was das Versehen schlimmer macht, ist der Umstand, daß Herr Enders erst kürzlich bei einem Unfall verletzt wurde und deshalb in keinem kräftigen Zustande war. Die ihn begleitende Dame bat vergeblich, daß von solcher Behandlung Abstand genommen werde. Auch Distriktsanwalt Mortenson von Juneau County war ein Opfer einer solchen Behandlung, ferner einige andere Bürger, die sich noch nicht beklagt haben. Der Vorfall wird scharf untersucht werden. Riskirt. Mutter: Wasch dich, Pepi, aber gehörig!" Pepi: Warum denn?" Mutter: Dein Taufpath kommt!" Pepi: Wenn er aber nicht kommt?!" , Falsche Auffassung. Kahlköpfiger (Anzeige lesend): Eapinn, Haarwuchsmittel auf hygienischer Basis. Hm! Da fragt sich nur, ?d nn Schädel a hygienische Basis Xal
7-Mt aus den deutschen Neichslanden berichtet wird, erhielten die Schüler französischer Nationalität, welche die Chcmieschule in Mülhausen besuchen, die Erlaubniß, ihr Examen in ihrer Muttersprache abzulegen. Der Unterricht wird in deutscher Speache ertheilt. Aber im Laboratorium werden die Erklärungen und Anweisungen in beiden Sprachen gegeben. Für den genialen pariser Zeichner und Karikaturisten Paul Gavarni soll auf der Place SaintGeorges ein Denkmal errichtet werden, für das der Bildhauer Denys Puech in seinem Atelier jetzt ein großes Modell herstellen läßt. Die auf einem niedrigen Sockel stehende Statue wird die Mitte des Bassins der Fontäne SamtGeorges einnehmen. An den vier Ecken des Denkmals lassen Figuren aus dem Jahre 1830. wie sie Gavarni' Stift geschildert hat, aus ihrem halb geöffneten Munde das Wasser fallen", das jetzt aus Bronzerachen riefeit, entschieden eine etwas kühne Idee! Am Fuße des Sockels und um das Becken werden die Harlekine der Zeit romantische Tänze ausführen. Au s der Schweiz wird gemeldet: Am Mittwoch, den 1. Juli, sollte zwischen den Eisenbahnstationen Au und Heerbrugg ein Italiener, der ohne Fahrkarte eingestiegen war, dem Schaffner des nach St. Gallen fahrenden Zuges das Fahrgeld bezahlen. Er zog die Geldbörse aus der Tasche, ließ sie aber fallen, und es erfolgte eine starke Explosion, die unzweifelhaft von einer Dynamitpatrone herrührte. Der Boden des Wagens wurde durchge schlagen und dem Italiener die ganze rechte Hand weggerissen; außerdem hatte er schwere Verletzungen am Kopf. Wunderbarerweise blieb der Schaffner unverletzt;, auch die Passagiere kamen mit dem Schreck davon. Man zog sofort die Nothleine, und der Zug hielt auf freiem Felde. Der Italiener wurde durchsucht, und man fand in seinen Taschen noch mehrere Dynamitpatronen; er wollte nicht angeben, wie er sie erlangt hatte und zu welchem Zwecke er sie benutzen wollte. In St. Gallen wurde der gefährliche Passagier als Polizeigefangener in dasKrankenhaus gebracht. Ein kleines Ereign! ß, das in der schlesischen Stadt Beuthen fast zu Ausschreitungen geführt hätte, wirft ein Schlaglicht auf den Culturstand in Oberschleslen. Aus Anlaß von Jubiläumsfeierlichkeiten der dortigen Schützengilde hatten mehrere Budenbesitzer ihre Zelte dort aufgefchlagen und zeigten ihre Sehenswürdigkeiten. In einer dieser Buden traten Mulatten als Zauberkünstler auf. Nun hatte vor einigen Tagen eine Frau ihr vierjähriges Mädchen verloren. Alles Nachforschen war vergebens geblieben. Da glaubte eine Freundin ihre Aufmerksamkeit auf die Mohren" lenken zu müssen und theilte ihr allen Ernstes mit, sie glaube, die Schwarzen hätten das Kleine aufgefressen. In einer halben Stunde hatte das Gerücht überall Wurzel geschlagn. Ein Haufen Menschen rottete sich vor der bezeichneten Bude zusammen, man stieß Drohungen aus, man wollte das Zelt stürmen. Im gelegenen Augenblick marschiren vier Polizisten, von einem Polizeicommissär geführt, heran. Sie stürzen sich über die Bude her, durchsuchen sie kreuz und quer vergebens. Selbst die Knochen finden sie nicht. Ja,'' ruft Jemand draußen, sie haben die Knochen mitgefressen!" Nur der Zufall, daß das Kind, mitten in der Stadt wiedergefunden und gerade in dem Augenblick dem Polizeicommissär auf dem Budenplatz zugeführt wurde, verhinderte ernstete Ausschreitungen gegen den Budenbesitzer und seine schwarzen Zauberkünstler. Vor sieben Jahren traf in dem idyllischen Jalta in der Krim ein junges, schönes Mädchen, Fräulein von Heyde, die Tochter des Generals v. Heyde, ein. Eines Tages sand man an dem Lieblingsausflugsorte der Touristen, an dem herrlich gelegenen Strandort Massandra, die Leiche der Dame. Keinerlei Spuren eines gewaltmen Todes konnten damals entdeckt werden. Man erzählte, .die Unglückliche habe unerwiederte Lieb in den Tod getrieben. Das traurige Faktum wurde bald vergessen, man bedauerte den beklagenswerthen Fall und ging dann zur Tagesordnung über. In letzter Zeit verschwanden in einem Hotel in Jalta verschiedene Wäschegegenstände und Kleinigkeiten. Die Polizei wurde verständigt und nahm eine Haussuchung bei den unteren Bediensteten des Hotels vor. Als Dieb wurde ein Putzer ermittelt und verhaftet. Dabei machte er das überraschende Geständniß, daß er noch ganz andere Verbrechen kenne, um die sich Niemand kümmere. Sein Bruder habe vor sieben Jahren die Tochter des Generals Heyde ermordet und beraubt, nachdem er ihr Gewalt angethan hätte. Sämmtliche Kostbarkeiten, welche die Dame damals bei sich führte, seien in den Besitz seiner Schwägerin übergegangen, die sie noch habe. Durch die gerichtliche Untersuchung konnte festgestellt werden, daß der Bruder des Anklägers, ein Droschkenkutscher, thatsächlich seinerzeit den Wagen der jungen Dame gelenkt hatte und zwar an jenem verhängnißvollen Tage; ebenso bestätigte dessen Frau, daß ihr Mann ihr zu jener Zeit die Schmucksachen, welche man wirklich vorfand, geschenkt habe. Der Mörder wurde nun ebenfalls verbittet.
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