Indiana Tribüne, Volume 26, Number 293, Indianapolis, Marion County, 3 August 1903 — Page 4

Jndiana Tribüne, 3. August 1803.

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Zndiana Tribüne. HtrauZgegeien von der utenderg C. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thndium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. telephoive 269. rnered at the Föst Office of Indianapoli a secoird dass matter. Der Verband deutscher Vereine. In Baltimore tagt vom 14. bis 17. September der Centrattörper des Verbandes, deutscher Vereine. Daß der VereinZverband von Indianapolis in würdigster Weise dabei vertreten sein wird, ist selbstverständlich. Die wich, tlge Stellung, die der Verband unserer Vereine im Wirken und Streben des Deutsch-AmerikanertHums des Landes einnimmt, ist längst anerkannt worden. Zwar steht an Zahl seiner deutschen Bevölkerung Indianapolis weit hinter anderen Großstädten des Landes zurück, in seinem Einfluß für deutsche Best, bungen aber marschirt es dennoch an der Spitze.. In Anerkennung dieser Thatsache wurde unsere Stadt Vorort des Nordamerikanischen Turnerbundes, das nächste große Bundesturnfest wird hier in 1905 abgehalten werden und im Jahre 1907 wird die Bundesfahne der nordamerikanischen Sänger beim Sängerfeste in Indianapolis wehen. Das ist freilich viel der Ehrung, aber wir verlangen mehr. Wir wünschen auch, daß die nächste Tagessatzung des Eentralbundes deutscher Vereins-Ver. bände im Jahre 1905 hier abgehalten wird. Dahin zu streben, sollte das Bemühen der Vertreter unserer Stadt bei der Tagsatzung in Baltimore sein. Wir hegen keinen Zweifel, daß dieses Ziel erreichbar ist, denn unsere Megären wissen, daß sie die zuversichtliche und großartigste Gastfreundsckaft des Deutschthums unserer Stadt der Gen tral-Körperschaft entgegenbringen kön nen. Von dem Pesthauch politischer Ambitionen frei, hat sich der Deutsche in Jn dlanapolis nur den höchsten Eulturbestrebungen gewidmet. Als Förderer der Künste und Wissenschaften, als Pioniere für ein höhere gesellschaftliche Leben haben die deutschen Vereine von Indianapolis so viel Großes geleistet, daß der Anspruch auch auf die gewünschte Anerkennung Seitens des Ver bandes deutscher Vereine nicht unbeschei den erscheinen kann. So hoch auch die Ziele sind, die sich der Verband deutscher Vereine unter der Leitung des vorzüglichen National Präsidenten Dr. Hexamer gestellt hat, wird er in seinen idealsten Bestrebun gen den Verband Indianapolis an sei. ner Seite finden. Die Feier deZ Deut, schen Tages steht in unserer Stadt in Bälde bevor. Unser Deutschthum wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen sich in seiner ganzen Bedeutung zu zei gen. Es wird auf's Neue darlegen, daß unsere Stadt als nächste Eonven. tionSstadt des Bundes zu gelten vollen Anspruch hat. Mutter" Jones hat eine scharfe Zunge, wie ihre sarkastische Bemerkung zeigt, daß der Präsiden: sie sicherlich auf's Zuvorkommendste empfangen hätte, wenn sie und ihre Kleinen vor her erst schwarz angestrichen" worden wären. Westl. Post." .Daß die sämmtlichen Berichte welche aus Rom über die Fortschritte der Pabstvahl, soweit sie Chancen muthmaßlicher Papabili betreffen, gänzlich aus der Luft geriffen sind und absolut keine Wichtigkeit haben, ist selbstverständlich. Wir bringen des. halb diese Depeschen nur als Kuriosa amerikanischer Reporterfindigkeit. In München behauptet man, daß das Aufführungsrecht für den Parsi. fal" Bayern gehöre; man will deshalb Heinrich Conricd an der Aufführung dieser vielumstrittenen letzten Wagner'schen Oper verhindern. Da müßte wohl aber Bayem erst sein Besitzrecht nachweisen und Das dürfte nicht leicht fein. . Nach den Bestimmungen Wag ner's sollte das Besitzrecht ausschließlich seiner Familie verbleiben und die Oper nur in Bayreuth aufgeführt werden. Ist das alleinige Besitzrecht der Familie erlösche, so wird wohl die Oper allen Theatern zugänglich sein: nicht aber ausschließlich den Münchenern. Die ganze Mittheilung sieht täuschend aus wie eine neue gespickte Reklame Conried's. ' '

Eine interessante Klage. In Louisville hat die O'Dell Eom. Mission Co. eine Klage eingereicht, welche sür Makler im ganzen Lande von größter Wichtigkeit ist. Sie in volvirt eine von der Baumwollbörse in New York erlagene neue Regel mit Bezug auf die Absenkung von Quoti rungen vom Baumwollmarkte. Die Western Union Telegraph Co. lieferte bisher jedermann die Quotirungen von der New Yorker Baumwollbörse, sobald die Garantie gegeben war. baß sie für den Depeschendienst bezahlt würde. Sie hatte Kunden im ganzen Lande, wenigstens in jeder Großstadt, wo stark in Baumwolle spekulirt wird, und nahm dadurch viel Geld ein. Jedenfalls ging ein Theil der Einnah. men der Western Union aus dieser Quelle an die Baummollbörse in New Jork, denn die Telegraphen Ge. sellschaft mußte erst mit dieser ein Ab kommen über das Recht, die Quotirun. gen zu bekommen und zu versenden, abschließen. Jetzt aber hat die Börse die Regel gemacht, daß die Western Union Co. die Quotirungen nur an solchePersonen oder Firmen liesern soll, mit denen die Börse zufrieden ist, mit anderen Wor. ten. die Börse verlangt , das Recht zu bestimmen, wer die Quotirungen dekommen soll und wer nicht. Wer also die Quotirungen will, muß bei der Western Union Co. darum nachsuchen, diese wendet sich an die Baumwollbörse, und dieser steht nach der neuen Regel das Recht zu, das Gesuch zu bewilligen oder abzuweisen. Auf diese Weise wäre es möglich geworden, daß nur Makler die Quotirungen bekommen, welche Mitglieder derjBaumwollbörse sind und wer daher in Baumwolle spekuliren will, muß sich an diese Makler wenden. Andere Makler könnten daher nicht di. relt mit ihren Kunden verhandeln, son dern müßten die Aufträge der Kunden durch Mitglieder der Börse erledigen, so daß die ganze Spekulation im Baumwollmarkte auf New York be schränkt wäre, resv. alle Aufträge dort hin gesandt werden müßten. Die ein gereichte Klage der O'Dell Co. hat den Zweck, die Western Union zu zwin. gen, ihr auch ferner die Quotation zu liefern, wie sie bisher unter einem Contralte that. Polizeiliches Allerlei. Alfaretta Owen, die 16-jäh. rige Tochter eines Bürgers von Plainfielt), welche aus dem elterlichen Hause entflohen war, ist von Sargeant Leet in dem Hayes Hotel an der W. Washington Str., woselbst sie Beschäftigung gefunden hatte, aufgespürt worden. Sie wurde nach der Polizei-Station gebracht und dort ihren Eltern, welche mittlerweile angelangt waren, über geben. Sie sagte, sie wäre nach hier gekommen, um in einem der großen Departements-Geschäfte eine Stellung zu erhalten. D ie R a d l e r p o l i z i st e n wur den gestern Abend nach der Blackford Str. und Jndiana Ave. gerufen, wo. selbst Wm. A.: Mendenhall von 1130 W. New Vork Str. von einem Manne, Namens Keppler, in brutaler Weise mißhandelt worden war. Auf Anordnung des DispensariumsArztes Dr. Crockett wurde Mendenhall nach dem Stadthospital gebracht, sein Angreifer hatte sich seiner Verhastunz durch die Flucht entzogen. Die beiden in Haughville ansässigen Ungarn Ben Harwarth und John Or. loff waren gestern Nachmittag mit ein. ander in Streit gerathen und hatten sich gegenseitig übel zugerichtet. Sie wurden Beide wegen thätlichen Angriffs eingelocht. D i e Radlerpolisten Griffin und

Amsden wurden nach der Ecke der South und West Str. gerufen ; woselbst ein Mann Namens Wm. Lear von 461 W. Washington Str. von drei Burschen, Martin Monahan, 49 Blake Str., Tim Nurse, 619 S. West Str. und Pat Moran, 612 W. Mary, land Str. zu Boden geschlagen und mißhandelt worden war. Lear bead. sichtigt, Verhaftsbefehle gegen seine Angreifer zu erwirken. Bon epileptischen Krumpfen . befallen. . John Barrett, ein etwa 60 Jahre alter Mann, wurde gestern Abend an der Virginia Ave. und Maryland Str. von epileptischen. Krämpfen befallen. Dr. Mackey vom Dispensarium leistete ihm ärztliche Hülfe und ließ ihn sodann nach dem StadtHospital bringen.

Aus deutscheu Vereinen.

Der Harngari Sänger, chor beschloß in seiner gestrigen Versammlung, von jetzt an nur solche Sän. ger als active Mitglieder aufzunehmen, welche dem Harugari-Orden ange. hören. Auf passive Mitglieder findet diese Bestimmung kein? Anwendung. Sonst wurden nur Routine-Geschäste erledigt. Zum Schlüsse forderte Präsident Schmitt die Mitglieder auf, sich zahlreich an der Feier des Deutschen Tages zu betheiligen. Der 21er Kranken-Unter stützungs Verein nahm in seiner gestrigen in der Columbia Halle abgehaltenen sehr gut besuchten Vcrsammlung ein neues Mitglied auf. Für das am nächsten Sonntag im Südseite Schützenpark stattfindende Picnic wur. den die Schlußvordereitungen ge. troffen. Dem Bericht des ArrangementsComites zufolge wird alles aufgeboten werden, um den Besuchern des Picnics einige vergnügte Stunden zu ver schaffen. Für gute Bedienung und Bewirthung ist Sorge getragen. Der Deutsche Gär tner Ver. e i n beschloß in seiner gestern Nachmit. tag in der Germania Halle abgehakte, nen gutbesuchten Versammlung, am Donnerstag, 13. Aug., im Germania Park ein FamilienPicnic abzuhalten. Ferner wurde Herr John König zum Stellvertreter 'des Hrn. Hermann Lienhoff in der Fahnen-Delegation des Vereins füs die Deutsche Tag.Feier er. wählt, da Letzterer infolge eines TodesfalleS in der Familie gehindert ist. Sonst wurden nur Routine-Gefchäfte erledigt. Der Bäcker Unterstützung s Verein machte in seiner gestrigen Versammlung folgende Ernennungen für die Fahnen.Parade: Marschall zu Pferde Jacob Klein. Fahnenträger Charles Setamer. Begleiter Paul Lagemann, Fred. Haunß, Berthold Schreiber und Chas. Herzig. - '' - Die National - Convention der Photographen. Die jährliche Convention der Pbo tographen-Vereinigung von AmericS" wird morgen Vormittag urn 10 Uhr indem in prachtvoller Weise dekorirten Deutschen Hause eröffnet werden. Es wird erwartet, daß Gouverneur Durbin die Gäste bewillkommnen wird. Hierauf wird ' Präsident Nußbaumer seine Jahres-Botschaft verlesen. W. I. Scanlin von New York wird sodann Über das Thema GeschäftsBedingungen" sprechen. Am Nachmittag hält W. Forsyth von hier einen Vortrag. Am Abend veranstaltet die H. Lieber Co. den Delegaten im Deutschen Hause einen Empfang. Am Mittwoch ist Fabrikanten- und Händler-Tag" und es finden keine Geschäftssitzungen statt. Am Donnerstag werden die Berichte der verschiedenen Beamten und Comites entgegengenommen und die Stadt, in welcher die nächste Convention abgehalten werden soll, erwählt. St. Louis und San Francisco bewerben sich um die Ehre. Die Wahl wird jedenfalls auf St. Louis fallen. Hierauf werden die Beamten erwählt werden. Der jetzige Vice-Präsi dent Charles R. Neeves von Anderson wird dann zum Präsidenten emporrücken. Am Abend finden verschiedene photographische Aufnahmen statt. Am Freitag Vormittag wird die Convention geschlossen. Sehr reichhaltig wird die Ausstellung von Photographien sein. Die Arrangirung derselben liegt in den Händen des Herrn Robert Lieber. Die Programme, welche für die Convention gedruckt wurden, sind wohl die künstlerisch schönsten, welche je hergestellt wurden. Die Jndiana StaatsVereinigung wird an einem Tag in der Woche ihre Geschäftssitzung abhalten, in welcher die Beamten erwählt und die nöthigen Schritte betreffs des permanenten D. Guerre Kunst-Memorial Gebäudes und des permanenten Indiana Photographen HeimS ergriffen werden sollen. Beide Gebäude sollen am Winona See errichtet werden. Schluk des Feldlagers. Das diesjährige Feldlager der Indiana National Garden ging heute zu Ende. Gestern Nachmittag hielt der Gouverneur im Beisein einer großen Menschenmenge eine Revue über die 3 Regimenter ab. .

Nachrichten aus Jndiana.

Zwei B u ch h a l t e r h at d a s südliche Jrren-Asyl. E v a n s v i l l e. Die bekannte Jrrenaus-Controverse, die damals entstand, als mit der Entlassung des Superintendenten Stoker auch eine Anzahl anderer Angestellter, darunter Frl. Mary T. Wilson, ihrer Stellen verlustig erklärt wurden, ist jetzt in ein neues Stadium getreten, da die Tru stees der Anstalt in der Person des Herrn Wm. Koch, bisher im Auditors Bureau, der E. & T. H. Bahn thätig, einen neuen Buchhalter ernannt haben, während Frl. Wilson nach wie vor ihren Posten innebehalten zu wollen er klärt. Frl. Wilson hatte bekanntlich im Kreisgericht eine Klage eingereicht. durch welche die Trustees verhindert werden sollten, sie aus ihrer Stellung zu entlassen, doch weigerte sich Richter Rasch, einen derartigen Einhaltsbesehl zu ertheilen. Durch diese , richterliche Weigerung ermuthigt, beschlossen die Trustees, die vakant erklärte Stellung, die Frl. Wilson immer noch behauptet. wieder zu besetzen und das geschah in einer Spezialsitzung, die am Don nerstag Nachmittag von. der vollzählig versammelten Behörde abgehalten wurde. Nachdem man beschlossen, die Stelle neu besetzen, wurde der Name des Herrn Koch vorgeschlagen und der Vorschlag dann einstimmig angenom men. Der neu erwählte Buchhalter befand sich jetzt schon in der Anstalt, um seine neue Stellung anzutreten, und der Superintendent, Dr. Laughlin, er klärte, daß Herr Koch bereits als BuchHalter fungire. Dagegen gab Fräul. Wilson gestern die Erklärung ab. daß sie immer noch die Stellung bekleide und daß sie weitere Schritte in der Angelegenheit ihren Advokaten, den Herren Cunningham und Clark, über lasse. D i e G e m m e r - F a b r i k g eschlössen. Marion. Die Gemmer . Fabrik, vor welcher während der letzten 10 a gen beständig die streikenden Arbeiter Demonstrationen veranstalteten, ist am Samstag Vormittag, geschlossen worden. Am Tage als auch am Abend herrschte in der Nachbarschaft der Fabrik Ruhe und Ordnung. Das Central Trade Council hält am Dien stag eine Versammlung ab, zu welcher sämmtliche Union-Leute der Stadt ein geladen sind. Edgar Perkins, der Präsident der Staats-Arbeiter-Födera tion, hat versprochen, anwesend zu sein. Erlangte seine Sprache wieder. E l k h a r t. Der etwa fünf Meilen westlich von hier ansässige Farmer Valentin Marx, welcher vor vier Iahren plötzlich seine Sprache verlor, hat dieselbe vor einigen Tagen, nachdem eine ärztliche Operation an ihm vorgenommen worden, die Sprache zum größten Theil wieder erlangt. Fred. Haas abermals verhaftet. Fort Wayne. Fred. Heß, der einzige Sohn eines reichen Farmers von Allen County, gegen welchen be. reits schon eine Anklage wegen Erpres. sung vorliegt, ist abermals desselben Vergehens beschuldigt. Er hatte dem S. P. Kiser, Superintendent der Harper Buggy Co. von Columbia City einen Brief geschrieben, in. welchem er drohte das Fabrikgebäude in Brand zu stecken, wenn nicht $1000 an einem gewissen Platze für. ihn deponirt würden. Aehnliche Briefe soll er auch an verschiedene Directoren geschrieben haben. Ausflug nach den Niagara Fällen. via C. H. & D. und Erie Bahnen Dienstag, den 4. August. 87.00 Rundfahrt S7.00 Fahrkarten gültig .für 12 Tage. Spezialzüge durchgehender Passagierund Schlafwagen verlassen Jndianapolis um 5 Uhr Nachmittags. Das Ueberliegen ist gestattet zu Chautauqua Lake und Cambridge Springs. R. P. Algeo, D. P.A. S1.25-Cincinnati u. zurück-81.25 via C. H. & D. Eisenbahn. S o n n t a g, den 9. August. Zwei spezielle Schnellzüge. Der erste fährt um 6:30 Morgens ab und fährt ohne Aufenthalt durch. Der zweite fährt um 7:15 Uhr Morgens ab und hält nur in Rushville, Connersville und Hamllton an ; Retoursahrt von Cincinnati um 6:20 Uhr Abends.

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Alles in Grdnttn. Es war während eines heftigen Regenschauers, der Trambahnwagen war bis auf den letzten Platz besetzt, als sich noch eine Dame und ein sehr korpulenter Herr hereindrängten. Da die Dame nicht besonders hübsch war. machte zunächst keiner der Herren Miene, seinen Sitz aufzugeben; endlich aber erhob sich ein junger Herr in der Ecke, und den Arm der Dame berührend, sagte er: Bitte, nehmen Sie meinen Platz, gnädige Frau." Aber gerade, als die Dame sich setzen will, läßt sich der dicke Herr mit einem Seufzer der Erleichterung in den Sitz fallen. Der junge Mann blickt erstaunt und ärgerlich auf den Dicken. Doch in der Annahme, daß dieser irrthümlicherweise den Platz eingenommen hat, klopft er ihm auf die Schulter und sagt: Jch bot der Dame hier meinen Platz an und nicht Ihnen, mein Herr." Der Dicke blickt auf und erwidert dann, vergnügt schmunzelnd: Ja. ja, 's ist schon recht, junger Mann, sie ist ja meine Frau!" A der )imrncl3tljür. Frau Jsabella war eine so gute Frau gewesen, daß sie, als sie eines Tages diesem Jammerthale Valet sagte, von allen gesegnet wurde, die sie kannten, am aufrichtigsten aber von ihrem tröstlosen Gatten. Zufrieden stieg sie darum auch die Himmelsleiter hinauf und bedauerte nur, daß sie ihr liebes Männchen in diesem, so vielen Versuchungen durch Wirthshäuser und anderen Teufelserfindungen ausges etzten Leben hatte zurücklassen müssen. Als sie vor die Himmelsthür kam, sah sie den heiligen Petrus auf einer Steinbank sitzen und sie erwarten. Sei mir gegrüßt, Du Brave!" sprach der Apostel lächelnd und schloß ihr mit seinem großen Schlüssel die Himmelsthüre auf. Frau Jsabella folgte lächelnd seiner Einlahing; kaum war sie aber im Himmel drin, so nabm sie dem Petrus mit einem geschickten Griff den Schlüssel aus der Hand und sagte: So. den werde künftig i ch esbewahren! Seins von beiden." . Im Tagblatt zu T. wurde unlängst folgende fcharfnnrnge Bemerkung veröfentlicht: Verschiedene Nachrichten waren heute über Espartero in der Stadt verbreitet; die einen sagten, Espartero sei todt, die anderen behaup ten, er lebe noch. Wir glauben keines von beiden. Die Redaktion." Von den Tamenyüten. Ein Mitarbeiter der D6bats" in Paris stimmt Wehklagen über die Damenhüte an, die ihm bei der Aufnahm: Rostand's in die französische Akademie so schweren Kummer bereitet haben, daß er erklärt, solange die jetzige Mode fortbestehe, werde man im Theater und im Concert keinen Genuß mehr haben können: der Hut verfolgt uns, er lähmt unsere Aufmerksamkeit, er macht uns halb toll, denn das Riesenungethüm bewegt sich auch noch. Es ist 1,50 Meter weit, im Umfange größer als ein Tischchen oder eine Scheibe an der Eisenbahnlinie. Auf dieser Plattform sind Bandschleifen, Tüll und Gaze auf Drähten aufgethürmt, ein ganzer Blumengarten, Orchideen, Schwertlllien, Büschel Rosen und Päonien, auch etwas Obst, Kirschen aus Montmorency oder Weintrauben zum Anbeißen aus Fontainbleau und erst Vögel, Fittige und ganze Jnsektenkörper das Alles auf einem Frauenkopfe! A o m Pserdehandel. Mit dem Pferd haben Sie mich schön angeschmiert! Das hinkt ja auf einem Fuß!" Wie heißt?! Und de drei gesund'n Füß' rechnen Se nix?!" Seekrankheit. Ran: Gibt es denn gar kein Mittel gegen Seekrankheit?" Tom: O ja, wenn sich die Symptome zeigen, setzt man sich einfach unter einen Baum. Das hilft." Stets ein großes Lager ...don... Kohlen d Holz an Hand. Erhalten Sie unsere Preise bevor Sie kaufen 5!eue3 Phone 9291. AlteS (Main) 1150

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