Indiana Tribüne, Volume 26, Number 292, Indianapolis, Marion County, 1 August 1903 — Page 3

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Abgeschloffen Von der Außenwelt find 62 Fürsten der Kirche.

Der Ausgang der Papsiwahl ist in völliges Dunkel gehüllt. Rußlands Fänge umklammern jetzt Tibet. Der Bestechungs'Scandal im unga rifchen Parlament. Protest des diplomatischen Corps in Caracas. Arbeiterführer auf den Philippinen verurtheilt. Ausgang invölligem Dunkel'. R o m, 31. Juli, 9 Uhr Abends. Es herrscht der allgemeine Eindruck, daß in 2 bis 3 Tagen, wenn auch nicht morgen, ein neuer Papst gewühlt wird. Wie lange dies aber auch dauern mag, die völlige Abgeschlossenheit der Kirchenfürsten von der äußeren Welt muß nach den Kirchengesetzen bis zur erfolgten Wahl andauern. Prophezeiungen, wer die Tiara als Leo's Nachfolger tragen werde, haben wenig Werth, indem selbst die Cardinäle noch ohne bestimmte Meinung über den Ausgang zu sein scheinen. Als wahrscheinliche Eandidaten werden noch immer am häufigsten genannt die Eardinäle Rampolla, Vannutelli, di Pietro, Gotti und Oreglia. Sobald aber der Name des Einen davon genannt ist, hört man hundert Gründe anführen, welche seine Wahl als nicht gut möglich hinstellen. Die meisten Cardinäle find sich so selten im Leben begegnet und so weit nach Nationalität und Persönlichkeit verschieden, daß eine fest organisirte Bewegung zur Unterstützung irgend eines Cardinals bis jetzt nicht durchführbar war. Von größerem Interesse vielleicht ist es, daß hier in gewissen Kreisen der Eindruck obwaltet. eS stehen, wie nun auch der Spruch des Conclave lauten möge, große Aenderungen in der Poli tik des Vatikan bevor und binnen einem oder 2 Jahren werde sich der neue Papst nicht mehr als Gefangener des Vatikan betrachten, sondern, anders als Leo, das vatikanische Gebiet, wenn nöthig. verlassen. Ein Hervorragender Cardinal warf. bevor er in seine Celle ging, ein inter essantes Seitenlicht auf die Aussichten Rampolla's. Leo's einstiger Staats. sekretär wurde erst jüngst von der Re gierungspresse scharf angegriffen. Der Cardinal äußerte nun einem Vertreter derAssoc.Presse gegenüber, die Angriffe seien zu dem Zwecke inspirirt, um unter Katholiken und Cardinälen den Enthusiasmus und damit die Wahl-Aussichten für Rampolla zu steigern. Denn die italienische Regierung, welche keine Aenderung in dem gegenwärtigen Verhältniß zwischen Vatikan und Quirinal wünscht, würde Rampolla durchaus nicht ungern als Tiara-Träger sehen. Rampolla hat zwar eine starke Ge folgschaft; ob aber nur einigermaßen so groß, um ihn in einige Nähe des päpst lichen Throns zu bringen, wird-sich erst morgen bei der 1. Abstimmung zeigen. Cardinal Vannutelli sollen nach einem Cardina! 10 Stimmen bei der ersten Abstimmung sicher sein. Er wird vom Erzbischof Logue von Ar magh und, wie es heißt, auch von Cardinal Gibbons unterstützt. Bemerkenswert!) war die Verhältniß Mäßige Unkenntnis verschiedener Car dinäle den Conclave-Proceduren gegen über. Cardinal Gibbons ersuchte den Vev treter der Assoc. Presse, alle die ihm während seines Hierseins angedichteten Interviews dementiren zu wollen, sowie besonders die Meldung, er habe Ram polla's Politik getadelt. Bis zur Beendigung des Conclaves bleiben 700 Mann ital. Truppen auf dem Petersplatz, weitere 150 auf dem Markusplatz. Gärten und Straßen in der Nähe des Vatikans sind Tag und Nacht scharf bewacht. DasersteMahl. Rom, 31. Juli, Mitternacht. Einer Meldung aus dem Conclave zu folge speisten die Cardinäle heute an gemeinsamer Tafel zu Nacht, ausge nommen 9, die sich das Essen in ihren Cellen serviren ließen. ,

Cardinal Herrera y Espinosa ist mit

Hilfe eines von Dr. Lapponi verabreichten Mittels in ruhigen Schlummer gesunken. Der Cardinal war unmittelbar nach Betreten des Conclave von einer Ohnmacht befallen worden. Vor 1870 war die Ceremonie des Eintritts in das Conclave bedeutend imposanter als heute, indem die Feier damals im QuirinalPalast abgehalten wurde. Die Cardinäle versammelten sich in der kleinen Kirche von San Silbester al Quirinale und schritten in einer Procession durch die Straßen zum Palast oder falls das Conclave im Va tikan stattfand, so wurde eine Procession in der Peterskirche gebildet. Durch die heutige Ceremonie fühlten sich viele der älteren Cardinäle sehr er schöpft, einige derselben, wie Mocenni (geb. 1823), Cretoni (geb. 1833) und Langenieux (geb. 1824) waren so angegriffen, daß sie bei dem Gange nach ihren Cellen von den Nobelgarden unterstützt werden mußten. Trotzdem fanden die Cardinäle keine Ruhe, da jeder seine Freunde, Verwandten und Anhänger empfing, die alle den Kirchenfürsten in lebhafter Weise Mahnungen und Rathschläge ertheilten. Einen der Cardinäle sah man fich die Ohren mit der Hand zuhalten, indem er jeden weiteren Rathschlag ablehnte und eine nicht mißzuverstehende Geste hierbei machte. P i u s IX. Neffen im Elend. Rom. 31. Juli. Nach dem Messagero befindet fich unter den Unterstützungsgesuchen, die bei den Testamentsvollstreckern des Papstes eingingen, eines von den Grafen Mastai und Ferretti, Neffen Vius IX., die in äußerster Armuth leben. Das Cardinals-Collegium bewilligte heute die Zahlung von S10,000 für die Aerzte und sonstigen Personen, die den Pontifex in seiner letzten Krankheit pflegten. Oesterreich'Ungarn. Hochfluth - Schaden. Wien, 31. Juli. Fortdauernd schwere Regengüsse in vielen Theilen Oesterreich's schädigen die Ernte Aussichten. In der Gegend bei Jägerndorf, Schlesien, ist der Ueberschwemmungsschaden bereits sehr groß und der Verlust wird auf verschiedene Millionen Kronen veranschlagt. Der Bestechungs S c a n d a l. Budapest, 31. Juli. Das Abgeordnetenhaus des Reichstages ernannte heute einUnterfuchungs-Comite für den BestechungSscandal und dertagte sich sodann bis zur Berichterstattung. Vorher erklärte Franz Kossuth, daß angesichts deS Geständnisses des Gouverneurs von Fiume, ihm allein falle der Bestechungsoersuch an dem Abgeordneten Papp zur Last, auch Ministerpräsident Graf Hedervary verdächtig erscheine. Falls er keine für die öffen!liche Meinung befriedigenden Aufschlösse zu geben vermöge, so sei er zur weiteren Leitung der Geschäfte nicht befähigt. Die Linke zollte der Rede Kossuth's frenetischen Beifall. Der Premier versprach, vor dem Untersuchungs-Comite zu erscheinen. Vor dem parlamentarischen Ausschuß gestand Abends Szapary, der Urheber der ganzen Bestechungsangelegenheit zu sein, den Premier völlig entlastend. Großbritannien. A l a s k a-C o m m i s s i o n. London, 31. Juli. Senator Lodge hat die Vorbereitungen sür die Tagung der Alaska-Grenz-Commission vollendet. Er frühstückte heute mit dem Ministerpräsidenten Balfour und dinirte Abends bei ColonialSekretär Chamberlain. E d w a r d's Reise. G a l v a y, Irland. 31. Juli. Das Königspaar stattete heute in De reen Haus dem auswärtigen Sekretär Lansdowne einen Besuch ab. Später erfolgte die Fahrt nach Berehaven und dort die Einschiffung auf der Jacht nach Queenstown. Rußland. Die Lage im fernen Osten. Wien, 31. Juli. Die Allge meine Zeitung" versichert, daß bri tische Vermittelung in Tokio und fran zösische in St. Petersburg für den Augenblick die Kriegsgefahr abgewandt, wenn nicht den Weg zu einem russisch japanischen Einverständnisse geebnet I haben.

Nach einer Depesche aus Constantinopel hat Rußland beim Sullan um Erlaubniß nachgesucht, daß russische Kriegsschiffe auf dem Wege nach dem fernen Osten die Dardanellen Passiren dürfen. Verstärkung der Flotte. London, 1. August. Nach der Daily Mail umfaßt das russische Flot-ten-Programm den Bau von 6 Schlachtschiffen von je 16,000 Tonnen und 3 Panzerkreuzern. Sie müssen 1900 fertig sein. Tibet. Rußland's Vordringen. Cöln, 31. Juli. Die Cölnische Zeitung vernimmt aus chinesischen Quellen, daß Rußland geheime VerHandlungen zu geologischen Forschuu gen in Tibet anknüpfte, verschiedene 100 Cossacken dorthin schickte und versicherte, es hätte zum Marsch durch jenes Gebiet China's Erlaubniß erhalten. Wie die Cölnische Zeitung beifügt, hat die chinesische Regierung ihren Vertreter in Tibet informirt, daß keine solche Erlaubniß gegeben wurde und daß er die russischen Bewegungen scharf beobachten müsse, ohne jedoch gemalt-

samen Widerstand anzuwenden. Deutschland. Die Rechte auf Parsifal. Berlin,- 31. Juli. Direktor Possart von der Münchener Oper erklärt, daß die Rechte auf die Oper Parsifal nicht der Wagner-Familie, sondern Baiern gehören und daß der deutsche Botschafter in Washington Heinrich Conried, den Direktor des Metropolitan Opernhauses in New $ori, an der dortigen Aufführung der Oper hindern werde. Die Wagner'schen Erben versicherten. sie besäßen die alleinigen Rechte auf Parsifal, die bis jetzt nur in Bayreuth gegeben wurde. Conried weilte längere Zeit in Euro pa, um Sänger für die neue Aufführung zu engagiren. Venezuela. Castro unverbesserlich. Washington, 31. Juli. Halbamtliche, zuverlässige Nachrichten werfen ein neues Licht auf die Ereignisse in La Guiara, wobei dem spanischen Consul sein Exequatur entzogen wurde. Es scheint, daß oie fremdenfeindliche Haltung der venezol. Regierung ernste Besorgnisse .hervorruft. Der spanische Consul forderte es als sein Recht, vor dem Tribunal, das die Ansprüche eines spanischen Unterthanen gegen Venezuela untersuchte, zu erscheinen und hatte dieses Verlangen mit der EntZiehung seines Exequaturs zu büßen. Das diplomatische Corps in Caracas hat einen gemeinsamen Protest gegen dieses willkürliche Vorgehen eingereicht. Präsident Olcott von der OrinocoDampfergesellschast, der in New Jork wohnt und Ansprüche gegen die venez. Regierung hat, war es völlig unmöglich vor den Gerichtshöfen Venezuelas Recht zu finden. Portugal. Das amer. Geschwader. L t s s a b o n, 31. Juli. Anläßlich des heutigen Jahrestages der Gewährung der portugiesischen Verfassung, der zugleich der Geburtstag des Bruders des Königs ist. gaben die portugiesischen wie auch die amerikanischen Kriegsschiffe Salutschüsse ab. Der Besuch der amerikanischen Schisse durch portugiesische Beamte dauert fort. Es fällt der Bevölkerung auf, daß viele Portugiesen, frühere Bewohner der Azoren-Jnseln, auf den amer. Kriegsschiffen und besonders auf der Brooklyn" als Musiker dienen. Philippinen. Arbeiterführer verurtheilt. Manila, 31. Juli (durch Pa-cific-Cabel). Dominador Gomez, der Vorsitzende der demokratischen ArbeiterGewerkschaft, ist wegen Mißachtung des Gerichts zu 6-monatlicher Haft 'verurtheilt worden. Gomez hatte eine von der Regierung unterdrückte Arbeiterzeitung wieder publicirt und war sofort verhaftet worden. Die Zeitung hatte in Verbindung mit der Gewerkschaft gestanden, die 15,000 Mitglieder zählt, der NationalParte! nahesteht und stark mit den Infurgenten sympathisirt.

Allerlei für'S HauS. SilberneLeuchter, die von dem abtropfenden Lichte beschmutzt sind, sollte man nicht mit Messern zu reinigen versuchen, weil es seine Spuren hinterlassen würde; auch ein Abschmelzen ist nicht gerathen, weil sie im Innern eine Harzcomposition enthalten, die die meist nicht massiven Gerathe gegen Verbeulen schützen soll. Am besten ist es, ein Stück Tuch über den Daumennagel zu legen und so nur die gröbsten Theile zu entfernen; hierauf muß man das Wachs, Paraffin oder Stearin mit Benzin abreiben. Auch heißes Wasser läßt sich verwenden, doch verursacht es ein Blindwerden bei Leuchtern, die auf Hochglanz polirt sind. Entfettung von Kanar i e n v ö g e l n. Einen zu fetten und deshalb zum Singen zu faulen Kanarienvogel setzt man auf absolute Rübsendiät. Er bekommt nur soviel, daß gegen Abend sein Futternapf leer ist. Als Beifutter giebt man Salatblätter, Spinat, Vogelmiere und ähnliches Grünzeug. Nach einiger Zeit fühlt man an seinem Brustknochen, daß die Fettansammlung verschwunden ist; man setze ihn dann auf gemischtes Futter, halte ihn jedoch knapp und feure seine Sangeslust durch einige Körner Hanf und durch einen gut schlagenden anderen Kanarienhahn an, den man in seine Nähe hängt. Gelbgewordene Nickelgegenstände werden einige Sekunden lang in eine Mischung von 2 Theilen Schwefelsäure auf 100 Theile Weingeist (vorsichtig mischen! Schwefelsäure langsam zugießen!) eingelegt, in reinem Wasser nachgespült und mit trockenen Sägespähnen abgerieben. Die Sachen erhalten ihren reinen metallischen Glanz wieder. Schutz der Hände beim Einmachen. Um die Hände beim Einmachen von Früchten etc. gegen das Gefärbtwerden zu schützen, empfiehlt es sich, dieselben vorher tüchtig mit starkem Essig zu waschen und sie dann gut abtrocknen. GeirockneteRosenblätter. Die Blätter der abblühenden Rosen müssen abgepflückt und an einem warmen Platze (doch nicht direkt in der Sonne) getrocknet werden. Sind sie trocken, daß sie nicht verschimmeln, streue man etwas Salz darüber, vermenge beides zusammen (dadurch bekommen die Blätter so viel Feuchtigkeit, daß sie wieder duften) und thue dann für 5 Cents gutes Räucherpulver dazwischen. Dann wird die Masse in ein Stein- oder Glasgefäß gethan, das einen luftdichten Verschluß hat. Nun kann man zu jeder Zeit einen frischen Rosenduft im Zimmer herstellen, wenn man das Gefäß öffnet, etwas mit der Hand durchrührt und offen stehen läßt. Die Rosenblätter halten den Geruch viele, viele Jahre. Etwas Salz und Räucherpulver kann ab und zu wieder dazwischen gethan werden. Die duftreichen Centifolien sind am

besten dazu. Für das Aufbewahren t bender Krebse gilt folgende gut befundene Vorschrift. Man lege die Krebse mit den Füßen nach unten in einen alten, flachen Weinkorb. Dann reibe man auf dem Reibeisen eine gehörige Portion Mohrrüben, streue diese über die Krebse und spanne über den Korb ein feuchtes Tuch. Den Korb selbst setze man in einen kühlen Keller, aber nicht auf den Erdboden, sondern etwas erhöht. Natürlich muß man diese Krebse alle Tage nachsehen, um etwa matt werdende zu entfernen. Man wird aber selten einen finden, denn sie halten sich so 14 Tage lang ganz gut, und länger kann sie doch kein Liebhaber in seinem Hause leiden. Kaffeeflecke in Wollstoffen mit sehr empfindlichen Farben werden dadurch weggebracht, daß man sie mit einer Lösung von fünf Theilen Glycerin, fünf Theilen Wasser und 14 Theil Salmiak überstreicht, diese Reinigungsmasse 6 8 Stunden wirken läßt, dann die Stelle zuerst mit einem reinen Tuche und hierauf mit völlig klarem Wasser abreibt und schließlich den Stoff zwischen reinen Tüchern preßt. Nach dem Trocknen gibt man durch vorsichtiges Auftragen von sehr verdünntem, gereinigtem Gummi Ärabicum den alten Glanz wieder. FettfleckenausLedereinbänden entfernt man am besten, indem man gebrannte Magnesia mit Benzin mischt, bis eine krümlicheMasse entsteht. Der Fleck wird mit dieser Masse behutsam eingerieben, einige Zeit beschwert stehen gelassen und die Magnesiakrümelchen werden dann wegge klopft. Frische Flecke verschwinden sofort, alte nach mehrmaliger Behandluna. Nach genauen Aufzeichnungen sind in den letzten 17 Jahren in den Ver. Staaten im zen 2,516 Lynchgerichte vorgekommen. Davon fielen 2.086 auf die Südstaaten und 436 auf die anderen S'.fietiV nnfertä Landes. Nur 4 Stakten hatten in t r . . -r . ... '

oieier eil überhaupt seine Lynchgerichte in ihren Grenzen zu verzeichnen, nämlich Massachusetts, New Hampshire, Rhode Island und Utah. Von den Gelynchten waren 1573 Neger. Die übrigen waren mit Ausnahme weniger Chinesen, Weiße. Bezeichnend ist es, daß in den letzten Jahren der Prozentsatz, mit dem der Norden an den Lynchmorden betheiligt ist, immer größer wird.

Der gezähmte Apachen-

Häuptling Geronimo, einst den Weißen Arnona's und Sonora's so furchtbar. ist zu Fort Sill im Jndianer-Terri-tormm, wo er seit Jahren m leichter Gefangenschaft gehalten wnd, mu ei nem Dutzend seiner Krieger mittelst feierlicher Taufe in die Methodistenhrche aufgenommen worden, nachdem er von einem Prediger derselben mittelst eines Dolmetschers den erforderl:chen Regionsunterricht erhalten hatte. GroßeUnruheherrschtunter den Farmern im südlichen Theil Theil von Racine County, Wis., weil man ein Umsichgreifen der Wasserscheu unter dem Vieh befürchtet. Verschiedene Milchkühe mußten schon getodtet werden, und überall stellten Thierärzte Untersuchungen an. Vor mehreren Wochen griff ein toller Hund Pferde und Kühe auf der Farm von Charles Hanson an, und man glaubt, daß dies die Ursache derVerbreitung der Krankheu unter dem Vieh sei. Der erste Baumwollbal len der Ernte des Jahres 1903 traf am 21. Juli in New York ein und wurde am mganz der Baumwollbörse für 26Vz Cents das Pfund verkauft. Die Baumwolle wurde in Zapata County. Texas, gezogen und wurde in Galveston von einer Firma in Houston, Texas, gekauft, die den Ballen an eine New gorker Firma spedirte. Die Baumwolle ist nach Angaben von Sacyverstandigen von besonders guter Quailtät. Im letzten Jahre traf die erste Sendung Baumwolle in New Jorl.am 2. Juli ein.

Auf unangenehme W e 1 ) e unterbrochen wurde in Marinette, Wis., eine Hochzeit. Dort sollte Allan Steffen, Lehrer an der ev.-luth. Schule daselbst, mit einem jungen Mädchen aus dem Westen des Staates zum Bunde für das Leben vereint werden. Alles war bereit und man wartete nur noch auf die Braut, die aber fern blieb. Die Stunden verrannen, die Hochzeitsgä'ste wurden ungeduldig und mußten schließlich enttäuscht nach Hause gehen. Der Bräutigam ist der Ansicht, daß ein Verwandter des Mädchens, der gegen die Heirath ist, Brief und Te!egramm unterschlug und daß das Mädchen daher nichts von den Vorbereitungen für die Hochzeit wußte. AufsonderbareWeise verlor ein Kohlenhändler in Newark, N. I., dessen Geschäftsplatz am MorrisCanal liegs, ein werthvolles Pferd. Das Thier hatte bei Tagesanbruch die Rückwand seines Stalles, die sich di-. rekt am Canal befindet, ausgeschlagen und war dann rückwärts ins Wasser gegangen. Einige Knaben fanden Major", so hieß der Braune, später lustig im Canal herumschwimmen und zogen ihn nach einer schiefen Ebene. Das Thier war jedoch schon so erschöpft, daß es sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte, um aus dem seichten Wasser herauszusteigen. Als man ihm zu Hilfe kommen und mit Gewalt herausziehen wollte, fiel sein Kopf unter Wasser und es ersoff. JnMarinette, Wis., herrschte kürzlich nicht geringe Aufregung, denn mehrere Personen machten auf der Straßenfair eine unliebsame nähere Bekanntschaft mit Schlangen. Als besondere Attraktion zeigt sich dort ein Schlangenesser und um den Platz, den er für seine Vorstellungen benützt, ist eine Plattform errichtet. Es standen nun gegen 30 Personen auf dieser Plattform, als dieselbe plötzlich nachgab und die Zuschauer in die Schlangengesellschaft hineinstürzten. Mehrere Frauen wurden hysterisch, aber als sich die Aufregung gelegt hatte, stellte sich heraus, daß Niemand verletzt wor den war. Die Schlangen hatten Niemand etwas zu Leide gethan. Vielleicht waren sie noch mehr erschreckt als die ungebetenen Besucher. Um den häufig beimVerkauf von Indianer - Ländereien vorgekommenen Betrügereien vorzubeugen, hat der Sekretär des Innern angeordnet, daß in den Reservationen von Oklahoma und vom IndianerTerritorium keine derartige Veräußerung stattfinden darf, ohne daß vorher dem Agenten des Departements Mittheilung gemacht werde. Der Landagent hat dann das Land auf dem Wege des öffentlichen Angebots zum Verkauf zu stellen. Angebote müssen von einem Check, 20 Prozent des gebotenen Preises repräsentirend, begleitet sein. Das Land ist von einem Vertreter des Departements abzuschatzen, und wenn das höchste Angebot diesen Schätzwerth nicht erreicht, so sollen alle Angebote zurückgewiesen werden. VoneinerReisenach Japan ist dieser Tage General I. V. Congdon von New Vork, Präsident der American Silk Association, die den RohseideMarkt in den Ver. Staaten controllirt, zurückgekehrt. Er hat während der letzten Monate die japanische SeidenCultur studirt. Nach seinen Beobachtungen hat die Nachfrage nach Rohseide in letzter Zeit bedeutend abgenommen, eine Thatsache, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sei. Die eine Ursache war die Abnahme der italienischen Seide-Produktion, welche die Japaner dazu veranlaßte, die Preise für japanische Rohseide zu erhöhen, was wiederum eine Verringerung der Bestellung auf asiatische Rohseide zur Folge hatte. Nach Congdon's Meinung wird über die Hälfte der japanischen Seideproduktion nach den Ver. Staaten importirt. .