Indiana Tribüne, Volume 26, Number 291, Indianapolis, Marion County, 31 July 1903 — Page 7

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O o O Per weiße Tod o o O o G o X c o O G o o o Clfl'Jici! cuy der Gletschcrwclt. o o o o o O G g Von Viuöolf.StTatj. g o o 0: OcOCOoOoCoOOoOoOoOoOoOcg (Forisetzz.) IS. Capitel. s't tfrrc?prf brt 5?erz?nlicklt 'r tuet . d'.uch die enge, schmutzige i::ie, d:e am Fuße des MatA . k 3 1 vrtiAn i.;i;UlJ baUJ VtHlCUjHl 11 dämmernde: F:!seneinsam!eit lag. Di: rrcrtLjr.x Menschen, denen sie Raum bet, umstanden schweigend, mit stummen Hi!fe!e!nung:n den um den Krank:n belästigten Arzt und sahen zu, wie er die letzte Hand anlegte, einen feuchten .'!ullrerband über der Wunde befestigte und sich dann in einem Topfe, mit geschmolzenem und tm Freien vor der Hüt:e abgekühltem Schneewasser die Hände wusch. Er spracki ziemlich flößend deutsch, da er mehrere Semester in Berlin studirt hatte. Es ist schwer. etwaZ zu sagen!" meinte er in Erwiderung der in banger Frage auf ihn gerichteten Blicke. Xxt äußeren Verletzungen sind unbedenklich die können in Kurzem wieder geheilt sein. Aber die fortdauernde Bewußtlosigkeit es ist ja wohl möglich, daß sie vom Blutverlust und der Kälte allein herrührt " Und wenn das nicht der Fall ist?" Ter junge Amerikaner hielt Elisabeth für die Gattin oder Schwester des Verunglückten. Er zögerte etwas mit der Antwort. Es ist da ein Bluterguß im Ohr sagte er endlich langsam, und zugleich eine Verletzung der äußeren Ohrmuschel. Möglich alsodaß das Blut von außen hineingeflonen ist. Möglich aber auch, daß es von innen kommt " Und dann?" Tann, ja, dann könnte der Patient unter Umständen überhaupt nicht mehr erwachen " Er wandte sich ab, um die junge Frau nicht anzusehen, und packte seine Sachen zusammen. Aber als er sich wieder aufrichtete, erkannte er zu seinem Erstaunen, daß Elisabeth ganz ruhig war. Sie wollen j?tzt gehen?" fragte sie. Ter Amerikas nieste. Die Aussicht, die Nacht in dieser elenden Hütte zuzubringen, schien ihm denn doch zu wenig verlockend. Ich kann vor der Hand gar nichts helfen," sagte er. Morgen früh schließe ich mich den hinaufgebenden Führern an. und ich denke, wir bringen ihn dann wohlbehalten zum Schwarzsee hinunter " Sehr hoffnungsvoll klang fern Ton dabei nicht, und als er die Hand drückte, die ihm Elisabeth schweigend reichte, hatte ft:n Gesicht einen ernsten und besorgten Ausdruck. Tann ging er mit einem der drei Führer. Tie beiden Anderen, die die Nacht über in der Hütte bleiben sollten, zwei ältere Männer, räumten, so gut es sich machen ließ, die Spuren seine? Thätigkeit, die blutigen Wattebausche, die blaßröthlichen Wasserfleckk am Boden und die abgeschnittenen ver klebten Haarsträhne hinweg. Außer ihnen waren noch die beiden Gletscherfreunde des Abgestürzten, der böhmische Graf und der Hamburger Staatsanwalt, in der Hütt:. Ter Kavalier hatte sein Monokle eingeklemmt und horchte blasirt aus das Pfeifen des Windes oben um die Matterhornspitze, auf der er selbst erst vor einer Woche gestanden. Dann sah er auf die Uhr. Es wird bald dunkel, gnä' Frau!" meinte er. Elisabeth neigte gleichgiltiz, fast ohne auf ihn zu hören, das blonde Haupt. Ich mein" fuhr er fort, es wär' Zeit, daß Sie auch zum Hotel herunterstiecen. Unser Freund da geht mit Ihnen. Ich bleib' die Nacht hier, 's is ganz genug, wenn außer den Füh rern noch ein Mensch heroben is " Tas glaube ich auch!" sagte Elisabeth ruhig, aber ich werde hier bleifcen!" Tie beiden Berggänger tauschten einen Blick des Erstaunens. Aber schließlich was ging das sie an, in welchem Verhältniß die schlanke, blonde Tame zu dem Genossen stand, der da reglos mit geschlossenen Wim pern auf Stroh gebettet ruhte. Und dann ein Kranker und die Gegenwart der beiden Führer da konnte sik es ja toohl wagen, dem Gerede der Welt zu trotzen. Zur Pflege eigne ich mich wohl besser," fuhr sie mit derselben kühlen und tonlosen Stimme fort. Ich kann natürlich keinen der Herren hindern, die Nacht hier zuzubringen. Aber ich glaube, wir geniren uns nur gegenseitig, und Nutzen bringt es keinem. Für dringende Nothfälle sind ja die beiden Führer da!" Aber wann's dem Patienten schlechter geht?" Sie schüttelte den Kopf und sah ihn aus ihren großen kalten Augen erstaunt cm, Dann können Sie ihm sc wenig helfen, wie ich. Wenn er aber die Nacht übersteht, dann ist eS weit besser, Sie bringen morgen von Schwarzsee so früh als möglich den Arzt und die Führer herauf, als das

Sie di: Zeit hier auf dem schmutzigen Stroh liegen und in das Kerzenlicht starren." Recht haben's schon, gnä' Frau " meinte der Graf zweifelnd. Der Ge-, danke, unten im, Drawinqroom des cywarzieeyo:els ven Äveno uoer mir den hübschen Misses zu flirten, hatte ja viel für sich. Außerdem kannte er und nun gar der Staatsanwalt den Kranken ga? r.icht näher. Sie waren ein paarmal auf pikanten Kletterparticen aneinander angeseilt gewesen. Tas ist ein großer Beweis gegenseitigen alpinen Vertrauens, aber es verpflichtete doch zu nichts als zum Angebot der Hilfe, wo sie noth that. Und da bessere Hilfe schon zur Stelle war . Ter Hamburger hatte sich fertig gemacht und blieb wartend an der Thüre stehen. Noch einmal sah sich der Graf unschlüssig in der Ebane um. Dieser düstere, kalte Naum die schweren Athemzüge des Verwundeten das Pfeifen des Windes draußen und unten am prasselnden Kamin die schönen Töchter Albions mit ihrer unbefengenen Heiterkeit und linkischen Grazie. Na alsdann!" sagte er resignirt. Wenn man mich hier an die Luft spedirt ich hab' die Ehr' gnä' Frau!" Als sie die Thüre öffneten, fuhr ein schwüler Windstoß herein. Elisabeth folgte ihnen. Vorsichtig, um nicht abzustürzen, trat sie vor die Hütte und blickte ihnen nach. Es dämmerte schon. Gegen die Thäler zu schwammen dunkle, schwarze Luftmassen. Weiter nach oben 'wurden sie dünner. Unheimliche bleigraue Dunst streifen spannen sich da aus, und als Elisabeth auf sie hinabschaute, sah sie ein fahles Leuchten durch die Wolkenwände dahinhuschen. Sie achtete nicht darauf. Es war alles wie erstarrt in ihr. Wird er leben? Wird er sterben? Eintönig, unerbittlich wälzte sich diese Frage durch ihr Hirn. In ihren hastigen Pulsschlägen, in ihren schweren Athemzügen glaubte sie taktmäßig die drei Worte zu hören. Und wenn er starb? Sie schloß schaudernd die Augen. Die Angst krampfte ihr das Herz zusammen. Sie konnte den Gedanken nicht ausdenken. Nein! Sie wollte nicht daran giern ben. Er mußte am Leben bleiben! Aber dann? Wieder umfing sie das rathlose, quälende Bangen. Dann begann ja erst der Kampf, der schwerste von allen, der Kampf mit sich selbst. Oder eigentlich es war kein Kampf mehr. Sie fühlte, sie würde unterliegen. Sie würde alles im Stich lassen alles um seinetwillen. Es war beinahe finster geworden. Ein dumpfes, die Luft erschütterndes Rollen erhob sich unter ihr in der Tiefe. Es begann mit leisem Dröhnen, es steigerte sich bis zum Donner und verklang dann wieder in finsterem Murmeln. Sie erschrak. Mit behenden Händen stieß sie die Thür auf und trat in das Innere der Hütte.

Ist das ein Erdbeben?" fragte sie hastig. Der eine Führer, ein alter Franzose, aus einem welschen Orte des Wallis, war aufgestanden. Ein Gewitter geht unten im Thale nieder, Madame! Das ist für uns nicht gefährlich, aber " Ein Schmettern ein Flammenschein, der einen Augenblick alles taghell erleuchtete, ein unterirdisches Brüllen, als wankten die Berge! Der Führer sprang auf und schloß die Holzläden. Der Blitz ist nach cUn gegangen, statt nach unten!" stieß er hervor. Der ist oft schlimm! Im Oberland hat's einmal die Frau von einem englischen Lord auf dem Platze erschlagen" Elisabeth hörte ihn nicht. Sie kniete vor dem Strohlager nieder. Ein lautloses Schluchzen erschütterte ihren schlanken Leib. Er lebte! Ter Donnerschlag hat ihn geweckt. Mit offenen, ruhigen Algen sah er suchend umher, und seine Hände bewegten sich tastend über der Decke. Sie ergriff die Rechte und preßte sie in krampfhaftem Druck. Ich bin da!" murmelte sie. Jch bin da und es wird alles gut. Die Wunde ist nicht schwer!" Er nickte und legte mit leisem Stöhnen den Kopf wieder zurück. Wo bin ich denn?" fragte er nach einer Pause. 3n der Eabane, Herr," sagte der Führer dazutretend. Aber Sie sollen ruhig liegen und wenig reden hat der Doktor gesagt." Ter Donner draußen ließ ihm lange Zeit zur Antwort. Und der Professor?" hub er dann an und starrte zur Decke auf, habt Ihr ihn gefunden?" Ter Führer schwieg. Ja," sagte Elisabeth und bemühte sich zu lächeln, er wird sich hoffentlich auch erholen." Der Baron machte eine halb ärgerliche, halb belustigte Bewegung. Warum lügen's denn?" murmelte er. Ich weiß doch, daß er todt ist. Hat's verdient. Ich auch. Ein Wunder, daß ich noch, leb'." Wer so klar und ruhig sprach, konnte nicht schwer verletzt sein. Elisabeth beugte sich über ihn. Ihre Stimme zitterte vor jubelnder Erregung. Sie werden leben," flüsterte sie, und bald wieder ganz gesund sein!" Er schaute zu dem schönen blassen Haupte empor, um das wie ein Heiligenschein das krause Goldhaar im Kerzenglanz flimmerte. Ein Ausdruck

wilder Zärtlichkeit erschien aus lemem Gesichte. Das ist .schön, daß Sie da sind," sprach er und ein verzehrendes Lächeln umspielte seine Lippen, recht schön ist's! Tas macht mich bald gesund." Sie löste unwillkürlich ihre Hand aus der seinen. Sehen Sie mich nicht so an." sagte sie gepreßt und stand langsam auf. Am besten ist's, Sie schließen die Augen und schlafen wieder ein." Er that es. Ich thu' alles, was Sie befehlen." meinte er, und seine Stimme klang träumerisch und weich. Alles alles! 's ist ja so schön, noch einmal zu leben und nicht allein zu sein" Seine Gedanken schienen zu wandern. Er murmelte noch einige unverständliche Worte, dann zeigten tiefe Athemzüge, daß er wieder entschlummert war. Entschlummert trotz des Donners, der in immer gewaltigeren Schlägen draußen rollte. Es litt Elisabeth nicht in der engen Hütte. Ein jubelndes Glllcksgefühl trieb sie hinaus in die Nacht, in den Donner, wo sie allein mit sich war und ihrer in stürmischem Dank aufwogenden Leidenschaft. ..Geb' Madame Acht!" schrie warnend der Führer. Sie schüttelte den Kopf. Ich stürz' nicht ab! Ich bleib' dicht an der Hütte!" An die niedere Steinmauer der Eabaue mit dem Rücken angepreßt stand sie draußen im Dunkeln. Der Nachtstürm umrauschte sie in lauen, stöhnenden Wogen. Sie athmete ihn in tiefen, wonnevollen Zügen, sie beugte sich ihm entgegen, um sich von seinen gewaltigen, kraftvollen Armen umfangen zu lassen, und schloß demüthig lächelnd die Augen, wenn er sie in allzu ungestümer Zärtlichkeit mit sich reißen wollte. Dann wanderte der Wind weiter. Sie schlug die feuchten Wimpern auf und schaute wieder in die nächtige Tiefe zu ihren Füßen, Jäh flammte es da unten auf. Wie aus Feuerschein gewebt leuchteten unter ihr di: ganzen Wolkenmassen in durchsichtig glühendem Roth. Ein betäubendes Schmettern und Prasseln fuhr durch den blutig lohenden, abenteuerlich geballten Dunst, der sofort wieder im Dunkel verschwand. Aber schon zuckte es von Neuem zur Seite in blendendem Zickzack durch die Nacht ein anderer Blitz dort drüben! Wiederum steigt für einen Augenblick das unheimlich schimmernde Märchenreich aus der Finsterniß, als habe sich die Erde gespalten und werfe die Flammenwelt ihres Inneren hinaus in die Lüfte, wiederum vergeht es wie ein Hauch, während der Tonner, von allen Seiten niederrollend, sich zu einem einzigen, unendlichen, mächtig schwellenden und sinketiden Gebrüll vereinigt." Sie hätte aufjauchzen mögen, hinausjubeln in diese herrliche, ungeheuerliche Welt. Das Wetter unter ihr unrer ihr die Wolken, aus denen die Blitze über den Erdball sprühen und der Donnerschlag die zitternden Menschen im Thale schreckt und sie hier oben auf sturmumbrandeter Felsklippe über all dem thronend, erhaben über den Tod und die Vernichtung, über Angst und Wehe, das jetzt im Wirbelstürm durch die stöhnenden Thäler und Ebenen geht so mußte einem Gott zu Muthe sein. Ter lachte über die Menschen da unten, über ihre Satzungen, ihre engen Schranken. Ter empfand nicht wie sie. Ter glaubte an die Kraft, die da den Sturmwind als Herrn und Gebieter jauchzend durch die Hochwelt rasen ließ, der glaubte an die Leidenschast, die sich gluthathmend, in flammenden Schlägen da unten entlud, gleichviel, wen das Verderben traf, der glaubte an sich und an sein Glück. Der schmiedete sich sein Glück in der feuersprühenden Esse da unten erbarmungslos und schonungslos. Warum .uch Mitleid mit. den Schwachen? Un.en im Thale mögen si? sich zusammenschaaren und ihres armen Daseins freuen! Hier oben ist die Kraft hier ist die Größe. Ein neuer Blitz zuckte dahin, und jetzt erst sah sie, wie in seinem Scheine die Bergketten aufleuchteten! Gluthüberrieselt standen einen Augenblick die schneeweißen Ungeheuer reglos in der schwarzen Nacht, mit phantastisch-blen-denden Zacken und Zinnen sich scharf vom Dunkel abhebend, das plötzlich wieder wie ein wogendes Meer von beiden Seiten über ihnen zusammenschlug. Unermüdlich wiederholte sich bei jedem Wetterschlag das gewaltige Schauspiel. Die Riesen stiegen, Hand an Hand gereiht, in leuchtenden Gluthen hervor, das schwarze Nichts verschlang sie gierig, und zu dem rastlosen Titanenkampf s.ag die Windsbraut über Schlünde und Höhen ihr gewaltiges Lied. Es war zu viel für Menschenaugen. Halb geblendet tastete sich Elisabeth zur Thüre zurück und in die Eabane hinein. Dort setzte sie sich auf den harten Holzschemel, dem Schlafenden gegenüber, und sah ihn an. Lange unermüdlich lange. (Fortsetzung folgt.) Brückenbau-Katastrophe. Während eines Orkans, der kürzlich in Valestrina (Provinz Rom) wüthete, stiegen gegen 30 Arbeiter auf das Gerüst eines im Bau befindlichen Brücken, bogens. Das Gerüst konnte die Last nicht tragen und stürzte ein, wobei fünf Personen getödtet und 20 verletzt wurden, darunter einige schwer. . I l

Plünderung. 2er Dampfer Eoomassic" traf am I. Juli d. I. in Liverpool ein. Er halt? auf dcr Rückfahrt von Wftafrika den Kapitän, die Mannschaft und di? Passagiere deö an der 5trooknste ge strandeten französischen Dampfers Antoinc Freisiinct" in GrandCanary gelandet. Tie Eoomassie" fand die Passagiere und die Mannschaft in einer amerikanischen Missionsstation an der töiiste vor. ' Das französische Schisf war auf einen Felsen aufgelausen.nnd gestrandet. Auch der Heinz cngii'chc Dompier Hanssa" lag ge strandet an der fliiftc. Er hatte dein Franzosen Hülse bringen wollen nnd war dabei anfgerannt. Der Kapitän der ..Eoomassic" versuchte, die Schisf. brüchigen mit einem Rettungsboote zu unterstützen. Dies gelang ihm aber erst, nachdem das Boot zweimal in der Brandung gekentert war. Ter fran zönsck'e Kapitän erzälüt. bafe sich mehrere wunderte von Eingeborenen auf 'ein schiff stürzten, um zu Plündern. Sie waren mit V'essern und Beilen bewaffnet. Ein Theil des Person lichen Eigentbums und die Post wurde mit Oülre der amerikanischen Missio nrre gerettet, aber es gelang den Eingeborenen, eine Kiste mit Geld weg zusä'lepven. Auch die Haussa" war geplündert worden. Die Eingeborc neu batten sich mit einem Tau am Lande festgemacht und dann entladen. Nicht zufrieden mit der Beute, bra chen sie auch das Schiff auseinander. Sie waren zu zahlreich und gut be waffnet. als das; man ihrem Raube hätte Einhalt thun können. Man bosft. dafz das mittlerweile cingetrof' fene englische Kanonenboot ihnen den Raub wieder absagen wird. Neucr Moor.lZciÄcnfund. Eine Moorlciche wurde kürzlich beim Torfslechen im ?.on? zu Kree ven bei Bcrdeu vom Anbauer Latt mann aus Vrarnmcr aufgefunden. Es ist die Leiche eines Mannes, der. als er den Tod fand. 30 bis 4 Jahre alt gewesen sein mag. ?ach Höhe des Kopfes, Länge des Rumpfes und der Schenkel ist er mittelgroß gewesen, schlank gewachsen und muskulös. Tie Kopfhaut zeigt eine klaffende Oeff. nung. ebenso befindet sich links über den Hüften eine handbreite offene Stelle. Ter Körper hockte in kniecn der Stellung vornüber gebeugt in eincr uralten Torfschicht, die rcchteHand über dem Nacken, die linke am Halse, um Hals und Arm gedrehte Ruthen ans Eichen und Virkeuzweigen. an denen Laub sas;, geschlungen, der linke Fusz üer den rechten gelegt, als ob auch die Beine zusammengebunden gewesen wären. Drei Feldsteine, je etwa Zttpfündig. lagen dabei. Es ist ein eigenthümlicher Zufall, das; die Lc!ä'e bis jeyt im Moore stecken blieb. Bor Jahrhunderten schon wurde rechts und links auf Handbreite das Moor abgestochen, lim das Einlaufen des Wassers zu verbüten. blieb cineSchicht Torf stehen. D'e Kuhlen wuchsen wie der voll, es bildete sich neuer Torf. Zwischen diesem lag also die alte Schicht als feste Wand eingewachsen, und in dieser Wand wurde die Leiche gefunden. Also nicht Jahrhunderte, sondern 1000 Jahre und noch länger kann die Leiche im Moorsumpfc ,,gc gerbt" sein. Die preußischen L a nd -tagswahlen sind für die Zeit vom 3. bis 18. November in Aussicht genom-men.

Llindlicl,. Hiesl. der Eemeindeschreiber ist da; den mußt D' gleich rasiren ich hab' jetzt den Bürgermeister in Arbeit!" ftami nickt ich muß den Eichelbauer rasir'n!" '..Ach was. fahr' dem mit dem Rasirpinsel in's Maul bis er ausgespuckt hat. bin ich auch mit dem Bürgermeister fertig!" llcltcrtroffcn. Ihr Gatte beherrscht sieben Sprachen das ist erstaunlich." 0, ich beherrsche noch viel mehr." Wie wäre das möglich?" Run. meinen Mann sammt seinen sieben Sprachen!" (Bin Mi!ttcreu5tcr. Warum wollen Sie sich nicht an den Pfänderspielen betheiligen. Herr Leutnant?" Ach, bekomme immer so aufges prungene Lippen!" M i l ch löschte den B r a n d. Auf der Frankfurter Straße in Wiesbaden stürzte letzthin ein Automobil um und explodirte. Der Eigenthümer, Baron Lehmann aus Belgien, wurde erheblich, jedoch nicht lebensgefährlich, der Chauffeur nur ganz unbedeutend verletzt. Ein vorüberfahrender Milchmann löschte mit dem Inhalt seiner Kannen ivi. Brand.

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3ifuös für 3ijia&en. Ginc Wohlfahrtscinrichtung im Interesse unbemittelter junger Leute.

e?!ittcl gcgeu den verderblichen Einfluß deö StrahenlcbuS Tie SZeschaffenheit des Foote-KlubS in New Haven Verbindung des Augenehmen mit dem Nützlichen. In jüngster Zeit haben sich in vielen Städten des Landes Bestrebungen geltend gemacht, durch Gründung von Klubs für Knaben, und Jünglinge im Alter von 10 bis 20 Jahren deren soziale Lage zu verbessern und ihre freien Abende angenehm und vor allem nutzbringender zu gestalten. Diese Klubs tragen keinen religiösen Charakter wie die vielen JünglingsBereine aller Konfessionen, sondern sind vollständig konfessionslos gehalten. In den großen Städten des Landes gibt es ungefähr 1.750.000 Knaben und Jünglinge, die im Alter von 10 bis 20 Jahren stehen, in New York, wo unter Anderem E. A. Harriman den Boy's Club" an Avenue A und 10. Straße in's Leben gerufen, circa 300,000. Eine erfreuliche Illustration des amerikanischen Gemeinsinns ist es, daß gerade reichgewordene Bürger, die, von armen Eltern geboren, eine karge, an Entbehrungen reiche Jugendzeit durchgemacht, die Mehrzahl dieser Klubs geschaffen haben oder durch Jahresbeiträge fortdauernd unterstützen. Diese Klubs sind wahre Wohlfahrtseinrichtungen, deren Zweck besonders darin besteht, die Knaben und jungen Leute, die ihre freie Abendzeit sonst gewöhnlich auf der Straße verbringen und in der Nähe der billigen Theater herumzulungern Pflegen, von dem verderblichen Einfluß des Straßenlebens fernzuhalten. Ist es doch eine Thatsache, die jeder Polizeirichter in den größeren Städten bestätigen kann, daß gerade dieses letztere Element ziemlich häufig mit den Gesetzen in Konflikt kommt. Diese Klasse junger Burschen besitzt nun im Allgemeinen eine ausgeprägte Abneigung gegen Vereine mit religiösen Tendenzen. Sie sträuben sich gegen alle ausgesprochenen Versuche, sie zu reformiren oder zu bekehren, schließen sich aber ganz gern Klubs an, die aus ihnen keine Proselyten machen wollen. Viele dieser Burschen, besonders diejenigen, welche keine reguläre Beschäfligung haben, besitzen kein Heim und gerathen in Folge dessen leicht und rasch auf eine schiefe Bahn. In der Fabrikstadt Fall River. Mass., z. B., wo der Street Boy's Club" über 2000 Mitglieder zählt, hat sich auf Grund statistischer Ermittelungen herausgestellt, daß je einer aus sieben Knaben "keinen Vater, je eine: aus elf keine Mutter, und je einer aus 20 weder Vater noch Mutter hat, die für sie sorgen. Ein weiteres Argument zu Gunsten der Einrichtung dieser Klubs ist die Thatsache, daß in vielen Fällen die Eltern der Knaben am Tage arbeiten oder Nachtarbeit verrichten und somit für die Erziehung ihrer Kinder keine Zeit übrig haben. Auch sind nicht selten die Wohnungsverhältnisse der Eltern so ungünstig, daß letzteren das Zuhausebleiben der Jungens am Abend nicht erwünscht ist. Ein Musterinstitut derart ist nun der neue Edwin Bancroft Foöte Club in New Haven, Conn., der nach seinem Gründer, einem reichen und gemeinsinnigen Bürger der Stadt den Namen erhalten Hai. Diese: Klub enthält einen Turnfaal. Vadeinrichtungen verschiedener Art, Spielzimmer, Lese- und Gesellschaftszimmer. Eine neue Einrichtung, die selbst der sonst sehr zweckmäßig ausgestattete New Aorker Boy's Club nicht aufweisen kann, besteht bei dem New Havener Klub darin, daß in dem Turnsaal und in den übrigen größeren Räumlichkeiten Gallerien angebracht sind, von denen aus solche Kna ben, die noch nicht Mitglieder sind, sich einen Abend als Zuschauer aufhalten dürfen und so einen Einblick in das Kluöleben gewinnen. Innerhalb dieses Foote Club" haben sich bereits eine ganze Anzahl kleinerer Klubs geblidet, von denen jeder einen Namen für sich trägt und verschiedene Bestimmung hat. Diese Spe-zial-Klubs dürfen ihre Verhandlungen unter sich führen, ein Moment, das den Knaben wohlgefällt und ihr Interesse an dem Klub nur erhöht. So gibt es unter Anderem einen Debattier-Klub, einen dramatischen. Lese-, SchachKlub, ferner einen solchen für das Studium der Elektrizität. Daß ein Fcot-ball-und Baseball-Klub nicht fehlen, bedarf wohl keiner Hervorhebung. Auch ist bereits die Herausgabe eines Wochenblattes geplant, welches alle KlubNeuigkeiten enthalten soll. Erfreulicher Weise bethätigen auch viele Studenten der Yale-Universität lebhaftes Interesse an den Bestrebungen des Klubs, wie z. B. ein 18jähriger Musensohn von Aale der leitende Geist des SchachKlubs ist. Von welchem direkten Vortheil sich diese neue Wohlfahrtseinrichtung bereits in der kurzen Zeit ihres Bestehens erwiesen, erhellt aus der Thatsache, daß ein Freund des Klubs einem neuen Mitgliede, einem geborenen Armenier, der hervorragendes Zeichen-Talent verrieth, den Besuch eines Frei-KursuZ an der Kunstschule der Universität vermittelte. XT Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".

Feuer - Signale.

I Pennsylv nd arket 5 English'i Opern-Haul 6 Eastund N-w Fork 7 Noble und Michigan g 31. Jerjey u. Mass Lde 9 Pine und North 10 Mavket und Pine 11 Vermont nahe ?ast 12 Nz. S Spritzenhaus Maff. Ave nahe Nolle !3 Tkaware und LZalnut 14 . Jersey u Central A. 15 Mass. und Cornell Ave .6 Ash uvd 11. Straße .7 Park Ave und 12 Str 3 Columbia undHillfide 19 Highland Ave u.P,att ei IllinoiZ und St. Joe Pennfylv. und Pratt H Meridian und 11. Str 25 No. 5 Spritzenhaus 15. nahe JNinviS 26 Senate Ave u.CtCla 27 IllinoiZ und ZAchizan i Pesvlvania und 14. 29 Senate Ave. und 1Z. 31 No. 1 Spritznhauz Jnd Ave nahsMichiga Z2 Mmdia und LZalnut U California u Ccmtvnt 35 Blake und New Aork Zö Jnd. Av. u. Ct. Clair 37 City Hospital 28 Blake und Nortk) zg Michigan und ijne? No. 6 Spritzenhaus Washington nahe Oeft 42 Escndorf u Wash. 43 Missouri u New Dort 45 Meridian u Wash S JllmoiS und Ohis 47 Capitol Av. u Wash 43 mgan'S PorkhauZ 49 Straßenbahn Ställe 23. Washington Str No. 10 Spritzenhaus Illinois u Werrill 62 JllmoiS u Louisiana 53 Wett und South 4 West und McCarty 66 Senkte Ave. u Henry 57 Meridian und Rah LS No. 4 Spritzenhaus LZadisonAv.uNor-.-is 69 Madion Av. u Tunlop 1 No 2 Haken Leiterhaus South nahe Telawar, 6Z Penn. Merrill 83 Telaware u. McTarth 4 ast und McCarty 5 New Jersey u. Merrill 7 Lirg. Av. u Bradsha es East und Prospekt 9 Bicking und High 71 No. 11 Spritzenhaus Lir Ave. nahe Huron 72 East und Georgia 7Z Ceda und Elm 74 Davidson u Georgs 75 Snglish Av. u Pine 7 Cbelby und Bates 7? No. Z Spritzenhaus Prospekt nahe Shelby 7 Fletcher Av. u Shelby öl Market u. New Zersey 2 Tclaware und Wash. B3 Cast u Washington 84 New Dork u.Tavidso, 85 Taubstummen Anstalt 8 Bcr. Staaten Arsenal 7 Oriental und Wash. S9 Frauen-Neformat. 91 No. M Spritzenhaus Marvlad nahe 2 Meridian u. töcsrqia. 93 Meridian und South 94 Pennsylv u. Louisiana 95 ririni Ave u. Alab. ?6 Hauptquartier. 07 Grand Hotel. 93 Capital Ave und Oh 23 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 124 Alabama und 1. 125 Central Ave und 15. 125 DsndeS und 15. 127 Broolside und Jupiter 12s Central Ave und 17. 129 Telaware und 19. 131 Alabama und 11. 132 Dellesontaine und . 134 College Ave und S. 135 Tlaware und 13. 13S Alabama und North 157 Newmann und 19. 133 College Av und 14. 129 Cornell Ave und 13. 141 FandeS un'o 19. 142 High land Ave und 10. 143 Tecumseh und 10. 145 New Jersey nd 22. 14S Tlvord und 17. 147 No. 2 CxritzcnhauZ Hiltside Ave und 16. 143 College Ave und 22. 149 College Ave und 27. 152 Park Ave und 22. 155 LEu. W Bahn u. 22. 154 Namsey Are und 10. 156 Stouzhtcn u Newman '.57 Atlas und Pike. 153 Blohd und Pawpaw. 159 No. 21 Spritzenhaus Lrightwood t2 Arden und Depot 163 Brightwood und 25. 164 Rural und Blodd 165 St. Clair u. Kcystone 167 Arsenal Ave un 23. 163 Bellefontaine und 23. 169 Park Av und 1. 212 Capititl Ave und 17. 213 Pennsylv. .Michig, 214 JllinorS und 2. 215 Senate Ave und 21. 216 Pennsvlvania und 2. 217 Meridian und 16. 213 Capital Ave und 26. 219 Broadway und 10. 231 Illinois und McLea 234 No. 14 Spritzenhaus Kenwood und 30. 25 IllinoiZ und 33. 536 Annctta und 30. 237 No. . Spri,knhzus Urell und Rao 233 Udett Lad der Wor 229 Jsabel und 27. 241 Meridian und 24. 242 IllinoiZ u St. Giert, 243 Eldridge und 23. 312 West uud Walnut Z13 West und 12. 314 Howard und IS. 315 Torbet nd Paca 316 Capital Ave und lt. 317 Northwestern Ave 21 318 Gent und 13. 319 Canal und 10. 324 Cerealine Works 324 Vermont und Lyirn 325 Bismarcku Srandvietr 326 No. 2 Spritzenhaus Haughville. 527 Michigan u. Hslmes, 323 Michigan u. Concorb 341 West und McJntvre 412 Miffouri u. Maryland 413 Miisouri und "!hi 415 Capital Ave Georgia 416 Missouri u AcntuckyA. 417 Senate Ave iu Wash. 421 P und E Rundkaus W. Washington. 423 Jrren-Hofpital. 24 Miy Ave u. I D u2 425 Wash and Harris 426 No. 13 Spritzenhaus W. Washmgton 427 Oliver und Birch 423 Oliver und OSgood 429 Nordyke und Dorf 431 Hadley Ave u. Morris 432 River Ave u. Morris VA River Ave und Rah 435 Harding u. Big 4 R ? 436 Harding und Oliv 437 No. 19 Spritzenh' Morris und Harding 4 a wä0i3ea 439 etafycrW 451 RnSn und m2e 452 Howard und L 453 Morns und Aafcfetfs 456 Lambert nd BeknrZ 457 Nordyke Ave u. a& rnen Works 51 West und Ray 513 Kentuky2vu.Mcr7Zu 614 Meridian und Morriö 616 Illinois vxü Aansaft 517 Morris und Dakota 518 Morris und Church 519 Capital A. u McCarry 521 Meridian und Palme 523 Pine un, Lord 524 Madisor Aveu Lincok, 26 Meridian und Belt NR 527 Carlos und Ray 523 Meridian und Anzona 529 Meridian u. Kaymrnd 531 Meridian u. McCai. 522 No. 17 Spritzenhaus MorriZ nahe West 612 McKcrna-.und Touh. 613 East u. Lincoln fciti 614 Cast und Beechn 615 Wright und Sander 617 McCarty und Beaty 18 New Jersey u Lic Avk 712 Spruce und Prosxec 713 English Av. u. Laure 714 Stade Ave u.Bclt R K 715 Shelby und Veech 716 State Ave und OranA 713 Orange und Laurel 719 Shelby u. Ct.iaa Av 721 Lexington A. 2cwaJ 723 Fletcher Aveu-Oprua 724 State Ave u. Pleaian 725 Prcsplkt und ?lfa:.s 726 Orange und Harla? 723 Liberty und Meer 729 Nvls und South 81 No. 15 Spritzenhaus Ost Washington &x 613 Market und Noble 14 Ohio u. Highland J 815 Michigan u. Highlant 616 Market u Arsenal Av, 811 Ost 6 Clair und Union Bahn Geleise. b21 Pan Handle Ehcxs 823 Vermont und Walcott 24 Wash. und State Atz. 625 Madden'sLounge 26 Tucker und Torscy 27 Wash. und Vevike Av 629 No. 12 Spritzenhaus eville nahe Michig 621 Southeastcrn ZH und Wvodside. 32 Wash. und Tearbor, 634 Southeastcrn und Arsenal Lves. 655 New Dork und Tempk 12 Illinois und Maryl. is Illinois und Market. 914 Penn, nd Sash. 15 Telaware rmd p. Spczial, Signale. ersten 2 Schläge, zweiter Alarm, Aweiten 2 Schläge, dritter Alarm, Dritten 2 Schlage, vierter Alarm. 1-2-1, Feuer aus und Schlauch aufgerollt, 3 Schlüge, Wasserdruck ab. 12 Schläge, 12 Uhr Mittags. Die V bezeichneten Signal werden nur vom Thür, Wächter angegeben da an den betreffenden Straß kreujunge kein VlarmUe? angebracht sind. Chicago und der große Nordwesten EM e)) (ravfttfaairtejgmi Cg (( vlaSka-Oawail-PtittiHpine Inseln. Vier tägliche Schnellzüge nach Chicago. kM-Lon der Monon 47. Ett. Etatkon. Cdicago. 4nd nur 5 Minuten mittelst elektrischer gar naä den Union Biehdöfen Frencli Lick Springs, ln dnn Orange Eounty Hochland. ffamillen-Hottt unter neuer SescbüftSleitunq. Pluto. Prolerxine ,nd Bowle Quellen. Bestes Mineralwasser der Gtlt. wei Züge täglich via reeucaftle. Ticket-öfftcen : Union Station, Massachusetts ?lve und 25 West Washington Straße. R. P. I g e , Distrikt Dass. Agent, Indianapolis. Jnd. .HMcDoel. . H. R 0 ck w e ll. Pras. und Gen. 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