Indiana Tribüne, Volume 26, Number 291, Indianapolis, Marion County, 31 July 1903 — Page 6

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Europäische Nachrichten. Wncrn. München. Reichsrath Graf Konrad Pr;ysing ist hier gestorben. Graf Konrad Preysing-Lichtenegg-Moos, geboren 1843, war Kapitular - Großkomthur und. Großkanzler oes bayerischen St. Georgs - Ordens und langjähriges Mitglied des Reichstages. In einem Hause an der Heßstraße stürzte der elf Jahre alte Verfichtrungsbeamtensohn Karl Weber vom Fenster des vierten Stockwerkes in den Hofraum hinab und war nach wenigen Augenblicken eine Leiche. Nürnberg. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr, Abtheilung 1, beging das Fest des 50jährigen Bestehens und zugleich das goldene DienstjubiläUM des ältesten deutschen Feuerwehrmanne, des Commandanten Chr. Kästner. Pfaffenhofen a. I. Im Alter von 57 Jahren verschied der Forstmeister Georg Ritter v. Besnard, Cdler von Schlangenheim. Der Verstorbene war Veteran von 1870 71. R o s e n h e i m. Im hiesigen Bahnhofe wurde der Hilfsbremser Seestaller, während er einem einfahrenden Zuge ausweichen wollte, von einer L!angiermaschine erfaßt. Es wurden ihm beide Unterschenkel unterhalb deZ Knies abgefahren, außerdem wurde er am Kopfe schwer verletzt. Schon kurze Zeit nach dem Unfall verstarb Seestaller. Würz bürg. Te? Neuphilologe und Universitätsprofessor Dr. Jakob Ctürzinger ist hier gestorben. Augsburg. Auf Ansuchen und unter besonderer Anerkennung feiner hervorragenden Verdienste um das Forstwesen unserer Stadt wurde der städtische Oberforstrath Ganghofer in den Ruhestand versetzt. Er hat eine 37jährige Dienstzeit hinter sich und stand seit 1877 an der Spitze der städtischen Forstverwaltung. Breitengüßbach. Der 24jährige Stukkateur Andreas Postler gerieth bei der Tanzmusik mit dem Wirth in Streit, der in Thätlichkeiten ausartete. In dem Moment, als Postler mit einem Stuhl auf den Wirth einschlagen wollte, trat seine Frau herzu, um ihn abzuhalten, und wurde so unglücklich von ihrem eigenen Mann getroffen, daß sie todt niedersank. Der Mann wurde sofort verhaftet und in das hiesige Landoericktsaefängniß überführt. piTedUcnlMtrcr,. Schwerin. Nach kurzem Leiden verstarb hier im 77. Lebensjahre der Oberlandbaumeister a. D. Hermann v. Leitner. Blücher. Auf dem hiesigen Gute, dem Grafen von Tiele-Winckler gehö-

rig, wüthete tin größeres Feuer, durch welches m kurzer Zeit der Schafitall und ein anderes Hofgebäude in Asche gelegt wurden. In dem Stalle befanden sich 550 Schafe, die sämmtlich mitverbrannt ,md. K l e i n - U p a h l. Auf dem Pachthofe Hierselbst wurden durch Feuer fünf Wirthschaftsgebäude eingeäschert. Gegen 1000 Schafe kamen in den Flammen um. N e u st r e l i tz. Mit dem Leben bezahlt hat der Arbeiter Karl Wollenden eine Fahrt, die er auf dem mit Kar toffeln beladenen Wagen des Brenne reibesitzers Bohl durch die Zierkc Str. machte. Am Ausgange der bezeichneten Straße stürzte er rucklrngs von seinem Sitz herab und brach sich das Genick. Er war sofort eine Lelche. P a r ch i m. Chemiker G. Stiehr Hierselbst ist von der philosophischen Fakultät der Universität Kiel mit dem Prädikat Cum Laude zum Doktor pro movirt worden. R o st o ck. Der sechsjährige Sohn Werner des Gastwirths Feihstel. Strandstraße wohnhaft, fiel beim Spielen in die Warnow und ertrank. Schlage. Das dem Erbpächter Schroeder gehörige, von seinen Arbeitern mlt ihren Familien bewohnt Haus nebst der an dieses anstoßenden Stallung brannte rneder. W i s m a r. Malermeister Bern hard Göttmann sen.. Dankwartsstra ße 42, feierte sein 58iähriges Meisterjubiläum. In kurzer Zeit begeht derselbe den Tag, an dem er vor 50 Jahren als Bürger in hiesigerStadt aufqenommen wurde und am 17. Juli feiert Gottmann mit seiner Gemahlin da Fest der goldenen Hochzeit. Hldenvurg. Oldenburg. Zum Administrator der Jeverlandischen Predlger-Wltt wenkasse ist Pfarrer Rühe in Sande sur die Zelt vom 1. April 1903 bis da hin 1906 wiedergewählt worden. B a n t. Ein bedauerlicher Unfall passirte dem 9jährigen Sohn des Gastwlrths W. Schmidt hier. Beim Verändern eines Turnrecks im Nachbargehöft fiel dem Kleinen die Reckstange der art unglücklich an den Kopf, daß er eine lebensgefährliche Verletzung davontrug. Neuenhuntorf. Ein große? Feuer wüthete in dem hiesigen Kirchdorfe. Infolge eines Schornsteinbrandes bei dem Hausmann DiedrichWiech mann gerieth dessen großes Bauernhaus in Brand, da der heftige Wind die weiche Reitbedachung desselben durch die herumwirbelnden Funkeln entzündete. Das Haus stand sofort in hellen Flammen. Durch überspringen des Feuer wurden in kurzer Zeit nacheinander auch die in der Windrichtung liegenden großen Gehöfte des Hausmanns Hermann Maß und Bernbard

Wiechmann in Brand gesetzt, dazu zwei Scheunen, während ein mit Zieqeln gedecktes Wohnhaus des A. Suhr

dazwischen vom Feuer verschont wurde. Ircie Städte. Hamburg. Die Söhne des verstorbenen Tabakfabrikanten Commerzienraths Michel stifteten 100,000 Mark zu wohlthatigen Zwecken. In dem benachbarten Hittfeld ist der Rentier Müller im Alter von 100 Jahren gestorben. Der internationale Bankschwindler Francis Beaumont, der hier beim Verkauf von in Genf gestohlenen Bundes - Eisenbahnaktien festgenommen wurde, i plötzlich im Untersu chungsgefängniß an einer akut aufg?tretenen Lungenentzündung gestorben. Das 17 Jahre alte Kinderfräulein Helene Heister von hier, das mit seiner Dienstherrschaft in Schulau bei Wedel weilte, wagte sich beim Baden in der Elbe zu weit hinaus, wurde vom Strom fortgerissen und ertrank. Sein 50jährigeZ Jubiläum bei der Firma Eichmann, Große Bleichen 30, feierte der 1824 in Hamburg geborene Stauer Johann Heinrich Jacob Bockwoldt, wohnhaft am Pmnasberg 5. Auf der Billhorner Brücke fiel beim Verladen von Fässern ein Faß dem Schiffseigner Busse auf den Korper und verletzte ihn so schwer, daß er so fort getödtet wurde. Als Leiche aus der Alster gezoger wurde der vernnßte fünfjährige Knabe Dethlefs aus der Schmilinskystraße. Der Knabe ist beim Spielen in die Alster gefallen. Lübeck. Der Kaiser verlieh dem Vicepräses der hiesigen Handelskammer Ed. Rabe den Rothen Adlerorden 3. Klasse. Louis Schütt, Seniorchef der bedeutenden Schiffsmakler-Flrma C. F. Schütt & Co. hier ist im 68. Lebensjahre verstorben; er war ein: in Schifffahrts- und Handelskreisen weit bekannte und beliebte Persönlichkeit. Scylvotz. Genf. Der 30jährige Telegraphenbeamte Schmidt von hier stürzte bei dem Versuch, den Montblanc zu besteigen, in der Höhe von 3800 Meter von einer Felswand herab in die Tiefe. Schmidt war Präsident des hiesigen Alpenclubs Union Montangnard: Ancienne". Bern. Eine Postsendung mit 40,000 Francs Banknoten, die die hiesige Volksbank an die Volksbanksilierte Uster (Kanton Zürich) gerichtet hatte, ist in Zürich abhanden gekommen. Die mit 600 Francs deklarirte Sendung ist bet einer Berliner Gesellschaft versichert. Im besten Mannesalter ist hier der weithin bekannte, besonders um das Musikleben unserer Stadt h?chverdiente Verleger und Musikalienhändler Otto Kirchhofs gestorben. F r e i b u r g. An Stelle des Professors Dr. Julius Jüthner, der als Nachfolger Dr. Ernst Kalinka's nach Uzernowitz übersiedelt, ist Dr. pyii. Anton Piccardt, bisher Assistent am Archäologischen Institut der deutschen Universität in Prag, zum ordentlichen Professor für klassische Philologie an der hiesigen Universität ernannt worden. H o t t i n g e n. Lehrer I. Girsber ger beging im Kreise der College und Schuljugend das 50jähriae Jubiläum seiner Lehrthätigkeit in einfacher Weise. Ost er fingen. KantonsgerichisPräsident A. Richli verstarb hier im 71. Altersjahr. Derselbe trat schon frühe in den Gemeinde- und Staatsdienst. 1875 ward er Kantonsrichter und bekleidete dann seit 1890 die Stelle des Kantonsaerichtsprässdenten. DerenglijcheKausmann Port hat seiner verwittweten Haushälterin 550,000 hinterlassen und deren neunjährige Tochter Jane als Universalerbin eingesetzt. Jane erhält über 2V2 Millionen Dollars, sie wird im Juni 1915 volljährig; für ihre Ausbildung hat der Erblasser jährlich 510,000 bestimmt. Jane ist zugleich auch Besitzerin eines blühenden Geschäftes geworden, dessen Ueberschuß mehrere tausend Pfund jährlich abwirft, und muß 1915 den Namen Port annehmen. Ein Franzose, Namens Mollcard, der früher an einem franösischen Telegraphenamt angestellt war. tyeilt den englischen Fachblattern mit daß er das Geheimniß der Fabrikation eines neuen Metalls, welches er Sel tum" nennt, entdeckt hat. Dieses sei geeignet, eine vollständige Umwälzung in der Metallindustrie hervorzurufen es sei härter und leichter, auch ausdau ernder, als Aluminium, während seine Herstellung elfmal billiger sei. Das Metall schmelze erst bei 1600 Centi arad Hike. Es eigne sich für alle ??a brikate zu Schiffs-, Eisenbahn- und Wasserleüungszwecken. Daß einer gegen Feuers' gefahr sein Kopfhaar versichert, dürfte nicht alle Tage vorkommen Dennoch ist dieser Taae eine derartiac Versicherung in Berlin abgeschlossen worden. Der Haarathlet Sascha hat sein Haar, mit dem er sich den Lebensunterhalt verdient, mit 10,000 Mark versichert. Die Veranlassuna dazu war ein Unfall, den Sascha beim Auspusten einer Lampe erlitt. Sein Haar sing dabei Feuer, und Saschc war infolge dessen 14 Tage erwerbs unfähig. Mehrere Versicherungsgesell schaften hatten den Abschluß dieser Zllerncyerung abgelehnt.

Die Automoh!!-DaNZpsspritz5.

Unsere Abbildung stellt ein auf dem Gebiet des Feuerlöschwesens Europas noch neues Löschgeräth, eine automobile Dampfzpntze, dar. Sie ist bei der Dresdener Berufsfeuerwehr als Versuchsfahrzeug eingestellt worden. Wie aus unserer Abbildung ersichtlich ist, läuft die Maschine unter eigenem Dampf. Eine ständige Unterdampfhaltung des Kessels ist nicht nothwendig; die Maschine fährt auf das Alarmzelchen unter Zuhilfenahme von flüssigerKohlensäure, die man aus Stahlflaschen m den Dampfraum des Kessels expandiren läßt, sofort an und unter Kohlensäuredruck so lange weiter, bis durch scharfes Feuern die nothwendige Dampfspannung erreicht ist. EZneAuiomobil-Damvf-spritze. Dann erfolg! dieAbschaltung der Kohlensäure, und der Dampf arbeitet weiter. Es können Geschwindigkeiten bis zu 15 Meilen rn der Stunde gefanren werden. Die Spritze liefert 2000 Liter (528 Gallonen) Wasser in dc: Minute und weist Plätze für sechs Mann auf. Die Bereifung der Räder ist aus starkem Vollgummi gearbeitet. Ein Schlauer. Er: Ach, Fräulein Ellen, wenn Sie eineAhnung hätten, wie ich Sie liebe, und wenn Sie wüßten, was ich verdiene, Sie würden mich sicher erhören. Sie: Was verdienen Sie denn? Er: Eine recht gute, brave Frau! m Glücklich verheirathet. Frau: Weißt Du noch, Männchen, unter diesem Baume hatten wir unftr erstes Rendezvous, nachdem ich Dich eine Stunde hatte warten lassen!" Mann (seufzend): Ja, wäre ich doch damals nach Hause gegangen!" m m m Modern. Bettler (vor dem Thor einer Villa): Ein armer Reisender bittet um eine kleine Gabe! Herr (vom Fenster aus): Kommen Sie nur herein, da werden Sie etwas bekommen. Bettler: Das kann ich nicht, unterdessen wird mir hier draußen mein Fahrrad gestohlen! JmConcert. Frau Professor: Diese Melodie ist wirklich reizend!" Professor: Ich bin auch ganz entzückt davon. Will mir gleich einen Knopf ins Sacktuch machen, damit rch sie nicht vergesse." Kasernenhofblüth e. Feldwebel: Sagen Sie mrr, Oberka nonier, warum verkehren Sie nicht mü Ihren Kameraden? Bilden sich wohl ein, Sie seien schon Unteroffizier! Dumm genug wären Sie daZU! Anno Tobak! Hauptmann: Na Huber, sieht er mich net, will er net prasentrren? Huber: Muaßt denn Du alleweil g'latscht kumme, wenn ma g'rad ißi?

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zu melden weiß, kürzlich ihre Bclohnung erhalten. Im Februar unternahm eine Kompagnie Bersaglieri unter dem Befehl des Hauptmanns Balocco einen militärischen Strelfzug auf dem Ostabhang des Pas di Lag? Nero nahe dem SMgen. Der sehr gefährliche Marsch wurde im Gänsemarsch auf dem harten Schnee ausgeführt. Der Hauptmann ging voran, vor ihm der Fourier. Beide gaben, mit Alpenstocken bewaffnet, den Mannschaften mühsam den Weg an. Plötzlich glitt der Fourier aus und fiel. Ter Hauptmann stürzte sich aus ihn, um ihn zu halten, was ihm auch eine Minute gelang. Da er aber auch das Gleichgewicht verlor, wurde er auf dem glatten Abhang fortgezogen, und Beide kamen nun unaufhaltsam in's Rollen. Zum Glück ging etwa 100 Meter unterhalb der Stelle, wo sie gefallen waren, der Soldat Giacomo Corlazzoni auf demselben eisigen Abhang entlang, der ihren Schreckensschrei hörte und sah, was kommen mußte. Er zögerte keinen Augenblick, stemmte das Gewehr bis zur halben Höhe fest in den Schnee, lehnte sich an diesen improvisirten Pfahl, öffnete die Arme und ergriff den Hauptmann und den Fourier, als sie mit der Schnelligkeit einer Lawine ankamen, im Fluge. Es gelang ihm, sie aufzuhalten. Es wa? ein Beweis von ungewöhnlicher Körperkraft und unerschrockenem Muth; denn die Stelle, wo Giacomo Corlazzoni die That vollbrachte, war etwa 20 Meter von einem Abgrund entfernt, in den alle drei zerschmettert gefallen wären, wenn das Gewehr nachgegeben oder der heldenhafte Retter auch nur einen Moment in's Gleiten gekommen wäre. Die silberne Medaille für militärische Tapferkeit, die Corlazzoni im Beisein des ganzen Regiments dieser Tage von dem Oberst des Regiments selbst auf die Brust befestigt wurde, ist also wohlverdient. Ehrenbürgerin von London. Englands Hauptstadt besitzt eine Ehrenbürgenn, nämlich die Baroneß Angela Georgina Burdett - Coutts, welcher diese Auszeichnung im Jahre 1872 zu Theil wurde. Kurz vorher war sie, durch den Tod ihres Vaters in den Besitz eines großen Vermögens gekommen, zugleich Theilhaberin des bekannten Bankhauses Coutts & Co. geworden, und alsbald ließ sie es sich angelegen sein, einen Theil ihrer großen Einkünfte zum Wohle ihrer minder bemittelten Mitbürger zu verwenden. Sie wurde eine der wohlthätigsten Bürgerinnen des britischen Reiches, und zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen, welche sie theils in's Leben rief und theils unterhielt oder unterstützte, legen davon Zeugniß ab. Was ihr aber besonders die Dankbarkeit ihrer Mitbürger einirug, war die Einrichtung timz Markthalle für den Osten Londons. Unter Aufwendung einer großen Summe wurde dieses Werk vollbracht, und die City von London erkannte den damit bethätigten Gemeinsinn dadurch an, daß sie die Stifterin zur Ehrenbürgerin ernannte. In seiner Anspräche wies der Lord Mayor darauf hin, daß es der erste Fall in den Annalen der City von London sei, daß einer Frau das Ehrenbürgerrecht verliehen werde, und er begrüßte diese Thatsache als willkommene Ueberwindung alter Vorurtheile. Englands Hundcbevölkerung. In England ist die Hundesteuer eine Staatssteuer.' Sie beträgt nahezu 52 pro Jahr; befreit sind nur Hunde unter sechs Monaten, Schaf- und ViehHunde und die Hunde blinder Personen. Gestützt auf diese Steuer, findet das landwirthschaftliche Amt, daß England letztes Jahr 1,871.619 Hunde über sechs Monate besaß, wovon 346.346 als Nutzhunde steuerfrei waren. Es kommt also ungefähr ein Hund auf je 20 Personen. London allein besitzt 153,567 erwachsene Hunde, wovon nur 14 steuerfrei waren, während umgekehrt in der Grafschaft Westmorelard und in neun der zwölf walischen Grafschaften die Zahl der steuerfreien Hunde die der steuerpflichtigen übertraf. Im Scherz erschossen. Der 13jährige Vauernsohn Otto und die gleichaltrige Vergarbeiterstochter Drechsel in Schönsels, Königreich Sachsen, waren letzthin mit Heuen beschäftigt, als der Knabe einen Revolver, den er aus der Wohnung seiner Eltern entnommen, ohne zu wissen, daß er geladen war, hervorzog und mit den Worten: Warte, ich erschieße Dich auf die Drechsel anlegte. Im nächsten Moment krachte ei Schuß, und d:Z unglückliche Mädchen stürzte todt zu Boden. Politischer Mord. Im Städtchen Figline bei Florenz wurde vor Kurzem der Gemeinderath Giani, ein Führer der monarchischen Partei, von Unbekannten mit Dolchstichen getödtet. Ein Mann, der die Blutthat verurtheilte, wurde von dem Sozialisten Grifoni mit Messerstichen lebensgefährlich verwundet. Die Ueberzeugung, daß ein politisches Komplott vorliege, rief große Erregung hervor. Mehrere Sozialisten und Anarchisten wurden verhaftet, andere entflohen.

Ein Praktiker.

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Das ist also Ihr Heim? Sie sind allerdings nicht sehr anspruchsvoll, aber sagen Sie mir, wohin hängen Sie denn Ihre Kleider?" Meine Kleider? die habe ich immer an. Verschnappt. A. (ironisch): Dein neues Stück soll ja ordentlich ausgepfiffen worden sein besonders der letzte Akt. Dichter (entrüstet): Das ist eine Lüge im letzten Akt war ja Niemand mehr da! Der verkannte Fahrstuhl. Provinzler (zum Portier eines Hotels in der Residenz): Ich möcht' gern ein nicht zu theu'res Zimmer haben!" Portier (den Gast zum Fahrstuhls führend, um ihn in den vierten Stock zu befördern): Bitte einzutreten!" Provinzler: Aber. Verehrtester, a' bissel was Besser's möcht' ich doch hab'n da is ja nicht amal a' Bett d'rin !" Ihre Sehnsucht. Frau Bosnick: Seit ich mit Dir verheirathet bin, Siegfried, ist mir nur ein Wunsch unerfüllt geblieben. Herr Bosnick (grob): Na, was wird das wieder sein? Frau Bosnick: Daß ich ledig geblieben wäre. Bei Gelegenheit. Frau (im Museum): Siehst Du. Männchen, das ist Sankt Peter, Dein Namensvetter." Mann: Ja, aber der mit dem Schlüssel." DereinzigeWeg. Hausirer (zum Hausknecht des DorfwirthsHauses): Här'n Se, mei' Kutester, is Se vielleicht der Herr mit de lange Stiebeln und den steifen Hut schon weggegangen? Hausknecht: Bis jetzt hab ich ihn noch nicht rausgeschmissen! Vor dem Friedensrichter. Sind Sie bereit, den größten Ochsen", womit Sie den Kläger beschimpft haben, zurückzunehmen?" Gewiß! Ich habe schon wieder Ver Wendung dafür!" Vom Kasernenhof. Leutnant (zu einem ungeschickten Re kruten) Plumphuber, was machen Sie denn da für scheußliche Verrenkungen! Freiübungen werden hier von Ihnen verlangt, aber nicht der CakeWalk"'" Aus der Schul e. Lehrer: Nun Karlchen, kannst Du mir sagen, was Gott dem Noah nach der Sintfluth sandte?" Karlchen (schweigt). Lehrer (darauf helfend): Einen Re gen " Karlchen (schnell einfallend): . einen Reanschirm, Herr Lebrer." Moralpauke. Studiosus A.: Leibbursch, ich will jetzt schlafeu gehen, hier ist meine Wohnung." Studiosus I.: Was, nach dem Stif-tungsfest-Kommerse weißt Du noch, wo Deine Wohnung ist? Schäme Dich!" Beim medicinischen C o n g r e ß. Vortragender: Und deshalb, meine werthen Herren, muß nunmehr die Hygiene zu dem endgültigen Resultat kommen: Ungekochte Milch ist und bleibt ein zweischneidiaes Sckwert!

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