Indiana Tribüne, Volume 26, Number 291, Indianapolis, Marion County, 31 July 1903 — Page 5
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TaS Seerosen in Mexiko. Die Entwicklung des mexikanischen 'Heerwesens zu seiner jetzigenBedeutung ist ein Verdienst des Präsidenten, Geuerals Porsirio Diaz, und seines Kriegsministers, General Vernardo Reyes. Es ist zwar eine Thatsache, daß schon währerch der spanischen Herrschaft (1520 bis 1821) das Militär in Mexiko auf einer nach damaligen i5iZ!iff?n sehr hohen Stufe der Ausbildung stand, zumal die Hauptbzstunde des ' mexikanischen Heeres aus Europäern zusammengesetzt waren und nur aus Kreolen (Eingeborenen wer ßer oder europäischer Abkunft) ergänzt wurden. Bei der geordneten Vermaltung und der glänzenden finanziellen Lage Mexikos in damaliger Zeit war es leicht, das Heer in einer vorzügli chen Verfassung zu erhalten. Als aber mit dem Jahre 1810 die Kämpfe um
i w CJh k. 3 tWA T 4 K'il isr Thor d?s Militärcollegs auf Chapultepec. die Unabhängigkeit Mexikos begannen, wurde die Disciplin im Heere nach und nach sehr gelockert, und es vollzog sich die vollständige Demoralisation der mexikanischen Armee, die den Umsturz so mancher konstitutionellen Regierung zum großen Schaden des Landes zur Folge hatte. Dennoch muß zur Ehre der mexikanischen Soldaten schon in der revolutionären Zeit von 1810 bis 1867 gesagt werden, daß sie mit grofcer Kaltb'.ütigkeit und Todesverachtung ins Feuer gingen und Strapazen und Beschwerden ohne Murren ertrugen. Di Mäßigkeit eines mexikaniAschen Soldaten ist zu bewundern. Mit einem Stückchen Pinole, einem aus zeröstetem Mais und Zucker bereiteten Pulver, das in einer Schale kalten Wassers aufgelöst wird, marschirt er viele Tage ohne iede andere Nahrung, und dabei ist ihm die nackte Erde das Bett und der Himmel die Decke. Die mexikanische Kavallerie könnte eine der Mitrailleusengeschütz. besten der Welt schon früher gewesen sein, wenn man die dafür vorhandenen Elemente benutzt hätte, denn die Mexikaner sind geborene Reiter; von Jugend auf weiß jeder mit dem Pferde umzugehen, sich als Reiter mit großer Leichtigkeit aus jedem Terrain zu bewegen uns dabei Waffe und Lasso mit Meisterschaft zu handhaben. Mit dem Regierungsantritt des Präsidenten Generals Porfirio Diaz im Jahre 1877 wurde das Heerwesen gänzlich reorganisirt. Das mexikanische Heer steht gegenwärtig auf einer sehr hohen Stufe der Ausbildung und Organisation und hat unter allen anderen lateinisch-amerikanischen Freistaaten fast keinen Rivalen. Die Ar mee zerfällt in das stehende Heer und di: Reserven. Das siehende Heer wird eingetheilt in Generalität, die taktischen, die technischen und die Spezial-Formationen. Zu den taktischen Formationen gehöGebirgsartillerie. xck Infanterie, Kavallerie, Artillerie und Ingenieure, während die techni schen aus dem Generalstab, dem Jnstitut der Artillerie und der Ingenieure gebildet werden. Für den Spezialdienst sind vorhanden das militärärztliche Personal, das Jnvalidencorps, das Dersonal der mitärischen Verwaliung und Gerichtsbarkeit, die zlitätische Gendarmerie, die Beamten der Ofkicierskassen. der militärischen Zonen und Commandanten, des Rationalvalaites und der Mmtarschulen. Die Friedensstarke des Heeres ist gegenwärtig: 3500 Ossuiere, bo4 unterofficiere, 24,540 Soldaten nebst 13 000 Pferden und Maultbieren. Auf militärische Erziehung und Ausbildung wird großes Gewicht geleat. SSxtnn aebören das vortreffliche Milit'arcolleg aufChapultepec, das dem Heere em ausgezeichnetes Otficiermz-
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ierial liefert, die milit'är'ärztliche, die
Veterinär- und Hufschmied-, die Militär-, Musik- und Schießschulen. ftur die Truppen befindet sich bei jedem Baiaillon, Regiment usw. eine ElementsiTi&ulo Si vrtn sH AittA I 1 UTA '.i"l . Abendunterhaltung in der Kaserne. nisse erzielt, denn der mexikanischeSoldat ist gelehrig und strebsam. Aus die Bewaffnung des Heeres ist in letzter Zeit besonderer Werth gelegt worden. Die Infanterie erhielt neue Mausergewehre und die Kavallerie Mauserkarabiner. Das Artilleriematerial wurde durck Einführung von Mitrailleusen (Stiftern Colts) und Berggeschütze, verbesserte Mondragon sowie eine Batterie Mörser verstärkt. Nominell ist die allgemeine DienstPflicht vom 25. bis 50. Lebensjahr eingeführt, doch wird sie im Frieden n.cht beansprucht und läßt auch gesetzlich viele Ausnahmen zu. Vom Dienst vefreit sind Familienväter, Studirende, Verwalter, Priester, Gewerbtreibende. Die Dienstzeit dauert fünf Jahre, nach deren Ablauf der Soldat sich wieder auf vier Jahre verpflichten darf. Eme der Wahrheit ziemlich nahe kommende Schätzung der Kriegsstärke der mexikanischen Armee ergibt 3600 Officiere und 160.000 Mann mit 24.000 Pferden und Maulthieren. Hierzu kommen noch die 5ilfskräfte, die die einzelnen Staaten Mexikos stellen, die Nationalgarde usw., über die es Zahlen nicht gibt. Jubiläumsfeier der Stadt Hall. Die alte Salzstadt am Jnn schaut in diesem Sommer auf 600 Jahre ihres Bestehens zurück. Wohl siedelten sich schon :n älterer Zeit Mönche rm Hallthal an, um an der ergiebigen Gewinnung des Salzes Antheil zu nehmen, und schon seit den Römerzeiten ward das ausgesottene Salz von den Bergen zum Jnn gebracht und von hier aus in alle Welt geführt. Aber erst 1275 entdeckte ein deutscher Ritter, Nikolaus Rohrbacher, den Salzberg selbst, und damit vergrößerte sich dieAnsiedlung so schnell, daß im Sommer 1303 Otto. Graf zu Tyrol, der Siedlung die Rechte einer Stadt verlieh, deren Schicksale fortan innig mit dem des Salzbergwerkes und der Quellsaline verbunden blieben. Im Mittclalter blühte Hall als Handels-T-jfr's v'jiiy '"' 'ßJSSä'3- f' "ilii rr, DW?WWWWM . N-V- WJ"S3L,I I .1,1 M V 1 . 1.1.1 l nV . f w: :.w I i ':;( '",, . ; i ;! . SJCW-V ' ! ' UJ .! Lilu1-P li ! T. i i'- : ' ' : 1 'S v IV" ' , ,il ff ÄW v ;t' r . . i f iii M'sMMM li-- . v' J-niKa.ti4s Sff i! fcBi.v:&7 -fJWr Mmmk Jfft'i Wz .-v Bl , 5 d'vZi DerMünzthurminHall. stadt mächtig empor; Kirchen und Jesuitcncollegien erhoben sich neben reichen Häusern im Renaissancestil, Und wie eine Stadtbefestigung schaut noch heute Schloß Hasegg mit seinem trutzigen Thurm darein, der später Münzthurm getauft wurde, als unter ErzHerzog Ferdinand 1567 die Münzstätte in das Schloß verlegt wurde. Pietätvoll. Warum hat denn heute der Registrator einen Trauerflor um den Hut? Er ist doch schon seit mehreren Jahren Wittwer!" Das thut er jedesmal zur Erinnerung an die Selige, wenn ihm die Wirthin, wie heute, seine Leibspeise vorsetzt!" Verkannte Rücksicht. Schneidermeister: Keinem Handwerker können Sie Ihr: Schulden bezahlen und miethen immer großartig im ersten Stockwerk Wohnung. Schuldner: Das thu ich nur zur Vequemlichkeit der Herren Gläubiger! K asernenhofblüthe. Unterofficier: Also Hofschauspieler sind Sie? Schön! Aber trotzdem immer proper antreten, rathe ich Ihnen! Lumxazivagabundus wird hier nicht gespielt bei unö!
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'TT, heaterhumoreske. Erzählt von Karl Pauli, Charlottenburg. Ich war gekündigt worden. Da dies in den acht Monaten, die ich dem Theater angehörte, zum neunten Mal geschah, so fing ich an, nachdenklich zu werden und kam zuletzt auf den Gedanken, daß dieses so häufig wiederkehrende Ereigniß vielleicht doch einen Grund haben könnte. Aber was für einen? An meinen Talenten konnte es nicht liegen, Talent hatte ich, darüber war kein Zweifel, es fragte sich nur. zu was. Sogar unser Regisseur, den ich, um ihm diese Frage vorzulegen, zu einem Glase Bier eingeladen hatte, (er trank dreizehn), gab mir das Ehrenwort, daß ich viel, sogar sehr viel Talent besäße, es hätte sich nur noch nicht gezeigt. Dieser Grund schied also aus meine Aeußerlichkeit konnte es genirt mich eigentlich, davon zu reden. aber hm, Lumpe sind bescheiden auch kein Kündigungögrund sein, denn ich darf ohne Arroganz gestehen, ich besaß für einen Jüngling von zwanzig Jahren eine wahrhaft junonische Figur, ja die rechte Schulter war sogar ein wenig höher als die linke, was nicht einmal bei der Juno der Fall war. Mein Gesicht hatte einen freien, offenen Ausdruck, der Mund war zwar ein wenig zu groß, die Nase zu breit, die Stirn zu niedrig,, ich muß dies zugeben, aber zusammen bildete das alles doch ein harmonisches Ganzes. Deshalb konnte ich auch nicht immer gekündigt werden. Was die Garderobe anbetraf, so war ich so reichlich damit versehen, daß ich siebenmal um gekleidet auf der Bühne erscheinen konnte. Zwar besaß ich eigentlich nur zwei Anzüge, einen schwarzen und einen grauen, aber meine Intelligenz versiebenfachte diese. Ich konnte daraus folgende Anzüge machen: Erstens: schwarzer Rock, schwarzeWeste. schwarzes Beinkleid. Zweitens: grauer Rcck. graue Weste, graues Beinkleid. Drittens: schwarzer Rock, schwarze Weste, graues Beinkleid. Viertens: schwarzer Rock, graue Weste, graues Beinkleid. Fünftens: grauer Rock, graue Weste, schwarzes Beinkleid. Sechstens: grauer Rock, schwarzeWeste, schwarzes Beinkleid. Siebentens: grauer Rock, schwarze Weste, graues Beinkleid. Ich möchte den Schauspieler sehen, der über mehr Garderobe verfügt. Oft haben nicht einmal drei so viel. Außerdem besaß ich drei Paar Handschuhe, zwei vollständige und ein halbes Paar. Von dem perlgrauen Paar fehlte zwar der linke und bei dem rehbraunen fehlte der rechte, dafür war aber das halbe Paar Stulphandschuhe. Auch konnte man von den anderen Paaren immerhin den einen anziehen und so thun, als habe man den andern in der Tasche. Wozu ist man denn Schauspieler? Daran konnte es auch nicht liegen, an was aber sonst in aller Welt? Um meinem Zweifel ein Ende zu machen, beschloß ich einfach zu fragen. Zu diesem Zweck begab ich mich eines Tages zum Director. Der Bllhnenchef, ein Mann hoch in den achtundvierzigern, sah mich ob meiner Frage, warum ich gekündigt worden, eine Weile ohne ein Wort zu fagen mit zusammengekniffenen Augen an und dann, mit spitzen Fingern auf mein Riechorgan zeigend, sagte er: .Ihre Nase gefällt mir nicht!" Ich wußte damals noch nicht, daß diese Redensart die Entschuldigung jedes Directors ist, der dem gekündigten Mitglied den wahren Kündigungsgrund nicht mittheilen will. Gegen eine ungenügend begründete oder ungerechte Kündigung kann nämlich ein Mitglied Rechtsmittel in Anwendung bringen, gefällt aber dem Director die Nase eines Mitgliedes nicht, so kann er ohne weiteres kündiaen. -Aber wie aesaat. ich wußte das damals noch nicht und glaubte wirklich, dem Director mißfiele mein Gesichtsvorsprung! Nun war er ja etwas breit, aber wenn er sich einbildet, eine schönere Nase zu haben, irrte er sich auch. Allein er war der Director und hatte die Macht und schon der selige Harmosan sagt: Wer einem Sieger (Director) widerspricht, der widerspricht mit Unbedacht!" Wenn ihm meine Nase nicht gefiel, so mußte ich mir eben eine andere anschaffen! Wozu ist man denn Schauspieler? Ich wußte, daß es beim Theater viele Schauspieler gab, die sich am Abend eine Nase kleben, warum sollte ich das nicht auch thun, vielleicht nahm dann der Director seine Kündigung zurück. Aber wie wurden Nasen geklebt? Ich hatte keine Ahnung, dagegen aber hatte ich einen Freund, und der wußte es sicher. Dieser Freund hieß Theophil und war aus Wien. Wie ich geahnt, wußte Theophil Rath, ja er verrieth mir, daß er eine der bedeutenden Capacitäten der Rhinoplastik sei, und gern bereit wäre, mich gegen ein mäßiges Honorar darin zu unterrichten. Wer war froher als ich! Theophil begann den Unterricht sofort. In der ersten Stunde lernte ich bereits, daß Rhinoplastik nicht von Ricinusöl, sondern von Rhinoceros abgeleitet wurde, und in der zweiten, daß das Rhinoceros ein Thier sei, welches man - auch Nashorn zu nennen Pflege. .Nach diesen theoretischen Vorbereitungen verschrieb er mir in der dritten Stunde eine Miscbuna aus
Leinöl, Kienruß, Federweiß, Senf, Natron und Weinsteinsäure. Aus dieser Mischung sollte ich mir eine Nase
kleben und mit dieser die Rolle d?s Faust studiren. Das that ich auch. aber das Resultat war kein gunstiges, denn sobald ick mit dieser Nase probirte und ein wenig in Schweiß ge..ur.v!.i. r: . . . . l ;i cpiuuiiic ic geroognncg um lautem Knall und die Stücke flogen in der Stube herum. Daran waren iedenfalls das Natron und die Weinsieinsäure schuld, beide zusammen ergeben bekanntlich das Brausepulver. Nachdem ick Tbeovbil dieses mitaetheilt, verschrieb er mir eine andere Masse aus Preßhefe, Hafermehl, Syruv und Maanesia. Aber die aus dieser Mischung hergestellten Nasen hatten wieder den Nachtheil, daß sie wie ein Heseklos aufgingen und stetig dicker wurden, so daß sie häufig die Größe eines mäßigen Kürbis annahmen. Ick gab deshalb Tbeophil's Unterricht als verwirrend" auf und ließ mir Nasenkitt aus einer Schminkesaorik kommen. Ja, das war doch etwas anderes, mit diesem Material war es ein Vergnügen, zu arbeiten, und ich i . v cn.r jtvcii iuiiiuc icine reizvollere ;aqujajiigung, als von Morgens bis Abends Nasen zu kleben, so daft mein Äimmer. da ich die Gewohnheit hatte, die Nasen nach gebrauch an die Wand zu kleben, bald aussah, wie das Bureau eines freisinnigen Beamten. So hatte ich es denn bald so weit gebracht, dem Director mit einer neuen Nase unter die Augen treten zu können, ick theilte ibm dies mit und er versprach mir, in's Theater zu kommen. Ich spielte an jenem Abend den Dawison in Maria Stuart und htte den unglücklichen Staatssecretar mit einer Nase ausgestattet, die etwa aus einer Mischung derjenigen des großen Kurfürsten, des Liederdichters Flemming und des Kaisers Maximilian, des letzten Ritters, entstanden sem konnte. Als der vierte Akt begonnen hatte. begab ich mich auf die Bühne, ick wollte mich vorher vor dem Director nicht zeigen und trat, als mein Stichwort fiel, mit hochklopfendem Herzen und hocherhooener Nase aus die Buhne. Der Director war im Parkett, ich wußte es, mein Anblick mußte erschütternd auf ihn wirken. Jetzt stehe ich auf der Bühne. Elisabeth dreht sich um. Sie trug das übliche Elisabethcostüm mit dem traditionellen Elisabethkragen, ein Kragen, der c?a aussieht wie die Rücklehne einer aus Goldund Perlenstickerei angefertigten Sitzbadewanne. Dieses Monstrum erhebt sich von den Schultern bis beinahe zur Scheitelhöhe. Und Ecken hat so ein Kragen, ach was sage ich, Ecken, Partisanenspitzen, die so weit ausladen, wie die .Sichelschwerter an einem assyrischen Streitwagen.. Ich halte mich hier so lange bei dem Kragen auf, weil dieses fluchwürdige Drahtgestell mein Schicksal besiegelte, damals achtete ich gar nicht darauf, sondern näherte mich, den Kopf hin-, und herdrehend, der Königin, nur darauf bedacht, dem Publilum und dem Director meine Nase von allen Seiten zu repräsentiren. Aber auch, das sollte mein Verhängniß werden; denn in meine NasenParade versunken, hatte ich nicht auf den vermaledeiten Kragen geachtet; ich nähere mich der Königin zu sehr, die Spitze meiner Nase kommt der Spitze des Kragens zu nahe, eine unglückliche Bewegung der Elisabeth, der Kragen erfaßt die Nase und im nächsten Augenblick O Gott! O Gott! klebt die Spitze meiner Nase statt an der ihr zugewiesenen Stelle, an der Ecke des Kragens der Königin. Entsetzt starre ich auf das kleine Klllmpchen Kitt, welches noch vor wenig Augenblicken meine Nase dargestellt und jetzt wie ein Häufchen Unglück auf der Kragenecke der Elisabeth sitzt. Verzweiselt schiele ich auf mein, seiner Spitze beraubtes, gräßlich verunzierteZ Riechorgan, hülflos schaue ich nach dem Flüchtling aus, der dort wehmüthig wie der bekannte Fichtenbaum auf dem königlichen Kragen thront. Zuerst dachte ich daran, die Nase einzufangen und mit einem raschen Griff wieder an der Stelle zu befestigen, haschte auch einigemale mit der Hand danach, aber zu spät, denn als ich sie beinahe gehabt hätte, ging Elisabeth mit meiner Nase ab und ließ mich nasenlos in gräßlicher Verzweiflung stehen. Nach einer kurzen Scene zwischen Dawison und Burleigh schließt der Akt und das war gut; denn das Publikum, das zuerst nicht begriffen, warum meine Nase keine Spitze und. der Spitzenkragen der Königin eine Nase habe, fing an, recht unruhig zu werden. Noch am selben Abend aber erhielt ich einen Brief von dem Director; er enthielt nur wenige Zeilen; diese lauteten: Ich halte die Kündigung aufrecht, Ihre andere Nase gefällt mir auch nicht !" . Hyperbel. Weshalb willst Du denn nicht den Kaufmann Müller heirathen?" Ach, er ist mir zu oberflächlich!" Na, muß es denn gade gleich ein Tiefseeforscher sein?' ' nus vem Gerrcyrsi aar. Richter: Wie kamen Sie denn dazu, Ihrem Manne bei dem Einbrüche behilflich zu sein?- Angeklagte (kleinlaut): .,Er brachte mir immer Sa öen'mit, die nicht mehr modern wo ren!"
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Z3I& Cleveland Abgang New Aork Expreß tägl 4 40Vm Muncie & FlWayne Ezp p. 7 00Vm N S 6? B Lim täglich .... 8 00Nm Clev & Benton Harbor Exp.11 10Vm R 3 & 55 Lim, tägl äs.... 2 55Vm Union Eity Acc tägl 4 4ü"m Knickerbocker Sp täglich d ks 6 2öm St. Loui! rpjoij w orlds Et LouiS Mail 7 20Bm Southwestern Lim tgl d k s 11 45Vm St Louis Lim täglich pds. 3 25Nm Terre Haute k Mat'n Acc.. 6 00Nm N 3 & St. LouiZ Exp tägl.. 7 05Nm St Louis Expreß tägl s 12 0533m Cineinnat Ein & Louö Nachtexvreß tgl s 3 45Vm St Louö & Ein Nachtexp tg 8 4 SOVm Cincinnati Exp Sonnt auög. 7 45Vrn Cincinnati Acc 4 OORm Cincinnati F Expreß, tagl p 2 50Nm Louis F Expreß 2 SONrn Eine & Wash F Ltg dskp 6 20Nm Chicago
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