Indiana Tribüne, Volume 26, Number 290, Indianapolis, Marion County, 30 July 1903 — Page 7

Jndiana Tribüne, 3. Juli 1903

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8 mx mm c v ov 0 O Ito 0 o O o O o O o G o G o O o O o O o O SiOnicn auZ der Gletschcrwclt. vsn IMolf Start. OOQgCoQcCoCcCOoQoOOOoOoOog o o (Forisetzung.) Wann' rceiiet nix meinte der böhmische Graf und blinzelte durch sein Renette zum Matterhorn empor. -Die sind halt die Nacht irgendwo in den Felsen geblieben." Sie haben doch bestimmt erklärt, daß sie zum Abend im Schwarzfeehotel zurück sein wollten." Ter vierschrötige Hainburger Etaütsanwalt sah sehr tu sorgt aus. Und nun telegraphirt man eben von dort" Ein junger Wiener Verggänger nickte. Zu dumm is's! Bei so 'nem Wetter! Mit dem Matterhorn spielt man doch nicht " 2?om Hotel Monte-Rosa.wo die engliscken Klubbisten sich, ihre Stummelpfeifen rauchend und gähnend, umhertrieben, stieg ein alter hagerer Brite in Wollbluse und hohen Strümpfen steifbeinig die Straße entlang, um im Namen seiner Genossen Erkundigungen einzuziehen. Servus, Sir William." Der Graf schüttelte ihm bekümmert die Hand. Nix wissen wir! 's könnt' leicht sein, daß morgen zwei mehr auf der Todtenlist' stehen" Er wußte nicht, daß die schlanke junge Frau, die hinter ihm stand, jede seine? Worte bebend verschlang. Jetzt trat sie rasch näher. Verzeihen Sie. mein Herr " Sie bemühte i;ch, ruhig zu oleiben, ebr: ihre Stimme zitterte vor Angst. Sie meinen, daß ein Unglück vorgefallen ist?" Ter böhmische Kavalier und der schottische Lord lüfteten höflich ihre Mützen, 's kann sein, gna Frau sprach der Erstere. Wer's so dreist mit dem 50?atterhorn aufnimmt ' ' Aber wer denn, um Gotteswillen wer?" Zwei führerlose Herren! Ter Laron Gundlingen und der kleine Te: junge Mann hielt inne und machte eine Bewegung, wie um der erbleichenden jungen Dame beizusprm cen. Er fürchtete, sie würde ohnmächtig werden, und jetzt erst fiel es ihm ein. das ne ja erst vorgestern mit dem ißzi mißten von einer großen Tour zurückgekommen war. Also offenbar ein Freund oder Verwandier! Er räuspcrte sich. 'Verzagen's nicht, gnä' Frau! Da is 'noch nix verloren. Sie starrte ihn an. Ja sucht ihn denn Niemand? fragte sie rauh. ..Kommt ihnen denn Niemand zu Hilfe? Ja freilich! Wenn man erst weiß, daß was passirt ist. dann werden die Führe? alarmirt und gehen aus. Aber 's is noch zu früh. Wahrscheinlich tza ben die Beiden die Nacht in irgend einem Fels schlupf zugebrcicht und sind am Morgen abgestiegen. Dann lonnen's jetzt noch net am Schwarzsee sem." Ich dank? Ihnen!" Sie wandte sich ab und schntt wie im Traum die Torfgasse hinab. Sie konnte den Ge danken nicht fanen. Er sollte ihr ger.ornrnen werden er in diesem Au genlick! YCein das war so unwayrschcinlich grausam so lächerlich grail" sam nein das konnte nicht sem Neben ihr grüßte Jemand. Sie erkannte die beiden Führcrörüder, die sie auf ihrer Tour nach dem Hochgipfel begleitet. Die Mütze in der Hand, standen die beiden jungen Männer mit servilem Lächeln da, offenbar auf eine neue, gewinnreiche Expedition bauend. WollenSieGeld verdienen?" fragte sie schnell, viel Geld? Ja? Dann nehmen Sie sofort Ihre Seile und Aexte und was Sie sonst brauchen, und gehen hinauf zum Matterhorn, da, wo gestern die beiden Herren aufgestiegen finb wissen Sie das?" Die beiden Kerle nickten etwas ärgerlich. Solche führerlose Touren, die ihnen keine Einnahme und den Bergen einen bösen Ruf brachten, waren ihnen zuwider. Ta gehen Sie also hinaus und schauen Sie. was aus den Herren geworden ist! Ich zahl' Ihnen, was Sie wollen; aoer machen Sie nur rasch ' Die Brüder tauschten einen vcrständnißvollen Blick, niätcn wieder und ne fen im Trabe, mit den schweren Nägelschuhen über das Pflaster klappernd, nach ihrer Wohnung. Fünf Minuten später wanderten sie im Dauerschritt. von den neugierigen Zurufen der Ge nozzen begleitet, zum Dorfe hinaus. . Elisabeth kehrte zu ihrem Manne zurück. Er saß am Frühstückstisch und schaute ne sraaend an. Du bist ja furchtbar blaß!" sagte er langsam. Und wo warst Du denn? !tft etwas vassirt?" Ja der Baron Gündlingcn wird vermißt seit gestern am Matterborn " Sie wunderte sich selbst, daß sie das so rubia aussprecken konnte. Herr von Nanda stand auf und stieß einen leisen Pfiff durch die Zähne. Wer saat's denn?" Alle Leute sagen es unten, daß er in Gefahr ist!" Sie trat näher an ibren

Mann heran, wie um ein Wort des Trostes aus seinem Munde Zu verneh-

men. Aber das kam nicht. Er schaute sie mit immer finsterer werdendem Gesicht an. :a3 iraemt iCten m levr zu er schüttern, Elisabeth," murmelte er endlich. Sie antwortete nichts. Nun freilich" fuhr er fort, er ist ja unser Bekannter, wenn auch erst seit ein paar Tagen. Aber sonst bist Du doch nicht so leicht erregt, Elisabeth ode? zeigst es wenigstens nicht. Ich kann mich gar nicht erinnern. daß Du bei irgend einem Ungluasfall Deine Nuhe verloren hättest. Während jetzt Weiß Gott Tu zitterst ja am ganzen Leibe!" Sie schwieg. Wenn er selbst Verdacht schöpfte lügen konnte sie nicht. Gegen Betrug und Heumcln empörte stch ihr Stolz. Mochte er errathen, was sie nicht mehr zu verheimlichen im Stande war. .Elljaoeth." er trat bittend vor sie, wirst Du mir keine Antwort geben?" Sie blickt: auf. Was soll ich sagen? Du siehst es ja: er ist in Gefahr, und ich ängstige mich um ihn." Nun ia aber mehr, als es da bei einem Fremden nöthig ist." Mir ist er nicht fremd!" Fast wider ihren Willen klang dieses Wort aus ihrem Munde. Mir steht er näher als sonst wer auf der Welt!" Gott sei Dank, jetzt war es ausgesprochen! Eine Weile ward es still zwischen ihnen. Dann holte ihr Gatte tief Athem. Sag' 'mal. Elisabeth," fragte er leise, und seine Lippen zuckten, , weißt Tu denn auch, was das heißt, wenn eine Frau ihrem Manne sagt. daß ihr ein Dritter näher steht, als er selbst?" Ja das weiß ich!" Und doch sagst Du es mir?" Ich muß es Dir sagen!" Ihre Stimme klang hart und fest. Er trat langsam, mit schlürfenden Schritten von ihr hinweg. Seine schmächtige Gestalt bebte wie unter einem schweren Schlage. Sie horte seine halberstickten Athemzüge. So ging er bis zur Thüre in's Nebenzirnmer. Sie wollte ihm folgen. Aber er wehrte ihr ab. Du hast mir alles ge sagt, Elisabeth," stieß er mühsam her vor; jetzt ist's teuer, wir bleiben allein die nächsten Stunden jeder für sich und fagen uns weiter nichts mehr" Die Thüre fiel in's Schloß und trennte die beiden. Hinter der dünnen Bretterwand klang es zu Elisabeth, die regungslos am Fenster stand und auf die Straße starrte, zuweilen wie ein leise, ver zweifeltes Weinen heraus. Aber so schlecht und grausam sie sich dabei auch selbst erschien, m diesem Augenblick empfand sie kein Mitleid mit dem Schwächling da drinnen. Sie konnte es nicht. Alle ihre Gedanken, ihr ganzes Sein strebte hinaus in die Ferne, zu den neöelverhangenen Klüften empor, in denen jetzt vielleicht ihr Gluck und Schien al begraben lag. Stunde auf Stunde verstrich. Sie rührte sich nicht. Sie wagte nicht zu hoffen und zu beten, sie war wie erstarrt in regloser, alle Nerven und Fibern zusammenkrampfender Erwar tung. Durch Zermatt schlich unterdessen tn verstörtem Flüstern das Gerücht von einem neuen Unfall am Matterhorn! Es drang, in die Drawingroorns der Gasthäuser, wo vie renen anen tarnen saßen und häkelten, es schwirrte durch die Gruppen der müßig herumstehenden Touristen und erfüllte m dem rauhen Kauderwelsch der Führer die Luft. Am Bahnhof empfing es die ankommenden Fremden, es wanderte mit Maulthiertmbern und Tragern hinaus zu den Berghotels und würzte das Lunchgespräch, aus dem zehnmal häufiger noch als sonst das Wort Matterhorn" erklang. Und dann fernen das Gerücht sich zu verdichten und feste, greifbare Gestalt zu gewinnen. Einzelne Alpinisten eilten durch die Straßen, neren andere aus den Hotels heraus und pilgerten mit ihnen nach dem anderen Ende des Dorfes. Die Fuhrer rannten hm und her, liefen in ihre Häuser und in die Herberge und kamen, tpeile um dn Leib geschlungen, mit Schneebrillen. Fernrohr, Steigeisen und Kognak ausgerüstet, wieder heraus. Erst vereinzelt. dann in Gruppen, endlich zu Dutzenden sammelten sich auf der Gasse die braunaekleideten Gesellen. Spitze Adlerfedern und Gemsbärte nickten von den Hüten, die Eisäxte blinkten, gedämpfte Stimmengewirr, das leidenschaftslose Murmeln erfahrener, stch ruhig berathender Männer drang zu den 5iotelfenstern hinauf. Mit wachsendem Entsetzen hatte Elisabeth von da oben alle diese Borbereitungen geschaut. Sie fühlte sich wie gelähmt. Sie fand nicht die Kraft, hinunterzugehen und das zu erfahren, was die Männer offenbar schon wutzten. Endlich riß sie sich vom Fenster los. Qalb obne vi wissen, was sie that, griff sie nach Mantel, Hut und Bergstock und stand plötzlich m dem Hausen der Fuyrer. Das ist sie!" raunte einer von denen dem Patriarchen der Expedition, einem weißbärtigen, verwetterten Italiener, zu. Der nahm den Hut in die Hand. Madame haben heute Morgen die Brüder Wegen ausgeschickt? Wohl. Wir haben Nachricht vom Schwarzsee.

Sie haben den einen Herrn, den Kleinen, todt auf dem Schnee ob dem Furggletscher liegen sehen " Und der andere?" Wir wissen nicht, ob er lebt oder auch fortgegangen ist! Wir steigen jetzt, dreißig Führer, auf. Madame kann sicher sein, daß wir ihn finden! Wie das wissen wir nicht." Mit schwerem Poltern und Scharren setzte sich der Führertrupp schweigend in Bewegung. Da und dort kam aus einem Hause noch einer dazu, andere gingen voraus. Eine Menae neuaieriaen Volkes.

Touristen. Kellner. Ladeninhaber, zogen stumm und verstört daneben her und aaben den Männern bis zum Ende des Dorfes das Geleite. Dort verliefen sie sich allrnalig. Nur rie nächsten freunde und Genossen der Verunglückten, ein halbes Dutzend erprobter Gictjchermanner, stieg mit den Fuhrern weiter zum lcywarzsee empor. Unter ibnen Elisabeth. Sie dachte an nichts, sie überleate nichts. Ein blinder Drang, an die Stätte des Unglücks und zu völliger Csewifchrn zu gelangen, trieb sie vorwärts. Die Serren wie die Führer ließen sie gewähren. Man kannte sie ja von neulich her als guie Aeraüeiaerin und katie sie in Gesell schaft des Vermißten gesehen. So ging es hinauf zum Schwarzsee. em truver. stiller 3ua. der sich langsam wie eine braune Riesenschlange im Zickzack durch die lauwarmen 1cebei den erg mnaufwand. 17. Kapitels icht leichten Kaufes geben d Berge ihre Opfer her. Wer ihnen lebend gehörte, soll ihnen auch im Tode verbleiben. In Schnee gehüllt, in Felsenriffe und Gletscherspalten gebettet, suchen sie den Leichnam vor den Blicken der Suchenden zu verbergen. Und hat man ihn endlich doch gefunden, dann ist's, als wehre sich diese starre leblose Masse selbst dagegen, von ihrem Berg, mit dem sie eins geworden, zu lassen. Sie heftet sich an ihn. Das Eis kittet sie am Boden fest, und hat der Pickel auch diese Bande gesprengt, dann eint das Blut als schwarze Kruste den Kopf mit dem Gestein, an dem er zerschmettert, und sorgsam gilt es da mit dem Taschenrnesser und der dünnen Spitze der Eisart die harten, kleberigen Brocken zu theilen. Schwerer noch ist's, mit dem leblosen Körper in's Thal hinabzugelangen! Tragen kann man ihn ja nicht. Man braucht die Hände selbst zu nothwendig. So läßt man ihn an Seilen vorsichtig von Klippe zu Klippe, von Schneehang zu Schneehang. Unzähligemal verfitzt sich dabei das Manillatau im Gestein, bleibt der steife, spröde Leib zwischen Felsen stecken, in denen man ihn nur mit Lebensgefahr aufsuchen und von Neuem befreien kann. Und oft ist selbst diese Beförderung unmöglich. Ein paar von den Führern, die die Leiche des kleinen Malers bargen, erinnerten sich wohl noch an das Schicksal eines ihrer Genossen, der in der jenseitigen Matterhornhütte gestorben war. Den hatten sie, weil es nicht anders ging, über eine weit über tausend Fuß hohe Felswand hinabwerfen müssen, und als der beinhart gefrorene Leib unten ankam, da ergab sich's, daß er unterwegs einen beträchtlichen Theil seiner Gliedmaßen eingeYüfoi hatte Langsam, in ruckweisem Zucken und Nachlauen des Seiles alitt der kleine Professor steif und starr die holzen hinab, die er gestern so behend ertlommen. Sein wachsgelbes Gesicht war leidvoll verzogen. Die bläulichen Lippen standen, wie in schmerzlichem Erstaunen, halb offen, daß zwischen ihnen sich die spitzen weißen Zähne bleckten, und in ohnmächtigem Zorne hatte sich die Hand, die so viel geheimnißvolle Farbengluth auf die Leinwand gezau bert, zum letztenmal zusammengekrampst. Das war gestern ein Mensch gewesen! Die Führer, deren braune Wettergestalten undeutlich von den Kan ten und Rissen des grauen Gesteins sich abzeichneten, während sie das blutige Bündel sorgsam mit spähenden Augen und halblauten, rauhen Zurufen am ttrassen fecu über rne gefrorenen Hänge rutschen, an steilen Platten herabschweben ließen, die Führer wußten freilich nicht, was für ein bedeutender Mensch! Für sie war ein Herr wie der andere und der Unterschied nur, ob er gut oder schlecht über die Berge ging. Aber gestern hatte das da, das stille, blutige Dingsda, noch geathmet, war ihresgleichen. Heute fühlten sie sich der ledlosen Masse fremd. Sie grife c. i r?, . . icn ne oari uno fuuuos an, wie ein oe liebiges Geräth. Was aber war das Unfaßbare gewesen, durch das dieser zerschlagene Haufe zu den Menschen gehörte wo war es hingekommen? Das ewige Welträthsel ging dumpf durch ihre armen, unaeschulten Köpfe. Sie sahen ernst aus und sprachen kein ügort, das nicht zum Handwerk gehörte. Zuweilen nur warf im Niederklettern einer einen Blick in's Thal hinab. Dort leuchteten in freundlichem Weiß durch die sich aufhellende Luft die Kirchen, dort klangen die Glocken und dröhnte die Orgel, dort war das Seil und die Wahrheit. Dort offenbarte es )iq iyren gläubigen Seelen an jedem Sonntagmorgen im Weihrauchdunst der Frühmesse, woher der Mensch kam, wohin er ging, wenn die Berae seinen Lkib zerstörten, und frei von

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Zweifeln athmete beim Heraustreten ihre Brust den kalten Hauch der Höhen.

t Am Hotel Schwarzsee zimmerten sie eine Jahre und legten den Todten darauf. Ein: Decke kam darüber, auf der er, der böse Spötter, nun doch gewaltsam die Hände falten rnuöte. und ein paar Alpenblumen, die man 'im Herabsieigen gefunden, Edelraute und Edelweiß, schmückten das Tuch, das sich um sein zerschmettertes Haupt wand. Aus dem Hotel waren alle die Engländer gekommen und standen ergriffen rings umher. Die Sonne brach durch die Wolken und übergoß mit rosigem Schein die hübschen, bleichen Mädchengesichter, die sich entsetzt im Kreise drängten. Dumpf dröhnten die letzten Harnmerschläge. die ein loses Stück der Bahre besser befestigten. Leises Geflüster rings umher. Hat man denn den Zweiten auch schon gesunden?" Einer der Führer schüttelte den Kopf. Die Anderen suchen ihn noch!" sagte er in hart accentuirtem Englisch. Silbe für Silbe buchstabirend, wie er cs im Winter gelernt. Da klang von der Seite, von den Felshügeln, das Rutschen und Kollern von Geröll! Aller Köpfe wandten sich dahin. Ein junger Bursche, der wegen seiner achtzehn Jahre noch kein Paient besaß, aber als Freiwilliger mit seinen Vettern und Brüdern, den Bergführern, hinausgegangen war, sprang in mächtigen Sätzen den Abhang herab. Er flog von Stein zu Stein, er schlidderte, auf seinen Stock gestützt, blitzschnell durch das Geriesel der Schutthalden und schrie schon von Weitem in seinem unverständlichen Patois den Genossen eme Nachricht zu. Unter denen entstand eine lebyafte Bewegung. Der Führer von vorhin wandte sich nach kurzem Ueberlegen, in dem er seinen Wortschatz zusammenraffte, zu den umstehenden Briten. Man hat ihn gefunden!" fagte er in seinem pedantischen Englisch. Er ist am Kopfe verwundet. Aber cr lebt!" t,Qh inuccu!" klang es tu froher Erleichterung von Albions offenen Lippen. Sie können ihn heute Abend nicht mehr herunterbringen," fuhr der Mann fort, sondern nur zur ,Eabane' oben, zwei Stunden von hier, weil er noch ganz bewußtlos ist. Jetzt müssen wir von Zermatt den Arzt holen!" Ein junger Amerikaner trat vor. Er war Arzt und natürlich bereit, die erste Hilfe zu leisten, wenn man ihn hinaufführte. Der Führer lüftete den Hut. Sind Sie Bergsteiger?" fragte er. Ter Weg zur Eabane ist leicht. Aber an ein paar Stellen muß man doch klettern!" Jawohl, der New Jorker Doktor getraute sich das zu! Er machte sich rasch fertig, versah sich mit dem Nöthigsten und eilte mit einem uhrer im Lausschritt, seinen langen Bergstock schwingend, davon. Die Anderen nahmen indessen schweigend die Bahre auf. Je sechs Männer trugen, sich zuweilen abwechselnd, den Verunglückten zu Thal. 52 dämmerte schon, während sie auf lem Saumpfad hinabstiegen. Ab und zu begegneten ihnen aufwärts gehende Knechte und Treiber, die ernst die Mütze vor dem Todten abnahmen, dann eine Gesellschaft von Aankees. Herren und Damen, auf Maulthieren. Plaudernd und lachend ritten sie heran und rissen dann plötzlich ihre Saumthiere verstört zur Seite, während die Unterhaltung jäh verstummte. Unten, am Dorfe, erwarteten Hunderte von Menschen den Zug, der sich ernst und langsam durch die Straßen bewegte. Schreck und Theilnahme lag aus den Gesichtern der Bevölkerung, aber kein Erstaunen. Denn nur zu oft begab es sich fast alljährlich in der Hochgebirgssaison, daß solch ein siiller Gast seinen Einzug in Zermatt kielt. (Fortsetzung folgt.) weif! srcil ?n helfe. 53 MMM? mjimäk ! i , --rzijtei.T' j-.s- ' ÖÄif? :'j:VI'--vSv&ver r L7 1p n rp-v?V:!v,.V4 v . Sirn, der Sturm waht mi in Grabn"nei. bis i heim kimm. da muß i mir scho no a paar Maaß! kaafa, damit i a bessere .Schweren' kriag!" Des Säuglings Enger. Während eine Hamburger Arbcitsfrau jüngst bei einem schweren Gewitter mit acht Kindern vor der offenen Haustbür saß. schlug der Blitz in diese Gruppe ein. Die Mutter, welche einen Säualing an der Brust nährte, sowie zwei Kinder wurden getödtet. Ter Säugling blieb unverletzt. Scsicidcn. Junge Frau (zur Besucherin): Wir sind nur ganz einfach eingerichtet: zwei Zimmer und eine Küche! Aber wenn es Dich interessirt, können wir ja einen Rundgang durch die Wohnung machen."

Alkoholfreie Wirthschaften. C3i die Ndstiuenzbewegung in der Schweiz sich ausbreitet. Der jüngste Antialkoholkongreß der Damen in Genf fand wohl deshalb in der Schweiz statt, weil sich dort die Antialkoholbewegung am stärksten bethätigt. Für die Propaganda sorger Vereine und verschiedene Zeitschriften. Thatsache ist, haß in der Schweiz die Alkoholgegner schon viel Gutes geschaffen haben. Seit Jahren sind in schweizerischen Städten alkoholfreie Wirthschaften errichtet, so die alkoholfreien Restaurants in Zürich, Luzern und Basel, Sveise-Anstalten. denen nichi der dürstige Anstrich anhaftet, wie den meisten vegetarischen Speise-Anstalter: in Deutschland, sondern schön ausgestattete Räumlichkeiten, in denen sich'gut sein läßt. Zürich besitzt in prächiiger Lage am landschaftlich so renvollen Ziirichberg einen hotelmäßigen Bau von großem Umfang, errichtet vom Frauenverein für Mäßigkeit und Volkswohl, in dem man alles Gute haben kann, nur keinen Alkohol. Das Reformhotel, das an Billigkeit wohl alles Dagewesene in den Schatten stellt, erfreut sich als Herberge und Restau rant des Zuspruchs von Fremden und Einheimischen. Die Antialkoholiker haben das Verdienst, in der Schweiz den alkoholfreien Wein allenthalben beliebt gemacht zu haben. So lange hat man gearbeitet, bis sich Bahnhofswirthschaften und Gasthöfe, die schwei, zerischen Berghotels nicht ausgeschlossen, den unschädlichen Traubensaft beschafften. Wer sich noch hartnäckig zeigt, bekommt vom Publikum üble Worte zu hören, und nicht mit Unrecht, denn der Alkoholtrinkzwang ist eine Beschränkung der persönlichen Frei-

heit, so gut wie etwas anderes. Die Wirthschaftsbesitzer werden gut. daran thun, den Anforderungen der Antl alkoholiker nachzukommen. Da hilft kein Sträuben. Ohne zur Alkoholfrage Stellung zu nehmen, muß man sich, wenn ran gerecht sein will, auf diesen Standpunkt stellen. Anzeichen. daß in Teutschland dieses immerhin beherzigenswerthi Vorgehen der Al koholgegner so reichliche Früchte trägt. sind zur Zeit noch wenig vorhanden. Der Bewegung mangelt auch noch die Nachdrücklichkeit trotz aller Kongresse. In der Schweiz geben zwei Sektionen des Alkoholgegnerbundes Zeitschriften heraus: Die Freiheit" (Basel) als das Blatt des schweizerischen Alkoholgegnerbundes; die Abstinence" vom Ortsverein Lausanne herausgegeben. Auch die Internationale Monatsschrift zur Bekämpfung der Trinksitten (Basel) steht aus der Seite des Alkoholgegner bundes. E i n 98er als Reichs tagswähle r. Daß ein 98jähnger Greis nocn zur Wahlurne schrei tet, um von seinem Wahlrechte Gebrauch zu machen, dürfte wohl zu den Seltenheiten gehören. Es ist dies der 98 Jahre alte Privatier Apelt in Rei chenau bei Zittern. Bis jetzt hat er keine Wahl versäumt, ob das Reich tags-, Landtags- oder Gemeinderathswählen sein mochten. Riesige Vananenzufuhr. Noch niemals hatte der Hafen von Philadelphia in einem Halbjahre eine solche riesige Bananenzufuhr aufzuweisen, als in den letzten sechs Mo naten. Die Dampfer der Westindia und der United Fruit Company brach ten in der ersten Hälfte dieses Jahres nicht weniger als 1,878,349 Busch Bananas nach dem dortigen Hafen. Da auf einen solchen Busch mindestens 100 Stück Bananas entfallen, so kann man die Gesamrntzahl der dort in dieser Zeit eingeführten Bananas aus gut 200,000.000 annehmen. Manche Dampfer bringen 500,000 Bananas mit, manche sogar 5.000,000 Stück. Ein Prdnt. Chef (zum Kommis): Ordnen Sie die Briefe nach dem Alphabet und verbrennen Sie sie dann ich brauche sie nicht mehr!" Die Zanptsacizo. Wie weit bist Du denn mit der Jearbcitung Deiner Preisaufgabe?" O, ich habe schon ein ganz famoses Motto!Einzige Möglichkeit. Ich muß Ihren Heirathsantrag dankend ablehnen, Herr Leutnant!" Aeh, gnädiges Fräulein wollen also ledig bleiben!"

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Feuer - Signale.

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Washington Su 1 No. 10 Spritzenhaus JllinoiZ u Merrill ,2 JllwoiZ u Louisiana 53 Wett und South 54 West und TZcssartv 6 Senate Ave. u Henry 57 Meridian und 3iao 58 No. 4 Spritzenhaus Madison Av. u MorviS 33 Madiion Av. u Tunlvp No 2 Haken LeiterhauS South nahe Telaware 2 Penn. Merrill ?rvtrttir it Wrört$ 4 East und McEarty 5 New Jersey .Merrill 7 Birg. Av. u Bredshaw S3 East und Prospekt 62 Bicking und High 71 No. 11 Spritzenhaus Lir Ave. nhe Huron 72 East und Gecrgia 73 Eeda und Elm 74 Davidson u Georgia 78 English Av. u Pine 76 Shelby und BateS 7L No. 5 Spritzenhaus Prospekt nahe Sheldy 75 Fletcher Av. u Shelbtz 81 Market u. New Zcrsey 82 Telaware und Wash. 83 East u Washington 84 New Forku. Tavidsor 55 Taubstummen Anstalt 86 Ver. Staaten Arsenal 87 Oriental und Wash. 83 Frauen-Refori.t. 91 No. 13 Spritzenhaus Maryland nahe Mer. 92 Meridian u. Scorqia. 93 Meridian und South 4 Pennshlv u. Louisiana 95 Virgini Ave u. Alaö. OS Hauptquartier. 97 Grand Hotel. 93 Capital Ave und Dk,i .23 No. 18 Spritzenhaus 16. und Ash. 124 Alabama und l. 125 Central Ave und ll. 116 DandeS und 15. 127 Brookside und Jupiter 12S Central Ave und 17. 123 Telaware und 19. 131 Alabama und 11. 132 Bellefontaine und J. 134 College Ave und 2S. 135 Tlaware und 13. 136 Alabama und North 137 Newmann und IS. IZS College Ave und U. 169 Park Ave und 10. 212 Capital Ave und 17. 213 Pennsylv. u.Michig: 214 JlünoiJ und 29. 215 Senate Ave und 21. 216 Pennsvlvania u.id 21. 217 Meridian und 1. 218 Capital Ave und 26. Lis Broadway und 10. 231 JllinoiS und McLean 234 No. 14 Spritzenhaus Kenwood und 30. 35 Illinois und 33. 53Z Annctta und 3. 237 No. 9. SprizcnhiuS Udcll und 9itU 833 Uteil Ladd Work 239 Jsabcl und 27. 241 Meridian und 24. 242 Illinois St. Clan 213 Eldrioge und 23. 812 West uud Wainut 313 West und 12. 314 Howard rr.d 18. 315 Torbet a:ib Pa 316 Capital Ave und u. 317 Northwestern Ave u . 318 Gent und 13. 319 Eanal und 10. 324. 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Highlant Ll Wartet Arsenals 817 Ost S Clair und Union Bahn Geleise. 821 Pan Handle ShepS 823 Vermont und Walcott 824 Wash. und Statt Atz. 825 Madden'SLoungeFa 82 Tucktt und Torsey 827 Wash. und veville Av 829 510. 12 Spritzenhaus Beville nahe Michigs, 831 Coutheafter Ave und Woodside. 3k Wash. und Tearbor, 8Z4 Southeastern und Arsenal AveS. 835 New Dort und tttCfU 812 JSinoiS und Msrhl. 913 JllinoiS und VZsrtet. 14 Penn, und Stafc. 915 Telaware und 5 139 Cornell Ave und 13. 141 DandeS und IS. 142 Highland Ave und 10. 143 Tecumseh und 10. 145 New Jersey nd 22. 14S Alvord und 17. 147 No. 2 Spritzenhaus Hil.side Ave und is. 143 College Ave und 22. 149 College Ave und 27. '.52 Part Ave und 22. 153 S E u. 23 Bahn u. 22. 154 Ramscy Are und lg. 156 Stoughton u Newma 157 AtlaS und Pike. 153 Blohd und Pawpaw. 159 No. 21 Spritzenhaus Brightwood 12 Arden und Depot 163 Brightwood und 25. 164 Rural und Bloyd 165 St. Clair u. Keystone 167 Arsenal Ave rnt 23. 163 Bellefontaine und 23. Spczial, Signale. krstea i Schläge, zweit Llarm, Aweiten 2 Schläge, dritter Alarm, Dritten 2 Schläge, vierter Alarm. 1-2-1, Feuer auZ und Schlauch aufgeroLt. s Schläge, Lbafserdruck ab. 12 Schlage, 1 Uhr Mittag. Die Zo bezeichneten Cigna! werden nur vom Thun Wächter angegeben da an den betreffenden Straß kreuzunge kcine AlarmUen anaebracht sind. Chicago und der große Nordwefte dl g)) ffjsssessssnkssscsm gggg GT Ulatta Sawalt PHiliPPtne Inseln. Vier tägliche Schnellzüge nach Chicago. PS Von der Mono 47. Str. Etation, Chicago, lndnur5 Minuten mittelst elektrischer Ear nach den Union Viehböfe ITr3nch Lick Springs, ln dem Orange Eounty Hochland. ffamilien-Hottt anter neuer GesckSftZleituna. Pluto, Proserxine ,nd Bowle Quellen. Beste Mineralwasser der Welt. Zwei Züge täglich via Greevicastle. Ticket-Offtcen : Union Station, DtagachusettS ?lve und 25 West Washington Straße. R. P. A l g e o, Distrikt Bass. Agent, Indianapolis. Ind. .H McDoel, E.H.Rockmell, Präs. und Gen. Mgr. 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