Indiana Tribüne, Volume 26, Number 290, Indianapolis, Marion County, 30 July 1903 — Page 6
JnKiana Tribüne, 30. Juli 1903.
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Europäische Nachrichten.
KcsscnIarmstadt. D a r m st a d t. Die Ehefrau Lerch aus Lampertsheim, die im Februar v. I. ihr Anwesen in Brand gesteckt hatte, wurde vom hiesigen Schwurgericht zu einem Jahr Zuchthaus verurtheilt. Drei Monate der erlittenen Untersuch'?.sit wurden aus die Strafe angerechnet. Große Noth und traurige ehelicht Verhältnisse hatten die Angeklagte zu der That getrieben. Hofdecorationsmeister Müller nebst Gemahlin begingen das Fest der silbernen Hochzeit. B e r st a d t. In der Brikettfabrik Grube Friedrich" ereignete sich ein schwerer Unglüclsfall. Der im Ofenhaus am 6. Trockenofen beschäftigte 31 Jahre alte und verheirathete Arbeiter Philipp Dieffenbach von hier gerieth auf unaufgeklärte Weise in die Transmission, wurde vom Riemen tu faßt und zu Tode geschleudert. B e n s h e i m. Im hohen Alter von 93 Jahren verstarb hier der großherzoglich - hessische Ministerialrath a. D. Maximilian Freiherr v. Ueberbruck zu Rodenstein. Der Verstorbene entstammt einer hier begüterten und hochangesehenen Familie. E b e r st a d t. Das 3jährige Töchterchen des G. Rückert I. wurde, als es mit noch einem Kinde im Hofe spielte, von einem herabfallenden Jauchefaß getroffen und sofort getödtet. Gießen. Dem Kasernenwärier Michael Diehm bei der GarnisonverHaltung Hierselbst wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für langjährige treue Dienste" am Bande des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen verliehen. Heppenheim. Schweres Un glück suchte zwei hiesige und eine Hambacher Familie heim. Die im Alter von 18 und 24 Jahren stehenden ledigen Arbeiter Ruts, Schäfer undKnapp versuchten sich in einer vollständig mit Waer gefüllten Lettgrube auf dem Felde gegen Bensheim zu baden. Die Burschen kannten wohl die Tiefe des weiten Loches nicht, wagten sich vom Rande nach der Mitte und ertranken. Mainz. Der seit langer Zeit in Untersuchungshaft sitzende Weinhändler Albert 5lern hat sich in seiner Zelle erhängt. Kern sollte sich in Kurzem wegen einer großen Anzahl von Diebstählen, die er theils hier, theils auswärt bei befreundeten Familien derübte, vor der hiesigen Strafkammer verantworten. In der Boppstraße fiel von einem im 4. Stocke befindlichen Altan ein Einjähriger Knabe de5 Locomotivheizers Maas in den Hof und war sofort todt. M ö r st a d t. Die älteste Frau in unserem Orte, Frau Dinges, starb im Alter von 99 Jahren an Altersschwäche. Unterschmitten. Von einem herben Schicksalsschlage wurde die Familie des Fabrikarbeiters Wilhelm Klaus betroffen, indem das 2jährige Söhnchen, nachdem es seine Mutter an den Do?fbrunn?n begleitet hatte, eine halbe Stunde später ' als Leiche aus dem an der Ortsstraße hinziehenden Mühlgraben der Ruppel'schen Mühle herausgezogen wurde. WUrttemverg. Stuttgart. Baudirector von Bach, Professor an der hiesigen Technisehen Hochschule, wurde von der TechNischen Hochschule Berlin ehrenhalber zum Doctor - Ingenieur ernannt. Prälat v. Schwarztopf, der Ende vorigen Jahres als Nachfolger des verstordenen Prälaten v. Bilfinger als OberHofprediger an die hiesige Schloßkirche berufen wurde, ist einem langwierigen Herzleiden erlegen. Oberkirchenrath Kollmann, der von 1884 bis 1902 der Abgeordnetenkammer als ältester katholischer Dekan angehörte und seit 1895 Alterspräsident der Kammer war, ist im Alter von 83 Jahren hier gestorben. K a n n st a t t. Die Ende der 20er Jahre stehende Uhrmachermeister-Ehe-frau Henseler machte ihrem Leben durch Erschießen ein Ende. Die Beweggründe des Selbstmordes sind unbekannt. Ludwigs burg. Prälat v. Ege, General - Superintendent a. D. hier, früherer langjähriger Prediger an der Hospitalkirche in Stuttgart, beging die Feier seines 80. Geburtstages. Oßweil.' Der 23jährige leoige Flaschner Theodor Striegel erschoß sich mit einem Gewehr in seiner Wohnung. Ober st ein ach. Wohnhaus sowie Scheune des Bäckers Fischer sind vollständig niedergebrannt. Reutlingen. Regierungspräsident v. Bellino, der die Feier seines !0jährigen Amtsjubiläums beging, erhielt zahlreiche Glückwunschschreiben und -Telegramme von nah und fern. Die Stadtkapelle brachte dem Jubilar ein Ständchen. Tübingen. Professor Dr. Hermann v. Seeger. viele Jahre eine Leuchte der Wissenschaft an unserer Universität, ist hochbetagt gestorben. Er erreichte ein Alter von 74 Jahren. Weinsberg. Der ledige Gerber Fritz Trautwein, an welchem man schon seit längerer Zeit Spuren geistigen Gestörtseins bemerkte, hat sich in seiner Wohnung erschossen. Alberweiler. Bei der hier vorgenommenen Ortsvorsteher - Wahl wurde Gemeinderath Winter gewählt. A l t h e i m. Feuer zerstörte das Wohnhaus des M. Härle vollständig. Baltmannsweiler. Bei der
Schultbeißenwahl wurde Schulthei
ßenamtsassistent Rückert von Plochinaen mit 104 von 106 abgegebenen Stimmen gewählt. Rückert hat das gesetzliche Alter noch nicht ganz erreicht. B i e t i g h e i m. Der 57jährige Zimmermann K. Knapp machte seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Denkendorf. Der 54 Jahre alte I. Allmendinger erschoß sich mit einem Revolver. Er beseitigte zuvor die Bettstücke, legte sich auf den Strohsack und schoß sich durch das Herz. Der Tod trat augenblicklich ein. Hussenhofer. Zwei Knaben des hiesigen Lehrers Ströbel, im Alter von 8 und 10 Jahren, ertranken beim Baden in der Rems. Enzweihingen. Unterhalb des Leinfelder Hofs wurde der 57 Jahre alte verwittwete Taglöhner Ludwig Mayer, Veteran von 1866 und 1870, aus der Enz gezogen. Allem Anschein nach hat er den Tod freiwillig gesucht. Die Leiche des 60 Jahre alten Taglöhners Friedrich Krauß aus Vaihingen a. E. wurde auf hiesiaer Markung aus der Enz gezogen. E ß l i n g e n. Der 17 Jahre alte Glaserlehrling Gotthilf Moll von Zell. O.-A. Kirchheim, ist hier beim Wasserkiaus im Neckar ertrunken; er wurde sofort aus dem Wasser oezogen, Wiederbelebunqsversuche blieben jedoch ohne Erfolg. jähiöc. Karlsruhe. Auf dem hiesigen Güterbahnhof gerieth der Arbeiter E. Jung zwischen die Puffer zweier Wagen. Der Kops wurde dem Unalücklichen zerquetscht, sodaß der Tod alsbald eintrat. Die diamantene Hochzeit feierten die Eheleute Jacob Wollensack (Hardtstraße). StadtPfarrer Jsemann überreichte im Auftrage des Großherzoas und der GroßHerzogin ein großes silbernes Kruzifix und ein Gnadengeschenk von 50 Mark unter Verlesung eines überaus Huldvollen Schreibens. A z e n b a ch. Der seitherige Bürgermeister I. Motsch wurde zum 4. Mal wiedergewählt; er erhielt von 125 abgegebenen Stimmen 123. Breiten. Privatier G. Wörner hier, als Alterthumssorscher und Sammler weithin bekannt, der eine reichhaltige Melanchthon - Sammlung dem hiesigen Melanchthon-Museum überwiesen hat, ist gestorben. Vürchau. Das Anwesen des Landwirths E. Roser brannte nieder. Der Schaden beträgt etwa 10.000 Mark. E t t e n h e i m m L n st e r. Die Ehefrau des Akzisors Griesöaum wurde in der Speicherkamnier erhängt aufgefunden. Die Frau soll sich in einem Anfall von Schwermuth zu dieser schrecklichen That entschlossen haben. F r e i b u r g i. Br. Dem Exprorektor der hiesigen Universität Professor Dr. Gottfried Hoberg wurde das Ritterkreuz I. Klasse mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer-Löwen verliehen. G r i e s h e i m. Hier starb der älteste Bürger unseres Dorfes und vermuthlich des ganzen Bezirks Offenbürg, Josevb Babr. im Alter von Jahren. Heidelberg. Erhängt hat sich der verheirathete Schuhmacher Zeihe. Zahlungsschwierigkeiten sollen den Mann, welcher eine Frau und fünf kleine Kinder hinterläßt, in den Tod getrieben haben. Hon dingen. Durch Großfeuer wurden 10 Wohn- und Oekonomiegebäude zerstört. Die Brandbesch'ädigten sind Martin zum Hirsch" (hier brach das Feuer aus), L. Deutsch, Th. Nungesser, I. Zolg, W. Engesser, I. Mün8, B. Engesser, M. Zolg, F. Bogenschütz, sowie die Gemeinde, deren Armenhaus und Farrenstall abbrannte. H ü f i n g e n. Dem 64jährigen Gemeinde - Farrenwärter A. Lieber! stieß ein Farren mit dem Horn in" den Unterleib, so daß die Eingeweide heraustraten. Der Verunglückte, ein braDer und fleißiger Mann, welcher 29 Jahre sein gefahrvolles Amt versah, starb nach kurzer Zeit. Pforzheim. Infolge eines Schlaganfalles starb im Alter von 70 Jahren der hiesige Kirchenrath Gehres. Er war über 30 Jahre Stadtpfarrer und fast ebenso lange Dekan der Diöcese Hierselbst. Leopoldshöhe. Weichenwärter Scherle wurde, als er mit Anzünden der Weichenlaternen beschäftigt war, von einem einfahrenden Zuge erfaßt und bei Seite geschleudert. Er erlitt schwere Verletzungen, so daß er starb. Mannheim. In der Oelfabrik gerieth der Fabrikarbeiter Friedrich Lederer in die Transmission. Der Mann wurde förmlich in Stücke zerrissen. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der 25jährige Wagenwärter A. Schäfer von Untersensbach wurde hier vom Zuge herabgeschleudert; er zog sich dabei einen Schädelbruch zu. Im Krankenhause erlag er seinen Verletzungen. Niederwasser. Der 41 Jahre alte verheirathete Schreinermeister Epting gerieth beim Oelen seines Wasserwerkes zwischen die Kammräder des im Gange befindlichen Werkes. Er erlitt schwere Verletzungen am Halse und starb sofort, eine Frau und zwei kleine Kinder hinterlassend.
ch e r z y e t m. D:r Ulizt Dienst
knecht Adam Bauer kam unter einen beladenen Wagen und wurde derart verletzt, daß er auf demTransport nach dem Krankenhause seinen Geist aufgab. "Singen. Im Spital starb der verheirathete Zimmcrmann Bruggner infolge von Verletzungen, die er bei einem Sturze aus dem Fenster erlitten hatte. Walds Hut. Bei der Bürgermeisterwahl wurde Bürgermeister Büchele wiedergewählt. Nhctnpfrz. S P e y e r. Die in der hiesigen Dia-konissen-Anstalt in ärztlicher BeHandlung gestandene Ehefrau von Schneider Georg Michel begab sich an den Rbein. in dessen Fluthen sie sich unterhalb der Militärschwimmschule stürzte. Die Frau stand in den 50er Jahren und hinterläßt neben ihrem Ehemann zwei erwachsene Töchter. D ü r k h e i m. Auf dem Speicher ihrer Wohnung erhängte sich die anfangs der 60er Jahre stehende Ehefrau des' Winzers Friedrich V!?yl. Das Motiv dürfte in den zerrütteten Vermögensverhältnissen, in welche die Familie gerathen ist, zu suchen sein. Jmsweiler. Zum Bürgermeister hier wurde der seitherige Adjunkt Merk und als Adjunkt der Bäckermeister Jacob Keller gewählt. Kaiserslautern. Das dreijährige Knäbchen des Jngeniers Klaus fiel us dem Kllchenfenster der elter!:chen Wohnung auf ein anstoßendes flaches Dach. Letzteres hat in der Mitte einen Lichtschacht mit Glasdecke. Das Kind stolperte, fiel auf die Glasscheibe, diese brach und stürzte das Kleine in die Küche hinab und zwar so, daß die Glassplitter in das Ge-Hirn eindrangen, was den baldigen Tod her beiführte. Ludwigshafen. JnderFriesenbeimerstraße verunglückte aus eigenthümliche Weise eine Wittwz Schmid. Sie stieg, um die Festigkeit eines Waschseils zu prüfen, auf einen umgelegten Handkarren. Dieser kippte um und von der Deichsel wurde hierbei der Frau der Schädel eingeschlagen. Zweibrücken. Das Schwurgericht Hierselbst verurtheilte den Fabrikarbeite? Heinrich Süß aus Oppau, welcher seinen Bruder im Streit auf offener Straße erschossen hat. zu einem Jahr Gefängniß. Die Geschworenen hatten auf fahrlässige Tödtung so tirt. Erfah'Lotbringen. B i t s ch. Der Ämtsrichter Willenbücher vom Amtsgericht in Bitsch wurde an das Amtsgericht in Schirmeck und der Amtsgerichtsrath Jrle vom Amtsgericht in Metz an dasAmtsgericht in Bitsch in gleicher Eigenschaft versetzt. Eolmar. In den Ruhestand versetzt wurde Regierungssekret'är Lippmann in Eolmar. Diedenhofen. Dem berittenen Gendarmen Bückner und dem Fußgendarmen Hartge wurde aus Anlaß ihres Uebertritts in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. E u ch i s h e i m. Der Kaiserliche Statthalter hat dem Strafanstaltsinspektor Brinckmann Hierselbst den Eharakter als Oberinspektor verliehen. Oberehnheim. Zwischen den 18- bis 19jährigen Burschen Weda und Xaver Schiefle, Sohn des Karl Schiefle, Maurerlehrling, kam es zum Streit auf der Klingenthalerstraße, so daß sie von der Polizei controllirt wurden. Doch damit gab man stch nicht zufrieden. Weda verfolgte abermals seinen Gegner und stieß ihm ein Messer in den Unterleib, welches die Eingeweide verletzte. Aerztliche Hilfe wurde sofort herbeigerufen. Doch ist Schiefle seiner Wunde erlcaen. Das Geständniß. Untersuchungsrichter (zu der jugendlichen Angeklagten): Wollen Sie nun endlich ein Geständniß ablegen?" Ach ja. . . ich liebe Sie, Herr Assessor!" Rasch verbessert. Hausherr: Nun. wie schmeckt Ihnen denn mein Wein? Gast: Etwas schwach das heißt natürlich : Altersschwäche! Unterschied. Bettler: .Hätten Sie nicht eine Beschäftigung für mich?" Hausherr: Sie können bei mir eine. Klafter Holz zerkleinern." Bettler (entrüstet): Hab' ich denn nach Arbeit gefragt?!" V 0 r G e r i ch t. Angeklagter, Sie räumen also ein, dem Kläger eine Ohrfeige gegeben zu haben, daß 5 laut klatschte?" Jawohl, aber letzteres fällt doch nicht ins Gewicht, der Kläaer ist ja schwerhöria." WaSihnwundert. Bierhuber (zu dem schlecht einschenkenden Kellner): Mich wundert's, Karl, daß Sie vom Verein derAlloholgegner noch nicht zum Ehrenmitglied ernannt worden sind!" Erkennungszeichen. Hotelier: Fritz, schau' Dir die Dame recht gut an, daß Du sie auf demVahnHof auch wieder erkennst!" Piccolo: O, ich hab' sie schon vorsichtshalber am Rücken ein wenig mit Sauce ange schüttet!" Ein Praktischer. Hausfrau (zu einem wohlgenährten Bettler): Hausfrau: Warum betteln Sie eigentlich? Sie scheinen es gar nicht nöthig zu haben." Bettler: Doch! Mir hat mein Arzt gegen Fettsucht das Treppensteigen gerathen und da ver binde ich halt das Angenehme mit dem Nützlichen."
WieausWien berichtet wird, war für die Reise des neuen serbischen Königs Peter I. mit der Jnternationalen Schlafwagengesellschaft ein Abkommen wegen Durchführung der ganzen Reise von Genf nach Belgrad getroffen worden. Die Unternehmung hatte einen eigenen Zug zusammengestellt; hierfür wurden $3000 bezahlt. In dem Zuge befanden sich 60 Personen, für deren Beköstigung $2400 ausgelegt wurden. Im Ganzen hat also die Königsreise $5400 gekostet. AusBiesdorfbeiFriedrichsfelde verschwand vor etwa 20 Jahren der Gastwirth Freyhof. Alle Nachforschungen nach ihm waren vergeblich, und es knüpften sich an sein Verschwinden allerhand Gerüchte. Jetzt wird nun das Gelände in der Nähe der damaligen Gastwirthschast der Bebauung erschlossen. Bei den Arbeiten stieß man auf eine männliche Leiche, die in der Erde eingescharrt und von Brettern umgeben war. Der Todte ist zwar nicht mehr zu erkennen, doch glaubt man, daß es der verschollene Gastwirth fei. DerPariserMaler Bonnat hatte unlängst mit König Eduard in London ein hübsches Erlebniß. Von dem önig geleitet, besuchte Male: Vonnat die nach den Angaben des KLnigs neu installirten Bildersäle der Paläste Windsor und Vuckingham. Auf ein Mobiliar im Stile Louis XV. hinweisend, sagte der König: Diese reizenden Sächelchen ließ Georg III. nach der Revolution um einen Bagatellpreis von einem französischen Koch in Versailles ankaufen. Glauben Sie nicht, daß man mir heuteeinigen Nutzen bieten würde?" Bonnat ging auf den Scherz ein und sagte: Bitte, kein Wort weiter. Majestät; ich höre schon Pierpont Morgan mit seinem Millionen - Automobil anfahren." Ein Hund mit einem Holzbein ist die neueste Pariser Errungenschaft. Ein kleines Hündchen aus der Rue Vievienne gerieth unter die Räder einer Droschke, welche ihm das eine Bein zerquetschte. Doch in der Klinik, vielleicht einer Hundeklinik giebt es ja auch in Paris einen Hundekirchhof wurde der Schaden wieder gut gemacht. Man amputirte dem Verunglückten das verletzte Bein und versah ihn einfach, damit er auch fernerhin seine Spaziergänge machen kann, mit einem Holzbcin. Die Vesitzerin des Hundes aber that noch ein Uebriges. Damit der kleine Invalide sich nicht vor den hämischen Blicken der Menschen und Mithunde zu schämen braucht, zog sie ihm Hosen an. Als eine erfolgreiche Duellgegnerin hat sich die Gattin eines Fabrikbesitzers aus derGegend des Königsthors in Berlin erwiesen. Ihr Mann war mit einem Oberleutnant zusammengerathen und hatte ihm eine Forderung aufPistolen zugehen lassen. Diese wurde angenommen, und der Kampf sollte in aller Frühe in der Jungfernheide stattfinden. In der Nacht um 2 Uhr wurde der Verleiher von Pistolenkasten aus dem Schlaf geklingelt, man erhielt die Waffen. Die Wagen mit Sekundanten, Zeugen und Aerzten waren zur Stelle, während der Oberleutnant den Kampfplatz bereits erreicht hatte. Der Forderer aber erschien nicht. Statt seiner traf endlich ein Bote ein mit der Nachricht, daß die Frau des Fabrikbesitzers den Zweikämpf nicht erlaube. Unverrichteter Sache mußten die Betheiligten nach Hause zurückkehren. I nManchester, England, starb vor einigen Tagen ein alter Fabrikant. der seit langen Jahren recht einsiedlerisch lebte. Nach dem Tode seiner Frau und seiner übrigen Verwandten hatte der Alte nur Sinn für sein Geschäft, und man ging ihm aus dem Wege, da er verschlossen und mürrisch war. Nur ein kleines vierjähriges Mädchen zeigte keine Scheu vor dem Alten und zum Staunen der Dienerschaft duldete dieser nicht nur, daß das Kind im Hause herumtollte, sondern schien selbst, wenn die Kleine da war, an kindlichen Spielen Gefallen zu finden. Schließlich mußte das Mädchen auch an seinen Mahlzeiten theilnehmen, und er nannte sie seinen kleinen Sonnenschein". Als der Alte starb, war die Kleine 9 Jahre alt geworden, und es stellte sich heraus, daß er ihr sein ganzes Vermögen in Höhe von mehr als $3.000.000 hinterlassen hat, unter der Bedingung, daß sie sei nen Namen annimmt. Ein neues Hamburger Nationallied wird den Hamburgern aus Anlaß des Kaiserbesuches vielleicht auch bescheert werden. Bei der Tafelmusik im Rathhaus wurde nämlich ein Marsch von Stefens, unter der BeNutzung des Liedes Roland der Ries" und Störtebecker", von der Kapelle des 76. Infanterie - Regiments unter Leitung des Kapellmeisters Steffens zu Gehör gebracht. Auf Befehl des Kaisers mußte die Kapelle den Marsch sofort wiederholen, auch befahl der Kaiser dem Kapellmeister Wöhlbier, sich den Marsch von Steffens geben zu lassen und ihn auch auf der Hohenzollcrn" zu spielen. Als Steffens Montag Vormittag Wöhlbier auf der Hohenzollcrn" besuchte, wurde er vom Kaiser angeredet. Der Herrsche? wies darauf hin, daß dieses alte Lied, der Störtebecker, dem Hamburger derart in Fleisch und Blut übergehen müßte, daß es Hamburger Nationallied"' werden müßte. Jeder Junge auf ver Straße muß den Marsch pfeifen. mcin:e der Kaiser.
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C f Aug. Diener, So. 449 Ost Washington Str. lsf Teltvkon 2525. LAKE ER!E & VESTERN g. g. . . . .Fahrzeit der Züge. . . AbsahrtSnkunst Toledo, Chicago und Vlichigan $prefc...t 7.15 tl0.2ft Toledo. Tetroit und Chicago kim 12.20 3.25 Wichigan ity, Muncik n.LafaZzetteLpl.s 7.2 tl0.25 töglich t ausgenommen Sonntig?. Deutsche Buchhandlung. (fort Ptnadank. , trgwia Tve... (Pemdroke rcadk.1 Clcrks als Versuchsksninchm. lLiffenschasttiSzc Untcrsttchuuflcn der dc löenuh von Tabak. . Die Giftesscr, jene famose Zwölfzahl von Ackerbau - DepartementClcrkz in Washington, die in dem Bo-rax-BoardiughauS des Departements sieben Monate lang mit den feinsten Borax-Präparaien gefüttert wurden, um der ganzen Welt die Schädlichkeit oder Unschädlichkeit der mit Borsäure behandelten Schinken. Speckseiten etc. zu beweisen, haben von der schöne:: Stätte ihres Wirkens Abschied genonv men und den Nikotin-Leutcn Pla7. macht, deren Thätigkeit in den weisesten Kreisen des Volkes jedenfalls gerade so viel Beachtung finden wild ali dle ihrer borsauren Kollegen, v-xw-sor Wiley. welcher die Versuche :vn den menschlichen VorsäureÄersuchkaninchen geleitet, wird auch das Gleiche mit den Nikotin-Lcuten ibun. Die Nikotin-Klasse wird aus 18 Mon:; bestehen und der Natur der Sach: gmaß in drei Klassen lRaucher, Kaucr und Schnupfer) zerfallen. Im ersten Monat der Experimente darf keiner der Achtzehn Tabak in irgend welcher Form benützen, auf daß jede Spur von Nikotin aus ihrem System ausgeschieden wird. Dann aber geht das Erperimentiren der Raucher, Kauer und Schnupfer los. Die Raucher erhalten im Anfang pro Tag blos drei Cigarren, und zwar je eine nach jeder der drei Mahlzeiten des Tages. Diese Cigarren-Nation wird aber bald ganz bedeutend erhöht und wird die verschiedensten Tabaksorten, wie inländischen, Porto Rico- und Philippinen-Tabak, umfassen. Auch Pfeifen- und Cigaret-ten-Statistiken werden gesammelt werden, ja, Professor Wiley geht, genau wie er ist, so weit, die Cigarettenraucher noch in zwei Unterklassen zu theilen, nämlich in solche, die den Rauch hinunterschlucken, und solche, die diese wunderbare Gepflogenheit nicht haben. Während der Zeit wird die Kauer-Ab-theilung auch nicht müßig sein und die von der Regierung gelieferten Spucknäpfe bis zum Rande füllen, während die Schnupfer die offiziellen Schnupftabaksdosen so oft wie möglich leeren. Auch die besonders im Süden beliebte Methode des Schnupftabak-Tunkens und -Essens wird von der SchnupferKlasse fleißig geübt werden. Einen Monat vor Schluß der sechsmonatlichen Versuchszeit wird den Nikotin-Leuten wieder die Benutzung von Tabak in irgend welcher Form verboten, und dann werden wieder AufZeichnungen gemacht werden, in welcher Weise diese Entziehung des Tabaks auf die menschlichen Versuchskaninchen Wirkung ausübt. Wie nicht anders zu erwarten, hat Professor Wiley. dem es schwer fiel, die zwölf Giftesser" zusammenzubringen, nicht die geringsten Schwierigkeiten mit den Nikotin-Leu-ten, denn die Aussicht, von der sechs Monate dauernden Experimentir-Zeit vier Monate auf Onkel Sams Kosten frei rauchen, kauen und schnupfen zu dürfen, hat für die meisten Ackerbau-Departement-Clerks natürlich etwas sehr Verlockendes. Ä e t fallendem Wasser (also wenn dasselbe vorher gestiegen war), ist in kleinen Flüssen in der Regel das beste Fischen; denn der Fisch ist in Folge des geringen Wasserstaudes in die Tiefe verwiesen, wo er eben keinen großen Spielraum hat, mithin leichter aeködert werden kann. Die natürliche Nahrung des Krebses besteht aus allem dem, was den Raub- und Edelfischen behagt und zwar aus allen Wasserlebeloesen in allen ihren Umwandlungsab, stufungen und nebenher auch aus verrotteten und theilweise frischen Pflanzen. Die Ansicht, daß die Krebse verwesendes frischem Fleische vorziehen, ist eine irrige. Krebse fressen allerdings auch Aas- kalt- und warmblütiger Thiere, aber nur dann, wenn sie besseres nicht finden. Sas SaMlzirr. Man überbürdet mich, man thut mir Schadenk" O Freund, was nützen die Jeremiaden? Nur wenn es kniet, wird das Kameel be laden!
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