Indiana Tribüne, Volume 26, Number 289, Indianapolis, Marion County, 29 July 1903 — Page 4

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Jndiana Tribüne. Herausgegeben von der utenderg ! Indianapolis, Ind. Harry O. Thudium . - Präsident. GeschaftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE

rvntered t the Post Office of Indian polis at second dass matter. Bodencuttur auf der Welt Ausstellung. Millionen Menschen in allen Theilen der Erde widmen sich dem Ackerbau und anderen Zweigen der Bodencultur, so wie den damit im Zusammenhang stehenden vielen Arten industrieller Thätigkeit. Welch' wichtige Rolle der Farmerstand in den Vereinigten Staa ten spielt, geht klar genug aus der Thatsache hervor, daß demselben an vierzig Millionen ihrer Bewohner an gehören und in zahlreichen fremden Ländern waltet ein mehr oder weniger ähnliches Verhältniß zwischen der gesammten Einwohnerschaft und denen, die der Bebauung deZ Bodms obliegen. Angesichts dessen ist es sicherlich eine der Hauptaufgaben einer Weltausstellung, diese Zweige menschlischer Thätigkeit in der umfassendsten Weise zur Anschauung zu bringen und die Leiter der St. Louiser Ausstellung sind sich dieser Pflicht zur Genüge bewußt und de strebt, sie im ausreichendsten Maaße zu erfüllen. Dies wird in dreien der Hauptgebäude und außerdem im Freien geschehen. : Mit der modernen Bodencultur geht die Wissenschaft schon lange Hand in Hand. Botanik, Chemie und Physik, Geologie, Meteorologie und Zoologie leisten dem Farmer von heute jahraus, jahrein die wichtigsten Dienste und er verdankt ihnen die Vermehrung seiner Hilfsquellen und seiner Einnahmen. Die Wissenschaftliche Entwicklung der Landwirthschaft auf allen ihren Gebieten wird daher bei der nächstjährigen World's Fair so zur Darstellung gebracht werden, wie es noch nie zuvor bei einer Weltausstellung geschehen ist. 65 Ackerbauschulen mit ihren 2000 Lehrern und 20,000 Schülern, ferner noch die an 60 lVersuchsstationen angestellten 700 Experten und deren Gehilfen sind seit länger als einem Jahre mit den Vorbereitungen für diese Ausstellung beschäftigt, nachdem ein dahin zielender Beschluß in einer von Vertiern der vorgenannten Institute und des Far merstandeS in Atlanta, Georgia, gehal tenen Convention angenommen worden war. Diese Schulen und Versuchssta tionen wurden durch Congreßakte seit dm Jahre 1862 ins Leben gerufen und zu ihrer Erhaltung schenkte die Regierung große Landstrecken, die eincnWerth von 87,900,000 mit! einem jährlichen Ertrage von 7,000,000 Dollars reprätiren. Die Thätigkeit der Versuchsstationen ist mit den landwirthschaftlichen Aka demien auf das engste idcntisicirt. Dieselben veröffentlichen alljährlich etwa 450 Berichte und Bulletins, die an 500,000 Addressen geschickt werden. All dem stehen dann noch die Farmverbände in den verschiedenen Staaten der Union zur Seite, die in regelmäßigen Versammlungen und in einer jährlich gehaltenen Convention alle landwirthschaftlichen Interessen durch Vorlesungm und Vorträge, Discussionen und Rathschläge systematisch fördern. Diese Farmerinstitute, wie sie sich nennen, haben sich bereits lauf 2.500 vermehrt, bei denen sich insgesammt 800,000 Mitglieder einzusinken Pflegen. Man kann also annehmen, daß sich im gan zen wohl eine Million Menschen auf dieser Seite des Oceans an den Vnrdereitungen für dieses Departement unserer Ausstellung betheiligen werden und daß viele Millionen Besucher ein lebhaftes Interesse . gerade an diesem Theil der Ausstellung nehmen werden, unterliegt auch nicht dem geringsten Zweifel. .Die Anwendung der Wissenschaft des Ingenieurs in der Landwirthschaft hat mit der Zeit immer größeren Umfang angenommen, ganz besonders so in den Vereinigten Staaten; im Palast für Erziehungswesen wird dies durch alle zu Gebote stehenden Mittel deutlich ge macht werden, wie zum Beispiel durch Abbildung von Maschinen und Ge räthen, Drainirungsvorrichtungen, Be schreibungen und Zeichnungen von Farmhäusern, Viehftällen, etc. In dem nämlichen Gebäude wird noch eine Ausstellung von großem Interesse für

den Landwirth einen Platz erhalten;

dieselbe, wird alles umfassen w5s in den in Rede , stehenden Schulen auf dem Gebiete der Mechanik geleistet wird, mit anderen Worten Erzeugnisse der Handfertigkeit der Schüler und was sie aus Holz und Metall zum Gebrauch auf der Farm herzustellen im Stande sind. In Verbindung damit wird unter Benutzung der neuesten Apparate oaS Messen der Schnelligkeit des Druckes und der Dehnkraft die Wirksamkeit hydraulischer Motoren,, sowie Jnstrumente zum Messen des Steigens und Fallens von Flüssen, der Schnelligkeit des Windes, des Wasserlaufs, nebst metereologischen Instrumenten ausge stellt und deren Anwendung demonstrirt werden. Die Wissenschaft im Dienste der Bodenculmr hat in den letzten Jahrzehnten riesengroße Fortschritte gemacht und die St. Louiser Weltausstellung wird dafür die ausreichendsten Beweise liefern. Der moderne Farmer arbeitet schon längst nicht mehr nur mit den Händen, sondern ganz gewaltig mit dem Kopfe. Er denkt und untersucht, forscht und vergleicht, er prüft und benutzt das Beste, und nachdem er dies Jahre lang auf seiner Farm gethan, wird er beim Besuche der World's Fair die umfassendste Gelegenheit dazu haben und mit den wcrthvollstcn Kenntnissen bereichert, sich wieder nach Hause begeben. Vom Feldlager der Milizen. Jndiana's tapfere Landsoldaten hatten gestern wieder einen strammen Tag durchzumachen und viele von ihnen haben bereits eingesehen, daß das Feldlager durchaus nicht identisch mit einem freien Aufenthalt in einem FischerCamp ist. Gestern Nachmittag fand zwischen den vereinigten 1. und 2. Regimentern und dem 3. Regiment ein Scheingefecht statt. Im Ganzen nahmen 2200 Mann an demselben theil. Verhältnißmäßig nur wenige Leute wurden schlapp und es wurden nur zwei ernste Fälle von yitzschlag gemeldet. Die Opser waren Warren Reese von Co. H. 2. Regiment (wohnhaft No. 603 Huron Straße) und Wm. Kinney von Evansville. Sie fanden Pflege in den Re-glments-Hospitälern. Gegen Abend hatte sich ihr Zustand gebessert. Gestern Abend gaben die 2.RegimentsCapelle von Michigan City und die JndplS. Militär-Capelle Concerte. ' Heute Nachmittag, beginnend um 2 Uhr, findet eineReunion der Spanischen Kriegs - Veteranen-Vereinigung statt. Gouverneur Durbin und Lt.Gouverneur ' Gilbert werden derselben beiwohnen. Polizeigericht. John Statfield, welcher im BahnHof sogen. Scalper Tickets" an den Mann bringen wollte, wurde um 31 und Kosten bestraft. Wegen Verkaufes von Spiritussen an Minderjährige mußte Moritz Krause S10 und Kosten zahlen. Die colorirte Emma King, welche dem Cocain-Eenusse sröhnt, wurde auf 45 Tage in's Arbeitshaus gesandt. . Emma McNimmey, welche kürzlich wegen Haltens eines lüderlichen Hauses verhastet worden war, aber gegen Bürgschaft entlassen wurde und sich später zum Prsceß nicht stellte, sondern aus der Stadt verschwand, dann aber in Anderson festgenommen wurde, wurde zu 90 Tagen Arbeitshaus und einer Geldstrafe von $50 nebst Kosten verurtheilt. John Mulrine, welcher seine Frau in brutalster Weise mißhandelt und ihr sogar ein Stück aus der Hand gebissen hatte, wurde auf 90 Tage unschädlich gemacht. Jählings abberufen. Im Hofe des Hauses No. 1005 Meek Str. wurde gestern am Spätnachmittage die Leiche des an der Bates Str. wohnhaften 70 Jahre alten John Law. les aufgefunden und dann per Dispen-sariumö-Ambulanz in'S städt. Todtenhaus geschafft, von wo sie später am Abend von einem Bestatter entfern wurde. Der Greis war unzweifelhaft bereits vor mehreren Stunden gestorben, ehe er aufgefunden wurde und hat ein Herzleiden den plötzlichen Tod herbei geführt, wie Hülsö-Coroner Dr. GelS feststellte. -Soweit ermittelt werden konnte, hin terläßt der Verstorbene nur einen Sohn und einm Brightmood ansässige, ver heirathete Nichte, , die sich seiner Leiche annahmen. ...

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3n der Stadt und im Staate. Geschäftiger Tag in der Office des StaatsSecretärs. TheBerneGasKOil Co." ist der Name einer neuen Jndianapoliser Gesellschaft, welche sich die Ausbeutung von Gas und Oel'Quellen in Jndiana zur Aufgabe machen wird. Das Capital der gestern incorporirten Gesellschaft beträgt $10,000 und die Tirectoren sind: August M. Kühn. Robert Keller, Chas. Krauß und Carl W. Krauß, von dahier und W. L. Klein von Akron, O. Eine Anzahl von Jndiana Union Traction Actionären und Tirectoren haben die United Traction C o a l C o'" mit einem Capitale von 8100,000 organisirt und gestern incorporiren lassen. Zu den Tirectoren gehören Geo. McCulloch, Hugh Mc Gowan, Arthur Brady u. A. Tte Co. beabsichtigt den Betrieb eigner Kohlenminen in Jndiana, die in der Zukunft mittelst der Traction-Linien mit den verschiedenen Städten im Staate verbunden werden sollen. Andere gestrige Jncorporationen sind die der folgenden Gesellschaften: Die Sullivan County Loan d Trust Co.", 3100,000 Capital, Sullivan. Tirectoren C. L. DaviS, A. E. Hazelrigg, C. I. Sherman, I. K. Smock, I. R. Riggs, C. H. Edwards und W. C. Jamison. Die Reed New Fuel Company", Jndpls., 850,000 Capital. Jncorporatoren Nathaniel und R. D. Edwards oon Knightstown; I. P. Edwards von Anderson; I. W. Bash von Charlottesville und W. H. Webb, Lucy M. Morgan und R. H. Cokefair von Jndianapolis. Die Capital Tobacco Company", Indianapolis; Capital S10,000; die Mitglieder der Compagnie sind: John W. und Elizabeth R. Trenck und Geo. H. Williams. Die Tipton. Frankfort & Attica Traction Co.", welche die Verbindung mit den Jndianapolis-Nord- undNord-west-Traction-Linien herstellen will; Capital $50,000; Directoren: I. H. Fear. I. G. Clark, I. C. Shanklln, W. R. Dunham, G. M. Shostle, I. M. Green und Samuel Clark. D:e Bryant Telephone Co.", Portland; Capital s10,000; Tiuctoren: L. C. Holmes, T. I. Taylor und E. C. MacGinnette. Di? Stevens Oil and Gas Company", S10,000; Thomas McDonald, F. C. Dail und C. M. Gingrick, Directoren. Die Sharpville Telephone Com, pany", $7,500; I. L. Romack, W. C. Furmy, I. A. Hoyer, E. G. Bocker, L. T. West, C. G. Davenport und I. F. Lindsey, Directoren. Die W. T. Banta &Co. India napolis, Händler in Zahnarzt-Jnstru-menten etc., $15,000; W. T. Banta, Margaret W. Banta, May E. Gundelfinger, Melville M. Haas und C. E. Pittman, Directoren. Verschiedene Corporationen meldeten gestern dem Staatssecretär vorgenommene Capitals-Erhöhungen, während die Deutsche Gegenseit. Unterst. Gesellschaft" von Richmond ihre Auflösung meldete. Alle Schulden der Gesellschaft sind beglichen und die verbleibenden Activa sind zu gleichen Theilen an die Mitglieder vertheilt worden. Fener an der Oft Court Strafte. Tee Feuer-Alarm kurz nach 6 Uhr gestern Abend rief die Löschmannschaft zu dem 4-stöckigen Gebäude No. 133 Ost Court Straße, in dessen Untergeschoß sich die Werkstatt der Sattlerfirma Techentin & Freiberg befindet, während die 3 obersten Stockwerke von der Damen-Blusen-Fabrik von Nash Leibling & Co. benutzt werden. Dort war im 2. Stockwerk, vielleicht durch Selbstentzündung, in einem Hausen von Abfall jeder Art, Papier etc., ein Feuer ausgebrochen, das glück licher Weise von den Herren Techentin und Freiberg bei Zeiten ent deckt wurde und deshalb auch, ohne gro ßen Schaden angerichtet zu haben, ge löscht werden konnte. Der zusammen durch Wasser und Rauch verursachte Schaden wird auf etwa 81000 be rechnet. Vor zehn Tagen war Mittags an derselben Stelle ein Feuer ausgebro chen, das jedoch sofort erstickt werden konnte. ,'

AnS Stadlkttttd onttth-Ber-waltung. Sollen 30 ch noch von N u tz e n fei n. Nach einer Conferenz mit Superin tendent Dr. JobeS vom Stadthospitale hat der Mayor beschlossen, daß t rathsam sei, nicht sämmtliche zur Unterbringung von BlatternPatienten an der Maxwell Str., nahe dem Stadt Hospitale eingerichteten Buden der Vernichtung durch Feuer zu weihen, sondern wenigstens zwei derselben zu erhalten, damit dieselben fürderhin als Jsolirhäuser für Erysipelas-, Schar lach-, Diphtheritis- und andere Patient?n dienen können. Ob die Anwohner jener Nachbarschaft sich hiermit zufrieden geben, ist ungewiß, kommt aber nicht in Betracht, da es kein Gesetz giebt, welches die Errichtung solcher Jsolir Häuser in der Stadt und beim Hospitale verbietet.

Eine Schule im Osten der Stadt dringend nothwendig. Die Bürger der Ostseite haben in einer in der Englewood-Kirche an der Nord Rural Str. abgehaltenen Massenvcrsammlung, welcher die Herren Chas. W. Moores und W. M. Taylor als Vertreter der Schulbehörde beiwohnten, von denselben das Verspre chen erhalten, daß ihr Wunsch bezüglich Errichtung einer Schule in ihrem Stadttheile sobald als möglich erfüllt werden soll. Vorläufig haben die Kinder aus jener Gegend, welche die Schule No. 15 an Michigan und Keystone Avenue besuchen, zumeist jedesmal einen 1$ Meile langen Weg zurückzulegen und find dabei mehr fach in Todesgefabr, da fie die Bahn geleise kreuzen müssen. Die Versamm lung ernannte einen Fünfer-Ausschuß, Vorsitzer I. S. Walton, der eine diesbezügliche Petition in Umlauf setzen und später der Schulbehörde vorlegen soll. Die Hunde-Licens'en. Der Stadt-Controlleur jammert immer noch darüber, daß nicht alle Hun debesitzer in der Stadt in schleunigster Hast zu ihm gestürzt kommen, um die vorgeschriebenen Hunde-Licensen zu er wirken. Gewisse Polizisten thun täalich nichts Anderes, als von Haus zu Haus zu ziehen und Umschau uach un licensirten Hunden zu halten und darüber dem Controlleur zu berichten. der glaubt, daß eZ ihrer wenigstens noch 1500 in Indianapolis giebt. Wenn die Hermandad angewiesen würde, mit derselben Aufmerksamkeit den verflixten Hundevergiftern nachzuspüren, die seit Monaten ungestört ihr ruchloses Wert getrieben haben, würden sicherlich alle Hundebesitzer be reitwilligst die Licensen lösen. So wissen sie aber nicht, ob sie morgen noch ihren getreuen Fido" etc. be fitzen, wenn sie heute die LicenS für ihn lösen. Polizeiliches Allerlei. Von den Detectivs Morgan und Kinney und Pol. Goins wurde gestern der 23-jährige Nigger Horace Baxter unter der Anklage des Großdiebstahls verhaftet. Er ist beklagt, vor etlichen Abenden einem an 13. und Lafayette Str. in einem Wirthschaftshofe eingeschlafenen Kriegsveteranen $28 aus der Tasche stibitzt zu haben. Otto Fischer, ein 6 Meilen südlich von der Stadt an der Three Notch Road" ansässiger Marktgärtner, wurde, wie er der Polizei meldete, in der Montag Nacht an der Ecke der Ray. mond Str. und Bluff Road von 2 Strolchen angefallen, die ihn zu plündem suchten, die aber verdufteten," sobald Fischer um Hülfe rief. Ferner meldete Abends die in No. 303 Ost South Str. wohnende Frau A. D. Ambrose, daß sie gegen 9 Uhr, als sie mit einer Freundin von einem Gange zur Apotheke heimgehen wollte, von einem Wegelagerer an der Ecke der Virginia und Maryland angefallen wurde, der ihr das Portemonnaie aus der Hand reißen wollte. Der Gauner wurde aber durch die Hülferufe der beiden Frauen beuteloZ ver scheucht. In Woodruff Place, ha ben in der Montag Nacht wieder einmal Einbrecher, resp. Schleich diebe gehaust. Aus der Schlasstube I. N. Bacon's in No. 159 East Drive wurden 875 in Baar, goldene Uhr und Freimaurer-Medaillon gestohlen, mäh rend H. T. Benham von No. 177 East Drive das Verschwinden seiner Un auSsprechlichen" nebst Tascheninhalt beklagt, der sehr werthvoll war.

Ein Sestett beirogener Ehefraucn. . Nicht weniger als 6 neue Schei dungsklagen wurden gestern in der Office des County-Clerks eingereicht. Den Reigen der mißvergnügten Eheleute eröffnete El ise Harris, wel cher es jedenfalls nicht schwer fallen wird, die Scheidung von ihrem Gatten David zu erhalten, da derselbe bereits für die Welt so gut als gestorben ist. Er wurde nämlich vor einigen Jahren wegen eines in Lawrence County begangenen Mordes zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt. Mary E. Gillilan beschuldigt ihren Gatten Bert der Pflichtvernachlässigung. Frau Elsbeth Siggello's Eheglück war nur ein sehr kurzes. Am 12. Mai 1892 fand ihre Vermählung statt und bereits am 1. Juli verließ ihr Gatte Wilhelm sie auf Nimmerwiedersehen. Frau Jda Selzer war in der Ehe mit ihrem Gatten Stephan ebenfalls nicht auf Rosen gebettet. Er behandelte sie in brutaler Weise, war dem Trunke ergeben, trieb sich mit Vorliebe in den Wirthschaften umher und sorgte weder für sie noch für das der Ehe entsprossene Kind. Mab A. M itchell erhob in ihrer gegen ihren Gatten William eingereichten Scheidungsklage die Anklage des Ehebruchs gegen ihn. Lilian K. Bishop wünscht von ihrem Gatten John geschieden zu werden, weil er sie in brutaler Weise behandelt und nicht für sie sorgt.

Local-Politisches. In der 3. Ward, in welcher die Tcmokraten bekanntlich wie in der 4. keinen Stadtraths'Candidaten aufge stellt haben, während der reguläre republikanische Candidat John Crall, der bisherige Vertreter der Ward, von seinen eigenen . Parteige nossen bekämpft wird, hat sich gestern der Bau-Contractor Lynn B. Millikan bereit erklärt, als unabhängiger" Stadtraths-Candidat des Good Governement Club" aufzutreten. - Der Jndiana Democratic Club" hat die folgenden Herren als Em pfangs Comite ernannt, um in Gemeinschaft mit den Directoren und dem Haus-Comite am Freitag Abend bei der Unterhaltung zu Ehren der demokr. Stadt-Ticket-Candidaten die Gäste zu empfangen: E. M. Johnson, Thomas L. Sullivan, I. D. Henderson, I. P. Dunn, Frank E. Gavin, George I. Marott, Dr. Frank A. Morrison, Guy Hawkins, A. C. Ayres, W. W. Spen cer, Roß H. Wallace und Wallace Maines. Eine resolute Wärterin Thut mehr als die ganze Polizei. Mit Aufbietung all' ihrer Beredsamkeit und nicht ohne Drohungen mit dem Zorne des Allmächtigen verhinderte gestern Abend Frl. Mays. Vorsteherin der Flower Mission, d. h. der Anstalt der Vereinigung, es, daß einer ihrer Pfleglinge vielleicht getödtet wurde. Dieser Pflegling ist ein Ncger-Mäd-chen Namens Henrietia Smith, das an einer seltsamen Knochenkrankheit leidet und völlig verkrüppelt ist, sodaß es fortwährend wie ein Baby . behandelt werden muß. Die Krankheit ist eine sehr schmerzhaste und bei jeder Berührung oder Bewegung schreit die Aermste vor Pein entsetzlich auf. Und nun wollte der Pastor der 2. färb. Baptisten-Gemeinde Charles Johnson, nachdem er Hen rietta's abergläubischer Mutter Allerlei vorgeflunkert hatte, gestern Abend den Versuch machen, Körper und Seele des armen Mädchens zu retten, indem er dasselbe taufen wollte. Zu dem Zweck hatte er eine alte Sitz-Badewanne mit gebracht. Die Polizei, an die Frl. Mays sich um Hülfe wandte, glaubte nicht befugt zu sein, gegen diese geplante Brutal! tät vorzugehen. Und so verließ Frl. MayS sich auf ihre Be redtfamkeit und ihren Muth und sie brachte es fertig, daß der Nigger Firlefanz unverrichteter Dinge mit seiner Badewanne abzog. Das Mädchen würde sicherlich durch daZ Bad getödtet worden sein, denn es fiel schon in Ohnmacht, als es den Nigger und die Wanne' sah.

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