Indiana Tribüne, Volume 26, Number 288, Indianapolis, Marion County, 28 July 1903 — Page 5
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Zlrlaub. Von HanZ von Wentzel sCharlottenburg). Ich kenne zwei Berufsarten, in de nen der Urlaub eine durchaus verschiedene Rolle spielt: den Schauspielerberuf, da wird er ertheilt, und den Soldatenberuf, da wird er bewilligt. Beim Bühnenvölkchen sichert sich der Herr Theaterdirektor kontraktlich das Recht, die Mitglieder seiner Truppe einen bestimmten Zeitraum des Jahres zu be.Urlauben", d. h. ihnen eines schönen Sajel zu sagen: Lieber Freund, ich brauche Deine Dienste jetzt nicht, ich babe irgend etwas anderes vor, ein Gastspiel oder dergleichen. Ich beurtaube" Dich daher auf Grund des Paragraphen 5 unseres Contraktes, sagen wir auf drei Monate und selbstverständlich ohne Entschädigung. Also Gage und Spielhonorar giebt's nicht! Du kannst nun mit Deiner schätzenswerthen Person und Deiner kostbaren Zeit anfangen, was, oder hungern, wo Du willst. Adieu, lieber Freund, scher' Dich zum Teufel!" Das ist der gesegnete Urlaub. des dramatischen Künstlers und leider auch der dramatischen Künstlerin, sofern sie nicht bereits eine Bühnengröße ist. Dieser Urlaub ist begreiflicherweise bei den Jüngern der Thalia nicht gerade sehr beliebt. Man könnte ihn einen tragischen Urlaub nennen, denn wen er trifft, der kann mitunter darüber verzweifeln. Anders, ganz anders ist es im Soldatenberuf. Hier möchte ein jeder llr laub haben, je länger, je lieber. Hier bedeutet der Urlaub eine Prämie auf treu geleistete Dienste, der auch die Competenzen nicht fehlen. Er ist die Erholungszeit des Soldaten, die glückliche, langersehnte, wo endlich, nach des Dienstes Müh' und Sorge, der Sohn des Mars heimkehrt an den häuslichen Herd, wo er den Seinen wieder tu; Hand drücken kann und für ein paar Taqe oder Wochen des Lebens Reiz mit Weisheit auskostet. Fern von des Lagers lärmendem Gewühl, derPferde Wiehern, der Trompete Schmettern, des Dienstes immer gleichgestellter Uhr", empfindet er hier, was es heißt, ein Mensch zu sein und sein zu dürfen, ein durch seinen Beruf befriedigter, harmonischer Mensch. So gestaltet sich der Urlaub des Berufssoldaten, insbesondere nach dem Manöver, dem Scölußstein des militärischen Jahres. Der verständige, weitblickende Borgesetzte, dem die Sorge um seinen Eylinder noch nicht den. Gesichtskreis verengt hat, befördert hier die ausgedehnte Urlaubsertheilung mit allen Kräften. Ich erinnere mich genau einer ErMahnung, die d:r verstorbene Feldmarschall von Blumenthal am letzten Ma növertage als commandirender General des 4. Armee:orps an die ihm unterstelltenRegimentscommandeure rich-tete:
Meine Herren," sagte er, das militärische Jahr ist vorüber. Die Truppen haben Vortreffliches geleistet! Nun seien Sie mir ja nicht pedantisch! Geden Sie Urlaub, sotreit es Ihnen möglich ist. Lassen Sie Ihre Officier'e sich erholen, auf Jagd gehen, reisen und neue Eindrücke gewinnen. Wenn sie dann wiederkommen, sind sie frisch und leisten Ihnen im Dienst das Doppelte. Sie handeln also nur in Ihrem eigenen Interesse, wenn Sie darin weitherZig sind." Das waren gold:ne Worte, die jedes Leutnantsherz entzückten. Ehre den Manen des alten Feldmarschalls! Alt ist er nie geworden, trotz seiner, ich 'glaube dreiundneunzig Jahre. Und das bleibt inter annis dieHauptsache: ein junges Herz und ein guter Magen. Er besaß beides, und beides erheischt der Beruf des Soldaten, dann besitzt er nämlich schon siebzig Procent der in den Kriegsartikeln geforderten Kriegsfertigkeit". Nun aber nichts mehr vom Berufskrieger, sondern der Abwechslung halber einmal von den Mannschaften im Beurlaubtenstande. Da stellt sich die Sache natürlich ganz anders. Der Reservemann ist zur Theilnähme an zwei, höchstens achtwöchentlichen Uebungen verpflichtet. Der Landwehrmann I kann zweimal auf acht bis zehn Tage eingezogen werden. Das sind knappe Zeiträume für Jemand,der darin seine verjährten militärischen Begriffe auffrischen und alles Neue erlernen soll, was in seiner AbWesenheit eingeführt worden ist. Von Urlaub kann also während solcher Uebungen überhaupt nicht die Rede sein. Meine Herren," sagt der Bataillonscommandeur zu seinen Compagniechefs beim Einreiten in das Südthor des Döberitzer Lagers, morgen ist Sonntag. Sie werden natürlich um Urlaub " überlaufen werden. Princip ist: Es giebt keinen Urlaub. So wünscht es auch der Herr Regimentscommandeur. Sagen Sie das also Ihrer Mannschaft von vornherein. Ausnahmen nur in den dringendsten Fällen. Vor Allem aber, wo Sie Ausnahmen zulassen seien Sie gerecht! Ich danke Ihnen." Die Häuptlinge reiten zu ihren Fähnlein, und jeder der Viere hält seinen Bleisoldaten dieselbe Ansprache, die ungefähr folgendermaßen lautet: Sind die Patronenhülsen abgegeben?" Jawohl, Herr Hauptmann." Hort mal her, Leute: Morgen ist Sonntag. Ihr übt hier nur vierzehn
ase, vann geht Ihr schon wtever zu Muttern. In der Zeit seid Ihr hier kaum warm?geworden, habt kaum angefangen, luch wieder als Soldaten zu fühlen. Urlaub wäre unter solchen Umständen ganz unmilitärisch und citrfi caen da3 nier??e des Könialichen Dienstes. Denn wenn ich Euch selbst Urlaub gebe, was ich nicht soll, dann würdet Ihr mir höchstens am Montag mit dicken Köpfen hier antreten, blauen Montag markiren und womöglich auf der Uebung schlapp werden. Also kommi mir nicht erst mit Urlaub. Es giebt keinen! Sela! Streu Sand drauf! Korporalschaften abmarschiren!" Nach dieser rhetorischen Meisterleisiung steigen die Häuptlinge von ihren respcktiven Gefechtsfesseln und begeben sich auf ihre respektiven Stuben in den respcktiven Hauptmannsbaracken. Hier schnallen sie den Säbel ab, wischen sich den Schweiß von der Stirn und wollen nach der anstrengenden Uebung eben die nothwendigsten Anstalten zu ihrer Erholung treffen, als auch schon der Feldwebel erscheint, der wegen schriftlicher Arbeiten zu Hause geblieben war: Hier sind dreißig Urlaubsgesuche, Herr Hauptmann." Es giebt keinen Urlaub, lieber Feldwebel." Das habe ich den Leuten auch schon gesagt, Herr Hauptmann, aber ich muß die Gesuche doch vorlegen." Schön. Her damit." Der Hauptmann nimmt die Quartblätter und sieht sie nacheinander durch: Besuch von Verwandten, liest er halblaut, wegen Familienverhält Nissen, zum Besuch der Eltern, Berlin ansehen, wegen Verlobung, in Ceschäftssachen, zu kleinem Familienfest eingeladen, um etwas mit seiner Frau zu besprechen, Kriegervereinsfeier der Schlacht von Fehrbellin. Also is nich. Hier haben Sie die Zettel zurück." Inzwischen ist der Bursche eingetreten: Herr Hauptmann, es sind mehrere Leute draußen, die Herrn Hauptmann sprechen möchten." Rein mit den Kerls. Was wollt Ihr?" Herr Hauptmann, ich möchte um Urlaub gebeten haben." Warum?" Ich habe mich zu die Uebung nich jenungWäsche mitgebracht, und da " Und da denken Sie gefälligst ein andermal rechtzeitig an Ihre Wäsche!" Herr Hauptmann " Ab nach Kassel! Was wünschen Sie. Meycr?" Herr Hauptmann, ich bin doch vom Rhein hierherjemacht " Na und?" Un meine Mutter, die lebt in Stettin. Un nu, weil ich nu jrad hier bin, is sie nach Berlin jemacht un mecht mi? jern mal anfielen; hab sie sechs Jahre lang nich jesehn."
Was sind Sie von Profession?" Fabrikarbeeter." Hier haben Sie eine Mark. Ihre Mutter soll herkommen; sie kann hier den Sonntag mit Ihnen verleben. Te legraphiren Sie ihr. Schon gut ab! Und Sie. Vogel?" Herr Hauptmann, ich war früher Bursche bei unsern Herrn Oberst. Und die Frau Oberst hat mit expra gesagt, wenn ich mal nachBerlin käme, da sollt ich ja nicht veraessen " Schon gut, bedaure sehr." Herr Hauptmann, da is noch die Marie in der Küche beim öerrn Oberst " Solche Wünsche hat Jeder, die darf ich nicht befriedigen. Ich bleibe moraen auch hier, ginge auch lieber nach Hause." Der Nächste!" Herr Hauptmann, ich habe in Berlin ein krankes Kind." Was fehlt dem Kinde?" Ich weiß nich, aber es is sehr krank. Meine Frau hat mir geschrieben " Ist das wahr, was Sie mir da erzählen? Sehen Sie mich mal an!" Ganz wahrhaftig, Herr Hauptmann." Schön, Sie haben Urlaub! Der Nächste!" Herr Hauptmann, wir haben Kind taufe morgen." Wer hat Kindtaufe, Sie?" Mein Onkel ist nämlich der Leib diener Seiner " Haben Sie Kindtause oder der Leibdiener? Der Leibdiener, aber " Urlaub verweigert." Herr Hauptmann Raus! Der Nächste!" Herr Hauptmann, ich bin bei der Elektricitäts - Aktiengesellschaft von Schuck " ' Was sind Sie dort?" Mechaniker. Ich muß nothwendig mal rüber. Unsere Gesellschaft braucht mich für eine wichtige Sache. Am Sonntag?" Weil es nicht anders geht." Das ist kein zwingender Grund. Eine Aktienqesellschaft arbeitet mit Millionen. Sie geht nicht Pleite, wenn Sie auch mal fehlen. HerrHauptmann, ich muß aber ' Hier bleiben müssen Sie. Wenn ich Sie beurlaube, das könnte ich vor den anderen nicht verantworten. Der Nächste!" Herr Hauptmann, ich sollte Ihnen auch viele Grütze bringen, von Ihrem früheren Vicefüdwebel." .Von GraßhofZ"
Jawoyl, yerr Hauptmann, von
Graßhof." Ach, das freut mich! Mem auer, alter Graßhof, wie geht's ihm denn?" Ich danke, qut. Herr Hauptmann. Er ist doch jetzt bei der Rcichsbank und morgen, da feiert er nun seinen Geburtstaa. und da wollte ich den Herrn Hauptmann schönstens gebeten haen " Urlaub aiebt's nicht, mein Lieber, aber ich danke Ihnen für Ihre Grüße." Ach. err .uauvtmann Sie müssen sich morgen schon hier amüsiren. Na. und nun der letzte. Was wollen Sie, Mitscher?" Herr Hauptmann, als ach vergangenen Montag bin eingezogen ivorden. da hatte ich mich gerade verhelrathet gehabt, und am Hochzeitstag, da hab' ich fortgemußt zu die Uebung hier. Ach, Herr Hauptmann, nur bis morgen früh " Ist die Geschichte wahr?" Jawohl, Herr Hauptmann, ich lüge nicht." Warum haben Sie nicht reklamirt?" Ich hatte reklamirt, bin aber abge-. wiesen." Feldwebel, wie hat sich der Mann geführt?" Gut, Herr Hauptmann, ordentllcher Mann." Hat Urlaub bis Montag früh. Montag früh sechs Uhr sind Sie wieoer zum Dienst. Befehlen Herr Hauptmann." Urlaubsüberschreitung wird mit Arrest bestraft." Befehlen Herr Hauptmann." Damit verschwindet Mitscher glückstrahlend und läßt Hauptmann und Feldwebel allein. Feldwebel, seien Sie ehrlich. War ich gerecht?" Gewiß. Herr Hauptmann!" Wenn ein Mann sein junges Weib umarmen will, das er sich eben erheirathet hat, tst das crn zwingender Grund"?" Das ist ein sehr zwingender Grund sicher." Ich meine es auch. Aber Sie dürfte ich eigentlich nicht danach fragen." Warum mcht, Herr Hauptmann? Sie sind zu weich. Sie können nie nein sagen, dazu sind Sie viel zu sehr die Mutter der Compagnie." Der Herr Hauptmann sind dafür ein um so strammerer Vater." EineNegengefchilyte. Eine drollige Regengeschichte, wie sie sich in Mecklenburg der Volksmund erzählt, lautet also: "In Altstadt hat es lange an Regen gefehlt. Die Saaten leiden unter der Dürre. Unter den Ackerbürgern hebt ein lautes Klagen an. bte kommen zum Magistrat und verlangen den ihnen zustehenden Regen. Die Stadtverordneten wer den zusammengerufen. Die schwierige Frage wird ihnen vorgelegt. Daß etwas gesch:hen müsse, wird allgemein anerkannt. Aber was? Man einigt sich dahin, daß Regen angekauft werden müsse. Einer von den hellsten Stadtvatern bemerkt unter dem Beifall seiner Collegen, daß es am besten sei, ein Gewitter zu kaufen, da solch ein Naturereigniß meist von Regen begleitet sei. .In Ostpreußen seien Gewitter käuflich, weiß ein anderer zu sagen. Dieser kluge und einsichtige Mann wird nach Ostpreußen abgeordnet. Er kommt glücklich an und fordert ein Gewitter zu 500 M. Es wird ihm jedoch bedeutet, daß zu diesem Preise augenblicklich kein Gewitter auf Lager sei. Da er 800 M. mitbekommen hat, so bietet er diesen Preis, und erhält, was er wünscht. Jetzt geht's an's Einpacken. Er öffnet seine Kiepe, und sie setzen ihm emen Burrkäfer (Mistkäfer) hinein. Glückselig reist er ab. Unterwegs fängt der Käfer an zu burren. Der Mann hält die Kiepe an's Ohr und sagt still vergnügt: Hür, dat grummelt all." Neugierig macht er die Kiepe auf, aber sowie er den Deckel hebt, so fliegt der Burrkäfer heraus. Der biedere Stadtverordnete ruft ihm nach: Nah Altstadt!" Und als er heimkommt, regnet es mächtig. Alle Altstädter glauben, daß der Burrkäfer den Regen gebracht hat. Seitdem weiß alle Welt, wie dumm die Altstädter sind." Mecht sonderbare Zrolaen haben mitunter unsere unsinnigen Sabbathgesetze. Die Bierbrauer von Reading, Pa., haben sich veranlaßt gesehen, einen gemeinsamen BierfaßCollektor" anzustellen, dessen Aufgabe darin besteht, nach jedem Sonntag Touren durch die die Stadt umgebenden Hügel zu unternehmen, um die von Picnics zurückgelassenen, natürlich leeren Bierfässer zu sammeln. Da Sonntags in der Stadt alle Wirthschaften geschlossen sind, wird in der freien Natur aekneipt. . M i t d e m B u h m" d e s H e i lPredigers Dow scheint es nun doch bergab zu gehen. So wird aus Kenosha, Wis., gemeldet, daß augenblicklich in Zion City die fteto im Taber nakel stattfinden, daß aber die geringe Theilnahme und die diesem toste tnU gegengebrachte Gleichgültigkeit darauf schließen lassen, dak DowiYs Macht im Schwinden sei. Die Anwesenden zeigten nicht mehr Un Enthusiasmus, der die Versammlungen im vorigen Jahre beseelte und anstatt 'der warteten Tausende hätten sich nur einige Hundert eingefunden. -
Allerlei süY Hau?. UmdenFlorderRosenzu verlängern, breche man i. der
Knospen, solange sie noch ganz jung sind, aus. Man erhält dadurch zum Abschneiden eine längere Zeit hindurch nicht nur viele, sondern auch vollkomnen ausgebildete Rosen. Petroleumflecken aus Marmorzuentfernen. Mit emer Mischung von 2 Theilen kohlensaurem Natron, 1 Theil geschlemmtem Bimstein und 1 Theil puloerisirtem Kalk, die man im Wasser zu einer Paste angerührt hat, reibt man den Flecken, läßt die Mischung einige Minuten darauf stehen und wäscht mit Wasser und Seife nach. Lebende Krebse zu verschicken. Dies erfolgt am leichtesten in geschlossenen, mit Luftlöchern versehenen Gefäßen ohne Wasser. Man verpackt dieselben zwischen frischen Sumpfpflanzen und überfeuchtet nur jede Lage mit etwas Sprühwasser. Neinhalten der Eisschränke. Um zu vermeiden, daß die im Eisschrank aufbewahrten Speisen einen dumpfigen Geschmack annehmen, ist nur nöthig, den Eisschrank peinlich sauber zu halten und darauf zu achten, daß niemals noch warme Speisen hineingesetzt werden. Der Eisschrank muß wöchentlich mindestens einmal ganz gründlich im Innern gereinigt und alle Feuchtigkeit in ihm aufgetrocknet werden. Um die Schlammbildung, die von den Unreinigkeiten im Eis entsteht, zu verhüten, thue man das Eis Nicht direct in den Schrank, sondern man halte sich zwei grobleinene Beutel, am besten aus gewohnlicher Sackleinwand, die sich leicht auswaschen läßt, schüttet das Eis in einen davon und lege es mit dieser Hülle m den Schrank. Der Sack nimmt alle Unreinigkeiten auf und dos klar ablausende Eiswasser kann nicht Schlamm ansetzen. Wird das Eis erneut, so benutze man den zweiten Beutel, spüle den ersten aus und lasse ihn trocknen. Auf diese Weise läßt sich der Schrank leicht sauber halten. DieHaltbarkeitder Schuhsohlen wird wesentlich erhöht, wenn man die neuen Sohlen zwei- bis dreimal mit Terpentin durchtränkt. Es ist dies ein so einfaches und zugleich billiges Mittel, daß Jedermann, welcher viel Schuhwerk abnutzt, es anwenden kann. UmWeZnflecken aus Tischzeug zu entfernen, tauche man die befleckte Stelle, wenn sie noch frisch ist (d. h. 12 Tage alt), in warme Milch und läßt sie 12 Stunden darin liegen; nachher wasche einfach mit Seife aus. Obstflecken- schwefelt man am besten mit gewöhnlichen PhosphorZündhölzern aus. Man feuchtet die Stelle an, laßt sie von einer anderen Person stramm auseinanderhalten und fährt rasch mit etwa vier zusammengehaltenen angezündeten Streichhölzern darunter hin und her, bis der Fleck gelb wird. Er läßt sich dann leicht auswaschen.. Natürlich muß man sehr vorsichtig verfahren, auch die Sache ein paar Mal wiederholen. Der Erfolg ist aber dann sicher. Strohhüte blendend weiß zu waschen. Um Strohhüte wieder wie neu herzustellen, empfiehlt sich folgendes Verfahren: Man löse etwas Kleesalz in einer Tasse kochend heißer Milch auf. Die Masse gerinnt, steht wie Käse aus, und mit diesem Gerinsei wird der Hut gut abgebürstet. Man achte darauf, daß der Hut bei dieser Procedur flach aufliegt, und man die Form nicht verbiegt. Sosort nach dem Bürsten, das schnell geschehen muß. schwenke man den Hut gut mit kaltem Wasser ab und trockne ihn dann im Schatten. Sollte sich die Form verzogen haben, so bringe man sie, wenn der Hut halb trocken, wieder in den ursprünglichen Zustand. Hüte mit flachem. geradem Rand lege man zum Trocknen auf einen Tisch oder ein Brett und befestige den Rand, wenn er sich werfen sollte, mit starken Nadeln an das Brett. Da Kleesalz giftig, ist Vorsicht nöthig. Taillenschutzhüllen für denKleiderschrank. Ausrangirte, dünne oder sonstwie beschädigte Kissenbezüge geben ausgezeichnete Schutzhüllen für helle, empfindliche Taillen ab. Man bessert die schlechten Stellen aus und schlägt in die obere Mitte ein ; kleines Loch zum Durchstecken des Bügelhakens. Nun wird der Bezug einfach über die auf demBügel hängende Taille gezogen und unten zugeknöpft. Rostige Milchgefäße be.' einflussen Güte und Geschmack der Milch, nachtheilig. Beim Stehen in solchen angerosteten Kannen nimmt die Milch einen widerwärtigen, talgigen Geschmack an, der durch die Bildung von milchsaurem Eisen, welches sich in der Milch löst, verursacht wird. Als man Milch in stark rostigen Kannen zwei Tage lang stehen ließ, wies dieselbe einen Gehalt von 10 Milligramm Eisen im Quart auf und nach fünf Tagen war die lZisenmenge sogar auf 140 Milligramm im Quart gestiegen. Als man Milch, welche in einer rostigen Kanne gestanden hatte, verbutterte, zeigte die Butter talgigen Geruch und Geschmack, während eine andere Probe der gleichen Milch, welche in eine? blanken Kanne, aufbewahrt , worden wär. eine Butter von frischem, anae 'Nehmen Geschmack ergab.
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