Indiana Tribüne, Volume 26, Number 287, Indianapolis, Marion County, 27 July 1903 — Page 5

bZndiana Tribüne27. Juli 1903.

KindhcitscrZnnerungcn. Skizze von Alfred af Hedenstjerna. Hold sind die Kindheitserinnerungen, viel holder als die Jünglingsschwärmerei. Georg Hult, ein warmherziger Mann, hält an seinen Kindheitserinnerungen fest. Er lebt glücklich mit einer häuslichen und tüchtigen Frau, die unter anderem die vorzügliche Kochkunst ihrer Mama als Mitgift bekommen hat. Er wohnt jetzt in einem Haus der reichen Aktiengesellschaft, deren erster Ingenieur er ist. Er verkennt nicht die guten Eigenschaften seiner Frau, hat aber die Gewohnheit, wenn er den Braten geschmeckt hat, zu sagen: Liebste, du kannst gar nicht glauben, welche Fähigkeiten Mama und Tante hatten, eine Gans und einen Rippenspeerbraten braun, mürbe und knusprig zu machen." Die Frau kann im Haus alle machen, wie sie will. Er kümmert sich nicht darum, aber er spricht bisweilen darüber, wie man sich verhalten soll, um einen Hauch heimischer Gemüthlichkeit und ein bischen jener alltäglichen Behaglichkeit zu bekommen, die untrennbar von Tantens Empfangszimmer war. Ich weiß nicht, Eline, ob du nicht deinen eigenen entzückenden Salon ein wenig steif und kleinlicb finden würdest, wenn du den der Tante gesehen hättest." Bisweilen zieht ein Schleier wehmüthiger, weicher Schwärmerei über sein rundliches Gesicht; er bittet, die Lampe noch nicht anzustecken, um ein kleines Dämmerstündchen zu halten, und' dabei murmelt er leise: Es ist recht schade, daß meine Cousine Eva mit dem flachshaarigen, ganz netten, aber geistlosen Pfarrer verbünden wurde. Siehst du, Elina, Eva hätte einen Mann haben sollen, der sie versteht. Wäre es dir nicht möglich gewesen, sie zu heirathen?" schlägt Frau Hult mit einer gewissen kleinen Schärfe vor. Das hätte ich kaum gewagt. Sie war so fein, so ätherisch, so hoch erhaden über das Alltagsgrau, und Tante setzte immer große Hoffnungen auf sie Und dann wurde Pastor Stark ihr Gatte?" Wer Eva kennt du hast sie ja nie gesehen begreift wohl, daß Stark nur einen Deckel über das Grab gelegt hat, in dem Eva ihre eigentliche Hoffnung beerdigte!" Wie sah sie aus? Sie hatte doch wohl nicht zufälligerweise hellblondes Haar, blaue Augen, runde Wangen, rosige Lippen und Taschentücher mit dem Monogramm G. H.?" Werde nicht auf meine Kindheitund Jugenderinnerungen eisersüchtig.

-mein Liebling! Dazu hast du gar keine Veranlassung, obgleich ich immer an die verliebte und zart besaitete Eva denken werde." Ihr wart wohl viel zusammen?" Ja. in der Kindheit. Späte? trafen wir uns hie und da in der Stadt, da ich damals die technische Schule besuchte. Draußen bei der Tante auf Ekebo bin ich seit meinem zwölften Jahr nicht mehr gewesen." Ist es ein schöner, stattlicher Hof?" Dies eigentlich nicht nach der Auffassung der Neuzeit, aber ziemlich groß. Die Aussicht von einem Pavillon unten an der See war unbeschreiblich schön, der große Park auch ganz herrlich, und ich entsinne mich noch, dan die Halle wie eine kleine Kirche war.". Pfarrer Stark habe ich ja gesehen. Es würde mir sehr angenebm sein.. Eva. deine Tante mit ihrem Mann und das herrliche EkeLo kennen zu iernen. Glaubst du, wir würden im Sommer auf ein paar Tage willkommen sein?" Willkommen? Ich sage dir, es herrschte dort eine große Gastlichkeit. Ich, will damit nicht sagen, daß sie in' deinem Elternhaus geringer war. fTs 1 1 . ff siffia -. f itn jjvii iv ui iiumci uucs uuvu, und schmuck. Die Tante liebt mich wie einen Sohn. Du besinnst dich vielleicht auf ihre Weihnachtskarten? , Aber wir haben ja gar keine Zeit zu , einer solchen Reise." Frau Eline ist schrecklich neugierig, die lieben Verwandten, die sie jähre- - lang so hoch lobpreisen gehört hat, ken'nen zu lernen, und gibt nicht eher nach, bis der Gatte sich zu der Reise entschließt. An einem Julitag fahren sie mit der Eisenbahn nach Ekebo, haben aber vorher den Onkel und die Tante nicht davon benachrichtigt. Georg hatte versichert, sie würden Sta:ks sicher dort treffen, denn der Geburtstag der Tante sei am Tag darauf. Wie weit ist es nun noch bis zum Ekebohof?" ruft Frau Hult munter einem Jungen zu, der das Gatter zu einem rothangestrichenen, einstöckigen, strohbedeckten Landhaus im Hinterrund des Hofplatzes öffnet. Eline, der Hof ist ja hur!" flüstert Georg ein wenig verlegen. Das ist der Hof?" fragt Eline erstaunt. Als sie vor der Vortreppe vorfahren, erscheinen verschiedene Gesichter hinter den Fenstern, ziehen sich aber schnell zurück so daß der geliebte Tantensoha und seine Frau in die kirchenartige Halle" eintreten, ohne daß sie Jemand willkommen heißt. In Frau Eline ruft diese alte Vorhalle leider keine Andacht hervor, denn auf dem Boden liest schmutzige Wasche

eufgehäuft, und an den Wänden hängt ledernes Pferdegeschirr. Eine alte Frau mit wirren, grauen Haaren steckt ihren Kopf durch die Thür und verschwindet sofort wieder. Das ist wohl die Tante!" sagte Eline. Dann eilt ein älterer Herr in Hemdärmetn. mit einer Angelschnur in der einen Hand, einem Gefäß mit Rasir Wasser, erschrickt und murmelt: Das halle, erschrickt und murmelt: Das ist wohl ..." Gleich darauf kommt eine - Magd und bittet die Herrschaften, in das Empfangszimmer einzutreten. Eline setzt sich auf eine altnordische Bank hin. sinkt tief hinein, fühlt etwas Schmales und Rundes an ihrem Rücken festkleben und schreit: Georg! Georg! Ach Gott!" Willkommen, geliebte Freunde! Ach, ach, ach. der Kuchenteig, den ich hier hineingesetzt hatte! Er sollte hier in aller Ruhe gährcn, nun ist er ganz zerdrückt!" sagt die alte Frau mit grauem Haar, die gerade eintritt. Dann kommt der ältere Herr, mit Rock und Weste bekleidet, und sagt mit rauher Stimme: Welche Freude, welche Freude!" Der Onkel sieht die Tante, und die Tante den Onkel an, und die Tante schlingt ihre Arme um Eline und ruft mit stürmischer Freude: Keine Einwendungen, geliebte Kinder, ihr müßt die Nacht über bei uns bleiben! Wollt ihr das nicht!" Ja, das kann nicht in Frage kommen. Wir lassen euch nicht früher fortreisen!" versicherte der Onkel. Da die beiden Alten das so bestimmt aussprechen und die geliebten Gäste immer daran gedacht hatten, mindestens vier Tage da zu bleiben, betrachten sie jetzt diese Frage als entschieden. Die altnordische Bank wird hinausgetragen. Eline beißt sich in die Lippen und sieht schelmisch aus, wie sie in einem unbewachten Augenblick unbarmherzig flüstert: Georg, werde nicht böse; aber es ist mir wirklich unmöglich, mich hier heimisch zu fühlen!" Als sie an der festlich gedeckten Tafel Platz nehmen, leuchten die Augen Georgs auf, aber Eline fürchtet, daß sich jetzt ihre geringere Kochfähigkeit zeigen wir-d. Der geliebte Tantensohn benimmt sich aber bei der Tafel sehr seltsam: er legt nur wenig auf seinen Teller, kaut stark, dankt, wenn ihm wieder etwas angeboten wird, und betheuert, daß er nicht mehr essen kann. Dabei sucht er den Blick aus den schönen Augen seiner Frau zu vermeiden was er bisher nicht gethan hat. Fühlst du dich nicht wohl. Liebsier? Du hast wohl keinen Appetit?" fragt ihn Eline mit zärtlicher Unruhe, als die lieben Gäste in ihr Schlafzimmer gekommen sind. Ach, nein, das gerade nicht, aber es ist merkwürdig, wie der Geschmack sich mit den Jahren verändern kann hm vielleicht ist die Tante zu alt, um sich noch um das Kochen zu kümmern." Sie kleiden sich früh an und gehen in's Freie hinaus, obwohl das Wetter nicht recht zuverlässig aussieht. Wie Georg ein kleines, rothgestrichenes Gatter aufmacht, sagt er feierlich, als wenn es die Pforte Edens gewesen wäre: Komm, gehen wir in den Park." Der Park ist wirklich großartig, fast malerisch. Steinblöcke und Buschwerk folgen abwechselnd aufeinander. Sie gehen träumend zur See hinunter. Da bricht das Unwetter los. Georg zieht Eline hastig mit sich, und beide laufen durch eine offene Thür unter ein schützendes Dach am Strand. Der Regen rieselt ein wenig durch das Bretterdach, die Blitze flammen zwisehen den Ritzen der Bretterwände hinein. Da hängt ein altes Netz, und ein Boot steht in der anderen Ecke, das wohl seetüchtig gemacht werden soll. Eline schmiegt sich an Georg und fragt: Ist das der vortreffliche Strandpavillon?" Er antwortet nicht. Als es. wieder klar wird und daS junge Ehepaar nach dem Hof zurückgeht, steht da ein einspänniger Wagen. Darin sitzt Pfarrer Stark und neben ihm eine ländliche Dame, die sehr be stimmt aussieht und einem zitternden Pferdejungen in zornigem Ton zuruft: Du blinder Bengel, du bist wie im Schlaf. Siehst du nicht, daß das Bleßpferd die Hinterhufe verliert, gerade wo wir fort wollen! Ist er nicht ein Esel, Stark?" Der Ingenieur erschreckt und murmelt leise Eline zu: Sie war wirklich so weich und zart besaitet und Die beiden Frauen werden einander vorgestellt, sie küssen sich zärtlich, und Frau Eva sagt: Ach. es war wirklich schrecklich! Man kann den Verstand verlieren, wenn man daran denkt, wie schlimm es ist, wenn man die Kolik hat! Mein Mann mußte mir Tropfen eingeben!" Eline sieht mit einem weichen, aber tadelnden Blick ihren Georg an. Er ist auch sehr enttäuscht, will- es hier aber nicht zeigen. Er lacht laut, eilt schnell mit seiner Frau fort,' nachdem er sie in Gegenwart aller Anwesenden geküßt hat, und flüstert,, als sie allein sind: Kehren wir in unser behagliches, gemüthliches Heim so bald als möglich zurück!" ZurKurzeit. Arzt: An die Riviera wollen gnädige Frau? Das geht nicht, JH Zustand erlaubt dies nicht." Daniel So? Bin ich vielleicht gar krank. Herr Doktor? -

Swättlte SpraSie. Rededlüthen. die der Sammelmappe eines Nichters entstammen, theilt daS Neue Wiener Tageblatt" mit. Wir lesen da: Die meisten Personen geringeren Bildung-grades suchen sich vor Gericht besonders gewählt auszudrücken, wobei sie die drolligsten Ausdrücke anwenden. Ein Fräulein (die Geschichte ihrer Verlobung schildernd): Der Herr war mit mir verlobt; dann war ich ihm zu. minder, er hat sich mit einer Andern verloben lassen und da hat er mir meine Verlobung vor Zeugen retournirt! Angeklagter von einer Frau wegen Ehrenbeleidigung verklagt): Herr Richter! Diese Frau ist ein Tiger! Sie ist eine verwegene Person und wird noch schlimme Dimensionen annehmen! Angeklagter: Nach Stadlau komm' ich im ganzen Jahr mit keinem Fußtritt. Der Advokat A. ermahnt ??rau B.. sich der Würde des Ortes entsprechend zu benehmen, worauf Frau B. verlebt antwortet: Zufällig bin ich in ganz Wien bekannt durch mein taktvolles Benehmen. Angeklagte: Ich will nichts, als daß mein Kind mangelhaft (makellos) dasteht! Angeklagter (um das Wort bittend: Herr Richter, wenn ich bitten darf um die Ausrede! Ich bitte, kch sage immer und auf allen Linien die Wahrheit. Die Wahrheit muß heraus, da bin ich zu neutral für das. Ich weiß, es steht meine Lebenseristenz und der' Schandfleck auf meinem Gewissen. Urwüchsiaes: Angeklagter (weqen Kohlendiebstahls angeklagt): I bitt' schön. Herr kaiserlicher Rath, soll ma dös bisl Heizmaterial, das ma braucht, a na kaufen? Verschiedene Antworten auf verschiedene Fragen: Was sind Sie? An armer Narr. Sa nichts. Häusliches (Private). A Böhmin. Was ist Ihr Mann? Verreist. Mein Mann ist krank; mein Mann ist Init einem Worte gar nichts. Wo sind Sie geboren? Bitt' schön, z' Haus! Sind Sie vorbestraft? Gott sei Dank! Ich habe überhaupt im Leben noch Niemand berührt. Ich war überhaupt noch nirgends. Keine fünf Minuten! Auf keiner Seije. Als a Lediaer. Einstweilen nicht. In der Schul'! Weil ich Einem die Wahrheit gesagt frb'. Weg'n an Madel. Weqen die Wachter. ' Können Sie lesen und schreiben?Ich bin kein berühmter Leser und bin kein berühmte: Schreiber. Sind Sie mit dem Angeklaaten verwandt? Mein Weinkeller hab' i vis-ä-vis von eahm. Ich hab' den Herrn überhaupt noch mit keinem Auq' emvsangen. Ja., In die Steinbrüche hab'n ma miisamm' aearbeit'. Ich bin mit gar Niemand verwandte Merkwürdige Jahre der Theuc. rung. Im Hausgange des Lenzbräuanwesens in Jngölstadt befinden sich drei Platten, aus denen die Geschichte mehreter durch die Theuerung merlwürdiger Jahre eingemeißelt worden ist. Auf der ersten wird vom Jahre 1770 er-, zählt, wo der Scheffel Weizen 3334 Gulden gekostet hat darauf 'ist Brodmangel entstanden und ist Habe'rbrod gebacken worden bis Jakobi, und dieses nicht genug" . auf der zweiten wird das Jahr 1773 beschrieben, in dem Mäuse und Regenschauer großen Schaden anrichteten. Das folgende Jahr zeigte eine Besserung. Weizen kostete 10 Gulden der Scheffel. Gerste 3 und Hafer 2 Gulden 18 Kreuzer. Die dritte Tafel erzählt die Geschichte des Jahres 1816: Der Sommer war ein nur selten unterbrochener Regen, im Juni erfolgten gewaltige Hagelschlage. 1817 zeigte sich nichts weniger als ein Getreidemangel. und nur der in Wucher ausgeartete GetreideHandel verursachte eine so außerordentliche Theuerung, daß im Monat Juni der Scheffel Weizen 91 Gulden 20 Kreuzer kostete, die Gerste 60 Gulden. 1818 kam reicher Segen vom Himmel, und die Ernte fiel so ergiebig aus. daß im Dezember Gerste 6 Gulden 37 Kr.. Hafer 5 Gulden 46 Kr.. Korn 9 Gulden 16 Kr. und Weizen 12 Gulden 49 Kr. das Scheffel kostete." Diese interessanten wirthschaftlichen Erinnerunaen scblieften mit den Worten: Gottes Hilfe bleibe allzeit bei uns! ?as ricaöamt in ?txar.ii:J macht merkwürdige Streiche. DaZ Neueste ist Folgendes: In dem Gefecht bei Elandslaagte während des Buren krieges wurde ein junger Freiwilligen--Sergeant getödtet. der eine Baarsumme von 60 Pfund Sterling bei sich trug, die er zur Auszahlung von rückständigem Sold an seinen Beritt vom Zahlmeister erhalten hatte. Das Geld wurde auch nachher noch in der Tasche des todten Sergeanten gesehen, verschwand dann aber auf nicht mehr ungewöhnlichem Wege, bevor die Vorgesetzten ihre Hand darauflezen konnten. Jetzt nach zweieinhalb Jahren, nach langen Verhandlungen 'und Korrespvndenzen beschloß das Kricgsamt zur Verhütung dieses großen finanziell len Verlustes für England den todten Sergeanten resp, seine Familie für ?ie 60 Pfund Sterling verantwortlich zu halten, schrieb daher an den Vater des aus dem Felde der Ehre gefallenen freiwilligen Vatcrlandsvertheidigers" und verlangte die Rückerstattung des dem letztern anvertrauten Betrages. Zufällig ist der Vater ein wohlhabend der. Mann, der sofort die 60 Pfund &orUnn Nerrn Rroderik? s5Zfsi,

Unmoralische Zustande in vielen Connth-Gefängnissen.

Die Staats.Bebörde für Straf, und Wohlthätigkeits . Anstalten, welche in der verflossenen Woche hier ihre viertel jahrliche Sitzung abhielt, hat dem Gouverneur ihren Bericht Übermittel In demselben werden die Zustände der Gefängnisse in den Coun tieS Floyd, Lawrence. Clinton und Delaware als geradezu scheußlich und unmoralisch bezeichnet, da Hinsicht, lich der Trennung der beiden Geschlech. ter seitens der betreffenden Behörden sehr wenig geschehe, das Pike County Armenhaus kommt in dieselbeKategorie und die Zustände in den Gefängnissen der Counties Henry, Jefferson, Wabash und Kosciusko lassen ebenfalls viel zu wünschen übrig. Die Gefängnisse in den Counties Marion, Vanderburg, Vigo und Sul livan und die ArmenAsüle in den Counties Marion, Hancock, Fayette, Caß und Miami wurden in gutem Zustand gefunden. Kurze Depeschen. Alton. Jll. Bei einem Brande, der die hiesige Dampfwäscherei nebst andere Bäulichkeiten zerstörte, ver brannte ein Mädchen; eine Anzahl Personen sind verletzt. .Wien. An Stelle Kallay ist der bisherige Gesandte in Athen, Burian, zum Finanzminister ernannt. CharlesFiler ausTrenton, N. I., welcher letzten Juli wegen guten Betragens und weil er eine äußerst praktische Kettenstich - Rähmaschine erfunden hatte, aus dem Staatsgefängniß entlassen wurde, wo er Ein bruchs halber den vierten Termin absaß, zieht jetzt hübsche Gelder aus seincr Erfindung. Eben erst hat ihm das englische Verkaufsrecht $50,000 ge bracht und überdies bekommt er als technischer Leiter des Unternehmens 5000 Jahresgehalt. Filer, ein Mann von .42 Jahren, hat nahezu die Hälfte seines Lebens im Gefängniß . gesessen und war in der Schneiderwerkstätte beschäftigt. Dort kam ihm die Idee zu seiner Erfindung. Letzten Januar heirathcte er Frl. Louise Hill, ein hübsck:s Mädchen, welches dem Gefängjjriß gegenüber wohnte. Die Affaire hat in Trcnton viel Aufsehen gemacht. Filx. bestreitet die VerÜbung des ersten der vier Einbrüche, die ihm zur Last gelegt wurden. Der größte Mann in der Welt befindet sich angeblich in New Iork, nicht um sich sehen zu lassen, sondern als Besucher. Er ist ein franzcsischer Canadier und 8 Fuß 2 Zoll M.tz., Seine übrigen Körper - VerHältnisse entsprechen seiner Größe. Seine Schuhe sind 22 Zoll lang, sein Hemdenkragen 21 Zoll, und er trägt Hut No. 10. Er ist außerordentlich stark und kann ein Pserd von beinahe 1GC0 Pfund Gewicht ohne große Mühe bis zur Höhe seines Kopfes heben. Aber er ißt nicht mehr, als andere gewöhnliche Sterbliche. Beim Essen hat er große Schwierigkeiten, denn die Tische sind überall für ihn zu niedrig und er weiß nicht, wo er mit seinen langen Beinen bleiben soll. Auch die Betteu sind überall für ihn zu kurz, und er muß seine Füße auf Stühle legen. Der Riese ist erst 20 Jahre alt und wächst noch. Sein Name ist Edward Beaupr6. Seine Eltern sind Farmer und von gewöhnlicher Größe. Natürlich ist Beauprö auf allen seinen Wegen von einer Menge neugieriger Buben begleitet, aber er läßt sie gewähren, denn e? ist ebenso gutmüthig, als er lang r& C., H. & D. 81.25-Dccatur und zurück-81.25 Sonntag, 2. A u g u st' Svecial-Zug verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens. Rückfahrt von Decatur um 6.20 Abends. Tickets und weitere Auskunft im Union Bahnhof und in der Ticket Office 3 und 10 N. Jlls.Str. Claypool Hotel. R. P. Algeo, D. P. A. Auöfiug nach den Niagara Fällen -via C. H. & D. und Erie Bahnen , Dienstag, den 4. August. 7.00 Rundfahrt 97.00 Fahrkarten gültig für 12 Tage. Spezialzüge durchgehender Passagier und Schlafwagen verlassen Jndiana polis um 5 Uhr Nachmittags. Das Ueberliegen ist gestattet zu Chautauqua Lake und Cambridge SpringS. R. P. Algeo. D. P.A. Seeküste Excursion via Pennsylvania Linie, am 6. August. iS15.00 für die Rundfahrt von In dianapoliS nach Atlantic City, Cape May und sieben andere populäre Auf. enthaltsorte am Oceans Man sehe W. W. Richardson. D. P. A., Penn. sylvania'Bandalia Linie.

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