Indiana Tribüne, Volume 26, Number 286, Indianapolis, Marion County, 25 July 1903 — Page 5
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Jndiana Tribütte,23. Juli 190.
- Die Zözulkas. Novcllette von Maria Batzer.
Wenn Mutter ikre Sranbliffeiti aufschließt, kommt aus dem silbriges Leineu ein lieblicher Lavendelduft und erzählt von der Schulbas. ' Die Schulbas hat alles gesponnen: das Kleeblattgedeck, das mit den Kaffeeböhnchen, die Jagd, spinnwebenfein, den gebrochenen Stab und alle die anderen. Sie hat gesponnen, als ihr Haar goldig war, wie der Flachs, den iic zum tauen uicuic, uuu uuui, ui I VW V.l. X. ,? .? il i . . r ' . 0.:.Vi geMrtcht und weiß wie der Leinenfaden UN l23CT?CCC. . . 0 t 3l.U. . . chuttoJ, die Lehr rswittwe war errn, et wenn jie unvoer unge zum cayie ätzten jcywarzen as- : fee und Kartoffeln in ihren erdsar emn Nockchen - dann kam der Herr Jesus zu Gaste m's arme Haus. Ost shrrtfiA tu vr? Ait2rt.rorf rttk atr 1 li a m- v- er a T : rechten Mmute die Thüre : auf da stand der kleme Sonnenstrahl von tforsirne; . sis drüben und hielt in den wet erbräunten öänden ein Krautblatt i i . I i mit frischer Butter, ein breitschnutiges Kännchen Rahm. G'seqen's Gott!" Dann wurde derCichorienkaffee fces f.. .2 Z. sc.stmtM L vT, 7 w Ä fi, .-rrs:8 " V.n.Ti::7r qcu, uuy wie ci tfc uug uuj uvu V I Ollem. os(;flK? rn t. W Laternenmann vorüberschritt Licht 'vA.vviivA, luiiu uui w uiiyv schein durch der Schulbas tiefe Stube ging, kam das goldene Märchen zu denen, die im Dunkeln saßen, weil sie arm waren und das Licht sparten. Die Sckiulbas svann und erzählte, und DtLn(ilt.!n- ' u ifm ZLSk jjuiu im ssufui, Huiu iuuu; iuuu Märchen noch einmal. Försters Töchierlein war das verwunschene Prm zeßchen sie trug die goldenen Flech ten als Krone, und die kleine sonnen -V W? fe.t.,..V&r Si'I " 5!ffÄÄ,w Truchsek. Die fromme Ge chichte der Truchseß. Die fromme Geschicht Landgräfin von Thüringen wurde le bendig Försterstöchterchen als: Elisabeth, die holde Frau, . Geht zu den Freudelosen; Aus ihrem Mantel, dunkelblau, Quellen die himmlischen Rosen. Halb schlief, halb wachte der Junge, träumte, war glucklich und war doch nur der armen Schulbas armer Sohn. Die Schulbas spann und träumte auch, und wenn ihr Träumen sachte in Schlafen übergehen wollte, wenn dzr Fuß das Rädchen nicht mehr treiben
mochte, dann langte sie aus dem Ofen Die Schulbas ist noch em disqen halt wieder ein Mensch den Lasten und den braunen Freund, der sie munter mehr in sich zusammengesunken; sie Genüssen der schönen Erde Adieu gebielt. Der Ofen war kalt und der spürte den Vorwurf. Was sollt ich sagt. Das war doch nichts Wunder-
Kaffee auch, aber die Schulbas spann . doch noch manche Stunde. In so-stillen Nachtstunden leistet man doppeltes. aber sie zählen auch doppelt. Sie spann. Des Tages und der Jahreszeiten Wechsel grüßte sie durch's Fenster bei der Arbeit. Sie spann im Frühroth und im Abendschein. Früh-
ling zog mit Lmdenduft durch's Land, das doch; es war duntel; nur so lange wen spinnt Ihr so ruhelos?" Herbst verwehte welkes Laub die der Laternenmann vorüberschritt, zit- gjne 2ctge stand der SchulbasSchulbas spann. Bald mußte sie das terie Lichtschein über die Dielen. r0n nieder daheim unter der Thür Mooskissen auf die Fensterbank legen, Das Kindchen war eben aus dem ae: ba,u hatte erst ein altes Weiblein , r i . . r - i y . I rn r i " c . V -VI. 1. 0 ' I
laujeno weine ilerncyen poazien an oie ri" . ey.n-- .:t .". c, . I iuaucii um xyzni uicuuc, uti uiuyling komme .schon. Es begann zu knospen, athmende Blätter zu treiben, und da war der Vogel gewiß, daß es Frühling werde und sang ch lauter, Draußen war es Winter, rn derSchul!Ä gsfg - und doch Es zog schon durch des Hauses Raum Ganz leis und sacht em Wechnachts träum. Wenn der Abendhimmel in Flam men stand ..Schau, Jungchen.Ehristkind backt schon Zuckerzeug, und: Die heiligen drei Könige mit ihrem Stern, Die wandern jetzt sehend von fern, von fern Dem Wunderlicht, das dieNacht durch brach. Dem großen Sterne der Liebe nach! Verloren lag dann und wann em Stückchen Weihnacht, ein Tannenzweig, eine Nuß, auf den sandbestreu ten Dielen Mutter, Mutter! Christkind wollt' zu uns zwei g'rad an der Thür lag das Zweigchen! Dann stieg der Frühling über die Berge. Die Schulbas spann. Auf der Heide hinterm Fichtenwalds blühte Steinklee und Lavendel, da gingen die Kinder Hand in Hand und sangen Röslein auf der Heide. Und am kreischenken Garienthörchen schaukelten sie und erzählten sich. .Weißt Du, in Demen schonenMarDas ist ja alles Unsinn, aber meine Mutter, das sag' ich Dir, meine Mutter hätt' eigentlich eine Königin sein sollen!" Das war die einzige Anerkennung, die die Schulbas je gefunden. Sie wute nichts davon; es hatte ihr wohlgethan, gerade aus dem Munde ihres Kindes denn später, ach später, wie der Sohn groß war, ging sein Blick immer über die kleine Mutter fort. Sie spann für das Forstmeistersmädel, das einzige, schwerreiche; sie spann für ihren Jungen, den einzigen,
f iÄ" k PfSTi 3" "0t'lmt,f-".m 'Ä Die SdmI6a deckt den Tisch, den der Schulbasstube ging das Rad. sang war gerade im Ort: nicht der Alte von , 7, h r A -;! vr der Kanarienvogel. dk das Reseda- Grenzhausen, ein junger war es. Er " oft, tejjwj ,
chenbüchern. da steht wohl, daß arme der Blick noch hoher über d.e kleine auu quu, g Ztnit mrnet aal find saale der Mutter fortging, nahm er Abschied, spönnen, hat mit ihrer Hände Arbeit SchulbaU n: 7rme Leute sind ed W die Mu.ter.haler die er immer den Sohn in die W gehoben Er ist und weid n nachher Prinzen und Gra- "ch brauchte, lies; er. sene Adresse zu- an einem Furstenhofchen Leibarzt g - t.. w rück. Das war schon viel von ih. worden. Seme Tochter sie soll der
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vtttcrarmen. Sie spann, und es kam eine Zeii, wo,' sie wirklich glaubie. für beide zusammen den Faden zu drehen. Das Mädchenging, als müßt' es den Gedanken der Schulbas nacheilen, die eine so weite Strecke schon zurückgelegt hatten der Zeit voran, bis mit einem
Nuck die Leine absprang und das Nadchen still stand. Die Schulbas erwachte, wie Dornroslein aus emem Märchentraum, und schaute sich in ihrer wirklichen Welt verwundert um. Lernen, Iungchen, lernen! U U Da saß er. das vierzehnjährigeDent,.. w: cx ..tKiM lUUaUUl Ul UIC IIIUU(U Jiuuu ui iuy. toXenoph hinweg schwebten seine mt cc.. e?;. t,;i,i2 vixuuiuiu auui u cutu utu ltt v1'1"4 Am tannenum- - fc t ' snM?ftr?ute AM. MhlÄgsschnee. , Gartenthürchen drüben f, r. f - ' ' ' Ja, ja. Jung, am Sonntag am fi ie Heide hin- . ' STwA, ' Fnsrfi, pslln - " ftin Leinen. v.vv i Ach Sonntag, Mutter heut' ist Mittwoch!" Wenn ich die Spule voll hab.Jung u"' ttwbi A t V . Z At l Itttl rt ff 1 1 lie hinüber. Nun lern' aber, lern'.Der Junge lernte und die Butter w - x n . r,ri: IUllll, UUU IVUUk VW Uiiyv ivw ri ii. . . r vtvif iiv fc v "Zj I spinnen. Nur die Sonntage lagen 1 . I meinen, rnußic iic iivu rnnyc, uiyt eingestreut wie Blumen, wie Ruhepunkte am langen Lebensweg. Viel Schatten Ica über den Weg hinaus und ' "' - . . ."-1 ' . .1 hinunter, aber reich hlneingestreut kleine goldene Sonnenblicke. . . . . Der Junge lernte. dieMutter spann, t i 1L Cl ..S I und wie er fertig war mit Lernen und als junger Arzt nach Hause kam. da mft. Kf. GZAnlfsna rrnrft TrmA, TnTrrrP ÜttQlV V IV W- UU'U IIVU M.tVV, ..vj weitersoinnen. Sie frua nicht, wie lange, sie that es gern.- Der Sohn . .' ... . . I brauchte noch die harten, doppelt harten Mutterthaler. Vielleicht war die C" iflUlUUlU. JltUtlUJ IVUl VIV Schulbas schon ein 'bischen gebückter, alsder Sohn wied-rlam. vielleicht war . 1 ' . ibr 5iaar nickt mebr so aolden wer merkte es? Der Sohn war so grotz geworden, daß er immer über die gebückte Mutter weg sah. Im tannenumstandenen Fleck Erde, wo's Försterkiaus steht, blühten die Bäume, Früh- - - -et -r - t - ß - - I ' lingsschnee riegelte auf die dunklen, lohbestreuten Wege, i? Gartenthor stand halb offen. Mutter, war es. schön mit Rosen aeichmuckt, als die Braut hinauszogt Es war ja ein Rosenjahr wie nie; Rosen wucherten auf allen Wegen. Du hast mir nichts geschrieben, gar mchts. Dir schreiben? Was ist da viel zu erzählen, mein Jung?" Als es Abend war am Himmel standen Abendroth und Sterne, aus der Strafe brannten die Laternen, dunkel wor's nur rn der chulbasstube. kein Flämmchzn leuchtete und keines wärmte da erzählte dieSchulPennonai zurllll, oa iuuxdz oie gmc mr.. oo.u. ,mV.n;h iuui imm 3u -pitiu, ituti uuuVu waren wie gegossen, so schön. Der junge Doktor machte ein bedenkliches Gesicht, dem armen Kindchen wurde himmelangst. Und wie es in Glauben und Vertrauen zu Fußen seiner Helll".nieteund .wnum ihre Fürbitte für die Mutter anflehte. so kniete das zunge Dmgchen m seiner Herzensangst selbst wie ein liebes unschuldiges Heiligenbildchen vor dem lunaen Doktor... err. reuen ie meine Mutter!" .Die Mutter hatte er gerettet, aber er selbst war rettungslos verloren.
Weiter weiß ich nichts mehr, bis iuZtlT "Xt 7 kW iUWII V -i .IIVW H. UVIkV(V.k, IW ItJv s?. nu fnr vrnMT.n ftrfi r, mtr.f fnrt Si r fnrf(SiXniLk L,m Yr' Ja ihrem großen Jungen da imDunkeln titnm fintV l?s war .eine alte GeM&hu vnnr rtiif nfl hf iioldenkN m,?:.' f; fnn rnhm ner' ' h' hln Tanm den der unae und sie hier aeträumt. ein arausam wahres Geschichtchen. Die Sckulbas spann, saß klein in fMirf nrn Rad. den Novf vornüber gebeugt und drehte den Faden. Der Sohn sah über sie hinweg in den Blüthenschnee beim Forsierhaus. Rosen wuchern auf allen Wegen!" Den Kopf stolz zurückgeworfen, daß und die Mutter war ihm im Herzen sehr dankbar dafür. Sich noch einmal umzuschauen. hat auch er vergessen fort, nur fort. Die Schulbas spann, und eines Tages kam aus irgendwo da draußen in der Welt ein Brief. Der Brief, das war, wie wenn ein Fremder vom Tische auf steht, sich den Mund wischt Habt Dank für Speis und Trankden Staub von den Schuhen schüttelt und weiter röÄidert, weil er eine bessere Herberge wmken sieht. Der Schulbassohn schrieb:
die"zwei zum Forsthaus hinausgingen, Sn hat keine Blumen. Der stolze zum Thörchen da. Ja. ja, es war mit Forstmeister liegt m emem engen Rewr. ; Ä,fmM ; Tm.fc' vier bescheiden unter Bauernblumen
Ich werbe mich demnächst verhenathen. gut verheirathen. Es ist zu weit, als daß Du oder wir kommen könnten. Vielleicht macht es sich später einmal. Deine Thalerchen kannst Du nun immerhin für Dich verwenden. Ich danle Dir nochmals für alles Die gute Forstmeisterin, meine Ur großmutter, kam wohl dann und wann, wie früher der Sonnenstrahl, mit Nahm, Butter, frischgebackenem Brot, einem Säckchen Mehl, in blauem Steinguttöpfchen Schmalz oder sonst was. Großmutter hat mir's erzählt. Bei der Schuldas stand das Spinnrad im Winkel, nicht mehr am Fenster. Altes fleißiges Spinnrädchen. bist nun endlich auch müde. Ja, ja, Schuldas. ich brauch jetzt nicht mehr spinnen zu lassen und Ihr nicht mehr zu spinnen. Sind alle zwei versorgt!" Kann meine Thalerchen für mich behalten," nickt die Schulbas. Es gräbt sich ein Zug tief und aerade von d:r Nase zum Mund, und es klingt bitter. Die alte Schulbas sitzt
ganz verloren m ihrem weiten Armstuhl wer achtet's? Die gute ForstMeisterin hat auch ihre Gedanken und ihr eigenes Vllndelchen: sieht sie doch, gerade über die Schulbas hinweg, gerade das Garienthörchen offen stehen so wie es stand, als ihr Kind hinausgegangen. Ja, ja, nun sind sie versorgt, und , . i y yf wlr zwei und s Spinnradchen haben M .jLh X 3 A W A X b " w äu Wenn der Frühling kam. ging Die cyulvas wieoer aus die yelve yinierm t v I - . I. f , , vrcylenwaio, lucyie aoenoeioiulyen. nähte sie in Mull- und Vattistsäckchen . , mm mä Pi n ftM und trug t zu Hornmeitters. oni V-iFl4a. tzkf tnV ?as rtllf dufteten Steinllee und Lavendel, auf der Heide blühte ein Frühlingsgedicht. nnd der cktenwald duftete wie Meid- " , nacht, und das Garienthörchen vorm Försterhaus kreischte im alten Ton , . L V VI aber es war doch nicht mehr wie früher früher! Nun lag Schatten auf ih.yv. w.... .vj " . rem Weg. und keine warmen, goldenen Sonnenblicke waren in's Dunkel gestreut. Nur einmal . . . . Der Arzt, der Schulbassohn, ngendwo da draußen in der Welt, bekam eines Tages eine neue, alte Patientin, Es war gar nichts Wunderliches an ihr. nur daß sie den Kopf gebückt, in sich versunken am Spinnrad saß und auf leme raae: Mutter, für wen spinnt Ihr so ruhelos?" antwortete: Ei. für meinen Sohn, 's ist ja mein einziger! Den Tag darauf traf er das Weiblein im Bett, zwei, drei Tage welter im Sarg. Das war alles; es hatte bares, war auch nicht der erste Patient, den der Doktor so schnell begraben und doch ging es ihm ganz wunderlich damit. Er dachte an eine andere, m sich gebückt, unermüdlich den Faden drehend wie jene; nur daß er jenes sorgenvolle Gebllcktsein nie beachtet, nur daß er jene nie gefragt: Mutter, für Kerben müssen I 11 1111 z.en Sie streick-lt das L-inen das ir'g " f IC2?"1 ffiffl tl b d 'ie ü Erzieh de Sohn Z""' ' .. .J r.uL streichelt der, dem alles gilt, geht leer aus, er ist so fein und fremd .... Nun haben sich die Schulbas und die gute Forstmeisterin schon lange wieder nachbarlich aus dem Kirchhof zusammengefunden. Unter einem Holzkreuz liegt die Mutter, die eigentlich eine Konigin hätte sein sollen, und ihr Gärtwie die andern. Sein blondes Töch- , Y ... , ,m, , ff, m terchen ist als mein weißhaarig Groß Mütterchen schon lange gestorben, und der wilde Knabe, der das Heideröslein brechen wollte, auch. Wie liegen diese Leben so weit, weit zurück! Wie alt ist meine Geschichte! Wenn Mutter nun so ein besonders schönes, schneeiges Stück aufdeckt, das mit dem Kleeblattmuster, den Kassee böhnchen, dem gebrochenen Stab od:r das Jagdstück, spinnwebensein und glättend noch mal darüber streicht, wie sie es so gerne thut dann sagt sie wohl: Ja, ja, sich regen bringt Segen," und: So geht das große Zahnrad Zeit, bringt zur Höhe, was unten war. goldhaarigen Großmutter Schulbas sehr ähnlich gesehen haben hat trgend einenHofcavalier geheirathet, ihre Kinder . . . , ; Niemand denkt mehr an die Schulbas. Niemand spricht von ihr. Doch, n?enn Mutter ihre Brandkisten aufschließt, dann glänzt so silbrig das Leinen, dann ist's, als würden Gedansen, die hincingesponnen, lebendig, Dann kommt ein lieblicher Lavendelduft und erzählt von der Mutter, die eigentlich eineKönigin hätte scm sollen, von der (Srä.rffwia . . .
, uiiiiiii tyuiiiyt iiiiuiui,
Vom Jnlandc. Folgendes Stückchen von einem Temperenzler wird aus Fort Wayne erzählt: Der Arzt hatte einem solchen Biedermann vorgeschrieben.täglich vier Glas Wein zu trinken. Als ?r nach einer Woche wieder vorsprach, fragte er die Gattin des Wasserhelden, ob ihr? Gemahl den Wein auch rege!mäßig 'trinke. ) ja, lautete die Antwort,' der scheint ihm gut zu bekomment; er ist schon damit drei Wochen voraus." Mit absonierlicherBegründung hat ein Richter in Utica, Jll., mehreren Italienern dieNaturalisirung verweigert. Der Richter erklärte, der lateinischen Rasse gehe jedes Verstandniß für unsere freiheitlichen Jnstitutionen ab, überdies seien die meisten Italiener Anarchisten, an die das Bür-
gerrecht nicht weggeworfen werden dürfe. Verfassung und Gesetz spielen offenbar bei diesem modernen Salomo eine sehr geringe Rolle. Ein seltsamer Vorfall ereignete sich während der Fair in Marinette. Wis. Ein Schlangenmeister hatte für seine Vorstellung eine Tnbüne erricktet. Es befanden sich 30 Personen darauf, als das Holzwer! zusammenbrach und die Zuschauer unter die Schlangen gerathen. Die avgerichteten Thiere thaten Niemandem etwas zu Leide und als sich herausstellte, daß keiner ernstlich verletzt war, legte sich die anfängliche Angst bald. Das Opfer eines bösen Scherzes wurde in New York der 7 Jahre alte Louis Skoloff. In der Wohnung eines Freundes befanden sich eines Nachmittags der kleine Skoloff und andere Knaben. Einer von ihnen hielt im Scherz" eine brennende Kerze unter den Rock des Knaben, während sich dieser zum Fenster hinauslehnte. Im Nu brannten die Kleider des Knaden lichterloh. Zwei Nachbarn hörten das Geschrei des Knaben und löschten so schnell wie möglich die Flammen. Er wurde zuerst von einem Privatarzt behandelt, doch wurde sein Zustand so prekär, daß man ihn nach dem Hospital schaffte. EinErforscherderTagalensprache, welche unter den einheimischen Sprachen auf den Philippinen die weiteste Verbreitung hat. ill o?r Professor F. R. Blacke von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, der seit zwei Jahren dort über einheimische Philippinensprachen Lorlesungen hält. Jetzt hat er eine Grammatik der derbreitetsten unter diesen Sprachen, des Tagalog. herausgegeben das erste enliliscke Lebrbuck seiner Art. Die meisten der nach den Pyiiippmen geschickten amerikanischen Beamten. Leh- - , -.... rer undGeistlichen verstehen aver mcni vom Tagalischen oder Tagalo. ja nicht einmal etwas vom Spanischen, das viele Philippiner sprechen und nicht wenige auch lesen. Das Betteln nur zu haufig ein sehr profitables Geschäft in einer Großstadt ist. besonders wenn der .. . , . i n Bettler es versteht, vurcy mogiiazii recht pathetische Scenen das Mitglied des Publikums zu erregen, bewies das Verhör eines Angeklagten in einem New Aorker Polizeigericht. Der blinde und armlose Italiener John Earrato war von einem Polizisten im Mulberrh Vend Park verhaftet worden, weil er mit einem kleinen, dürftig gekleideten Jungen herumzog. Als das Paar nun vor die Schranken des Gerichts geführt wurde, gestand der aufgeweckte kleine Vengel ganz offen, daß der Blinde über $100 in nicht ganz einem Monat zusammengebettelt habe und daß am Tage vorher seine Einnähme in 7 Stunden $19 betrug. An der Mädchen - Hochschule in Michigan konnte die Thatst che festgestellt werden, daß weit besser als durch das Eorset durch ghmnastische Uebungen eine schlanke Figur erzielt wird. Während des ersten Jahres ihres Aufenthaltes an der Universität sind die Turnübungen für die jungen Damen obligatorisch, und zu Beginn wie am Ende des Studienjahres werden an ihnen anthropomeirische Messungen vorgenommen, aus denen sich die Thatsache ergicbt, daß innerbalb eines Jahres die Taille der Mädcben erheblich schlanker geworden ist. während der Brustkasten sich ungemein kräftig entwickelt hat. Neben den Uebungen an den Turnaeräthen lernen die Mädchen, w" sie stehen und sich halten, vor Allem aber sich mit Anmuth bewegen und gehen sollen. Ein eigenthümliches Oe gräbniß fand dieser Tage in Passate. N. I., statt. Ein gewisser Samuel Schiffmann wollte sein 2y2 Jahre altes Kind, ohne im Besitz einer Beerdi gungserlaubniß zu sein, auf dem jüdischen Friedhof in Lodi beisetzen lassen. Er hatte in Gemeinschaft mit einem Leichenbestatter die Leiche des Kindes, das am Tage vorher an einem gastrischen Fieber gestorben war, in eine Seifenkiste gelegt und die Kiste sorgfältig mit einem Tuche bedeckt. Ein gegenüber wohnender Nachbar, der von dem Abliben des Kindes wußte, folgte dem geschlossenen Wagen, in welchem die Beiden nach dem Friedhofe fuhren Hier angelangt, setzte er dem Marshall die Umstände auseinander. Schiffmann und der Leichenbestatter ließen die Kiste im Wagen und besahen sich zuerst das Grab. AIs sie zuruclkehr ten. wurde ihnen bedeutet, daß die Be erdrgung des Kindes ohne Erlaubniß schein nicht statthast sei
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