Indiana Tribüne, Volume 26, Number 285, Indianapolis, Marion County, 24 July 1903 — Page 5
Rosige Wölkchen
Von HugoSaluZ. Ueber den Abendhimmel smd rosige Wölkchen verstreut. Wie Nosen über das Tanztteid einer Gttiebten; Ach, wenn mich nur nicht an Abenden, sanft wie heut'. Immer so traurige, dunkle Gedanken betrübten! Abendsehnsucht, was machst du das Herz mir so weh und bang, Daß mir die Augen vor Sehnen übergehen? Hätt' ich doch Eine bei mir auf dem Abendgang. Die mich liebte und könnte mein Sehnen verstehen! Eine wüßt' ich; doch die! Ihre Lippen sind roth. Und sie lachen nur so ins blühende Leben Und verstünden nicht meines Herzens Noth; Und das könnt' ich ihr nimmer, ach nimmer vergeben . . . Pinsel und Palette. Eine Maler-Novellette von L. Relleux. Die Nacht senkt sich herab und webt leise ihre Schleier über den müden Tag. Still kommt der Mond heraufaezoaen und weckt ein Sternlein nach dem andern aus seinem Schlummer. Äom Gedirae her webt em sanfter, erfrischender Wind: träumerisch finat er in den dunklen Kronen der Bäume sein Notturno. Auf dem weiken Kies eines schatti gen Laubganges im Königlichen Park zu Madrid schreitet em schlanker, hochgewachsener Mann sinnend dahin und schlürft mit Bebaaen den küblenden Hauch der Nachtluft ein. Jetzt stößt lem Fuß an einen Gegenstand. Er sieht zu und erblickt einen Knaben. denen schwarzqelocktes Köpfchen auf einer vorspringenden Baumwurzel ruht, in sanftem Schlummer hingestreckt. Der nächtliche Wanderer weckt ihn und fragt: Was treibst Du hier, mein Bürschchen, und wie kommst Du in den Park?" Als der hübsche Knabe den feinaekleideten Herrn sieht, wirft er sich ihm zu tfufcen, umfaßt seine Knie und stammelt erschrocken: Verzeihung, gnädigster Herr, ich wagte es, über das Parkgitter zu steigen, um hier zu schlafen, weil ich kein Obdach habe." Das ist schlimm.Du armer Wicht", sagte mit weicher Stimme der hohe Herr, da müssen wir Dir wohl ein bequemes Quartier verschaffen. Komm mit." Der Knabe folgte dem Winke des freundlichen Herrn, und dieser geht mit ihm nach den rückwärts vom Valaste gelegenen Bedientenwohnungen. Dort weckt er emen alten Diener und spricht: Sieh her. Fernando, was ich zu so später Nachtstunde noch gefunden habe. Nimm den Jungen auf und komm morgen mit ihm zu mir. Wollen sehen, was wir mit dem kleinen Mann anfanoen." Der hohe Herr war König Philipp IV. von Spanien, der arme Knabe nannte sich: Rodriguez Velazquez. Ein heißer Julitag liegt sengend über Madrid. König Philipp sitzt in einer blühenden Rosenlaube seines Gartens und liest in einem Buche. Da vernimmt er Geräusch. Er blickt auf und sieht eben noch, wie eine runde Platte auf den Boden aufschlägt, der aus einem der obersten Fenster des Palasies ein zweiter stilartiger Gegenstand folgt. Gleich darauf erscheint im Rahmen des Fensters der schwarze Lockenkopf Velazquez', der den ihm entfallenen Gegenständen nachsieht. Ebenso schnell als sich das Gesicht des Knaben im Fenster zeigte, ebenso rasch verschwindet es wieder. Der König, neugierig, was aus dem Fenster gefallen sei, begibt sich zur Stelle und sieht eine mit allerlei bunten Farbenklecksen bedeckte Holzpalette und einen Pinsel. Eiligst geht er in die Laube zurück, drückt sich in eine Ecke und wartet. Nach einer Weile stürzt Velazquez mit erhitztem Gesicht herbei, sieht sich nach allen Seiten forschend um, hebt rasch Pinsel und Palette auf und entfernt sich ebenso schnell, als er gekommen. Jetzt verlädt der König fein Versteck und geht in den Palast. Kurz darauf ertönt der helle Klang einer silbernen Glocke, und im nächstenAugenblick tritt Fernando in das königliche Gemach. Sage mir, Fernando", spricht König Philipp, was treibt denn unser kleiner schwarzer Lockenkopf Rodriguez in seiner freien Zeit?" Der malt auf Leinwand die wunderlichsten Sachen: Fruchtstücke, Blumen, Thiere, das Innere von Häusern, alte Mönche mit langen weißen Bärien, Banditen, Ziegenhirten, Fischer, Matrosen, aber auch Minister wie Olivarez und Marquis Tabura, Car dinäle wie Ottoboni und Generäle wie Spinola." Was Du sagst, Fernando! Woher hat er diese Kunst?" Als kürzlich Rubens und Marzo Martinez drüben, im Pavillon malten, schlich er sich hinein, versteckte sich hinter den Vorhängen und sah ihnen halbe Tage lang zu. Dann kaufte er sich Bleistift und Papier und zeichnete bis tief Zn die Nacht hinein. Er machte
häufig gegenMine Verglltigungen für die anderen Bedienten Gänge, kaufte sich von diesem und seinem ersparten Gelde vor einigen Wochen Farben und Staffelei. Leinwand. Pinsel und Paleite und ma.lt U'ti "-ser Zeit in seinen Fre!!unden das Llaue vom mel herunter." Gib ihm irgend einen Auftrag. Fernando, und sage mir, wenn er fort ist. Ich will hinaufgehen und zusehen, o) der kleine Bursche auch wirklich Talent besitzt." Nach einer halben Stunde tritt König Philipp in das Kämmerchen Rodriguez Velazquez' und unterdrück! einen Ausruf der Bewunderung, als ?r auf die Staffelei des kleinen Künstlers blickt.
Das ist er selbst auf dem Bilde. Wie er leibt und lebt! Im schwarzseidenen. goldgestickten Wamms, mit demOrden des Goldenen Vließes angethan, blickt der gemalte König dem lebenden frei in's 'Gesicht... Rodriguez Velazquez zählt 24 Iah re. Soeben hat er ein Schreiben des Ministers Olivarez erhalten, in dem er benachrichtigt wird, daß Se. Maje stät der König künftig nur. von seinem Pinsel gemalt zu werden wünsche. Zu dieser Auszeichnung verhalf ihm sein jüngstes Bild, das. Spaniens Herrscher in großem Stil, in voller Rüstung auf einem prächtigen Schlachtrosse sitzend, zeigt. Dieses Gemälde wurde aus Befehl des Königs gegenüber der Kirche Et. Philipp auf offener Straße ausgestellt, und ganz Madrid strömte her bei, das Kunstwerk anzustaunen. Hof und Adel bewunderten es, die Dichter besangen es, und die KünstlerMadrids verwünschten es, denn sie gönnten dem jungen Manne nicht, daß er jetzt zur nächsten Umgebung ves Königs gehörte. Velazquez wohnt im Königlichen Schlosse. In einer heißen Sommernacht lustwandelt er in dem kühlen Park. Etwas ermüdet setzt er sich auf ein: Marmorbank, die unter einer hohen schattigen Platane steht, und ver nimmt jetzt neben sich die gleichmäßig gen Athemzüge eines Schlafenden. Er geh! in's Schloß und holt Licht. Als er damit zurückkehrt, erblickt er auf der Marmorban! einen kleinen Mohren in sitzender Stellung, der in tiefen Schlaf versunken ist. Der Kunstler erinnert sich an seine eigene einstige Lage, weckt den kleinen Schwarzen liebreich und Nimmt ihn mit m s Schloß. Der Knabe hieß Juan de Paceja. Velazquez machte ihn zu seinem Sklaven, und seine taglichen Beschaftigungen bestanden darin, Farben zu reiden, Leinwand aufzujpannen undPiN sel zu reinigen. Der Knabe wuchs, auf und bealeitet. seinen Herrn auf deen Reisen. Da ereignete sich etwas ganz Unerwarte tes, das der Lebensrichtung des Sklaven eine ganze andere Wendung gab. Der König, der oft stundenlang in dem Atelier Velazquez' zubrachte, fand ein Vergnügen darin, die Gemälde umzukehren, die mit dem Gesicht der Wand zugewendet waren. Eines Tages, als er wiederkam, die Studien und begonnenen Gemälde in Augenschein zu nehmen, befahl er, alle Skizzen umzukehren. Paceja kam dem Befehle nach. Da erblickte Philipp ein kleinesPorträt, das seine Gemahlin, Jsabella von Bourbon. darstellte. Zart und duftig war das Bild hingeworfen, m Meinem Atlaskleide und hohem Spitzenkragen, um den schlanken Hals eine dreireihige Kette matt schimmernder Perlen. Das Bild meiner Gemahlin?" ruf! der König erstaunt aus. Wie kommt es hierher? Wer hat es gemalt? Ich habe keine Skizze davon gesehen." Jetzt wirst sich Paceia vor dem Konig auf die Kniee und gesteht, daß er das Portrat Nachts, wenn schon alles schlief, gemalt habe. Er wäre schon lange seiner Neigung zum Malen gefolgt, hätte sich die Belehrungen, die sem Herr und Meister fernen Schülern gab. gemerkt und wäre auf diese Weise im Geheimen Maler geworden. Der König läßt Velazquez rufen und spricht zu ihm: Ich kann auf das. was mir Vaceia saate. nur eine Antwort geben. Ein Mann, der ein solches Talent besitzt, darf nicht länger Sklave sem. Velazquez geht mit Freuden darauf ein. schenkt dem Sklaven die Freiheit, und von diesem Tage an nimmt er seine Stelle unter den Zöglingen und Freunden des großen Malers ein. Diego Rodriguez de Silva Velaz quez steht heute auf der Höhe seines künstlerischen Ruhms. Er gilt in Spanien nicht allein für den ersten. sondern auch für den fleißigsten Maler. Inmitten emes verderbten und dem Müßiggänge ergebenen Hofes zeichnete er sich durch Arbeitsamkeit und NLchternheit, Einfachheit und Sittenstrenge aus. Nicht einen Tag hatte er seine maßige Lebensweise geändert. Koma Philipp Iv. steht, umgeben von seinem ganzen Hofe, vor dem größten Meisterwerke Velazquez'. Das Gemälde stellt die Königliche Familie dar. an dem der Künstler sein eigenes Porträt angebracht hat, und zwar in dem Akt. wo ' er die Jnfannn von Spanien malt. Mit großem Wohlaefallen ruhen die Blicke des Königs auf den vortrefflich gelungenen Portrats. Plotzlich wendet erstes) an die ibn umaebenden Höflingiund spricht: .An dem Bilde fehlt 'etwas.Velazquez schrickt zusammen.
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Sehen Sie st.lss genau an, me:.'e Herren", fä:t der JTorJej frrt. in drei Tagen finden sie sich wieder um diese Stunde hier ein und sagen mi: dann Ihre Meinung." Damit schreitet er. V:lazauei freundlich grüßend, aus dem dkmaa,, den Künstler m tmtz Art gelingt Verzweiflung zurücklassend. Die drei Taae ssnd um. Wieder stebt der König inmitten seiner Höflge vor vem Ällde. Er liebt sie lack. ,nd an und fragte: at einer von oe" Herren herausgefunden, was an dem Bilde fehlt?" Die allzeit dienstfertige Höflings fchaar hielt mit ihrer-Anstcht nicht zurück. Die Lage des einen Auges der Infantin ist. meiner Ansicht nach, nicht ganz richtig", spricht der eine. Licht und Schatten scheinen nicht gleichmäßig vertheilt zu sein", meint der andere. ..Die Haare der Jnfantin sind zu röthlich gerathen", behauptet der dritte. Der Schatten unter den Augen der Königin scheint zu stark aufgetragen", der vierte. Das Kinn der Königin ist zu rund", der fünfte. Das Gesicht des Königs ist zu ernst", der sechste. Nein, meine Herren", lächelt dcr König. Ich will es Ihnen zeigen, was an dem Bilde fehlt. Velazquez. geb! mir Pinsel und Palette." Leise zitternd und mit einer tiefen Verneigung überreicht ihm der Künstler das Gewünschte. Der König taucht den Pinsel in goldgelbe Farbe und malt auf das Porträt des Künstlers das Großkreuz des St. Jagoordens. .. Dann gibt er Pinsel und Palette lächelnd zurück. Als Velazquez. sich tief verneigend, des Königs Hand küßt und sich für die hohe Auszeichnung bedankt, schimmert eine Thräne in seinen Augen. Das Kreuz des St.Jagoordens sieht man noch heute auf dem Bilde so. wie es der König gemalt hat. Im Zeitalter der 23et nunftehen. Gatte: Ich liebe es nicht, wenn man uns die Hochzeitsreisenden gleich an der Nase ansieht, wir werden uns daher vor den Leuten so kühl als möglich benehmen." Gattin: Aber dann halt man uns erst recht für Hochzeitsreisende." Das Kervyolz als Wrandsttft?r. Man schreibt ausLondon: Die kürzlich hier abgehaltene Internationale Ausstellung für Feuerlöschwesen rief Erinnerungen an einige große Brände aus früherer Zeit wach. So z. B. war der Brand des Parlamentsgebäudes im Jahre 1834 durch einige Bilder illustrirt; wenig bekannt aber ist die Ursache des Feuers, und doch ist sie von nicht ungewöhnlichem Interesse, denn man kann fugen, daß das Parlamentsgebäude seinerzeit das Opfer eines unglaublichen Stückes englischen Conservatismus geworden ist. Es ging in Flammen auf, als man es unternahm, alte Steuer - Quittungen zu verbrennen. Das hört sich gar nicht so wunderbar an, man vernehme aber weiter, daß diese Quittungen nicht aus Papier bestanden, sondern aus Kerbhölzern, die, so unglaublich es auch klingt, bis zum Jahre 1826 das Quittungssystem des britischen Schatzamtes darstellten. Im Jahre 1066 hatten dieNormannen dieses System eingeführt. Große Quantitäten kurzer Haselnuß- und Weidenstöcke wurden angehäuft, und wenn eine Steuerzahlung erfolate. wurde die Quittung darüber auf beiden Seiten ves Stockes emgekerbt: Name und Datum, und darunter die Pfund Ster4ing Zn römischen Äablen. die Wmnhl der Schillinge und Pence durch die ereile oer Kerben unterschieden. Dann wurde der Stock gespalten, die eine Hälfte erhielt der Zahlende als Quittung, und die andere bewahrte das Schatzamt auf als Beleg. Im Jahre 1783 wurde einGesek erlassen, welches dieses allerdings schon oamais m oer vorigen civillstrtenWelt durch Papier ersetzte System unter, sagte. Das Schakamt aber batte nocö 43 Jahre Zeit nöthig, um sich davon zu rrennen, uno vis zum Jahre 1826 wurden unter Verachtung von Tinte und Papier die Kerbhölzer beibehalten. Im Jahre 1834 entschloß man sich, die alten Hölzer, die sich in ungeheuren Quantitäten angesammelt hatten, zu verbrennen. Diese Prozedur erfolgte am 16. October 1834 im Parlamentsgebäude selbst, wo die Hölzer aufbewahrt worden waren. Nachdem der Ofen mehrere Wagenladungen der 'CZI'AJa fe...&-4 C 1 1 . i 11. T. ... c - wvu.t uujuu Vullc lWllCßCIX 0Z3Jt zer das Haus um 5 Uhr Nackmittaas. Um 6:30 stand das Gebäude in hellen flammen, und kurze Zeit darauf lag es bis auf einen kleinen Rest in Asche. Aus der Sauregurkenzett. j Die Hundstaasgeschickten besinnen bereits in der Presse aufzutreten. Die Daily Expreß" in London läßt Nch von dieser Seite des Serinateicke" kabeln, in Kentucky habe der Farmer Hiram Crowl eine Scheuer auf die in die Erde gerammten Weidenpfähle gebaut. Unter dem Einflüsse der siarken Regengüsse faßten die Weidenpfähle Wurzeln und wuchsen so schnell. daß die Scheuer heute schon einige 20 Fuß über den Erdboden aeboben in
der Luft schwebt! .
Allerlei sl!r's HauS.
Hart gewordene Gummigegenftande erweicht man durch Elnle gen in Salmiakgeist. .OelanstrichjederArtist am leichtesten mit einer Mischung von Ammoniak (Salmiakgeist) und Wasser zu reinigen. Aus emen halben Eimer Wasser nimmt man ein Nint 9smrnn niak. ieibt die Mischung mit einem olllappen rasch über und spült sofort mit reinem, kaltem Wasser nach. Mit weichen Leinentüchern wird dann nachgetrocknet. Zum Aufvoliren von Mö b e l n ist folgendes Rezept m emvfeb len: Man schmelze ein halbes Pfund Serpentin (nicht Terpentinöl) und eine unze Äienenwachs, verrühre die Mischung und fülle sie in Glasbüchsen, die mit Korkstöpfeln gut zu verschließen sind. Es ist dieselbe Masse, welche sich aucy zum Bohnen sur mit Oelfarbe ge trichene Zsußboden oder von Parket böden vorzüglich eianet. Von dieser Masse nimmt man ein wenig auf ein weiches Leinwand- oder Flanellläppchen und verreibt es auf der polirten flache anhaltend und aleichmama. 3u letzt fahre man mit einem weichen Le derlappen. ohne allzu stark aufzu drücken, über die .schöne glänzende Flache hin. Alle übrigen Politurmit:ei irno lange nicht so gut. Petroleum giebt zwar Glanz, nimmt aber die Po lttur weg. KlärenderGelatine. Man rechnet zu einem Gelee von einem Quart Inhalt während des Sommers anderthalb Unzen, im Winter gegen ungefähr eme Unze Gelatine. Man zerschneidet sie mit der Scheere in kleine Stuckchen, giebt sie in ein Tövfchen mit einem halben Pint Wasser oder Wem und kocht sie langsam dreiviertel Stunde von der Seite, schäumt sie ab, seiht sie durch ein Tuch und verrührt sie gut mit der zum Gelee bestimmten Masse. Zur Bereitung von Cremes bedarf man weniger Gelatine und zu einer Form von gewohnlicher ürofce genügt vollkommen eme Unze. Abgetragene Herrenkleider bekommen ein besseres Aussehen, wenn man sie nach dem Ausklopfen und Ausbürsten noch mit folgender ftlusstalett feucht abreibt und abburttet: ein Viertel Pfund Selfenwurzel öder Qmllarrnde und eine halbe Unze Flohsamen werden Mit zwei Quart Wasser so lange gekocht, bis ein Quart ftiü ilqteit übrig bleibt. Manche Flecke. deren Ursprung nicht zu ergründen ist, lassen sich mit dieser Flüssigkeit, der man sur den speziellen Zweck noch et was Salmiakgeist zusetzt, durch emfa ches nasses Abreiben entfernen. Schließlich wird auch der. unliebsame Glanz bei getragener Kammgarngarderobe durch Befeuchten mit der Ablochung etwas abgeschwächt. Maccaroni - Speisen. Die Maccaronl werden m etwa halbfmgerlange Stücke gebrochen, in reichliches, kochendes Salzwasser 2 gestrichene Theelöffel Salz auf 8 knappe Tajjen Wasser eingestreut, oster aufgelo öert und etwa 20 Minuten auf aemä ßigtem Feuer, durch gehöriges Äufrühren vor dem Anlegen behütet, stetig gekocht, dann auf ein Sieb zum Abtropfen gethan und danach weiter gar verfrieden zubereitet. Man schüttelt ne entweder nur mit reichlich frischer Butter und geriebenem Kase und etwas weißem Pfeffer auf dem Feuer durch einander, bis sie genau damit vermischt und heiß genug sind, oder schwingt auch bisweilen noch etwas Sardellenbutter, auch wohl einige Lösfel Rahm mit hindurch, oder ein Gläschen Madeira oder Tomatenbrei oder aufgelöste Conserve oder apart bereitete Tomaten-, Nahm- oder kräftige braune Sauce: vorzugsweise aber etwas guten Bratenfond oder besonders räftige Fleischbrühe. Man pflegt alle diese Schüsseln dick mit Käse bestreut aufzutischen. Salat v o n B ü ck s e n s b a r - g e l. Man läßt den Spargel, es können Spargelstücke sein, gut abtropfen und spaltet ledes Stuck einmal durch. Stangen schneidet man in kleinfingerlange Stucke, ehe man sie theilt. Dann schmilzt man ein Stück Butter, rührt einen Kochlöffel Mehl hinein, kocht dies mit etwas Spargeloruhe auf, salzt und Pfeffert und läßt es erkalten. !n einem Napf rührt man drei Eidotter, giebt langsam das Erkaltete ymzu. sowie einen Lossei Essig, fugt den Saft einer Citrone bei und rührt so lange, bis eine schöne dicke Sauce entstanden ist. Sollte sie durch's SteYen zu dick werden, so sugt man noch etwas Spargelwasser hinzu. Die Svaraelstücke giebt man Zn die Sauce, läßt sie eine Stunde unter öfterem Mischen darin und richtet ste in einer Glasschale an. öierzu kann man auch zur Hälfte Blumenkohl nehmen. Linsen französische Art. Die Nachts über eingeweichten und abgegossenen Linsen werden mit kaltem, weichem Wasser ausgefetzt und so lang. gekocht, bis das Wasser anfängt. sich 'bräunlich zu färben. Dann gießt man es ab, schüttet yeltzesWasser dazu, fügt eine Handvoll kleiner, ganzer Zwiebeln und ein Stück durchwachse nen Speck bei und kocht alles langsam . : je. tvv.rr.. fici r ir. jt lucim. .(nucneu lUKi muu ein Illllchen Butter braun werden, dünstet einen Löffel Butter und einen Löffel gehackte Peterstile und Schnittlauch darin durch, schwenkt die Lmsen da mit.
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