Indiana Tribüne, Volume 26, Number 285, Indianapolis, Marion County, 24 July 1903 — Page 4
Jlldmna Tribüne, 2. Juli 1903.
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Indiana Tribüne. HerauSzegebeu von der utenderg S. Indianapolis, Ind.
varry O. Thudium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHOfvE LKS. i ntcrei t the Post Office os Indianplis as second class matter. Cinhaltsdefehle Oberrichter Bremer mag ja von sei nem Standpunkte Recht haden, wenn er gegen Aufhebung der richterlichen Machtvollkommenheit. Einhaltsbefehle zu erlassen, eifert; denn sie geben dem Richter eine Macht, die über all? Absich. ten der Bundesverfassung hinweg schrei tet. Wenn Richter Bremer es zugleich auch fertig bringen könnte, dem Lande nur solche Richter zu geben, die weoer rechts noch links blicken und stets ohne Ansehen der Person urtheilen, dann wäre nicht viel gegen EinhaltsbefehlsPrinzip einzuwenden. Wie einseitig mit Einhaltsbefehlen aber gewirthschaftet wird, das zu ersah, ren, hatten wir in den letzten zehn Iahren wiederholt Gelegenheit. Da5 Uebel liegt nicht hauptsächlich im Princip des Einhaltsbefehls, sondern darin, daß der Richter, der denselben erläßt, auch die Strafe für die Verletzung desselben bemißt. Eine große Corporation erwirkt einen Einhaltsbefehl gegen eine CncurrenzGesellschaft. Durch Verletzung des Bcfehles kann die Beklagte eine dedeusende Summe Geld verdienen oder ihrer Rivalin, der Gesuchstellerin, bedeutenden finanziellen Schaden zufügen. In den meisten derartigen Fällen bestrast der Richter die Mißachtung seines Befehles mit sagen wir 8500. Die ' Beklagte bezahlt dies gerne: denn durch die Verletzung des Befehles hat sie Tau. sende verdient. Nie wurde GerichtsMißachtung in der vorliegenden Form mit Hast bestraft. Anders aber ist es, wenn Einhalts befehle gegen Arbeiter-Unions erlassen' erden. Während des Kohlenstreikes hatten Arbeiter einen Einhaltsbesehl, . der ihnen verbot, Reden zu halten, verletzt. Sie wurden einem Bundesrichter vorgeführt, der sie ohne Weiteres zu Freiheitsstrafen verdonnerte. Für diese Leute, die nicht aus Gewinnsucht, fon dern ihrer Principien wegen den rich . terlichen Befehlen ungehorsam wurden, wäre eine Geldstrafe von $20 bedeutend -empfindlicher gewesen, wie eine solche oon 820,000 gegen eine reiche Corporation. Aber selbst dies genügte dem Richter nicht, sie wurden an ihrem Beutel und ihrer Freiheit gebüßt. Um dem Ein halt-princip eine einigermaßen gerechte Grundlage zu geben, sollten die Strafen vorgeschrieben sein und nur aus Freiheitsstrafen beehen. Das Gesetz sollte beMmmen.' wie lanaeldie Haft bei der ersten Verletzung des Befehls, wie lan sie bei wied:rholter Verletzung währen soll. Die N. Y. Volkszeitung schreibt darüber: Mehr Einhaltsbesehle als bisher ist der Ruf. der auf der Versammlung der Bar-Association des Staates Iowa erhoben wurde. Es war der V. St. Supreme-Court Richter Bremer, der sich erst kürzlich durch einen Lobgesang auf Roosevelt's Vorgehen in Sachen Kischineff" bla mirte. der diesen Ruf erhob. Nicht eine Einschränkung der Macht der Ge richte in Bezug auf Einhaltsbefehie brauche man, sondern eine Ausdehnung derselben. Die Arbeiter-Organisatio nen, so wurde erklärt, die sich gegen vie Jnjunktion wenden, mißverstehen die Situation, wenn sie meinen, daß diese inbaltsbefeble sich aeaen die Aus übung ihrer Rechte wenden. Die Arbeiter sollen also glauben, daß die Einhaltsbesehle, die ihnen das Sprechen mit anderen Arbeitern verbie - ten, etwas gerechtfertigtes seien. Sie sollen -alauben. dak daS Verbot des Picketstehens, daS Verbot der Streikun terstützung durch freiwillige Samm lung. das Gehen auf den Straßen, das Verbot der Beiträge zur Unterstützung von ausgeschlossenen Arbeitern, die Vernichtung von nahezu jeder einzelnen Handlung in ihren Kämpfen um Lohn ..V CQ.mV Waetnivfimii limrt ?frr UHU -UIUU Ulllfc 4jtimiuuftttV4UH yti. Rechte seien." Nur in seltenen Fällen gelingt eS Ar beitern Einhaltsbesehle gegen Corpora tionen zu erlangen und dann müssen sie stets mit Geduld warten. Eine Cor poration aber erhält einen Einhaltsbe
Rechtnteressant ist auch der folgende Artikel au5 der ..New York Volkszeitung" über den Arbeiterführer Arthur welcher letzhin starb und eine halbe Million hinterläßt: Der Verstorbene ersreute sich als Führer der Brotherhood of Locomotive Engineers nicht allein in dieser Organisation und in sonstigen Arbeiterkreisen, sondern auch unter den Bahnmagnaten des Landes allgemeinen Vertrauens. Er hatte bei den Letzteren stets Zutritt und verstand es, von ihnen für die Mitglieder seiner Organisation die weitgehend sten Konzessionen zu erlangen." Das genügt, wie uns scheint, zur Charakterisirung dkS Verstorbenen. Ein Arbeiterbeamter, der bei seinem Tode eine halbe Million Dollars hinterläßt und bei den Bahnmagnaten des Lan-
des steten Zutritt hatte: der Mann hat die Interessen der Arbeiter nicht vertreten, sondern nur seine eigenen. Man kann mit Recht nach diesen Betrachtungen sagen, daß der Arbeiter zwischen dem Teufel und der Tiefsee steckt und muß ihm seine Aufregung über Ungerechtigkeiten, als ganz er klärlich hingehen lassen. Wenn die Demokraten ihre volle Schuldigkeit thun wollen, dürfen sie die Vorwahlen nicht versäumen. Der ?iedalteur des Standard Herald" von Warrensburg, Mo., wurde vom Obergericht in Jesserson City zu $500 Geldbuße verurtheilt, weil er die, übrigen? schon lange notorische Parteilichkeit dieses Gerichtshofes in feinem Blatte geißelte. Den Richtern wurde ein kräftiger Rüffel dafür vom Publikum zu Theil. Die Bürger von Warrensburg bezahlten aus eigenen Mitteln die Geldbuße. Bald wird's auch in Missouri tagen. John A. Lee. der frühere Vice Gouverneur von Missouri, muß sich den Briefen zufolge, die er an den pro fessionellen Besteche? Kelley sandte, in ortwährender Geldklemme befunden haben. Ter Check über 81000, den er dem StaatScmwalt Folk mit der bombastifchen Erklärung einhändigte, daß hm sein Gewissen die Annahme des Sündengeldes nicht gestatte, erwies sich als werthlos und der Ehrenmann Lee wußte dies. Kelley hat nun inzwischen das ganze Sündenregister Lee's aufgedeckt und dem Staatsanwalt werthvolles Material damit gegeben wenn ich Spitzbuben zanken, so ist dies für ehrliche Leute immer von Vorjheil. Hiesige Zeitungen machen sich dar lber lustig, daß die London Times" Oyster Bay, den Sommeraufenthalt des Präsidenten, nach Florida verlegt hat. Natürlich ist daS ein schlimmes Versehen, aber eS ist für amerikanische Zeitungen doch etwas gewagt, deswegen ein Freudengeheul anzustimmen, denn ihre Unkenntniß europäischer Verhältnisse, England ausgenommen, läßt wahrlich wenig zu wünschen übrig und ähnliche Schnitzer kann man in hiesigen Blättern sehr häusig finden. Dadurch wird die London Times" natürlich nicht entschuldigt, aber es hat wirklich keinen Zweck, mit Steinen zu werfen, wenn man selbst in einem Glashause sitzt. N. Y. Staatsztg." Präsident Noosevelt bestieg sein treues Roß gestern früh 2 Uhr. DeS tobenden Sturmes nicht achtend, ritt er zum Besuch seines Onkels von Oyster Bay ab. Durch Nacht und Graus ritt er, so berichten enthusiastisch die englischen Zeitungen und erreichte, sein Pferd'stramm im Zügel haltexd, nach 4 Stunden sein Ziel. Vor ziwei Monaten stellte sich der Präsident das Ziel, Rußland den Aus druck der Empörung der Bürger der Vereinigten Staaten über das Juden Massakre zu übermitteln, er gelangte nicht an's Ziel. Als er Präsident wurde wollte er die Zügel der Regierung straff in die Hand nehmen, getreue politische Knappen, wie Payne u. A. nahm er zur Hülfe und siehe da, Diebstahl und Korruption in der Post-Office, im Landamt, im Schatzamt und im KriegS-Departement sind das Ergebniß. Die Thüren der Mandschurei wollte er unserem Handel öffnen, aber sie sind noch verschlossen und Rußland lächelt China lacht ob unserer kindlichen Di plomatie. Daß aber unser Präsident, wenn auck nickt als Diplomat, als Reiter seines. Gleichen sucht. daS muß ihm, nach dür mit überschwänglichem Enthu siasmuS. berichteten nächtlichen Ritt, der
Local-PolitischeS.
Alles bereit für die Primärwahlen und Conventionen. Vorsitzer ikeach vom demokratischen Stadt-Comite hat gestern die Liste der Stimmplätze sür die heute "von 4 bis 8 Uhr Abends stattfindenden Precinct - Primär - Wahlen bekannt gemacht, ebenso die Liste der Wahlbeamten, sowie die der StimmPlätze für die morgen, Somflaq, Abends um 8 Uhr abzuhaltenden Ward-Conventionen für die Nomination der Ward - Stadtrathmitglieder, Die beiden ersteren Listen sind zu umfangreich, um an dieser Stelle veröffent-
licht werden zu können, während die figen Stahl-Käfige, welche eine Größe Stimmplätze für die Ward-Conven wie Eisenbahn-Waggons haben, vertionen, die von der größten Bedeutung treten sein, so daß das Publikum die sind, wie folgt angekündigt werden: Thiere von allen Seiten betrachten
1. Ward 16. Str. und Arsenal Ave. (Clubzimmer). 2. Ward Spritzenhaus, 24. Str. und Ashland Ave. 5. Ward Hamlin's Halle, North und Blake Str. 6. Ward No. 1 Spritzenhaus, Indiana Ave. 7. Ward 721 L aw Building. 8. Ward Jndiana Democratic Club. 9. Ward-Little's Hotel, East und Washington Straße. 10. Ward Mangold Halle, 1339 Prospect Straße. 11. Ward Columbia Halle, Delawäre und McCarty Straße. 12. Ward Parnell Halle, West und McCartn Straße. 13. Ward Phoenix Halle, Morris und cerldlan (birafce. 14. Ward 1190 Kentucky Avenue, Cook's Halle. - 15. Ward Town Hall, Haughville. .Wie ersichtlich sind für die 3. und 4. Ward keine Conventions-Plätze be. stimmt worden, woraus zu schließen ist, daß in den beiden Wards von den Lemokraten keine StadtrathsCandidäten AH.st.stf H,rw wsm UUlilUI WVlVkil VUVII I 5n der morsen Vormittag um 10 1 Uhr in der Tomlinfon Halle stattfindenden dem. Stadt-Convention wird wahrscheinlich Hr. Hiram Brown. Präs. des Jndiana Democratic Club", den Vor- ' I sitz führen. 7-' I 1 Die Demokraten der 12. Ward haben sich als 12. Ward Jefferfon Club" 1 1 1 oraanifirt und solaende Beamte er. wäblt: Präsident. ssarrnMein: Secre. X. m?sfm ffNnThon. c:rtfemift,r 7 r 1 r t , - 1 Ul, VtUIUIII "WUlUkil) VyUWlHV. John Fleming; TrusteeS. Al Shinn, Georae Casbmer und Öermann Feder. Der Club zählt bereits mehr als 150 ' 1 ' Mitglieder. ' Deuttckes Saus -Gartenconcert, ' Wfiimh nird wZ? nnnMndmt an stelle der MilZr.llaNe der ??ttt1 V V V V ' V V 0 W V sche Club und Musikverein nebst Orche. ster unter Prof. Ernestinoff's Leitung beim Gartenconcert u. Sommernachtsfest im Deutschen Hause concertiren. Als Solisten'.sindFrauJosephine Brem. merman-EdmundS und Herr O. W. Jsensee für den Abend gewonnen wor. den und wird folgendes intereffante Programm zur Aufführung gelangen: m,... .ciw. .c...... lutuiiuiitu ivicu i ' Orchester. Ouvertüre: Leichte Cavellerie" Suppe Orchestrr. Manana" Missud Orchester. b. "Rosetide" Spicker - a. Awake" Breu Manner-Chor. YesorNo" ,.. Kunkel Frau Josephine Bremmerman.Edmunds. r?-i s -nn ra:rfi I " CCllUCb Ui IUC UC11 , VlUCi nrcUUlCIl'Vy Vi. TQnr(nrthei" ftesrnunb " m?z.x, o.rt JhySentiaelAmI" , .... Saison 5err O. W. Menses. Liebe und Lenz" Weinzierl Gemischter Chor und Orchester. .An Aftemoon Tea" ReiUx Orchester. .La Varearolle" Waldteufel Orchester. .öiawatha" Moret Orchester. Indianapolis Schankwärter Union.
Die Mitglieder der JdianapolislAuSflug nach den Niagara Fällen
Sckankwärter Union" haben die Mit tbeiluna einer bieliaen enaliscben Zeituna. daß sie beschlossen hätten, in nfimft m isfit mthr tion hm mWm tractiren zu lassen, als schnöde Verv . i. rtN!l7t. ,ti iaumoung oezenel. w union zagn zur Zeit 215 Mitglieder. In der letz. ten Sltzung wurden 55 neue Mltglle
Der Circus kommt!
Am Montag trifft Wallace hier ein. großes Circus Wte bereits angelündlgt, wird am nächsten Montag, 27. Juli, der große WallaceCircus hier eintreffen und am Nachmittag und Abend auf den Gründen an der West Washington Str. Vorstellungen geben. Am Vormittag findet die StraßenParade statt, welche stets ein riesiges, Furore zu machen pflegt. An Man nigfaltigkeit und Großartigkeit pflegt sie stets alle anderen derartigen Para. den zu übertreffen. In derselben werden u. A. die riekann. Herr Wallace war der erste CircusBesitzer, welcher vor Allem aus ein vorzügliches Pferde-Material großen Werth legt. Deshalb werden in der Parade mehr Schotland Ponies zu sehen sein, als alle übrigen Circusse zusammen besitzen. Die verschiedenen Charriots und Schau wagen sind neu decorirt und die Go stüme, Pferdegeschirre etc. sind eben falls neu. Ohne Zweifel wird die diesjährige Straßenparade des Wallace Circus wieder eine großartige Schaustellung sein. Und die CircuS Vorstellungen selbst dürften an Reichhaltigkeit und Glanz wohl kaum je übertroffen werden. )t herrliche MondscheinBeleuchtung Und ihre Folgen. Auf der West 30. Straße nahe der Northwestern Avenue collldlrte letzte Nacht die von einem Farbigen kutscbirte Kutsche John I. Cooper Mit dem Buaav. in welchem der bekannte " Grundelgentyums-Agent Hranl hellI, f nin s n or i r i von vio. 010 uii nermoni ir. I rn . rfc cvi mn einer ame zum mlvernoe Pari binausfahren wollte. Die auf der Straße herrschende Finsterniß war sür v outjton veramwortttai, ve: wncyer r r m . i. ? yeuyouie u. ieme zeglelierill aus oem Buggy geMeuoert wurden uno wovei er eine schmerzliche und nicht ungefähr. liche Kopfverletzung erlitt, während r ni !i ... n c ... . Meme wnerm m" cm reaen davonkam, da sie auf ihn gestürzt . . wurde. Ter ertekte wurde von r. I Karstetter in Behandlung genommen. Mm m m ' PollZetttcheS ViUettet. I . rw a W ,, C e c t l P a l t o n, em zunges 'ca. del von No. 1709 Yandes Straße, I i n l .. rn.n wurde genern von oen caoiern Trimve uno Löwe verhaftet, weil i r I ibre Nachbarin Nora Slaale von No. 1705 sie anklagte, ihr ein Portemon naie mit Sl.65.Jnhalt stibitzt zu ha ben. Unter der Ank la ge des Groß. diebstahlS wurde von den Detcctlvs Kurtz und Lancaster der 23-jährige Haywood Hamilton von der W. Court Str. eingesteckt. Er ist beklagt Tom Downey's neues Zweirad gestohlen zu haben. Letzterer wohnt an der West Ohio Straße. Nachmittags veranstalteten die Radler Duncan und AStlnS eine Razzia aus die verdächtigen Müßiggänger und Buschritter in den Niede rungen. westlich vom White River zwiI tw . rv . w cri v Ä ; seyen oen Big üouz uno nanounu' z-spZ f. und 11 derartlae Brüder ers:.lten einstweilen ffretauartier in der I v i 4J I , lailon. i rr : . x. . li . r 1 1 i . ar a;ie oe ic o uciu uiuunc in b Stadt, Mucho's Lsngfellow H1.25-CiNttNNati U. zurück-91.25 via C. H. & D. Eisenbahn. Sonntag, den 26. Juli. Zwei spezielle Schnellzüge. Der erste fährt um 6:30 Morgens ab und führt . . t . . i. m , ohne Aufenlyatl ourq. )er jrociic fährt um 7:15 Uhr Morgens ad und bält nur in Rushville. Connersville und Samilton an ; Retourfahrt von Cincinnati um 6:20 Uhr Abends. BaseBall Cincinnati vs. Pittsburg. : Ma C. ). & D. und Erle Bahnen Dienstag, den 4. August. 87.00 Rundfahrt $7.0 Fahrkarten gültig für 12 Tage. Spezialzügc nUx Paffafito und Schlafwagen verlassen Jndiana oltt um 5 Uhr Nachmittags. Das Ueberliegen ist gestattet zu Chautauqua Lake und Cambridge Sprmgs.
Die 3sappcrs$snng
n Die Kampfstellung des Reptils und Mittel gegen Vergiftung. Cln (Sistkanal ?i Schlange im vkuhetu, stände GuteS Schutzmittel Wirkungen de SchlangengifteA und kmpsehlungen ine amerikanischen Forschers. Die berüchtigte Klapperschlange gehört zu den Kanalzähnern. Der breite platte Kops setzt start vom Halse ab. und der Giftzahn ist in seiner ganzen Lange von einem Kanal durchbohrt. der die Fortsetzung des Giftganges mlbet und q an ver yaarcyarsen spitze mit einer felnen Spalte ossnei. Im Ruhezustände ist die Klapperschlänge ganz wie ein Schiffstau zusammengerollt. Der Kopf ruht auf der äußeren Windung des Rmgels; Die j mit der Klapper endende Schwanzspitze! ist in der Mitte der Windungen aufgerichtet. Die Schwanzspltze ist bei allen Giftschlangen gewissermaßen der Maßttab der seelischen Erreauna. Wenn sie in zitternde Bewegung aeräth, so ist das immer ein Zeichen der beginnenden Zornwuth. Die Klapperschlangen haben eine Reihe von glockenförmigen Endschuppen, die fo ineinander greifen. daß ste lich nicht voneinander losen bei der Häutung, und deren Schütteln einen eigenthümlichen Nasselton hervorbrinat. So liegt die Klapperschlange ruhig in ihrem Verstecke, bis ste auf irgend eine Weise aestört wird. Bei einer plötzlichen Überraschung hat sie zuwei len nicht di; Zeit, ihre Kampfstellung einzunehmen: sie löst die Ringel nur, zieht den Hals zusammen, um chn wie der vorschnellen zu können, und offne' den weiten Rachen, in welchem die Giftzähne sich aufrichten. Sobald die störende Ursache, wie z. V. der Fuß eines Menschen in der Nähe ist, schnellt sie wie ein Blitz den Kopf vor und haut ein. Die meisten Verwundungen geschehen bei dem Anlasse, daß das ruhig liegende Thier von dem Vorübergehenden berührt wird. Höbe, feste Stiefel und dichte weite Beinkleider sind das beste Schutzmittel gegen Schlangenbisse. Hat die Schlange aber Zeit oder lauert sie auf eine Beute, so ringelt sie zwar den Leib em, hebt aber den Kopf auf dem zurückgebogenen Halse und legt ihn oft so weit zurück, daß man die Unterseite desselben sieht. Mit glühenden Augen folgt sie den Bewec ungen deö ersehnten Opfers, während die Schwanzipitze rn fieberhafter Erregung zittert. Plötzlich entrollt sich der Knauel, der Hals, der vorher zurückgebogen war, streckt ' sich, in dem geöffneten Rachen stehen die Glftzähne hervor, und - mit diesen baut die Schlange ein. um sofort den Kopf wieder zurückzuziehen und die Kampfstellung einzunehmen. Alle diese Bewegungen erfolgen m?t solcher Schnelle. daß das Auge ihnen kaum folgen kann. Die furchtbaren Wirkungen de.3 Schlangengiftes sind bekannt. Die durch den Biß verursachte Wunde, ist an und für sich nicht belangreicher als ein Nadelstich und wird oft kaum emPfunden: aber nach ganz kurzer Zeit schon schwellen die Gewebe auf, und es treten rapid verlausende ZerstorungsProzesse ein. während sich gleichzeitig Athemnoth und Herzschwäche emstellen, die zu den qualvollsten Erscheinungen und in schwereren Fällen zum Tode fubren. Ein sicher wirkend Gegenmittel kennt die ärztliche Wissenschaft bisher leider nicht. Aber es ist interessant zu hören, was Weir Mitchell, ein bekannter amerikanischer Forscher, der iahrelang die gefährlichsten Versuche mit Schlangen und Schlangengist angestellt hat, darüber sagt: Man hat mich oft gefragt, was ich thun würde, wenn ich, fern von Hilfe, gebissen würde. Wäre die Wunde an einem Finger, so wurde ich zu emem Messer oder einem glühenden Eisen meine Zuflucht nehmen. Fehlt em fol ches, so ist es weise, das Gift aus das gebissene Glied durch zwei llmschnurungen zu beschränken, die so fest angezogen werden müssen, daß jede Blutcirkulation aufgehoben wird. Die durch die Aufregung noch vermehrte Herzschwache kann getrost durch nemlich erhebliche Dosen von Branntwein bekämpft werden. So bald als möglich muß man den Biß und seine Umgebung mit übermangansaurem Kali, Aetzkali oder Aetznatron. Jodtinktur oder Eisenchlorid durchtränken. Dur) Massiren und Kneten bringt man in den Geweben das Gift und das Gege-i-gift zusammen und zerstört ersteres fast gänzlich. Dann ist die Umschnürung zu losen, um Brand zu verhindern. Eine geringe, noch unzerstörte Menge des Giftes tritt dann wohl in das Blut , mi , I r . r - i c t rj; uoer. aican iegi oyorx vie umzcynurung wieder an und wiederholt die BeHandlung mit dem Gegengifte. Wenn aber die Menge des eingespritzten Giftcs groß und die Hilfe fern ist, so helfen außer dem Messer und dem Gluheisen alle anderen Rutel nicht viel. Ging scylaseno tn oen Tod. In Starnfork, Conn., spazierte dieser Tage Frau SarSH C. Bliß, die schon längere Zeit an Melancholie litt. rn schlafendem Zustande in die Bay hinein und. ertrank. Seit der vor etlichen Monaten erfolgten Verheiratbuna ihrer Tochter. , wogegen die Frau energischen Einwand, erhoben, war eine . '' . . . v i. :i : c , völlige uuilvanvlunJtül xqt vvrgc-
Erenze!
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Neid lassen.
der aufgenommen. R. P. A l g e o, D. P. A.
gangen.
