Indiana Tribüne, Volume 26, Number 283, Indianapolis, Marion County, 22 July 1903 — Page 6
Iiidiana Tribüne. 22. Juli 1903.
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Europäische Nachrichten. Frovinz Westfasen. B o ch o l t. Bürgermeister a. D. Bernhard Degener ist hier im 74. Lebensjahre nach längerer Krankheit gestorben. Derselbe hat 36 Jahre hindurch von Juli 1860 bis Juli 1893 an der Spitze des hiesigen Gemein-
dewejens gestanden, das wahrend dieser Zeit eine bedeutsame Entwickelung, namentlich durch das Aufblühen der Textilindustrie, zu verzeichnen hatte. Seit 1896 lebte der Verstorbene im Ruhestande. Brambauer. Der Wirth Wille erschoß seine Frau und dann sich selbst. Das Ehepaar hinterläßt sechs Kinder, von denen das älteste erst zehn Jahr: alt ist. D o r st f e l d. Die Wittwe Christine Wagener von hier wurde auf der Kaiserstraße von dem Fuhrwerk des Vierverlegers Bader aus Dortmund überfahren. Die Verletzungen waren derart, daß die alte Frau starb. Dortmund. Invalide August Wolff, Hermannstraße 39, war auf sein Dach gestiegen, um eine Reparatur auszuführen. Infolge eines Fehltrittes stürzte Wolff vom Dache und war sofort todt. G e s e k e. Der im Juli 1901 von hier verschwundene Sparkassencontrolleur Lenze hat sich einer hier eingegangenen Nachricht zufolge am Michigansee in Amerika als Farmer niedergelassen. Hagen. Der Kaiser hat den zum Tode verurtheilten Arbeiter Stein zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt. Haspe. Von einem harten Schlage wurde die Familie des Schmiedes Sichelschmidt betroffen. Das 4 Jahre alte Töchterchcn spielte auf der Straße und begab sich dann an einem Ham merteich, um Blumen zu pflücken. Hierbei fiel das Kind ins Wasser, und da Hilfe nicht zur Stelle war, fand es seinen Tod. L e n g e r i ch. Ein eigenartiges Unglück ereignete sich hier, indem der Bauernsohn Planthold beim Ausschachten einer Grube in den sogen. Quellsand gerieth und von demselben hinabgezogen wurde, ohne daß von Umstehenden Schritte zur Rettung unternommen werden konnten. Plant hold wurde später todt hervorgezogen. Lüdenscheid. Schornsteinbauer Pfeffer aus Wagen war an einem Fabrikschornsteine hier mit der Reparatur eines Blitzableiters beschäftigt, als er plötzlich aus einer Höhe von etwa 50 Meter von dem Gerüst in die Tiefe stürzte. Der Mann lst seinen Verletzungen erlegen. Rebbkke. Bei Hörste wurde in der Lippe die Leiche des im bestenMannesalter stehenden Kötters Beißler von hier aufgefunden, den man seit einige? Zeit vermißte. Westernbodefeld. Landwirth Dünebacke wollte vermuthlich von seinem schwer beladenen Fuhrwerk abspringen, gerieth darunter und würd? kurz darauf todt aufgefunden. Zwei Räder waren ihm über den Kopf gegangen. VHeinprovinz. Köln. Im hiesigen Dom wurde der neue Weihbischof, Domdechant Professor Joseph Müller, durch den Erzbischof Fischer unter Assistenz des Bischofs Voß . Osnabrück und des Weihbischofs Gockel - Paderborn zum Bischof geweiht. An der Feier nahmen das gesammte Domkapitel und die Spitzen der Behörden theil. In dem großen Holzlager der Goldleistensabrik der Firma Karl Koenemann, welches in der Wißmannflraße gelegen ist. brach Feuer aus. Das Lager brannte vollständig nieder. Vier dem Lager gegenüber liegende Häuser wurden ebenfalls von den Flammen zerstört, ebenso die in der Wißmannstraße liegende Schule. A h r w e i l e r. Der höchste katholische Geistliche der preußischen Armee, Dr. Johannes Aßmann, ist hier. WZ er in einem Sanatorium Heilung gesucht hatte, aus dem Leben geschieden. Bonn. Dem ordentlichen Professor der, Rechtswissenschaft, Landgerichtsrath Dr. Conrad Cosack, ist der Charakter als Geheimer Justizrath verliehen worden. Cosack wirkt seil Herbst 1896 hier als Ordinarius. E l b e r f e l d. Der etwa 70 Jahre alte Hausbesitzer Friedrich Kohl, Eigenthümer der Häuser Ludwigstraße No. 13 13a, ist gestorben. Beim Durchsehen des Nachlasses des als Sonderling bekannten Junggesellen fanden die lachenden Erben ein in guten Papieren angelegtes Vermögen von 800,000 Mark. G l a d b a ch. Der als Trunkenbold bekannte 48jährige Maurer Mathias Höhnen hat in feiner Wohnung zuerst seine Frau und dann sich selbst erschossen. Das Ehepaar hinterläßt 12 Kinder, von denen ein Theil noch immun dig ist. Koblenz. In einem hiesigen Ho tel erschoß sich der Cand. jur. Ernst Bethge aus Steglitz bei Berlin. K u e s a. d. Mosel. In der Hausbibliothek des hiesigen Klosters wurde neben vielen anderen werthvollen Fun den ein Guttenberg'sches Original entdeckt. Saarbrücken. Als das 3jährige Söhnchen des Bahnwärters Ecker bei der Grube Dechen das Geleise über schreiten wollte, wurde es vom Zuge tu faßt und getödtet. Trier. Des Mrdes des Försters
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Der amerikanische kardinal JameS Gibbons.
Der bekannte Prälat, welcber von
tristt heute in Rom ein, um beim Conclave anwesend zu sein.
Junk sind nunmehr die Taglöhner Jacob und Peter Rosenkränzer und der 16jährige Michel Kaiser angeklagt. Die Sache wird schon vor dem nächsten Schwurgericht hier verhandelt werden. Die Rosenkränzer sind mehrfach vorbestraft und Kaiser, welcher eine Schußwunde am Fuße hat. schoß schon als 14jähriger Junge auf seinen Vater. Alle drei stammen aus Reveris. Provinz Kcsfctt'??nfsau. Kassel. Generalmajor z. D. Adolf von und zu Schachten, Haupt el ner der ältesten hessischen Adelsfamt lten, bis zum Jahre 1866 der kurhess!schen Cavallerie angehörend, dann in die preußische übernommen, 1870 71 und auch noch während der Occupation Adjutant Manteuffels, zuletzt und bis zum Jahre 1902 Brigadecommandeur in Hannover, ist, 65 Jahre alt, einem Schlaganfalle hier erlegen. Sein 25jähriges Geschäfts- und Meister-Ju-kiläum beging Bäckermeister Christian Stremme hier, Frankfurter Straße wohnhaft. Aus diesem Anlaß gingen demselben zahlreiche Glückwünsche von nah und fern zu. Bockendorf. Bürgermeister Strack ist Hierselbst gestorben, nachdem er 29 Jahre in der Gemeinde thätig war. E m s. Bürgermeister Spangenberg, der seit 1880 an der Spitze des hiesigen Gemeindewesens steht, hat aus Gesundheitsrücksichten zum 10. November d. I. seine Versetzung in den Ruh 'stand beantragt. Seine 12jährige Amtsperiode würde am 23. November beendet sein. Frankfurta.M. DerBegründer der Höchster Farbwerke, Dr. Eugen Lucius, der von 1878 bis 1879 preu ßischer Landtagsabgeordneter war, ist hier gestorben. Postbaurath a. D. Cuno wurde anläßlich des 80. Geburtstages zum Geheimen Postrath ernannt. Im Alter von 87 Jahren starb Dr. phil. Karl Oppel. der Se nior - Lehrer der Musterschule, deren Jubiläum er noch rüstig und frisch gefeiert hat. H o ch h e i m. Der Mitdirector der Buraeff'schen Schaumweinfabrik, Otto Hummel, ist im 36. Lebensjahre gestorben. Nassau. Die 60jährige Schwiegermutter des Likörfabrikanten GieS versuchte mit Petroleum Feuer anzu zünden. Es entstand eine Explosion und die Frau erlitt solche Brandwunden. daß sie trotz rascher Hilfe starb. Roth. Der in einem Steinbruche thätige Arbeiter Günther wurde von einem herabstürzenden. Stein derart schwer verletzt, daß er an den Folgen der Verletzungen verschied. Wiesbaden. Der Sohn des Commercienrathes Albert, Ingenieur Paul Albert, der frühere Weltmeisterradfährer. ist mit einem Automobil schwer verunglückt. Als er m Vegleitung eines Monteurs eine Thalmuld: vor Nieder - Jngelheim Durchfuhr, überschlug sich infolge des riesigenTempos das Automobil und beide Insassen wurden herausgeschleudert. Albert war sofort todt, während der Monteur schwere innere, sowie äußere Verletzungen erlitt. Winkel. In einem Anfalle von geistiger Umnachtung erschoß sich der WeZngutsbesitzer Fr. Geromont. Derselbe war Mitbearünder und Vorsteven vcr yemiscyenaortt Mromonr, dqi denberg & Co. Hierselbst. Mitteldeutsche Staaten. Altenburg. Der Bundesrath stimmte in einer Sitzung dem Antrags von Sachsen - Altenburg betreffend Prägung von Denkmünzen aus Anlaß des 50jährigen ' Regierungsjubiläums des Herzogs Ernst von Sachsen-Alten-bürg zu. Braunschweig. Die Familie
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V V ' ; ' V V X 5 , ..' . f V c IX i AV f,K i i ' v j. Leo XIII. den Cardinalshut erhielt. oes Proruristen Martel von yter wurde bei Herzberg im Harz vom Blitz getroffen. Martel wurde sofort getödtet. die Frau gelähmt und ein Sohn leicht verletzt. Der hiesige Fuhrherr Hans Eötte fiel bei Lehndorf von seinem mit Kies beladenen Wagen, die Räder gingen ihm über beide Beine und über die Brust, so daß er bald darauf an den schweren inneren Verletzungen ver starb. Dessau. Die Einweihung der fünften neuerbauten evangelischen Kir che, die den Namen Petruskirche erhalten hat. im romanischen Stil gebaut ist und eine Zierde der Stadt bildet, fand hier statt. D e t m o l d. Das hiesige Landge richt verhandelte kürzlich die Klage des Grafen Erich zur Lippe - Weißenseld gegen den Regenten des Furstenthum Livve Grafen Ernst zur Livve - Wieslerselv, dessen Zugehörigkeit zur gräfllch llppischen Familie Graf Erich cestreitet. Die Klage wurde vom Land gericht abgewiesen. G o t h a. Die Hofdame der Herzogin - Wittwe Alexandrine, Fräulein Marie Meßmer, ist hier im Alter von 76 Jahren gestorben. Sie hat der am sen Fürstin 59 Jahre lang treu zur Seite gestanden. Ihr Bruder ist der noch lebende Staatsrath Meßmer in Koburg. Jena. Dr. Max Schasler, ein bekannte? Aesthetiker und ein alter Achtundvierziger, ist im Alter von 84 Iahren gestorben. Kleingeschwenda. Ein deutscher Reisender ist beim Uebergang oon einem Waggon zum anderen in der Nähe des Bahnhofes Taverne unter den Gotthardzug gefallen. Er brach beide Beine und wurde nach dem Kantonsspital in Mendrisio verbracht, wo ihm die beiden Unterschenkel unterhalb des Knies abgenommen wurden. Er überstand die Operation mit großer Seelenstärke. Der Verunglückte ist Gustav Sölle von hier. K ö t h e n. In hoffnungslosem Zustände wurde der Dienstknecht Henning aus Gnetsch in das hiesige Kreiskrankenhaus eingeliefert. Er war von den Pferden eines von ihm geführten Wagens geschleift und mehrfach auf Brust und Leib getreten worden, außerdem mit dem Kopfe gegen die Räder geschleudert worden. L e m g o. Der 28jährige Sohn des Schlächtermeisters F. Koch ertrank beim Baden der Pserde in der Bega. Meiningen. Im 97. Lebensjähre verschied Geheimrath Dr. theol. und phil. Albert Weidemann, Oberschulrath a. D., langjähriger Referent (für Schulangelegenheiten) im Ministerium. Als 70er in den Ruhestand getreten, konnte er noch sein 25jähriges Pensionsjubiläum feiern. Weimar. König Wilhelm von Württemberg ist der Goethe - Gesellschaft als lebenslänglicheZ -Mitglied beigetreten. Wolfenbüttel. Im Alter von 79 Jahren verschied der Schulinspectoc a. D. Christian Kost. Derselbe war fast 50 Jahre lang im Schuldienst thätig. Schreckliche Leiden erlitt die Mannschaft des schiffbrüchigen belgischen Dampfers Nens", der ein unsichtbares Wrack anlief und sofort sank. Ein Mann ertrank in seiner Koje. Die übrigen elf Mann klam merten sich an ein gekentertes Boot; davon sanken vier alsbald und weiter: drei infolge völliger Erschöpfung. Die letzten vier Mann wurden nach 22stündigem Umhertreiben in erbärmlichem Zustande von einem norwegischen Dampfer Primo" gerettet, der sie bei Christianssand landete. Die Geretteten scheinen zu aenesen.
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An Islands Liüllc.
Leiden der Aanufchaft eines gcstrandetcn deutschen FischdampferS. Die schreckliche Leidensgeschichte einer deutschen Schiffsemannung hat den deutschen Seesischerei-Verem veran takt für CcfitfffiriiÄTp nr Wr n J 's I .v V4 wirtlichen Südküste Islands SchutzKulten (Äaaken mit Rettunashausl er richten zu lassen, die ein notbdürftiaes Unterkommen und die Möglichkeit der Erwärmung und Erfrischung bieten. Ferner beschloß der Verein, für die bei Island arbeitenden Fischdampfer eine genaue Harte der gefährlichen Ku:e ansertlacn zu lauen, rin den lekten vier Jahren sind hier nicht weniaer als drei deutsche Fischdampfer zu Grunde gegangen, zulegt, am 19. Januar d. I., der Friedrich Albert," dessen aus zwölf Mann bestehende Lesatzung zum Theil noch ois vor Kurzem krank in isländischen Hospitälern darniedcrlag. apitan und Äcaunzchast hatten, nach dem sie sich durch die Branduna ae:ct tct. schreckliche Leiden ausstehen müslen. Elt Taae lanq irrten sie in der sumpfigen Küsicnlandschaft umher, wo reißende Elctscherströme oft unüberwindliche Schwierigkeiten boten. Kälte. Stürme und Schneeaestöber sekten ihnen furchtbar zu, und dazu gesellte sich der qualende Hunger, dem vier Mann nach und nach erlagen. Die uderlccnden acht Mann erreichte: schließlich mit Hilfe eines nothdürftig zuiammcnaezlmmerten Schrnsschllt tens ein ärmliches isländisches Vauernhaus, wo die zu Tode Erschöpften die erste Pflege fanden. Vier cann munien im JjoiPital zurück Iaeii werden, weil ihre schweren Frostwunden die Abnahme der Füße oder Zeren nothig machte. Nur der Kapitan und drei Mann konnten den acki iägigen Ritt nach der Hauptstadt Js? lands. Reykjavik, aushalten: sie trafen im März in ihrer Heimath ein. Die vom Seeamt Vrcmerhaven einaeleitete Untersuchung der Strandung wurde bis zur Rückkehr der noch auf Island zurulZaebttebeen euaen vertagt, dem Kapitän ward jedoch eröffnet, daß ihm die weitere Ausübung des Schiffergewerbes gestattet bleibe. Aus dem Z.rbcn cincs altcgyplischc'. Dslliicrs. Heinrich Brugsch-Pascha hat einen 1400 Jahre vor unserer Zeitrechnun geschriebenen Brief eines egyptischen Gelehrten veröffentlicht, worin über das Offlziersleben Folgendes gesaa wird: Der Schriftgelehrte Amencmophi sagt zu dem Schriftgelehrten Pen-beha: Dieser Brief wird an Dich gelangen. Wohlan! Richte Deine Aufmerksamkeit auf die literarische Arbeit! Angenehm ist es, ein Schnftgelehrte? zu sein. Was soll deshalb Deine Rede bedeuten, es sei angenehmer, ein Soldat als ein Schriftgelehrter zu sein! Ich will Dir den Zustand eines Offiziers schildern, eines vielge plagten. Als Knabe wird er herbeigeholt, um in die Soldatenschule gesperrt zu werden. Einen betäubenden Schlag versetzt man seinem Leibe, einen fürchterlichen Hieb seinen Schläfen, sein Haupt klafft auf von einer blutenden Wunde, man legt ihn nieder und preßt ihn wie ein Bücherblatt. Er fühlt sich zermalmt von den Schlagen. Komm! Laß Dir einen Marsch nach dem Lande Phönizien schildern! Sein Weg führt über die Höhenzüge hinweg. Sein Brod und sein Wasser ruht auf )tmm Schultern gleich einer Eselslast. Sie machen seinen Nacken steif wie den eines Efels. Die Wirbel seines Rückgrats krümmen sich. Er löscht mit stinkendem Wasser seinen Durst. Kommt er an den Fe'.nd, so ist er ein gefangener Vogel, dem die Kraft an allen Gliedern fehlt. Kehrt er heim nach Egypten, so gleicht tz einem wurmstichigen Holze. Ihn, den Kranken, legt man auf eine Tragbahre, er wird auf dem Efel transportirt, während seine Kleider heimlich gestohlen werden und fein Diener die Flucht ergreift. 5Zcrzcnstärkctt. Heutzutage, wo die verschiedenen Beleuchtungs arten miteinander in heftiger Fehde liegen, eine Gesellschaft mehr Reklame für ihr Licht macht als die andere, und immer wieder darauf hingewiesen wird, daß dieses Licht so und so viele Kerzenstärken besitzt, wird es jeden Laien intercssiren zu erfahren, wie diese Kerzenstärkcn gemessen werden. Daß man da nicht so und so viele Kerzen anzündet und diese Beleuchtung mit dem zu prüfenden Lichte vergleicht, ist selbstverständlich. Die Kerzenstarken werden vielmehr mittelst eines Fettfleckens gemessen, und zwar in der Weise, daß man einen aufgespannten Papierbogen, der mit einem Fettflecken versehen ist. zwischen eine Normalkerze und. das zu prüfende Licht bringt und zwar so. daß der Fettfleck nicht mehr zu bemerken ist. Hieraus wird die Entfernung zwischen dem Lichte und dem Papier und von hier bis zur Kerze gemessen, und diese Zahlen zum Quadrat erhoben und durcheinander dividirt. Ist z. B. die Kerze 8 Zoll vom Papier ent. fernt, die Lampe aber 24 Zoll, so wird 24.24 8.8 gleich 9 sein. Die Lampe hätte also 9 Kerzenstärken. Die Normalkerze hat als Brennmaterial einen Docht, der, mit Amylazetat gesättigt. eine Flammenhöhe von 1j Zoll besitzt. Gefährlicher. Ich habe mein Leben schon in 'zwei Pistolenduellen riskirt." Pah. ich habe eine Automobilwettfahrt mitgemacht."
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