Indiana Tribüne, Volume 26, Number 283, Indianapolis, Marion County, 22 July 1903 — Page 4

Jndiana Tribüne, 22 Juli 1903.

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Zndiana Tribüne. Herausgegeben von der Sutenderg Q. Indianapolis, Ind.

ßarry O. Thudium Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPH0E 2. nie.-cJ at the Post Office of Indiantppli a econd class matter. Unser Neuigkeiten - Dienst. Für die vielen anerkennenden Schre! den und Botschasten, welche auf dem Redactionstische über den trefflichen Nachrichtendienst anläßlich der letzten Krankheit Leo's XIII. einliefen, sagen wir den freundlichen Lesern herzlichen Dank. Worte der Anerkennung sind besonders angenehm, wenn sie verdient sind. Ein Freund unseres Blattes be tont mit besonderer Genugthuung, daß er aus unseren Depeschen sich ohne Mühe einen klaren Ueberblick über die Situation in Rom verschaffen konnte, und fügt hinzu, daß die Berichte in englischen Zeitungen die Tendenz hatten, den Leser zu verwirren. Ueber diese letztere Bemerkung dürften ein paar Worte angebracht sein. Unter den vielen Telegrammen, die bei einem solchen Ereignisse kommen, sind gewöhnlich über die Hälfte werth, los. Die Depeschenredacteure englischer Zeitungen lassen dieselben nach flüchtigem Lesen, wie sie einlaufen, drucken. So kommt es, daß neben den authentischen Nachrichten auch persönliche Ansichten von Zeitungscorrespondenten, die sich urtheilsfähig und verpflichtet fühlen, irgend Etwas zu be richten, mit unterlaufen, obgleich sie völlig werthloS sind. Der Tepefchen-Redakteur der deutschen Zeitung muß aber erst jede einzelne Depesche, die natürlich alle in englischerSprache kcmmen, ins Deutsche übersetzen. Dies allein bedingt eine sorgfältige Prüfung des Inhalts und der scharfblickende Depeschen-Redakteur weiß die echten Nachrichten von den unauthentischen sofort zu unterscheiden. Die letzteren wandern gleich in den Papierkorb, denn dem Leser kann unmöglich an der Ansicht deS Herrn So und So, der sich gerade in Rom befindet, liegen. Sein Urtheil wird nur durch den Wust von Nachrichten verwirrt. Die ofsiciellen Nachrichten allein sind es, die die deutschen Zeitungen ihren Lesern auftischen und diese sind allein wichtig. Solch Eorrespondent in Rom erhält den Auftrag von seiner Zeitung, täglich eine gewisse Anzahl Worte über den Zustand des Papstes zu telegraphiren wenn er kein Material hat, so zieht er an seine Einbildungskraft und je kühner er schlußfolgert, je sensationeller seine Berichte sind, desto besser. Ebenso verhält es sich mit dem Nach richtendienst im Jnlande. Eine ofsi cielle Depesche, die in 6 Zeilen alles sagt, wird künstlich, in die Länge gezogen und ausgeschmückt, so daß es unmöglich ist, das Wahre von dem r dichteten zu scheiden. Eine Localnachricht, sagen wir ein Selbstmord, wird mit dem Schein des Romanhaften verklärt, trotzdem es ein ganz gewöhnlicher, durch keine besonderen Begleiterscheinungen bemerkenswerther Vorfall ist. Der denkende Leser weiß dies und schätzt die deutsche Zeitung als Jnformationsquelle hoch. Er weiß, daß, wenn die deutsche Zeitung berichtet. Dies ist passirt, die Nachricht glaubwürdig ist. und wenn sie schreibt Es verlautet", daß es sich nur um ein unbestätigtes Item handelt. Deshalb hat auch der Teutsche Vertrauen in seine Zeitung. Daß er dies Vertrauen nicht durch eine kräftigere Unterstützung der Zeitung bethätigt, ist traurig ober wahr. Selten denkt er darüber nach, welch' untergeordnete Stellung das Deutschthum ohne eine kräftige Presse in Land und Stadt ein nehmen würde. Ja Viele sind Undankbar genug, Druckarbeiten und Anzei gen einer anderen Zeitung oder Drucke rei zu geben, trotzdem sie das ganze Jahr hindurch kostenfreie Puffs für ihre Vereine forderten und erhielten. Wenn es einer deutschen Bestrebung gilt, dann erinnert man sich der Wich tigkeit der deutschen Zeitung. Diese Wichtigkeit zu verstärken, sollte sich jeder Deutsche zur Aufgabe machen. Nur eine starke unabhängige deutsche Zeitung kann die Kämpfe des Deutsch thumS gegen Nativisten und Mucker thum erfolgreich führen. Ist dieselbe nicht vorhanden, so werden deutsche Bestrebungen Schritt für Schritt zu rückgedrängt werden.

Um der deutschen Zeitung Wucht und Nachdruck zu geben, sollte jeder Deutsche bereitwilligst seine Unt'rstützung zollen. Die deutsche Zeitung ist das Banner, auf welches in Zeiten, der Noth und Bedrängniß der Deutsche blickt. Aber nur, wenn er sich allzeitig um dasselbe schaart und tragen hilft.kann seineSache mit dem nöthigen Nachdruck geführt werden, der den Erfolg sichert. Der deutsche Leser stellt höhere Ansprüche an seine Zeitung wie ir gend ein anderer. Man kann ihn nicht mit dem Blödsinn abspeisen, den Phantasie begabte Eorrespondenten der gelben Presse ihren Lesern auftischen. Die Neuigkeiten müssen authentisch, der Lesestoss mit gutem Urtbeil gewählt sein. Die Tribüne" ist stets, ohne auf den Kostenpunkt zu achten dies zu thun bemüht, sie wird stets ihre Schuldigkeit thun, wenn das Deutschthum seiner Pflicht eingedenk sie unterstützt.

Die kürzlich an dieser Stelle geäu ßerte Vermuthung, daß unser sögenannterMandschureierfolg nichts weiter sei als ein Luftgebilde, findet bereits Bestätigung. Gesandter Eonger hatte am Montag eine Unterredung mit Prinz Ehing, dem Vorstande des Pekinger auswärtigen Amtes betreffs der Ocffnung der Mandschureihäfen. Die Besprechung ergab, wie etwas euphemistisch gemeldet wird, kein bestimmtes Resultat. Es heißt dies also, daß Ehina vorerst von Rußland keine Erlaubniß erhält, Häfen für den Welthandel zu öffnen und daß damit auch noch keine Aussicht auf den Abschluß des Vertrags mit Ehina vorliegt. Eongers Berichte sind stets einfach und klar, ohne phantastisches Hoffnungsgeklingel und die Vertrauensseligkeit seiner vorgesetzten Behörde gegenüber den Zielen der russischen Poli tik hat er noch niemals getheilt. Den Umstand, daß am Sterbetage des Papstes ein Eapitän der päpstlichen Armee und ein italien. Offizier, die Beide ein Zufall in dieselbe Eapelle geführt, neben einander knieend ihre Gebete verrichteten, veranlaßte die kühne Phantasie Mancher, von einer bevorstehenden Aussöhnung des ital. Staates und der Curie zu fabuliren. Es ist ganz selbstverständlich, daß die Aussichten auf einen derartigen Ausgleich anstatt besser geworden zu sein, durch die Erhöhung der päpstlichen Macht unter Leo bedeutend ungünstiger stehen als 2 Jahrzehnte zurück. Wer die Geschichte der Römischen Kirche kennt, kann sich keinen Au. aenblick dem Gedanken binaeben. dan das Papstthum je ohne zwingende! v v Gründe auf den Anspruch zur weltlichen Herrschaft verzichtet. Zu Erwägungen nachgiebiger Art haben die Diplomaten des Vatikan derzeit durchaus keinen Anlaß. Bliebe somit nur der Ausweg, daß j der italien. Einheitsstaat liquidirte, um abermals die Segnungen der Duodezregierungen zu ermöglichen. Auch eine derartige Annahme ist jedoch trotz aller Mißstände des modernen Italiens mehr als chimärisch. Polizeiliches Allerlei. Ein rechtes Wort zu rechten Zeit. RichterStubbs vom Gerichte ür jugendliche Sünder hielt gestern Abend beim Appell der Polizei-Mann-chaft eine längere Rede, in welcher er die Vorzüge des sog. P r o v a i o n s-S y stemö" zur Besserung jugendlicherSün der des Längeren auseinandersetzte und den Polizisten an's Herz leate. nicht jedes Kind, da einmal ein Vergeben gegen die Stadt- oder Staats-Gesetze begeht, wie einen Verbrecher zu behan dein. Die Eltern und die Nachbarn, welche Klagen gegen Kinder erheben. sollten von der Polizei in diesem Sinne unterrichtet werden. Schon jetzt habe sein Gericht eine segensreiche Wirksam kelt zu verzeichnen, und von etwa 253 jugendlichen Sündern seien nur 30 al unverbesserlich zu betrachten, und ihnen würden auch schärfere Strafen, als die Ueberwachung seitens der ProbationS Beamten auferlegt werden. Würden alle Kinder, die sich eines Vergehens schuldig machen, in'S Gefängniß oder Arbeitshaus gesandt, so würde die Zah der Verbrecher nur stetig vermehrt wer den. AlS muthmaßlicher Gei fteskranker wurde von den Radlern Simon und Morgan Abends der Bar bier Jn G. McCoy aus LouiSville in Gewahrsam genommen, der am Ver folgungswahn zu leiden scheint.

Indianapolis Deutsche Gegcns. Feuerverslch. - Gesellschaft. Jahresversammlung. Günstige Berichte der Secretärin. Beamtenwahl. Frl. Charlotte Dinkelaker, die bewährte Secretärin, einstimmig roiedererroählt.

Die Jndpls. Deutsche Gegenseitige Feuer Versicherungs - Gesellschaft hielt gestern Abend ihre 19. Jahres-Ver-sammlung, verbunden mit Wahl der Directoren und deS Secretärs statt. Dieselbe war sehr gut besucht. Bevor zur Wahl geschritten wurde, kamen die Berichte der Secretärin Frl. Dinkelaker zur Verlesung. Der von ihr eingereichte FinanzBericht lautete wie folgt : . Activa am 15. Juli 1903 5337.608.9 Passiva keme Einnahmen $ 19,513.27 Ausgaben 6,916 28 Ueberscbub am 15. Juli 1903 . . . 12,596.99 Aus dem Bericht für Versicherungen geht hervor, daß die Gesammt-Verstche. rungen, welche jetzt in Kraft sind, sich auf $4.209,160.90 belaufen, eine Zunahme von $132,084.54 gegen das verflossene Jahr repräsentirend. Laut dem letzten Jahres . Bericht waren 4089 Policen in Kraft, die Zahl derselben war am 15. Juli 1903 auf 4191 angewachsen. Während des verflossenen Jahres 34 neue Mitglieder aufgenommen. so daß die Zahl der Mitglieder sich am 15. Juli d. I. auf 2231 belief. Zunahme der Versicherungssumme mährend des Jahres. . . .$132,084.64 Zunahme der Actien wahrend des Jahres 9,004.07 Gesammt-Ginnahmen in 19 Jahren 214,367.79 Jesammt , Verluste erlitten und bezahlt in 19 Jahren 57,929.43 Nachdem dieser so außerordentlich günstige Bericht zur Verlesung gelangt war. wurde zur Wahl der Beamten geschritten. Dieselbe ergab folgendes Resultat: ' Secretär Frl. Charlotte Dinkelaker. Directoren Charles Nuerge, August Aldag, Hermann Lohß. Albert Sahm, Floribert Michaelis, Charles Balke, Val. Schaaf, Geo. E. Krauß. Frl. Charlotte Dinkelaker wurde gestern Abend einstimmig für das Amt deS Secretärs wieder erwählt; seit dreizehn Jahren hat sie dasselbe in pflichtgetreuer Weise verwaltet. Nnfalls-Chronik. Von weißglühendem Eisen verbrannt. Wieder eine Gasolinofen-Explosion. Andere Unfälle. Herbert Whitmore ry- nnn w r r r" (w. von No. 1302 Süd Sheffield Ave., ein Ar beiter der 5)lndianavolis Drov ftorae Company, erlitt während der Arbeit m , u X' . . A, o, Verletzungen, die ihm vielleicht 02s Leoen lo,ien weroen. enn als er oamll . n . . . , . beschäftigt war, zwei welöglühende Eisenstanaen zu verschweißen (nie der chnische Ausdruck lautet), entschlüpfte uiC0"b c . u..t v:.r.f..t,r.U . . . .......... , . w... len wouie. pioyilcq uno oie gmyenoen ElsenmaMN fielen ihm gegen den Unerleid und brachten ibm entsetzliche TOmnhvnitnW Ui ftr i,irh tnfnTn UtUitUIVMttVVi VM. ' ... v.flfc der Schmerzen :c. ohnmächtig und ....r.. ..irx. t fx.m . " "Ubie per uijaje yelmgeal. ciik Rettung steht in rage. Die in No. 417 Conrad Str., v .fc ... v. vv"""' ri ... , t j,;n .x cv... cvt Hughllc, wohnende Frau Th f44 ZätA A uiu jutuc uuii Ul uiuc mic. Gasolin - Ösen Explosion,; als ne . . die Familien-Wäsche in Angriff genom men hatte, schmerzliche Brandwunden .v n.v..v ... o rr . a an oeioen Vunoen uno vrmen. a durch die Explosion verursachte Feuer ergriff auch die nebenanbelegene Küche der ffrau Sarab Donovan und richtete rinn ttrtnmmrtchn hnn SO nn. v,i v"" " M , tyrau Anne s c o 1 1, eine v4 Jayre alte, oel der framim ucoore in No. 815 Congreß Avenue wohnhafte Greisin stürzte gestern Abend beim Absteigen von einer Straßenbahn-Car weil das Straßenpflaster aufgerissen worden war in der Nähe ihrer Wohnung so unglücklich zu Boden, daß sie sich das rechte Handgelenk brach. Sie wurde von den DlspensarlUmSAerzten Dr. Cunnmgyam und Tr. Johnson verbunden. G t a t n 10 u b r gestern Vor mittag gerieth Chas. Kord, der HülfsPreßman in der Druckerei der 'News", mit semer linken Hand unversehens zwischen 2 Walzen der Schnellpresse und wurde ihm das Glied in bedenk llcher Welse zerquetscht. Der in No. srr m . w Paner,on oir. woylioasie Äkrletzte wurde im St. Vincent's Hospitale nntergzbracht und der Pflege- des Dr. I. H. Ford anvertraut,

Grundeigenthums - Uebertragungen.

Wm. M. St. Clair an Nellie D. Phillips, Lot 16, Square 13, Armstrong Park Addition, $1,200. Emma Dawson an George W. Sny der, Theil Section 18, Township 15, Range 4, $4,000. : Emma D. Traub an Addie (G. Ayres, Lot 107 YandeS Sub., OnNot 130, $1,200. Jsaac H. Normern an Phillippine Edwards, uo: zb, Wright . Sharpe s 2. Add., Denlson Park, $5,000. Albert Brown an Jacob C. Yumcker, Lot 1, Square 7, Fletcher', Nordost Add., $2,400. Caroline rjj JJatson an Wm. H. Kelly u. A., Lot 31, Ritter's Add., Jrvington. $2,100. Geo. M. Tewar an Clarinda Marshall, Lot 47, Atkins u. A., University Place Add., $1.500. Frank Schussler an Celestina B. Kile, Lot 91, Alvord u. A., Subdivision, Butter u. A., Addition, $2,7(0. Charles R. Balke an Chauncey L. Turner, Lot 8 und Theil 7, Jndpls. & Cincinnati Railroad Company'S Sub., Square 9, $7000. William H. Kelley an Nanvy E. Atkinson, Theil Lot 31. Ritter's Add.. in Jrvington, $2,100. John B. Hann an Albert Altrogge, Lot 20, Moesch's 3. Add., $1,600. Dora Jsensee an Jas. Maloy, Lot 418, Reagan Park, $1,800. Für die Fresh Air Mission" sind letzhin wieder mehrere Donationen eingelaufen, so $40.92, als Reinertrag eines Rasenfestes, welches am verflössemn Freitag Abend in No. 1710 Nord Illinois Straße von folgenden Fräuleins und Herren veranstaltet wurde: Frls. Martha Railsback, Carrie Woerner, Rena Mallory, Bertha Clvin, Jesste Wolfe, Lottie tringer, Ameua und Ruby Wilson und Emma Henry; Herren Herman Wolfe, George Wilson, Georze Morris und Lee Railsback. Im Ganzen belaufen sich die Donationen für das edle Unternehmen jetzt wie folgt : Bereits quittirt $301.44 Memphis Jtcm 1.00 C. Johanning 2.00 Louise Harvey u. Charl. Finn 1.18 as. A. Herr 1.30 Lawn Fete, 1710 N. Illinois Straße 40.92 Total $347.84 Ein Ausflug nach dem Ocean. $15.00 Rundfahrt nach Atlantic City Cape May und anderen eelUste Ausflugsorten, via Pennsylvania 'si fthJwnm I 1 IV 4 V fry4M 1 V4 fc n für die jährliche Excursion nach der Seeküste über die Pennsylvanla Lmien. Atlantic City, Cape May, Anglesea, Avalon. yolly Beacy. uceaii Utty, feee "hu.f.nf.nth 3VT ifrnrn rnnn ,i?n "4. juuiuuuu, jt. .. u """"Il v., ...... ....... . unä) abstatten zu dem niedrigen Fahr preis von nur $15.00. für die Rund fahrt von Indianapolis, Ind. Ver bältmfernafeme Niedrige Raten von ey 3 L ! V 01 I nvtnrn in öf.0.lrtltrtrt rttt h ' 7i 4u" ! I 1 III I1IITI I II 11 ITlIVfl IVI TT V iirnniTifT luviiy Iu,,m vwiv aenje t ür eine serienreife und Au flug nach den berühmten Sommerauf enthaltsorte in Amerika. Ticket-Agen-I i r cm errx rnü . r rrv cv ini uiuie -ij. niuuiu un. -hj. V Pennsylvania . Vandalia Linien -m. m . . rt.h.n riir "-Tninrmrtf nn av'v" ' " v Seeküste Excurston via Pennsylvania Linie, am 6. August. $15.00 für die Rundfahrt von Indianapolis nach Atlantic City, Cape May und sieben andere populäre Auf entyaltöorte sllN CCQN. Man sehe cm m mu.Af.. n m m m ü. jiiiyuiuiwi, . -p. -pimi syania-Vandalia Linie. . 81 .25-l5incinnati u. Nlrück-81.S. via C. H. & D. Eisenbahn. Sonntag, den 26. Juli. Zwei spezielle Schnellzüge. Der erste fährt um 6:30 Morgens ab und fährt us.n y ourq , , zmeiie i rw . r i . . w jr rr und Hamilton an; Retourfahrt von Cincinnati um 6:20 Uhr Abends. . Base-Ball Cincinnati vs. Pittsburg. AuLflug nach den Niagara Fällen, via C. H. & D. und Erie Bahnen 'Dienstag, den 4. August. 87. Rundfahrt 97.00 Jahrkarten gültig für 12 Tage. Spezialzüge durchgehender Passagierund Schlafwagen verlassen JndianaI -w. polis um 5 Uhr Nachmittags. Das Ueberliegen ist gestattet zu Chautauqua Lake und Cambridge Sprlngs. R. P. Algeo, D. P.A.

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Dauernde Untersuchung der Wetter von Ort zu Ort erforderlich. Angesichts der neulichen Grubenkatasirophe in Hanna, Wyoming, wobei nahezu 250 Bergleute ihr Leben verloren haben, ist es angezeigt, der Beseitigung der Explosionsgefahren in Bergwerken erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die alten Mittel sind Berieselung der Orte mit Wasser, bessere Vewetterung der Strecken undEinführung zurcrlässiger Grubenlampen. Immerhin tritt in manchen Kohlengruben die Exhalation schädlicher Gase plötzlich und stoßweise auf, und dann droht die Gefahr trotz aller Vorsichtsmaßregeln von Neuem. Es müßte deshalb eine dauernde Untersuchung der Wetter von Ort zu Ort erfolgen und von ihrem Ausfall die sofortige Anordnung weiterer Schutzvorkchrungen abhängen. Aber diese Prüfung laßt sich in der Grube selbst schwer durchführen. Deswegen geht ein ernster Vorschlag dahin, von den Arbeitsstellen in der Grube Saugleitungen nach einem besonderen Beobachtungsraume über Tage anzulegen und durch Ansaugen der Luft sowie durch Probenahme und Untersuchung für jeden Arbeitsort festzustellen, ob die Gefahr einer Explosion droht. Damit den Leitungen eine gewisse BeMöglichkeit gesichert wird, ist an das Ende ein Schlauch gesetzt, der sich bequem nach dem Ort führen läßt. Die Explosion der Wetter wird im Wesentlichen durch Kohlenwasserstoffe, insbesondere Grubengas, herbeigeführt. Der Untersuchungsbeamte kennt die Grenze und stellt durch fortlaufende Prüfung fest, wie weit sie noch entfernt ist. Dazu bedient er sich folgender Methode. Er mischt der aus einem bestimmten Ort abgesaugten Luft einen bestimmten Prozentsatz Grubengas oder Leuchtgas bei und setzt das Gemenge der Wirkung eine? Zündvorrichtung aus. Das zugemengte Gasquantum ist so bemessen, daß es das Gesammtgemisch bereits explosibel macht, bevor noch die Grubenluft an sich zum Explodiren gebracht werden kann. Die Explosion im Apparat zeigt an, daß sofort besondere Maßregeln zum Schutze der Arbeiter und des Werkes zu treffen sind. Es werden elektrische Warnungssignale nach unten abgegeben und die Leute zum Verlassen des Ortes gezwungen. Da die Anbringung so dieler Rohrleitungen, als Orte vorhanden sind, auf Schwierigkeiten stößt, kann man sich auch auf eine oder einige Hauptleitungen beschränken und diese unten verzweigen. Die Ansaugung der Gase wird dann aber umständlicher. Es muß jedesmal umgeschaltet und dann so lange gesaugt werden, bis die Rohrleitung den früheren Inhalt ganz abgegeben und frischen angenommen hat. Explosionen, die durch den vertheilten Kohlenstaub drohen, zeigt der Apparatnicht an, weil die Absaugung des Kohlenstaubes durch die langen Leitungen nicht gelingt. Gegen diesen gefährlichen Feind geht man ja aber erfolgreich mit Wasserberieselung vor. Zollbeftimmnngcn für St. Louis. Die von demSchatzamtsd?partement in Washington angeordneten Zollvorschriften, nach welchen sich die fremdländischen Aussteller bei Beschickung der St. Louiser Weltausstellung zu richten haben, bestimmen, daß solche Ausstellungsgegenstande. um zollfrei zu sein, unter Zollverschluß in dem ersten zug'änglichen Zollhafen gelandet und von dort weiter unter Zollverschluß nach der Ausstellung geschickt werden und dort bis zum Schluß der Ausstellung unter Zollverschluß bleiben. Darauf müssen die Waaren über denselben Hafen, wo sie gelandet wurden, wieder auegeführt werden. Diese Verordnungen benöthigen die Anstellung von etwa 500 Zollbeamten. Inspektoren. AufseHern und anderen Beamten, die während der Ausstellung in St. Louis auf dem Platze sein werden. In den verfchiedenen Ausstellungs-Abtheilungen werden die Zollbeamten darauf zu achten haben, daß kein heimlicher Umsatz von fremdländischen Artikeln auf der Ausstellung erfolgt. Von allen Waaren. die in der Ausland-Abtheilung verkauft werden, haben sie die betr. Zölle zu erheben. Auch müssen die Zolldeamten die Verpackung der sremolandischen Gegenstände bei dem Versandt aus St. Louis überwachen. Vorschriften für Trödler. Laui einem kürzlich für den Staat New York in Kraft getretenen Gesetze haben Lumpen- und Alteisenhändler jährlich eine Kkenz zum Preise von 55 zu lösen. Sie haben der Polizei ein Verzeichniß ihrer Ankäufe aller Arten von Metall, namentlich von Kupferdraht und Messing, nebst dem Namen und Wohnort des Verkäufers zu liefern. Sie baben solche Gegenstände fünf Tage lang von anderem Geräth getrennt zu halten, (sie dürfen leme Sacken von Kindern unter 16 Jahren annehmen oder kaufen und dürfen n .-" ..r ms.: r!-. Orayl, naoeluuae, upfer, i, Jinn, Eisen oder Messing nicht annehmen. welckcs von einer Ei envavn- :eie vbon-. Telegraph-. Gasgesellschaft oder Gesellschaft für elektrische Beleuchtung benutzt ist oder einer solchen gehört, bevor sie sich genau darüber erkundigt baben. dak die Verson. welche deraleichen anbietet, zu dem Verkauf berechtigt ist. Verletzungen der Aorcyristtn wer den mit strengen Strafen bedroht.

Die erste Felsenstation der Jungfraubahn wurde in diesen Tagen dem Betrieb übergeben, nachdem am 16.Jum die amtliche Bewilligung durch das eidgenössische Eisenbahn-De-partement ertheilt worden war. Es ist die auf einer Meereshöhe von 956 Fuß liegende Station Eigerwand. Grop.5 Räume sind hier ausgesprengt, die durch hohe Fensteröffnungen, ähnlich denen der Axenstraße, einen weiten Ausblick auf die Mittelberge des Vttner Oberlandes und hinüber bis zum Jura und Schwarzwald gewähren. Di? Decken dieser Räume werden durch natürlZche mächtige Felssäulen getragen. Die nunmehr fertigstellte Strecke Kleine Scheidegg - Eigerwand über windet die stattliche Höhendifferenz von 2500 Fuß. Die Fahrt ist ruhig und stoßfrei. Zwischenstationen auf dieser Strecke sind Eigeraletscher und Rothstock. Ein zahlreiches Touristenpublikum war bei der Eröffnung der neuen Strecke zugegen. UebereinVorkommniß, in dem der Prinz Waldemar, ältester Sohn des Prinzenpaares Heinrich von Preußen, eine Rolle spielte, wird aus Kiel berichtet: Ein Rollfuhrmann brachte eine Fuhre Theatergegenstände vom Stadttheater in Kiel nach dem Schlosse, wo eine Aufführung stattfinden sollte. Auf dem Schloßhofe angekommen, wollte er seine Ankunft av melden, mochte aber sein Pferd während dessen nicht ohne Aufsicht lassen. Er rief deshalb einem ihm unbekannten Jungen, der die Bühnengegenstände betrachtete, zu: Du halt das Pferd mal an, was?" Jawohl, gerne," lautete die Antwort, und der Unbekannte faß!: mit kundiger Hand das Pferd am Zügcl. Als das Geschäft erledigt war und der Rosselenker wieder abfuhr, erfuhr er, daß der Junge, der ihm den Dienst erwiesen hatte. Prinz Waldemar war. Na," meinte er, das hab' ich nicht gedacht, aber jedenfalls hat er seine Sache gut gemacht." Der schwere Verdacht, ein Geldpacket mit 850 Mark Inhalt unterschlagen zu haben und damit über die böhmische Grenze flüchtig gegangen zu sein, hatte sich, wie aus Dresden berichtet wird, gegen den 16jährigen Sohn des in Turnerkreisen sehr bekannten und beliebten Turnlehrers Schubarth gerichtet. Als Lehrling ei-

nes Baugeschäfts sollte er das Geld nach dem nahen Coschütz im Plauen schen Grunde tragen; n langte aber weder an dem Bestimmungsorte an, noch kehrte er nach Dresden zurück. Später hat man die Leiche Schubarth's unweit des Weges nach Coschütz in einem Mühlteiche gefunden. Dorthin ist sie offenbar aus einem Kornfeld geschleppt worden, wo derUnglückliche erwürgt und beraubt worden ist. DaS Feld war an mehreren Stellen arg zecstampft, ein Beweis, daß sich der zunge kräftige Mann verzweifelt zur Wehr gesetzt hatte. Um die Leiche zum Sin ken zu bringen, hatte der Mordgeselle ihr schwere Steine um den Hals ge bunden. Offenbar hat Schubarth nicht den belebten Fahrweg daS Verbrechen geschah am hellen Tage sondern den einsamen, an Schluchten hinführenden Fußweg benutzt. Frenzel Oros.. No. 1 W. Washington Str (Merchanrs National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schiffsscheine nach und von Europa. 2In und verkauf ausländischen Geldes. icht was man verdient, sondern was man erspart, führt zum Reichthum. ... 2ö 1 6 --- Indiana Trust Company nimmt Depositen an von $1.00 auftocn& die zu jeder Zeit gemacht werden können. ES bedarf weder eines bestimmten Bettagö noch eine bestimmteZeit zu deponiren. Cffictf: ; Jndiana Trust Gebäude. Ecke Wash. Str. und Virginia Ave. Capital..... 31,000,00 QurplnS 150,ooo ..Sanftag 5Zechittag geschlossen...