Indiana Tribüne, Volume 26, Number 281, Indianapolis, Marion County, 20 July 1903 — Page 4
Indianer Tribüne, 20. Juli 1903.
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jndiana Tribüne.
HerausAtaebkn von bet utenderg C. Indianapolis, Ind. Hany O. Thudlum t Präsident. GeschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHOfsE 26. wi.iered at the Post Office of Indianapoli a second dass matter. Chile unv das europäische Kapital. Der Schiedsspruch des Königs Eduard hat dem langen und leidenschaftlich geführten Streite,- welcher die Republiken Chile und Argentinien fast ein halbes Jahrhundert lang in Athem gehalten hat, endgültig ein Ende gemacht. Die Entscheidung des Königs ist von beiden Ländern angenommen, und mit Genug thuung kann constatirt werden, daß der Friede zwischen beiden Ländern nun mehr zur Thatsache geworden ist. Das europäische Kapital, welches sich in Folge drohender Kliegsgefahr zu. rückgezogen hatte, beginnt jetzt wieder, sich diesen beiden wichtigen südamerika. Nischen Republiken, in welchen eine junge Industrie demselben ein weites Feld und sichere Anlage bietet, zuzu wenden. Chile ist eine der wenigen südameri kanischen Republiken, deren National Credit als ungeschwächt bezeichnet wer den kann. Selbst in den schmierigsten Epochen ihrer Finanzgeschichte hat die chilenische Regierung es nie unterlassen, die Zinsen für auswärtige Anleihen pünktlich zu zahlen. Die leitenden Männer erachteten die feö stets als ihre vornehmste Pflicht zur Hebung des Credites der Nation. Abgesehen von der Salpeter-Jndu strie, deren Wichtigkeit auf dem Welt "markt bekannt ist, besitzt Chile in seinem Kupfer. Gold, Silber, Mangan "und anderen Mineralien mannigfache Quellen des Wohlstandes. Die Eisen Industrie, welche sich bedeutend ent wickelthat, ist neuerdings wieder ein Objekt eingehender Studien geworden, deren Ergebniß in Kurzem der Oeffentlichkeit übergeben werden wird. Die Bor-Salze von Chile dürfen einer gro ßen Zukunft entgegensehen, sobald die reichen' Minen von Chilcaya, welche jede Konkurrenz aushalten können, ernstlich ausgebeutet werden. Für die Entfaltung seiner Industrie dürste Chile noch viel zu thun haben, vor allem asti hinsichtlich seiner 23er kehrsstraßen und Bahnen. Hier gerade bietet sich europäischem Capital noch xm weites Feld. ! Es ist zu bedauern, daß ein Land stvie Chiles vermaltet nach lebensfähigen, humanen Satzungen und regiert durch ernste und hervorragende Männer, seinen lokalen Verwaltungen immer, noch keine für die Praxis zweämäßige Form gegeben hat.' Die Municipalitäten haben ihren Credit verloren und Schaden an ihrem Ansehen gelitten, und anstatt europäischem Capital Erleichterungen und Sicherheiten zu gewährleisten, begegnet dasselbe allen nur möglichen Schwierigkeiten. Solche Feindseligkeiten dem Kapita listen gegenüber sind in einem tultivirten, hart arbeitenden und sonst in jeder Beziehung vorgeschrittenen Lande unverständlich. Mexiko und die argentinische Republik machen eS dem europäischen und nordamerikanischen Kapital bedeutend leichter, und nicht zum wenigsten auf vieses Entgegenkommen ist das Auf blühen beider Länder mit zurückzusüh ren. Die Schwierigkeiten, welche in San tiago de Chile der Gesellschaft der elek irischen Straßenbahn erwuchsen, sind keineswegs geeignet, unsere Kapitalisten zu ermuthigen, weitere Kapitalien aufs Spiel zu setzen. Diese Kompagnie hat ein Werk von großer Bedeutung geschaffen, welches der Stadt in jeder Be ziehung zur Ehre gereicht. . . Der Betrieb ist der beste, wie er im Rahmen der vom Munizipium aufge stellten Bedingungen und trotz aller Schwierigkeiten und Ansprüche der lo kalen Verwaltung nur gedacht werden kann; trotz aller guten Absichten aber. welche die Eesellschast von Beginn an gezeigt hat, begegnet sie einer systemati schen Feindseligkeit, welche sich indessen das gebildete und fortschrittlich denkende Publikum nicht zu eigen macht. Mög licherweise ist dieser Antagonismus ge ' gen europäisches Kapital noch einUeber bleibsel kolonialer Gepflogenheiten, we! cheö wohl nach und nach verschwinden
dürfte'.
Mi? mir dStt.i. athi man in den
Kreise der leitenden Männer der ' -ww V. - T----r 51 Hauptstadt mit einer Verbesserung der Konstitution der Munizipalität um. Die letzten lokalen Wahlen haben nach dieser Richtung hin bereits eine günstige Reaktion gezeigt. Wir wollen hoffen. daß sich unsere Information als zu treffend erweist, denn dann dürfte auch daS-, Vertrauen wiederkehren. Ein junges Land wie Chil.' muß seine Hauptstütze in der Industrie suchen. welche wiederum ohne die Kraft deS Kapitals nicht gedeihen und aufblühen kann. Kapital aber ist ein empfind' lich Ding und bevorzugt Länder, in welchen eS freundliches Entgegenkam' men, Sicherheit und angemessenen Nutzen sindet. Der Neger Dr. Crum, den Prasi dent Ro'osevelt zum Hafencollektor von Charleston ernannt hatte, zu dessen Bestätigung sich indeß -der Bundes senat nicht herbeilassen wollte, hat un längst vor einer großen Versammlung von Farbigen über die Rassenfrage ge sprachen. Er lieferte den für seine Rassegenossen ganz überzeugenden Be weis, daß in wenigen Jahrzehnten die Schwarzen diesen Erdtheil ganz und gar beherrschen würden und in hundert Jahren, so führte der farbige Rechen meister aus, würden die Ver. Staaten wahrscheinlich 190 Millionen Weiße und 250 Millionen farbige Einwohner haben. Der schwarze Doktor denkt wahrscheinlich frei nach Göthe: Mit Zahlen läßt sich trefflich streiten, mit Zahlen ein System bereiten." Nun vergleichen wir die Zahlen, aus denen Dr. Crum diese krummen Deduktionen gezogen hat: Laut Census vom Jahre 1880 betrug die farbige Bevölkerung des Landes 6.580,793 Köpfe, im Jahre 1890 war sie auf 7.483,783 gewachsen. hatte sich darnach um 907.995 ver mehrt. Das bedeutet eine Zunahme von 14 Prozent. Der Census von 1900 ergab eine farbige Bevölkerung von 8.840.789. Sie hatte sich also in dem Jahrzehnt um 1,352,000, oder 18 Prozent vermehrt. Die weiße Be völkerung wuchs von 43.403,400 in 1880 auf 55.166.184 in 1890, und 66.990.783 im Jahre 1900 an. Sie nahm also in den letzten 20 Jahren um 23.587.383, oder in der letzten Dekade um 11,824,604 Seelen zu. und das macht 21.4 Prozent. Die Neger bildeten im Jahre 1890 nur 11.9 Prozent der Gesammtbevölkerung, im Jahre 1900 nur 11.6 Prozent. Die Weißen stellten im Jahre 1890 87.5 Prozent, im Jahre 1900 87.8 Prozent. In dieser Statistik ist Alles, was Negerblut hat, Quadronen und Oktronen, mit eingerechnet. Der nu merische Fortschritt der Negerbevölke rung ist hinter dem der Weißen etwas zurückgeblieben. Freilich ist hier ein sehr wichtiger Faktor ganz außer Acht gelassen, das ist die Einwanderung. Eine schwarze Einwanderung hat es seit dem Kriege nicht gegeben. (Post und Zeitung.) Personal-Notizen. Frau R. W. Feldkamp und Familie haben am Sonntag eine Reise nach Wisconsin und Minnesota angetreten, um ihre dort ansässigen S3er wandten zu besuchen. Die Arbeiter-Tag-Feier. Die Comites, welche die Vorderes tungen für die Ardeiter-Tag'Feier zu treffen haben, haben in ihrer letzten Versammlung George Gordon von der Eisengießer-Union zum Groß-Mar schall für die Parade erwählt. Die Feier wird auf den Staats Fair Gründen abgehalten werden. Es wurde berichtet, daß die 12 Unionen von Shelbyville mit 500 Mitgliedern an der hiesigen Feier theilnehmen teer den. Aus den Gerichtshöfen. Ferien im Criminalgertcht. Nachdem im Criminalgericht heute noch über folgende zwei Fälle verhan delt worden war, traten Richter Alford und der StaatSanwalt ihre Ferien an. Der 17-jährige JameS Holtz wurde deS Diebstahls schuldig befunden, jedoch mit einem suspendirten Urtheil ent lassen. Der Schmutzsink Peter Deroso, wel cher der Sodomie schuldig befunden wurde, hat es nur seiner Jugend zu verdanken, daß er nicht m s Nesormatorium gesandt wurde. Er kam mit 3 Monaten ArbeitZbauS davon. (T DieWitzungen im Criminalgericht beginnen erst wieder am letzten Montag im August.
Ein Sonntag im Freien.
Der Damen - Verein deS Deutfch-Ameri kanischen V e-teranen-VereinS veranstaltete gestern im Turner-Park ein Picnic, welches sich eines guten Besuchs zu erfreuen hatte. Die Damen b'atten die Mitglieder des VeteranenVereins zur Theilnahme an dem Picnic eingeladen und dieselben waren auch in stattlicher Anzahl der Einladung gefolgt. Für Erfrischungen in mannichfacher Art hatten die Damen in umsichtiger Weise gesorgt, desgleichen hatten sie für gute Tanzmusik Sorge getragen. UeberHaupt waren alle Vorbereitunzen für das Picnic so vortrefflich getroffen rcor den, daß die Theilnehmer an demselben einige angenehme Stunden verleben mußten. Die Beamten des Vereins sind: Präsidentin, Frau Louise Paulisch; Vice-Präsidentin, Frau Margarethe Kern; Secretärin, Frau Emma Rogge; Schatzmeisterin, Frau Grieb; Einführerin, Frau Catherine Kostenbader. Dieselben thaten gestern ihr Bestes, um den Gästen den Aufenthalt im Park so angenehm als möglich zu gestalten. I n Hammond's Grove herrschte gestern ein fröhliches Leben und Treiben. Die SchneiderUnion No. 157 feierte dort ihr dies jähriges Picnic u. die Mitglieder waren mit Kind und Kegel hinausgezogen in den prächtigen Park, um dort einen vergnügten Sonntag zu verleben. Das Arrangements Comite hatte in bester Weise dafür gesorgt, daß eS an nichts fetzlte und Bedienung sowie Bewir. thung ließen in der That nichts zu wünschen übrig. Die Mitglieder des RaucherC a s in o N o. 1" verlebten gestern in Noble's Grove einen sehr vergnügten Tag. Die st ä d t'i s ch e n P a r k s , in welchen concertirt wurde und die Parks der Straßenbahn - Gesellschaft, vor Allem aber FairviewPar !, ei freuten sich bei dem gestrigen herrlichen Wetter wieder eines zahlreichen Besuches. Fairview Park namentlich war im Laufe des Nachmittag? und Abends wieder wie an den vorhergehenden Sonntagen von einer Menschenmenge, deren Zahl weit über 10,000 war, 'besucht. Auch der Germania Park,' in welchem gestern eine musikalische UnterHaltung stattfand, hatte sich über den Besuch wahrlich nicht zu beklagen. Der Park ist jetzt bereits so populär gewor den, daß viele Mitglieder des Parkvereins mit ihren Familien dort mit Vergnügen ihren Sonntag Nachmittag verleben. ; Zahlreiche E x c u r s i o n i st e n aus Jndiana verletzt. Cincinnati, O.. 20. Juli. Bei einer Collision, welche gestern im Central Bahnhof zwischen einem Excursionszuge der B. & 0. Bahn aus VincenneS, Ind., mit einem leeren Zug der Südbahn stattfand, wurden folgende Excursionisten mehr oder minder schwer verletzt : Sol. Zehrburger, 55 Jahre alt, ein Kaufmann aus Shoals Ind.. im Ge. sicht und am Körper verletzt. Jas. L. Sommers, 26 Jahre alt. ein Kohlengräber aus Canalsburg, Ind., das rechte Bein zermalmt. JaS. Steen, 43 Jahre alt, ein Tagelöhner aus Washington, Ind., der rechte Fußknöchel zermalmt. Elkins Zehrburger. 15 .7ahre alt. aus Shoals, Ind., der rechte Fußknöchel zermalmt. Jam:s George, 48 Jahre alt, ein Steinhauer aus Loogootee, Ind., der rechte Fußknöchel zermalmt. Carl George, 10 Jahre alt, beide Fußknöchel zermalmt. Clara George, 13 Jahre alt, das linke Bein zermalmt. Mary Elswick, 42 Jahre alt. aus Washington, Ind.. der rechte Fußknöchel zermalmt. Harry Elswick. 10 Jahre alt. daS rechte Bein gebrochen und anderweitige Verletzungen am Körper. Carrie Crawford, 33 Jahre alt, aus Washington. Ind.. daS rechte Bein gebrochen und das linke Bein zermalmt. Frank Curry, 23 Jahre .alt, ein Tagelöhner aus Washington, Ind., der rechte Fußknöchel zermalmt. , ChaS. A. Kitterall, 23 Jahre alt, ein Barbier aus Washington, Ind., daS rechte Bein verletzt und zerquetscht. Xr Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellow".'-
Indianapolis Columbus nud
Cincinnati. Von Richmond, Ind., fuhr heute die erste electrische Car nach Eaton, O., woselbst dieselbe Anschluß nach Newark. O., nach Dayton und nach Cincinnati hat. Die heutige Fahrt war nur eine Probefahrt, aber innernalb der nüch stcn zwei Wochen wird der Betrieb ein regelmäßiger sein und sodann wird auch eine directe electrische Bahn-Ver-bindung zwischen Indianapolis und den Ohio Städten Eaton, Dayton, Springfield, Hamilton, Cincinnati und Newark etabürt sein. Um von Indianapolis nach Colum bus, O., Newark und Cincinnati zu gelangen, find folgende JnterurbanLinien zu benutzen: Indianapolis & Eastern". Rich. mond Str. & Jnterurban", Dayton & Western Traction Co." Die Jndpls. & Martinsville Rapid Transit Co." wird heute auf ihrerBahn mit demTranSHort vonFrachtgütern be ginnen. Zwei solcher Waggons werden täglich von hier abgelassen werden. Kleine Stadtaachrichteu. D i e Schulbehörde hat den Contract für den Bau des neuen Schulhauses in Jrvington an Geo. Weaver & Son, deren Forderung die niedrigste war (835,000), vergeben, ebenso den für die Heiz-Einrichtung an Mock und Cook für $3,995. Heute wird die Schulbchörde die eingelaufenen Ange böte für den Bau der neuen Schule No. 41 öffnen. A n f den Staats-Fairgründen wird heute mit der Herrichtung der Zelte :c. für das Feldlager der Staas-Miliz be gönnen, welches am nächsten Sonntag seinen Anfana nimmt. Es wird erwartet, daß mehr als 2000 Milizsol daten an dem Feldlager theilnehmen. Achtung! Alle Vereine, welche ihre Mahnen - Delegaten für die Deutsche Tag - Parade noch nicht angemeldet haben, stnd ersuckt, die Namcu der selben möglichst schnell in der Office deS ,, Telegraph" zn hinterlassen, damit dieselben in die officielle Liste eingesttgt werden können. I. W. Loeper, Schriftführer des Verbandes Deutscher Vereine. Base-Vall. Die gestrigen Spiele refultirten wie folgt: AmericanAfsociation. Milwaukee, 19. Juli. Erstes Spiel. Milwaukee ... 00023000 5 Indianapolis . 00000100 01 Zweites Spiel. Milwaukee... 20010000 3 Indianapolis .00000000 11 Kansas City, 19. Juli. Erstes Spiel. Kansas City.. 10300100 05 Louisville. ... 3001 0 1 41 010 Zweites Spiel. Kansas City 102000201 06 Louisville.. 000 40 0011 17 St. Paul, 19. Juli. Erstes Spiel. St. Paul.. ..00000001 00 1 Columbus.. .0000000 1 02 3 Zweites Spiel. St. Paul.... 220 20000 6 Columbus.... 0 0000 01 00 1 MinneapoliS, 19. Juli. Erstes Spiel. MinneapoliS .0102101005 Toledo 00003102 06 Zweites Spiel. MinneapoliS ...00000000 00 Toledo 1000000034 National-Liga. Chicago, 19. Juli. Chicago .... 2 0204000- 8 VittSdura ... 0000004105 Cincinnati, 19. Juli. Erstes Spiel. Cincinnati ... 1 1 3 2 0 1 0 1 9 Philadelphia. .0003010015 Zweites Spiel. Cincinnau' .......101 050 7 Philadelphia .... .1 0 1 0 1 0 1 4 . St. Louis. 19.-Juli. St. LouiS. . .00002002015 Brooklyn. ...10000030004
Nachrichten aus Jndiana.
irt. Bericht )e? Großgefchworenen. E v a n s v i l l e. Die Special Großgeschworenen, welche zu unter suchen hatten, wer sich an den kürzlich stattgefundenen aufrührerischen Ver gnügungen activ betheiligte, hat am Samstag Nachmittag ihren Schluß bericht eingereicht und sich dann ver tagt. Es heißt, daß die Geschworenen über 70 Personen in Anllagezustand versetzt haben. Die Namen wurden noch nicht ver öffentlicht. In dem Bericht wird den Mitgliedern der lokalen Miliz hohes Lob gespendet, und diejenigen Arbeit geber, welche die bei ihnen angestellt gewesenen Mitglieder aus dem Dienst entlasten haben, werden heftig getadelt. Einige ängstliche Gemüther befürcht ten, deß die Verhaftung einer solch' großen Anzahl Bürger wieder neue Unruhen hervorrufen werden. In dem Bericht der Geschworenen heißt es wörtlich: Daß man Mitgliedern der Miliz nachforschen und sie einem Ostracismus unterwerfen sollte, weil sie ihre Pflicht thaten und Ruhe, sowie Ordnung wie der herstellen sollten, ist für uns unfaß bar, besonders wenn die Initiative von Corporationen ausgehen, welche als die ersten deren Hülfe in Anspruch nehmen. Aus dem Verhör von vielen unbe theiligten und achtbaren Zeugen geht bestimmt hervor, daß die unheilvolle Affaire während der Nacht vom 6. Juli 1903, durch aufrührerische Raufbolde herbeigeführt wurde und die Anwesenheit der großen Volksmenge eine Er muthigung für sie bildete. Die Solda ten wurden von der Menge, welche den ersten Schuß feuerte, angegriffen, und es war ein Akt der Nothwehr, als sie das Feuer erwiderten. Wenn auch dielleicht welche umka men, die nicht gerade an dem Angriff gegen die Soldaten beth.'iligt waren. so wurde doch schon durch ihre bloße Anwesenheit dem Aufruhr unter den Umständen Vorschub geleistet. Dem Staat Jndiana kann man dazu gratu liren, daß er eine Anzahl solch treuer und wackere: Bürger als Milizen hat. Das Benehmen der einzelnen Mitglie der sowohl, als der ganzen Compagnie war ausgezeichnet und sie haben in jeder Beziehung ihre Reputation als gut erzogene und wackere Soldaten be währt. Eine Entschuldigung für die, welche sich an der Beschädigung deS GefSng nisses bctheiligten, giebt es nicht, und die schwerste, vom Gesetz vorgeschriebene Strafe ist nicht zu streng für sie. Die ses, sowie der Angriff auf die Miliz war weiter nichts, als Anarchie, ein Verstoß gegen Gesetz und Verwaltung. Wir können uns kaum etwas be dauerlicheres denken, als daß eine Jury solchen Verbrechern gegenüber milde verfahren würde. Jetzt ist die rechte Zeit für Gerichts beamte und Juries, um ein Exempel zu statuiren und für die, welche von anarchistischer Gesinnung, darzuthun. daß das Gesetz über allem steht. Jr gend ein anderes Verfahren wäre eiu verhängnißvolles für die Verwaltung. Daß die Gesetze in diesem County nicht mit der nöthigen Strenge voll streckt wurden, dafür sind Bürger und Juries ebenso verantwortlich, als Be amte. Diesem Umstand ist es zum Theil zuzuschreiben, daß die Gesetze so. wie neulich, mißachtet werden." Noch kein Wahrsvruch des C o r o n e r s. Der Coroner hat am Freitag die letz ten Zeugen in der Sache vernommen, mit welcher er seit Montag beschäftigt war. Ehe er nun seinen Wahrspruch abgeben kann, muß er noch das ganze Material durch die Stenographistin zusammen stellen lasten, und das wird immerhin etliche Tage in Anspruch nehmen. Die zuletzt vernommenen Zeugen haben keine Angaben gemacht, durch welche neues Licht auf die Tragödie ge worfen wurde. Manche der Angaben lassen vermu then, daß die Menge eS an jenem ver hänänißvollen Abend nicht so sehr auf das Gefängniß oder deffen Insassen ttl5 aus vie amuj auäqcycu yuue, u. . w. n'f!. t.f.t.- CaIi; v mit den jungen Soldaten Schabernack treiben, oder ihr Müthchen an diesen kühlen wollte. DerKö'nig" der Frbigen im Sterben. K o k o m o. Brittaine Bassett, wel cher seit vielen Jahren - der anerkannte König der NiederlaffHig der Farbigen in Brown Township, Howard County,
war, liegt auf seiner Farm im Ster
ben. Seit 30 Jahren hat derselbe in die. ser Niederlassung wie ein kräftiger Monarch regiert. Sein Wille war Gesetz und seine Befehle wurden ohne Weiteres befolgt. Bassett war Herr scher, Richter und Jury. Sämmtliche Differenzen, welche unter den Mitglie dern der Niederlassung ausbrachen. wurden von ihm geschlichtet. Seit vielen Jahren war er der Pastor der Kirchengemeinde der Farbigen und Niemals hat er für seine Dienste auch nur einen Cent genommen. Sein Einkommen von seiner umfangreichen Farm war mehr als genügend für fei nen und seiner ZFamilie Unterhalt. Bassett ist 67 Jahre alt. Er bat die Wassersucht in schlimmsten Grade und seine Tage sind gezählt. In einer Kohlenmine ver u n g l ü ck t. S u l l i v a n. Frank Alemaugh und ein 15-jähriger Junge wurden in einer Kohlenmine nahe Dugger durch eine Schieferschicht, welche auf sie gefallen war, getödtet. renze No 1 W. Washington Str (Merchants National Bank.) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte Europas. Schiffsscheine "r An und verkauf auslündischen Geldes. icht was man verdient, sondern was man erspart, führt zum Reichthum. ... i e . indiana Trust Company nimmt Depositen' an 'von $1.00 aufwart die zu jeder Zeit . gemacht werden können. ES bedarf weder eines bestimmten Betrags noch eine bestimmte'Zeit zu deponiren. Cfficf: : Jndiana Trust Gebäude. ESe Wash. Str. und Virginia ve. Capital 51,000,000 Fnrpluö 150,000 ...SaLlgag Nachmittag geschloffen... Verlangt: 100 Buchhalter, Stenographisten Illustratoren, Cartoniften, Bank Clerks, Zeichner Architekten, Telegraphisten, Pharmacipen. Stellungen sind jetzt offen, welche von $1000 bis $2000 jährlich ein. tragen. Sie sind zu einer berechtigt. sobald ie sich oasur quaUftziren. Ui3tr qualifiziren Sie dafür sehr schnell. Wir verschaffen Ihnen eine lohnende Stellnng Spezieller Sommcr-KursuS. Sprechen Sie heute vor. Indianapolis (ojUSlIiESS UIIIVERSIT11 E. T. BEEB, Pr2s. 32 K. Penn. St. Deutsche Buchhandlung. Earl in pauk, lrglvkave34. (Vemdroke rcade.Z Jos. 25 Adam o ...Paktier... vie!k Aufmerksamkeit wird Grainin. Lalciminina. Tintin i und Glaser Arbeit aeschentt werden, No. 611 Hudson Str. Office Itlevhs j5lenl 75L Lohuun ltlepho lNe? öS
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