Indiana Tribüne, Volume 26, Number 280, Indianapolis, Marion County, 18 July 1903 — Page 5
Eln Korb Champagner.
Skizze von T. Nesa. ßiete Thea! Du hast es oft ausg:sprechen, mein Gluck stände dir Höhe: als das deine. Ich nehme dich heute beim Wort. Ich habe die Absicht, mich mit einer hiesigen Dame zu verloben, und hoffe, du freust dich mit mir. Die Erinnerung an dich wird mir stets theuer bleiben, doch muß ich bei einer Heirath materielle Interessen in Erwäzung ziehen. Laß uns trotzdem Freunde bleiben! Mit herzlichem Gruß Karl." Durch das Fenster fiel der Schein einer glorreichen Lenzsonne. Es war noch früh; der Morgenduft eines Vorfrühlingstags lag über der Ferne. Auf der Dachrinne lärmten die Sperlinge, hin und her flog am Fenster eine Schwalbe vorüber, deren Schwingen metallisch glänzenden Sonnenschein spiegelten. Dorothea saß vor dem unberührten Fcühstückstisch. Vor ihr, auf dem Teppich lag der in großer, freudiger Hast zerrissene Umschlag des Briefes, den ihre schlaff herabgesunkene Hand noch immer hielt. Ihr Gesicht war bleich wie Schnee. Sie weinte nicht. Der Schlag, der sie völlig unerwartet getroffen hatte, war zu schwer; er be täubte sie. Ihre trocknen, brennenden Augen hafteten auf dem Couvert mit ihrem Namen. Wie schön, wie schwungvoll war diese Schrift! Ein dumpfes Gefühl der Verwunderung war in ihr, daß die Hand nicht gezittert hatte, als sie ein Todesurtheil schrieb. Ihr Blick irrte durch das Zimmer und blieb an einem Strauß halbwelker Schneeglöckchen haften, der vor dem Bild eines schönen, dunkeln Männerkopfes in einer Vase stand. Diesen Strauß hatte er ihr vor kaum zehn Tagen geschenkt, als er die zweite Reise gemacht hatte, um vier freie Tage mit ihr zu verleben. Welche Tage! Ein Glücksmärchen war es gewesen, worin der Prinz von früh bis spät nichts zu thun hat, als seine Prinzessin zu lieben. m Kein Schatten in ihnen, nur Sonne. Sonne! NiÄt weinen! dachte sie. Nur nicht weinen. Niemand sollte ahnen, waZ ihr heute gestorben war. Ach, jetzt einen Ort wissen, wo dieses Uebermaß von Schmerz sich ausschluchzen konnte, einen einzigen Menschen, der nichts sagte und nicht fragte, nur sie die Nähe eines warmen, theilnahmsvollen Herzens fühlen ließe! Aber sie hatte niemand. Ihr ganzes starkes, reines, unersplittertes Gefühl hatte sie dem einen gegeben, dem einen, der sie jetzt verließ. Und sie sollte sich ja seines Glückes freuen! Er hat ein Recht auf ein junges, unberührtes Herz", flüsterte sie, ich hab" es ihm ja immer selbst gesagt, ich, die Wittwe, älter als er und ohne Vermögen. Ja. er hat recht. Und wenn meine Liebe die rechte Liebe ist. so muß ich mich ja seines Glückes freuen und darf nicht fragen, ob ich es ihm geben darf oder eine andere. Wenn es nur nicht so entsetzlich wehe thäte!" Sie raffte sich auf. Er sollte nicht warten auf ihren Glückwunsch. Vielleicht sorgte er sich doch trotz dieses Briefes. Und sie schrieb ihm einige Worte, wünschte alles Glück der Welt auf seinen Weg, versicherte ihn steter Freunbestreue. Dann aber war die Kraft ZU Ende. Ein Wimmern kam von ihren Lippen und dann ein Schrei. Und wie der Orkan sein Opfer niederreißt, so stürmte der Jammer aus sie ein, löschte alles mit seiner stürzendenFluth und riß sie nieder in wildem, wahnsinnigem Schluchzen. Ein Junitag. Ein Drängen überall und ein Treiben. Eine Ueberfülle von Farben und Tönen, ein Jauchzen und Trillern, eine blendende' Sonne, ein duftender Wind. Wie ein grünes, wogendes Meer erscheint die Wiese. Sie ist voll üppiger Blüthen; ganz: Stellen erprangen blaßblau, rosa und goldgelb von dicht zusammengedrang ten Blumen. Eine ganze Wolke von Schmetterlingen gaukelt darübe: hin. weiße, citronenfarbige, ganz kleine perlmutterqlanzendc und auroraschim mernde dazwischen. Hin und her schießt eme grüngoldene Libelle; das Sum men der Bienen und Hummeln durch zittert die Lüfte. Eine frohe Gesellschaft schreitet auf dem Wiesenpfad dahin und zerstreut sich im angrenzenden lichten Birkenwald. Helle Kleider leuchten auf, froh liches Lachen ertönt. Dorothea ist unter den letzten, die blumenpfluckend am Waldesrand verweilen. Sie steht vor einem Steine, auf dem regungs los eine schlanke Eidechse sich sonnt; sie siebt aus, als ob sie aus schimmern dem Metall wäre, so todtenstill sitzt sie da. und nur die perlschwarzen Augen leben. Dorothea ist seit jenem Lenztag seh? blaß und schmal geworden. Lange Zeit hat sie fieberhaft auf die Ver öffentlichuna unter Verlobung gewar ttt. Bei jedem Ertönen der Klingel ist sie todtenblaß zusammengefahren; es konnte ja der Briefbote mit der An zeigt sein. Oft hat sie schmerzlich übe? sicki selbst lächelte. Der Schlag war ja gefallen. Was konnte eZ nun noch tbun. den fremden Namen neben dem geliebten lesen zu müssen? Aber die Nachricht blieb aus. Kem LebenSzel&tn kam von ihm. Er war todt , für
sie. Und nur ihre Liebe, die' nicht lt
ben sollte und doch nicht sterben konnte, und ihr Schmerz sprachen von ihm. So würde sie,diese Last weiter tragen
und sie verbergen müssen wie eine Schande oder ein Verbrechen; denn die Welt feiert nur in der Dichtung die Treue, und die m Liebe, die verrathen, verlassen und unbelohnt dennoch weiter lebt, im Leben macht sie dieselbe lacherlich. Wie wundervoll ist dieser Tag. denkt Dorothea. Wie frisch, wie üppig z der Trieb! Warum ist nur der Natur die Kraft gegeben, alles Kranke und Lebensunfähige abzustoßen, und durch tausend blühende, strotzende Triebe zu ersetzen, während der Mensch an nutzlosem Gram zu Grunde geht? Ein Heller Ruf entreißt sie ihrer Träumerei. Sie schrickt zusammen. Die Maske vor! denkt sie und zwingt ein Lächeln auf ihr Gesicht. So blickt sie der Freundin entgegen. Aber wo bleiben Sie denn? fragt diese. Ist Ihnen nicht wohl? Sie sehen sehr blaß aus. Halten Sie mit der Eidechse Zwiesprache? Da fort ist sie!" Dorothea mckt. Sie sollte Mir ein Krönlein bringen. Sie wissen doch, die Eidechsen sind verzauberte Prinzessinnen, und wer sie zur rechten Stunde trifft, dem bringen sie eine demantbesetzte Krone. Und da tapp' ich Ihnen dazwischen und jagte die verzauberte Prinzessin fort!" lacht die Freundin. Th:a eine Krone würde Ihnen gut stehen wissen Sie Sie haben das Haupt immer etwas gesenkt, als trugen Sie schon eme. und sie wäre bloß für uno profane Menschenkinder nicht sichtbar." Dorothea lächelte trübe. Vielleicht ist's auch eine Dornenkrone", spricht sie selbstvergessen. Die andere lacht hell aus. bückt sich, reißt eine Hand voll goldsterniger Blüthen ab und streut sie über Dorothea? lockiges Haar. So. nun ist's eme Blumenkrone , ruft sie. Und jetzt rasch! Wir wollen tanzen, lachen und den Frühling feiern!" Es war spät, als Dorothea heimkehrte. Ihr Haus lag in tiefem Schatten, während der Mond die Giebel gegenuber mit nloerner Lichtsluth überschwemmte. Müde schritt lie die Treppen empor. Von ihrem Antlitz war die Freude weggenommen, wie eine cas:e, die man nach lustigem Mummenschanz abnimmt. Plötzlich wurde sie todtenblaß, ih? Herzschlaa setzte aus. und sie würde umaesunken sein, bätte sie sich nicht imwillkürlich am Treppengeländer festgeklammert. - Muut aus ihrer Woh nung und dieses Lied! Diese gaukelnde, wiegende Begleitung - so spielte nur einer in der ganzen Welt! Herrgott! Es konnte doch mcy: sein Ihre Hand tastete nach der elektri schen Klingel' und drückte auf deren Knopf. Das herrliche Spiel brach iäb ab schnelle, elastische Schritte nahten die Thür wurde geöffnet und da stand er er, er! lächelnd. strahlend, erhitzt, das schwarze, lockige 5aar wir in der Stirn, die dunkeln. unruhigen Zigeunerauaen blitzend und sprühend von Schelmerei. In seinen Armen fing er die Wankende aus. .Tbea!" rief er entzückt und hob sie. wie man ein Kind hebt, hoch empor. Jöijt du's endlich? W schon eine Ewigkeit und wart' auf dich! Dem Mädel hab' ich fortgeschickt, die kommt vor stunden Nicht wieder Thea -Liebste!" Er wollte sie küssen, doch fie stemmte die zitternden Hände gegen seine Brust und drängte iyn von n2;. Laß mich!" stammelte sie. D. darf nun nicht mehr sein!" Er faßte sie an beiden Händen und zoa sie lachend ins Äimmer. Dort drängte er sie sanft in die Divanecke, sekte sich dicht neben sie und bob n:t eiskalten, zitternden Hände an seine warmen Lippen. Karl. Karl o laß mich doch! W?
ist deine Braut?" Hab' ja keine!" entgegnete er lachend. Dann bettete er sein schwarzes, lockiges Haupt an Theas Schulter und legte liebkosend ihre Hände an fein: Wange. Ich hab' immer bloß dich geliebt, nur dich! Nun hast Du mich wieder! Ach. wie herrlich es ist. bei dir zu sein! Komm, gib mir endlich einen Kuß!" Dorothea wurde es schwarz vor den Augen' Wie ähnlich sie doch sind in ihrer Wirkung: übergroße Wonne und tiefster Schmerz. Schwer rang sie nach Fassung. Liebst du mich noch?" fragte er, plötzlich ganz ernst. Sie schaute ihn nur an. Eine solche Welt von Liebe lag in dem tiefen, thränenfeuchten Blick, daß er mit einem jauchzenden Laut ihr Haupt an sich zog und sie mit seinen Küssen fast erstickte. Sie zitterte unter diesen heißen Liebkosungen, wie der Baum zittert im Frühlingssturm. Ein paar kurze, selige Minuten vergingen. Dann rang sie sich los aus seinen Armen. , Du wolltest dich doch verloben! Warum hast du es nickt gethan!" , Er lachte hell auf. Seine dunkeln Schelmenauger; blitzten vor Uebermuth. Es par ja Unsinn, Liebchen! Was schabst du mich so seltsam an? Es war nur eine Wette, die ich
zn der zemiaune angenommen hatte."
Er batte sie wieder fest an sich gedrückt und fühlte, wie sie jetzt in seinen Armen heftig zusammenzuckte. .Lak es dir beichten, Thea. 50 ganze Sache ist ja furchtbar dumm. aber wissen mußt du sie doch. Herrgott wie si:hst du mich denn an?" , , it. r f r 1t.f-TJ-ie oaire lieg au icincr umiui. auna freigemacht und ihm ein schr.eeweißes Antlitz zugewandt. Erzähle! sagte sie mühsam. Er legte das Haupt unbefangen und sorglos an ihre Schutter. Sieh-, ve gann er, ich compornre da eine Menge alte Volkslieder und spiele Stellen daraus einigen Freunden vor. Darunter ist eins du kennst es wobl? da sitzt ein Mägdlem am Wege und wartet auf den Liebsten, der versprochen hat, sie als Braut zu holen. Es kommt nun ein Ritter mit geschlossenem Visier, der ihr erzählt, ihr Liebster schicke ihn; er lasse ihr sagen, er babe eine andere heimgeführt. Der Ritter fragt darauf, was sie dem Un- ' . ' nr-n" I. ' getreuen Wunsche, as UKagoiein wünscht ibm so viele glücklichen Stunden. als Sterne am Himmel stehen. Natürlich ist der Ritter selbst der Ge liebte, der nur ihre Liebe auf die Prob? stellen wollte. Hätte sie ihn verwünscht und verflucht, so wäre er fortgeritten und nie wiedergekehrt. So nimmt er sie auf sein Roß und führt sie als seine Braut heim. Ueber dieses Lied begannen nun die Freunde zu streiten. Solche Liebe gä be es nicht und solche Frauen auch nicht. Die alles duldende, verzeihende und unsterbliche Liebe sei ein Märchen aus alten Zeiten". Heutzutage liebte eine Frau nur so lange, als sie geliebt würde, sie verwünschte den Treulosen, wünschte ihm das elendeste Los und tröstete sich doch, sobald sich nur einer fände, mit dem ersten besten. Nun, ich wußte eine, die mich ewig lieben würde gleichgültig, ob ich ihr treu oder untreu fei die alles verzeihen, alles dulden und mich stets nur segnen würde. Und ich Unbesonnener laß' mich verleiten, damit zu prahlen, verschwör' mich hoch und theuer, diese Liebe würde jede Probe bestehen. Kurz, nach heftigem Streiten wetten wir darauf. Deinen Namen hab' ich freilich nicht genannt, aber den Brief mußt' ich gleich schreiben, worin ich dir recht brutal meine Verlobung anzeigte. Und verpflichten mußt' ich mich, deine Antwort zu zeigen. Danach sollt' ich drei Monate obne ein Lebenszeichen verg; hen lassen. Und wenn du mich in deinem Briefe nicht mit Vorwürfen und bitteren Anklagen überschüttetest, wenn du dich in dieser langen Zeit nicht mit dem ersten besten" tröstetest. wenn du mich, obgleich ick dir untreu vermeintlich untreu dennoch weiter liebtest mit der echten, großen, alles erduldenden, alles verzeihenden Liebe dann" Sie hatte den Blick so tief gesenkt, daß er an ihr niedergleiten mußte, um ihr in die Augen sehen zu tonnen. Aus den Knieen vor ihre liegend, umschlanq er sie mit beiden Armen. Mein geliebtes Weib, du hast die Probe bestanden. Das Höchste im Leben bist du mir gewesen und geblieben. Fortan soll uns nichts mehr treunen!" Er drückte das dunkle Haupt in ih ren Schoß. So lag er lange, und es war seltsam still in dem lichten Zim mer, so still, als ob soeben zemand da rin gestorben sei. Dorotheas seltsam erloschene Stimme unterbrach endlich das Schwelgen. Und was war der Preis dieser -dieser Wette?" fragte sie leise. Herrgott schweig doch nur von der ungeheuern Albernheit. Ein Korb Campagner, Liebste wn trinken ihn auf unserer Hochzeit ja? Ein Korb Champagner" wieder holte sie. -Sie sagte es ganz ruhig, dennoch ließ ihn dieser Ton in einer jäh erwachenden, unbestimmten Angst auffahren. Thea", rief er, ich Hab's ja tau sendmal bereut! Wie vor den Kopf geschlagen, bin ich herumgelaufen elend verstört die ganze, lange Zelt: Allen fiel es auf. Und da hatte das Sticheln und Reden kein Ende. Aha! sagte sie, der hat bittere Angst um seine Wette." Und dein Brief, siehst du 's ist unlogisch aber em bis sel übel hab' ich dir's doch genommen. dan du so gar sein Wort des Schmer zes schriebst daß du mich gar so leicht laufen ttekest. Gar so leicht", nickte sie, gar so leicht!" Plötzlich stürzten ihr die Thränen über das Gesicht. Em wildes Auf schluchzen hob erlösend die schmerzev starrte Brust. Er preßte sie an sich, küßte ihr die Thränen von den Augen, er küßte ihr tausendmal Lippen und Hände. Ihm war, als ob er eine Todte küßte Thea. Thea, sprich doch! Schilt mich sag', was du willst und dann sei wieder gut! Es war ein böser Traum er ist ja nun vorbei! Wir lieben uns wir haben nie aufgebort, uns zu lieben. Wir sind gluck lich selig wie allezeit, wenn wir bei sammen waren." Sie nickte ein paarmal träumerisä). Schade!" sagte sie leise. Ich hätte meine Seligkeit dafür gegeben und nun war es doch nur einen Korb Champagner, werth!". ,' ; Thea!" schrie er auf. .Ich bciUt dick so lieb", svrack sie.
?n;tou man wohl nichts lieccn crar
dieser Welt.' Das ist Abgötterei." Geliebte Liebste!" Und so muß es nun enden um einen Korb Champagner", vollendete sie müde. Herrgott. Thea. mach' mich mcht verrückt! ,Du hörst doch, es war ein: Dummheit. Hab's so sehr bereut. Hab' nie eine andere nur angeseyen. Du warst Mir das Höchste, das Hemzsie" ' Und das macht man zum Gegen stand einer Wette" unterbrach sie ihn bitter. Sag' Karl, und hast du denn Nickt ein einziges Mal daran gedacht, wie furchtbar ich litt? Wie ich blutete und verblutete an der Todeswunde, die du mir schlugst aus Uebermutb?" Er starrte sie erschrocken an. Ich litt' dock ack. ?bea! ck bab' mn das alles eben nicht überlegt hab' mich so schrecklich nach dir gesehnt" Aber den Korb Champagner und die Wette die konntest du nicht verlieren, nicht wahr? So viel galt dir deine Sehnsucht nicht und meine furchtbare Qual?" aebt's ia zu. Thea. ich war bodenlosdumm und leichtsinnig, aber ick liebte dich doch trotzdem o sehr" - Du irrst", unterbrach sie ihn sanft. Du hast mich nie geliebt. Wer spielen kann mit dem Heiligsten tm Le ben, wer das treuste Herz auf der Welt einer eiteln. frivolen Prahleret wegen der Hölle überantworten und monatelang in dieser Hölle lassen kann, der bat Liebe nie gekannt und Liebe n'e verdient." Er neigte sein dunkles Haupt tief über ihre Hände. So verzeihe mir um deiner Liebe willen!" Sie neigte sich über ihn und strich leise über sein Lockenhaar. Ich verzeihe dir. schon um der großen Erlösung willen, die mir diese Stund: gebracht hat. Denn meine verzehrende Qual ist nun von mir genommen. Und du bist nun wieder gut? jauchzte er. Und meine Liebe ist nun todt." Es kann nicht sein!" schrie er auf. Du solltest und mußt mich lieben!" Wer das könnte!" sagte sie weh. müthig lächelnd. Auf Commando lieben. und auf Commando aufhören zu lieben! .'Wenn das ginge, dann gäbe eZ keinen nutzlosen Liebesschmerz, dann wäre die Welt ein Paradies." Schmerz tödtet nimmermehr die Liebe!" rief er zornig. ' Der Schmerz tödtete auch die meine nicht, es war ein anderes, woran sie starb" Und was, Thea was?" '..Die Verachtung." Es war nur em Hauch, nur ein tonloses Flüstern der zuckenden Lippen. Aber er hatte es doch verstanden. ' z Da stürzte er fort. . Die Nackt war lau. Schwerer Lindenblüthenduft lag über den Gassen. Er stürmte dabin, hinaus in die mondlichtübergossene Weite. Er fühlte e? in dieser, mit fast unerträglicher uuai erfüllten Stunde, daß er ein Unersetzliches verloren hatte. Was ihm auch noch zuthell werden mochte, nie wur de er im Leben ein Gleiches finden. Dorotbea sab ibm lange nach. ES war so seltsam still um sie und in ihr. Sie neigte das Haupt. Ein paar Blü then, die noch vom Nachmittag her in dem lockigen Haar gehaftet hatten, sielen aus ihre verschlungenen Hanve. Die Blütben batte sie beute mit ei gener Hand von ihrem Leben gestreift aber auck die Dornen. Uno sie la chelte voll tiefer, Wehmuth. So lä chelt ein Todkranker, der unerhofft der Genesung entgegensieht. Löildgewordene Hausthiere. Eine eigenthümliche Rückkehr von Qaustbieren mi Wildkeit berichtet die Nevue Scientifique". Vor einigen 5abren Iren man zurUnterstutzuna der Hirten beim Hüten der Herden schottische Schäferhunde nach Patagonien kommen. Die Thiere waren gutmüthig, vortrefflich dressirt und sehr gelehrig, so daß eine Zeitlang alles in befr ed aender Weise verlief, vetutx dings aber erheben die patagonischen Hirten laute Klagen, indem die Schäferhunde die Herden, statt zu schützen, auffressen. Die Hirten haben im Laufe der Zeit zahlreiche Nachkömmlinge der Sunde m Dickicht sich selbst uberla sen; dieThiere wuchsen heran und ver mebrten sich, wurden aber wegenMan gels an Zucht durch den Menschen wieder wild und beanspruchten daher auf die Herden dieselben Rechte wie dieser. Sie fallen, sobald sie hungrig sind, über das Weldeviey her, zu wel rhfm ln?i-f? itrfi an ZNanven verein!vy yj I I v u " ' ' - - aen und förmliche Jaaden abhalten. Dabei ist es nicht selten, daß selbst Hirten ihnen erliegen. 2Ue Patago nier erklären die schottischen Schäfer Hunde für schlimmer als Wölfe, da sie diesen an Stärke nichts nachgäben, si aber an Klugheit und Muth ubertr fen. c x , m 0a lante S ch ü d e n. Baro nin (nach der Treibjagd zum Förster): Aber Herr Förster, eö sind doch so viele Schüsse gefallen und im Ganzen nur zwölf Hasen geschossen tooxUxt, wie ist denn das möglich?" Förster: Ja, Frau Baronin, die Herren haben eben in Anbetracht Ihrer werthen AnWesenheit meist nur Freudenschüsse ab gefeuert.".
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