Indiana Tribüne, Volume 26, Number 279, Indianapolis, Marion County, 17 July 1903 — Page 4
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Indiana Tribüne. HerauSzegkben vou der utbrg S. Indianapolis, Ind.
harry O. Thudium Präsident. GeschaftSloeal: No. 31 Süd Delaware Straße. telephoe ss. :ucred at the Post Office of Indianapolis as second dass matter. Die NLger-Ltinchereien Die selbst in den Rordstaaten überHand nehmende Vottsjustiz an Schön dem weißer' Kinder, wird heftig und 'weil ja barbarisch, von gesetzliebenden Bürgern mit Recht verurtheilt. Ober richter Bremer's Erklärung, dak jeder an einem Lynchmord Betheiligte ein Mörder ist. ist richtig, doch wenn er s.'lbst in die Lage kommt, beim Anblick eine geliebten, von einer menschlichen Bestie geschändeten Kindes zu verzweifelter Raserei getrieben zu werden, dann wird auch er den gewaltsamen Tod des Schurken suchen. Daß dies richtig ist, haben wir aus eigener An schauung gelernt. Die 14.jährige Katharina F., Toch ter eines weit über die Grenzen seiner Heimathftdt St. Louis bekannten Ju risten, früheren Kreisrichters und strammen Republikaners, fiel vor etwa 6 Jahren, in der Nähe ihrer elterlichen Wohnung einem farbigen Lüstling zum Opfer. Da? Kind wurde stöhnend, .unter der den Garten des Elternhauses umgebenden Hecke ausgefunden. In dem herrschaftlichen Hause des Richters F. fand gerade eine größere Abendgesellschaft statt, bei der die Notabilitäten der Stadt anwesend waren. Als das ungeheuerliche Verbrechen entdeckt war, als der vor Schmerz bei nahe wahnsinnige Vater sein mißhandeltes Kind vor sich sah, da gab eS un ter den Anwesenden, zumeist Rechtsgelehrte, keinen der daran backte, Mäßigung zu predigen. Die Empörung war so groß, daß selbst die hochstehend sten Männer vom Mob-Geist, gegen den ja Richter Brewer eifert, erfaßt wurden. Wäre der farbige Verbrecher dann entdeckt worden, so hätte man ihn unfehlbar in Stücke gerissen. Und auch die hochgebildeten Damen, welche Zeugen der Verzweiflung der Mutter roa ren, hätten sich mit Freuden den Namen Mob" verdient. Sie wußten, daß das ganze fernere Leben einer blühenden Mädchenknospe zerstört war. Erst nach einigen Tagen gelang eS der Polizei, welche Angesichts der Pro minenz der Betheiligten alle Hebel in Bewegung setzte, einen Verdächtigen, den Neger Namens Jim Knowles, zu entdecken und zu verhaften. Ob er der Schuldige war, ist niemals mit Be stimmtheit erwiesen worden. Er brachte durch seine Rassegenossen so zahlreiche und überzeugende Alibi-Beweise bei, daß er, wäre er nur des einfachen Mordes angeklagt worden, hätte freigesprochen werden müssen. Aber die Geschworenen achteten darauf nicht. Er stand des scheußlichen Verbrechens angeklagt, er war schwarz, und auch sie ertheilten summarischen Urtheilsspruch und fanden den Angeklagten schuldig. Ist etwa ein Unterschied zwischen solcher und Mob Justiz, nur weil die Farce der Gerichtsverhandlung eintrat? Die Geschworenen ließen sich von ihrem empörten Gefühle leiten, wie es beim Mob ebenfalls geschieht; der Mob aber rächt zumeist das Verbrechen an den auf frischer That Betroffenen. Fern sei es uns, Mob-Justiz zu vertheidigen; aber welchem Manne würde es nicht in den Händen zucken, die Bestie wie einen tollen Hund umzubrin gen, welche die zarte Unschuld seinen viehischen Gelüsten opfert und ein ganzes Familienglück zerstört. Wer könnte den greisen Vater der ttc!i'?n Emma Eole, deren zarte Jugend von dem Neger JameS Little vorgestern geschändet wurde, verdammen, wenn er vor der Obrigkeit ausruft: Um die Neger zu befreien, setzte ich im Kriege mein Leben auf's Spiel. Jetzt seht, was Einer dieser Brüt mir angethan. Mein armes, kleines Mädchen liegt zu Hause im Sterben. Hoffentlich werde ich morgen den Unhold an einem Telegraphenpfosten baumeln sehen können. Ich werde ihn selbst erschießen und wenn ich dafür in's Zuchthaus komme.Diese Raserei des Schmerzes würde jeden Vater unter gleichen Umständen ergreifen. Sie ergriff den hochgebil deten Rechtsgelehrten F. in St. Louis, wie sie den armen Farmer Eole er-
greifte Würde Richter Brewer in New Kork unter solchem schrecklichen Unheil anders denken, stoischer handeln wollen ? Wir bezweifeln es. Leicht ist es, Mäßigung predigen, wenn das Leid nicht im eigenen Hause herrscht. Man weiß, wie leicht es einem Neger ist, unter seinen Rassegenossen Alibizeugen zu gewinnen und man weiß euch, daß die Schmach Zeugin ihrer eigenen Schande im Prozesse gegen ihren Vergewaltiger zu sein, Anforde rung an das Opfer stellt, deren seelische Qualen noch höher anzurechnen sind, wie die vorangegangenen Leiden. Wenn ein Mädchen, das sich kaum von dem frevelhaften Angriff auf ihre Person erholt hat, dann vor fremden Männern und Neugierigen im Gerichtssaal die ganzen Einzelnheiten des scheußlichen Verbrechens nochmals im Geiste durchleben und öffentlich preisgeben muß, dann kann es das Geschehen: niemals vergessen. Wer kann die Freunde des Kindes tadeln, wenn sie dies verhüte. Unser Gefühl, unser Rechtssinn, toi derstrebt der Lynchjustiz, zu der uns aber die Empörung über eine grausige Unthat treibt. Deutsch-Amerik. Demokrateu-Clnb.
Eine sehr enthusiastische Versammlung.' Die gestern Abend in Keller & Boll's Halle abgehaltene Versammlung des D. A. D. C. erfreute sich erstlich einer sehr großen Betheiligung, während sie sich zweitens durch die wie derum, wie schon früher bekundete Begeisterung für das Endziel der demokr. Partei auszeichnete. Nach Erledigung der Noutine-Ge-schäfte wurden zunächst 22 neue Mitglieder in die Organisation aufgenommen, und dann wurden die nachbenannten Herren zu Mitgliedern des Agitations-ComiteS ernannt : Albert Sahm, Jos. H. Schaub. Fred. Mack, Henry Russe, Jacob Buennagel, Fred. Schrader, Henry Habeney, Fred. Grossart und Aug. Tamm. Dieselben werden mit aller Macht für den Sieg des demkr. Tickets bei der Herbstwahl und für die gebührende An erkennung der deutschen Demokraten nach dem Siege eintreten. Hierauf berichtete dasUnterhaltung?Comite, daß es die sämmtlichen demokratischen Nominations - Eandidaten eingeladen habe, den Abend inmitten des Elubs zu verbringen und d?n ElubMitgliedern persönlich ihre Principien und Tendenzen auseinanderzusetzen. Nunmehr hielten die folgenden Herren mit großer Begeisterung aufgenommene Ansprachen: MayorschastslCandidat I. E. McCullough. (Herr Holtzman war gestern Abend durch eine Versammlung in der 1. Ward verhindert.) Die Stadtclerks-Candidaten: I. W. Folger, I. W. Losh und W. M. Fogarty. Ferner die Polizeirichter-Candidaten I. W. Little und S. P. Dixon. Ihre Reden wurden mit dem größten Enthusiasmus aufgenommen nnd lebhaft applaudirt, und nach einer Er-frischungS-Pause hielten noch die Herren I. W. Kealing, Chas. Gaus und Jacob Hinckley gleichfalls sehr zündende uno treffliche Reden. Die Versammlung schloß mit dem Gelöbnisse der Clubmitglieder, wie ein Mann und bis zum Aeußersten für den Sieg des demokratischen Stadt-TicketZ einzustehen, wer immer die Nominirten sein werden. Eine Warnung für Jedermann, Der ein Pferd zu kaufen beabsichtigt. Ein sich Horace Boyer von No. 312 Ost Michigan Str. nennender Mann wurde gestern von den Detectivs Kurtz und Lancaster unter der Anklage der Schwindelei verhaftet. Der in Pendleton, Ind., ansässige ArchieShort behauptet nämlich, daß Boyer ihn bei einem Pferdehandel eklich über's Ohr gehauen, d. h. ihm für 875 in Baar, eine Taschenuhr und einen Wechsel für $10 ein angeblich gesundes und gutes Familien-Pferd verkauft habe, das sich, als es 3 Squares weit gelaufen war, als ein lungenschwaches, kraftlos Gestell erwies. Der Gaul war nämlich mit den bekannten Pillen und Pulvern vor dem Verkaufe aufgefeuert" worden. Boyer ist wegen gleicher Umtriebe schon mehrmals mit der Polizei in Conflict gerathen und heißt es, daß er der Zwischenhänd ler (ürieinen gewissen Bill Henry sei. der auch gestern wieder für ihn Bürgschaft stelltet'
Sommernachtsfest zu Ehren des Indianapolis Liederkranz In dem prächtigen Garten des Herrn Wm. Stoeffler Sr.
Herr Wm. Stoeffler Sr. hatte auf gestern Abend die Activen des Jndianapolis Liederkranz" eingeladen, seine wöchentliche Probe in seinem Heime und Garten an der 31. Straße abzu halten. Die Einladung erstreckte sich eben falls auf die Familien der Sänger und auf specielle Freunde der Stösfler'schen Familie. Und der König rief und Alle, Alle kamen" und Allen bot sich eine großartige Ueberraschung dar. Der prächtige mit Sycamoren und Ahornbäumen bestanden, mit dichten Weinlaubengängen durchzogene Gar ten, war mit vielen Hunderten von Lampions und Laternen in geradezu feenhafter Weife beleuchtet. Vorkehrungen waren in solch prak tischer Weise getroffen, daß sämmtliche Gäste, weit über 200 an der Zahl, zu gleicher Zeit an den Tischen Platz nehmen konnten, um sich einen vorzüglichen Lunch gut schmecken zu lassen. Die ganzen Veranstaltungen, welche seitens Herrn und Frau Stöffler im Vereine mit ihren Angehörigen getrof fen worden waren, konnten wirklich großartig genannt werden. ' ' Selten zuvor sind Sänger sa geehrt worden, als wie es gestern Abend der Fall war. Aber sie revanchirten sich in denkbar bester Welle. Unter dem üppigen Laubdache der stattlichen Sycomore, welche den Hauptschmuck des Vordergartens bildet, versammelte Meister Knodel seine Sängerschaar um sich, welche sodann das stimmungsvolle Lied 0 Lieb, nun kommt die Rosenzeit" zum Vortrage brachte. Daß die Sänger im Laufe des Abends aus ihrem reichen Liederschatze noch viele schöne Weisen erklingen ließen, braucht wohl kaum erst'-erwähnt zu werden. Während des Banquets hieß Herr Heinrich Stoeffler im Namen seiner Eltern und Geschwister die Gäste im Allgemeinen und die Sänger vom Liederkranz im Besonderen mit einer brillanten Ansprache herzlich willkommen. Dem jungen Redner wurde später ob seiner oratorischen Leistung von allen Seiten gratulirt. Die Herren Franz Schäfer, David Pfaff und Fritz Weiffendach hielten hierauf kurze Reden, in welchen sielm Namen der Sänger und der Gäste den Dank für die großartige Gastfreundschaft darbrachten. Prof. Curt Korn's HauSorchester (Violine und Guitarre) erwarb sich durch seine Vorträge wohlverdienten Beifall; das zweite Mitglied des Orchesters war Turner Graf. Furore machten die Sänger aus Finsterwalde" mit ihrem Vortrag Ach wir armen Junggesellen." Die Mitwirkenden waren Jacob Schulmeyer, Franz Schäfer, Ernst Micheliö und Curt Korn. Im Garten herrschte von Anfang des Sommernachtsfestes bis zum Schlüsse unter den Gästen eine gemüthliche Stimmung. Dafür daß dieselbe nicht verloren ging, sorgte schon der unter einer dichten Weinlaube hausende Sternenwirth" (Gottlieb Erber), welcher mit seinem Assistenten unermüdlich thätig war, damit die Gäste nicht etwa vor Durst verschmachteten. Bis Mitternacht war dieser Fall nicht eingetreten. Das von Herrn Wm. Stoesfler Sr. zu Ehren der Liederkränzler veranstaltete SommernachtsFest war ein durschlagender Erfolg, es war eine schöne Festlichkeit, welche alle Theilnehmer noch lange Zeit in freundliche Erinnerung behalten werden. Einladung a n den Socialen Männerchor von Louisv i l l e. Der Liederkranz hat gestern Abend beschlossen, den ihm befreundeten Socialen Männerchor" von Louisville einzuladen, der Feier des Deutschen Tages beizuwohnen und während des Tages die Gäste des Liederkranz zu sein. Ter Vorstand wurde ermächtigt, alles Nähere, betreffs der Einladung resp. Unterhaltung der Gäste zu erledigen. Die Probe am nächsten Donnerstag fin det im Germania Park statt. 3 Schuppen verbrannt. 3 kleine Schuppen an der Ecke der Spruce Straße und Spann Ave. wurden gestern Nachmittag kurz nach 3 Uhr durch Feuer zerstört. Schaden $600.
Polizeiliches Allerlei. Im Polizei-Hauptquar-tiere liefen wieder verschiedene Klagen über Hunde-Vergiftungen an der Nord Senate Avenue ein. 4 Hunde, SchooßHunde, d. h. werthgeschätzte Möpse, Pintscher etc. wurden als vergiftet, resp, durch Vergiftung abgethan, angemeldet. Die in No. 417 Massachusetts Avenue wohnhaste Negerin Emma Huff meldete gestern der Polizei, daß ihre 16-jährige Tochter Minnie seit DienStag verschwunden ist. U n t e r d e r Anklage des thätl. Angriffs wurde von Polizist Cox gestern Morgen James L. Moore, der Kutscher eines Commissions Hand-lers-Ladens wegen thätl. Angriffs verhaftet. Derselbe ist beschuldigt, ein Knaben in brutalster Weise durchgepeitscht zu haben. Zuschauer der ab scheulichcn Scene drohten den Rouhdein, der etwa 55 bis 60 Jahre alt sein mag, mit Prügeln und einem Theer und Feder-Bade. In Evansville ist gestrigen Nachrichten von dort zufolge der Geschäftsreisende Sears B. Hargreave von dahier wegen angeblicher Unterschlagung verhaftet worden. Derselbe entstammt einer hiesigen angesehenen Familie. M i t einem fürchterlich verhauenen .Gesichtserker, vulgo Nase oder Riechkolben, einer Wunde über dem Auge und einer anderen an der Nasenseite, und blutend wie ein angestochener Grunzer erschien gestern Abend ein sich Jos. Fitton aus Chicago nennender Mann im Dispensarium und klagte, er sei gegen 8 Uhr an Illinois- uud Wash, ington Str., auf dem Wege zum BahnHofe, von zwei Unbekannten angefallen und beinahe zu Boden geschlagen wordrn. Wahrscheinlich hätten die Kerle es auf seine Baarschaft abgesehen gehabt, jedoch Nichts erbkutet. Denn sobald er sich von dem unerwarteten Schreck erholt hatte, sei er den Gaunern
bis zum Monument und Market Str. nachgeeilt, doch seien ihm dieselben leider entsprungen. Dann erst habe er gemerkt, wie stark er blutete, und deshalb habe er erst in Sullivan k Moriarity's Wirthschaft an der Ost Washington Str. Hülfe ge. sucht und später im Dispensarium. Der Polizei kommen Fitton'S Angaben vorläufig recht schleierhaft vor. Edward Wheelerzvon2126 Wheeler Straße, benachrichtigte gestern Abend die Polizei, daß er und seine Mutter von einem etwa 26 'Jahre alten und sich Waverly Ryan nennenden Burschen zum Besten gehalten und sogar bemogelt wurden. Besagter Bursche erschien nämlich in der Wheeler'scben Wohnung und er klärte dem derzeit stellenlosen Ed, er sei ein Angesteller der Atlas Engine Works und zu Wheeler gesandt worden, um ihm die Mittheilung zu machen, daß Wheeler bei der Co. eine Stelle als Nachtwächter erhalten könne. Als beide sich auf den Weg zu dem Etablissement der Co. gemacht hatten, siel eS Ryan plötzlich ein, daß er fein Jard-Maaß in Wheeler's Haufe zurückgelassen habe. Er bat Wheeler, auf der Straße zu warten, kam zu Ed's Mutter zurück und bat sie um Kleingeld für $20. Er beschummelte dann die Frau auch um $2 und verduftete, derweil Ed noch in der Entfernung auf der Straße stand. Der Gauner wurde soweit noch nicht erwischt. Frau Gaston von No. 19z N. Meridian Str. bat gestern Abend die Poli z:i, Umschau nach ibrer bisherigen Mietherin, der 65-jährigen Frau Fenton zu halten, der seit Mittwoch Nachmittag nicht heimgekehrt ist. Noch am Leben Und anscheinend auf dem Wege der Besserung. In dem Zustande des 6 Jahre alten Wm. Winburn von No. 227 Ost Minnefota Straße, der, wie gestern berich tet, am Mittwoch Abend durch den Hufschlag eines Pferdes einen Schädelbruch erlitten hatte, trat, wie die Ho-spital-Aerzte letzte Nacht erklärten, gestern keine Verschlimmerung ein. Der zersplitterte Theil ver Schädeldecke ist durch eine Operation entfernt worden. und der Knabe hat Aussichten auf Ee ttesung. Auch bezügltch deö Zustandes deS ll.jährigen John Hoff, der auf der Oh:o Straße von dem Automobolisten Sidney W. Elston niedergerannt worden war und dabei eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, war gestern eine Wendung zum Besseren bemerkbar.' '
Deutsches Sans-Gartenconcert. Für das heute Abend unter den Auspicien des Deutschen Clubs und MusikVereins stattfindende Garten-Concert im Deutschen Hause ist folgendes Programm aufgestellt worden: March Gentleman sroin Indiana". . . . Boecher Selection Macbeth" Verdi () A Fairy Tale" Dalbey (b) Dat Gal of Mine" Shook Cornet-Solo Own Make Polka".. .Levy Mr. Charles j. Kiefer. Oerture Festival" Leutner Medley The Record Breaker" . . . O'IIare Paraphrase Nearer my God, to Thee" Reeves Selection Wizard of Oz" Tietjens Descriptive Columbus" Moses Passing of Ragtime" Fryor Selection Fortune Teller" Herbert Tally Ho" Bernstein Am nächsten Freitag Abend wird, wie schon berichtet, an Stelle der Indpls. Militär-Capelle der Deutsche Club und Musikverein mit seinem eigenen Orchester unter Prof. Ernestinoff's Leitung concertiren.
Local-Politisches. Die Vorsitzer der beiden Stadt-Co mites, I. L. Keach und Ed. D. Loas don, haben . gestern die .Vereinbarung getroffen, daß die Mängel in der neuen PrecinctEintheilunzs-Ordinanz, über die berichtet worden ist, in der nächsten Stadtraths-Sitzung durch ein Amende ment beseitigt werden sollen. Der gegenwärtige Stadtclerk Charles N. Clliott, der bekanntlich von der rc publikanischen Partei wieder als Can didat .für das Amt aufgestellt worden war, hat gestern die große Mehrheit der Bürgerschaft dadurch überrascht, daß er dem Vors. Logsdon vom republikanischen Stadt-Comite mittheilte, er trete von der Candidatur zurück. Als Motiv gab Herr Elliott an. daß er es angesichts der von verschiedenen Seiten fortgesetzten Hetzereien wegen seiner angeblichen unregelmäßigen Amtsverwaltung für das Beste halte, im Interesse der Partei zurückzutreten. Das republ. Stadt Zomite wird die Vacanz auf dem rep. Ticket zu füllen haben und sind bereits die Freunde des Herrn Wm. Kaiser, des bisherigen tüchtigen Hülfö-Stadtclerks, an der Arbeit, um ihn an Elliott'S Stelle auf das Ticket setzen zu lassen. Herr Kaiser hat sich durch sein lie benswürdiges Wesen und seine süchtige Arbeit überall neue Freunde erworben. Alutvergistung durcy eine Stahlfeder. Der Bäckermeisier Kluge in Berlin beaufsichtigte seine kleine Nichte cei Anfertigung ihrer Schularbeiten. Beim- Versuche, sie auf einen Schreibfehler aufmerksam zu machen, stieß er sich eine in Tinte getauchte Feder, die das Mädchen in der Hand hielt, in das Handgelenk. Die sehr schmerzhafte Wunde wurde gereinigt. Bald darauf schwoll jedoch die Hand an, der Arzt stellte eine BlutVergiftung fest. Kluge mußte der rechte Arm amputirt . werden. Doch auch diese Maßnahm konnte sein Leben nicht retten. Er starb unter gräßlicken Schmerzen. GrundeigenthnWs Ueberiragungen. Sarah R. Sawyer an Jsaac Sagalowsky, Theil von Lot 1 in Norwood's Subd. in Outlots 122 und 124. $2,900. Wm. Cane an Minnie M. Campbell, Lot 2 in Lincoln's Subd. in Fletcher's 1. Add. $2,000. Wm. E. Walling an Harriet A. Gogen, Lot 175 in Allen u. A. North Add. 51,000. Bertha Rochow an Eeo. Neßler, Theil von Lot 14 in Sqr. 6 in Bruce Baker Add. 81,450. Marietta A. Davis an Sarah I. Duncan, Theil von Lot 3 in Sqr. 1 in Drake's Add. $3,200. Wm. M. Wiley. Commissär, an James A. Davenport, Theil von Sec. 31, Tp. 17, Range 2. $3,327.6?. Reafon D. Sanders an Ruth M. Springer, Lot 102 in Bruce's Add. $1.700. Frank G. D. Johnson an Ella M. Walte. Theil von LotS 32 und 33 in Fletcher's N. E. Add. $2,150., Verbringen Sie ihre Ferien an. der Seeküste. Rundfahrt von Indianapolis kostet nur $15.00, via Pennsylvania, am 6. August, nach Atlantic City, Cape May, Anglesea, Avalon, Hollv Beach, Ocean City, Sea Jsle City. Wildwood, ,N. J. 'vder Rehoboth, Del. WeitereEinzelheissn' durch W. W. Richardson, D. P.' A.!HennsylvaniaVandalia Linie.
Wie man in ScrbUn sicher reist. Eine drollige Anekdote von serbischen Briganten und einem französischen General erzählt der Gaulois". Vor etwa zehn Jahre reiste ein französischer General durch die Balkanländer. Bei cinem Grenzposten in der Nähe von Nisch zeigte sich ein serbischer GendarmerieLeutnant höchst zuvorkommend und machte ihn darauf aufmerksam, welche Gefahrewer liefe, wenn er allein in den Gegenden reise, in denen Briganten hausten. Um ihn auf seinem Wege in Serbien zu schützen, gab er ihm eine Eskorte mit und händigte ihm auch einen warmen Empfehlungs - Brief an einen Freund, der leitender Beamter in der nächsten bulgarischen Stadt war, ein. In Bulgarien bewunderte der Genera! die Leichtigkeit, mit der dank dieser Empfehlung sich alle Schwierigleiten ebneten, und er sagte sich, daß diese Völker sehr zu Unrecht in schlechtem Rufe stünden. Bei der Rückreise nach Serbien traf der dieselben Wach.'n wieder an. Als er nach Frankreich zurückgekehrt war. war fein erster Gedanke, zum Zeichen seiner Dankbarkeit dem aufmerksamen Gendarmerieleutnant ein Andenken zu schicken. Als jt doch einige Monate vergangen waren, ohne daß er etwas von dem seibischen Offizier gehört hatte, fragte der General, der sich über das Schicksal des Geschenkes beunruhigte, bei der Gesandtschaft in Belgrad nach dessen Verbleib an. Die überraschende Antwort lautete, daß sowohl der Gendarm wie der bulgarische Beamte hinter Schloß und Riegel säßen. Es waren nämlich ganz einfach zwei Brigantenführcr gewesen, deren Banden in den beiden Ländern einander in die Hände arbeiteten. Die Vesorgniß vor dem Lärm, den ein Ueberfall auf den General hätte hervorrufen können, hatte sie dazu gebracht, sein kostbares Leben mit höchfter Sorgfalt zu beschützen. Militariscvcr Kräftcvervrans,. In dem Jahre, das seit Abschluß der , vorjährigen preußisch - württembergischen Rangliste (1. Juni 1902) verflossen ist, ist in den Reihen der Generalität und der Stabsoffiziere ein starker Abgang zu verzeichnen gewesen. Es sind in diesem Jahre aus dem a!üden Dienste geschieden: in der Generalität 10 Korpskommandeure bezw. Generale der Infanterie u. f. w. (davon 1 durch Tod), 1 Generalleutnant (1 todt) und 36 Generalmajors;.' unter den Stabsoffizieren: bei derJn'fanterie 36 Obersten (5 todt). 5Oberstleutnants (2 todt) und 70 Majors (4 todt); bei der Kavallerie 7 Obersten (1 todt), I Oberstleutnant und 8 Majore; bei der Feldartillerie 3 Obersten, 3 Oberstleutnants und 8 Majors; bei der Fußartilleric 2 Obersten und 7 Majors (2 todt); bei dem Jngenieurkorps 4 Obersten und 3 Majors; bei den Verkehrstruppen 1 Oberst und 1 Major; beim Train 3 Majors; bei den TechNischen Instituten 1 Major. Jnsgesammt sind also innerhalb Jahresfrist 63 Generale (davon 2 durch Tod) und 163 Stabsoffiizere (davon 14 durch Tod) aus dem aktiven Dienst geschieden. U. a. ist ein volles Drittel der in dieser Rangliste aufgeführten 16 Armeekorps neubesetzt worden, nämlich das 3. (Berlin), 4. (Magdeburg), 6. (Breslau). 8. (Koblenz), 15. (Straßbura) und 16. (Metz).
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