Indiana Tribüne, Volume 26, Number 278, Indianapolis, Marion County, 16 July 1903 — Page 7
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Jndiana Tribunc, IG Juli 1903
OoOoOcOoOoOoCOoOoOoOoOoOoO 6 I Der weiße Tod f 8 -JL s O O f5 , k.... rrt.ift -f 1 O
5 liamaii aus ccr isinjGjcrrocu. o o O o O o O o c o G Van Uudolf.Slrad. CoOcScOcOcOoCOoOoOcOoOoOoo o o (Fortsetzung.) Sie stören nicht!" Er ließ seine vtäMoit Gestalt auf den Stuhl neben ikr gleiten unb wurde wieder ganz ruhig. Sie all' die dalketen Gletschcrbumler das müßige Pack, das sich im Ecbirg herumtreibt wie die Offert auf'ni Jahrmarkt oie können einem die Qerge verleiden. Da werd' ich grob wie Johnenstroh!Das hab' ich gemerkt!" sagte sie hell auflachend. .Die empfinden ja nichts dabei!" fuhr er grimmig fort. Hingegen roer mit offenem Aug' da hineinschaut Sie haben ja ganz recht mit Ihrem dunklen Drang, etwas zu sehen und zu erleben. Unsere Schuld ist's ja,' daß aus den Frauenzimmern nichts Gescheites wird. 53ir räumen ihnen alle Größe und alle Schrecken des Lebens aus dem Weg. wir halten sie zeitlebens wie die Kinder, wie die Puppen, statt sie emporzuzieben und ihnen eine wahre Mcnschenseele zu geben und dann wundern wir uns womöglich noch " Er zog eine Cigarre heraus und schnitt nachdenklich die Spitze ab daß sie sind, wie sie eben sind!" ergänzte er rub,ig und warf die Spitze in die Ecke. Aber so sind sie nicht alle!" sagte Elisabeth herbe. 'Er zuckte die mächtigen Schultern. Die paar, die anders sein möchten, tönnen's doch nicht! Und außerdem wer weiß, ob's irgend einer damit wirklich ernst ist ich glaub's nichtig Er schwiea. große Rauchwolken in die Dän.mel'ift blasend. Und Elisabeth hatte die deutliche Empfindung, daß in dem Leben dieses finsteren Gletscherwanderers die Frauen schon eine große und keine glückliche Nclle gespielt hatten. Nach einer Weile stand er plötzlich auf, öffnete die Thür der Hütte, warf einen Blick in's ??reie und winkte ihr dann leise, fast geheimnißvoll, mit hinauszukommen, Sie that es und blieb wie geblendet stehen. e Im Lollmondschein gebadet lag die Eletscherlandschaft vor ihr. Ein helles, bläulich fluihendes Licht f . ::c f : j reis V, flCllC UvCI UCiil yUClUVCll Vil, VCUl warmen Weiß der Schneedecken. In schwar5en, ungefügen Nissen zeichneten sich, kreuz und quer lausend, die witu scherspalten davon ab. seiner, weißer Nauch schwebte darüber, und in dieser eisi.aen Ausdünstuna des Gletschers acwannen die balbverschleierten. seltsam ragenden Zacken, die Säulen und Thurme dieser Elswclt den Änschein märchenhafter Z?abelaestalten. Ueber der spiegelnden Flache erhoben sich im Hintergrund die Berge. Wie große weiße Flecken schwammen die chneeselder an dem tiefblauen Nacht Himmel, und erst bei näherem Hinsehen erkannte man die sie umschließenden schwarzen Umrisse der Felswände und Gerollhalden. Bis in den Himmel hinein schienen die matt leuchtenden Gipsel zu ragen. Dicht neben und übe? den unregelmäßigen Schneeflecken funkelten in winterlicher Klarheit die Sterne und stand der Vollmond am Himmel, der Beherrscher dieser reglos schweigenden, wie aus blauem Dammerlicht geweoten Traumwelt. Die Luft war seltsam lau und weich Sie umspielte schmeichelnd die Stirne. Und beinahe unheimlich wirkte dieser warme, brünstige Hauch inmitten der starren Oede. Von oben, vom ewigen Schnee herab klangen zuweilen seltsame Töne. Ein lana aezoaenes Seufzen, wenn der Wind in den Felsenklüften spielte, ein jauchzendes Pseisen. wo er frei über das Feld dahinfuhr verhallende Rufe wie von Menschenstimmen wie das Grollen böser Thiere dann wurde wieder alles still. Elisabeths Augen wurden feucht,und schwere Atbemzuae hoben ihre Brust. Ist's schön?" hörte sie neben sich die Stimme ihres Begleite;. Sie schüttelte den Kovf. .Mehr wie schön! Das ist groß! Das nimmt uns alles Kleinliche und K aaliche aus dem Herzen'. Er wandte den Kopf zu ihr. Gerad' das. was Sie da sagen, hab' ich eben aedacht!" saate er kurz. Sie schauten sich an und wußten, daß sie sich in diesem Augenblick ver- ' standen. Oben im Gletscher stöhnte es ' auf. Ein ??öhnstoß kam von da herab und umfing sie, heiß und schauernd wie der Atbem eines Niejen. Sie sprachen kein Wort mehr, bis sie wieder in die Hütte traten, in der der alte Christen ruhig weiterschnarchte. Während Elisabeth sich niedersetzte. zoa ihr Bealeiter ein Ilaschchen yeraus und woa es in der Hand. Ich wollt's morgen auf dem Gipfel trinken!" sagte er. Aber ich seh' schon: das Wetter wird ganz schlecht! Also damit nichts verloren gebt. Er aoß zwei Becher voll Champagner und reichte ihr einen herübe?.! .Trinken Sie nur! Sie verdienen's!" .Wabrkaftia?- Sie leerte fügsam das Glas. Das hätte ich nun wirk!
Nch nicht geglaubt, daß Sie mich Stö-
rensried noch einmal mit yampagner bewirthen wurden Er schaute ihr lächelnd zu. Lassen s? fiA'a schmecken!" säete er und rrfienite ifcr wieder ein. Und veraeilen Sie Ihr erstes Abenteuer in den Bergen Nicht. Und meinen Beichutzcr auch nicht! Ixt hob ihr Slaö und trank ihm ernsthaft zu. Er nickte. ..Sie können meinen Schutz schon annehmen! Ich bin ein alter Mann gegen Sie! &3ie au sind Sie? Vlerundzwan.na suinunozwan,?ia so was? Sehen Sie da bin ich reichlich zehn, zwölf Jahre älter wie Sie, mein Fräulein!" .Aber ftoaceieüe! Sie wies aus seine Hand und schaute c,m lulna. fra gend in's Gesicht. Er hielt ihren Blick aus. mit ernsten, trüben Augen, und schüttelte leicht den Kopf. Ich war schon verheirathet! sprach er. 5!hr Gesicht wurde ernst. Und sie ist gestorben? Ach Sie Armer!" Er hatte sich erhoben und aina mit seinen schweren kraftvollen Sckritten quer durch das Zimmer, um das Gletscherseil zu holen. Gestorben nicht. sagte er gleichgültig und nestelte an dem Strickwerk. Es geht ihr jo weit aanz aut auf der Welt! Also aezchieden! Jetzt bearifs sie manches und schaute still zu, während er ein Ende des Gletjcherftils an Balken und Wandhaken derart befestigte, daß es auer über das Strohlager hmweaging. Ueber das Seil hängte er dann eine der Wolldecken, so daß ein eigener kleiner, durch die beiden Huttenwande und durch den Woylach gebildeter, nach vorn offener Berschlaa entstand, m dem er noch ein ledernes Kopfkissen und eine Decke auf das Stroh niederleate. .So da ist ?ihz Nammerchen!" sagte er gutmüthig. Nun kriechen Sie hinein und legen sich auf's Ohr. Moraen ist auch noch ein Tag. ch lösche das Licht aus. Dann tonnen es sich aanz ruhig bequem machen. Die Hütte wurde dunkel. Eine Weile knisterte es noch im Stroh. Dann körte man nichts mehr als das Schnarchen des Alten. .Gute Nacht! rief eine helle stimme aus dem Verschlage hervor. .Gute Nacht!" erwiderte er, und sie schlössen die Augen. Aber lange noch lagen die Beiden schlaflos da. 3. Kapitel. itten in der Nacht wachte sie (fl plötzlich auf. Ein unbestimmtes Geräusch hatte sie aeweckt. Sie fuhr in die Höhe und starrte schlaftrunken in die Finsterniß. Wo war sie denn eigentlich? Rings um sie undurchdringliches, beinahe mit den Händen zu greifendes Dunkel, eme kalte, feuchte Luft, knisterndes Stroh, eine grobe Pferdedecke und über ihrem Haupte es mußte auf dem niederen Dach der Klubhutte sem ein betaubendes Trommeln und Prasseln, in das sich das Knirschen der fest geschlos sencn Holzladen und draußen das Stöhnen des Sturmes mengte. .Was gibt's denn?" ruf sie angst voll vor sich hin. Da merkte sie, daß auch ihr Hüttengenösse nicht schlief. .Unwetter gibt s! antwortete seine tiefe Stimme herüber. Hagelschlag und Wmd und Regen. Das Hochge birge ist nun einmal ungalant. Das nimmt auf die schönsten Damen keine Rücksicht!" Sie wickelte sich fester in ihren Wonlach. Eigentlich hab' ich ein bischen Angst!" sagte sie zweifelnd. Im Dunkel neben ihr lachte es drohnend auf. Angst? Sie? Ja wo vor denn?" .Das weiß ich nicht!" ,Sie haben keine Angst!" entschied die Baßstimme jenseits der trennenden Decke. Sie bilden sich das blos ein. Und wenn Sie wieder eme Anwandlung bekommen, so denken Sie daran. daß ich bei Ihnen bin, und Ihnen also gar nichts passtren kann! Sie athmete erleichtert aus. Ja das war richtig. Sie befand sich hier in auter Hut. Der starke, unverzagte Mann da drüben würde sie schon schützen gegen die Berge, denen er selbst so seltsam glich m seiner Ruhe und Kraft und Einsamreit. Rasch wie er gekommen, zog der Hagelstrich weiter. Das Erbsenschütteln auf den Dachschindeln verstummte, und statt seiner begann draußen emlullend das eintönige Rauschen des Regens. Sie seufzte noch einmal tief auf. dann schlief sie wieder ein. Es ist. als ob solch eine Regennacht in der Alpenwelt kein Ende nehmen will. Stunde auf Stunde verrinnt Die Uhr zeigt auf sieben, sie zeigt aus acht Uhr, und noch dringt kaum ein fahler Taqesschnn durch die vom Holzladen befreiten Scheiben in das dämmernde Gemach. Und zuweilen ist es. als c5 auch dies bischen Schimmer wieder erlöschen und gleich der nächsten Nacht Platz machen wurde. Er war länast aufgestanden, hatte seinen Anzug in Ordnung gebracht und sich eine Cigarre angezündet. Nun saß er am Tische und sah. aufmerksam und unbeweglich, auf eine Stelle, wo der, im Laufe der Nacht etwas vom Seile herabgeglittene Woylach eine Lücke freiließ. its K-nir dieser Lück- laa ein blas-
fU!ihAAi it rrr rahmter Kopf. Mit geschlossenen Augen in das Stroh gebettet hätte er einer Todten gehören können. Äber ab und zu zuckte es im Traum um ihre rothen, halbgeöffneten Lippen, und er hörte ihre leisen, ruhigen Athemzüge. Seit cmer Stunde hielt er den Blitt mit tiefem Interesse auf dies merkwürdige Schauspiel gerichtet. Der alte Christen in seiner Ecke war auch schon munter. Mit gekreuzten Beinen saß er. an ferner Stummelpfeife saugend, im Stroh, blinzelte ab und zu nach dem Herrn herüber und greinte dann rathselhaft vor sich hin. Da machte sie eine Bewegung uno streckte den Arm aus, wie um zu erwachen. Ihr Gegenüber sprang auf, winkte dem alten Zum Brunnen, und Beide verließen die Hütte. Als Elisabeth aufstand, sich di: . Schuhe zuschnürte und das Stroh aus den Kleidern klopfte, empfand sie ein seltsames Mißbehagen, eine Art Katerstimmung." Diese schmutzige, eiskalte Hütte, das z?rwühlte. auch nicht ganz einwandfreie Strohlager, der beißende Tabacksqualm, der sich in Wolken an der Decke hinzog, die schmutzigen Teller und Schüsseln mit ihren Kaserinden und Wurstschalen, die, mit Asche überstaubt, neben dem Ofen aufgeschichtet standen, die Stricke, die Pickel und all das sonstige Gerath in den Ecken und nun gar da oben der Verbandkasten ihr wurde ganz flau zu Muthe, während sie sich vor dem erblindeten Spiegelchen nothdurftig die Haare zurechtmachte. Dann öffnete sie die Thüre und trat hinaus. Eme Winterlandschaft umfmg sie! Alles ringsum weiß, so weit der Blick durch den dick fluthenden Nebel drang. Bis zu den Huttenwanden hin lagen die Schneereste und dazwischen m ilet nen Mulden und Furchen des Gerölls die vom Wmd zusammengefegten Graupenkörner des nächtlichen Hagelschlaqs. Auch ietzt horte man das Pfeifen des Sturms im Nebelgetriebe. Berem zelte weiße Flocken senkten sich ununterbrochen. Mit feinem Sprühregen untermischt, hernieder. Es war bitter kalt. Die beiden Männer, die vor der Hütte standen und über die Wetteraussichten verhandelten, hatten sich fest in ihre Mäntel gewickelt. Als sie herankam, reichte ihr der greise Bergführer schweigend die Hand, ein Hornartig brau ies Riei engebilde, rn dem ihre zarten weißen Finger rettungslos verschwanden, sein Gefährte aber lachte laut auf. Guten Morgen!" rief er. Heute scheint es mit der Abenteuerlust nicht mehr so weit her zu sem! Q doch! sie stockte, nur vorher sagen Sie mal, ist denn gar kein Waschwasser aufzutreiben?" Nein!" sagte er streng. Wer sich vor einer Gletschertour wäscht, hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn er aufgesprungene Lippen und Risse in der Haut bekommt. Und wollen Sie für den Rest Ihrer Tage mit einer rothen Nasenspitze herumlaufen?" Lieber todt! sagte sie schaudernd. Also gehen's wieder in die Hütten!" entschied er. Haben Sie Eau de Co-' logne bei sich? schon! Damit kann man sich vortrefflich waschen!" Das that sie also. Dann klopften die Männer an die Scheibe und erhielten die Erlaubniß, einzutreten. Sie hatte sich des Frostes wegen in eine Decke gewickelt und sah, auf einem Schemel kauernd, gähnend und verschlafen zu, wie dr Morgenkaffee bereitet wurde. Eigentlich war es doch ganz spaßhast. Und der Gedanke, bald etwas Warmes in den Leib zu bekommen, erfüllte sie mit neuem Wagemuth. Vor den Fenstern huschte etwas geschäftig hin und her. Ein kleines, rostbraunes Wiesel, das in zierlichen Sprüngen über Gestein und Schnee flog und sich an den weggeworfenen Pouletknochen gütlich that. Das Viehchen haust schon zwei Jahre hier!" sagte vom Ofen her ihr finsterer Freund. Ich seh's jedesmal, wenn ich in die Hütte komm'. Aber wovon's außerhalb der Saison lebt, das mag der Himmel wissen. Der alte Christen hatte seinen Kaffee geschlürft und sah aufmerksam in das Hundewetter draußen hinaus, das nur ab und zu ein Windstoß von oben erhellte. Dann krochen wie eine Heerde gescheuchter Gespenster die Nebelschwaden über den Gletscher zurück, ein. zwei eilig im Sturm treibende graue Fetzen als Nachzügler hinterher, und man konnte einen Augenblick die Berge auf der anderen Seite erkennen. Endlich ging Zum Brunnen hinaus, um sich durch ein wunderliches Schnupf pern in der Luft über die Chancen der Witterung zu unterrichten. Inzwischen hatte der Andere einen primitiven Frühstückstisch bestellt. Sehr behaglich fühlte sie sich nicht, als sie in dem grämlichen Morgenlicht ihm gegenüber Platz nahm. Mit blas, iem, uoernachtigem iöestcht uni; sl?o?fetzchen im Haar, mangelhaft gewaschen und zur Noth frisirt, mußte sie recht wie eine Zigeunerin aussehen. Und überhaupt war es doch eine eigenthümliche und beklemmende Situation, besonders nachdem sie gestern so schnell miteinander vertraut geworden waren. Auch er schien etwas mißmuthig. Er schwieg und rauchte. Sind Sie denn den ganzen Som
icr. iraoner, vvtt w ein uiuiuuuu. um'
mer so in den Bergen?" fragte sie ihn endlich, um irgendwie das Gespräch zu beginnen. Er nickte. Sowie die Ernte herein ist, bis tief in den Herbst bin ich ein Stammgast aller Schweizer Klubhüt-
ten. In die Tiroler gehe ich nicht gern. das werden bald Botels mit Kellnern. Lift und elektrischer Beleuchtung. Und ich will allein sein " Und wenn Sie nicht mehr auf die Berge können was machen Sie die Übrige Zeit im Jahr?" O." sprach er und paffte die Cigarrenwolken vor sich hin, im Winter hab' ich die Jagd schöne Jagd aus Hochwild und Sauen. Und im Frühjahr und Frühsommer da hab ich oll Landwirth genug auf dem Felde draußen zu thun. Da wird mir die Zeit nicht lang!" Sie blickte ihn fest an. Mir würde die Zeit doch lang werden." sagte sie mit klarer Stimme, wenn ich mich gar nicht um meine Mitmenschen kümmerte. Ich finde das muß man! Nicht des Amüsements wegen das ist gewiß oft zweifelhaft aber es ist unsere Pflicht, auch anderen Menschen etwas zu sein!" Wenn die uns etwas sind" Er füllte sich bedächtig seine Tasse mit Milchkaffee und brockte Brod hinein. Aber da steckt's eben. Es gibt nun einmal Dinge auf der Welt wenn man die einmal hinter sich hat, so begreift man die Menschen nicht mehr und will mit ihnen nichts mehr zu thun haben, nicht im Guten und nicht im Bösen" Seine Ruhe verdroß sie. Und wenn nun ein Jeder ein solcher Menschenfeind wäre," fragte sie erregtste würde es dann wohl auf der Well aussehen? Denken Sie einmal selbst nach, was " Er schüttelte den Kopf unv sah ihr in's Gesicht. Glauben Sie mir." sagte er langsam. den Menschenfeinden thut man Unrecht. Das sind zumeist Leute, die nicht zu schlecht, sondern zu gut von der Menschheit qedacht haben, die sie ernst und zu tief genommen haben. Das verdient sie mcht. Die Menschen feindschaft kommt aus der Menschen liebe! Oder sogar sie ist ein und dasselbe es ist Liebe., die nichts findet. was ihrer werth wäre. - Er sah qleichmüthia zum Fenster hinaus in das Geriesel von Negen und Schnee und hüllte sein buschiges Haupt in eine Wolke von Cigarrenqualm. Elisabeth wußte mcht recht, was sie ihm erwidern sollte. Ein so einsamer Mensch muß doch sehr unalücklich sem. sagte sie leise. Man gewöhnt sich dran!" erwidertk er kurz. Und dann ist einem wohl dabei. Und außerdem kein Mensch ist unglücklich, der die Natu'r noch hat. Die Berge da die bleiben mkr immer treu. Die lügen und trügen nicht. Die schmeicheln nicht. Die haben meine volle Hochachtung! Das begreif ich wohl" sie stockte, und daß ein Mann von den Frauen nichts mehr wissen will, das kommt ja auch vor. Aber dann hat er doch an dere Männer ich meine wenigstens einen guten Freunv, der" Sie erschrak und brach ab. So unheimlich war das grimmige Leuchten das blitzschnell über sein Gesicht fuhr und wie in wüthendem Haß aus seinen Augen sprühte. Er sah furchtbar aus in diesem Moment. Aber schon nahmen seine Züge den gewohnten ruhigen Aufdruck wieder an. Freundschaft?" sagte er. Glaub man bei Ihnen wirklich noch an das Fabelthier! Das ist ein Kindermärchen! Aber freilich es gab 'ne Zeit da war ich auch Nicht kluger. Da hatt ich auch einen Freund emen Herzens freund 's ist jetzt fünf Jahre her. Und seitdem sag' ich mir: .Verflucht, wer auf Menschen baut!' Elisabeth senkte das Haupt. Jetz konnte sie sich wohl denken, was dem Mann da vor ihr die Lebensfreude geraubt hatte. Der war inzwischen aufgestanden und an's Fenster getreten. So geht's," meinte er nach einer Pause halb lachend, halb ärgerlich, wenn ein schweiasamer Mensch wie ich, der sei Wochen kaum ein Wort gesprochen, in's Schwatzen kommt. Da erzählt man Dinge, die Sie gar nicht interessiren können und die auch gar nicht für Ihre Schönheit und Jugend passen. Ich hab' Ihnen gern zugehört!" saate Elisabeth. Hier in den Bergen kommt ein Mensch dem andern nahe. Denken Sie nur, wenn wir uns unten im ,Vär' an der Table d'hote getroffen hätten! Was hätten wir da für unnützes Zeug über das Wetter und das Essen und Gott weiß was gesprochen" Es wäre doch besser gewesen!" Er trat auf sie zu und sah, ihre Hand fassend, aus seinen gran.en Augen aus sie herab. Vergessen Sie das alles was ich gesagt hab'! 's ist Unsinn Und Ihnen wünsch' ich eines von Herzen: einen rechten, ordentlichen Mann dem Sie kein Spielzeug, sondern ein treuer Freund sind. Dann werden ?:nes Tages uder micy armen N?nschenfeind lachen und recht daran Sie zögerte einen Augenblick. Dann öffnete sie mit raschem Entschluß die Livven, wie um ihm etwas zu gestehen. da trat der alte Christen wieder em. Besser wär's schon, knurrte er, wenn man ainae. Das Wetter würde doch nur noch schlechter. Und wenn's zum Schncesturm käme, könnte man mit ihr" überhaupt nicht mehr die Felsen entlang.
XX schaute auf Elisabeth, und der Andere nickte nachdenklich. Wir müssen halt zusehen, wie wir sie bei dem Neuschnee über die Bänder bringen" sagte er.
Die hat schon Kouraae." erwiderte der Alte und fina an. die Qleckteller zu reinigen, den Boden zu fegen und ' ry.u. rK ... c. ' uic jyuuc iuicuci ui iiuuuuij zu tilgen. Endlich war das alles geschehen, die Asche ausgeleert, das Feuer bis auf den legten funken sorasam verlöscht. das Stroh aufgeschüttelt und die Naen rn das zremoenoucN ernaetraaen. (Fortsetzung folgt.) flcr Bergmann von Mlun. i merkwürdige Begebenheiten in der Ge schichte des Bergbaues. Von TiÄtern ist die Sage oft be arbeitet worden, daß ein Bergmann, der kurz vor seiner Hochzeit ' jugendräftig zu seinem Tagewerk in den Schacht hinabstieg, dort tödtlich verunglückte und nach 60 Jahren so gut ergalten wieder an das Tageslicht gebracht wurde, daß er einem Lebenden glich und von seiner ehemaligen Braut, die inzwischen zur LOjährigen Greisin geworden, wiedererkannt wurde. Der Vorgang hat sich nach einer im sächsichen Erzgebirge erhalten gebliebenen Ueberlieferung bei dem Städtchen Ehrenfriedersdorf zugetragen und ist in einer älteren Sammlung, dichterisch behandelter sächsischer Volkssagen uner dem Namen Die lange Schicht von Zhrenfriedersdorf" weiteren Kreisen bekannt geworden. Gleichwohl verlegen die deutschen Dichter, die den Stoff behandelten, das Ereigniß nach Falun in Schweden, und auch in der beliebten Oper Franz v. Holsteins Der Heidechacht" verunglückt der junge Berg mann in einem Kupferbergwerk bei Faun. Der Grund hierfür ist darin zu uchen. daß die merkwürdige Begebenheit sich in der That zweimal zugetragen hat. Bei Ehrenfriedersdorf erolgte die Auffindung des erhalten gebliebenen Leichnams am 20. September 1563, 60 Jahre nach der Verschütung im Schachte, bei Falun am 28. Februar 1720, ungefähr 50 Jahre nach ?em Unglück. Der bei Ehrensrieders?orf verschüttete und nach 60 Jahren ils wohlerhaltene Leiche aufgefundene Bergmann hieß Oswald Varthel, und über das Begebniß legt eine vom Jahre 1563 stammende Eintragung in die Akten des betreffenden sächsischen Vergamtes untrügliches Zeugniß ab. Des Ferneren befinden sich im Pfarrzrchive zu Ehrenfriedersdorf, sowie in oer Zwickauer Rathsbibliothek noch je in Abdruck der Leichenrede, welche der Geistliche bei der Beerdigung Barthels hielt. Den Nachweis, daß em ganz ahnicher Fall bei Falun vorgekommen ist, hat jüngst ein Herr Karl Sahlin zu Laxa in Schweden m der naturwlnenschaftlichen Zeitschrift Nerthus" geuhrt. Er verweist aus die Wissenschaftliche Zeitschrift Acta literaria Sueciae von 1721 und 1722, wo Adam Leyel inen aenauen Bericht über die am 23. Februar 1712 erfolgte Auffindung der Leiche des Bergmannes Groß-Mas Lus-bas veröffentlichte, der mehr als 8 Jahre vorher in einer Grube verschüttet worden war. Ueber die Thatfache berichtet auch ein Aktenstück im Faluner Grubenarchiv. Die lange Erhaltung emes menschlichen Leichnams in einem Schachte ist übrigens an sich nichts Wunderbares; :s gehört nur dazu mit Vitriol gesättigtes Wasser, wie es sich in Folge von Zersetzung der Kupfer-, Schwefel- und Arsenlkklese m manchen Gruden aniammelt. Nöuerrcstc in London. Beim Abbruch des alten NewgateGefängnisses in London wurden kürzlich unter dem Vegräbnißplatze der Hingerichteten Neste aus der Römerzeit zefunden. Sie bestehen in einem Theil er römischen Mauer, die ernst die Stadt umgab. Man kannte das Vorzandensein der Mauer und hatte daher ?en Unternehmern besondere Vorschns ten für die Erhaltung der Reste gege?en. Die Mauer bestand aus quarzigem Randstein, Quarz und Kalk. Weitere Bruchstücke von ihr wurden seinerzeit noch an einigen anderen Stellen der Stadt entdeckt. Die Mauer wurde unzefähr 305 n. Chr. von Kaiser Konstantin errichtet, um die Stadt vor den Einfällen der Pikten und Skoten zu schützen. Nördlich von London befand sich damals ein riesiger Wald, worin Diele Wildschweine hausten. Um das Jahr 370 nahm Theodosius, Feldherr )es Kaisers Valenhrnan, Ausoenerun zen an der Mauer vor. Während der römischen Herrschaft war London l.Londomum" oder Lundimum ) kaum größer als der Hyde-Park (388 Äcker). Die Stadt lag damals an 18 Fuß tiefer als heute. Die Entfernung zwischen dem nordlichen Wall und der Themse betrug eine halbe, die zwischen der östlichen und westlichen Seite der Mauer eine Meile, Zu viel verlangt. Aber. Willy, der schöne, große Pho nograph, den ich Dir erst gestern ge schenkt habe, geht ia schon mcht mehr! Ja, Onkel, ich wollte Tante Fannys Kaffeekränzchen aufnehmen und das hat er mcht ausgehalten!" Ein sechspfündiger Aa bringt in einer Saison nach der Schätzung des Londoner Fischzüchters Fred. Mather 9,000.000 Eier hettor.
euer - Signale.
?ennsylv unb Kartet ; English'S Qpcrn-Hau? 5 Eistund N'w Nork 7 Noble und Tiichlgan i 51. Jerley u. Mass 2Ux 9 Pine w.b North 0 maxUt und Pme 169 Part Ave tob 10. 212 Capital Lve und 17. 213 Pmnsylo.u.Michiga5 214 IllinmS und 0. 215 Senate Ave und 21. 216 Pennsvl?ania und 22. 217 Meridian und 16. 218 Capital Ave und 26, LI roadway und IS. 231 JUinolS und DicLea 234 No. 14 Spritzenhaus enwoed und 20. 35 Illinois und S3. 30 Annctta und 30. 237 No. 9. Spritztnhius Hdell und Ra 233 vdeil Lddcr Wor 229 Isabel und 7. 241 Merisian und 24. iJllinoiZ u ekClff. 24? Eldridge und 23. 312 West uud Walnu 313 West und 12. 314 Howard und 16. 315 Torbet und Paca 516 Capital Ave und IV 317 Northwestern Ave u 313 Eent und 18. 81 Canal und 10. 324. Eerealine Works 324 Vermont, id Lynn 325 Bismarcku Grandviek 326 No. 29 SvtzenhauS Haughville. 327 Michigan u. HolmeS, 32S Wichiga u. Concert 341 West und McJntyre 412 Missouri u. Mary land 413 Missouri und phw 15 Capital Ave - eorgio 416 Missouri u Aentucky A . 417 Senate Av u. Wash. 421 P und E RundKauZ W. Washington. 423 Irren-Hospital. 424 Mi.'-.y Ave u. I D SB 425 Wash and Harris 426 No. 13 Epritznchaul Q. Washingtou 427 Oliver und Birch 423 Oliver und OS?od 429 Nordhke und Fort 431 Hadlcy Ave u. Morril 432 River Ave u. MorriZ 454 River Ave und Skay 435 Harding u. Big 4 R ? 42 Harding und Oliv 437 No. 19 CprttzenhaZ MorriS und Hardina. S Hewacd rEta 439 etocktMrd 451 ReiSner irnd MiSe 452 Howard und Set 455 MornS und appS 56 Lambert und LelOeni 457 Nordhke Ave u. Vax on WorU 612 West uud Ray 12 Aenwcky Ave u. MerrtU 614 Meridian und MorriS 616 JllinoiS und SansaS 17 MorriS und Dakota 613 MorriS und Church 19 Capital A. u McCarty 21 Meridian und Palmer 523 Pine vlxüi Lord 624 Madisor. Ave u Ltncok 2S Meridian und Belt RR b27 Carlos und Ray 23 Meridian und Arrzona 529 Meridian u. Naymond 31 Meridian u. McSarty 22 No. 17 Spritzenhaus MorriS nahe West , 12 McKernct-.und DoMh. 615 East u. Lincoln a 614 East und Beecher 615 Wright und Sander 617 McCarty und Beaty 13 New Jersey u LLvk 712 Spruce und Prospect 7 English Ave. u. Laurek 714 State Aveu-BeltR 715 Shelby und Beech 716 State Ave und Orang 713 Orange und Laurel 7 Shelby u. Ctaae Av, 721 LerinztonA. Lnurek 725 FletcherAveu-Sprua 724 State Ave u. Pleasan725 Prospekt und leasat 726 Orange und Harla? 723 Liberty und Men 729 Nbl-K und South Ll No. 15 Spritzenhaus Ost Washington tt 813 Market und Noble 614 Ohio u. Highland 2ö 815 Michigan . Highlant 816 Market u Arsenal Av, 817 Ost S Clair und Union Bahn Geleise. fc21 Pan Handle Ehcx? L25 Vermont und Wakott ' 824 Wash. und State A. 825 Maddm's eounge Fak 826 Tucker und Torsey 827 Wash. und Beville Sv, 829 310.1 Spritzenhaus eville nah Wichig 821 Southeastern H und Woodside. 83t Wash. und Dearbor? 834 Southeastern und Arsenal ZlveS. 838 New Jork und TemPk 12 JllinoiS und Maryl. 913 JllinoiS und Market. 914 Penn, und Qaft 915 Delaware rrnd oft 1 1 Vermont nc5 East '2 N?. 8 Spritzenhaus Naff. Av nahe Noble ttX.T)&Tt und Stelnui u !.JerZch u Centra! A. f Maff, und Eornell Av, '.Ify uvb 11. Etraöe ' 7 Park Ave und 12 Str . - Cclumkna nd Hillflde : j tziz:)Icnd Ave u.Pratt 1 1 Illinois und Ct. Jo .'5 Pennlv. und Pratt Äcridian und 11. Etr s ?. Spritzenhaus 15. nade Jllinoiö b SkneAveu.CtCla 7 Jllixois und Michigan n Pktsylvania und 14. rj Senate Ave. und 1Z. '1 No. 1 Spritzenhaus Ind Ave nahkMichiga 42 Mcridia und LZalnut ?4 California u Vermont i5 Blake und New Jork ü Ind. Av. u. St. Clair i7 City Hospital :8 Blake und Nqrtl ü Äichizan und Sjtte ii No. 6 Spritzenhaus Washington nahe West 2 Gscndorf u Wash. 3 Missouri u New York 15 Meridian u Wash 16 JllmoiS und Ohio n Capitel Av. WaZH iS mgan'S PorlhauZ Straßenbahn Ställe 23. Washington Ctr 51 No. 10 Spritzenhaus JllmoiS u Merrill SZ JllmoiS u Louisiana 52 Wett und South S4WestundMcEarty 56 Senate Lve. u Henry 67 Meridian und Nay 58 No. 4 Spritzenhaus LZadrson Av. u MorrlS SS Madiion Av.uDunlop 1 No 2 Haken LeiterhauS South nahe Telawar 32 Penn, u Merrill 52 Telaware u. McCarU, 4 ast und RcEarty es New Jersey u. Merrill 7 Lirg. Av. u Bredsha 55 East und Prospekt 69 Bicking und High 71 No. 11 Spritzenhaus Lir Ave. nahe Huron 72 East und Eeorgia 72 eda und Elm 74 Davidson u Georgia 75 önglish Av.u Pine 76 Chclby und BateÄ 7g No. 3 Spritzenhaus Prospekt nahe Shelb i Fletchcr Av. u Shelby 31 Markct u. New Zersey ?2 Telaware und Wash. z East u Washington ?! New Aork u.Tavidsor 85 Taubstummen Anstalt 56 Ver. Staaten Arsenal 37 Oriental und Wash. ?9 Fraucn-Ncformat. 91 No. 13 Spritzenhaus Maryland nahe Mer. !2 Meridian u. Gcorqia. ?3 Mcridian und South '4 Pennsylv u. Louisiana 05 rirgini Ave u. Alab. 35 Hauptquartier. 97 Grand Hotel. 03 Capital Ave und Ohi -3 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. 21 Alabama und 16. 125 Central Ave und ll 12G DandeS und 15. i27 Brookside und Jupiter 23 Central Ave und 17. 129 Delatvare und 19. 131 Alabama und li. 132 Bellefontaine und .34 College Ave und 29. IZ5 Telaware und 13. 136 Alabama und North 137 Newmann und 19. 133 College Lve und 14. 139 Cornell Ave und 13. 111 Fände? unb IC. 112 Hizhland Ave und 19. 143 Tecumseh und 19. 145 New Jersey and 22. 146 Alvord und 17. 147 No. 2 Spritzenhaus Hiliside Ave und 16. KS College Ave und 22. 149 College Ave und 27. J52 Park Ave und 22. 1,5? LEu. W Bahn a. 22. 154 Namsey Ave und 10. 156 Stoughton u Newman 157 AtlaS und Pike. 15g Blohd und Patrpaw. 159 No. 21 Spritzenhaus Brightwood i2 Arden und Depot 1S3 Brightwood und 25. 164 Rural und Blohd 165 St. Clair u. Keystone 167 Arsenal Ave wi 23. 163 Bellefontaine und 23. Spezial-Siznale. krflen 2 Schläge, zweit Alarm, Zweiten Schläge, dritter Alarm, Dritten 2 Schlage, vierter Alarm. l-2-l, Feuer aus und Schlauch aufgerollt. 3 Schläge, Wasserdruck ab. 1 Schläge, l Uhr Mittag. Die so bezeichneten Signale werden nur vom Thun Wächter angegeben da an de betreffende Straß keuzungn kwe AlarmU'lcn anaebracht sind. Chicago und der große Nordwefie via c smcWWWSSs Rjgwg (( VIatta-Sawatt Philipp Inseln. Bin tägliche Schnellzüge nach Chicago. fr on der Monon 47. Str. Station. Chlcago, find nur 5 Minuten mittelst elektrischer Tar nach den Union Liehbösen French LIck Springs, indem Orange County Hochland. ffamIlien-Hotei enter neuer eschäfteleituna. Pluto, Proserpine rnd Bowle Quellen. 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