Indiana Tribüne, Volume 26, Number 278, Indianapolis, Marion County, 16 July 1903 — Page 5
Der 3iranjcQcn3SaOs.
jßfrltnrr Skizze von Erdmann Gracscr. Renn' doch nicht so. Örethe," sagte Frau Franke, wir kommen ja noch früh genug hin. Es ist ja auch gar nicht fein, wenn man so früh kommt. Warte 'mal, hier ist wieder eine Halte stelle, vielleicht kommen wir jetzt mit!" Hätten wir nur lieber 'ne Droschke genommen, das gehört sich so, wenn man auf'n Ball geht. Mein weißes Kleid hat schon einen Trauerrand und dabei heb' ich's mir so hoch!" Grethe, ich bitt' Dich, blamir' Dich nicht und sag' nicht immer Ball, es ist ja man blos ein Kränzchen." Laß mich doch. Mutter! Siehst Du, die Bahn ist auch voll, wir kom men zu spät!" So ein grober Kerl." sagte Frau Franke und drohte dem Straßenbahnschaffner, der sie nicht mitgenommen hatte. Na. da wollen wir man 'ne Droschke riskiren. Pssst! Kutscher sind Sie erster oder zweiter?" Zweiter? Nanu. Sie haben ja aber keine rothen Näder! Jott, wie sich die Weltgeschichte verändert. Fahren Sie uns nach Krausens Vierhallen in die Anklamerstraße, Sie wissen schon!" Als sie endlich den Wagenschlag zugemacht hatten ein schwieriges Stück, da sich Grethes Kleid immer dazwischen klemmte sagte das Mädchen: Mutter. Tu darfst nachher aber nicht berlinern." Wenn Dich einer wirklich heirathen will, wird ihn das nicht geniren." Und nach einer Weile sagte Frau Franke mit wehmüthigem Seufzer: Jott, kenn das Dein Vater doch erlebt hätte, daß ich Dich noch auf'n Ball führe!" Es is ja man blos ein lumpiges Kränzchen!" Das sage nicht, Grethe, frühe: hat man so was immer Ball genannt, wer hätt' da an Kränzchen jedacht." Und, Mutter versprich Dich nicht immer, Vater ist Rentjeh gewesen. Du sagst immer Kaufmich!" Kaufmann!" Nein, Du sagst immer Kaufmich!" Dann verstummte die Unterhaltung, bis die Droschke hielt. Nanu Vorsicht. Grethe, daß Du nicht m'n Matsch trittst!Sieh Dich man vor, Mutter, sonst verhedderst Du Dich in dem Wagenschlag." Hilf mir lieber und sei nicht immer so vornweg mit dem Mundwerk, sonst gibt's eins d'rauf!" Na, das fängt ja gut an, Mutter, da wollen wir man lieber wieder zu Hause!" Jetzt bleibst Du hier! Heb' Dir doch das Kleid Du bist ja hinten schon ganz besprenkelt." An der Saalthür wurden ' Mutter und Tochter von zwei jungen pomadisirten Leuten empfangen, die grüne Orden auf der Brust trugen. Wozu haben Sie denn das?" fragte Frau Franke und tivpte auf die Orden. . Wir sind von's Komite." sagte der Eine, wir nehmen die Billjetters ab." Nee, wir reißen blos die Ecken 'von ab," sagte das andere Komitemitglied. Von mein's brauchen Sie nischt mehr abzureißen," sagte Frau Franke, des is schon janz alleine kaputt jejangen." Mutter, ich bitte Dich!" sagte Grethe. Da drüben is die Jarderobe, meine Damen, es kost' nur zehn Fennje, lejen Sie lieberst ab. es is 'ne Bullenhitze drinn!" Auf die zwanzig Pfennige soll es mir nu auch. nicht m:hr drauf ankommen, obgleich die Jarderobe frei sein könnte. Die Droschke hat neunzig gemacht, neunzig und zwanzig eine Mark zehn sind schon weg, und wir haben noch nich das Jeringste von jehabt." Dann legten sie ab, knüpften zur Sicherheit die Garderobenmarke in den Taschentuchzipfel, besahen sich in dem Spiegel und traten in den Saal. Was trinken die Damen," fragte der Kellner, als Mutter und Tochter Platz genommen hatten. Mutter, trink hie? blos kein Kaffee. in den Tassen ist nichts d im." " Also bringen Sie uns zwei Vier! Helles oder dunkles?" Mutter und Tochter sahen sich an. Was kostet denn das , helle?" Nimm man dunkles. Mutter, sagte Grethe, das ist feiner." Also zwei dunkle Kellnei." . Und dann hielten sie Beide Umschau. ob sie keinen Bekannten sahen. Ach Herrjeh," sagte Grethe plötzlich und wurde feuerrotb. .Mutter da drüben sitzt ja auch der!" .Wer?" Na der,. Du weißt doch, den ich jeden Morgen treffe, wenn :ch in's Ge schüft muk." Ach so, der! Na, den muß ich mir doch nun auch 'mal ansehen. Wo sitzt er? Ter mit dem blauen Schlips? Ter hat ia sone Kiebihtolle!" Aber Mutter, kucke doch nicht so bin. ZÄ ienir' mich ia! Plötzlich begann der Klavierspieler auf die Tasten zu hauen. Das ist ein Walzer, Mutter, die Donauwellen!" Ist mir ganz egal. Grethe, wenn Du man nach tanzen kannst. Ooch ich wenn mich nur einer auf fordert!" Na. dann darfste nich hinten stehen, drängle Dich vor. Siehste, die llewk Blonde hat schon einen! .Ich werde 'mal mitten den Saal
teben." saate . Grethe. Und damit
schwänzelte sie. sich kokett in den Hüften wiegend, durch die tanzenden Paare. Gleich daraus erhob stcy oer junge Mann mit dem blauen Schlips, zog sich die weiße Weste ttrafs und steuerte auf Grethe zu. n MM itarf !H vltten. mein gramem s .Bitte sebr!" Grethe erwiderte die Verbeugung und dachte: Mutter hat recht, cr hat 'ne Kiebitztolle, das hat man unter dem Hut sonst nicht jesehen." zi wickelte sein Taschentuch um die rechte Hand, damit er bei dem Griff um die Taille ihre weiße Bluse schonte. Walzer kann ich mcht so iui, aale er, aber wir können's ja 'mal versuchen. .Dreben Sie sich man immer rasch 'rum," sagte Grethe ermunternd. Ems, zwei, drei, nu los! Aber er hatte mit dem falschen ffirn angefangen, drehte sich nun mit wilder Entschlonenhett. daft alles ringsum auswich, und keuchte zur Entschuld!gung: Halten Sie sich recht feste, ich muß erst ordentlich in den Takt kommen. Halten Sie sich man an mir feste, aber zerbrechen Sie mir nicht meine Hand und passen Sie auch 'n bischen auf!" Polka kann ich besser," schrie der junge Mann. Ja, der ist ja auch leichter, da braucht man blos zu hopsen. Nee, hören Sie auf, Sie treten mir ja den janzen Rock 'runter." Nu bin ich d'rinne im Takt." sagte er triumphirend. Aber Grethe ließ ihn los und zog ihn aus dem Gewühl in eine Ecke. Wir wollen noch 'mal anfangen." Schade," sagte er, nu ging's schon so schön. Walzer ist 'n feiner Tanz, wenn man so schwebt." Sic versuchten es noch einmal, kamen aber nur bis unter den Kronleuchtcr, dann entstanden furchtbare VerWickelungen mit anderen Paaren. Entmuthigt gaben sie es schließlich auf, retteten sich auf die Seite und sahen sich fassungslos an. Gestatten Sie, daß ich mich vorstelle, ich heiße Hugo Klöppel!" Und er verbeugte sich. Sehr angenehm, Grethe Franke. Wir wohnen am Alexanderplatz." So ach! Ich in der Rosenthaler. Ich bin Kommis, mache mich aber bald selbstständig." Soo ich dachte, Sie sind Photograph?" Wegen die Tolle," sagte er geschmeichelt. Wegen der Tolle," sagte sie sirasend. Man kann so und so sagen," behauptete der Jüngling. Na, nu wollen wir hie? nicht Wurzel schlagen," sagte Grethe, meine Mama hat schon Ängste '- Setzen 'Sie sich doch zu uns, Herr Klöppel, meine Mama beißt nichts Ich will mir nur mein Bier holen," sagte er eifrig, dann komme ich 'rüver." Sie verbeugten sich und Grethe eilte zu ihrer Mutter. Der hat angebissen, paß auf! sagte sie roth und ausgeregt. Was is er denn?" fragte Frau Franke. Man blos Kaufmann, sei still, da kommt er!" Ja er kämpst sich mit seinem Bierseidel durch und stand dann mit überlegenem Lächeln am Tisch. Grethe stellte vor: Herr Klöppel Frau Wittwe Franke, meine Mutter!" Ja, mein Mann ist todt," sagte Frau Frankes Ach, der thut mir leid!" Ach. das ist ja schon so lange her, über zehn Jahre!" Ach so!" Und Herr Klöppel hielt es nun für angebracht, zu lächeln. Setzen Sie sich doch hier können Sie sich neben mich setzen, Grethe, setz' Dich da hin. So sehen Sie!" Und Frau Franke betrachtete ihn mütterlich wohlwollend. Sind Sie Materialist oder in ein Spezialgeschäft?" Ich bin sozusagen Heringsbändiger," stotterte er, aber wenn ich mich selbstständig mache " Nu da müssen Sie auch Heringe führen. Ueberhaupt ist das ja keine Schande, mein Mann war ja auch blos Koofmich!" Zuletzt war er aber Rentjeh," sagte Grethe mil strafendem Blick auf ihre Mutter, kommen Sie, Herr Klöppel, jetzt tanzen wir Polka!" Wirklich, Polka konnte er tanzen. Ich kenne Ihnen schon so lange," sagte er, sie fest an sich pressend. Ich Ihnen auch," meinte sie verschämt. Wenn ich Sie man gefallen thäte?" fragte er zaghaft. Ja, dazu kennen wir uns man doch noch nicht lange genug," sagte sie kokett. Vielleicht besuchen Sie uns 'mal Sonntags." Dagegen hätte ich nischt aber man Ihre Mutter" Jh, meine Mama, denn ich sage zu meine Mutter immer Mama, ist so 'ne jute Frau." Das glaube ich Sie herzlich gerne, Fräulein Jrethe," sagte er begeistert. So dürfen Sie mich noch nicht nennen, das jeht zu rasch. Ich sage ja auch nicht Hugo zu Sie!" Ach, sagen Sie's doch, Fräulein Jrethch.." Nein, Herr Hujo, das darf ich nicht, was soll denn meine Mama 'von denken?" Ach. Ihre Mama ist ja so 'ne herzensjute Frau!".Nicht wahr sehen Sie. Herr Hugo.
so gefallen Sie mir. Sie waren mir gleich so sympathisch." Ick hab' Ihnen auf den ersten Blick jcrn gchabr." Blos jerne?" Na ja. wenn ich 'was anderes fügt:, das sonnten Sie mir am End: übclnehmen " Vielleicht vielleicht auch nie:;,4 sagte sie. Schade, nu ist der Sa schon wieder aus." ,; Es kommen ja noch mehr, da dauert ja heute bis morgen früh." Als sie an den Platz kommen, sehen v. Yv.v. 55"-" kranke mit ein vaar anderen älteren Xernen Manntschast gemacht hatte und eifrig im Gespräch war. Jetzt nickte sie dem Pärchen zu: Na. Grethchen. amüsicst Du Dich?" nein mit Ei, Mama!" Sie auch, Herr Klöppel?" Feste!" Na seht Ihr, Kinder, ich dachte mir gleich, wie ich herkam, daß es jemüthlich werden würde." Und es wurde wirklich immer schö ner, das Pärchen blieb .sich fast ganz überlassen, und als es dann wieder an den Tisch kam, entdeckte Frau Franke, daß es sich duzte und Hugo" und Grethchen" nannte. ES ging ein bischen schnell." dachte sie. ab:r die
jungen Leute von heute sind alle 'n buchen eilig." Als verständige Mutter ließ sie aber nichts merken. Nachher aber, in der 5iaffcepause sagte sie plötzlich: Sie werden uns 'doch 'mal besuchen, Herr Klöppel was?" Er legte den angebissenen Pfannkuchen hin, rieb sich die Hände an den Hosen ab und sagte: Ich danke Sie herzlich, Frau Franke, wenn Sie jestatten, komme ich sehr jerne." Na, da wollen wir's man nicht aufschieben, sagen wir also nächsten Sonntag jejen drei, ich lade Ihnen hiermit zu'n Mittag ein. Da sollen Sie 'mal sehen, wie Jrethe kochen kann." Da brauch' ich also vorher nicht zu Hause zu eszen?" fragte er als vorsichtigcr Mann. Nee. wenn Sie nichts besseres haben, wir machen 'n Kalbsbraten." Den esse ich für mein Leben gern." Freut mir, Herr Klöppel, aber nu wollen wir unsere Sachen holen und jehen. sonst ist morgen früh kein Aufstehen." Herr Klöppel half den Damen bei der Garderobe, und dann pilgerten sie zu Fuß alle drei durch die Straßen nach dem Alcxanderplatz. Frau Franke, als verständige Frau, ging vorn, die Kinder" folgten Arm in Arm. Kurz vor der Hausthür küßten sie sich dann, gerade während Frau Franke die Hausthür aufschloß. Na, nu kommen Sie jut nach Hause, Her? Klöppel, hat mich sehr jefreut!" Mir auch!" sagte' Herr Klöppel. Dann schüttelte cr dem Mädchen die Hand. Adje, Jrethchen!" sagte er leise mit einem gewissen Schmelz t.i der Stimme: Schlafen Sie wohl und träumen Sie süß!" . Sie sah ihn seelenvoll an: Adje. Hujo, auf Wiedersehen am Sonntag." Dcr mildc Tigcr. Auf dem Volksfest in Neuilly bei Paris prangte an einer Bude ein Schild, das in großen, buntbemalten Buchstaben die Worte aufwies: Nur am heutigen Tage zu sehen! Das größte und wildeste Ungeheuer der Welt! Ein Königstiger, der lebendig in den Dschungeln gefangen worden ist." Ein Mann, der vor der Thür stand, verkündete gleichzeitig den Preis deö Eintritts, 50 Centimes pro Persor.; Kinder wurden, da der Anblick zu schrecklich sei, gar nicht zugelassen. In Zoenigen Minuten war die Bude voll, und der Mann, der das Eintrittsgeld entgegengenommen hatte, erschien auf der kleinen Estrade und bat um die größte Ruhe, da das Ungeheuer furchtbar reizbar wäre; dann zog er sich wieder zurück. Das Publikum befand sich in der größten Spannung, als man plötzlich hinter der Szene ein heftiges Kettengerassel und Hilfeschreien vernahm. In demselben Augenblicke stürzte der Schausteller auf die Estrade und schrie den Anwesenden zu: Um Gotteswillen, meine Herrschaften, fliehen Sie, fliehen Sie, so schnell Sie können; der Tiger hat sich eben von seinen Ketten losgerissen und meine Frau bereits zerfleischt; im nächsten Augenblick wird er hier sein!" Wie von Furien gejagt stürzten die Zuhörer auf die Straße und rannten davon, während sich der Schausteller mit dem Eintrittsgeld? unter vergnügtem Händerciben aus dem Staube machte. (Erltlarmtst. Bei der Prüfung nach Schluß eines Kochkurses sollen die Schülerinnen ihre Leistungen und ihre theoretischen Kenntnisse in der Kochkunst darthvn. Du, Sepp," sagt während des Festessens ein Gast zum andern, was 'ist denn eigentlich theoretisch? Wart', bis D's z'fressa kriagst noZ W S I ii " i - . ,,. Das Drucken mit beweglichen Lettern war in Egyptcn schon -im 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung bekannt. wie aus cgyptischen Manuskript ten, welche im Besitz des Erzherzogs Rainer von Oesterreich sind, hervor-geh!.- '- - . mmmrs nn' mtrxcw u
C09C0000 Cb 0300900 iKQÜ,Hvr1HHäT, e0 , v $ Zur Z.'.c!io und znus. , ' q C; 4 0. H 0-Hrbö-3 keaoo6oii3 90 oooooetot) 1) Kräuter-Klößchen. Junae Kräuter. Kerbel. Petersilie, Spinat und Sclleriegrün wcrden nach dem Lesen und Waschen in Salzwsser aufgewellt, abgclühlt, abgetropft und fein, gewiegt. Dann macht man sine gute Kalbfleisch- oder Geflügelfarce. giebt so viel von den Kräutern zu, daß die Masse grün gefärbt ist, formt Klößen davon und kocht sie in Salzwasser gar. 2) EiermitCurrysoße. Man schneidet 2 kleine Zwiebeln in ferne Scheiben, bräunt diese in Butter, kestreut sie mit einer Messerspitze voll Currypulvcr und giebt sie dann in eine helle Soße (aus Einbrenne mit kräftiger Fleirühc auequirlt), schüttet dann unter beständigem Rühren noch 3 Eblöffel Rahm daran, läßt die Soße einige Minuten verkochen und legt 68 hartgekochte, in Viertel gescknittene Eier hinein. Sobald die
Eier genügend heiß sind, wird angcrichtet. 3)Schnelles Gullasch (bei raschem Feuer. Zeit 10 Minuten.) ienu eierten heb am besten Kops und Svi?e vom Filet; bekommt man das Stück nickü. klopft man ein derbes Stück Rindfleisch tüchtig und schneidet es in daumendicke Wurf:!, salzt sie leicht, stäubt sie mit Mehl an und röstet he in Heister Butter hellgelb. Dann streut man eineMesserspitze feingewiegten Kümmel und einen gehäuften Eszlöffel gewiegten geräucherten Speck darüber, brät das Fleisch damit noch einige Minuten, fügt zuletzt etwas heiße Fleischbrühe und eine Messerspitze Rosenpaprila zu, dämpft das Gullasch noch eirnc Auaenblicke auf und giebt es sogleich mit Makkaronl-Nude- zu Tisch.' 4) Z w i e b e l s u p p e. Man schneidet 68 kleine Zwiebeln in dünne Scheiben, röstet sie in Butter aeblick. schwitzt einige Löffel Mehl mit' durch und füllt diese Einbrenne mit Fleisch- oder Wurzelbruhe mitZusak von Maaai auf. läht die Suppe unter öfterem' Umrühren einige Zeit durchkochen, streicht sie durchs Sieb. schmeckt mit Salz und einer Prise weifcern Pfeffer ab. leairt sie mit Eigelb und richtet die Suppe über gerösteten Semmelwürfeln an. 5) Hammelkeule als Wildb ra t e n . Nachdem man eine starke Hammelknrle gut geklopft hat. löst man alle Knschen aus und legt das Fleisch 4 bis ' Tage in folgende Marinade: Scha-, lotten. Pfefferkörner. 1 bis 2 Lorbeerblätter. kleingeschnittenes Wurzelwerk aller Art. Wachholderbeeren, etwas Thvmian. Basilikm .ein kleines Stück Zucker. Salz und h Quart milder Weinessig werden eine halbe Stunde lang gekocht und zum Erkalten weggestellt. Dann legt man das Fleisch hinein -und wendet es zuweilen darin um. Beim Braten giebt man die Keule in die beiße Butter und brät sie unter allmählichem Angießen der Marinade in 12 Stunden gar. Zuletzt gießt man saure oder süße Sahne an. Folgende Klößchen gehören dazu: Man mischt einen Teig von abgekochten geriebenen Kartoffeln, gerührter Butter, etwas Mehl, etwas geriebener Semmel, einem Ei. Sah und. wer es liebt, etwas Muskatblüte, formt Klößchen davon. schmort sie in Fett oder Butter und garnirt sie um den Braten. 7)FlammerimitMilch. 1 Quart Milch wfrd mit etwasSalz, Zitronenschale, einigen zerstoßenen bitteren Mandeln und 2 Unzen Zucker aufgekocht und in ein wenig Milch verrübrtes Mondamin dazugerührt. Nachdem die Speise einiae Minuten gekocht hat. dick geworden ist und sich vomLöfsei löst, sullt man sie in eine mit Milch ausgespülte Form, stürzt den Flammeri nach dem Erkalten und giebt Fruchtsoße dazu. Nach Belieben quirlt man mit dem Mondamin zusammen 2 bis 4 Eelbeier. mit denen der Flam.neri noch wohlschmeckender ist. Win 2500 Jahrr alter Schuldschein. Daß' man in Egypten einst vor alten Zeiten das Leder als Schreibmaterial benützte, besonders für Urkunden, deren Dauerhaftigkeit dadurch gesichert werden sollte, beweisen' verschiedene erhalten gebliebene werthvolle Dokumente die auf Thierhaut verzeichnet waren. Unter den neuerdings entdeckten interessanten Funden dieser Art steht wohl mit an erster Stelle ein nubischer Schuldschein, der, geschrieben im 6. Jahrhundert v. Ehr. auf weißliches Gazellenleder, also lautet: Ich Ar gon, Sohn des Laize, habe von Dir, Stoiamalt, in ziemlich schwerem Kleingelde, Goldstücke 11, sage elf, und nicht mehr erhalten, und werde Dir diese zurückgebev. wenn Du es begehrst." Diefer Schuldschein auf. Gazellenleder soll aus dem Volksstamme' der Blemezer herstamnten. Für das Unterrichtsvrt s e-n wurde im Ver. Königreiche zur Zeit der Thronbesteigung der Köntgin Victoria blos die Summe von 100.000 verausgabt. Zur Zeit beträgt der Aufwand für diesen Zweck pe Jahr 565.000.M0.
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leveland, Cincinnati, Chicago & St. oms Railwav. BIQ OTJJl. C l e v elan d D biftc4 Abgang Ankunn New Jork Expreß tägl 4 4055m Union City Aceom tägl 9 26Bm Muncie & FtWayne Exp p. 7 00Vm Elkhart Accom, nur Sonntgö 9 25Vm N 3 B Lim täglich s 8 00Nm Fort Wayne & Elk Expreß p 10 30V Eleo & Benton Sarbor Erv.11 10Vm Soutbweftern Ltd tal ,? n mnm
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urnon lly Acc lag: 4 "rn V o r expreß p s 3 lOSin Knickerbocker Sv täglich d &s 6 26m Union City & Clev Ace 8 15Nrn New York Expreß täglich.... 6 45Nm New Fork Ltd tägl s u 46Nm St. Louiö Division. "Tiio w orlda 3F"lr riouto" St Louiö Mail 7 20Bm New Aork Expreß täglich s.. 4 20Bm Southwestern Lim tgl 6 & s 11 45Vm St. Louis Expreß tägl 8.. . . 7 40Vm St Louis Lim täglich p d s. 3 2öNm Mat'n & T Haute Acc 10 36Bm Terre Haute & Mat'n Acc.. 5 OONm N I k Boston Lim tsgl pd s 2 dONm N I & St. Louis Exp tägl.. 7 05Nm St Louiö Mail 5 35Nrs St Louis Expreß tägl 8.... 12 06Vm Knickerbocker Sp täglich s&d 6 lONm Cincinnati Division. Cin & Louö Nachtexvreß tgl 8 3 4öVm Cincinnati Acc täglausg SonlO 2595a St Lous & Cin Nachtexp tg s 4 ZOVm Chic & Bt L Expreß tg d s & pll 40Bm Cincinnati Ezp Sonnt auög. 7 45Vm Chicago LouS & St L Expreßl! 40V Cincinnati Acc 4 OOAm White City Spezial p 3 25Nrs Cincinnati F Expreß, tägl p 2 öONm Cinc & 3nd Acc ausg Son.. 6 55Nm LouiS F Expreß 2 60Nm Cinc 2nd &St2 Expr tgs..ll 60R Cinc & Wash g Ötg ds & p 6 20Nm Chic k Leu Nachtexpreß tg 8 11 40N Chicago Division. Kankakee Accom 7 OOVm Cinc Nachxpreß, tägl 8.. .. 3 30V Chicago Fast Expreß tgl d p 11 60Vm Kankakee Äccom 10 30Bm White City Special sd&p. 3 30Nm Cinc Fast Expreß tägl pd.. 2 40No LaFayette Accom 5 löNm La Fayette Accom 5 OOra Chicago Nachtexpreß tägl 8.. 12 05Bm Cinc & Wash F L., d k p.. ß lONm Mi chigan Division. Benton Harbor Expreß 7 OOVm Elkhart Accom nur Sonntazö 9 25Vm Michigan Mail Expreß p...!110Vm Elkhart Expreß 10 30Vm Elkhart Acc täglich 4 45Nm Benton Harbor Expreß p.. .. 3 lONm Michigan Ex'?b 8 159 Peoria Divisio n w e st l i ch Peoria Expreß öe Mail 7 25Vm ColumbuS & nc Exp tgl s 3 30Bru Western Expreß täglich pd..ll 50Bm Champaign Accom 10 35V Champaign Accom 4 lONm N 3 & Ohio Special 2 4öNra Peoria Expreß täglich 8 .. ..11 50Nm Peoria Expreß täglich p & d 6 08Nm Peoria D i visi o n ö st li ch.
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pittsburgh, (Cincinnati, Chicago & 5t. soais R'y. Indianapolis Division. . Abgang Ankunft Eastern Expreß täglich 3 3035m Schnellzug täglich s ck d... 6 30?r? ColumbuS Accom 7 30Vm Limited Mai! täglich 6 40Vru ftast Expreß täglich 8 d.... 8 lOVm Nichmond Accom 8 40Va Bradford Accom 1 25Nm St Louis Expr täglich d & e 12 lONm Atlantic Expreß täglich s 6z d 3 05Nm Bradfsrd Accom . 2 OONm Day Expreß täglich.. . 5 OONm Western Expreß. täglich s 3 20Nn et S & N 3 Lim taglich sd6 öONm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 30No" Nichmond Accom 8 OONm Jndianavolis Accom 8b.. ..10 40N Chicago Division. Louisville sc Chic Exp tgl p d 11 35Vm Chic & Lou F Expr täglich 8 3 20Vm Lou & Chi F Expr täglich 8 12 05Vm Chic & Lou Expr täglich p b 3 40, Louisville Division.
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