Indiana Tribüne, Volume 26, Number 273, Indianapolis, Marion County, 10 July 1903 — Page 5
Jndiana Tribune, 10. Juli 1003.
5
pXPMPMPMvr,rpvpvvxvj ti " " ' f I Das MMc. -z ?t x i Van 0). Lnndchn. x i H &W,tä'ä&'c&&'fö
Z? s jc-rü er eigentlich so besonders Tfj anziehend an ihr? Die grün leutenten Augen sicher nicht!
Sie Nase, die zn?ar klein war. aber doch ein rrenig zu? Regennase hinneigte, gersi b nicht! So t?ar's am Ende gar der rothe Mund, der beim Lachen die entzüendsten Mausezähnchen zeigte? Nein, nein! Ter erlaubte sich zu oft kleine Frechheiten. Ja, wenn er nach jeder Äsheit einen Kuß darauf drüben dürfte! Aer um Himmels willen! Die Fränze kragte ihm sicher die Augen aus. wenn er dazu nur Miene machte. So mußten es wohl die Haare sein, diese krausen, rothen Haare! Brandroth waren sie gerade nicht, sie erinnerten eher an das gesättigte Braunroth der Kastanie mit darüber hinhuschenden goldenen Lichtern, die sich verstärkten, wenn die Sonne auf das eigenartige Köpfchen schien. Tann sah es aus, wie mit einem goldenen Netz überspönnen. Tiefe Haare waren es auch, die der Fränze König den Namen Füöisle" eingetragen hatten und die eigene Mut-1 ter hatte lyn ihr gegeben, halb im Scberz, halb in Wehmuth. Mein Kleines, mein Füchsle. hast halt wieder herausgeleuchtet." hatte sie immer gesagt, wenn sie bei einer Schulfestlichkeit zugegen gewesen war und die schimmernden Haare ihr sofort den Platz der Kleinen verriethen. Tie Mutter hatte sich über ihren Rothfus gegrämt bis an ihr Ende, und Jränze hatten ihren 5iummer verstanden und ärgerte sich jetzt weiter. Te? Vater lachte sie aus. Bist unser Füchsle. Kind. Wir möchten gar kein blond- oder schwarzhaariges Mädte haben." Tie Tante. Vaters Schwester, die seit der Mutter Tode bei ihnen wirthschaftete. schlug oft die Hände zusammen und meinte: Etwas weniger roth könnten sie eigentlich sein, aber tröste Tich, Fränze, mandje sehen noch viel schlimmer aus.' Schöner Trost, wenn man überhaupt schon das Gefühl hatte, Feuer auf dem Kopfe zu haben. Zeigen that es Fränze nie, daß sie sich ärgerte, wenn Jemand über ihre Haarfarbe sprach oder sie neckte; nur seit der Vetter Willibald hier weilte, war sie doch ein paar Mal aus ihrer mühsam behaupteten Ruhe aufgefahren. Sencr Vetter Williba war dieser bewußte Er," der nicht wußte, was er so anziehend an ihr fand, der sich aber jeden Tag auf's Neue eingestand, daß sie reizend sei, diese Base Fränzchen. N:izend, zum Verlieben hübsch, ach was. zurn Helrathen einfach! Diese Liebe und Bewunderung hinderte. ihn aber gar nicht, das junge Mäden zu necken auf jede nur erdenkliche Weise. Vielleicht entsprangen diese Neckereien gerade der Liebe zu dein reizvollen Mädchen. Besagter Letter Willibald, kurzweg Willi genannt, hatte sein Apothekerexamen bestanden und wollte sich nun eine eigene Apotheke kaufen. Das Geld hatte er. auf die Zeit kam es ihm nicht an, so ließ er sich's einstweilen bei seinem Onkel, dem Bürgermeister König. Wohlgefallen; und während er Aussckiau nach einer Apotheke hielt, sah' er nicht gerade über die Köpfe der Töchter des Landes hinweg. Im Gegentheil. Er guckte genau zu. denn nach eine? Frau Apothekerin stand sein Sinn. S? gut ihm manches "-dchen gefiel, stets verglich er es mit Fränze König, und immer fielen solche Vergleiche zu Gunsten der schnippischen, rothhaarigen Base aus. Tie kleine Stadt, in der Herr König als Bürgermeister lebte, war zwar ein nichtswürdige? Nest, wie Willi meinte, et:: in derhübschen Villa etwas außerhalb war 'es doch ganz gut hausen, zumal das reizende Haustöchterchen die Zeit vertreiben half. Aber wo steckte es jetzt? Man hatte sich den Tag über nur bei den Mahlzeiten zu Gesicht bekommen. ur.i da hatte auch Jeder geschwiegen und jich nach Beendigung sofort zurückgezogen. , Mit sengende? Gluth hatte dieSonm cuf alles, was da kreucht und fleucht, heruntergeblickt und jede Bewegung, ja jcdeZ Gefühl zurückgehalten. Arer der Blitz aus heiterem Himmel, der in di:ses athemlose Warten hineinfahren scllte mit Tonnergekrache, war nicht niedergegangen. Toch die müder werdende Sonne hatte ihre Kraft am Mittag verausgabt und mit ihrem Scbeiden wurde es den beklommenen Menschenherzen wohler. Alles wagte sich, nun die gestrenge Herrscherin fort, aus den Verstecken lzcrvor, aber ein heiteres Leben konnte sich nirgends mehr entfalten. Im leichten, weißen Tennisanzug, das dazu passende Mützchcn auf dem Kopfe, trat Willi aus dein Hause und ließ seine Augen umherschweifen. Halt! Dort hinter den Büschen bewete sich etwas, das rnußte die Gesuchte sein. Ein spitzbübisches Lächeln flog um seinen Mund; rasch steuerte er auf den sich hin- und herbewegenden
hellen Pun!! zu und lustig fing er an zu singen:. J'stkikc'Zriz ist mein chäyelcin, 9io;$!jaarig wie ein Fuchs " Weiter kam er nicht. Tenn hoch im Bogen, spritzen Quellen Wasserwoaen." Zischend fuhr es über ihn her. unbarmherzig ihn tränkend von oben bis unten. Nur Flucht, schleunigste Flucht konnte ihn retten. Kaum hatte er .sich hinter der Thüre geborgen, da sprühte das Wasser ruhig, als sei nichts geschehen, über Bäume und Büsche hin, alles erquickend, belebend. Kein Strauch, kein Hälmlein wurde von dem jungen Mädchen vergessen. Endlich drehte sie den Hahn zu. schraubte den Schlauch los und trug alles sorgfältig in das Gartenhaus. Prüfend sah sie sich in dem blitzblanken Garten um. Leise lachte sie plötzlich auf. Aus dem Hause trat zum zweiten Mal Herr Willibald, aber nicht als Sahnenengelchen," wie sie ihn in dem weißen Gewände zu benennen pflegte. Mit dem unschuldigsten Gesicht von der Welt trat sie ihm entgegen. Warum diese Falte. Vetterchen?" fragte sie und tippte mit dem Zeigefinger auf seine Stirn. Unwillig schüttelte er ihn ab, ungefähr wie eine lästige Fliege, aber sein Zorn hielt nicht Stand, er mußte lachen. Ein klein wenig trockener hätte Deine Begrüßung ausfallen können, Fränzchen. Im Allgemeinen schwärme ich für kalte Douchen, aber ich bin nicht gewöhnt.-sie völlig bekleidet zu nehmen." O, kalte Douchen sid immer gefund, ein vorzügliches Mittel " Sie vollendete nicht, aber ihre funkelnden Augen verriethen genug. Noch einen Besenstiel und Du kannst wahrhaftig nach dem Blocksberg reiten!" Herausfordernd trafen sich die beiden Augenpaare. Grüne Augen hast Du, jetzt sehe ich es ganz deutlich, katzengrüne Augen. Ueberhaupt alle Menschen, die so ausgesprochen rothe Haare haben " Mit jäherWendung hatte sie ihm den Nüaen gedreht und in kühlstem Ton klang es über die Achsel: . Ich muß Dich ein für allemal bitten. meine, Haare aus dem Spiele zu lassen; die gehen Dich gar nichts an. Uebrigens finde ich es wenig taktvoll von Dir. mir zwanzigmal am Tage meine rothen Haare vorzuwerfen. Ich habe sie mir nicht ausgesucht!" Fort war sie. Mit einem höchst unbehaqlichen Gefühl blieb Willi stehen. Mit Veschämung mußte er sich gestehen, sie hatte Recht, die kleine Fränze, die liebe Kleine! .. Und da kam er zur Besinnung und stürmte ihr nach. Fränzcben, liebes Fränzchen so sei doch nicht böse," bat und bettelte er vor ihrer Thür. Alles vergebens. Kein Schmeicheln und Flehen lockte sie heraus und betrübt mußte er abzie-hen.
Bei der Abendbrodtafel war das junge Mädchen sehr heiter und ausgelassen, scherzte und lachte mit Vater und Tante, nur der Vetter war Luft für sie. Aber er that so, als sei ihm das sehr gleichgiltig. Er wurde sehr fidel und erzählte Schnurren und Witze, die selbst den ernstesten Menschen zum Lachen gebracht hätten. Nur wurde jetzt Fränze stiller und zog sich schließlich, Kopfwch vorschützend, zurück. So lange wie an- diesem Abend hatte sie noch nie vor dem Spiegel gestanden. Jedes einzelne Härchen wurde studirt, ohne dadurch natürlich die Farbe zu ändern. Im Gegentheil! Bei einer hastigen Wendung schien es, als trieben tausend Feuerteufelchen erst recht ich? Wesen in dem krausen Gelock. Aergerlich griff das Mädchen nach der Bürste und bearbeitete ihr Haar so euergisch, daß wirklich die Funken flogen. Ruhe fand sie nicht un Bett. Ich bin das unglücklichste Geschöpf unter der Sonne," schluchzte sie, zum Gespött aller Menschen laufe ich herum mit einem solchen Fuchskopf!" Aber halt! Es gab doch Färbemittel! Mit einem Ruck fuhr sie in die Höhe. Ueberall wurden sie angepriesen. Ob sie nicht eins Probiren könnte? Ten Vater mochte sie nicht fragen, der würd sie nur auslachen, und die Tante hatte durchaus kein Verständniß für so etwas. Blieb nur der Vetter. Der abscheuliche Vetter, der überhaupt an ihrem ganzen Kummer schuld war! Den sollte sie fragen? Nein, um keinen Preis! Das war unmöglich. Aber er war Apotheker, er mußte solche Sachen kennen, er mußte rathen können. Mit einem tiefen Seufzer legte sie sich auf die linke Seite. Morgen wollte sie weiter überlegen und vielleicht den Vetter fragen. Dann schlief sie ein und träumte von Salben und Mixturen mit den unglaublichsten Namen. Gleich am frühen Morgen hatten Willi und Fränzchen sich ausgesöhnt, und einträchtiglich saßen sie in der behaglichen Veranda und plauderten. Du," begann das junge Mädchen und sah dabei sehr angelegentlich auf ihre Fußspitzen, jtl gibt doch Färbe-Mittel?"
Färbemittel?' Ja, gewiß, eine Menge sogar. Was willst Du denn färben. Handschutze oder Bänder?" Nein, nein! ' Ich meine Haarfärbemiitel." Ein leiser Pfiff, der aber schnellentcrdrückt wurde, und mit ernsthaftem Gesicht begann der junge Apotheker einen Vortraz zu halten über die verschiedenen Haarwässer und Färbstoffe, deren Anwendung und Nutzen. Aufmerksam hörte Fränzchen zu. Ob man hier so etwas bekommt?" Das weiß ich nicht, aber ich kann mich ja mal erkundigen." Willi, lieber Willi, willst Du das wirklich thun?" Aber natürlich wollte er. Das: Willi, lieber Willi." klang zu hübsch, und für sein Leben gern hätte er es noch einmal in diesem Tonfall gehört, und wenn er bis an das Ende der Welt kaufen müßte, um das Gewünschte zu erlangen. Wirklich machte er sich trotz glühender Sonne noch am Vormittag auf den Weg nach der Apotheke des Städtchens. Aber seine Bereitwilligkeit war nur äußerlich, im Innern schalt er, wie ein Rohrspatz. Solch eine Dummheit! Das habe ich von meinem verwünschten Necken. Das schöne Haar wird sie sich verderben durch solche Quacksalbereien. Das kann ich nicht zugeben.das muß ich derhindern auf irgend eine Weise." Es mußte ihm wohl etwas eingefallen sein, denn nachdem er sich eine halbe Stunde in dem Städtchen herumgetrieben hatte, drehte er mit sehr befriedigtem Gesichte um. Je näher er aber dem bürgermeistcrlichen Hause kam, um so mehr gab er sich Mühe, eine traurige Miene aufzustecken. In zitternder Erwartung rief Fränze ihm schon an der Gartenthür ein fragendes Nun?" entgegen. Es thut mir leid, Fränzchen," antwortete der junge Mann stockend, vermied jedoch die Kousine anzusehen, der Provisor sagte mir, solche Sachen gingen hier zu schlecht, die könnten sie nur ballonweise abgeben." Einen hellen Schrei der Empörung stieß Fräulein König aus. Das ist das ist nein, ist das wahr. Willi?" Dieser hatte sich jetzt so weit in der Gewalt, daß er seine kleine, empörte Base treuherzig anschauen konnte. Wenn ich es Dir sage, Fränzchen Eine Antwort bekam er nicht, das Mädchen lief wie gejagt in's Haus. Er hütete sich auch wohlweislich, noch einmal von der Geschichte anzufangen. Er muckste selbst nicht, als er merkte, daß seine Kousine kleine Sendungen aus der nächsten größeren Stadt bekam, die, da sie von dortigen Apotheken und Droguerieen abgesendet waren, nur Salben und Färbemittel ' enthalten konnten. Er benahm sich überhaupt musterhaft in der Zeit, die er noch bei Königs weilte, und Fränzchen wurde es ordentlich schwer um's Herz, als er endgiltig Abschied nahm, um seine eigene Avotheke, die er inzwischen übernommen, zu verwalten. Bald nach seiner Abreise kam ein längliches Kistchcn an Fräulein Fränze König an. Inhalt: Zwei 'Flaschen und ein sehr lustiger Brief von Willi, in dem es unter Anderem hieß: In diesen beiden Flaschen ist ein ganz unschuldiges Haarfärbemittel, das Du getrost gebrauchen kannst." Jetzt wusch und salbte Fränze ihr Haar mit unheimlicher Ausdauer. Die arme Tante bracht' sie fast bis zur Verzweiflung durch ihre ewigen Fragen, ob sie nicht fände, daß die Farbe schon etwatz heller geworden sei, bis diese in völliger Abgestumpftheit nur noch ein bescheidenes: Aber ja, 'ich glaube fast." herausbrachte. Das hatte sich im August abgespielt. Mittlerweile war es Ende September geworden, und Vaters Geburtstag rückte heran, zu dem der Vetter versprochen hatte, wiederzukommen. Aber noch ein zweiter Gast hatte sich angemeldet, Onkel Fritz, ein Vetter der verstorbenen Mutter. Fränzchen wirthschaftete im Hause, daß es eine Lust war, ihr zuzusehen. Was nur Willi zu ihrem Haar sagen würde? Ob er es auch heller finden würde? Sie nahm sich vor, nicht davon anzufangen, weil, wie sie glaubte, der Vetter ganz von selbst darauf zu sprechen kommen würde. Sie irrte sich aber. Er kam. lustig wie stets. Mit keiner Silbe jedoch fragte er nach der Wirkung des Wassers oder machte gar eine Bemerkung. Dafür hielt ein Anderer mit seiner Meinung nicht hinter dem Berge. Kaum saßen sie gemüthlich beim Mittagsmahl in der Veranda, da schickte die Sonne verstohlen ein Lichtlein nach dem anderen und alle setzten sich gerade auf Fränzes Kopf. 'Mitten im Essen hielt der Onkel inne, legte Messer und Gabel auf den Tisch und guckte nach Fränzchen hinüber. E? putzte sein 'Augenglas und schaute ein zweites Mal aus das slimmernde Köpfchen. Dann sagte er köpf schüttelnd: Ich weiß nicht, Fränzchen, aber mir kommt es vor, als wäre Dein Haar noch röther geworden, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben!" Tiefe Stille! Ein niederschmetternder Blick trifft den unglücklichen Willi, ein zweiter schon bedenklich thränenfeuchter die Tante, die Serviette fliegt zu Bode?
nno Kranze tut ymaus. ymauS tn om herbstlichen Garten. Ja. was ist denn los?" Ganz entsetzt sieht sich der Onkel um. denn auch Willis Serviette liegt auf der Erde und der junge Mann derschwindet ebenfalls. . Na. die Geschichte ist richtig." seufzt die Tante und nun erzählt sie den verdutzi dasitzenden Männern, was in den vergangenen Wochen gespielt hat. Unterdessen sitzt Fränze ganz hinten im Garten und schluchzt und weint zum Steinerweichen. Sie merkt es rlicht. daß Willi näher kommt, erst als er ihr die Hände fortzieht, sieht sie auf und stößt ihn zurück. O, Du, Du! Du bist an allem schuld. Du hast mir das Mittel geschickt, Du bist ein ganz schlechter Mensch!" Oo!" Willi sieht gar nicht so zerknirscht aus. wie er eiaentlick sollte. Fränzchen. liebes Fränzchen, das war gar kein Färbemittel,nur ein Wasser zur Stärkung der Haare. Die Farbstoffe verderben die Haare und" , Ach. das ist gleich! Du bist schuld," und heftiger wird das Weinen. Immcr hast Du mich geärgert und geneckt, immer hast Du das abscheuliche Lied gesungen, um mich zu kränken!" Willi sieht plötzlich sehr traurig aus. Ja. wenn das rothhaarige Schätzelein nicht mein lieber Schatz sein will, dann ist das Lied allerdings ganz abscheulich!" Den drei Zurückgebliebenen wurde das Warten auf die Dauer etwas langweilig. Der Vater, dem das Essen ohne sein Füchsle nicht schmecken wollte, legte seine Serviette bei Seite und sagte unruhig: Ich muß sehen, wo die Beiden eigentlich bleiben." und auch er ging hinaus. Er hatte den glücklichsten Augenblick erwählt, um unbemerkt dem Paare näher zu kommen und sich noch viel unbemerkter wieder davonzuschleichen. Denn der Willi hielt das Füchsle gerade im Arm und küßte es. und das Kind küßte ihn ebenfalls und lachte dazu. Die Welt ringsum war vergessen. So kam es, daß der Herr Bürgermeiste? schon nach' wenigen Minuten seinen Platz wieder einnahm, die Serviette vorsteckte und meinte: Kinder, wir wollen essen, denn bis die da draußen fertig sind, kann noch eine Weile vergehen." , Jetzt erhob sich aber die Tante. .vJch möchte doch lieber nachsehen, die Sache ist mir ängstlich." , Bleibe nur ruhig hier, liebe Elise; ein Dritter ist bei .so etwas' vollkommen überflüssig." ' Tante Elise setzte sich sofort nieder, vor Schrecken und Staunen war sie keines Wortes mächtig. ...Der Onkel jedoch, der noch immer mit seinen Gedanken bei dem vorigen (Gespräch war. sagte kopfschüttelnd: Nein, es thut mir zu leid!" ..Leid?" Vater und Tante fingen an zu lachen. Leid braucht Dir nichts zu thun, freuen kannst Du Dich höchstens." ' "Worüber er sich freuen sollte, das wurde ihm im nächsten Augenblick freilich klar. Denn da kam es herein wie ein Wirbelwind, flog dem Papa unter Lachen und Weinen um den Hals, ebenso der Tante und schließlich auch ihm. Und kaum war er etwas zu Athem gekommen, da machte es der Junge ganz genau so. Und dann lachte und sprach alles durcheinander, und allmälig ging dem guten Onkel Fritz ein Licht auf, nämlich, daß Fränze und Willi' sich verlobt hatten, und der Vaier soeben in aller Form seinen Segen ertheilt hatte. Eine ganze Weile mußte er sich schnauzen, als er das erfaßt hatte, dann aber that er das Beste, was in der allgemeinen Rührung überhaupt geschehen konnte. Er ergriff ein Glas voll funkelnden Weins, hielt es hoch und rief mit durchdringender Stimme: Unser Füchsle soll leben! Hoch! Hoch! Hoch! Tie gcheimnijzvolle Truhe. Don Nodrigo de Bivar, der spanische Nationalheld El Eid," wollte wieder einmal gegen den maurischen Erbfeind, gen Valencia, zu Felde ziehen. Aber auch damals gehörte zum Kriege erstens Geld, zweitens Geld und drittens Geld. Und der stolze Eampeador hatte keines! Wohl würde ihm der Sieg über die Mauren in Valencia Geld und Gut in Fülle bringen. Noth macht erfinderisch: El Eid" füllte eine jener Truhen, die ihrer Form nach als Behälter für Mumien dienen und deren Inneres Raum für viele Schätze des Morgenlandes bieten konnte, mit Sand und Stein, und deklarirte diesen gewöhnlichen Inhalt keck als eitel Gold und Geschmeide. Dabei hielt er sein Wort wie ein Schild über die Truhe, die mit ihren vielen dickköpfigen Nägeln und schweren Eiscnreifen o wohlhabend aussah! Dann rief er die Bankiers jener Zeit, die Spaniolen von der südlichen Riviera, und verlangte von ihnen als Darlehen 10.000 Goldgülden, bis er gold- und ruhmbeladen von Valencia zurückgekehrt sei: die Truhe zum Pfande! Und dabei die Beoingung. daß die Truhe erst bei seiner Rückkehr zu öffnen sei. El Eid" zog mit. seinen Goldgulden stolz von bannen, besiegte die Mauren und bezahlte seine Schulden. Die altehrwürdige Truhe aber, das corpus delicti einer heroischen That in glanzvoller Ritterzeit, hängt verkettet und verklam. mert an der Wand des Kapitel-SaaleS der Kathedrale von Burgos.
MftnvKk'n AKhrpiKN. lUleveland, Cincinnati, Chicago & St. ioms Railwaf.
Cledeland Abgang New Jork Expreß tägl 4 40Vrn Muncie & FtWayne Exp p. 7 00Vm N 3 & 33 Lim täglich 8.... 8 00Nm Elev & Benton Harbor Exp. 11 l0Vm N I & B Lim, tägl äs...-. 2 5553m Union City Acc tägl 4 4rn Knickerbocker Sp täglich d & s 6 25hm St. Louik St Louis Mail 7 20Bm Southweftern Lim tgl d fc & 11 45Vm St Louis Lim täglich pds. 3 2öNm Terre Haute k Mat'n Acc.. 6 00Nm N I & St. LouiZ Exp tägl.. 7 05Nm St Louis Expreß tägl .'...12 06Vrn . Cineinnat Cin & LouS Nachtexvreß tgl g 3 45Vm St Lous & Cin Nachtexp tg s 4 S0Vm Cincinnati Exp Sonnt ausg. 7 45Vm Cincinnati Acc 4 OONm Cincinnati F Expreß, tägl p 2 50Nm Louis F Expreß 2 50Nm Cinc & Wash F Ltg äsckp 6 20Nm Chicago Kankakee Accom 7 00Vm Chicago Fast Expreß tgl d p 11 öOVm Wbite City Special 8 d & p. 3 30Nrn LaFayette Accom 5 16Nm Chicago Nachtezpreß tägl 8.. 12 05Vm Mi chigan
Benton Harbor Expreß 7 OOVm Elkhart Accom nur Sonntags 9 Michigan Mail Expreß p...1110Vm Elkhart Expreß 10 Elkhart Acc täglich 4 45Nm Benton Harbor Expreß p . . . . 3 Michigan E7':b 8 Peoria Division westlich Peoria Expreß K Mail 7 25Vm Colmnbuö & :ne Exp tgl s 3 Western Expreß täglich p ä..11 50Bm Champaign Accom 10 Champaign Accom 4 lONm NAH Ohio Special 2 Peoria Expreß täglich 8 ....11 öONm Peoria Expreß täglich p & d 6
Peoria D i v i Columbus Expreß tägl 4 30Vm Ohio Special tägl dp..... 3 00Nm Lynn Accom 6 15Nm
pittsburgh, Cincinnati, Chicago 6c SU kouis R'y. Indianapolis Division. Abgang Ankuns! Eastern Expreß taglich 3 30Vm Schnellzug täglich 8 &d... 6 3091 Columbus Accom 7 30Vm Limited Mai! täglich 6 40Vru Fast Expreß täglich s d 8 lOVm Richmond Accom 8 4055a Bradford Accom 1 25Nrn St Louis Expr täglich d & e 12 lONm Atlantic Expreß täglich s & d 3 05Nrn Bradfsrd Accom 2 OONm Day Expreß täglich 5 OONm Western Expreß täglich g.. .. 3 20Nn St L fc N 3 Lim täglich s d 6 öONm Nimmt keine Passagiere tgl- 8 30Nm Richmond Accom 8 OONm Jndianavolis Accom sb....lO 40N Chicago Divisio'n. Louisville k Chic Exp tgl pd 11 35Vm Chic & Lou F Expr täglich g 3 20Vm Lou & Chi F Expr täglich s 12 05Vm Cbic & Lou Expr täglich p b 3 40Nw Louiöville Division. Chicago KLouisv Spl tägl 8 r 40Vm Louisd & Mcdison Acc 10 lOVv Pitts k Lou F L tägl 8.... 7 OOVm Lou k Chie FL tägl p K....11 30V Mad Acc nur Sonnt 7 30Vm Louisville u. Madison Acc ..5 40Nn. Louisv & Madison Accom.. 8 OöVm Louisv d Pittsb F L täglich 8 6 3ö?cm Chicagos Leu FL täglich pd 3 55Nm Madison Accomm Sonntags 9 16Vm Madison Accom 3 63Nm Lou & ChiF Expr. täglichs n.LO N Louisville Accom 6 45Nrn Madison Acc, nur Sonntag. 6:45 Nm vandalia (ine.
Abgang N I St L Lim täglich 8 iz d 6 50Vm St Louis Expreß tägl 7 25Vm Efsingham Acc, nur Sonntag 7 252 rn St Louis Expreß d s 12 15Nisi Western Expreß täglich d 8.. 3 30Nm T Haute & Efsingham Acc . .4 45Nrn Terre Haute Expreß Sonntag 7 35Nm Nimmt keine Passagiere. . . . 8 L5Nm Nacht-Expreß, täglich 8 .... 11 30Nm Indianapolis & Cairo & Vineen Expr täglich 7 20Vm Martinsv Accom 12 30Nm VincenneS Expreß 3 50Nrn SpencerKFrenchLick Ae, tägl. 4 45Nm
Chicago, Indianapolis & iouisville R'y. (Monon Abgang Chic Night Expreß täglich s. .12 6553m Cincinnati Best täglich 8. . Fast Mail täglich 8 p 7 0053m Fast Mail täglich 8 Chi Expreß, täglich . . . .p d.11 6053m Monon Accom, täglich Chi & Mich City Best d p.. 3 35Nm Cincinnati Best täglich ä p.. Monon Accom, täglich 4 OONm (ake (Lrie & weftern R. R. ' Abgang Mail und Expreß 7 1553m Indianapolis Expreß täglich T Det d M C Ex täglich.. 12 20Nm Mail & Expreß Laporte Accom nurSsnntagS.12 20Nrn Toledo Expreß Evening Ezpreß 7 25Nrn
Cincinnati, Hamilton & Dayton R. R. Oft. Abgang Ankunft Cincinnati Veft täglich g & c 4 00Vm Cincinnati Vestibüle täglich e 12 4öVm Fast Mail täglich s 8 0523m Fast Mail taglich 6 40Brs Cincinnati & Det Expr ... .10 40Vm .Cin Chi S? St L Ex tgl p. .11 45B Cin . & Dayton Veft. Exp p 2 45Nm Cincinnati Best dKp .... 3 25N Cincinnati Best täglich d p ö OONm Eine & Jnd Accom 7 24N Cin 5-Detroit Expreß täglich 7 02Nm Cin3nd St LK Peo Er tg8Zic1S 36Nv Weft. Abgang Ankunfi Springsteld Mail 8 0053m West Expreß täglich s&c.. 3 66V Chicago Expreß 11 5053m Tuöcola Accom 10 20V Tuöcola Accom .. 3 30Nm Cincinnati Expreß 2 4CNa Weft Expreß täglich sd e..H10Nm Springsield Mail. .. ... 4 öONm Via C., H. D. Ry. (West) und Roachdale.. Chicago Expreß ........11 605Zm Cincinnati Expreß Z 40ÄV m 1' S btde ltkt 31esucr. P. Parlo- O-, C Cb&ir Cr. D. Diaia? Ctr. -Puffet Cr.
D visier Union City Accom tägl Elkhart Accom, nur Sonntgs Fort Wahne & Elk Expreß p
Ankunsk 9 25V 9 25Vm 10 303 ourywenern uro igl d s.. . . St Louis Ltd tgl ä s B H'b'r Exvreb p s Union City k Clev Acc .... New Iork Expreß täglich New Iork Ltd tägl s....:.. 11 3093m 3 lONm 3 lONm 8 15Nm 6 45Nm 11 46Nm Division. :E&tx" Routo" New Iork Expreß täglich g.. 4 20Vm St. LouiZ Expreß tägl . . 7 40Bm Mat'n fc T Haute Acc 10 35Vm NS d Boston Lim tägl pd s 2 50Nm St Louiö Mail 5 25N Knickerbocker Sv täglich s&d 6 105lm i Division. Cincinnati Acc tägsausg SonlO 2593m Chic KStL Expreß tg d g & pll 40Vm Chicago Lous & St L Exvreßll 40Vw White City Spezial p 3 2öR Cinc & 3nd Acc ausg Son.. 6 55Nm Cinc Jnd & St 2 Exvr tg s. .11 5091m Chic & Lou Nachtexpreß tg & 11 40Rm Division. Cinc Nachspreß, tägl s.... 3 30Vm Kankakee Accom 10 30Bm Cinc Fast Expreß tägl p d.. 2 40Nrn La Fayette Accom 5 OOrn Cinc 6z Wash F L., dkp.. 6 ION Division. 2öVn 30Vm lONm 15Nro 30Vm 35Bm 46?!m 05Nm s i o n ö tt li ch. Lynn Accom 10 15Vm Columbus Expreß tägl dp.. 11 40V Columbus Expreß tägl L....11 40Nru Ankunft 3 2053m 6 6053m 7 5553m 10 2553m 2 50Nm 4 45Nm 6 30N New Aork Expreß täglich 8. . St Louis Expreß täglich.... Schneller Erpreß täglich 8. . . Terre Haute Efsing Acc tägl Atlantik Expreß täglich d 8.. Fast Line täglich St LöcNS Lim täglich 8 K d vincennes R. R. Spencer u FrenchLickAc, tägl. 9 4550m Vincennes Expreß täglich.. 10 35Vm MartinSville Acc, tägl 3 45Nra Cairo Expreß täglich ...... . 6 IbNm Route.) Ankunft 3 4öVm 7 6023m 10 0053m 4 62Nv Ankuasi 10 2553m .3 25N 10 25V
