Indiana Tribüne, Volume 26, Number 273, Indianapolis, Marion County, 10 July 1903 — Page 3
Indianer Tribüne, I. Juli 1903.
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Hoffnungslos. Jäher Wechsel im Besinden des Papstes.
Jede Aussicht auf Rettung scheint nunmehr gcschwuudcu. Zuziehung eines Schülers von Minister Baccelli. Cardinal CibbonS Stellung bei einem Conclave. Loubet verlaßt die englische Haupt' stadt. Schwere Nachtheile der deutschen Fleisch-Crporteure. Cabincts Krisis in Athen dauert weiter. Besserung und Rückfall. R o m, 10. Juli, 6 Uhr 10 Mor. genZ. Als Dr. Lapponi kurz nach Sonnenaufgang zum Papst kam, fand er ihn mit gefalteten 'Händen. Der Papst bemerkte : Heute bin ich eine Woche lang krank. Ich danke Gott, daß er mir die Kraft verleiht, noch immer zu ihm zu beten." Rom, 10. Juli (4 Uhr Mor gens). Einspritzungen, die zunächst Dr. Mazzoni und dann Dr. Lapponi gemacht, hatten theilweise den gewünsch ten Erfolg, indem der Papst eine Zeit lang in einen, allerdings nicht völlig ruhigen, Schlaf verfiel. Die Diät des Patienten besteht jetzt fast nur aus Fleischbrühe. Ein Nacht'Bulletin wurde heute nicht ausgegeben, aber um Mitternacht kam ein aus dem Vatikan selbst stammender Bericht in Umlauf, dak Dr. Mazzoni eine abermalige Operation vollzogen. Der Arzt befand sich um 2 Uhr Mor. gens in seiner Wohnung und gab trotz äußerster Ermüdung eine kurze Erklä rung ab. Nach derselben wurde keine Operation vorgenommen. Mazzoni, der den Papst um Mitternacht verließ, bezeich net seinen Zustand als stationär. Zur Stärkung des Herzens und zur Erhöhung der Blut-Eirculation wurden Campher- und Caffein-Einspritzungen vorgenommen, die dem Patienten einige Erleichterung schafften. Dr. Mazzoni erklärte, daß erst eine morgige Untersuchung über das Vorbandensein von nlüssiakeit in der Brusthöhle und die Nothwendigkeit einer neuen Operation Ausschluß geben werde. Dr. Mazzoni machte zugleich die Kri iken und Rathschläge aller möglichen Leute lächerlich, die den Papst größten Heils nur aus Photographien kennen. Er wies zugleich nochmals die Anschul digungen zurück, als habe er die Flüs sigkeit in der Brusthöhle zu spät ent deckt. Die Hoffnungen auf Gesundung wurden schon durch die Thatsache der langen ärztlschen Consultation erschüt tert. Es war dies die erste eigentliche Eon sultation, denn die vorherigen Zusam menkünfte der Aerzte wurden nicht als formelle Eonsultationen betrachtet. Heute aber wurde Dr. Rosoni gerufen und das Resultat der Consultation war das 7 Uhr Bulletin, nach welchem in der Brusthöhle sich rasch wieder Flüssigkeit ansammelt und der allgc meine Zustand sehr ernst ist. Die Aerzte drückten sich sehr freimüthig aus. Lapporn erklärte den Zustand für hoffnungslos. Rom, 9. Juli. Seit seiner Krankheit brach kein so günstiger Tag für den Papst an, wie der heutige. Die Hoffnungen auf seine Gesundung wa ren bereits derartig gestiegen, daß sich im großen Publikum die Ansicht verbreitete, der Papst werde bald außer Gefahr sein.' Diesem Hoffnungsstrahl folgte aber die niederschmetternde Ankündigung, der Papst sei von Diarrhöe befallen, augenscheinlich von der großen Nahrungszufuhr, die er genommen und welche einer der consultirten Aerzte verordnet hatte. Der Papst zeigte heute abermals seine eiserne Constitution , indem er fast ohne Hilfe aufstand und sich ankleidete. durch das Zimmer zu seinem Armjiuhle schritt und seine Tolllette völlig, sogar bis zum Rasirtwerden, beendete. Wäh rend dieser Procedur war keine Er schöpfung beim Papste bemerkbar. Er scherzte sogar über die viele Nahrung, die ihm gereicht worden war und bemerkte:
Ich sollte jetzt fett werden, denn
so viel, wie jetzt, habe ich noch nie in meinem Leben gegessen." Diese jünglinghafte Geistesfrische wurde als eines der wirksamsten Mittel in dem Kampfe gegen den Tod betrachtet, den dieser bewundernswerthe Greis nun seit mehreren Tagen ausfechtet. Etwa um 3 Uhr Nachmittags hatte sich das Besinden, wenn auch nicht ver schlechtes, so doch auch nicht gebessert, und dann kam die Meldung von dem plötzlichen Rückfall und der Beiziehung eines neuen ArzteS. In Folge dessen wurde Dr. Rossini gerusen, der das Krankenzimmer kurz nach 5 Uhr Nachmittags betrat. Rossini ist ein Schüler Dr. Baccelli's und dessen Nachfolger an der allgemeinen Klinik zu Rom. Dem Correspondenten der Assoc. Presse wurde heute durch besondere Vergünstigung gestattet, die päpstlichen Gemächer zu besichtigen, wo er eine Unterredung mit der am besten informirten Persönlichkeit hatte, die aber die Erwähnung ihres Namens aus leicht verständlichen Gründen nicht wünscht. Nach Aussage dieses Gewährsmannes war der Schlaf der letzten Nacht friedlich und natürlich, so daß die wohlthätige Wirkung am Morgen sofort sichtbar hervortrat. Die Temperatur betrug 96, für den Pontifex 'angesichts seines Alters und gegenwärtigen Zustandes normal. Die Temperatur näherte sich niemals dem Fiebergrade. Der Papst hat einen leichten Husten und die Nierenstörung ist noch nicht gehoben, aber der Urin-Abgauz, wenn auch noch immer schwach, bat sich etwas gehoben, ein Beweis, daß das Herz stärker und die Blutcirkulation besser geworden ist. Dr. Lapponi entdeckte heute in dem Husten'Auswurf des Papstes Blutspuren, die seine Diagnose auf Lungenentzttndung bestätigten. Da der Papst über die Sympathiekundgebungen aus der ganzen Welt sehr gerührt ist, so zeigte ihm Dr. Lapponi einige Depeschen, darunter eine des Rev. Cleary aus Erie, Pa., die damit schließt: Geben Sie den Papst nicht auf, die Welt braucht ihn". Der Pontifex zeigte sich sehr erfreut. Die Amerikaner haben mir stets unter allen Nationen die meiste Zuneigung entgegen gebracht. Ich liebeZsie." Außer den Anfragen von allen regierenden Herrschern gingen heute im Vatikan Sympathie-Botschaften vom Grafen von Flandern, dem Herzog und der Herzogin Paul von MecklenburgSchwerin, der Jnfantin Jsabella, dem Grafen Caserta (Prätendent auf das Königreich beider Sicilien), dem Großfürsten Seraius von Rußland, der Prinzessin Mathilde von Sachsen-Co burg.-Gotha und dem Prinzen Albert von Belgien ein. Die T r i b u n a" über Gibbons. Rom, 9. Juli, 8 Uhr Abends. Die Tribuna", die seit der ernsten Wendung im Befinden des Papstes Skizzen derjenigen Cardinäle veröf fentlicht, die als aussichtsvolle Candi daten auf den päpstlichen Stuhl zelten. widmet heute Abend Cardinal Gibbons emen Artttet, oer solgenoermaßen schließt: Die Anhänger deS AmerikanismuS haben früher oft von Cardinal Gibbons als möglichem Nachfolger Leo's XIII. gesprochen. Aus vielen Gründen war der Ee danke zu kühn, um verwirklicht werden zu können, wäre aber ohne den spanisch amerik. Krieg doch nicht völlig unmög lich erschienen. Damit wurde Gibbons Stellung den Katholiken und dem übri gen Theile der Welt gegenüber äußerst schwierig. Er würde nicht ein Papst der beiden amerikanischen Continente, sondern nur Papst der Ver. Staaten sein, gegen den sich die spanischen Car dinäle mit all' dem Prestige ihrer un leugbaren Loyalität gegen den heil. Stuhl erheben würden' und sie hätten die Mehrzahl der lateinischen Cardi näle auf ihrer Seite. Damit ist nich l ! m Ä gejagt, oqb licitoinai Mvvons rn einem event. Conclave keinen Einfluß ausübt. Im Gegentheil, er wird seine Macht zu Gunsten eines Candidaten in die Wagschaale werfen, der auf dem Boden der modernen Civilisation steht." Rom, 7 Uhr 45 Min. Die Kunde von dem plötzlichen Rückfall des Papstes, die Consultation der Aerzte mit nachfolgendem Bulletin war ein unerwarteter Schlag für die öffentliche Meinung, die bereits einen wolkenlosen Himmel erblickt. Es herrscht jetzt die l Meinung vor, daß hiermit all' die
glänzenden Hoffnungen des Morcens zu einem entgiltigen Ende gebracht sind. Prof. Rossini nahm eine äußerst sorgfältige Untersuchung vermittelst des sog. Baccelli'Systems vor. Die Con sultation währte über 2 Stunden. Der Patient mußte u. a. das Wort 33 (ttente tre) aussprechen; wenn hierbei die Consonanten verschluckt erscheinen, so gilt dies als Zeichen eines schlecht funktionirenden Herzens,' einer verschlechterten Blut-Circulat!on und von Serum im Brustfell. DaS Experiment ergab nicht bloß das Vorhandensein von Flüssigkeit im Brustfell, sondern auch dessen rapide Vermehrung, so daß der Patient von den denselben Störungen wie amDiensiag heimgesucht ist. Es scheint eine zweite Operation unausbleiblich, indessen ist eine Entscheidung wegen der Schwäche des Patienten verschoben. Die Diarrhöe ist wieder verschwunden. Die volle Erkenntniß des Papstes von dem nahenden Ende erhellt aus der Aufmerksamkeit, die er den Einzelheiten seines letzten Ruheplatzes zuwendet. Er drückte kurz vor seiner Erkrankung den Wunsch aus, in der St. Johannes Kirche des Lateran beigesetzt zu werden. In der gegenüberliegenden Nische des
für ihn bestimmten Platzes befindet sich das von Leo 1891 dem Papst Jnnocenz III. errichtete Grabmal. Eine Deputation aus Carpineto, dem Geburtsorte Leo's, traf heute im Vatikan ein. nachdem die Kunde von des Papstes Erkrankung selbst nach dieem weltentrückten Städtchen, eine Stunde von jeder Bahn entfernt liegend, gedrungen ist. Die Abordnung drang bis zum Vorzimmer, mußte sich edoch mit den besten Wünschen und dem Segen des Papstes begnügen. Der Vatikan erhält. Depeschen aus allen Theilen der Welt, worin auswärige Cardinäle ihre sofortige Abreise nacb Rom ankündiaen. Einer der entferntester, des Erzbischof von Syd ney, N. S. H., Cardinal Moran, uhr heute ab. Da er aber die Hälfte des Erdballs umreisen muß, so ist seine zeitige Ankunft zum Conclave fraglich. Die amer. Prälaten drückten über die Abreise des Cardmals Gibbons hre Genugthung cus. Da das Con clave höchstens 10 Tage nach dem Ab eben des Papstes stattfindet, so trifft Gibbons rechtzeitig ein. Großbritannien. Die amer. Offiziere. London, 9. Juli. An dem heutigen Frühstück des Pilgrim - Club zu Ehren der amer. Offiziere nahmen 200 Personen theil, darunter Vice-Ad miral Lord Beresford, Admiral Cot ton, Botschafter Choate u. A. Nach dem rübstück fand m Euren der amer. Offiziere in der Wohnung von Botschafter Choate ein Empfang statt. Den Toast auf Präsident Roosevelt bei dem Frühstück brachte Lord Beres ford aus. AbendS gab der König zu yren ver amer. Ofsiziere ein Diner im Bucking Ham-Palast, wobei er eine Begrüß ungSanfprache hielt. An Präsident Roosevelt sandte der König eine De pesche. Loubet's Heimreise. London, 9. Juli. Präsident Loubet ist heute Vormittag nach Dover abgereist, auf dem Victoria Bahnhof vom König, dem Prinzen von Wales, Herzog von Connaught, verschiedenen Ministern u. A. empfangen. Als Loubet's Wagen erschien, ging der König mit ausgestreckter Hand auf den Präsidenten zu und führte ihn am Arme nach dem Kgl. Waggon. Beide unterhielten sich lebhaft und der König verabschiedete sich mit ungewöhnlich herzlichem Händedruck. In Dover schiffte sich Herr Loube auf dem französischen Kreuzer Guichen" nach Calais ein, escortirt von einer bri tischen Torpedo-Flctil!e. Vor seiner Abfahrt aus Dover sandte der Präsi dent dem Könige ein Dankes-Tele aramm als ..Vertreter Frankreichs, dem u II v Freunde von England". 'Teutschland. Nachtheile des FleischGesetzes. Berlin. 9. Juli. Das Reichs-Fleisch-Gesetz, das im April in Kraf trat, bringt für den Handel ernstere Consequenzen als man voraussah. Da die Gebühren für die Fleisch Inspektion, welche vor der Ausfuhr stattsindet, sehr hoch sind, so sehen sich die deutschen Versender im Transit Handel stark benachtheiligt. Sie hat ten bisher Oesterreich und die Schweiz direkt von den Waarenhäusern ohne Auslagen mit amer. Fleisch versorgt
Seit Inkrafttreten des Fleisch-Gesetzes bekommen aber die belgischen und hollündischen Versender d?n gesammten
Handel nach Oesterreich und der Schweiz und Teutschland verlielt die TransitGewinne. Die deutschen Versender verlangen daher laut Abschaffung der Jnspektions- Vorschriften bei ExportWaaren. Griechenland. Starke Schwierigkeiten. A t h e n, 9. Juli. Herr Rally stößt bei der Cabinets Bildung auf große Schwierigkeiten. Die Zeitungen ver angen als einziges Rettungsmittel aus der Lage die Auflösung der Kammer. Makcten schicken oegen Sagcl. ?Vi2 sogenannte Wet'terschießen mit Lölleln hat sich Hagelwolken gegenüber lcht recht wirksam erwiesen: ictzt denn man mit Raketen bessere Erfolge zu rzielen. Raketen lassen sich bedeutend nfacher handhaben und sind auch m. izer, als Hagelkanonen. Ueber die Wirkung des Raketenschießens gegen Hagelwolken äußert sich der Vorsteher der städtischen Weinbauanstalt in Ko! mar, Oekonomierath Ooerlin, in einer Bekanntmachung jetzt folgendermaßen: Am 11. August v. I. bot sich eine reffliche Gelegenheit, die Raketenwirung zu prüfen. Gegen 5 Uhr Nachmittags ging über Kolmar und Umgegend ein fürchterliches Gewitter nieder. Schwarze, drohende Wolken lagerten über der Weinbauanstalt. und n großen, dichten Tropfen, mit Hagel vermischt, fing der Regen an zu fallen. Schon nach der ernen Vcakete halte der Hagel etwas nachgelassen. Alsdann wurden noch drei Raketen nacheinander abgefeuert, was merkwürdigerweise ein fast augenblickliches Aufhören von Hagel und Regen zur Folge hatte. Nur später erfolgten noch kleine Niedeischläge, jedoch ohne Hagelbegleitung. Auch im Münsterthal im Elsaß war bei stärkeren Hagelsällen das Raketenschießen von demselben gunstigen krfolge begleitet. Das hat denn auch in Frankreich einen besonderen Wetteifer für die Sache hervorgerufen, und es erfreuen sich nach dem Berichte von Herrn Balleydier in Marclgny (?aone et Loire) dieseHagelratcten dereits einer .besonderen Beliebtheit. sint Hagelkanone kostet 100 Mark und noch mehr; außerdem ist für jede Kanone, sagt Herr Oberlin, eine besondere Hütte erforderlich. Für jeden Posten muß zudem ein Artillerist eingeübt werden Unfälle sind nicht selten. Eine Rakete dagegen stellt sich auf etwa 2 Mark, jeder Laie kann sie anzünden. Drei Raketen reichen in den meisten Fallen aus, um ein Gewitter unschadlicb zu machen. Wenn es aber möglich i", mit emer Ausgabe von nur wemgen Mark eine Weinbergfläche von 25 Hektar oder einen Ertrag von 1000 Hektoliter zu einem Gesammtwerth von 0,000 Mark zu ret:en. so durste es jedenfalls geboten sein, dieser Sache weitere Beachtung zu schenken. Das Ergebniß hat nicht nur in Frankreich, sondern auch in andern Ländern, oon wo aus Anfragen gekommen sind, eine bedeutende Bewegung hervorgerufen. Die sorgfältige Herstellung der Hagelraketen besorgt die Müller'sche pyrotechnische Fabrik in Emmishosen (Kanton Thurgau); die Hagelraketen lassen sich jahrelang unverändert und ohne jede Gefahr aufbewahren und ihre Wirkung soll auf 400 bis S00 Meter über der Erdoberfläche reichen." Ob vor der winenschaftllchen Prufung diese Beobachtungen stichhaltig bleiben und die Erfolge des Raketenschießens sich schließlich nicht auch als Zufallswirkungen herausstellen, wie beim Wetterschießen mit Böllern, das stet noch dahin. Ungesühnte Morde in Berlin. Die Ermordung der Lina Hoffmann hat mit ähnlichen Verbrechen, die in den letzten Jahren in Berlin verübt worden sind, mancherlei ge mein. Hedwig Franke. Marie Wahrendorf, Elise Baase sind ebenso wie Lina Hoffmann in unmittelbarer Nähe der Wasserläufe, Havel und Spree, hingemordet worden. Auch die Thatorte. bezw. Fundstellen der Leichen sind nicht allzuweit von einander entfernt; Hedwig Franke, die vierzehnjährige Tochter eines Schiffskapitäns auf Valentmswerder, wurde erwürgt unwcit des Ufers der oberen Havel aufgefunden; der Leichnam der kleinen Wahrendorf wurde auf der Insei Baumwerder, nahe Saatwinkel. im Gebüsch entdeckt; das Kind war erdrosselt worden. Die zwölfjährige Vaake lag ermordet in der Nähe der Spree und ihrer Kanäle am Rande der Jungfcrnheide, und Lina Hoffmann wurde als zerstückelter Leichnam eine Strecke unterhalb jener Stelle aus der Spree gelandet. Gemein haben diese Mordthaten auch die Eigenthümlichkeit, daß, gleichwie die schon früher begangenen drei Verbrechen, auch das neueste, wie es leider den Anschein hat. ungesllhnt bleiben wird. In allen Fällen ist nicht die geringste Spur eines Thäters entdeckt worden. D e r Kompaß, welchen Dr. Livingstone auf seiner ersten Forschungsreise den Zambesi stromabwärts im Jahre 1856 benutzte, wurde kürzlich von der Londoner Königlichen Geographischen Gesellschaft erworben.
The Victor.
-JltStäi' , . r1- .- 1 l . s i'"v . :- . ' Vjm -: v t i . v'-lV ' ' i'.' TN-, -i!-.. , r---rt-iw , T ; -'--. i.i v' ji-i v- t P'--n; 1??! U-ife:4Ay.3iii; . .. . , -.,. . . . . . - x i-uCi1IJ,i-5 -sÄVfAHfc ; i B' Ecke Noble und St. Clair Rr. Ich erlaube rntr meinen Freunden und Letuante zuzeigk. daß ich uuter dem Namen "The Victor' na obengenanntem Platze eine in jeder LezikHuui erste Klaffe Wirthschaft eröffnet habe. EI wird mein Bestrebt sei, ein w jeder BeziehunO respektable Hau? zu fuhren und an meine Geschäft freunde, bei koulanter Bedienung, die besten Qnali taten an tmportirtea und einheimischen Weine. Likören. Cigarren. Bier, etc. zu verabreichen. 81 wird mir r Ehre gereichen. Sie in meinem jetzig, Lokale begrüben u können. Llchtungkvoll HENRV VICTOR. Verlangt: 1OO Buchhalter, Stenographisten Illustratoren, Cartoniften, Bank Clerks, Zeichner Architekten, Telegraphisten, Pharmacisten. Stellungen sind seht offen, welche von $1000 bis $2000 jährlich eintragen. Sie sind zu einer berechtigt. sobald Sie sich dasur quaUnmen. Wir qualisiziren Sie dafür sehr schnell. Wir verschaffen Ihnen eine lohnende Stellnng Spezieller Sommcr-Kursuö. Sprechen Sie heute vor. Inälsnapolls M USIIIESS UUIVERSITli E. T. HEEB, Psis. 32 N. Penn. St. Big 4 Routc ...Ercursion... Sonntag, 12. Juli, Lawrcnccburg, Aurora und Zwischcnstationcn. $1 AMi oder weniger für die UtU Rundfahrt Abfahrt des Svezialnigs von hier um 7.30 Uhr Morgens; Retourfahrt von Aurora 7.20 Uhr Abends. Für Einzelnheiten spreche man in der Big ffour Ticket Office, No. 1 Ost Washington Straße vor. IOtiivill 81.50 Rundfahrt - 81.30 Abfahrt des Speialzuges von Indianapolis um 7 Uhr Morgens, Rückfahrt von Louisville um 7 Uhr Abends. H. M.Bro nson, A. G. P. A. jos. Adarno ...Pmntcr... Spezielle Aufmerksamkeit wird Graining, Ealcimining, Tinting und Glaser Arbeit ge schenkt werden, No. 611 Hudson Str. Oftice Telephon sNeu7S1. Wohnung Telephon fteul 6504 Arrick & Company Lombard Gebäude. Osseriren ?30,000 Indianapolis Schul.Bond..Z5i f 19,000 Etate of Massachusetts 3i 110,000 11. X. & Santa Fee........4 ti0,C00 Soulhrrn Paciste o .4$ s 2,000 Et. Louis Nat. ClsckYards Eo...4 S 2,000 Indianapolis Stratzenbahn..4 I 1,000 New Telephone erfle..-.. 5 $10,000 Jnd'poliS Ctratzenbahn Aktien... 5 5,000 MerchantS Sank ktien 6 $ 500 Jndiana Trust So. Aktien....... 8 500 BrvN'Ketcham Eisenwerke.... S 600 Law Gebäude artten 4 Pro,. Korrespondenz eingeladen. Furnaces, Eisen und Blech-Arbeiteo, Joseph Gardner, 3741 Kentucky Aven, Telephon 322. Bleck, Eifenblech und Kupferarbeiten all Art auf Bestellung. Deutsche Buchhandlung. Earl Ptngpank, virginl ve 34. lPkUlbroke rde.Z
