Indiana Tribüne, Volume 26, Number 268, Indianapolis, Marion County, 3 July 1903 — Page 5
Jndiana Tribüne, 3. Juli L903.'
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. Vlaugrund in jDcutsci$frika. ö Mutterßestein Tiamante nv sein ?urchschnitts5Wcrtk,aek,att. In der Geologischen Landesanstalt und Berga laden. -e zu Berlin sind größere Proben eines bei Gibeon in Deutsch-Südwestafrika vorkommenden Gesteins untersucht worden, und wie Professor Scheibe nachweist, hat sich ergeben, daß es in seinen wesentlichen Eigenschaften mit dem Vlue Ground" der südafrikanischen Diamantlagerstätten übereinstimmt und mineralogisch zweifellos als solcher zu bezeichnen ist; nur Diamant ist bis jetzt in ihm nicht gefunden worden. Bei der innigen Uebereinstimmung des 23lue Ground" von Gibeon mit demjenigen von Kimberlcy ist nach Scheibe die Meinung, daß der Gibeoner Vlue Ground" Tiamanten führen kann, so lange berechtigt, als nicht durch eine umfassende, sachgemäße Untersuchung das Gegentheil bewiesen ist. Wenn man in irgend einem Gestein Diamanten vermuthen kann, so in erster Linie im Blue Ground," dem Muttergesteine des Diamanten in Südafrika. Man muß berücksichtigen, daß der Diamant ein der Menge nach kaum nennenswerther Mineralbestandtheil des 23lue Ground" ist und eigentlich nur durch seinen Werth Beachtung erlangt. In der Kim-berley-Grube, der reichsten Südafrikas, sind in derKubikyard geförderten Blue Grounds" durchschnittlich höchstens 4 bis 5 Karat, also 5 Grains Diamant enthalten, und im Kimberley-Distrikt wie im übrigen Südafrika werden Diamantgruben mit wesentlich geringerem Ertrag an Diamanten betrieben. Um bei solch geringen Mengen ein entscheidendes Urtheil über ihr Dasein zu gewinnen, bedarf es der Verarbeitung großer Massen des Gesteins, und zwar aus allen Theilen des Vorkommens.
Letzteres ist nothwendig; denn selbst in der Kimberley-Grube kommen stellenweise an Diamanten so arme Partien vor, daß sie nicht mit abgebaut werden. Auch in anderen Theilen der Kapkolonie sind Blue Ground"-Stöcke vorhanden, die wegen Mangels oder Armuth an Diamant nicht abbauwürbig erscheinen. Treten aber dort an Diamant arme und reiche Blue Ground"-Massen nebeneinander auf, so liegt die Annahme nahe, daß es in Deutsch - Südwestafrika ebenso sein kann. ' Es erscheint daher, wie Scheibe desWeiteren ausführte, eine umfassende Untersuchung der Gibeoner Blue Ground"-Vorkommnisse im kolonialen wie wissenschaftlichen Interesse nicht nur sehr erwünscht, sondern sie bietet auch hoffnungsvolle Aussichten. Post-Ttatistik. Eine Uebersicht über die Einrichtungen der Post im Weltpostverein, die das Internationale Bureau in Bern neulich veröffentlicht hat, zeigt, daß Deutschland in Beziehung auf die Zahl seiner Postanstalten nur von den Ver. Staaten übertroffen wird. Diese zählen über 78,000 Postanstalten, Deutschland 45,623. Kein anderes Land erreicht auch nur annähernd diese Zahl. . Großbritannien zählt 22,400 Postanstalten, Britisch-Jndien 13.600, Frankreich 11,000. Alle übrigen Länder haben weniger als 10,000 Postanstalten, und zwar Oesterreich 6700, Bulgarien 2000, Spanien 3000, Ungarn 5000, Italien 8000, Japan 4500, Rußland 6200, Schweden 3300, die Schweiz 3700. In der Zahl der Brieftasten übertrifft Deutschland sammtliche Länder der Welt. Es hat deren 123.003. die Ver. Staaten 118.000. An dritter Stelle steht hier Frankreich, das 67,000 Briefkasten besitzt. Es folqen dann Großbritannien mit 57,000 Briefkasten, Japan mit 43,000, Bri-tisch-Jndien mit 47,000, Oesterreich mit 23,000, Italien mit 22.000, Rußland mit 20.000. Spanien mit 13.000, Dänemark und die Schweiz mit je 10.000, Belgien mit 8000, Portugal mit 6000. Schweden mit 5000 Briefkasten. j Auch das Personal der Post ist am größten in Deutschland mit 233.176 ' Köpfen. Die Ver. Staaten zählen s' 226,825 Postbeamte, Großbritannien v 179.000, Frankreich 77,000, Britischt Indien und Rußland je 57.000, Ja9 pan 56.000, Oesterreich 46.000. ( Für Arbeltcrwohlfahrt. f In Gegenwart des Staatssekretärs des deutschen Reichsamts des Innern. 5 Graf v. Posadowsky-Wehner, des j Handelsministers Möller und vieler anderer Regierungsvertreter wurde jüngst in Berlin die ständige Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt eröffnet. Posadowsky hielt über diese ' neue Schöpfung, welche vom Reichsamt des Innern ressortirt, eine Rede, in welcher er betonte, daß Deutschland mit dieser Ausstellung, die unzweifelhaft wieder ein bedeutender sozialpolitischer Erfolg und Fortschritt sei, abermals in der ??ürsorae für das arbeitende ! Aolk an der Svike aller Völker marschire. Die Ausstellung enthält eine große Anzahl Modelle, Maschinen und Präparate, die sich auf Arbeiterschutz beziehen. Die sämmtlichen gewerb lichen Krankheiten, deren Heilung und Verhutunq, haben die verschieden artigste Darstellung gefunden, ebenso das ganze Gebiet der Arbeiterfürsorge. Aufbliihenber nou1 N r i e-3 w e i a. In Arkansas be ! . . . - . . . i r, r Sinnt die Perlmutter-Jnvuurie na) auszubreiten. In Clarendon wird eine Fabrik aebaut. die 200 Arbeiter beschäftigt; in Des Are eine mit 60 und Im.. , i i r n il .II newvorl eine nur au rnoeuern.
flcr flmkn-Dnpnoliscur.
ein Interview, daS beinahe schlimm auogk fallen wäre. Man hat oft gelesen, daß man bei der unerwünschten Begegnung mit einem Löwen nur ruhig liehen zu bleiben und dem König der Thiere" fest in's Auge zu sehen brauche, um ihn einzuschüchtern. Ein Versuch, den man unlängst in London anstellte, scheint jedoch sehr dagegen zu sprechen. Abdullah, der Hauptlöwe der Menagerie des deutschen Löwenbändigers Seeth im Londoner Hyppodrom, wurde nämlich von einem Hypnotiseur Ahrensmeyer interviewt," der in Begleitung von Sce!h ur.d Frank Parker zehn Minuten im ftcfig des Löwen zubrachte. Ahrenmcyer wollte den Versuch rr.achen, ohne Hilfe von Peitsche, Fleisch. Knochen oder anderen Lockmitteln nur mit unverwandtem Blick einen der mächtigsten Löwen des Bändigers zu faöziniren." Seeth trieb also alle seine Löwen in die kleineren Käfige und ließ nur sein Lieblingsthier Abdullah in dem großen. Nachdem er ewige deutsche Worte an das Thier gerichtet hatte, öffnete er die Thür, und der Hypnotiseur betrat mit Frank Parker den Käfig, worauf die Thür hinter ihnen rerriegelt wurde. Als jede Flucht so abgeschnitten war unAbdullah sich langsam auf sie zu bewegte, schienen beide Herren etwas Aufregung zu fühlen. Sceth stellte sich in die Mitte des Käfigs, knallte mit der Peitsche und sagte Abdullah, er möge gut sein. Parker stand bim Löwenbändiger, so daß der Hypnotiseur und der Löwe frei ihre gegenseitige Gesellsckaft genießen konnten. Etwa eine Minute blieb der Löwe still stehen, während Ahrensmeyer ihn ernst anblickte und sich bemühte, die Herrschaft über das Thier zu erlangen. Abdullah ließ ein tiefes Gebrüll hören, schüttelte die Mähne und kauerte sich nieder; dann wedelte er lanasam mit dem schweif und machte eine Bewegung vorwärts. Der Hypnotiseur ließ den Blick nicht ab, aber er setzte den Löwen durch eine strategische Bewegung matt. Inzwischen beargwohnte Abdullah Ahrensmeyer weiter und schien es mit der Beruhrungssympatme versuchen zu wollen, ein Gefühl, das jedoch nicht erwidert wurde. Seeth und Parker wurden ganz unbeachtet gelassen, das Thier hatte nur Augen für den Mann, der es mit seinem stahlharten Blick firiren wollte. Langsam zog sich Ahrensmeyer um den Käfig herum zurück und Abdullah folgte ihm mit nefem seltsamem Geheul. Gelegentlich blieben beide stehen und starrten sich an; Parker in seinem Frack und Cylinder hielt den Athem an und sah ausdrucksvoll auf die mit Eisengittern verschlössen? Thür. Seeth sagte seinen beiden Gästen, sie sollten sich bereit halten und die Geleaenheit abpassen, hinauszuspringen, wenn er die Thür öffnete. Abdullah war sehr ärgerlich geworden. Als er sich zum Sprunge niederkauerte, rief Seeth: Jetzt!" Beide sprangen heraus und kamen sicher aus dem Käfig. Als Seeth hinter ihnen die Thür verriegelte, sprang das jetzt wüthende Thier mit schrecklicher Heftigkett an die Elsenstanaen, brüllte laut und konnte erst nach einiger Zeit wieder besänftigt werden. Ahrensmeyer erklarte, er furchte bie Lotten nicht, glaube aber, man könne den Versuch mit dem steten Blick" nur machen, wenn sie hinter starken Eisengittern wären. srülie Hciratöcn in Vrenftcn. Ueber frühe Heirathen in Preußen bringt die Statistische Korrespondenz" folaende Angaben: Während vor dem Jahre 1900 durchschnittlich jährlich noch nicht 300 männliche Personen un r 9.0 tslfirfn mit siiprrrfiTmrmitrt des r - -j ..... jj Justizministers die Ehe schlössen, hat seit dem Inkrafttreten der neuen, das Ehemündigkeitsalter der Männer um ein Jahr erhöhenden gesetzlichen Bestimmung die Anzahl der vorzeitig heirathenden männlichen Personen eine seh? beträchtliche Steigerung erfahren; denn im Jahre 1900 wurden 1546, im Jahre 1901 sogar 1843 männliche Neuvermählte unter 21 Jahren gezählt. Diese frühzeitig Heirathenden vertheilten sich auf alle Berufe und fast alle sozialen Stellungen. Die Mehrzahl von ihnen (1900 640, 1901 753) bildeten Gesellen, Gehilfen, Lehrlinge und andere mit Berufs- oder gewerbsmäßiger Ausbildung versehene, in Industrie und Handwerk beschäftigte Personen, demnächst andere Hilsspersonen ohne gewerbliche Vorbildung (213 und 231). ferner ländliche Tagelöhner und Arbeiter (200 und 193). ländliche Gesinde und sonstige ländlicke Hilsspersonen (177 und 183). Militärpersonen. Beamte und Angehörige freier Berufsrten heiratheten im Alter von weniger als 21 Jahren im Jahre 1900 31. 1901 42. Gegen den Phosphor. Der internationale Kongreß für angewandte Chemie in Berlin nahm in einer Sitzung den Beschluß an, es solle ein internationales Abkommen getroffen werden, welches bei Fabrikation der Streichhölzer die Anwendung des Phosphors verbietet. Das im Jahre 1900 ernannte internationale Komite soll ersucht werden, diesen Beschluß den verschiedenen Regierungen muzulyel len. Sechs Kanäle sind mit der Themse verbunden, und zwar erstreck! sich ihre Gesammtlänge auf 334 Meilen. .
(öoclhc unv das Trinken.
Ceiue Ansl6,en über Genutz und Mihbrauck, attoholilÄer Getränke. Es gibt viele Philister, die sich unsere großen Dichter nur mit der Flasche oder dem Bierkrug vorstellen können und überall nach Schenken suchen, wo der oder jener Große seinen Stammtisch gehabt hätte. So hat man selbst in Nom eine ehemalige Osteria ausfindig gemacht, die Goethe wahrend seines romischen Aufenthalts besucht haben soll, obschon von seinem aewohnhntsmäßigen Kneipenleben in Rom noch weniger als sonstwo die Rede sein kann. Xu Korrespondenz des deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke" verweist mit Recht auf einige Stellen seiner Tagebücher und Briefe, die in dem interessanten Werkchen von W. Bode: Goethes Lebcnskunsi" sich finden, um zu zeigen, daß Wein und Bier in des Dichters Leöensgewohnheiten keine Rolle spielten. Im April 1780. als er gerade Mhi sier geworden und Mitglied der lustigen jungen Weimarer Hofgesellschaft war, schrieb er in sein Tagebuch: Sich nur vor dem englischen Bier in acht nehmen! Wenn ich den Wem absazafsen konnte, wäre ich glücklich." In demselben Monat schreibt er eines Abends sehr befriedigt: War sehr ruhig und bestimmt, ich trinke fast keinen Wein. Und gewinne täglich mehr in Blick und Geschick zum thätigen Leben." Schon acht Jahre früher, als Dreiundzwanzigjähriger, wußte er, daß wir die reinste Heiterkeit nur haben, wenn wir frei vom Weine sind. Die heiligen Götter gaben mir einen frohen Abend," schrieb er 1772 an Kestner; ich hatte keinen Wein getrunken, mein Auge war ganz unbefangen über die Natur. Ein schöner Abend." In seinen Versen aus der ersten Hälfte seines Lebens finden wir kaum ein Lob des Trinkens; und wenn er von 1802 an auch einige Trinklieder dichtete, so geschah das mehr, weil in befreundeten Kreisen Nachfrage nach solchen war. Zwar hat er, wie aus zahlreichen Zeugnissen hervorgeht, in seinen späteren Jahren an der Flasche leichten Würzburger Weins zuMittag und dem Glas Madeira zum Frühstück festgehalten; daß er aber auch dieser Gewohnheit gegenüber sich ein kühles Urtheil wahrte, geht aus einem Briefe an seinen Sohn, den Heidelberger Studenten (1808), hervor, m dem es heißt: Wir leben nach unserer alten Weise still und fleißig, besonders auch, was den Wem be trifft, wobei mir denn lieb ist, aus Dei nem Briefe zu sehen, daß Du Dich auch vor diesem so sehr zur Gewohnheit ge wordenen Getränke in acht nimmst, das mehr, als man glaubt, einem besonnenen, heiteren und thätigen Leben entae genwirkt." Ueberhaupt war Goethe sein ganzes Leben lang der Ansicht, daß der Wem zu geistigem Schaffen nichts nütze, wofür sich in seinen Gesprächen mit Eckermann ebenfalls Belege finden. Neue BundcS-5chlachtschiffe. Marine-Sekretär Moody hat neulich den nachbenannten SchittsbauKom pagnien als niedrigsten Bietern den Kontrakt für den Bau der drei Schlachtschiffe .Minnesota." .Kansas" und Vermont" verliehen: der Newport News Sbivbuildina Co. den Kontrakt für die Minnesota." Kontraktpreis 84.110.000: der New Nork Sbivbuilding Co. von Camden, N. I., den Kontrakt für die Kansas," Kontrakt preis $4,179,000, und der Fore River avtrg. ,0. zu Weymouty, Mass., den Kontrakt für die .Vermont." Kon traktpreis Z4.165.000. Der MarineSekretär hat ferner entschieden, daß die Kosten der bewegkichen Ausrüstung nicht m die Pauschalsumme von $4.212.000, welche für jedes Schiff ausgeworfen lst, einbegriffen sind. Endlich hat der Marine-Sekretär die von der Konstruktions-Kommission tertlaae stellten Plane und Sveunkatio nen für die neuen Schlachtschiffe von 13,000 Tonnen. Mississippi" und Jdaho," veröffentlicht. Bei diesen Fahrzeugen ist das Hauptgewicht auf den Offensiv- und Defensiv-Werth von Schlachtschiffen erster Klasse auf Kosten der Fahraeschwindiakeit. der Triebkraft und der Fähigkeit, Kohlen unterbringen, gelegt. Sie stellen eine Modisizirung des Typus des Schlacht schiffes Connecticut" dar. welches 16, 000 Tonnen hat. Seltene Thalerstücke sind zur Zeit in Deutschland in großen Mengen im Umlauf. Sieaes-. Krönungs- und sogenannte Kanonenthaler, rne jahrelang von einzelnen Interessenten angehalten und gesammelt wurden, werden jetzt, nachdem die Eimiebuna der älteren Jahrgänge der Münze beschloßen ist, von den Sammlern m Verkehr gebracht. Sie befürchten, daß ihnen durch eine spätere Unailtiakeitserklärung dieser Thalerstücke Verluste verursacht werden konnten. Auch sind noch zahlreiche österreichische Thaler im Umlauf. Nachdem diese Münze bereits seit Jahresfrist für ungiltig erklärt worden ist, sind alle öffentlichen Kassen angewiesen, diese Thaler vorkommenden Falles als Falsifikate m bebandeln. Sie werden zerschnitten oder zerbrochen, so daß das Geld nicht mehr als Zahlungsmittel zur Verwendung lommen kann. Diese Thalerstucke za gen auf der Wappenseite den Doppeladler. I n vier Tagen kann man jetzt von Ne Dort aus Seattle am Puget-Sund erreichen.
..Mißlungenes Wagestück. Die große Ozeanfahrt, welche der junge Ludwig Eisenbaum neulich von Boston aus mit einem 17 Fuß langen Boot allein antrat, fand einen unerwartet raschen Abschluß. In Folge von Sturmwetter an der Küste von Neuengland hatte er in seiner Nußschale schweres Ungemach auszustehen und schließlich sah er sich genöthigt, umzukehren. Völlig erschöpft trieb er in Nockport, Mass., an und fand Unterkunft auf der Lebensrettungsstation. Im Ganzen hat er 350 Meilen zurückgelegt. Die Abfahrt war seiner Zeit vom Northend Park in Boston aus erfolgt und eine große Menschenmenge wünschte dem kühnen Seefahrer eine glückliche Reise. Eisenbaum war aus seiner Fahrt ganz auf sich selbst angewiesen und er hatte gehofft, die englische Küste in einem Monat zu erreichen. Er hatte sich gut mit Proviant versehen und in der Mitte des Schiffes einen Behälter mit 20 Gallonen Süßwaffer untergebracht ' einen Vorrath, welchen er von passirenden Schiffen zu ergänzen hoffte. Als er in See stach, warf er seinen Hut über Bord, um sich nach einem alten Schiffcrglauben gutes Glück zu sichern, und setzte seine Mütze
auf, doch hat ihm dies Manöver das erhoffte Glück auf der waghalsigen Fahrt nicht bescheert. Gesalzene Doktor r. e ch - nun, Arzt in Philadelphia. Pa., beantragte jüngst aus demNachlaß Eleanor A. Garretts, dessen Hohe sich auf $2530.88 belief, die Bezahlung eines ärztlichen Honorars von $2500. Mit der Verwaltung und Vertheiluna des Restes don $30.88 hätte der Nachlaßverwaltcr nicht viel Muhe gehabt. Aber das Waisengericht war mit der Doktorrechnung in angegebener Höhe nicht zufrieden. Obschon der Arzt dieselbe dahin spezifizirte, daß er für die Behandlung einer gebrochenen Hüftz nur $500 beanspruche, und $2000 für die Behandlung der Krebskrankheit, bei welcher er sich habe Diensten unterziehen müssen, wie solche sonst von Krankenpflegern geleistet werden, ent schied Richter Penrose, daß der Herr Doktor sich mit dem immerhin noch recht anständigen Honorar von $1200 begnügen trusse. schrecklicher Tod eines 82jährigen Signalwärt e r s. Der 82 Jahre alte James Grant, in St. LouiZ, ein pensionirter Feuerwehrmann, hat dieser Tage in Ausübung' seines Berufes einen plötzlichen Tod gefunden Er war Signalwächter für die Chicago, Milwaukee & St. Paul-Bahngesellschaft und an der Kreuzung der Webster Avenue und Herndon Str. statlomrt. Kaum hatte er einen 3uq Vassiren lassen, als vlotz lich ein anderer m nördlicher Richtung fahrender Ellzug genannter Bahnge schschaft herangesaust kam, den er nich bemerkte. Die Lokomotive erfaßte ihn und er erlitt so schwere Verletzungen. daß er auf der Stelle seinen Geist auf gab. Flucht mittelst Flas ch e n z u g s. Bei der neulichen Aushibung eines Pool-Rooms an der über Land und Meer bekannten Bowery m New York ließen sich sechs Männer. unter ihnen angeblich verschiedene, die mit dem Betriebe des Lokals in enger Verbindung standen, mittelst eines Flaschenzuges in den Hof nieder und entkamen durch ein Gebäude der dahinter gelegenen Chryrne Str. Der Fla schenzug lief von dem Hinteren Fenster des Pool-Rooms nach dem Anbau des Chrystie Str.-Tenementhauses, das etwa lh Stockwerke tiefer lag. Diese Fluchtmaschlne soll für solche Even tualitaten extra hergerichtet gewesen setn. 13 c straft Feins chmecker ei. cvianaenne er wuroe neulich in der Jungfernheide bei Tegel beobachtet und für seine unnatürliche Feinschmeckern hart bestraft. Er hatte eine Ringelnatter mit dem Kopse an emen Baumstamm gespießt und schnü von dem zuckenden Korper fmgergliedlange Stücke ab, um sie sofort roh zu verschlingen. Ausflügler, die gerade dazu kamen, prügelten den vertrnerten Menschen windelweich und ließen ihn dann lausen. Wenn der alte Manteuffel das wüßte! In Basel sollte dieser Tage die. Zwangsversteigerung der Bestallungsurkunde des verstürbenen Feldmarschalls Freiherrn Edwn v. Manteuffel zum Statthalter der Reichslande stattfinden. Manteuffels einziger Sohn, der preußische Maior a. D. Job v. Manteuffel, hatte diese Urkunde dem Baseler Baumeister Staechelin gegen em Darlehen verpfändet, Im letzten Augenblicke zog aber Staechelin den Auftrag zur Versteigerung zurück. !)ie Franzosen geben sich große Mühe um die Förderung der Volksbildung in der Armee. Eine Vereiniauna französischer Damen hat es sich zur Aufaabe gemacht, Bücher in die ' . . C t-s.rr' Kajernen zu icrnaen, von oen sslZieren werden Vorträge allgemeinen InHalts gehalten, die Liga für Volksbildung stellt Projektionsapparate zu? Verfüqung, und jetzt zieht man auch das Theater in den Kreis dieser Bestrebungen. Unter anderen hat das Regiment von Epinal mit Hülfe der Offiziere eine erste Vorst.!u7.g vercnstaltet. die einen großen Erfolg erzielte. Auf dem Programm standen zwei Stücke von Labiche. Monologe, Lieder und Musikstücke, die von militarischen Künstlern aufgeführt wurden. Die Zuschauer, fast das ganze Regiment. kargten nicht mit ihrem Beifall.
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