Indiana Tribüne, Volume 26, Number 267, Indianapolis, Marion County, 2 July 1903 — Page 5

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Der schöne Gvcrfl. Skizze von M. F. Tory. Bei dem Obersten v. Krondorf war das Aerliebtsein ein chronisches Leiden. Aber ein angenehmes Leiden, das er nicht missen wollte. Er erinnerte sich nicht, daß es je eine Zeit gegeben hätte, in der er nicht verliebt gewesen wäre. Er begriff jene Männer nicht, die an dem schönen Geschlecht vorbeigehen, ohne sich für die eine oder die andere dieser holden Wesen zu begeistern. Konnte man dem weiblichen Zauber widerstehen? Das schien ihm ausgeschlössen. Der Oberst faßte übrigens die Liebe blos von ihrer angenehmen Seite auf: er quälte weder sich noch sie" und beanspruchte sie nicht ewig. Er war treu, doch unbeständig, denn immer verdrängte eine neue Liebe die andere und jedesmal war die neue die heißeste. Und so flatterte er vergnüglich von Alume zu Blume und seine Ansicht über das Leben war dieselbe, wie Marquis Posa seligen Angedenkens einmal ausgesprochen. Der schöne Oberst verdiente dieses schmeichelhafte Beiwort. Die Männer fanden ihn lächerlich schön" für einen Mann, die Frauen urtheilten jedoch anders. Krondorf hatte ein regelmäßiges Gesicht, blitzende, dunkle Augen, ein keckes Schnurrbärtchcn, prachtvolle Zähne und eine tadellose Figur. Eine seiner Verführungskünste bestand in feinem Violinspiel. Er behandelte die Geige mit Gefühl und Verständniß, und wenn er auch nicht viel Technik besaß, so konnte sie dafür schluchzen und jubeln und sich in die Herzen einschmeicheln. Und das wußte er. Es lag in der That eine gewisse Unwiderstehlichkeit in seinem Spiel. Eines Tages entdeckte der schöne Oberst, daß sich seine dunkle Chevelere lichtete und daß graue Fäden sein Haar durchzogen. Auch plagte ihn ein dumpfer unbestimmter Schmerz in den Beinen. Das konnte am Ende ein beginnender Rheumatismus sein, wenn nicht gar die böse Gicht Ob es nicht das Vernünftigste wäre, wenn ich mich entschließen würde, zu beiratben. dachte der Oberst, denn auch

ich werde, wie es scheint, älter und schließlich alt und dann ist es mit den Eroberungen aus und vorbei. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schreckcn ohne Ende. Und es stellte sich in der That heraus, daß die Anlage zur Gicht richtig vorhanden war. Der Oberst ein Feinschmecker des Lebens in jeder Hinsicht hatte sich mit Vorliebe von edlem Fleisch genährt, schwere Weine getrunken und Alles gethan, was nothwendig ist, um sich dieses Leiden allnlählich heran zu züchten. Der Gedanke, sich zu verheirathen, reifte bald zum festen Entschlüsse und der Oberst sah sich nun die heirathsfähigen Damen mit ganz anderen Augen an, als früher. Prüfend, erwägcnd, sogar berechnend, obgleich er sich für einen Idealisten hielt. Aber trotz seines Idealismus konnte er das Reale nichtIbersehen, denn, wenn er auch selber" etwas Vermögen besaß ein Bruchtheil jenes, das er zu Ansang seiner Carriere besessen so dürfte feine Zukünftige ihretwegen nicht arm fein. Es war ihm unmöglich, sich eine 'Frau anders vorzustellen, als von Raffinement und Luxus umgeben, ihr Persönchen in Seide und dustige Spitzcn gehüllt. Er, Du Ueber Gott, brauchte weiter nichts, als seine drei, vier Reitpferde, auf eine Equipage reflectirte er nicht einmal eine komfortabel und chic eingerichtete Wohnung selbstverständlich ein Oberst, der schließlich auch General zu werden hofft, kann nicht wie ein Lieutenar.r eingerichtet sein und dann seine Adjustirung, die freilich ein Heidengeld kostete. Aber Würden sind Bürden. Ein Officier hat den Anforderungen seiner Stellung gerecht zu werden. Ob er eine junge, jüngere, oder nicht mehr ganz junge Dame zu seiner Gattin ausersehen sollte? Er war, ehrlich gesagt, bereits 45 Jahre alt, daher im Grunde genommen noch" durchaus nicht ältlich. Der Oberst war überzeugt, daß er nur den kleinen Finger auszustrecken brauchte, um eine Braut zu erlangen. Er war ja so viel geliebt worden. Nun hieß es ernstlich. Abschied nehmen vom Flirt und Liebesspiel! War er einmal in den Hafen der Ehe eingelaufen, so wollte er sich nicht mehr auf die stürmischen Wogen hinauswagen. Der 5)berst kam um einen vierwöchentlichen Winterurlaub ein, um nach Abbazia zu fahren, denn vielleicht würde er dort nach einer Braut Umschau halten können; in einem Badeorte wird man leicht bekannt und ein gesclliger Verkehr bahnt sich rasch an. Er wollte keine Zeit verlieren. Hatte er sich einmal etwas vorgenommen, so liebte er es auch rasch auszuführen. Er stand am Fenster in seinem Coup6 und blickte hinaus. Die Erde lag unter der Schneedecke der Ruhe und des Schweigens. Doch die Mittagssonne leuchtete fröhlich auf das weiße Winterbild. Sie gab dem Todesschlafe trügerisches Leben und es flimmerte und flirrte und gleißte und glänzte auf dem Schnee und auf dem Eise, das die ' Zweige der Bäume in glitzernder, starrer Umarmung hielt. Er verfolgte die Dampfwolken, die der Locomotive entströmten. Seine rege Phantasie sah die merkwürdigsten Gebilde aus ihm herauswachsen:

graue, mächttge Ungetyume, Die ln wttder Jagd einen tollen Reigen aufführten; merkwürdige Gestalten, halb Thier, halb Mensch, mit hundert Gliedmaßen, die sich verzerrten, verrenkten, in einander krallten, sich zu eincm Knäuel verwickelten, verwoben, verschmolzen und dann plötzlich auflösten, in neuen Formen austauchten, durchsichtig, nebelhaft, wie grauenhafte Medusen, gigantische Schleimthierc, die sich krümmten und wanden andere schienen ihm wie bleiche Grabesfchönheiten, die, von leisen Silberschleiern umwallt, tiefen Grüften entstiegen Feen, deren ephemeres Sekundendasein eine Orgie im Sonnenlichte feierte, mit langen Nebelhaaren, phantastisches Haar, in dem es von verirrten Sonnenstrahlen irrlichterte Bacchantinnen, die in kecker Fröhlichkeit hüpften und tollten, während ein rother Funkenhagel auf sie niedersprühte, bis sie in müder, gesättigter Lust hinfällig über den Schnee huschten, der sie gierig aufsog. Oder war das was wie quellende Dampfwirbel aussah, nicht etwas Anderes etwas Geheimnißvolles. Räthselhaftes? Waren es etwa die Schemen seinem Lieben, oder waren es von der Scholle erlöste Geister, die geradeaus in den Himmel fliegen wollten? Doch die Erde ließ sie nicht los. Sie rief si zurück und sie strauchelten und fielen übereinander und kollerten und überschlugen sich und krochen in ihrer senilen Schwäche umher, bis sie gleich den anderen Spukgebilden entschwanden. Der schöne Oberst rieb sich die Augen und kehrte in die Wirklichkeit zurück. Er ging einfach in den Restaurationswagen, um an der Table d'hote theilzunehmen. Dort saßen drei Damen, und da noch ein vierter Platz an ihrem Tische frei war alle übrigen Plätze fand der zuletzt Gekommene bereits besetzt so bat er um die Erlaubniß, ihn einnehmen zu dürfen. Diese wurde ihm freundlich ertheilt. Krondorf dankte artig und stellte sich vor. Bald befand er sich in lebhaftem Gespräch mit seiner Reisegesell schaft, die auch auf dem Wege nach Abbazia war zwei von ihnen ganz reizende Geschöpfe, die dritte eine Gesellschafterin, gewissermaßen grau in grau gehalten, unscheinbar und unbe-

deutend. Frau Henriette, eine junge Wittwe, so um die dreißig herum, war eine hübsche, blonde, appetitliche kleine Frau voll Lebhaftigkeit und trug wirklich chike Sachen; Kleid, Hut, Chaussure. Alles furchtbar nett, während die Andere, ihre Freundin, die Stiftsdame Julie sich äußerst distinguirt und vornehm präsentirte. Sie war groß uno schlank, ihre schönen Züge correct. ohne die Strenge, die manchen regelmäßigen Gesichtern eigen ist. Niemals war dem Obersten der Unterschied zwischen Chik und Distinction so sehr aufgefallen, als jetzt, wo er die beiden Damen vor sich sah. Chik wirkt durch seinen sinnfälligen Reiz, Distinction durch ihren Adel. Es wäre ihm unmöglich gewesen, zu sagen, was ihn mehr anzog. Die Cne voll Pikanterie in ihrer Erscheinung .'.e Andere imponirend in ihrer vornehmen Ruhe. Entzückend alle Beide. Der Oberst befand sich so recht in seinem Elemente und überbot sich an Liebenswürdigkeiten. Mit seinen weltmännischen Manieren, seinem leichten Plauderton, in dem die stete Huldigung der Frau durchschimmerte, verstand er es, sich rasch beliebt zu machen. Die beiden Damen ebenfalls Meisterinnen der Conversation, des Wortgeplänkels, das die verschiedensten Themata berührt, ohne sich in sie zu vertiefen, wo Alles nur Oberfläche ist, auf der man geschickt herumbalancirt, und das Gespräch wie ein Feuerwerk sprüht und funkelt. Ich bewohne meine eigene Villa in Abbazia," erzählte Frau Henriette, und bin jeden Tag von fünf bis sieben zu Hause. Meine Freundin Julie, mein lieber Gast und ich rechnen darauf, daß Sie uns aufsuchen und Ihre Violine mitbringen, nicht wahr, Herr Oberst? Wir werden fleißig musiziren!" Der Oberst sagte mit Begeisterung zu. Das würde ja ganz reizend werden. Er hatte natürlich gespräzzsweise erwähnt, er spiele Violine! In Fiume erwartete ein Wagen die Damen und sie fuhren sogleich weiter, während der Oberst den nächsten Morgen nach Abbazia gondelte. Gleich den ersten Abend machte er seine Aufwartung. Das Milieu gefiel ihm sehr. Die Villa geschmackvoll im Salon mehrere werthvolle Kunstgegenstände, Bilder mit berühmten Unterschriften, überall frische Blumen, in dänischen, blau-weißen Vasen, Alles charmant und wohnlich. Ein Pianino, das eine orientalische Decke schmückte, nahm die Ehrenstelle ein. Die Damen saßen am Kaminfeuer und trugen helle Teagowns. Sie sahen wo möglich noch vortheilhafter aus, als in ihren Reisekleidern, und schienen hocherfreut, den Officier zu sehen. Zuerst trinken wir Thee," sagte liebenswürdig die Hausfrau, und dann spielen Sie, nicht wahr, lieber Herr Oberst?" Gewiß mein? Damen, mit dem größten Vergnügen!" Die junge Frau servirte mit ihren weißen Händen den modernen Plaudertrank; Alles so hübsch und elegant arrangirt, lauter zierliche Dinge von altem Silber und Meißner Porzellan

der Oberst verstand schone Sachen zu würdigen und schwelgte in all' der Schönheit und Eleganz, die ihn umgab. Sie haben ein entzückendes kleines Heim und ich kann aus ihm Schlüsse auf Ihr Wesen ziehen," sagte der Oberst. L'int6rieiir c'est la feinine!" Frau Henriette lächelte. Wer weiß." meinte sie. Wer viel gereist ist. wie ich. wird Kosmopolitin und dadurch geht ein wenig der individuelle Stempel verloren." Ich möchte behaupten, daß sich gerave die Individualität festigt, wenn man viel im Leben gesehen hat; man lernt viel, der Horizont weitet sich und man sammelt geistige Schätze im Verkehr mit der großen Welt. Auch ich hätte den sehnlichsten Wunsch, zu reiscn, doch beim Militär ist man gebunden." Sie haben als Entschädigung Ihre Kunst. Herr Oberst!" Ich bin ein leidenschaftlicher Freund der Musik, indeß nur ein bescheidener Dilettant. Machen Sie sich keine großen Erwartungen von meinem Spiel, meine Damen, sonst werden Sie enttäuscht!" Der Oberst stand auf. um seine Violine und seine Noten zu holen, die sein Diener gebracht hatte. Bestimmen Sie, was ich spielen soll," wendete er sich an die Hausfrau. Sie legte ein Stück von Grieg auf das Notenpult und nahm vor dem Pianino Platz. Gleich bei den ersten Takten merkten sie, daß sie einander ebenbürtige Partner waren. Die junge Frau verstand es, die Begleitung discret zu untermalcn, und der Oberst legte Schmelz und tiefe Innigkeit in sein Spiel. Wenn Sie die Frauen nach ihrem Heim beurtheilen," sagte die Stistsdame, als das Stück zu Ende war. sobeurtheile ich die Menschen nach ihrer Art. ein Instrument zu behandeln. Sie sind ein Gefühlsmensch, Herr Oberst, leugnen Sie es nicht!" Sie haben es errathen, meine Gnädigste, leider, durch und durch Gesühlsmensch!" Warum leider?" Weil man durch Gefühle oft schmerzlich leidet." log der Oberst, den seine Gefühle stets beglückten. Weltschmerz? Danach sehen Sie, Gott Lob, nicht aus!" Die Damen blätterten in den Notenheften und die Stiftsdame entdeckte ihr Lieblingsstückchen: Großmütterchen will tanzen!" Und nun nahm sie am Pianino Platz. Es war zufällig eines von den Paradestücken des Obersten. Ein einfaches Lied, das er meisterhaft vortrua und das auch Julie vortreff-

lich begleitete; es endete in Hingehauchtcn, ersterbenden Tönen und brachte stets auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck hervor. Und der Abend verging ln der angenehmsten Weise. Von nun an wurve der Officier ein täglicher, gerne gesehener Gast in der Villa. Der Bekanntenkreis der Damen, die zurückgezogen lebten, war nicht groß, und der Oberst betrachtete die wenigen Menschen, die hie und da zum Fünf-Uhr-Thee erschienen, blos als Staffage. Frau Henriette ward ihm Mittelpunkt. Natürlich hatte er sich nach seiner Art längst in sie verliebt, obwohl ihn auch die Stistsdame interessirte, doch er war mit sich im Reinen, daß er die junge Wittwe um ihre Hand bitten wollte sie würde eine prächtige Oberstin abgeben und tadellos zu repräsentiren verstehen; auch das hübsche Haus in Abbazia wäre als buen retiro, wenn er einmal seinen Abschied nahm, nicht übel. Er umgab die kleine Frau mit lautloser Zärtlichkeit, während ihr seine Blicke hundert Liebeserklärungen machten, und sie behandelte ihn in einer Weise, die durchaus nichts Abschreckendes an sich hatte im Ge gentheil. Oh. er kannte sich mit den Frauen aus! Eines Tages, als die kleine Gesellschaft wieder beim Thee versammelt war, sagte Frau Henriette unbefangen: Ich habe Ihnen eine Neuigkeit mitzutheilen, Herr Oberst. Mein Verlobter, der bei der Marine dient und sich vor emrm Jahre nach Indien einschiffte, schreibt mir aus Yokohama, daß er sich aus dem Rückwege befindet und bald hier einzutreffen hofft. Er freut sich slhr. Sie kennen zu lernen! Der Oberst fiel aus allen Himmeln. Schlange." dachte er wüthend und verbarg mühsam seine Nieverlage. Wie konnte er das voraussetzen! Doch er hatte sich sein ganzes Leben hindurch rasch Mit Thatsachen abzufinden ge lernt und er krankte niemals unerwidcrter Liebe nach. Nein. Jene Frau, die ihn verschmähte, wußte eben nicht, wie sehr sie sich selber dadurch Schaden zufügte. Uebrigens fand er jetzt, daß Henriette gewisse Fehler besaß, die er früher nicht beachtet hatte. Sie war einfach unerlaubt kokett, was im Ehestände Unannehmlichkeiten nach sich Sieben kann. Auch fand er sie ober flächlich ihre ganze Bildung weiter Nichts als Salon - Firmß, kein eigenes Urtheil hatte sie, blos eine nachempfundene Meinung und dann die Anlaae. dick zu werden. Eine dicke Frau! Brrr! Absolut nicht sein Geschmack! Die Stntsdame dagegen war etwas ganz , Anderes entschieden viel vor nehmer; eine feine charmante Person mit einem Wort. Auch ihr Stamm bäum ein Ahnenreihe mit wohllllnaenden icamen. machte sich aut,

iuiic zz, wenn ich lie yeiratyite? uiti.etjic jtiunccrf. uno er begann ihr oiäcrct den Hof zu machen. Er versengte sie ordentlich mit seinen Augen.

Aber sie reagirte nicht. Jetzt freute er Nch darüber; immerhin eine große Garantie für seine Ruhe als Ehemann. und als ihm der Helrathsantra? schon auf den Lippen schwebte, erzählte auch sie ihm eine Neuigkeit". Denken Sie nur, ueber Oberst, ich werde nächstens zur Vorsteherin unseres Adeligen Damenstiftes ernannt werden, eine Ehre und elne Aueichnung, die mich außerordentlich freut! sagte sie vergnügt. Und da ich eine geschworene Feindin der Ehe bin, so habe ich wenigstens alle eventuellen Freier ein- für allemal los, da meine Anstellung" die Ehe ausschließt. Sie glauben gar nicht, wie glücklich ich jetzt bin!" Der schöne Oberst war jedoch gar nicht glücklich. Er konnte nur froh sein, sich nicht blamirt zu haben, aber er ärgerte sich furchtbar. Ihm konnte das geschehen, ihm, dem Unwiderstehlichen, daß ihm die Frauen indirecte Körbe gaben! Sein Selbstvertrauen kam arg in s Wanken und es blieb der einzige Trost für seine gekränkte Eitelkeit, daß Keine eine Ahnung hatte, was in seinem Innern vorging daß er kein Wort ausgesprochen, das seine Pläne verrathen hätte. Und er rüstete zum Abschied. Er trug gar kem Verlangen, den zukünftigen Gatten des falschen kleinen Wittwe kennen zu lernen, und mit der Stiftsdame war er auch fertig. Mochte sie Vorsteherin des Damenstiftes werden und liebeleer durch das Leben wandeln, als versäumte, alte Jungfer wenn es ihr so beliebte. Als er zum Abschied den Damen ein trügerisches: Auf Wiedersehen!" gesagt, trat ihm im Hausflur die Gesellschafterin entgegen, die reizlose, unscheinbare Person, die wie ein bleicher, schier wesenloser Schatten mitunter durch den Salon gehuscht, um die Noten zu bringen oder sich sonst nützlich zu machen. Sie reichte ihm bewegt die Hand. Leben Sie wohl, Herr Oberst!" sagte sie mit erstickter Stimme und verschwand. Als der Oberst später seinen Violinkästen öffnete, lag ein verwelkter Veilchenstrauß darin. Er erinnerte sich, daß an dem letzten Abend in Abbazia die Gesellschafterin einen Veilchenstrauß in Händen gehalten, den sie heimlich an die Lippen gedrückt. Und es-'that seinem verwundeten Selbstgefühl wohl, daß wenigstens die arme Person ihn geliebt hatte ! Die beste 5 Cent Eiaarre in de,r Stadt, Mucho's Longfellow". 823.00 Boston u. zurück 923.00 via C.H. & D., B. & O.S. W. u. B. O. Fahrkarten werden vom Iten bis einschließlich 5ten Juli verkauft. Retourfahrt beschränkt auf Iten September. Aufenthalt in Wasbington. Baltimore, Philadelphia und New York ist gestattet. x 83.30 Cincinnati u. zurück 83.30 83.30 Dayton nnd zurück 93.30 via C. H. & D. Bahn. Fahrkarten werden am 3ten und 4ten Juli verkauft mit Rückfahrts-Beschrän. kung auf 6ten Juli. Sechs Schnell züge ersten Ranges täglich. Mono Bahn. Vierte Juli Exkursionen. Einfacher Fahrpreis für die Rundfahrt. Fahrkarten werden am 3ten und 4ten Juli verkauft. Retcurfahrt beschränkt auf Gtm Juli. . C. H. & D. Bahn. Vierte Juli Exkursionen. Einfacher Fahrpreis fr die Rundfahrt, innerhalb 200 Meilen. Fahr, karten werden am 3ten und 4ten Juli verkauft, mit Rückfahrtbeschränkung auf 6ten Juli. 828.40 Denver u. zurück 828.40 via Monon Route. Fahrkarten werden vom 1. bis 10. Juli verkauft. Rückfahrt beschränkt bis 31. August mit dem Privilegium irgend eine Route zu benutzen. Sprecht im Union Bahnhof oder 8 und 10 Nord Jll. Str. und im Claypool Hotel vor. (., H. & D. 81.25-Dccatur und zurück-81.25 Sonntag, 5. Juli. Special-Zug verläßt Indianapolis um 7 Uhr Morgens. -Rückfahrt von Decatur um 6.30 Abends. Turn-Fest im Park des Turnvereins. Eoodman's berühmte Kapelle wird Musik liefern. Seht den Agenten R. P. Algeo, D. P. A. 821.00 Boston . zurück 821.00 via C. H. & D. und Erie Bahnen. $23.00 via New York. Fahrkarten werden am Iten Juli bis einschließlich 5ten verkauft. Rückfahrt beschränkt auf Iten September. Privilegium der BeNutzung des Hudson River TagDam pfers Älbany nach New Jork. Liberale Ueberliegungs-Privilegium. Durch laufende SchlafwaggonZ von Jndianapolis am 2. Juli.

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